Beiträge von LeseBär

    Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass mir das Buch außerordentlich gut gefällt? :grin Ich hab heute sogar im Bus gelesen und das mache ich sonst nie.


    Ich finde nach wie vor die Mischung aus Alltagsleben und mystischen Vorkommnissen unheimlich spannend. Und Charlotte und Tom ergänzen sich gut in allem, auch wenn es ab und an zu Unstimmigkeiten kommt.


    Mir scheint der Nachmittagstee bei Iris fast so, als würde sie Charlotte prüfen, ob sie in ihre Runde passen würde.

    Das denke ich auch. Aber Iris hat dabei auch einen Einblick in ihr wahres Ich gegeben, wenn ich an die Szene mit der Münze denke. Ich glaube, dass sie eine Persönlichkeit ist, die gerne bestimmt, wo es langgeht und alle Zügel an sich reißt. Für mich wird es immer wahrscheinlicher, dass sie tatsächlich die Hohepriesterin ist. Und die übrigen Damen sind ihr Fußvolk, die zwar zum "inneren Kreis" des Zirkels gehören, aber absolut keine Entscheidungsmacht haben. Ich glaube nicht, dass sich Charlotte in dieser Gesellschaft überhaupt wohlfühlen würde.


    Das zweite große Thema in diesem Abschnitt ist sicher Alfies Rettung. Anders kann man es ja gar nicht beschreiben, ohne Toms Einschreiten wäre Alfie sicher nicht wieder gesund geworden. Es hatte etwas sehr Rührendes, wie Tom sich um Alfie bemüht hat. Ich kann gut verstehen, dass er ihm eine gute Zukunft bieten will. Er möchte gerne Vater sein. Allerdings hätte er (und da spricht jetzt die heutige Sichtweise) dies mit Charlotte besprechen müssen (zur damaligen Zeit hätte vermutlich einfach der Mann entschieden, was allerdings so gar nicht zu Tom passen würde). Ich kann auch Charlottes Gedanken gut nachvollziehen.


    Das Alfie "das Problem" auf seine Weise gelöst hat, hat mich am Schluss des Abschnitts etwas traurig gestimmt. Ich hätte ihm eine gute Zukunft mit den Ashdowns gewünscht. Aber als Straßenkind, das ein Leben in einem Haushalt (und damit einhergehenden Konventionen) nicht gewöhnt ist, kann ich auch seinen Drang nach Freiheit verstehen. Ich hoffe sehr, dass das nicht das letzte Lebenszeichen von Alfie war und es zum Schluss doch noch ein Happy End für alle drei gibt!


    Ms. Clovis hatte ja auch wieder einen Auftritt in diesem Abschnitt. Ich finde sie eher lästig, auch wenn sie vermutlich einfach nur einsam ist. Oder ob mehr dahinter steckt, dass sie immer wieder plötzlich auftaucht? Ein bisschen seltsam ist sie ja schon...

    Ich hatte auch den Gedanken, dass Iris versuchen könnte Charlotte für Ihren Geheimbund zu gewinnen. Und ich fände das eigentlich ganz interessant, wenn wir als Leser dann vielleicht bei so eine mystischen Sitzung mit dabei wären ;) . Mich würde das sehr interessieren, was die Frauen da so genau machen und wie so ein Treffen abläuft. Was es für Rituale gibt und wie die Themse verehrt wird.

    Und ich hoffe einfach mal das Charlotte so gut verankert und aufgeklärt ist, um sich davon wirklich überzeugen zu lassen.

    Ich denke auch, dass das spannend sein könnte. Bisher erfährt man ja noch nicht wirklich viel über die Rituale innerhalb dieses Geheimbundes. Aber vielleicht kommt das ja noch.


    Charlotte ist wenn dann sicher nur rein aus Forschungszwecken an der Gruppe interessiert. Wobei ich schon glaube, dass Iris eine gewisse Faszination ausübt / ausüben kann. Ich denke aber nicht, dass Charlotte sich da reinziehen lassen wird.

    Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dass Iris die Hohepriesterin ist, die man in der Szene mit Anna antrifft.

    Dieser Gedanke kam mir auch schon. Sie hätte auf jeden Fall die nötige Autorität und das Wissen um die ägyptischen Kulte.

    Das Buch liest sich wirklich weg wie nichts. Ich finde ich Geschichte hochspannend, zum Einen Toms Recherchen, die Geheimbünde, Julias Tod, zum Anderen aber auch Toms und Charlottes Privatleben. Ich finde, beides hält sich gut in der Waage.


    Dass die Jellicoes einem Geheimbund angehören, fand ich sehr überraschend. Sowas scheint es zu dieser Zeit recht häufig gegeben zu haben. "Die Töchter der Isis" ist dann wohl der Kreis, dem Julia angehört hat... wobei der Museumsdirektor sich ja mit Julias Eigentum / Mrs. Danbys Fund recht gut auskannte und selbst wohl eher dem anderen Geheimbund angehört. Hängt wahrscheinlich alles irgendwie zusammen.


    Dass sich Charlotte mit Iris Jellicoe so schnell angefreundet hat, behagt mir komischerweise so gar nicht. Iris ist schwer zu durchschauen. Auf der einen Seite sind beide sehr gebildet und können ihr Gegenüber in ihren Ansichten verstehen, das verbindet. Auf der anderen Seite hoffe ich nun aber auch, dass Iris nicht versucht, Charlotte auf ihre Seite und in diese Geheimbundkreise zu ziehen. Wobei - da müsste Charlotte ja eigentlich genügend Abstand nehmen, das passt sonst gar nicht zu ihrem aufgeklärten Wesen.

    Interessant fand ich übrigens, wie schnell sie die Brüche zusammengerechnet hat. Ich hab dann allerdings auch hinterhergerechnet. :lache


    Mir gefällt übrigens gut, wie eher unkonventionell Tom und Charlotte durchs Leben gehen. Sie sind ein super Gespann zusammen.


    Was mir ebenfalls gut an diesem Abschnitt gefallen hat, war, dass Tom und Charlotte doch noch beide den Mut aufgebracht haben, sich dem jeweils anderen anzuvertrauen. Zum Glück wabert diese unausgesprochene Belastung zwischen den beiden nicht durch die gesamte Geschichte. Ich glaube, so können die beiden nicht nur ihr persönliches Glück miteinander finden, sondern auch viel besser im Fall Julia ermitteln. :grin

    An einen Selbstmord von Julia kann ich nicht so recht glauben. Dass in der Nähe der Leiche diese Kerzen gefunden werden, lässt mich eher an diesen Kult denken.

    Also dann ein Kult, der Menschen opfert? Oder könnte Julia auch aus einem Wahn heraus angetrieben worden sein?


    Ich denke auch, dass Tom und Charlotte durch ihre Recherchen noch hinter das Geheimnis kommen werden... spannend!

    Bin heute darüber gestolpert:

    https://www.stern.de/kultur/bu…ebersetzen--30407696.html


    Was kommt als nächstes, männliche Übersetzer dürfen keine Bücher von Frauen übersetzen und umgekehrt? Man kann alles übertreiben und für mich ist das ein Punkt an dem es zu weit geht.

    Logisch weitergedacht, dürften dann auch nur noch solche Leute Krimis schreiben, die selbst schon mal einen Mord verübt haben. Sonst können die sich ja auch nicht in die Gefühlswelt des Mörders versetzen. (Wie man dann die Gefühlswelt des Opfers vermittelt, weiß ich jetzt nicht. :gruebel)