Beiträge von Enchantress

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    Hallo zusammen! :wave


    Jetzt habe ich dieses schöne Forum in den vergangenen Monaten so vernachlässigt (wegen einer schweren Erkrankung in der Familie) und heute ruft es sich auf so schöne Art und Weise in Erinnerung, indem mir das Buch auf den Schreibtisch flattert. Vielen lieben Dank! Natürlich bin ich dann auch wie angekündigt bei der Leserunde am Start und fange heute Abend gleich an.


    :lesend

    Ich habe mich jetzt auch endlich durch das Buch gearbeitet und Arbeit war es für mich tatsächlich.


    Ich gehöre sicher nicht zur Zielgruppe dieses Buches, aber ich habe durchaus schon begeistert das eine oder andere Jugendbuch gelesen und hatte mir von diesem hier, gerade wegen der Musikbezogenheit (noch mehr als Buchjunkie bin ich Musikjunkie), schon gute Unterhaltung versprochen, aber zu mehr als Kopfschütteln hat es bei mir - wenn ich ganz ehrlich bin - nicht gereicht.


    Es war alles zu viel. Die Menschen waren zu schön, zu reich, zu erfolgreich, zu nerdig, zu biestig, zu durchtrainiert, zu oberflächlich, zu viel Klischee. Peinlich berührt hat mich dann auch noch bei der Lektüre, dass sich die Protagonistin sich jedesmal, wenn es um Sex ging, mit einer Bemerkung "Ihr wisst schon, was ich meine" an die Leser gewandt hat. Das wirkte irgendwie unbeholfen. Ebenso ging es mir bei den Songtexten. Ich bin jedesmal zusammengezuckt, wenn ich in den Texten anzügliche Wörter gelesen habe. Das sind teilweise Wörter, die so garantiert in den oberprüden USA nicht in Songtexten veröffentlicht werden (und wenn dann nur auf einem Album versteckt mit einem Parental Advisory drauf). Insgesamt wirke das auf mich alles sehr schlicht.


    Mit Jasmin als Hauptfigur konnte ich nicht so recht etwas anfangen. Immer wenn sie anfing, mir einigermaßen sympathisch zu werden, hatte sie es binnen weniger Sekunden geschafft, den Eindruck wieder über den Haufen zu schmeißen.


    Lichtblicke in dem Buch sind Raoul, Pam und Leon. Aber das reichte insgesamt für mich nicht. Nachdem sich die ersten beiden Drittel hauptsächlich um das Liebesleben von Jasmin drehten, kam dann im letzten noch eine "Räuberpistole" (so zumindet mein Gedanke) hinzu, die allerdings bis zum Ende des Buches keine Aufklärung fand und somit die Lektüre eines möglichen zweiten Bandes notwendig macht.


    Zugebenen: Ich fand auch "Kirschroter Sommer" und Türkisgrüner Winter" gruselig, aber an die beiden Bücher musste ich hier ein wenig denken. Wer diese also mag, kann möglicherweise "Rock my world" etwas abgewinnen.


    Von mir gibt es aber für dieses Buch, das - da muss ich maikaefer zustimmen - zudem auch noch von Fehlern strotzte leider nur 2 Punkte. :-(

    Ja, meine Enttäuschung hat sich bei dem Buch tatsächlich auch von Anfang bis Ende hingezogen. Und dann noch ein offenes Ende, das zwingend einer Fortsetzung bedarf? Nö. Sowas mag ich gar nicht.


    Schade, das war für mich persönlich ein Satz mit x. :-(

    :lache Die beiden Dinge sind mir witzigerweise auch aufgefallen.


    Ich tu mich immer noch ein bisschen schwer mit den Reichen und Schönen. Mir kommt es wirklich so vor als wäre alles ein wenig dick aufgetragen. Der neue Stiefvater wohnt ausgerechnet in einer Luxusvilla direkt am Strand, hat eine umfangreiche Autokollektion, aus der Jazz sich bedienen kann und gibt ihr ohne mit der Wimper zu zucken mal kurz 'ne Black Amex aus? :gruebel Das ist mir einfach zu viel des Guten und dann noch die klassischen Klischees der US-amerikanischen Highschools. Oje. :-( Vielleicht gehöre ich nun wirklich so gar nicht zur Zielgruppe dieses Buches.


    Na, wenigstens mit Raoul gibt es einen Lichtblick am Horizont. Aber auch der ist mir für einen "Bösewicht" mit Herz schon fast wieder zu perfekt.

    Oh, ich sehe, ich bin gar nicht die Letzte. :-] Aber belladonna mir geht es da ein bisschen wie Dir. Das Buch ist zwar locker flockig geschrieben, aber irgendwie stört mich diese Welt der Reichen und Schönen ein wenig. Ich habe beim Lesen häufiger das Gefühl, dass es alles ein bisschen "too much" ist.


    Aber mal gucken, wie sich das Ganze noch entwickelt.


    Die Szenen auf der Party fand ich irgendwie von allen Seiten her abstoßend und ich fühlte mich von reichen, schlecht erzogenen Gören umzingelt. :rolleyes

    Ich muss mich wirklich entschuldigen, aber die Nachwirkungen meiner OP waren nun doch etwas größer als ich erwartet habe. :-(


    Ich habe zwar bereits angefangen zu lesen und werde natürlich auch fertig lesen und hier noch in der Leserunde kommentieren, aber ich komme aufgrund der immer noch nachhaltigen Schmerzen doch eher langsam voran, da mir einfach die Fähigkeit fehlt, mich länger zu konzentrieren.


    Das Buch habe ich mir zwischenzeitlich auch auf den Kindle heruntergeladen und würde mein gewonnenes Exemplar sehr gerne an eine interessierte Eule weitergeben. Bitte einfach eine kurze PN an mich. :-]

    Ich habe das Buch auch im Rahmen der Leserunde gelesen und mir geht es ein bisschen ähnlich wie Nightflower. Der Beginn des Buches weckt bezüglich der Arbeit der Ärzte ohne Grenzen eine gewisse Erwartungshaltung beim Leser, die später nicht erfüllt wird.


    Wenn man sich aber damit erst einmal abgefunden hat und nicht allzu enttäuscht ist, dass das Buch in eine andere Richtung geht, kann man sich auf eine wirklich spannende Geschichte mit aktueller Thematik einlassen.


    Das Ende hat mir wiederum gefallen, aber ich bin auch Fan von offenen Enden. Die eine oder andere Frage hätte ich zwar auch gerne beantwortet gesehen, aber alles in allem ist es für mich "rund".


    Der Erzählstil von Alex Berg trifft mein Lesebedürfnis sehr gut, so dass ich mich immer sofort in ihren Büchern wohl fühle. Dennoch ist es nicht "wie nach Hause kommen"; dafür bleibt zuviel Distanz zu den Hauptcharakteren.


    Von mir bekommt Tochter der Angst 8 Eulenpunkte.

    :wave Ich habe gedacht, ich hänge so willenlos hinterher, dass ich hier eigentlich gar nichts mehr zu schreiben brauche, aber wie ich sehe, sind noch ein paar unterwegs; das freut mich natürlich.


    Mir gefällt das Buch richtig gut bisher und auch mich erinnert es in positivem Sinn an Machtlos / Die Marionette. Trotz meiner inneren Distanz zu den Charakteren (lediglich Baptiste find ich wahnsinnig sympathisch und hoffe, dass er mich nicht enttäuschen wird :lache ), bin ich sehr in der Geschichte drin und fliege nur so über die Seiten - wenn ich denn mal zum Lesen komme. :rolleyes


    Ich habe irgendwie den Verdacht, dass Louise in der Sache um Zahra und Jean mehr drinsteckt als bisher verraten wird. Ich hab sie schon als Geheimagentin im Auge. :rofl


    Sehr gespannt bin ich auf die Auflösung um Marions Familie. Louise weiß ja mal wieder Bescheid (klar, als Geheimagentin :lache ) und Marions Vater ist nun auch im Bilde und hadert mit sich, wie er Marions die Wahrheit sagen soll. Dass er nicht Marions leiblicher Vater ist, dafür gibt es ja schon mehrere Hinweise. Aber um ihre Mutter scheint ein größeres Geheimnis zu kreisen. Ich habe so das Gefühl, dass die Worte "Buenos Aires" und "Entnazifizierung" nicht ganz umsonst gefallen sind. :gruebel


    Zum Thema Paris als Setting:


    Zitat

    Original von Lumos
    Ganz ehrlich?


    Paris als Setting spielt bei mir keine große Rolle.
    Ich spüre schon, dass du die Atmosphäre der Stadt einfangen möchtest (und auch einfängst) mit Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten, Lokalen und Cafés, aber bei mir dominieren Geschichte und Figuren.
    Damit bin ich so beschäftigt, dass ich Paris nur am Rande wahr nehme.


    Ja, genau das trifft auch auf mich zu. Ich war schon häufiger in Paris und nehme die Atmosphäre wahr, aber sie interessiert mich nicht sonderlich, was aber natürlich auch daran liegen könnte, dass mich zu Paris keine besondere Liebe verbindet. Die Stadt ist okay, aber mir sind andere Orte in Frankreich lieber (und deshalb habe ich auch schon die Ohren gespitzt als von der Bretagne die Rede war :grin ).

    Ich habe leider erst später anfangen können, bin aber wie gewohnt gut ins Buch reingekommen. Ich hatte eigentlich damit begonnen, Eure Kommentare hier zu lesen, aber dann kam leider für mich ein Spoiler mit dem Klappentext, so dass ich damit aufgehört habe. :-( (Ich überfliege den Klappentext nur kurz, wenn ich das Buch kaufe, um zu sehen, ob es grundsätzlich zu mir passt und vergesse ihn dann bis zur Lektüre wieder.)


    Rein von der Lektüre her, hätte ich jetzt auch darauf getippt, dass Zahra Jeans Tochter ist. Zumindest scheint er ihrer Mutter sehr nahe gestanden zu haben. Ist es sie, an die ihn Marion erinnert? Und hat das Foto auf der Fotoausstellung etwas mit Marion zu tun? Ja, vermutlich. :grin


    Was mich ein wenig verwirrt hat, wenn ich nicht irgendwas falsch aufgefasst habe: Die Fotoausstellung sollte doch die Flüchtlingsschicksale nach dem 2. Weltkrieg mit den aktuellen vergleichen. Wie passt ein Foto aus den 60er Jahren dazu? :gruebel Die Fotoausstellung habe ich ansonsten quasi vor mir gesehen und fand die Bilder sehr eindrücklich, insbesondere als die Stimmen und Geräusche eingespielt werden.


    Zuerst dachte ich, es könnte vielleicht knistern zwischen Marion und Jean, aber das scheint mir nun doch nicht so.


    Besonders gut gefällt mir schon jetzt der brandaktuelle Hintergrund des Buches. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.