Beiträge von LeseBär

    Nein und ja ;) Sie ist eine Romanheldin, die von Vicki Baum für ihre Theaterstück Pariser Platz 13 erfunden wurde. Wobei sie bei Pariser Platz 13 etwas älter ist - noch älter ;)

    Danke für die Erklärung!


    Ist es denn erlaubt, einfach eine Romanfigur in dem eigenen Roman auftreten zu lassen? Wahrscheinlich geht es, weil das Buch von Vicki Baum schon so alt und nicht mehr urheberrechtlich geschützt ist?

    Freundin würde ich Henni nicht nennen, wenn die Gretchen nur um sich haben will, wenn sie ihr nicht die Show stiehlt.

    Na vielleicht wird es ja noch besser, aber sowas hat Gretchen nicht verdient.

    Eine wirkliche Freundin hab ich in Henni von Anfang an nicht gesehen. Wahrscheinlich ist sie so eine, die Leute um sich braucht, die ihr (scheinbar) nicht das Wasser reichen könnrn, damit sie selbst besser dasteht. :rolleyes:

    Aber da hat sie sich mit Gretchen getäuscht. Ich würde sogar so weit gehen zu vermuten, dass Gretchen das Zeug dazu hätte, ihr den Verlobten auszuspannen. Und hoffe gleichzeitig, dass sie das niemals tun wird, Fred passt einfach nicht zu ihr. Auch wenn er ihr noch so gut gefällt...


    Und Henni. Einerseits verzweifelt weil ihr Künstler kein Geld ranschafft und sie sich um alles kümmern muss. andererseits auch sehr fies Gretchen gegenüber. Was ich nicht so richtig verstehe, erst holt sie sie nach Berlin und jetzt macht sie sie nieder.

    Ich glaube, sie war einfach der Ansicht, dass so ein Landei wie Gretchen ihrem Fred nicht gefällt. Und nun muss sue erkennen, dass er doch mehr mit ihr zu tun hat, als sie dachte und ihr lieb ist. Zumal er Gretchen gegenüber ja auch nicht abweisend ist.

    Nanu? Hat ja noch keine geschrieben hier...

    Es kommt überaus selten vor, dass ich wirklich mal einen Leserundenabschnitt "eröffne".

    Aber die Geschichte fließt quasi nur so dahin und zweimal Bahnfahren und einmal Mittagspause reichen schon für einen Abschnitt. Ein ganz kleines bisschen ärgert es mich, dass ich nicht mit der Bahn fahre morgen, so werde ich die nächsten beiden Abschnitte wohl dann wieder hinterherhinken... ;)


    Mit Gretchen geht es ja munter weiter. Und ich finde, sie macht sich ganz gut in dieser Stadt. Sie ist aufgeschlossen und trägt mit ihren Ideen auch zum Vorankommen ihrer Freunde bei (die Idee mit dem Künstlerkollektiv kam ja genau richtig). Und doch wird sie nicht richtig wahrgenommen / wertgeschätzt.


    Zum einen Henni, die sie vor Fred schlecht macht. Das ist wohl reiner Selbstschutz, wie mir scheint, denn natürlich merkt Henni, dass Gretchen ihr intellektuell doch voraus ist. Und das Fred offenkundig Gefallen daran findet. Mal sehen, was im Weiteren passiert, wenn die beiden zusammen lernen. Wobei Fred alles andere im Sinn hat außer Lernen. Ich hoffe, er nutzt Gretchen nicht noch weiter aus. Und im Übrigen hoffe ich, dass Gretchen ihn sich aus dem Kopf schlägt. Er will mir mit seinem kunstliebenden Geist nicht so recht zu unserem bodenständigen Gretchen passen...


    Und Stoffel ist einfach ein Mann seiner Zeit, denke ich. Traut Gretchen nichts zu, obwohl sie deutlich besser informiert ist als er. :pille Hier bin ich auch schon gespannt, ob und wie er sich Gretchen gegenüber weiterentwickelt. Irgendwann erkennt er vielleicht, dass auch eine Frau denken kann.


    Erik Faber steckt seine Nase lieber in ein Buch statt seine Umgebung wahrzunehmen. Vermutlich würde er noch am ehesten zu Gretchen "passen". Mal sehen, inwieweit die beiden zusammen anbandeln...


    Fräulein Notters Umgang mit den Männern ist schon irgendwie durchdacht. Auf eine Art fortschrittlich, würd ich fast sagen. Nur finanziell steht sie sich nicht so gut. Das ist dann auch der Grund für die vielen Cousinen. :lache Eine herrliche Erklärung.

    Dass Gretchen die Rechnung fälscht - hoffentlich entpuppt sich das später nicht doch noch als Fehler.Aber egal wie das auch immer ausgeht, sie ist auf Zack und findet eigentlich in jeder Situation eine passende Lösung. Das gefällt mir an ihr.


    Und die Nilkönigin muss ein reichlich bewegtes Leben haben, über das man sich im allgemeinen sehr uneins ist. Wie gut, dass sie jetzt ihre Memoiren schreibt, dann wird mal Licht in alles Dunkle gebracht. In Gretchen hat sie auf jeden Fall die Richtige für ihre Zwecke gefunden. Und dann noch Lateinstunden zu nehmen, wer hätte das gedacht? Was es nun tatsächlich mit ihrer Narbe auf sich hat, ob wir das auch noch erfahren werden? Offenbar weiß jeder anderes dazu zu berichten. Mal sehen, was Frau Greiff selbst dazu diktiert...


    Was mir übrigens sehr gut gefällt, ist, dass auch in diesem Buch wieder Bezug genommen wird auf die Figuren in den anderen Büchern. Dadurch wirkt manches schon vertraut und Berlin geradzu wie ein Dorf. ;) Und ich denke häufig, gibt es den oder die jetzt wirklich oder ist diese Figur nun aus einem anderen Roman?


    So, mal schauen, ob ich heute noch weiterlesen kann.

    Das mit dem Pink ist lustig - meine Lektorin und ich haben da nämlich auch dran rumgemacht. Das ganze begann damit, dass ich "rosa" schrieb, da schrieb sie zurück, ob man rosa auf weiß denn überhaupt sehen könnte, sie schlug pink vor. Pink ging für mich gar nicht. Pink war für mich meine Barbie aus den 80ern und der Aerobic-Anzug meiner Mutter. Also blieb es bei rosa und dann hab ich in der "Style" - einer Modezeitschrift aus den 20ern - gelesen, dass Pink ja so schick sei. So wurde es dann doch pink - wobei ich glauben möchte, es war ein sanfterer Ton als das leuchtende Pink der 80er Jahre.:/ Zumindest hoff ich das...

    Ich würde auch vermuten, dass das damalige Pink nicht ganz so kräftig war. Aber vielleicht täuschen wir uns ja auch?

    Bei manchen Dingen denkt man irgendwie, dass sie damals anders waren. Und dann liest man in einem Buch von Wandschmierereien ;) und denkt sich, es hat sich nichts verändert. :lache

    Ich muss euch ganz arg Vicki Baums "Pariser Platz 13" ans Herz legen, da geht es um Madame Bross! Wirklich sehr, sehr lesenswert!

    Ist Madame Bross also auch eine historisch verbürgte Person?


    Ich kann mir vorstellen, dass Erik einfach zwischen die Fronten geraten ist. Als Gretchen ging, krachte es ja hinter ihr, vermutlich gab es eine veritable Massenprügelei im Nachtclub

    So hatte ich das auch verstanden (und im zweiten Abschnitt wird es dann ja noch mal klarer).

    Es ist schon eine Krux, wenn der eigens für die Musikwünsche des Publikums engagierte Pianist diese nicht spielen will. Und ganz schön raue Sitten, wenn deswegen eine Prügelei angezettelt wird (wobei ich mir das schon gut vorstellen kann, die ganzen überhitzten und alkoholisierten Gemüter, die nicht auf ihr Lied verzichten wollen auf der einen und der seinen Prinzipien treue Fred auf der anderen Seite...).

    Bei den ersten Zeilen des Buches bin ich ein wenig über das Wort "pink" gestolpert. War das in den Zwanzigern tatsächlich schon eine Farbbezeichnung? Ich hätte das eher den 80ern zugeordnet. :gruebel

    Aber vielleicht ist mein Farbverständnis auch einfach verwirrt, weil man die Zwanziger ja nur von Schwarz-Weiß-Aufnahmen kennt. :D

    Das Berlin, in das Gretchen da hineinfällt ist ja wirklich sehr schräg.

    Also schräg ist wohl genau der richtige Ausdruck für diese ersten Eindrücke. Trifft genau meinen Humor, ich musste mehrfach schmunzeln. Und es macht unheimlich Spaß, dieses wilde Berlin mit Gretchen gemeinsam zu entdecken!


    Mit Henni werde ich noch nicht so richtig warm. Sie war in vergangener Zeit ja sowas wie Gretchens beste Freundin, aber sie scheint sich mittlerweile eher von Gretchen weg entwickelt zu haben. Zumindest fand ich es reichlich seltsam, dass sie ihr vorher gar nichts von ihrer Verlobung erzählt hatte... Jedenfalls scheint sie dem pulsierenden Leben und dem Künstlerdasein viel abgewinnen zu können. Da ist sie dem bodenständigen Gretchen doch eher voraus, wie mir scheint.


    Stoffel und Erik Faber finde ich auch interessant, vor allem, weil sie interessant für Gretchen sein/werden könnten. Hier bin ich gespannt, ob sie am Ende nicht doch mit einem von beiden anbandelt. (Bin jetzt hin- und hergerissen, ob ich für Stoffel oder für Erik Faber stimmen soll. :lache)


    Vom Schönheitssalon und Madame Bross haben wir jetzt noch gar nicht so viel mitbekommen, außer, dass wohl alle Damen, die dorthin gehen, ein spezielles Schönheitsgeheimnis haben. So wie Isis / Frau Greiff, die ja durch ihre Narbe entstellt ist. Sie scheint eine sehr interessante Persönlichkeit zu sein. Die Monster-Dauerwellen-Maschine fand ich übrigens klasse, imposante Apparatur (hab ich eben mal gegooglet). Zum Glück ist heute vieles einfacher (möchte heutzutage überhaupt noch wer Dauerwelle tragen?).


    Sehr amüsant fand ich übrigens Gretchens Aufeinandertreffen mit Fräulein Notter und die "schwierigen" Verwandtschaftsverhältinisse. :lache Ich frag mich, welcher Sinn dahinter steckt, was Fräulein Notter wohl verbergen mag? Oder ist sie tatsächlich einfach nur ein wenig verrückt? So ganz schlau wird man nicht.


    Ich bin schon jetzt sehr begeistert und muss gleich weiterlesen...

    Heute Morgen bereits kurz reingelesen - gefällt mir schon wieder sehr!


    Die Damen vom Pariser Platz - Joan Weng


    Kurzbeschreibung lt. amazon.de:

    Das Versprechen ewiger Jugend. Berlin, 1926. Schluss mit dem Langweilertum! Gretchen nimmt Reißaus vor der Provinz und zieht nach Berlin. Im namenhaften Schönheitssalon der Madame Bross wird sie von der Nachtclubsängerin Isis als Tippfräulein für ihre Memoiren eingestellt. Manch ein übles Gerücht kursiert über ihre neue Chefin, doch Gretchen mag den Räuberpistolen nicht recht glauben. Wer jedoch hat Isis die Narbe zugefügt, die ihre linke Gesichtshälfte entstellt? Kopfüber stürzt Gretchen sich in das glamouröse Leben der Großstadt und fühlt sich ausgerechnet zu dem Verlobten ihrer besten Freundin hingezogen. Aber dann ist da ja auch noch der unnahbare Erik … „Joan Weng erweckt das Berlin der Goldenen Zwanziger zu neuem Leben.“ Stuttgarter Zeitung


    ASIN/ISBN: 3746637112