Beiträge von rienchen

    "Stand By Me" neu interpretiert. Ich habe alles vor mir gesehen und mich erinnert gefühlt. Ich war euphancholisch, sozusagen. ;)


    Ein schönes Buch. Warmherzig und melancholisch, wie ein Sommergewitter nach länger Hitzezeit.

    Ich habe es sehr, sehr gerne gelesen. Ich stürze mich auf jedes neue Buch von T. C. Boyle, seine Schreiberei macht mich wirklich süchtig.


    Ganz tolles Buch mit interessanten Gedankenansätzen.

    "Coming Up"-Jubiläumstour im Mai 22? Ich habe ja Hoffnung, dass ich im Oktober zu Biffy Clyro kann.

    Ich auch, hab auch Karten...


    Glaube aber eher nicht dran. Kann es mir ehrlich gesagt mit meinem realistischen Blick der Dinge nicht vorstellen, aber wer weiß. 🙂

    Ja. „Von zwei Ärzten war einer schwanger.“ Siehe weiter oben verlinkter Text auf meiner Site. Man kann es auch herbeikneten.


    Edit: Wer sich um beinahe jeden Preis beleidigt oder diskriminiert fühlen möchte, dem wird man das nicht ausreden können, genauso wenig, wie man jemanden, der beleidigen oder diskriminieren möchte, dadurch davon abhalten kann, dass man ihm sprachliche Vorschriften macht oder die Syntax "gerecht" ausdekliniert (was in aller Konsequenz vollständig unmöglich ist). Jede Weltsprache lässt sich für beides verwenden, für Beleidigung und Diskriminierung, und Gesellschaften haben sich ganz unabhängig von ihrer vermeintlich gerechten oder ungerechten Sprachkultur in der einen oder anderen Weise entwickelt. Konnotation und Semantik sind von der Syntax entkoppelt.

    Lieber Tom,


    ich lese jetzt gerade nur eine ( männliche) Person, die sich "beleidigt und diskriminiert" fühlt. 😉 Ganz ruhig. Ich erkläre mich und holte aus.


    Meine Mutter wurde 1970 mit 17 schwanger, in Bremen. Dafür wurde sie ausgestoßen und geächtet. Meinem Bruder wurde die Taufe verweigert und meine Eltern durften nur standesamtlich heiraten, der Pfarrer wollte sie in ihrer Gemeinde nicht haben. Meine Mutter musste ihre Lehre zur Rechtsanwaltsgehilfin abbrechen. "Sowas" wollte man nicht im gutem Hause sitzen haben. Warum erzähle ich das? Weil die "Schuld" für solch ein ungeheures Verhalten natürlich immer nur bei der Frau zu suchen gewesen ist.


    Weil es Frauen bis 1977 verboten war, arbeiten zu gehen, wenn dies nicht mit ihren Pflichten in Ehe und Familie in Konflikt geriet. Seit 1958 ist es Frauen überhaupt erst erlaubt gewesen, eigenes Geld zu verdienen und ein eigenes Konto zu eröffnen. Vorher hat einfach der Ehemann darüber verwaltet.


    Seit 1980 soll es (theoretisch) Geschlechter unabhängig gleiches Geld für gleiche Arbeit geben. Ist dies der Fall? Ich glaube nicht.


    Seit 1994 ist es überhaupt erst Gesetz, in Stellenausschreibungen alle Geschlechter anzusprechen. Frauen wurden bis dato NICHT angesprochen.


    Ich bin Pharmazeutisch technische Assistentin. Meine Kollegin ist Apothekerin. Meine Freundin ist Ärztin. Wir sind keine Assistenten, keine Apotheker, keine Ärzte. Für männliche Hebammen wurde im übrigen der Begriff "Geburtshelfer" eingeführt.


    Ich verdiene mein eigenes Geld und bin eigenständige Kundin bei einer Bank. Und als diese möchte ich auch angesprochen werden. Ich bin Frau Marina Albert, Kundin. Nicht Frau Jürgen Albert, Kunde.


    Und darum geht es. Zumindest mir. Ich stehe nicht hinter irgendeinem Mann, der mich verwaltet, ich bin ein gleichwertiges Geschlecht dieser Gesellschaft. Das ist mein Recht.

    Aber ein herbeibehauptetes, darauf will ich hinaus. Man kann diese Argumentation beliebig verdrehen, unterm Strich bleibt nur der Machtbeweis.


    Die Sprache ist nicht diskriminierend oder ungerecht. Das sind Eigenschaften, die höchstens ihre Anwender besitzen können.

    Dazu fällt mir das hier ein:


    „Merkel stellt am Abend ihr Kabinett aus 15 Ministerinnen vor. Auf den Wunsch einiger Ministerinnen, mit "Herr Minister" angesprochen zu werden, reagierten die übrigen Ministerinnen mit Gelächter.“

    Soeben beendet. Ich habe geheult und bin sehr berührt. Juli Zeh ist eine großartige Erzählerin. Und ja - es ist ein "Corona- Roman", aber eben irgendwie auch nicht. Er erzählt eine von vielen Geschichten über Menschen. Über Dich, mich, über unsere Nachbarn. Über Freunde und dass man manchmal eigentlich gar nicht weiß, was das eigentlich ist, Freundschaft. Über das Leben und über den Tod, und wie alles miteinander verwachsen ist. Und dass alles irgendwie weitergeht, ob man nun will oder nicht. In der Stadt, auf dem Dorf, zu dieser Zeit. Und wie so oft in ihren Büchern gibt es keine Meinung, kein schwarz oder weiß, keinen Lösungsansatz, sondern Beobachtungungen in Graustufen. Und oft einen dicken Kloß im Hals bei Betrachtung im Spiegel. Das mochte ich schon bei "Leere Herzen" und "Unter Leuten" sehr gerne. Ganz große Empfehlung.


    "Wenn Dora im Umkreis von 70 Kilometern schon niemanden kennt und keine Möbel besitzt, will sie wenigstens eigenes Gemüse. Weil Tomaten, Möhren und Kartoffeln täglich davon erzählen würden, dass sie alles richtig gemacht hat. Dass der plötzliche Kauf eines alten Gutsverwalterhauses, sanierungsbedürftig und fernab aller Speckgürtel, keine neurotische Kurzschlussreaktion war, sondern der nächste logische Schritt auf dem Wanderweg ihrer Biografie. Wenn sie einen Landhausgarten besitzt, werden Freunde am Wochenende aus Berlin zu Besuch kommen, auf alten Stühlen im hohen Gras sitzen und seufzen: "Mann, hast Du es schön hier." Falls ihr bis dahin einfällt, wer ihre Freunde sind. Und falls man sich jemals wieder gegenseitig besuchen darf. "

    Im Impfzentrum wurde man sehr deutlich darauf hingewiesen,:gruebel und auf einem der vielen Zettel, die es im Vorfeld gab, stand das auch ausdrücklich drauf.

    Die Ärztin, die das Aufklärungsgespräch geführt hat, hat das auch nochmal ganz deutlich gesagt.

    Ich fand das schon sehr gut, dass darauf so oft hingewiesen wurde. Vielleicht war das bei euch in der Einrichtung nicht so deutlich, weil ihr im Thema seid?

    Genauso ist es. Das verstehen die Leute aber nicht und man redet sich ganz ehrlich den Mund fusselig. Es wird nicht zugehört, es wird nicht verstanden, nach einem negativen Schnelltest denken die Menschen, sie können nun ohne Maske und Abstand Treffen abhalten und die Impfung interpretieren die meisten mit zB einer Masern Impfung. Viele reagieren auch die Tatsachen mit dem Spruch: "Weshalb soll ich mich dann impfen lassen? "

    Das LW hat mich heute beim Faulenzen begleitet. Außer Wäsche waschen, Kuchen gegessen, gelesen, mit dem Hund spazieren gegangen... Habe ich nicht viel gemacht. Gleich koche ich was Leckeres, nehme ein Bad und haue mich vor die Glotze, bis mir die Augen zufallen. Auf in die nächste Woche!


    Ich grüße Euch alle lieb! Das LW freut sich über Sonne und positive Vibes. 🥰

    Ich bin froh, dass meine mit den Klassen 7 und 8 bisher noch nicht vom Präsenzunterricht betroffen waren/ sind. Das ging ja in den geöffneten Klassen schon nach drei Tagen mit Infektionen wieder lustig rund. Einige Eltern haben einen "lasst uns reden" Brief verfasst, in dem sie sich offen gegen die Maßnahmen des Senats aussprechen. Zu meiner großen Erleichterung gab es da großen Gegenwind und eine ebensolche offene, klare Gegenansprache des Schuldirektors mit entsprechenden Ankündigungen von Konsequenzen, sollte man sich da in irgendeiner Form gegen Maßnahmen verweigern. Das ist alles so ermüdend! Ich muss aber sagen, dass online Elternabende irgendwie cool sind und auch Vorteile haben. Man kann dabei zum Beispiel Gin Tonic trinken oder Rotwein und nebenbei per WhatsApp mit befreundeten Eltern über die bescheuerten Eltern lästern. ( Die das im Gegenzug wahrscheinlich mit ihren befreundeten Eltern auch machen) 😄


    Jedenfalls haben die Kinder jetzt drei Wochen Ferien. Und ich nicht mal einen einzigen Tag Urlaub. ☹️ Das tut mir so leid, weil auch wieder ein Geburtstag in diese Ferien fällt. Ohne Party und ohne Freunde. Ich hoffe, dass der Schmerz nicht ganz so groß ausfällt, wenn F sein Geschenk auspackt. Eine Fender Stratocaster Lefthand. Für irgendwas muss die ganze Arbeit ja gut sein. 🙂

    Seit einem Jahr geht das nun schon alles. Und nie, wirklich nie gab es in meiner Erinnerung ein Jahr, welches schneller vorbei gegangen ist. Auch in diesem Jahr glaube ich nicht daran, dass wir die Geburtstage der Kinder feiern werden, aber auch in diesem Jahr werden sie Verständnis dafür haben und es werden trotzdem schöne Tage werden, weil wir sie uns einfach schön machen. In der Apotheke sind wir in zwei Teams im wöchentlichen Wechsel, was gut klappt und sinnvoll ist. Immernoch lege ich mich mit Menschen an, die das mit der Maskenpflicht einfach nicht verstehen möchten. Fürchterlich. Und der Ton wird doch zunehmend aggressiver, während wiederum viele Patienten sehr dankbar sind, dass wir verlässlich da sind. Anstrengend ist es, ja. In meinen schichtfreien Wochen arbeite ich im Impfzentrum mit, was sehr spannend ist. Pharmazeutische Arbeit, die sehr großen Spaß macht und irgendwie bin ich auch froh, bei der Pandemie- Eindämmung mithelfen zu können. Meine zweite Impfung habe ich auch bereits erhalten. Ich glaube aber, dass wir unterm Strich noch sehr viel Geduld werden haben müssen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass wir schon so früh überhaupt Impfstoffe haben werden, aber auch das sind nun mal keine Wundermittel. Ich werde auch weiterhin AHA einhalten, weil doch noch gar nicht geklärt ist, ob man trotz Impfung übertragen kann. Ich kann nur davor warnen, ungeduldig zu werden. Was mich betrifft, bleibe ich einfach ruhig und mache weiter. Ich will da einfach durch und das dauert, solange es dauert.

    Nun, die Weltgeschichte ist eine überwiegend patriarchalische, und die Erfindung der Götter und der Religionen gehörte zum Instrumentarium, um u.a. das - also die Männerdominanz - zu zementieren. Ob nun bullshit classic (Katholizismus) oder bullshit light (Protestantismus) - die Strukturen sind sehr deutlich auf maskuline Zentrierung ausgelegt, und die vermeintlich heiligen Schriften, die man bemüht, sprechen da eine überaus deutliche Sprache. Das gilt für nahezu alle Weltreligionen, aber das Judentum und der Islam legen quasi noch eine Schippe drauf - von den orthodoxen Varianten (es gibt ja auch bullshit forte, nicht nur in Griechenland und Russland) ganz zu schweigen. Aber auch die neueren Erfindungen wie das Mormonentum oder die ganz mit weltlichen Götzen auskommenden Scientologen etablieren immer wieder solche Strukturen.


    Das wäre eine gute Nachricht, würden wir das Jahr 1821 schreiben, aber wir sind zwei Jahrhunderte weiter und haben das Higgs-Boson nachgewiesen. Dass da immer noch ein gutes Drittel der Bevölkerung westlicher Staaten meint, es gäbe ganz oben irgendwo die gute, alte (männliche) Bart-Emse, die da hockt und kopfschüttelnd auf die Scheiße runterschaut, die vor allem Männer auf die Welt abladen, ist aus meiner Sicht kein Grund zum Feiern. Und trotz der Fortschritte, die Barack Obama und Kamala Harris verkörpern, wäre ein nichtchristlicher amerikanischer Präsident nach wie vor völlig undenkbar.

    Aber WO genau kommt das Higgs Teilchen her?


    Also solange man nicht alles weiß, kann man auch nix ausschließen. :alter

    Aus, Ihr Süßen 🥰🥰


    Das ist Toms Thread, ich wollte ihn nicht schreddern! Ich komm wieder öfters. Entschuldige, Tom!


    Zum Buch: dass ich seitdem mal wieder verstärkt David Sylvian/ Japan gehört habe, daran bist Du Schuld. :lache

    Hallo!

    Ich bin es, das rienchen! :lache


    Seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder hier, sehe ich diese Leserunde.. Wie schön! Da kann ich gleich mal nach "Regina Buch" fragen. Als Du den Laden beschrieben hast, da hast Du eigentlich "Uslar und Rai" beschrieben, oder? :)