Beiträge von LeseBär

    Die Mamsell finde ich gut dargestellt, sie sorgt durchaus für ihre Schützlinge, eben in einem realistischen, ihr möglichen Rahmen.

    Das finde ich auch. Sie hat eine harte Schale und einen weichen Kern. Und sie hat das geschickt eingefädelt, dass Hedda nicht mehr derart von Opitz bedrängt werden kann. Natürlich wird sie wissen, wie er drauf ist, aber wirklich einschreiten kann sie nicht. Nur wenn sich eine passable Gelegenheit bietet, dann nutzt sie diese tatkräftig.


    Aber es wurde auch Zeit, dass sich mal jemand wehrt. Und sie hat ja nichts mehr zu verlieren. Sondern konnte nur gewinnen. 8o

    Das hab ich mir beim Lesen auch gedacht. Sie hätte ja nicht nur ohne Lohn, sondern darüber hinaus auch ohne Zeugnis dagestanden. Insofern brauchte sie noch nicht mal um einen schlechten Eintrag bangen, der ihre weitere Zukunft blockiert hätte. So in die Ecke getrieben, gab es sowieso kein Halten mehr.


    Hedda ist ja eine richtige Revoluzzerin in ihrem Innern. Bei vielem kann man nur zustimmen. Das mit dem "Klauen" das keiner es merkt, hmm das finde ich grenzwertig. Kann es aber schon verstehen. Ich fürchte, ich wäre auch nicht abgeneigt, wenn ich so arm bin und um mich herum so viel Luxus und Geld und Dünkel herrschten. Ich weiß nicht, ob ich da standhaft bleiben könnte. Bin da ganz ehrlich.

    Ich bin da auch zwiespältig. Diebstahl ist natürlich ein No Go, aber in Sachen Adelheid geschieht er ja aus nachvollziehbaren Beweggründen - sie sichert das Überleben ihrer Angehörigen. In Köln würde man sagen, sie "fringst". Und das ist dann wiederum legitim. ;)

    Ich hatte so einen richtig schönen Schmöker-Nachmittag. Das Buch ist ideal dafür. :)


    Von Constanze bin ich beeindruckt. Weil sie nicht aufgibt und ihr Recht einfordert (zu recht!). Und von ihrer Hartnäckigkeit, was die Suche der Kette bei den Pfandleihern anbelangt. Es ist echt ein Unding, wie sich die fürstlichen "Damen" ihr gegenüber verhalten. Aber eine muss ja Schuld sein, auch wenn sie, was die Hochzeit anbelangt, gar nicht zugegen war, um etwas auszurichten. :bonk (Mal davon abgesehen: Die zwei wollten heiraten, da hätte sie auch keine Anstandsdame aufhalten können.)


    Nun geht es für Constanze also quasi zur Konkurrenz... eine Möglichkeit, ihrem alten Dienstherren ein Schnippchen zu schlagen? Das ist nicht wirklich loyal - aber andererseits hat man ihr auch übel mitgespielt, ohne dass sie etwas dafür konnte. Sie wird sicher das Richtige tun. Und am Ende mit Hugo glücklich werden (hoffentlich).


    Was mir in diesem Abschnitt auch gut gefallen hat, ist wie Adelheid und Hedda sich annähern und sich auch sehr private Dinge anvertrauen. Und natürlich, wie Hedda Adelheid hilft, sich ihr "Stück vom Glück" zu sichern. :chen


    Die Geisterbefragung fand ich hingegen ein wenig unheimlich, wie sich der Zeiger so auf "goodbye" bewegt hat. Auch wenn im Text schon auch angedeutet wird, dass eine Geburt nie einfach ist und für eine Frau in der Verfassung von Adelheids Mutter sicher dreimal nicht. Schlimm, wenn den Geschwistern am Ende noch die Mutter fehlt, wo es schon sonst an allem Grundlegenden mangelt.


    Und Viktor fliegt fast auf mit Ricardas Brief. Da hat er noch mal ordentlich Glück gehabt, dass der Fürst da zur rechten Zeit dazugekommen ist. Es ist allerdings ein Unding, dass Opitz ihn dazu nötigen kann, ihm den Brief zu lesen zu geben. :fetch

    Ist es heute so viel anders? Ich möchte hier keine politische Diskussion beginnen, aber ich bin der Meinung, dass auch heutzutage jeder sehen muss, wie er zurecht kommt.

    Da hast du in gewisser Weise schon recht - der Vergleich zu den im Roman geschilderten Verhältnissen hinkt jedoch insofern, als dass die gesellschaftliche Fallhöhe heutzutage womöglich nicht so hoch ist wie noch Anfang des 20. Jahrhunderts.

    Aber was die Art, wie zusammengearbeitet wird, anbelangt, da finden sich heute ganz sicher ähnliche Beispiele wie im Roman.

    und Lydia zur Räson bringen.

    Ich fürchte ja, das schafft keine/r. Jedenfalls hat sie jetzt die Stelle, die sie ja vorher schon haben wollte. Ich frage mich, ob die Sticheleien gegen Adelheid nun auch besser werden? (Aufhören wird sie sicherlich nicht damit...) Und auch, ob Gerda Adelheid gegenüber nun etwas zutraulicher wird, jetzt, wo sie vielleicht nicht mehr so sehr unter Lydias Einfluss steht.


    Die Mamsell finde ich sehr schwer einschätzbar

    Das geht mir ähnlich. Einerseits lässt sie Hedda mit ihrem Anliegen abblitzen, andererseits sagt sie zu Adelheid, dass sie zu ihre kommen solle, wenn irgendwas sei. Aber gut, gegen Opitz kann sie wohl auch nichts machen. Wahrscheinlich muss sie selber um ihren Posten bangen, wenn sie sich gegen ihn auflehnt.

    Ich bin tatsächlich erst heute wirklich fertig geworden mit diesem Abschnitt, aber freue mich gleich schon aufs Weiterlesen.


    Es ist echt bitter für Adelheid, wie sie aus eigentlich (aus unserer heutigen Sicht) nichtigen Gründen degradiert wird. Und besonders ungerecht finde ich, dass Budde offenbar keine ernsten Sanktionen erwarten muss, obwohl er ja der Drahtzieher in dem Ganzen war. Aber nichtsdestotrotz hat Adelheid gegen die erste Regel verstoßen, so bitter das ist. Es ist furchtbar hart, wenn man absolut niemandem trauen kann in seiner Umgebung... Ich hoffe, sie erhält trotzdem noch mal eine Chance, sich nach oben arbeiten zu können.


    Viktor Novak scheint ihr jedenfalls nicht wirklich abgeneigt zu sein. Zumindest schmeichelt ihm, dass sie ihn verstohlen betrachtet und auch, dass sie Benehmen hat (auch wenn oder gerade weil ihr das niemand zutraut). Vielleicht nähern die beiden sich ja doch noch im weiteren Verlauf an, wer weiß.


    Hedda und der Stallbursche werden sich wohl nicht mehr annähern. Zumal er die von den Pferden (!) verschmähten Pralinen weiterreicht. :rofl


    Zum Schluss geht ja ein Donnerschlag durchs Haus, so aufgeregt, wie alle sind. Und die Eulenburg-Affäre nimmt erstmals Gestalt an. Ich bin schon sehr gespannt.

    Politisch bin ich in dieser Zeit nicht allzu sehr bewandert. Aber ich hab mir beim Lesen schon gedacht, wo sich doch alle so über die undiplomatische Verhaltensweisen des Kaisers aufregen: Wie soll er Diplomatie überhaupt gelernt haben? Seine direkten Vertrauten trauen sich doch gar nicht, ihn auf Fehlbarkeiten hinzuweisen, jeder muss damit rechnen, entlassen zu werden, wenn er sich vielleicht negativ äußert. Also werden ihm alle nach dem Mund sprechen und er lebt sozusagen in einer Blase, in der er es ihm unmöglich ist, die Außenwelt oder die Realität wahrzunehmen.

    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich das politische Geschehen nun entwickeln wird - und wie es die Dienstboten erleben werden.

    Deutsch

    Wordle 463 4/6 🔥1


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    Englisch - leider nicht geschafft

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    Mathe

    nerdlegame 249 3/6


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    Deutsch

    Wordle 462 5/6 🔥1


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    Englisch

    Wordle 462 3/6


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    Mathe

    nerdlegame 248 4/6


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    Josephine Tey - Nur der Mond war Zeuge

    Milford ist ein Provinznest in England, in dem nie etwas passiert. In der einzigen Anwaltskanzlei führt der junge Robert Blair in 41. Generation die Geschäfte. Seine einzige Abwechslung sind die Kekse, die täglich zur tea time gereicht werden - bis eines Abends das Telefon klingelt. Marion Sharpe und ihre Mutter, die ein abgelegenes Herrenhaus bewohnen, haben Besuch von Scotland Yard. Ein junges Mädchen behauptet, von den beiden entführt und in ihr Haus verschleppt worden zu sein. Einen Monat lang wurde die 15-Jährige dort festgehalten, sagt sie, und musste als Haushälterin arbeiten, ehe ihr schließlich die Flucht gelang. Eine unerhörte Behauptung, eine Unverschämtheit! Allerdings: Das Mädchen kann jedes Detail im Innern des Hauses beschreiben. Der Anwalt, der sonst nur Testamente aufsetzt (für eine schrullige alte Dame jede zweite Woche ein neues), steht vor einer großen Herausforderung: Er soll die Unschuld der Frauen beweisen.

    ASIN/ISBN: 3311300254

    Das klingt echt gut. Ob das vielleicht mal ein LR-Buch für eine Staubi-Runde wäre?