Beiträge von LeseBär

    In diesem Teil hat mich die häufige Erwähnung von Ninas Behinderung ein wenig gestört. Ja, beim Essen bei Nicholas Eltern fand ich das noch okay, nachher im Präsidium wieder der Hinweis darauf, dass sie ja nur einen Arm hat und dass sie damit auffällt, war mir schon zuviel. Warum nimmt das so viel Raum ein?

    Ganz deiner Meinung. Ich fand auch die Beschreibung, wie sie im Präsidium beäugt wird, irgendwie zu dick aufgetragen. Zumal es ja bereits einen Kollegen mit ähnlicher Behinderung gibt. Ob das immer Thema bleiben wird? Nach über drei Monaten müssten die Kollegen sich doch daran gewöhnt haben. Schließlich sollte ihr Arbeitseinsatz im Vordergrund stehen.

    Eine knifflige Sache mit Rongen. Besonders gut sieht es gerade nicht für ihn aus. Spontan würde ich ja sagen, dass er unschuldig ist und ihm was angehängt wurde - doch meine Hand würde ich dafür nicht ins Feuer liegen. So gut kenne ich ihn dann doch nicht und er scheint mir eine Figur mit gewissen Abgründen zu sein.

    Ziemlich cool finde ich die Konstellation, dass er Nicolas um seinen juristischen Beistand bittet 8).

    Vielleicht bin ich einfach zu blauäugig, aber ich denke, er ist unschuldig. Wobei er sicher in irgendeiner Sache drinstecken mag, schließlich hat Morosow ja bereits ein Auge auf ihn geworfen (so interpretiere ich jedenfalls die Aussage seines Vaters, dass man nur einen Polizisten, der Feinde unter seinen Kollegen hat, umbringen kann). Dass es bereits einen Fall gibt, der ein wenig ähnlich gelagert ist, ist natürlich nicht gut für ihn. Aber Nicholas wird seine Unschuld beweisen, da bin ich mir sicher (und Rongen ja irgendwie auch :grin).


    Ich frage mich, warum Rongen ausgerechnet Meller um Hilfe bittet..nur Zufall oder hat das einen tieferen Grund? Was hat Meller im Fall Vedunja vertuscht? Würde ich so jemanden engagieren, der mich in so einer Sache hintergangen hat? :gruebel

    Vielleicht engagiert er ihn ja gerade deswegen, weil er weiß, dass Meller auch am Rande der Legalität (und darüber hinaus ?) agiert. Oder er weiß schon, dass der Vedunja-Fall in irgendeiner Form mit dem Polizistenmörder zusammenhängt. :wow Ich fürchte, es hilft nur weiterzulesen... :lache


    Aber, daß es "nur" eine Trilogie werden sollte, habe ich auch verdrängt.

    Das hatte ich auch nicht auf dem Schirm. Aber sehr schade, wo man doch jetzt mit den Figuren so richtig warm geworden ist...

    Nun habe ich auch den ersten Abschnitt beendet. Und ich bin ganz froh, dass ich erst um 14 Uhr los muss, so dass ich vorher noch ein wenig lesen kann... ;)


    Mir gefällt das Buch bisher gut und wahrscheinlich schon jetzt am besten von den drei Bänden. Nicholas wird zunehmend zugänglicher, anfangs mochte ich ihn nicht so besonders. An den Vedunja-Fall kann ich mich nur noch schemenhaft erinnern, gut, dass hier erläuternd drauf eingegangen wird. Dass es sich bei der im Prolog umgekommenen Ivana um eben jene "Vedunja" handelt, hatte ich absolut nicht mehr auf dem Schirm. So schließt sich ein Kreis. Und ich bin schon sehr gespannt, wie sie mit Rongens Fall verknüpft ist!


    Und auch in diesem Buch geht es wieder actionreich zur Sache. Mir gefällt das. Von Morosow und seinen Leuten darf man mit Sicherheit auch noch Fieses erwarten. Schon wieder russische Bösewichte, die hier am Werk sind. Und die nun hinter Jana und auch Rongen her sind. Es wird in den nächsten Abschnitten mit Sicherheit nicht ruhig zugehen...


    Die Erläuterung zum Thema "Treibspiegelgeschoss" fand ich übrigens auch sehr interessant und informativ! Wieder was gelernt.


    Womit ich übrigens überhaupt nicht klar kam anfangs war die Tatsache, dass Nicholas und Nina offenbar wieder zusammen sind. Am Ende des letzten Buches waren sie doch getrennter Wege gegangen, wenn ich mich da richtig erinnere. Mir fehlte da zunächst ein wenig die Erklärung. Ich fand das eher verwirrend.

    Leserunde! Wird gleich noch begonnen...


    Kurzbeschreibung lt. amazon.de:

    Nach zwei spektakulären Kriminalfällen, die er aufklären konnte, ist Nicholas Meller vom Underdog zum Staranwalt geworden - doch die Verbrechen, die er hautnah erleben musste, hinterlassen ihre Spuren. Zudem hat er sich die Polizei nicht gerade zum Freund gemacht. So überrascht es Meller, als ihn Kommissar Rongen um Hilfe bittet. Rongen ist des Mordes angeklagt! Alte Konflikte sind vergessen, denn für Rongen geht es jetzt um alles oder nichts. Nach und nach gerät Meller in ein Netz aus Korruption, Gewalt und Leidenschaft - ein Netz, aus dem es kein Entkommen mehr zu geben scheint ...

    ASIN/ISBN: 3453439457

    An „Holunderherzen“ hatte ich keine großen Erwartungen, als ich das Buch anfing zu lesen. Ich wollte einfach einen locker-leichten Schmöker für zwischendurch, eine Geschichte, in die ich eintauchen kann ohne großartig nachzudenken. Dies habe ich auch bekommen – und bin doch positiv überrascht, dass es eben nicht nur locker-leicht zuging.


    Zugegeben, die Autorin folgt einem für locker-leichte Schmöker üblichen Schema: Die Protagonistin bricht aus welchem Grund auch immer aus ihrem bisherigen Leben aus und findet an einem neuen Ort ihre große berufliche Erfüllung, Menschen, die ihr Leben bereichern und natürlich den Mann fürs Leben. Im Großen und Ganzen ist die Geschichte damit erzählt, wäre da nicht eine Figur, die sperrig ist und nicht gerade für Friede-Freude-Eierkuchen-Harmonie steht: Hier ist es Tilly, die Anne in ihr unangepasstes Leben einlädt und der Geschichte die nötige Würze verpasst.


    Die Figuren sind allesamt liebevoll gezeichnet, wobei deren Darstellung nicht in die Tiefe geht. Ich hatte öfter den Eindruck, dass manche Charakterzüge oder Eigenheiten noch ein wenig stärker hätten herausgestellt werden können. Nichtsdestotrotz kann man alle handelnden Personen auf irgendeine Weise liebgewinnen. Eine wirkliche Entwicklung macht dabei keiner durch, das ist aber auch nicht wichtig. Wohin die Reise gehen wird, ist von Anfang an klar, auch was am Ende passiert, ahnt der Leser schon lange vor der Protagonistin.


    Mit Annes teils doch seltsamen Sicht auf Männer im Allgemeinen und Carsten im Speziellen bin ich nicht so recht warm geworden. Insbesondere ihre Begegnungen mit dem attraktiven Arzt, die recht befremdlich verlaufen, und dann wieder ihre Scheu, ihm überhaupt zu begegnen, haben mich etwas genervt. Natürlich gibt es ein Happy End, da verrate ich nicht zu viel, aber ich hätte mir dann doch eine etwas zielgerichtetere Hinführung gewünscht.


    Und dann gibt es da noch Tillys Erkrankung, welche ihr Leben immer mehr einschränkt. Diese wurde, nach meinem Empfinden, passend erzählt und gut in die Handlung eingefügt. Eine noch tiefergehende Beschäftigung mit diesem Thema würde den Rahmen eines Unterhaltungsromans sicherlich sprengen. Insofern finde ich das nur leichte Ankratzen dieses schwierigen Themas völlig in Ordnung.


    Mir hat das Buch alles in allem und mit Abstrichen gefallen und schnell gelesen war es auch. Es ist sicher kein Roman, der einem lange im Gedächtnis bleibt. Für einige gemütliche Lesestunden, trotz des einen schwierigen Themas, reichte es aber vollkommen. Von mir gibt es hier 6 Eulenpunkte.

    Ich hätte ja große Lust gehabt, heute schon mit "Opferfluss" anzufangen... aber die Leserunde startet ja erst am kommenden Donnerstag, von daher muss ich mich da noch ein wenig in Geduld üben. Um die Zeit zu überbrücken, habe ich mich nun für etwas leichtere Kost entschieden: "Holunderherzen" von Brigitte Janson. Das Buch gefällt mir gut und es liest sich weg wie nichts.


    Kurzbeschreibung lt. amazon.de:

    Nach einer gescheiterten Beziehung hat Anne die Nase voll von der Liebe und hofft auf die heilende Wirkung ihrer Tante. Die eigenwillige Tilly ist das schwarze Schaf der Familie und Annes großes Vorbild. Doch Tilly scheint selbst nicht ganz auf der Höhe zu sein: Ihr Öko-Hof in der Lübecker Bucht ist halb verlassen, einzig ihr Mops Hugo leistet ihr Gesellschaft. Hinter der spröden Fassade ihrer Tante entdeckt Anne eine verletzliche Frau, die oft zerstreut wirkt. Anne beschließt zu bleiben und den wild wachsenden Holunder auf Tillys Hof zur neuen Einnahmequelle zu machen. Dabei wird sie tatkräftig unterstützt vom Fischer Thies, und auch der Landarzt Carsten lässt sich überraschend oft blicken. Vielleicht ist in Sachen Liebe ja doch noch nicht alles zu spät?


    ASIN/ISBN: 3548612873

    Ich konnte auch wieder ein Kreuzchen machen. "Marlow" von Volker Kutscher erfüllt Kategorie C1 - Ein Buch, in dem ein Familiengeheimnis gelüftet wird. Welches verrat ich natürlich nicht, sonst ist es ja kein Geheimnis mehr. ;)


    ASIN/ISBN: 349205594X


    Edit ergänzt noch, dass ich ganz froh bin, die Kategorie schon erfüllt zu haben, denn klassische "Familiengeheimnisromane" sind in der Regel nicht so meins...