Beiträge von Cith

    Wie schön, dass du dir Zeit für diese Rezi genommen hast, Tom. Ich habe das Buch auch gelesen und kann deine Sichtweise hier nur unterschreiben. Insbesondere mit diesem Satz hast du meinen eigenen Eindruck vom Buch besser zusammen gefasst, als ich es gekonnt hätte:

    „Meeresroman“, formal übrigens dichter an der Novelle als am Roman, ist eine hinreißend erzählte, leise, lakonische, weise, tapfere, amüsante kleine Heldengeschichte, sehr atmosphärisch und auf wohltuende Weise völlig unspektakulär.

    Mir hat auch die Aufmachung des Buches - die Haptik und das Cover - sehr gut gefallen, da hat jemand bei mare (im Gegensatz zu dem von dir zitierten Subtitel ;)) eine gute Arbeit geleistet.


    Ich finde auch, dass der Autor bereits mit dem ersten Satz vielversprechend beginnt und Erwartungen weckt, die er dann im weiteren erfüllen kann: "Seekapitän Vilhelm Huurna schämte sich für gestern und fürchtete sich vor morgen, aber mit dem gegenwärtigen Augenblick war er immer gut fertiggeworden."

    Ich mache auch gerne mit. :-] Danke, dass du die Orga übernimmst, Nightflower. :-)


    Ich habe auch immer einfach die Regeln aus dem Vorjahr übernommen und dann machst du eine Liste im ersten Post und bekommst von jedem die PN mit Adresse und Wunschbüchern und dann lost du die eine Hälfte aus und verschickst die PNs und deine Losfee lost die andere Hälfte aus. Kein Hexenwerk. :-)

    Oh, das freut mich, ich plane nämlich, mir die englische Ausgabe zu kaufen und bin ein wenig unsicher geworden, nachdem ich einige der Beurteilungen auf Amazon gelesen hatte.

    Ich habe auch schon mehrere gegenteilige Meinungen gehört, von Freunden, denen das Buch nicht so gefallen hat weil "zu wenig los" war. ;-) Ich denke es ist Geschmackssache.


    Danke für den Hinweis auf "Confessions of a Bookseller", das ist ja interessant. :-) Ich habe nach dem Lesen auch überlegt, ob ich Bythell eigentlich sympathisch finden würde, wenn ich ihn mal in einer Lesung oder in seinem Buchladen sehen würde. Ich glaube er ist wirklich ein sehr spezieller Charakter. Es wäre aber auf jeden Fall eine spannende Begegnung. :-)

    Hallo,
    das ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Buch "Rotes Kap der Abenteuer" von Rainer M Schröder. :wave Habe das Buch auch sehr gerne gelesen - lang lang ist's her. :lache

    ASIN/ISBN: 3401055658

    Einleitung/ Info


    Shaun Bythell

    Tagebuch eines Buchhändlers

    Originalsprache: englisch

    Gebundenes Buch, 446 Seiten; 11,00 €

    btb

    ISBN: 978-3442718658


    Shaun Bythell erwarb seinen Buchladen „The Bookshop“ im Jahr 2001 und führt ihn seitdem mit seinem Kater Captain und wechselnden MitarbeiterInnen. Neben dem Buchladen besucht er häufig Versteigerungen antiquarischer Gegenstände und angelt.


    Handlung


    „The Bookshop“ in Wigtown ist das größte Antiquariat in Schottland. In diesem Buch greift der Autor und Besitzer des Buchladens den Zeitraum von Februar 2014 bis Februar 2015 heraus und erzählt anhand täglicher Tagebucheintragungen seinen Alltag als Buchhändler.


    Covergestaltung und Buchtitel


    Cover und Buchtitel gefallen mir gut. Das Cover besonders. Der Buchtitel ist eher neutral, jedoch treffend und beschreibt das Buch quasi mit den drei Wörtern komplett. ;)


    Meinung


    Shaun Bythell hat einen wunderbar pointierten Humor, der durchaus sarkastisch, aber niemals bösartig seine Kunden, Mitarbeiterinnen Nicky, Laurie, Flo und Betham und den ganz normalen Alltag beschreibt. Ich habe beim Lesen des Buches oft geschmunzelt und manches Mal leise gelacht, wenn Bythell treffend eine Situation beschreibt. Wenn man bereits einmal im Buchhandel gearbeitet hat, kommen einem außerdem so einige Situationen bekannt vor.

    Außerdem fängt dieses Buch durch die Schreibweise und Beschreibungen den Charme Schottlands und der Menschen dort ein, sodass man glatt Lust bekommt die nächste Reise zu buchen.


    Leserinnen und Leser die spannungsgeladene Geschichten mit Entwicklungen und Höhepunkten lieben, werden bei diesem Buch jedoch nicht auf ihre Kosten kommen. Das Buch ist nicht mehr als es verspricht: Ein Jahr im Leben des Antiquars Bythell in seinem „The Bookshop“ mit allen alltäglichen und besonderen Begebenheiten. Es gibt keinen Spannungsbogen und keine „Geschichte“ in dem Sinne, dass es einen Anfang, eine Mitte und ein Ende gibt. Man hat das Gefühl es hätte auch jedes andere Jahr sein können und es könne noch manches Jahr so oder so ähnlich geschehen.


    Für mich hat das Buch gut funktioniert, weil ich mich an einigen Stellen wiedergefunden habe und ansonsten den Einblick in das Tagesgeschäft eines Antiquars spannend fand. Durch die unterhaltsamen Kundenbegegnungen und humorvollen Charakterstudien wurde es mir nicht langweilig.


    Fazit


    Unter den obigen Kriterien kann ich guten Gewissens eine Empfehlung aussprechen und bereue keine Minute, die ich mit dem Buch verbracht habe.


    9/10 Eulenpunkte.


    ASIN/ISBN: 3442718651

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    Ein kleines abgelegenes Dorf. Es gehört den Menschen, die dort leben, ihren Freuden und Sorgen, ihrem Alltag und ihren Legenden. Doch es gehört auch dem mythischen Altvater Schuppenwurz, der aus seinem Schlaf erwacht ist, dem dörflichen Treiben zusieht und lauscht, immer auf der Suche nach seiner Lieblingsstimme: der Stimme von Lanny. Der neue Roman von Max Porter ist eine bewegende Warnung davor, was wir zu verlieren haben, und eine Hymne an alles, was wir nie ganz verstehen werden.

    Viel Lesevergnügen! :) Mir hat das Buch sehr gefallen und das Cover ist in echt noch viel schöner als auf dem Bild, weil das Buch mit Leinen gebunden ist. :love:

    Einleitung/ Info


    Mick Kitson

    Sal

    Originalsprache: englisch

    Gebundenes Buch, 352 Seiten; 20,00 €

    Kiepenheuer & Witsch

    ISBN: 978-3462051407

    Mick Kitson wurde in South Wales geboren und wuchs in London auf. „Sal“ ist sein Debütroman.


    Handlung


    Der Roman handelt von zwei Schwestern. Sal ist 13 und ihre Schwester Peppa zehn. Die Mädchen fliehen vor dem Freund ihrer Mutter in die schottischen Highlands. Sal weiß genau was zu tun ist um ihre kleine Schwester zu schützen. Sie weiß, wie man ein Feuer macht, einen Unterstand baut und wie man mit einem Bear-Grylls-Messer umgeht.


    Covergestaltung und Buchtitel


    Das Cover hat mich angesprochen. Mir gefällt die Darstellung der wolkigen Titelschrift und der minimalistischen Darstellung der zwei Schwestern in der Natur – sehr passend. Auch der Buchtitel ist ausgezeichnet gewählt.


    Meinung


    Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Ich war schon während der Leseprobe gefesselt und wollte wissen, wie es weitergeht. Als das Buch dann per Post kam, konnte ich es kaum aus der Hand legen. Der Autor erschafft mit seiner Sprache und den Innenansichten von Sals Gedankenwelt einen Sog, dem man gerne folgt.


    Sal als Hauptperson ist vielschichtig und sympathisch. Der Charakter hat mir mit ihrer Konsequenz, Zielstrebigkeit und nicht zuletzt ihrer Bereitschaft aus Liebe Verantwortung zu übernehmen sehr gefallen. Auch die anderen Charaktere, zum Beispiel Sals Schwester Peppa und die in der Natur lebende „Hexe“ Ingrid sind sensibel gezeichnet und tiefgehend.


    Ich mochte es den Weg der zwei Schwestern in der schottischen Wildnis zu verfolgen und dabei Sals Innenwelten kennenzulernen und war gespannt, wie das Buch endet.


    Fazit


    Insgesamt ein sehr spannendes und empathisch erzähltes Buch, was ich mit Freude weiterempfehlen kann.

    Ich vergebe gerne 9/10 Eulenpunkte. :write


    ASIN/ISBN: 3462051407

    Da ich Anfang des Jahres ja nun seeehr lange getrödelt habe, habe ich mich jetzt doch entschieden mit einer halben Liste noch einzusteigen. Zusammen mit den Überbleibseln hätte ich da immer noch einiges zu lesen. Insgesamt schaffe ich das wohl nicht, aber man muss sich ja Ziele setzen. ;-)


    Ich habe mir alle Überbleibsel nochmal angeschaut und „Sirius“ angelesen und danach aussortiert. Der Rest darf bleiben. Dann habe ich motiviert mit der diesjährigen Liste gestartet und „Ein Lied für Dulce“ auf einer Zugfahrt durchgelesen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Wie so oft lag es ganz zu unrecht so lange im RuB.


    07. Prudhomme, Sylvain: Ein Lied für Dulce (07/19)

    08. Leona Francombe: Madame Ernestine und die Entdeckung der Liebe

    09. John Irving: Bis ich dich finde

    10. Jennifer Ryan: Der Frauenchor von Chilbury

    11. Ben Aaronovitch: Der Galgen von Tyburn

    12. Ada Dorian: Betrunkene Bäume


    1 von 6 Büchern gelesen, 0 abgebrochen / aussortiert


    Überbleibsel aus 2018:


    - Doyle, Arthur Conan: Sherlock Holmes' Buch der Fälle

    - Le Guin, Ursula K.: Rückkehr nach Erdsee

    - Lindgren, Astrid: Die Menschheit hat den Verstand verloren

    - Mankell, Henning: Die falsche Fährte

    - Rachman, Tom: Aufstieg und Fall großer Mächte


    Überbleibsel aus 2016:


    - Crown, Jonathan: Sirius (aussortiert)

    - Grandes, Almudena: Der Feind meines Vaters

    - Sijie, Dai: Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht

    Einleitung/ Info


    Alina Bronsky
    Der Zopf meiner Grossmutter

    Originalsprache: deutsch

    Gebundenes Buch, 214 Seiten, 20,- €

    kiwi

    ISBN: 978-3462051452


    ASIN/ISBN: 3462051458


    Alina Bronsky lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland und wurde 1978 in Russland geboren. Ihr Debütroman „Scherbenpark“, der unter anderem für den Jugendliteraturpreis nominiert war, hatte mir sehr gefallen, sodass ich der Autorin weiter gefolgt bin und neben dem neuen Buch „Der Zopf meiner Großmutter“ auch „Nenn mich einfach Superheld“, „Und du kommst auch drin vor“ und „Baba Dunjas letzte Liebe“ gelesen habe.


    Handlung


    In diesem Buch geht es um Max, der mit seiner Großmutter und seinem Großvater als Flüchtling in Deutschland lebt.

    Die Großmutter ist als ehemalige Tänzerin eine Autoritätsperson, die Max‘ Erziehung mit eiserner Hand überwacht. Ihr Enkel darf keine Süßigkeiten und allgemein nur pürierte leichte Kost essen, daneben gibt es unzählige weitere Regelungen um den „schwachen“ Jungen, der freilich vor allem deshalb so blass und kränklich ist, weil er so behandelt wird, zu schützen.

    Dadurch, dass die gebündelte Aufmerksamkeit auf Max liegt bemerkt die Großmutter als letzte Person, dass der Großvater sich verliebt hat – freilich in eine andere Frau. Mit dieser Szenerie beginnt die Handlung und nimmt an Fahrt auf.


    Covergestaltung und Buchtitel


    Die Farbgestaltung des Covers ist nicht so meins, aber es harmoniert vom Stil her mit „Baba Dunjas letzte Liebe“, wozu es thematisch auch ganz gut passt, daher finde ich die Gesamtgestaltung dennoch gelungen. Den Buchtitel empfinde ich als neutral.


    Meinung


    Dieser Roman ist meiner Meinung nach ein „typischer Bronsky“ - witzig und humorvoll, manchmal etwas böse erzählt die Autorin von schwierigen Themen und bisweilen schwer aufzudröselnden Gefühlszuständen. Dabei bleibt sie neben dem lockeren und amüsanten Tonfall stets respektvoll ihren Protagonisten gegenüber. Als Leserin gewinnt man die eigenwilligen Figuren lieb und interessiert sich schnell, wie es mit ihnen und der Geschichte weitergeht. Das führt dazu, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag, bis man die letzte Zeile gelesen hat, die einen wehmütig und gleichzeitig befriedigt ein gutes Buch gelesen zu haben zurücklässt.


    Fazit


    Diese Neuerscheinung der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen und ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen – vor allem an Fans der Autorin.


    9/10 Eulenpunkte.

    "Würziges Maisbrot" (Seite 191)


    Ich trage hier mal noch das Maisbrot nach, es ist allerdings schon ein halbes Jahr her, dass ich das ausprobiert habe. Habe gerade das Foto wiedergefunden. ;-)


    Nach euren Berichten damals habe ich den Ahornsirup komplett weggelassen, weil ich wirklich etwas herzhaftes wollte und Mais ansich ja eh ein bisschen süßlich ist.

    Kokosöl hatte ich nicht mehr genug da und habe es mit Butter und Rapsöl ergänzt, bis ich die richtige Menge hatte. Statt grüner Chilischote rote getrocknete, und statt Weizenmehl Dinkelmehl 630 und Vollkorndinkelmehl gemischt.


    Geschmeckt hat es am Ende sehr gut! Wir haben sie lauwarm mit Butter und Käse gegessen. Fast wie Brot. ;-)