Beiträge von rienchen

    Nun, die Weltgeschichte ist eine überwiegend patriarchalische, und die Erfindung der Götter und der Religionen gehörte zum Instrumentarium, um u.a. das - also die Männerdominanz - zu zementieren. Ob nun bullshit classic (Katholizismus) oder bullshit light (Protestantismus) - die Strukturen sind sehr deutlich auf maskuline Zentrierung ausgelegt, und die vermeintlich heiligen Schriften, die man bemüht, sprechen da eine überaus deutliche Sprache. Das gilt für nahezu alle Weltreligionen, aber das Judentum und der Islam legen quasi noch eine Schippe drauf - von den orthodoxen Varianten (es gibt ja auch bullshit forte, nicht nur in Griechenland und Russland) ganz zu schweigen. Aber auch die neueren Erfindungen wie das Mormonentum oder die ganz mit weltlichen Götzen auskommenden Scientologen etablieren immer wieder solche Strukturen.


    Das wäre eine gute Nachricht, würden wir das Jahr 1821 schreiben, aber wir sind zwei Jahrhunderte weiter und haben das Higgs-Boson nachgewiesen. Dass da immer noch ein gutes Drittel der Bevölkerung westlicher Staaten meint, es gäbe ganz oben irgendwo die gute, alte (männliche) Bart-Emse, die da hockt und kopfschüttelnd auf die Scheiße runterschaut, die vor allem Männer auf die Welt abladen, ist aus meiner Sicht kein Grund zum Feiern. Und trotz der Fortschritte, die Barack Obama und Kamala Harris verkörpern, wäre ein nichtchristlicher amerikanischer Präsident nach wie vor völlig undenkbar.

    Aber WO genau kommt das Higgs Teilchen her?


    Also solange man nicht alles weiß, kann man auch nix ausschließen. :alter

    Aus, Ihr Süßen 🥰🥰


    Das ist Toms Thread, ich wollte ihn nicht schreddern! Ich komm wieder öfters. Entschuldige, Tom!


    Zum Buch: dass ich seitdem mal wieder verstärkt David Sylvian/ Japan gehört habe, daran bist Du Schuld. :lache

    Hallo!

    Ich bin es, das rienchen! :lache


    Seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder hier, sehe ich diese Leserunde.. Wie schön! Da kann ich gleich mal nach "Regina Buch" fragen. Als Du den Laden beschrieben hast, da hast Du eigentlich "Uslar und Rai" beschrieben, oder? :)

    Zehn Tage Quarantäne mit einem 14 Jährigen war jetzt nicht sooo schlimm, wie ich dachte. Morgen ist der Spuk ( hoffentlich) vorbei und zu meinem glücklichen Moment gehört, dass weder er, noch einer von uns angesteckt wurde und dass wir nächste Woche doch noch ein bisschen wegfahren können. :alter

    Ich kann mich harimau und den anderen positiven Rezis hier nur anschließen. Selten solch ein Buch gelesen, außergewöhnlich, abgrundtief böse, gesellschaftsverachtend, zynisch, brutal und unfassbare 30 Jahre alt. Es ließt sich wie Gestern geschrieben. Zeitlos!

    Ich gucke grade Years and Years, eine in der nahen Zukunft spielenden Miniserie, die so nah an der Realität weitergesponnen und dermaßen beängstigend ist, dass mit teilweise wirklich, wirklich schlecht wird. Sehr dystopisch, allerdings kein bisschen übertrieben. Gut drauf kommt dabei nicht, im Gegenteil. Grandios besetzt bis in die letzte Rolle, allen voran Emma Thompson als populistische Premierministerin.


    Das sollten wir alle sehen, daraus lernen und es nicht so weit kommen lassen. Seit 'Black Mirror' nicht mehr so was 'Gutes' gesehen.

    Genau und das trifft eben auch auf das medizinische Personal zu. Deshalb arbeitet man ja auch so intensiv daran, die Ausbreitung zu verlangsamen.

    Deshalb kann ich die Aufregung über leere Fußballstadien & Co. nicht nachvollziehen.

    Das ist es nämlich. Damals, bei H1N1 hatten wir jeder ein Pandemieset parat und Tamiflu für jeden von uns, das hätten wir beim ersten Symptom genommen. Wir haben uns in zwei Gruppen in verschiedenen Schichten aufgeteilt, so dass im Falle einer Quarantane eine Schicht noch übriggeblieben wäre. Bei Corona ist es so, dass wir sozusagen gar keinen Schutz haben, außer einer gekennzeichneten Schutzzone, damit die Leute Abstand halten. Sie husten einen an und rotzen in der Gegend rum... Eine Frechheit ist das. Und was für dämliche Sprüche kommen, dabei ist das die einzige Maßnahme, die bleibt, ansonsten würden wir zumachen und durch die Notdienstklape bedienen müssen. Ganz ehrlich- dass sich das nun so ausbreitet, daran haben solche Menschen, die alles ohne Respekt ins Lächerliche ziehen und diese ganze 'Panikmache' auch noch mit einem herzhaften, ungeschützten Huster unterstreichen, erheblichen Anteil. Sollte von unserem Team einer erkranken, ist die Apotheke dicht. Daran will ich ehrlich gesagt noch nicht mal denken.

    Doch, darf man, mit Sonder PZNs und sogar Originale würden wir abgeben, wenn es nur irgendwas gäbe, was man abgeben könnte. Was oftmals nicht der Fall ist. Wir weichen sogar schon auf andere Stärken aus, der Patient soll dann halbieren, vierteln, die doppelte Menge nehmen... 8o Von der Substitutionsausschussliste, die zB bei Marcumar und Thyreostatika greift, fange ich gar nicht erst an. Oder von verunreinigten Medikamenten a la Valsartan, die in Indien und China unter völlig anderen Standards produziert werden, da gibt es keine kanzerogenen Schwellengesetze. Es ist eine absolute Katastrophe, ein einziger, erschöpfender Kampf momentan, auch mit den GKVen, die mit Retaxen drohen und das kommt NICHT erst jetzt durch die aktuelle Coronakrise, sondern durch die jahrelang aufgebaute soziale Marktwirtschaft, durch Rabattverträge, durch die Globalisierung. Das ist hausgemacht, wie auch die Behandlung von Krankenhäusern, als seien sie Wirtschaftsunternehmen. Nur wird es jetzt - und ich hoffe wirklich sehr, SEHR! mich zu irren- noch richtig schlimm werden. Indien hat die Ausfuhr von so ziemlich allen wichtigen Generika gestoppt. Wenn das jetzt auch noch hier ankommt, so in zwei, drei Monaten und es keine Antibiotika und die gängigsten Schmerzmittel mehr gibt, werde ich wirklich Angst haben, in der Apotheke zu stehen. Wir haben jetzt schon teilweise Angst vor agressiven, panischen Menschen. Und nein- ich will KEINE Panik verbreiten. Ich sehe und beobachte nur seit Jahren, was da so eigentlich passiert.

    Ich habe neulich Fleabag schlichtweg inhaliert und dermaßen schamlos weggeguckt... Solch eine fantastische, kleine Serie, bestehend aus zwei kurzen, feinen Staffeln. Grandiose DarstellerInnen, traurig, lustig, unanständig, tiefsinnig, alles zusammen. Großartig. Es stimmt mich schon etwas traurig, dass nach diesen einzigen 12 Folgen wohl endgültig Schluss sein soll. Anderseits ist das vielleicht auch doch ganz gut so.


    Inhalt:

    Fleabag bietet einen ebenso lustigen wie scharfsinnigen Einblick in die Seele einer schlagfertigen, wütenden und trauernden Frau, die sich in das Großstadtleben von London wirft. Die preisgekrönte Autorin Phoebe Waller-Bridge spielt selbst die Hauptrolle einer Frau, die zu heilen versucht und nie ihren Mut verliert, obwohl sie mit ihrer ungefilterten Art jeden von sich stößt, der ihr helfen will.