Beiträge von rienchen

    Liebe (r) Maarten,


    ich schildere nur meine Eindrücke, mein Empfinden, meine Sichtweise. Da lohnt es sich echt nicht, drüber zu diskutieren. 🙂


    Und warum "das falsche Buch"? Es ist doch der Sinn von Kunst, sich damit auseinanderzusetzen, zu reiben und eigene Sichtweisen zu verlassen. Meine muss ja nicht die richtige sein, die gibt es uU doch auch gar nicht. Auch sagt meine Ansicht nichts über Qualität aus.


    Ich wollte lediglich erklären, warum die beiden Charaktere für mich die mit Abstand unsympathischsten aus Toms gesamter Buchgeschichte sind. Sie passen in einen modernen Zeitgeist, der nicht meiner ist.


    Mehr nun auch nicht. ;)

    Warum zB schafft man es in einer ehrlichen, aufrechten Beziehung denn nicht, in gefühlten hundert Jahren dem Lebenspartner ohne Angst mitzuteilen, dass man zum Frühstück keine verdammten Pancakes mag, sondern auf Leberwurststullen steht? Geht davon die Liebe kaputt, echt? Das ist das gleiche Kaliber Mensch, welches sich ja nie vor den Kindern streitet. Ich kenne solche Menschen zur Genüge,die sind überall um mich herum. Es ist nicht schlimm, anderer Meinung zu sein, sich zu streiten, sich sogar manchmal nicht leiden zu können. Glück ist kein Normalzustand, glücklich zu sein ist schön, aber es nicht immer zu sein, ist wahrscheinlicher und absolut in Ordnung. Und das ist in unserer Zeit für mein Empfinden sehr toxisch. Es gilt, den Zustand des ewigen Glücks anzustreben, bist Du es nicht, lasse alles hinter Dir und gehe weiter. Lass Menschen auf der Strecke, die Dich nicht glücklich machen. So funktionieren Datingplattformen und Selbst Optimierungsprogramme. Ich empfinde das grundfalsch.


    Clemens und Marie haben sich in ihrer Perfektion. In der Bestätigung von außen ( alle sagen ihnen, wie Granatenmäßig spitze sie miteinander aussehen, wow, wie oberflächlich. Und irgendwie... So Berlin. Wahrscheinlich.), in ihrer Weltsicht ( mEn verhalten sie sich auf dem Elternabend in der Kita schon sehr überheblich, sie kategorisieren natürlich alle anwesenden Mütter - selbstredend sind auch nur Mütter anwesend, welch Klischee, aber okay. - sicher in ihre Schubladen ein, ohne sich auch nur die Mühe zu machen, ihre eigenen Vorurteile zu hinterfragen.), in ihrem Sexualverhalten ( Ankunftsquickie nach 15 Std Autofahrt etc).


    Sie sind halt toll und wollen das auch bleiben. Ich ecke da wahrscheinlich permanent mit meinem eigenen Verständnis von Liebe, Ehe und Freundschaft an, weil mir meine empirischen Erfahrungen und auch wissenschaftliche Erkenntnisse sagen, dass Verliebtsein das Gehirn in einen Rausch ähnlichen Zustand versetzt und es eben ganz normal ist, dass dieser Zustand irgendwann nachlässt und andere Empfindungen hervortreten, die uns nicht in Euphorie versetzen, aber genauso wertvoll sind.

    Ich empfinde etwas für sie, aber in der Hauptsache mit ihnen. Sie sind lebendig. Ich mag sie natürlich auch, und ich bin stolz auf sie und all das, wie ein Elternteil, aber nicht ganz genau so, aber ich bin nicht kritiklos und ich mag sie auch nicht alle. Sebastian Krause habe ich nicht sehr gemocht („Landeier“), Uwe Fiedler habe ich sehr gemocht, fast sogar geliebt („Nachttankstelle“), Clemens und Marie mag ich auch, sogar in besonderer Weise, weil sie Helden sind. Ich weiß allerdings nicht, ob ich gerne mit ihnen befreundet wäre. Aber in der Hauptsache ist das so ein Spiegelneuronending. Ich bin in jeder Figur. Ich bin in Teddy und in Diana, und in allen anderen. Ich habe eine Ahnung davon, wie sie fühlen, und das empfinde ich mit. Empathie halt.


    „Sommerhit“ ist übrigens der Roman, der mir fast am meisten bedeutet. Er hat auch die hartnäckigste Fangemeinde.

    Naja. Na und? Das hat doch mit meinem subjektiven Geschmack nun gar nix zu tun. 🤷‍♀️

    Tut mir auch leid jetzt, dass ich das erwähnt habe. Hier geht es ja um ein anderes Buch. Ich wollte lediglich verdeutlichen,wie sehr ich Deine Bücher im Normalfall verehre.  Mein liebstes ist und bleibt die Nacht Tankstelle.


    Hm, okay. Du bist so ein bisschen der Gott Deiner Protagonisten, Du bist in allen Dingen .


    Aber Clemens und Marie sind "Heilige"? Wow, warum das denn? Ich finde sie beide gleichsam überheblich und in ihrer Blase gefangen.

    Um mir richtig auf die Nerven zu gehen, komme ich den beiden nicht nah genug. Ich finde, man erfährt zu wenig über deren Lebensweise. Wie sieht so ein Alltag im Familienkreis aus?

    Marie ist schwanger, dann kommen die Zwillinge in die Kita und kurz darauf sind sie schon zu alt, um mit den Eltern in Urlaub zu fahren.

    Natürlich ist es schwierig 20 Jahre in einem Roman unterzubringen. Aber mir fehlt die Lebendigkeit einzelner Episoden des gemeinsamen Lebens.

    So geht es mir auch. Diese Sache mit der Toxoplasmose passt für mich da zeitlich auch überhaupt nicht rein.

    Hallo!

    Ich bin nicht zur Leserunde angemeldet, und mache auch nicht mit. Ich möchte aber was loswerden und ich hoffe sehr, dass das okay ist. Ich liebe ja Toms Bücher, ich habe sie (bis auf den Sommerhit) alle verschlungen und kann es nie erwarten, bis endlich ein neues erscheint. *hechel*


    Nun bin ich also freitags bei Paolo. Und ich möchte gerne wissen ( und ich hoffe wirklich, wirklich, dass ich das sagen darf, und dass Du es mir nicht übel nimmst, lieber Tom - nimm es bitte nicht persönlich) :


    Gehen hier jemandem Clemens und Marie mit ihrem Gehabe auch so sehr auf die Nerven wie mir? Noch nie waren mir Toms Hauptfiguren dermaßen unsympathisch wie hier. Alles an denen empfinde ich toxisch positiv. Richtig gehend zum Weglaufen. 


    Ich bin gespannt,ob sich das noch gibt. Aber ich möchte wissen,ob es noch jemandem so geht.

    Ich habe einen Cavalier King Charles Spaniel 🙂 , mit dem reise ich im Oktober endlich wieder nach GB. Bei aller berechtigten Kritik an Monarchien, Kolonialismus und Menschen, die in ihren Reichtum rein geboren wurden- ich mochte die Queen mit ihrem eigenwilligen Charme und Charakter, ihren Humor, den Humor ihres Mannes und ich mag die Briten an sich. Es ist alles irgendwie ein bisschen bescheuert. Ich mochte sogar die tanzende Theresa May heimlich und die Muppet Frisur von Boris Johnson. Verqueer und skurril. Ich mag wohl allgemein eher Ecken und Kanten, Licht und Schatten. Also ich würdige diese Frau und ihr Leben. Aber nu ist auch gut. 🙂

    Das ist ein Euphemismus. Nach zwei gerade noch so ausgehaltenen Folgen stand ich kurz vor dem Gehirntod. Mit Verlaub, aber das ist an Banalität nicht zu übertreffen. Ist "Hart of Dixie" ähnlich flach oder wenigstens ein paar Millimeter tiefgängiger? Wir suchen nämlich was Leichteres, nach vier Staffeln "Ozark" und der vierten Staffel "Handmaid's Tale". Und die ersten zwei Folgen von "Uncoupled" mit dem eigentlich großartigen Neil Patrick Harris waren eine fürchterliche Enttäuschung.

    Shitt's Creek! 


    :lache

    Huch, das sehe ich ja jetzt erst! :wow
    Wie es aussieht, hat's das Bäumchen bei dir viel besser als bei mir :wave


    Batcat : diese Ausgabe hatten meine Eltern auch, ich hab's geliebt und auch schon Erbanspruch angemeldet :grin

    Huhu Draper?


    Na? Wie geht's Dir, alles gut?

    Ich musste gerade an Dich denken. Weil, ich gehe so mit Kibi ( Corona- Hund, ein Cavalier King Charles Spanien) durch den Garten und da sehe ich, dass Pflaumi ganz viele Früchte ( naja, das ist etwas übertrieben, ich schätze mal, so zwei gute Hände voll) trägt! Cool, oder? 😍


    Ich freue mich da ja voll drüber. Das war eine lustige Aktion damals. 


    Ich mache gleich mal Bilder. Liebe Grüße!

    Ich gucke gerade auf Netflix die erste und bisher einzige "Staffel" von Oatsstudios.


    Wobei es sich dabei um unabhängige, miteinander unverbundene, sehr befremdliche, dystopische, gruselige, fiese, eklige Science-Fiction Kurz Episoden handelt. Die längste umfasst gute zwanzig, die kürzeste drei Minuten.


    Die Atmosphäre und die Besatzung ist durchweg grandios. Sehr düster und sehr skurril. Außergewöhnlich in jedem Fall. Nix für schwache Nerven, aber wer zB "Black Mirror" mag, der könnte hier mal gucken 👀