Blutacker - Lorenz Stassen

  • Broschierte Ausgabe: 352 Seiten

    Verlag: Heyne (12. November 2018)

    ISBN-10: 3453439449

    ISBN-13: 978-3453439443


    Autor

    Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.


    Kurzbeschreibung (Verlag)

    Seit der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln und mehrere Angestellte. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt Lebenspartnerin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet – und das einzige Paket, das entwendet wurde, war adressiert an: Nicolas Meller. Die Schlinge um den Kopf von Nic und Nina zieht sich erbarmungslos zusammen!


    Meine Meinung

    Blutacker ist der 2. Teil mit RA Nicholas Meller. Dieses Mal geht es um kriminelle Machenschaften in den gehobenen Kreisen unserer Gesellschaft. Mir hat dieser 2. Teil noch besser gefallen, als Teil 1. Es ist kein 08/15 Fall und die ganzen Zusammenhänge erschließen sich dem Leser wirklich erst kurz vorm Ende.


    Lorenz Stassen überzeugt mit einem spannenden Schreibstil, gut ausgearbeiteten Charakteren und einer durchdachten Story mit überraschendem Ende. Das Buch hat mir einige spannende Lesestunden beschert.


    Ich bin mir sicher, es gibt noch Luft nach oben ;) daher vergebe ich 9 von 10 Eulenpunkten und eine klare Leseempfehlung.


    Danke Lorenz Stassen für die Begleitung der Leserunde und deine ausführlichen Erklärungen.


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  • Das Buch:

    Seit der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln und mehrere Angestellte. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt Lebenspartnerin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet – und das einzige Paket, das entwendet wurde, war adressiert an: Nicolas Meller. Die Schlinge um den Kopf von Nic und Nina zieht sich erbarmungslos zusammen! Quelle Amazon


    Der Autor:

    Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln. Quelle Amazon


    Meine Meinung:

    Zugegeben braucht ich diesmal ein wenig Anlauf, umso richtig ins Buch zu kommen, warum weiss ich im nachhinein gar nicht mehr. Denn einmal richtig drin, habe ich diesen Nachfolgeband von Angstmörder fast in einem Rutsch durchgelesen. Es hat mich gefreut wieder auf Nicholas Meller und Nina zu treffen, die ich schon im ersten Band sehr mochte, mittlerweile sind die beiden ja auch ein Paar. In diesem Band ist Meller nicht nur der Anwalt, sondern es wird für ihn selbst auch ganz schön brenzlich, das hat mir gefallen. Ganz lange weiss man nicht was es mit diesem Paket auf sich hat und wofür der arme Paketzusteller so brutal ermordert wurde. Es geht immer hin und her, man schwankt zwischen mehreren Möglichkeiten wie alles zusammenhängen könnte und wird am Ende doch überrascht. Packend und mitreissend geschrieben, so mitreissend das man manchmal denkt man wäre dabei.

    Mir hat der Schreibstil wieder sehr gefallen und ich mag es sehr, wenn man nicht nach 50 Seiten weiss wie die Geschichte ausgeht, hier ist es jedenfalls bis zum Schluss spannend.

    Ich hoffe auf weitere Bände dieser Reihe


    9 von 10 Eulenpunkten von mir


    Vielen Dank an Lorenz Stassen für das begleiten unserer Leserunden:blume





  • Lang ersehnt, zu schnell verschlungen. Mit diesem Buch steht der Autor seinem Erstling "Angstmörder" in nichts nach! Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte, nachdem ich endlich Lesezeit hatte, es dann fast nicht mehr weglegen. Es liest sich sehr zügig und das ist in diesem Fall ein Kompliment. Mit der Thematik der Verbrechen, Den Kreisen in welchen sie sich abspielen hat der Autor meiner Meinung nach einen Nerv getroffen. Über diese Thematik habe ich noch eher wenig gelesen, daher Unterschied sich das Buch doch recht von der breiten Masse. Und es wurde spannend erzählt! Noch ein positiver Punkt sind für die Figuren. Die sind so menschlich gezeichnet das sie teilweise echt wirken, so echt, das ich eine beispielsweise an die Wand hätte klatschen wollen. Und das Verhalten so typisch menschlich, kein Superheldgetue. Echte Probleme, echte Konflikte. Und auch das macht für mich ein gutes Buch aus.

    Angstmörder hat mir schon gut gefallen, Blutacker hat mir sehr gut gefallen und Teil 3? Den erwarte ich sehnsüchtig!


    Auch hier nochmal vielen Dank für das begleiten der LR:)

  • Blutacker hat mir noch ein bisschen besser gefallen als Angstmörder. Direkt auf den ersten Seiten geht es spannend los, so dass es mir leicht fiel, auf Anhieb in die Story reinzukommen. Nicholas war mir direkt wieder vertraut, trotz seiner Ecken und Kanten mochte ich ihn durchgehend gerne leiden. Überhaupt wirken hier die Charaktere absolut authentisch.

    Auch Nina war wieder mit von der Partie, jedoch hat sie in diesem Teil zwischendurch etwas an Sympathien eingebüßt, doch letztendlich wirkt auch ihr Verhalten menschlich und real.

    Selbst die russischen Charaktere fügten sich meiner meiner Meinung nach genau richtig ins Geschehen ein.

    Vor allem aber hat man es hier als Leser nicht mit dem typischen, brutalen Serienkiller zu tun, sondern es geht um Geld und Macht, darum, wie weit angesehene Mitglieder der gehobenen Gesellschaft tatsächlich bereit sind, zu gehen. Eben diese Thematik macht „Blutacker“ zu einem besonderen Thriller, der sich von der Masse abhebt.

    Der Schreibstil ist angenehm und mitreißend, die Spannung wird durchgehend gehalten. Der Showdown am Ende brachte mein Herz nochmal so richtig zum Rasen. Nicht immer war mir auf Anhieb klar, wer zu den Guten und wer der bösen Seite angehört.

    Die Story selbst ist intelligent durchdacht, in sich stimmig und wird durch unerwartete Wendungen abgerundet. Überhaupt ist in diesem Thriller sehr viel los, meine Neugierde auf die Zusammenhänge hat kaum nachgelassen.

    Da ich diesen Thriller von der ersten Seite bis zum Schluss durchweg gerne gelesen habe, ich mich bereits tagsüber auf das Weiterlesen gefreut habe, gibt es von mir ganz klare 10 Punkte.


    Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar und an Lorenz Stassen für die Begleitung der Leserunde.

  • In Band 1 lernte der Leser bereits Nicholas Meller und seine Referendarin Nina Verhoegen kennen. Nach dem Abschluß rund um den Angstmörder hat sich das Leben vom mittellosen Rechtsanwalt Meller hin zu einem Rechtsanwalt in neuen Räumlichkeiten, einer Büroleiterin, einer angestellten Anwältin und einem schickem Auto gewandelt. Mit Nina hat er gemeinsam eine Wohnung bezogen. Die Mandanten werden zahlreicher und auch zahlungkräftiger als vorher. Für ihn besteht derzeit nur die Gefahr, dadurch abzuheben, wobei ihn allerdings Nina wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Ihre Partnerschaft ist gerade in einer kritischen Phase, denn sie möchte nach ihrem Staatsexamen nicht mehr zurück in die Kanzlei.


    Hauptkommissar Thomas Rongen meldet sich bei Meller. Er ist mit Ermittlungen um den Mord an einem Paketboten befasst, der ausgerechnet ein XS-Paket an Meller ausliefern sollte. Dieses ist jetzt verschwunden. Was hat es damit auf sich? Meller hat keine Ahnung wer ihm etwas schicken wollte.


    Georg Freiherr von Westendorff ist sein neuester Mandant und er scheint viel versprechende Geschäftspartner zu haben, die Meller sehr gerne akquirieren würde. Zu einem pompösen Fest wird er mit Nina eingeladen, wobei sie vorher ein Seminar besuchen, um sich Tipps zu holen, damit sie sich auf dem Parkett der adligen High-Society sicher bewegen zu können. Dort lernt eine illustre Gesellschaft kennen. Die Herren vergnügen sich mit Autorennen in Sportflitzern, die Damen vertreiben sich die Zeit mit Wellness und Gesprächen über diverse Affären. Nur Meller wird bald erfahren, daß solche Geschäftsverbindungen nicht reibungslos und risikolos funktionieren, denn in Wahrheit laufen etliche schmutzige Geschäfte im Hintergrund. Prekär wird die Situation als er einsehen muß, welche Konsequenzen Mandantschaft und Schweigepflicht bringen können. Die Story endet auf den letzten Seiten mit einigen Wendungen und Überraschungen.




    Nach dem Angstmörder hatte ich schon ungeduldig auf Band 2 gewartet. Die Entwicklung von Meller verfolgt man als Leser gespannt und hofft, daß er die richtigen Entscheidungen trifft. Nina ist eine junge Studentin, die ihren Weg erst noch finden muß, deshalb habe ich ihre Reaktionen meist verstehen können. Auch wenn es vorher Diskussionen gab, im entscheidenden Moment ist sie für Meller da und unterstützt ihn. Wie es mit den beiden weitergeht, darauf bin ich sehr gespannt. Ebenso bin ich neugierig, was sich hinsichtlich der Anwältin und Kollegin Julie Tewes und des jungen Anwalts Probst ergibt.


    Der Autor hat in dem beschriebenen Umfeld (mehr möchte ich nicht verraten) sehr gut recherchiert, deshalb lesen sich die Handlungen und die Figuren authentisch. Trotz des ernstes Themas hat es der Autor verstanden, mich an einigen Stellen zum Schmunzeln zu bringen, u. a. auch dadurch, daß er eine eigene Wortschöpfung kreiert hat.



    Blutacker habe ich sehr gerne gelesen, es war spannend und mir hat dieser Teil noch besser gefallen als Band 1. Lorenz Stassen hat keinen 08/15-Krimi abgeliefert, sondern innovative Ideen eingebracht und ich bin wahrlich durch das Buch geflogen. Nun heißt es warten auf Band 3, von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!




    Auch von mir ein herzliches Dankeschön an Lorenz Stassen für die Begleitung der LR :bluemchen

  • Vielen lieben Dank für all die großartigen Rezensionen.

    Ja, mir hat die Lesrunde auch sehr viel Spaß gemacht.


    Ihr tätet mir einen großen Gefallen, wenn ihr - wie Richie es bereits getan hat - eure Rezension auch auf Amazon und Randomhouse postet. Dann wird es von ein paar mehr Lesern gelesen. Hoffe ich.


    Besonders gefällt mir der in einigen Rezensionen vorkommende Tenor, dass es sich nicht um einen 08/15-Krimi handele und dass die Thematik "Blutacker" zu einem besonderen Thriller mache, der sich von der breiten Masse abhebe.


    Da lacht das Autorenherz! Denn das war meine Intention. Mein Lektor Tim Müller hat mich in diesem Punkt auch sehr unterstützt. Überhaupt: Danke auch an den Heyne-Verlag. Die tun eine Menge für mich.


    Viele liebe Grüße


    Lorenz Stassen

  • Zu dem Inhalt schreibe ich jetzt nichts mehr, es wurde bereits alles sehr gut beschrieben.

    Mir hat dieses Buch und die dazugehörige Leserunde auch sehr viel Spaß gemacht. Ich lese sehr gerne Thriller und mag es auch mal etwas "brutaler" bzw. es stört mich nicht, wenn es blutig ist/wird. Dieser Roman und auch "Angstmörder" (Teil 1) sind eben keine Thriller mit Polizisten oder Profiler, sondern ein Anwalt. Das gefiel mir sehr. Ich bin bei politischen bzw. gesellschaftlichen Themen sehr skeptisch, aber hier passte einfach alles: Die Spannung, der Schreibstil, das Thema etc. einfach super und besonders die Aufklärung und Erklärung! Ich hätte jetzt gerne weitergelesen, noch ein Fall, noch mehr von Nicholas und Nina und noch mehr Russen, und und.

    Ich bleibe auf jeden Fall an dieser Reihe dran und freue mich auf eine Fortsetzung bzw. mehrere!

    Klare Leseempfehlung auch von mir! 10 Punkte

  • Blutacker steht seinem Vorgänger in nichts nach. Ein spannendes und interessantes Lesevergnügen! Genau genommen hat mir dieser zweite Teil mit Nicholas Meller sogar ein wenig besser gefallen als Angstmörder. Den Erzählstil empfand ich als noch ein bisschen runder und vor allem thematisch hat er mir mehr gelegen. Ich lese einfach gern Krimis und Thriller, die eher politisch und/oder gesellschaftskritisch ausgerichtet sind. Psychopathische Serienkiller sind nicht so meins.


    Durch seine Ermittlungserfolge in Angstmörder hat sich Nicholas als Anwalt erstaunlich schnell einen Namen gemacht. Er genießt es, nun Chef einer renommierten Kanzlei zu sein und die damit einhergehenden „Verbesserungen“ seiner Lebensumstände. Nina ist damit nicht so glücklich. Es scheint, als würden ihre Lebenspläne aktuell nicht recht übereinstimmen, und dass sie vielleicht etwas übereilt ihre Haushalte zusammengeworfen haben. Ich bin gespannt, wie es weitergeht mit den beiden.


    Mit dem Mord an dem unglücklichen Paketboten, beginnt eine ziemlich verwickelte Geschichte um Macht und Geld, deren lose Fäden Lorenz Stassen aber jederzeit fest in der Hand hält und zu einem stimmigen Plot verknüpft. Meller trifft auf einen Reigen illustrer Personen und Persönlichkeiten aus der regionalen High Society, die für ihn zunächst nicht so leicht einzuschätzen sind. Man könnte auch sagen, er lässt sich von dem Glanz ein bisschen blenden *g*. Bis er durchschaut, wer welche Interessen verfolgt und wie weit diejenigen zu gehen bereit sind um ihre Ziele zu erreichen, ist es für ihn fast schon zu spät, sich aus den mörderischen Fallstricken zu befreien.


    Die Handlung ist schlüssig und gut durchkonstruiert, spannend von Anfang bis Ende und punktet immer wieder mit Wendungen, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war, ohne dabei übertrieben oder unglaubhaft zu wirken. Zwar ist die Geschichte fiktiv, doch man spürt sorgfältige Recherche zu einzelnen Komponenten, so oder so ähnlich hätte es sich tatsächlich abspielen können.


    Nicholas als Figur gefällt mir weiterhin gut. Ich mochte ihn schon im ersten Fall, gerade wegen seiner vermeintlichen Unzulänglichkeiten, deren er sich mit einer gewissen Selbstironie durchaus bewusst ist. Und ich mag ihn auch hier wieder, denn bei all den Veränderungen in seinem Leben ist er sich doch irgendwie treu geblieben, als Mensch ebenso wie als Anwalt.

    Ninas Part fällt hier vielleicht etwas kleiner aus, bleibt aber von Bedeutung – für die Geschichte und für Nicholas.


    Hach, und was wäre Nicholas ohne seine russischen Kontakte. Auch hier spielen sie keine große, aber entscheidende Rolle und setzen unterhaltungstechnische Glanzpunkte.


    Es hat mir großen Spaß gemacht, diesen ebenso interessanten wie spannenden Thriller zu lesen. Ganz besonders in der netten, vom Autor so aufmerksam begleiteten Leserunde. Herzlichen Dank an alle, die das möglich gemacht haben.

  • Was für eine Story. Lorenz Stassen schafft es von der ersten Seite an Spannung aufzubauen. Der Autor hat ein Händchen für die Erschaffung seiner Charaktere. Protagonisten, die nicht unterschiedlicher sein können, Protagonisten mit Tiefgang, Ecken und Kanten, menschlich, sympathisch, aber auch nicht frei von kleinen Macken und Fehlern, einfach glaubwürdig. Aber auch die Nebencharaktere haben ihr Eigenleben und man kann sich auch in diese sehr gut hineinversetzen.


    Ein großes Geschick beweist er auch bei der Wahl seiner Schauplätze, die er sehr bildlich und anschaulich darstellt.


    Macht und Geld. Kriminelle Machenschaften in den feinsten Kreisen, bei den Großen der Stadt. Ein Fall, der zu denken gibt. Gut durchdacht.


    Macht und Geld. Ein Thriller, in dem es nicht um Psychopathen oder Serienkiller geht. Ein Thriller, der uns zeigt, wie Geld und Macht Menschen verändern kann. Was kann mann machen, wenn man schon alles besitzt? Verrrückte Ideen, skrupellose Ideen. Lorenz entführt uns mit diesem Buch in die Welt der Reichen und Schönen.


    Den ganzen Thriller hinweg steigert sich die Spannung bis zum großen Showdown: überraschende, raffinierte Wendungen, ein sehr flüssiger, schnörkeloser Schreibstil und ein überraschendes Ende, das aber durch seine Logik gut nachvollziehbar ist. Sehr gut ausgearbeitet. Der perfekte Abschluss.


    Eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil.


    9 von 10 Eulenpunkte.

    :lesend Andrea Schacht - Der Sünde Lohn

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    Hörbuch: Elizabeth Kostova - Der Historiker

    Hörbuch: Jörg Maurer - Hochsaison

    SuB: 308

  • Mit "Blutacker" dem zweiten Teil um den Rechtsanwalt Nicholas Meller legt Lorenz Stassen quasi nochmal "eins drauf".

    Nicholas wird in diesem Band in Verbrechen hineingezogen die in der höheren Gesellschaft spielen. Die Reichen und Mächtigen lassen hier alle Beziehungen und natürlich ihr Vermögen spielen.

    Am Anfang gibt es noch viele losen Fäden - diese werden aber im Verlauf der Geschichte nachvollziehbar und teilweise sehr überraschend miteinander verbunden.

    Das Thema an sich ist sehr interessant und sehr gut aufgebaut.

    Auch die bestehenden und sich weiter entwickelnden Konflikte in seiner Beziehung zu Nina werden geschickt in das Geschehen eingebaut.

    "Blutacker" ist ein absolut kurzweiliger Krimi mit überraschenden Wendungen und Erkenntnissen.

    Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen.

    Ich freue mich heute schon auf den nächsten Band der Reihe.

  • Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.


    Reichtum allein macht nicht glücklich


    "Wer reich werden will, sollte vorher bedenken, welcher Preis dafür zu bezahlen ist." (Ernst Ferstl)
    Der Anwalt Nicolas Meller ist nach seinem letzten Fall, bei dem er den Angstmörder zusammen mit Nina Verhoegen zur Strecke gebracht hat beruflich aufgestiegen. Plötzlich kann er sich von Mandanten nicht mehr retten, hat eine neue Kanzlei, eine Kollegin und kann sich sein Traumauto einen Aston Martin leisten. Außerdem ist er mit Nina zusammen in eine neue Wohnung gezogen. Nina hingegen ist noch immer traumatisiert, hat Alpträume und widmet sich nun ganz ihrem Jurastudium. Doch dann muss Hauptkommissar Rongen, den Meller schon von seinem letzten Fall kennt, ihm eine beunruhigende Nachricht mitteilen. Den vor kurzem wurde ein Paketbote ermordet und ausgerechnet das einzige Paket, das fehlt, war an Meller adressiert. Leider erwartete Meller kein Paket und der Absender aus Wien scheint ihm ebenfalls nicht bekannt zu sein. Nachdem Meller mit Baron von Westendorff einen neuen Mandanten an Land zieht, glaubt er das große Los gezogen zu haben. Doch mit der Zeit sieht es eher aus als, ob sich eine Schlinge um sich und Nina legt. Noch ahnt er nicht das er durch seinen neuen Auftraggeber in ein Netz aus Korruption, Lügen und Kriminalität hineingezogen wird. Als Nic feststellt das dieser und seine Freunde auch über Leichen gehen ist es schon fast zu spät.

    Meine Meinung:
    Das rotgetränkte Cover mit dem baufälligen Haus und dem Acker wirkte schon äußerst geheimnisvoll. Nach dem spannenden ersten Teil hatte ich mich schon riesig auf den nächsten Fall von Anwalt Nicolas Meller gefreut. Der Schreibstil war locker, flüssig unterhaltsam, auch wenn mir erneut wieder etwas die Spannung fehlte, ist das Konstrukt wieder sehr interessant. Diesmal geht um Reichtum, Korruption, Erpressung und Macht. Erneut hat mir der russischstämmige Anwalt Nicolas Meller gut gefallen, auch wenn er sich in dieser Folge doch sehr verändert hat. Auffällig war vor allem das er sich nicht nur zum gutbezahlten Anwalt gemausert hat, nein es war eher ungewöhnlich das er sich auf einmal in Luxus und Reichtum wohlfühlte. Ich war froh als dann nach und nach doch wieder der alte Nicolas Meller etwas hervortrat. Dass der Autor in diesem Buch wieder keinen Hehl um Ninas Behinderung macht, fand ich sehr gut und ist schon sehr speziell. Interessant fand ich zu lesen, wie dieses Buch entstand, nachdem der Autor über die Versteigerung eines Ackers in Köln, im Jahr 2016 gehört hatte. Auch wenn man darüber nur spekulieren kann, warum er so teuer ersteigert wurde, gab dies Lorenz Stassen den Anlass daraus einen Kriminalfall zu schreiben. Dadurch bekommt dieser Fall eine reale, aber auch fiktive Note. Die Charaktere die neben Meller und Nina noch im Buch aufwarten fand ich sehr gut gewählt. Ich war am Ende erstaunt, wer hier alles Dreck am Stecken hatte und in die Machenschaften verwickelt war. Ich hoffe ja das Nina und Nic sich wieder annähern werden und das es einen neuen Fall geben wird. Jedoch konnte ich Ninas Argumente ebenfalls gut verstehen und nachvollziehen. Wieder mal ein Krimi mit ausgefallenen Ermittlungen, verzwickte Machenschaften und Wirrungen, dem ich 10 Eulen gebe. :thumbup:







    "Lebe jeden Tag so, als ob du dein ganzes Leben lang nur für diesen einen Tag gelebt hättest."

  • Bin etwas spät dran mit meiner Rezi, deshalb schreibe ich nicht mehr soviel zum Inhalt, sondern nur meinen Eindruck.


    Ich fand Blutacker genauso spannend wie Angstmörder. Es hat ein Thema beinhaltet - Gier nach mehr Macht und Geld - das immer aktuell ist, besonders auch in der heutigen Zeit. Ich bin nur entsetzt, wie weit manche dafür gehen um dies zu erreichen.


    Worüber ich traurig bin ist, dass Nina und Nicolas kein Paar mehr sind - aber wer weiß, vielleicht wird aus Nicolas und der Staatsanwältin ja ein Paar. Spekulieren kann ich ja, es gibt ja schließlich (hoffentlich) eine Fortsetzung.


    Von mir bekommt dieses Buch eine absolute Leseempfehlung und die vollen 10 Punkte.

    Viele Grüße:wave

    Sabine :lesend

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Sabine Sorg () aus folgendem Grund: Ich vergaß ganz mich zum Schluss für die tolle Autorenbegleitung zu bedanken.

  • Der 2. Fall für Rechtsanwalt Nicholas Meller


    Meine Meinung:

    Die Handlung setzt einige Monate nach Abschluss des ersten großen Falls von Nicholas Meller und seiner Referendarin Nina Vorhoegen ein. Viel hat sich für die beiden verändert. Sie wohnen zusammen in einer luxuriösen Wohnung, Nic gibt das Geld mit vollen Händen aus, Statussymbole sind ihm wichtig. Da schmeichelt es ihm nicht wenig, dass sein neuer Mandant ein Baron von Westendorff ist.


    Was mit dem Mord an einem Paketboten beginnt, entwickelt sich zu einer verwickelten Geschichte, in deren Verlauf Nic auf eine Reihe einflussreicher und mächtiger Personen aus der höheren Gesellschaft trifft, die ihn für ihre Zwecke einspannen wollen. Worauf er sich hier eingelassen hat, zunächst geblendet von Macht und Geld, ist unterhaltsam zu lesen. Auch wenn es mir etwas an Spannung fehlte, ist die Story durchdacht konstruiert und sorgt am Ende mit einigen Wendungen für Überraschung.


    Der lockere Schreibstil lässt die Seiten dahinfliegen, die interessanten Charaktere tun ihr übriges, die Geschichte kurzweilig, ohne allzu viel Tiefgang, zu gestalten.

    Sicher lässt das Ende einige Überlegungen für die Fortsetzung zu. Ninas weitere Entwicklung, Nics Kollegin Julie Tewes, der nur namentlich durch die Geschichte geisternde junge Anwalt Probst und Nics leicht undurchsichtige Kontakte zu seinen russischen Freunden bieten in meinen Augen einiges an Potential für weitere Bände der Serie.

  • Nach dem Angstmörderfall geht es bergauf mit der Kanzlei Meller, ein neues Büro in der Kölner Innenstadt, zahlungskräftige Klienten und natürlich ein neues Auto. Aber dann gibt es einen Mord an einem Paketboten und nur ein Paket ist verschwunden, nämlich das an Nicholas Meller. Hauptkommissar Rongen kann kaum glauben, dass Nicholas keine Ahnung hat, worum es geht. Dann gibt es noch einen Auftrag von einem Baron von Westendorff, den Nicholas dank Beziehungen im Nu löst. Als er dann auch noch eine Einladung des Barons erhält, ist Meller überzeugt, dass ihn nun nichts mehr bremsen kann. Wie man sich doch irren kann.

    Mir hat auch dieses Buch wieder viel Spaß bereitet. Es ist von Anfang an spannend und bis zum Ende wird man im Unklaren darüber gelassen, was hinter der ganzen Geschichte steckt und wer die Drahtzieher sind.

    Ich habe immer gedacht, dass Paketboten nur Muckis brauchen, aber sie leben wohl ganz schön gefährlich.

    Nicholas hat russische Wurzeln und Verbindungen zu nicht ganz lupenreinen Russen. Diese Verbindungen nutzt er gerne, weiß aber auch genau, wie weit er gehen darf. Lange ist seine Kanzlei mehr schlecht als recht gelaufen und nun genießt er den Erfolg. Kann man es Nicholas verdenken, dass er ganz oben mitmischen will? Leider geht im dabei ein bisschen der gesunde Menschenverstand verloren. Mir hat aber gefallen, dass er dann doch wieder in die Spur kommt und sich nicht benutzen lassen will. Aber er wurde schon tief in die Geschichte hineingezogen. Nina Venhoegen, Nicholas‘ Lebensgefährtin mit Handikap, kämpft derweil mit eigenen Problemen. Im Büro hat Büroleiterin Astrid Zollinger alles im Griff, nur ihren Chef manchmal nicht.

    Ein toter Paketbote, ein verschwundener Künstler und Ackerland, das zu einer überhöhten Summe seinen Besitzer wechselt – wie hängt das alles zusammen? Erst mit der Zeit kommt Nicholas dahinter, dass es um Macht und Geld geht und wie leicht man abhängig werden kann. Für ihn steht viel auf dem Spiel.

    Auch dieses Mal konnte mich Lorenz Stassen mit seinem spannenden Thriller wieder fesseln.


    5/5

  • Beinahe hätte ich hier mein Statement vergessen. 8|


    Nachdem "Angstmörder" letztes Jahr eines meiner "Überraschungshighlights" war, war ich doppelt gespannt auf den zweiten Teil. Nicholas Meller hat sich gemausert zum erfolgreichen Anwalt. Er besitzt einen teuren Schlitten, fährt mit Snobs Rennen auf dem Nürburgring und träumt von der ganz großen Karriere. Ein Mord ganz nah in seinem Umfeld reißt ihn aus dieser Luftblase und alsbald fürchtet er um sein und Ninas Leben und versucht herauszufinden, wer denn da was von ihm will.


    Gefallen hat mir vor allem wieder Nina, die anders tickt als ihr Freund und die sich nicht so einfach in ein Schema pressen lässt. Auch die diversen Russen, die in typischer Manier durchs Buch huschen, fand ich Klasse. Das gibt der Geschichte ein eigenes Feeling. Mir hätte es gefallen, wenn diesmal noch mehr der Anwalt in Nicholas durchgekommen wäre. Phasenweise erinnert er mich eher an einen Privatdetektiv. Das soll nicht negativ klingen aber hier wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Der Fall war mitten aus dem Leben gegriffen. Am Ende agierten die Darsteller für meinen Geschmack etwas zu dramatisch. Dafür bekam man aber auch eine gehörige Portion Action und es floss auch noch das ein oder andere Tröpfchen Blut.


    Solider zweiter Band. (Der erste gefiel mir einen Hauch besser.)

  • Blutacker

    Thriller

    Heyne Verlag

    erschienen am 12. November 2018

    Autor: Lorenz Stassen

    ISBN 978-3-453-43944-3

    352 Seiten






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    Entstehung



    Die Idee zu der Geschichte hatte Lorenz Stassen, Autor dieser Geschichte, bereits im September 2016. Ein Zeitungsartikel berichtete über die Versteigerung eines Ackers, dessen Erlös beinahe das Fünffache des eigentlichen Wertes betrug. Dabei handelte es sich nachweislich um ein Überschwemmungsgebiet im Schatten einer Raffinerie und nicht um Bauland. - Und damit um Stoff für eigene Ideen.



    Handlung und Personen



    Blutacker ist bereits der zweite Band einer Trilogie um den jungen Anwalt Nicholas Meller.


    Nicholas Meller hat sich durch einen spektakulären Fall als Anwalt und Strafverteidiger einen Namen gemacht und konnte - bedingt durch seinen neuen Bekanntheitsgrad und steigender Umsätze - seine Kanzlei in die Kölner Innenstadt verlegen. Die Anfänge dieser steilen Karriere und wie es zu der Wandlung seiner Lebensumstände kam, sind in Angstmörder, dem ersten Band, zu finden.



    Unterstützt wird Nicholas Meller von seiner Referendarin und mittlerweile Lebensgefährtin Nina Vonhoegen. Nina Vonhoegen leidet von Geburt an unter Dismelie, einer Fehlbildung, und seit dem letzten Fall auch unter Albträumen.



    Für den neuesten Fall kommt Nicholas Meller sein russischer Hintergrund zugute: sein Auftraggeber entstammt dem deutschen Adel und möchte einen Freund aus dem russischen Gefängnis zurück nach Deutschland holen. Zur gleichen Zeit wird ein Paketbote ermordet und ein Paket entwendet. Ein Paket, adressiert an Nicholas Meller.



    Meine Meinung



    Der Schreibstil ist atemberaubend spannend und umgangssprachlich gehalten. In den feinen Kreisen, wie in den gewöhnlichen, herrscht ein normaler Ton.


    Der Spannungsbogen wird durchweg gehalten und immer mal wieder durch außergewöhnliche, dabei menschlich nachvollziehbare, Begebenheiten gelockert.




    "Das war das Problem mit diesen Typen in ihren teuren Anzügen. Zivilisten." - Seite 201


    Dabei sind die Charaktere - Protagonisten wie Nebenfiguren - so vielschichtig und natürlich, dass es mich nicht wundern würde, dem einen oder anderen im wirklichen Leben zu begegnen.


    Was die Geschichte für mich besonders macht, ist die Kunst, diese so zu erzählen, dass ich beim Lesen das Gefühl habe, am Geschehen teilzunehmen. Dieser sogenannte "Wirklichkeitseffekt" hat mich nachhaltig beeindruckt.




    "Dass Justitia blind war, sah man an grünbraunen Bodenfliesen, die sich mit braunrotem Teppichboden abwechselten." - Seite 250


    Ebenso beeindruckt hat mich die Geschichte von Nina Vonhoegen. Eine junge, bildhübsche, gescheite Frau mit einer Behinderung. Von Geburt an fehlt ihr der rechte Arm. Wie sie damit zurecht kommt und ihr Leben meistert, wird in dem Buch ganz natürlich, wie nebenbei, erwähnt.



    Dabei ist die Geschichte fiktiv - auch die Personen darin.



    Fazit



    Wer, wie ich, ein Faible für spannungsgeladene Thriller hat, dem kann ich Blutacker ans Herz legen.



    Ich freue mich bereits heute auf Opferfluss, dem dritten Band der Trilogie. Dieser erscheint voraussichtlich am 10. Februar 2020 und wird 400 Seiten umfassen.