Beiträge von Hati

    Gudrun Skretting - Vilma zählt die Liebe rückwärts


    Kurzbeschreibung von Amazon:

    Wussten Sie, dass Bananen minimal radioaktiv sind? Der Verzehr ist riskant. Das nennt man Micromort. Noch riskanter ist wahrscheinlich nur, sich zu verlieben.

    Vilma Veierød, 35, hat sich auf ihre eigene, um nicht zu sagen skurrile Weise im Leben eingerichtet. Sie lebt allein in einem großen Haus in Oslo, gibt Klavierstunden und bemüht sich, radioaktive Bananen und andere lebenszeitverkürzende Genüsse weiträumig zu umgehen.

    Eines Morgens soll sich ihr Leben grundlegend ändern. Der Pfarrer überbringt Vilma ein Bündel Briefe von ihrem verstorbenen Vater, den sie nie gekannt hat. Und während Vilma gebannt in die Vergangenheit ihrer Eltern eintaucht, nähert sie sich selbst jenem Mysterium, das sie bislang gemieden hat: der Liebe.


    Mein Eindruck:

    Leseprobe lesen, das direkt als Tipp. Vilma ist liebenswürdig und wirkt auf manche vielleicht ein bisschen schräg, ich fand sie direkt erfrischend und habe deswegen gerne über sie gelesen. Vilma ist 35 Jahre alt, lebt allein und versucht, "Mikromorts" zu umgehen, kleine Dinge, die tödliche Auswirkungen haben können - offensichtlichere Dinge wie Alkohol, aber auch Bananen und der Gang durch skandinavisch verschneite Landschaften ohne Schuhspikes.


    Es kommen nur wenige andere Figuren in dem Buch vor und das ist auch gut so, um das Kleinod aufrecht zu erhalten. Lebendigkeit bringt so richtig Amri, der Klavierschüler von Vilma in das Buch...was mir gut gefiel, war die Idee des Briefe-Adventskalenders, mit dem man die Briefe von Vilhelm, Vilmas Vater, mit Vilma zusammen lesen kann.


    Das Buch macht auf Krankheiten aufmerksam, zeigt, dass man als Mensch aber immer mehr ist als seine Hülle und jeder von uns hinter die Fassade schauen sollte, um sich ein Bild zu machen. Besonders gut gefiel mir von Beginn an selbstredend Robert.


    Es gibt Momente zum Lachen (Aubergine), aber auch traurige Momente (Tschaikowsky), einzig "übervoll" mit seiner Art erschien mir Ivar und ging mir damit leider auch auf die Nerven.


    Inklusion, Liebe, Trauer, Verlust, Krankheit, Einsamkeit, Alleinsein, Geselligkeit, das normale Leben in einem Buch, würde ich sagen. Leichte Abzüge aufgrund der Endepisode mit Ivar, aber sonst wirklich toll zu lesen gewesen. Danke Vilma, du gibst Hoffnung.


    8 Punkte.


    ASIN/ISBN: 3423290242

    Juli Zeh & Simon Urban - Zwischen Welten


    Kurzbeschreibung von Amazon:

    Zwanzig Jahre sind vergangen: Als sich Stefan und Theresa zufällig in Hamburg über den Weg laufen, endet ihr erstes Wiedersehen in einem Desaster. Zu Studienzeiten waren sie wie eine Familie füreinander, heute sind kaum noch Gemeinsamkeiten übrig.

    Stefan hat Karriere bei Deutschlands größter Wochenzeitung DER BOTE gemacht, Theresa den Bauernhof ihres Vaters in Brandenburg übernommen. Aus den unterschiedlichen Lebensentwürfen sind gegensätzliche Haltungen geworden. Stefan versucht bei seiner Zeitung, durch engagierte journalistische Projekte den Klimawandel zu bekämpfen. Theresa steht mit ihrem Bio-Milchhof vor Herausforderungen, die sie an den Rand ihrer Kraft bringen.

    Die beiden beschließen, noch einmal von vorne anzufangen, sich per E-Mail und WhatsApp gegenseitig aus ihren Welten zu erzählen. Doch während sie einander näherkommen, geraten sie immer wieder in einen hitzigen Schlagabtausch um polarisierende Fragen wie Klimapolitik, Gendersprache und Rassismusvorwürfe. Ist heute wirklich jeder und jede gezwungen, eine Seite zu wählen? Oder gibt es noch Gemeinsamkeiten zwischen den Welten? Und können Freundschaft und Liebe die Kluft überbrücken?


    ASIN/ISBN: 3630877419

    Gudrun Skretting - Vilma zählt die Liebe rückwärts


    Kurzbeschreibung von Amazon:

    Wussten Sie, dass Bananen minimal radioaktiv sind? Der Verzehr ist riskant. Das nennt man Micromort. Noch riskanter ist wahrscheinlich nur, sich zu verlieben.

    Vilma Veierød, 35, hat sich auf ihre eigene, um nicht zu sagen skurrile Weise im Leben eingerichtet. Sie lebt allein in einem großen Haus in Oslo, gibt Klavierstunden und bemüht sich, radioaktive Bananen und andere lebenszeitverkürzende Genüsse weiträumig zu umgehen.

    Eines Morgens soll sich ihr Leben grundlegend ändern. Der Pfarrer überbringt Vilma ein Bündel Briefe von ihrem verstorbenen Vater, den sie nie gekannt hat. Und während Vilma gebannt in die Vergangenheit ihrer Eltern eintaucht, nähert sie sich selbst jenem Mysterium, das sie bislang gemieden hat: der Liebe.


    ASIN/ISBN: 3423290242

    Mein Leseeindruck deckt sich sehr mit dem Eindruck von dracoma . Ich habe bislang alle Bücher von Jane Harper gelesen und habe hier die "packende" Ermittlung vermisst, obwohl ich Chris Renn zunehmend interessanter fand, auch weil er eigene Fehler später offenbarte. Dennoch ist man eigentlich dabei einen Ermittler, der kein Ermittler ist, zu begleiten, indem man meistens Kieran und manchmal auch Mias Gedankengängen durch das Buch folgt. Manche Sätze wirkten auch auf mich nicht schlüssig übersetzt oder gar geschrieben und störten meinen Lesefluss.


    Das Buch ist ein internationaler Bestseller geworden, seine große Stärke sind die gut gezeichneten Figuren und die Beschreibung der Landschaft. Mir persönlich fehlte ein wenig die Spannung. Die Handlung zieht sich eine lange Zeit und die Ermittlungen zu dem aktuellen Mordfall laufen auch eher gesittet ab.

    Insgesamt also ein eher ruhiger Roman, als „Thriller“ mag ich ihn nicht bezeichnen. Wer starke Figuren und gute Landschaftsbeschreibungen liebt, der wird hier voll auf seine Kosten kommen.

    Die Landschaftsbeschreibungen gefielen mir, waren aber später recht eintönig für mich. Anfangs konnten sie mich allerdings sehr für Tasmanien begeistern und haben auch die Unterschiede zum Festland beleuchtet. Da es sich um einen Handlungsort handelte, den ich nicht kannte, war dies sehr informativ für mich. Später allerdings war es zu wiederholend, insbesondere als es immer mehr um Brontes Kunst ging, was ich etwas schade fand.


    Die Handlung an sich zieht sich, schafft es aber, sehr viele mögliche Täter im Blick und im Motiv zu behalten, weil man so richtig keinen Faden selbst auflösen kann, so ging es mir jedenfalls...dass am Ende eine "selbsterzählt auflösende Tat" gewählt wird, wirkte auf mich plötzlich.


    Leider nicht so stark für mich wie ihre anderen Bücher, daher 7 Punkte.

    Rio Youers - Westlake Soul: Im Griff des Todes


    Kurzbeschreibung von Amazon:

    "Alle Superhelden bekommen ihre Superkräfte irgendwoher. Der Biss einer radioaktiv verseuchten Spinne. Ein misslungenes Experiment. Ich habe meine von einem Surfunfall in Tofino. Der ultimative Wipe Out. Aufgewacht bin ich mit dem mächtigsten Verstand auf dem Planeten, aber einem Körper wie ein nasser Sack. Der Tausch gefällt mir gar nicht, doch so ist das Leben.

    Ich gebe mich allerdings nicht damit zufrieden … Ich werde mein Superhirn benutzen, um mich aus diesem Zustand zu befreien.

    Das mit der Rettung der Welt könnt ihr vergessen.

    Ich will bloß wieder surfen."


    ASIN/ISBN: 3946330150

    Ich habe gerade mal das Möbelhaus meines Vertrauens zum Thema Lesesessel angeschrieben und auf diesem Wege ausgefragt...aber na ja, da ich ja immer etwas schneller bin, habe ich den dazu gehörigen Lesestoff natürlich schon vorbestellt und nicht nur danach gefragt. Nennt man das noch ordentliche Planung? :lache

    Die eingereichten Urlaubsanträge sagen ja nicht unbedingt aus, ob man sich im Team geeinigt hat, oder ob einer sein Ding durchzieht, und die anderen müssen nehmen, was übrig bleibt. Es müsste also jemand aus dem Kreis der Betroffenen die Hand heben, aber man möchte ja auch nicht als Petze dastehen, das ist auch absolut nachvollziehbar.

    Das stimmt natürlich auch, ich bin da jetzt von einer kleinen Teamgruppe mit flachen Hierachien ausgegangen, wo einem noch auffällt, dass zumindest immer dieselbe Person dieselben Tage nimmt; stimmt aber natürlich, dass man davon nicht ableiten kann, dass es nicht eine bewusste abgestimmte Entscheidung ist...die Unzufriedenheit - sofern Muffelinchen sie sich anmerken lässt - könnte man vielleicht auch "von oben" aktiv wahrnehmen und es ansprechen.


    Sollte sowas nicht so sein, ich persönlich finde den Ansatz von "petzen" überholt, es hat für mich was damit zu tun, ob man ausgehend von sich selbst argumentiert (= okay, weil "ich") oder auf eine andere Person bezogen (= der/die hat aber, will aber, macht aber..."petzen"). Aber das kann wahrscheinlich nur Muffelinchen einschätzen, steht und fällt ja mit den konkreten Menschen.

    ... weil die Woche anstrengend war, aber auch irgendwie gut. Ich habe mal wieder alle Kollegen gesehen, wir haben viel geschafft bei der Um- und Aufräumaktion im Büro und die Stimmung war ziemlich ausgelassen.


    ... weil ich morgen ins Kino gehe und Zeit mit 2 Lieblingsmenschen verbringen kann.

    :knuddel1

    Schön, dass es voran geht.


    In welchen Film geht es? :grin