Beiträge von Grisel

    Ich glaube schon, dass einen manche AutorInnen eine andere Art zu lesen lehren können, bei mir war das zB Dorothy Dunnett, die mich gelehrt hat, zwischen den Zeilen zu lesen und das große Ganze im Auge zu behalten. Und zum Thema off topic, macht ja nichts, ich glaube nicht, dass hier viel mehr außer uns beiden mitlesen. ;)

    Außerdem kommen wir ja immer wieder zu Cherryh zurück.


    Ja gut, guter Plan, so machen wir das!

    Die Cover finde ich auch toll und bin wirklich gespannt. Nach momentaner Stimmung würde ich lieber im Februar als im März anfangen ;)

    Na, dann sollten wir die Stimmung ausnützen! Wie februarig würde es Dir passen, gleich zu Beginn oder später?


    Ich hatte das bei einer marinehistorischen Serie "Alan Lewrie", da haben sie dann irgendwan nur mehr jeden zweiten oder so übersetzt. :schlaegerIch glaube, da habe ich dann endgültig abgeschlossen damit, englisch in deutscher Übersetzung zu lesen, denn das geht nun echt gar nicht!

    Meine sind zwar alle gleich hoch, aber auch mit unterschiedlichen Rücken, falls Dich das tröstet. Das mit einheitlich sein ist zwar eine gute Sache, aber eigentlich kaum umsetzbar, dank des schrägen Sinns für Humor bei den Verlagen. Und wenn doch, dann mit großen Opfern! Ich habe nun ein dreiviertel Jahr auf den 8. Band von "The Expanse" gewartet, weil es davor nur das Mordwaffen-Paperback gab. Wie ich das beim letzten Band aushalten soll, weiß ich noch nicht!

    Bei mir füllt Cherryh ein ganzes Regal, zweireihig und allein "Foreigner" braucht fast die ganze Länge allein. Aber bei Cherryh ist es auch ärgerlich, die stehen alle in einem Regal, das eigentlich für höhere Bücher gedacht ist, nur wegen "Cyteen" und "Devil to the belt" in Übergröße.


    Und was die deutschen Verlage betrifft, das mögen sie zwar besser machen, aber die haben mich letzten Endes zum Englisch lesen getrieben und damt fast vollkommen als Kundin verloren wegen der unliebenswerten Angewohnheit, Serienübersetzungen mittendrin abzubrechen.


    Das ist ja schon mal sehr vielversprechend! Was ich auch hier sehr lobenswert finde, sind die Coverbilder. Gut, Bren sieht manchmal etwas eigenartig aus, aber mit denen tue ich mir immer sehr viel leichter, mir die Nichtmenschen bei Cherryh bildlich vorzustellen.

    OK, dann habe ich Dich missverstanden. Aber, das ist doch auch gut, dass Du dann schon relativ viele versammelt hast, dann muss es Dir nur noch gefallen. ;)

    Es ist nicht so dicht wie Cyteen und Regenesis, weil es mehr auf einen Handlungsstrang konzentriert ist. Der hat es dann allerdings meist in sich! Das ganze ist sehr politisch und, was ich an ihr auch besonders schätze, da hat man das ganz besonderes, dass Dialoge nervenzerfetzender sein können als Feuergefechte.

    Wir können das ja, wie üblich, ganz spontan gestalten, ob wir die erste Trilogie am Stück lesen wollen oder mal nur Band 1.

    Ich habe auch nicht ganz verstanden, was das mit Genly sollte, der ja ein recht enges Verhältnis mit Jin 12 hatte, was sich auch von dessen Seite ernsthaft angefühlt hatte. Da hätte man schon mehr daraus machen können, aber gut, die Frau hat so viele hinreißende Bücher geschrieben, da kann man auch über ein paar hinwegsehen, die nicht so zünden.

    Ich kenne und lese Foreigner auch sehr gern, aktuell warte ich schon auf Band 20, glaube ich. Da musst Du aber definitiv mit Band 1 beginnen, sonst hast Du keine Chance, die Bücher bauen aufeinander auf und sind eigentlich wie ein einziges seeeeeeeeeeeeeeeeeehr langes Buch, eine durchgehende Geschichte. Klar, manchmal wünschte ich mir schon, sie würde Bren & Co eine Pause gönnen und sich anderem zuwenden, aber wir haben ja "Alliance Rising" gekriegt, woran sie auch weiter schreibt und ich mag Bren & Co sehr gern! Das ist eine Serie über Cherryhs Lieblingsthema, der Mensch, der das Alien ist, weil er unter Nichtmenschen lebt und wie es ihm damit ergeht. Und, im Lauf der Reihe, vieles, vieles mehr!


    Ich habe leider viel zu spät begonnen, "Foreigner" hier zu rezensieren, seit einigen Büchern mache ich es regelmäßig. Vor, wie ich gerade sehe, erschütternden 9 Jahren hatte ich einen Reread begonnen und die ersten Bände nachrezensiert, aber ich glaube, ich habe noch Lücken gelassen. Wenn Du mal schauen willst, hier ist Band 1.

    Aber Vorsicht, bisschen spoilerisch, was die Welt und ihre Bedinungen und die Vorgeschichte vor der Haupthandlung betrifft.


    "Alliance Rising" wäre natürlich eine Möglichkeit, aber, da muss ich gestehen, bin ich leicht traumatisiert, es war fantastisch, später, aber der Anfang war mörderisch anstrengend zu lesen und das sage ich als bekennende Cherryh-Jüngerin. Vielleicht, wenn wir da warten, bis der Nachfolgeband in Aussicht ist?


    "Chanur" habe ich wohl aus vielen Gründen erwähnt, erstens weil ich es liebe und es zu meinen Favoriten unter ihren Werken gehört. Zweitens bin ich mir relativ sicher, dass es im gleichen Universum wie Alliance/Union spielt. Es ist ja immer wieder die Rede davon, dass die Menschen von Terra bei ihren Vorstößen in fremde Galaxien auf unfreundliche Aliens gestoßen sind, ich bin mir sogar sicher, das Wort "compact" ist gefallen. Und ich denke, das ist "Chanur". Hier wären es "nur" 5 Bände.

    Band 1


    Dann gäbe es noch viele Alternativen, zB weg von der SF hin zur Fantasy. "Morgaine" oder "Fortress", mag ich auch beide wahnsinnig gern.


    Oder, da wären wir mal auf dem gleichen Startpunkt, ich habe mir kürzlich in London "The dreaming tree" gekauft und noch nicht gelesen.


    Es gibt noch viele, viele andere Cherryhs. Aber die hier und natürlich Alliance/Union sind meine liebsten. Überlege Dir vielleicht mal, was Dich besonders reizen würde, wenn Du auch Pause machen willst, haben wir ja Zeit. Ich habe auch noch zu ein paar anderen Cherryhs hier Rezensionen, wie ich gerade erstaunt festgestellt habe.

    Haha, das habe ich mir heute erst auch gedacht!


    Ich glaube, für das, was Du da ansprichst, hätte das Buch sehr viel länger und vor allem tiefer sein müssen, wir hatten ja kaum Zeit, die einzelnen Protagonisten kennnen zu lernen. Was ganz interessant war, war der Kontrast, wie sich die Gesellschaft "verwildert" dann entwickelt hat, relativ primitiv, und dazu dann die Alliance-Forscher. Die haben sich dann aber, und das hat mich irritiert, zutiefst unprofessionell verhalten, McGee und ihr Gegenpart in Stryx, weil sie sich selber viel zu sehr involviert haben. Irgendwie ging mir das dann auch einfach zu schnell, wie Stryx die böse Seite war und dann vernichtet wurde, von den Caliban letzten Endes. Warum eigentlich? Weil sie welche gejagt und gegessen haben? Aber das haben die Menschen doch die ganze Zeit über gemacht?


    Was ich sehr interessant finde, hier haben wir nun ein anderes Thema, das Cherryh mag, wie Menschen interagieren mit den einheimischen Wesen, hier ausnahmsweise mal keine Humanoiden. Witzigerweise hatte ich mich komplett falsch erinnert, denn ich dachte, die Menschen würden hier direkt telepathisch kommunizieren mit den Caliban, aber das war hier doch mehr, hm, emotional oder wie immer man das beschreiben will. Das Verhältnis, zB Elai mit Scar, hätte ich auch gern tiefer betrachtet.

    Vielleicht habe ich das aber auch im Kopf vermischt mit den "Night horses", da ist das ein bisschen direkter.


    Wenn es Dir recht ist, ich würde jetzt gerne ein bisschen Cherryh-Pause machen. Wenn wir die nächste ein bisschen später in Angriff nehmen? Welche würdest Du noch gern lesen und wann?

    Danke. Es wird schon. Aber Gehenna war für die äußeren Bedingungen vielleicht nicht die beste Wahl. Aber jetzt bin ich im letzten Viertel, und da ist es ja auch wieder viel zusammenhängender.


    Mit der Besiedlung habe ich es glaube ich immer von der falschen Seite gesehen. Denn wenn Union Alliance den Planeten nicht gönnt, warum besiedeln sie ihn dann nicht komplett, wäre doch viel effektiver. Aber von der Zeitlinie her war der Anfang von Gehenna kurz nach Finity's End? Und sie wollten den Krieg nicht wieder auflodern lassen. Dann würde es Sinn machen. Wobei ich mich immer noch frage, könnte Union dann davon ausgehen, dass Alliance über 150 Jahre die Beobachterrolle einnimmt?

    Ich denke mir, dass sie die Zeit gar nicht hatten für eine "richtige" Besiedlung, außerdem war das ganze ja eine Geheimaktion, wobei ich gestehen muss, dass erschließt sich mir auch nicht ganz. Die Azis vermisst vielleicht keiner, aber die Zivilpersonen?

    Und ich denke, es war den Verantwortlichen ganz egal, was Alliance tut, wenn es den Planeten entdeckt, mehr so ein, Ups!

    Aber ja, ganz klar kommt es nicht heraus bzw. man müsste wohl noch mal zu "Cyteen" zurück, aber dazu bin ich momentan nicht motiviert.


    Stimmt aber auf jeden Fall, der letzte Abschnitt ist dann wieder normaler, wenn man länger Zeit mit den gleichen Leuten verbringt. Wobei ich sagen muss, damit hatte ich auch ein Problem, ein inhaltliches.

    Ich sage doch, "Gehenna" und ich, das wird keine Freundschaft mehr! Ich konnte mich auch an praktisch nichts mehr erinnern aus dem Buch bzw. falsch erinnert, was normalerweise auch kein gutes Zeichen ist.

    Oh Du meine Güte, Ihr Armen! Dann wünsche ich Deiner Frau und ihrem Opa rasche und allerbeste Besserung! Absolut verständlich, dass dahinter alles andere zurücksteht.


    Ich habe das so verstanden, dass Union Alliance den Planeten nur sehr ungern abtritt, denn Planenten, auf denen menschliches Leben möglich ist, sind selten und somit wertvoll. Sonst kennen wir bislang, außer der Erde natürlich, Pell mit unfreundlicher Athmosphäre und schützenswerten Bewohnern, Cyteen mit ebenfalls gefährlicher Athmosphäre und da wurde ja, wie in "Regenesis" besprochen, das Terraforming gestoppt, Eversnow (großartiger Name!), das aber noch in den Kinderschuhen steckt und dessen Terraforming nun ebenfalls problematisch ist. Ach ja, und dann natürlich noch der mysteriöse Planet mit Bäumen, den Capella entdeckt hat, zu dem sich Mazians Teil der Flotte zurückgezogen hat.

    Jedenfalls, Alliance hat nun zwar das System mit Gehenna bekommen, aber mit einer Giftpille, so dass sie den Planeten nicht unbeschränkt für sich nützen können. Und natürlich, fällt mir gerade eine, mit Bewohnern, die 100 % Union sind, noch dazu hauptsächlich Azi-Abkömmlinge.


    Ja genau, so hätte ich das auch verstanden. Die Siedlungen Styx und Cloud und dazwischen die Weirds. Hast Du auch diese praktischen Stammbäume im Buch? Die haben mir doch sehr geholfen. Und bei den Caliban scheinen die braunen die intelligenteren zu sein.


    Wobei "hier" und "jetzt" relativ sind, denn "Gehenna" beginnt ja vor "Cyteen" und endet lange nach "Regenesis". Wiederenteckt wird der Planet im Gehenna-Jahr 58. Das wäre etwa die Zeit von Aris I Tod? Und am Ende sind wir ja schon viele, viele Jahre weiter. Somit ist das Buch eigentlich das chronologisch späteste aus dem Alliance/Union-Universum.

    Oder Yanni nimmt seinen Sitz wieder ein, aber überlässt die Pflichten ganz Justin als Proxy und nutzt die Zeit, um Ari langsam darauf vorzubereiten, ihm nachzufolgen.


    Ich bin fertig mit "Gehenna", hatte einen sehr netten Lesenachmittag. Also, Du brauchst Dir keine Beschränkungen mehr auflegen.


    Ich hatte das so verstanden, dass Alliance dachte, sie kriegen so einen besiedelbaren Planeten, von denen sie bislang nur Pell haben, das aber nur beschränkt "benutzbar" ist, wegen der Athmosphäre und nicht zuletzt wegen den Downers. Und dann finden sie aber Gehenna auch bereits besiedelt vor, was ihnen Kopfschmerzen verursacht. Wobei ich das Problem insofern nicht ganz verstehe, denn besiedelt wurde ja nur ein kleiner Teil eines Kontinents. Aber vielleicht ist der Rest des Planeten aus welchem Grund auch immer für Menschen nicht nutzbar. Und natürlich, die mysteriösen Caliban hatte niemand berücksichtigt.

    Ja, den Eindruck hatte ich auch, dass sich diese Azis ganz anders anfühlen als die, die wir auf Reseune getroffen haben, oder auch ein Josh Talley. Das sieht man dann auch später sehr schön - oder eher traurig - im Kontrast zu ihren eigenen Kindern.


    Das Buch hat sich für mich fast wie eine Kurzgeschichtensammlung gelesen, ohne die Möglichkeit, wirklich tiefer vorzudringen. Ich sage es, wie es ist, ich mag es nicht besonders, ist definitiv eine der ungeliebesten Cherryhs. Aber es stecken viele interessante Ansätze und Ideen darin, keine Frage.

    SUB-AB: 224

    SUB-EB: 225

    +1


    Stimmt so nicht ganz, ich habe ein bisschen ausgemistet und dabei den Anfangsstand später nicht mehr korrigiert. Wobei, ist ja auch eine Abbaumethode, wenn auch keine sportliche!


    Erstes beendetes Buch: Bernard Cornwell – Sword Song

    Letztes beendetes Buch: Patrick O'Brian – The Mauritius command


    Das gibt gleich den Trend wieder, viele schöne Rereads!


    gelesene Bücher: 80 (4,6 Tage im Durchschnitt)

    29.153 Seiten, wobei ich gestehen muss, dass ich manche Bücher auch diagonal beendet habe, also streng genommen habe ich durchschnittlich nicht ganz 80 Seiten pro Tag gelesen.


    Durchschnittsbewertung: 4/5


    Seit wann im SUB?

    38 x 2019

    32 x Reread --- fast die Hälfte, das ist wohl neuer Rekord!

    6 x 2018

    2 x ebook

    1 x 2010

    1 x 2011


    Insgesamt 80 Bücher von 33 AutorInnen, also 2,4 Bücher pro AutorIn. Hier macht sich auch das Nochmallesen bemerkbar.


    Geschlecht:

    17 x m

    14 x w

    2 x w/m – ein gemischtes Duo


    Sprachen:

    75 x Englisch

    5 x Deutsch


    Genres (Durchschnittsbewertung x/5):


    73 Romane (4):


    25 Historisch (4,1)

    23 Science Fiction (4,4)

    12 Krimi (3,5)

    6 Liebe (4,3)

    4 Erotisch (3,3)

    2 Sonstiges (3,5)

    1 Fantasy (3)


    7 Sachbücher (3,8):


    3 Historisch (4,2)

    3 Autobiographie (3,3) – ein ehemaliger Freund eines Musikers, ein beinahe-Opfer einer Konversionstherapie, eine Schauspielerin

    1 Biographie (4,5) – ein Johanniterritter


    Herkunft AutorIn:

    15 x USA

    8 x England

    4 x Deutschland

    1 x Ägypten, Italien, Oman, Malta, Österreich, Wales


    Schauplatz:

    22 x Weltall

    20 x USA

    17 x England

    4 x Fantasieland, Italien

    3 x Deutschland

    1 x Afghanistan, Armenien, Frankreich, Griechenland, Indien, Malta, Mauritius, Oman, Österreich, Spanien


    Diese Bücher (exkl. Rereads) haben die Höchstnote bekommen:


    Cherryh C. J./Fancher Jane S. - Alliance Rising

    Susan R. Matthews – Blood Enemies

    Susan R. Matthews – Fleet inquisitor

    Mendola Louis (Hg.) - The chronicle of Nicholas of Jamsilla – Frederick, Conrad & Manfred of Hohenstaufen, Kings of Sicily 1210-1258


    Eine etwas kuriose Mischung, drei komplett unerwartete (bzw. übersehene!) neue Bände heißgeliebter SF-Serien und dazu ein ebenfalls übersehener Mittelalterschatz.

    Ich hatte ein sehr gutes Musikjahr 2019, vor allem viele tolle Konzerte, das darf sich 2020 gern fortsetzen und die Tickets häufen sich auch schon. :freude


    -Snow Patrol, Gasometer - als Begleitperson einer Freundin, hat Spaß gemacht!

    -Steven Wilson, Museumsquartier - meine Bekanntschaft mit Mr. Wilson ist noch eher neu, aber seit dem Konzert bin ich definitiv überzeugt, unglaublich, mehr ein Erlebnis als ein Konzert!

    -Disturbed, Stadthalle - ich hätte nicht unbedingt noch mal gemusst, obwohl ich sie mag, aber eine Freundin wollte und ich habe es nicht bereut

    -Bryan Adams, Burg Clam - wieder von einer Freundin mitgeschleppt, hat auch Spaß gemacht und war sehr lehrreich für zukünftige Open Airs, nie wieder ohne vernünftigen Regenschutz! Wie kann man aber auch eine Frau namens Ina REGEN als Support für ein Open Air buchen? Das konnte ja nicht gut gehen :D

    -Life of agony, Flex - war auch dieses Mal großartig!

    -Wardruna, Museumsquartier - auch hier war ich die Begleitperson von Freunden, die die Fans waren, aber seit dem Konzert bin ich selber einer, das war magisch!

    -Liam Gallagher, London O2 x 2 - ohne Frage das Highlight, mein erstes Mal LG auf Heimterritorium, eine irre Stimmung im Publikum, soviel Liebe und Energie auf und vor der Bühne und es war eine "biblical" Mischung aus seinen Solosongs und Oasis, darunter ein paar bucket list songs! Acquiesce! Gas panic! :konfus


    Alben des Jahres 2019, da wurde ich sehr verwöhnt von alten FreundInnen:

    Liam Gallagher – Why me? Why not. --- ohne Zweifel mein Album des Jahres

    Life of agony – Sound of scars

    Nick Cave & The Bad Seeds - Ghosteen

    The S.L.P. - The S.L.P.

    Ian Brown – Ripples

    Ride – This is not a safe place


    Alben aus Vorjahren, heuer entdeckt:

    Gerry Cinnamon – Erratic Cinematic --- Mr. Cinnamon ist die Neuentdeckung des Jahres

    Editors – In dream


    Das Lied, von dem ich 2019 am meisten besessen war und das nicht von alten Bekannten stammte, war ein für mich eher unübliches:

    Lewis Capaldi - Grace

    Ist natürlich eine einmalige Gelegenheit, so sind aktuell zwei Sitze in der Hand von Reseune, aber da das ja eine Notfallsmaßnahme war von Information und man sich wohl ein gutes Verhältnis bewahren wird, kann ich mir vorstellen, dass Ari ihren Proxy-Sitz wieder räumt. Sie hat ja auch noch vieles zu lernen.

    Justin ist in der Tat geradezu prädestiniert für mehr Verantwortung, gerade weil er sie nicht will.

    Ist übrigens auch ein recht interessantes Regierungssystem, mal bisschen was anderes!


    In "Gehenna" liege ich auch kurz vor dem Ende von Abschnitt III, aber Du bist wahrscheinlich schon wieder weiter. Ich finde es interessant, ich habe mir nämlich noch gedacht, wie schnell der Einstieg in das Buch ist. Aber ich bin vielleicht cherryh-traumatisiert von den Büchern, wo man anfangs erst mal Seiten und Seiten "Einführung" hat, die oft etwas zäh sind. Hier stürzt man eigentlich sofort in die Handlung. Sie hält einen nur mehr auf Abstand, finde ich, weil man von Person zu Person hüpft und das ganze Buch ja mehrere Generationen umfasst, da bleibt nicht viel Zeit.


    Was mich etwas geschockt hat, bei Jin, als er an "bad tapes" denkt. Bestrafungs-Tapes? Das ist neu! Überhaupt steigen einem da einige Grausbirnen auf, wie die Azis hier behandelt werden. Und da haben wir nun den Vorteil, dass wir "Cyteen" schon gelesen haben, denn wir wissen, dass diese Kolonie zum Scheitern verurteilt wurde - und zur, ja, Hölle mit den über 40.000 Menschen, wie nett - nur um Alliance eins auszuwischen. Aber wir wissen auch, dass Ari I die Azis heimlich so manipuliert hat, dass sie für das Überleben am Planeten besser geeignet sind. Oder so ähnlich habe ich das in Erinnerung!


    Die Cover von meinen DAW-Versionen sind zwar manchmal etwas fragwürdig, aber sie helfen auch oft, sich manches besser vorstellen zu können, hier die Calibans, wenn das bei meinem zugegebenermaßen auch ein kleiner Spoiler ist.


    Was sehr lustig ist, es gibt ja bekanntlich keine Zufälle. Ich habe gestern ein bisschen "Ancient Aliens" geguckt, da ging es um die Dinosaurier und einer meinte, kommt ja oft vor, dass in SF-Geschichten auf fremden Planeten eigenartige Wesen, manchmal Dino-artig, vorkommen. Ja genau! Hier sind es halt kleine bis größere echsen-artige.

    Da hat sie sich aber auch eine hübsche Möglichkeit gelassen, den Konflikt vielleicht doch später noch einmal aufzunehmen, wenn da noch irgendwo ein paar gefährliche Fieslinge versteckt sind in Defense oder anderswo. Ich fand das auch sehr interessant, als die alte Intrige Jordans auch noch mal betrachtet wurde und dass Defense ihn von Anfang an benutzt hat, um an Reseune heranzukommen. Und er, wie er sagt, hat ihnen nicht mal gegeben, was sie wollten, weshalb sie ihn dann auch fallen gelassen haben.


    Ich fand die Szene davor schon super, als Justin ihn und Paul in ihrem alten Appartment unterbringt, dem schwarz-weißen Alptraum in Wing One und er sich dann, wohl auch angestoßen von Justin, sarkastisch bei Ari für die Schnittchen bedankt und sie sich darüber freut. Sie scheint diese Idee mit dem grumpy uncle wirklich ernstgemeint zu haben.

    Und das ist dann auch sehr hübsch, dass es, wie eigentlich Klischee Nr. 48, ausgerechnet Jordan ist, dessen Hilfe benötigt wird, aber so einfach ist es dann trotzdem nicht, dass sich danach alle erfreut in die Arme fallen und sich lieb haben. Und Aris kleine Spitze, dass sie ihm gern den Backpay auszahlen wird, aber die Steuer wird das interessant finden, war auch clever von ihr. Wir werden es wohl nie erfahren, aber vielleicht, vor allem da er nun rehabilitiert ist, findet er nun zur Ruhe und kann sich wieder auf die Arbeit, bei der er ja sehr gut ist, konzentrieren. Da ich ein sentimentales Ding bin und die Warricks nun mal sehr gern habe, hoffe ich, dass sie ab da besser miteinander auskommen oder Jordan nun Reseune verlassen kann und aus der Ferne versteht man sich grundsätzlich besser.


    Ich fand das bei Ari II nicht so unglaubwürdig, wie Du sagst, sie wurde ja stets in die Richtung gepusht. Und sie verrät ihr Alter und ihre Unreife ja auch immer wieder. ZB als sie ohne nachzudenken oder sich vorher zu erkundigen ihren Spielgefährten Valery kontaktiert und dann bitter enttäuscht ist von seiner Reaktion und gleichzeitig erkennen muss, dass das gefährlich war, so viele Leute einzuladen, die sie eigentlich nicht mehr kennt. Oder ganz besonders die heftige Reaktion, als Justin sie "good little kid" nennt, weil sie in ihn verliebt ist und damit nur schwer umgehen kann, dass er sie so sieht. Das war schon eine ziemliche Teenager-Reaktion.


    Sehr gut, ich bin auch gerade zwischen zwei Büchern, also hole ich mir nun mein "40.000 in Gehenna".

    Ich habe die Version, meinst Du die?


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    Ja, war wieder ein furioser letzter Abschnitt! Und stimmt, dass Nelly noch mal erwähnt wird, war auch nett, mit einer ganz neuen Baby-Herausforderung. Irgendwie hätte man da schon gerne noch eine Fortsetzung, nicht? Diesmal vielleicht aus der Sicht von Baby Giraud mit Abban und Seely und ob Giraud II tatsächlich spürt, dass da was fehlt, Denys. Und Yanni als Vater wider Willen ist sicher auch interessant!


    Ich fand das sehr interessant, in Bezug auf Azis und ihre Bedeutung für ihre CITs, als Justin Paul "neu einstellt", woraufhin sich Jordan zumindest subtil bessert, was das hoffnungsvolle Ende Justins zumindest möglich macht.


    Und endlich wissen wir, wer für Aris I Tod verantwortlich war, direkt und indirekt.

    Hati Ich habe meine Statistik auch schon mal vorbereitet - bisschen was geht ja noch bis nächste Woche - und freue mich darauf!


    Aber das ist tatsächlich eine gute Threadidee. Mein 2019 war sehr geprägt vom Nochmallesen und das wird wohl so bleiben, ich genieße das sehr. Begonnen habe ich mit einem Bislang-Gesamt-Reread von Bernard Cornwells "Saxon Stories/Last Kingdom", fast nahtlos gefolgt von Susan R. Matthews "Jurisdiction", die wunderschönen Minileserunden über die Bücher von C.J. Cherryh mit baro - work in progress! -, dann hatte ich Lust auf die zwei meistgeliebten Mary Renaults und aktuell bin ich bei Patrick O'Brian. Das Projekt "O'Brian erstmals auf Englisch" werde ich zweifellos auch 2020 fortsetzen und mal sehen, auf wen ich noch Lust kriege.

    Dazu gab es heuer einige neue Bände heißgeliebter Serien und meine Neuentdeckung des Jahres ist zweifellos Harlan Coben, für mich eher ungewöhnlich, da Krimis/Thriller nicht meine bevorzugte Richtung sind. Aber ich bin zufällig über seinen "Mickey Bolitar" gestoßen - Blindkäufe im Geschäft sind immer riskant, aber können sich lohnen! - und von da war es kein weiter Weg zu Onkel "Myron Bolitar", mit dem ich noch nicht ganz durch bin.


    Und ich weiß, solange ich asozial leicht enttäuscht bin, wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit liebe Kolleginnen im Bus treffen, weil ich doch so gern noch ein paar Minuten mehr gelesen hätte, muss ich mir um mein Lesen keine Sorgen machen! ;)

    Gute Beobachtung, dass wir fast ausschließlich "Alpha Wing" - das neue Luftschloss - als Perspektive haben, das ist mir so auch noch nicht bewusst gewesen! Ich würde sagen Ari II ist genauso ein Opfer dieser kranken Welt, die sie da auf Reseune und in weiterer Folge auf Cyteen/in Union haben, denn sie ist dazu verdammt, Ariane Emory zu sein und findet sich damit ab, aber natürlich nur schwer. Sie ist ja noch blutjung, das merkt man dann ganz klar in einer späteren Szene, denke ich. Der klarste Unterschied zwischen ihr und Ari I sind die Freundschaften, da ist die "Programmierung" ein bisschen aus dem Ruder gelaufen. Ich glaube, daher fragt sie sich ja auch, wessen Klon Ari III sein wird, ihrer oder der von Nr. I, denn das ist nicht mehr ganz das gleiche. Die Freundschaften haben sie vielleicht nicht zu einer besseren Ari, aber zu einem besseren Menschen gemacht. Das ist zwar für uns Leser schön und für ihre Freunde und Verbündeten, aber ob es für sie langfristig gut ist? Denn das macht sie natürlich angreifbar.


    Was ihren tollen neuen Flügel betrifft, wo Sam ihr ihre Phantasien erfüllt, ich habe mir da nur gedacht, na bravo, die müssen ein beeindruckendes Budget haben, da hier das Geld mit vollen Händen zum Fenster rausgeworfen wird!


    Das ist mir diesmal deutlicher aufgefallen, dass Justin eigentlich ein Heiliger ist, weil er Jordan trotz all den Ärgernissen weiterhin liebt und sich für ihn einsetzt und auch Ari das ihm zuliebe duldet und Jordan unter ihren erweiterten Schutzschirm nimmt. Das mit dem "grumpy uncle" fand ich lustig, als den sie Jordan sieht. Wobei es natürlich auch Berechnung ist, weil sie weiß, wäre sie Catlins Rat gefolgt, Jordan zu töten, würde ihr das Justin nie verzeihen.


    Justin war ja noch ein halbes Kind, als er und Jordan getrennt wurden, daher ist da wohl die doppelte Entfremdung, die Abwesenheit beim Erwachsenwerden und all die Dramen, die er und Grant allein durchmachen mussten und dazu die Gehirnwäsche, die Ari I begonnen und Nr. II vollendet hat, um ihn von Jordan zu entwöhnen und ihm die kritischeren Jordan-Eigenschaften auszutreiben.

    Das möchte ich so unterschreiben. Jordan finde ich jetzt nicht mehr gerade sympathisch. Aber seine Haltung an sich ist sicher aus unserer Perspektive näher. Streiten kann er super. Das macht echt Spaß zu lesen. Alle Abendessen waren toll, insbesondere das mit Ari. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich häufig nicht mitkommen, was zwischen den Zeilen gemeint ist und was die Charaktere verstehen. Aber es wird ja zum Glück erklärt.

    Mich hat das Buch echt in ein Dilemma gestürzt, ich liebe Cherryh, ich bete sie an! Aber hier war ich zeitweise echt verärgert, weil ich das Gefühl hatte, dass sie Jordan hier nicht wirklich fair präsentiert. Wir sind nie in seinem Kopf - waren wir das in "Cyteen"? Ich glaube schon - sondern nur in dem der Leute, denen er massiv auf die Nerven geht. Und, das hat mich am meisten gestört, daher war auch auf einmal alles weg, was sein Verhältnis zu Justin oder Grant (zu dem er hier gar keines mehr hat, in "Cyteen" war er noch sein Ziehsohn) irgendwie positiv gemacht hat. Geopfert hat er sich ja letzten Endes für Justin (und somit Grant) und für Paul.


    Natürlich ist das komplett irre, Cherryh hat ihn ja geschaffen und so geschaffen, dass ich ihn, Nervensäge, Unsympath oder nicht, echt gern habe. Und das kann sie wie nicht viele, Charaktere erschaffen, die ich so ins Herz geschlossen habe. Da schließt sich also irgendwo ein Kreis.

    Jedenfalls, jetzt beim zweiten Durchgang war ich, was das betrifft, etwas gelassener. Trotzdem vermisse ich seine Perspektive.

    Es ist vielleicht auch deshalb zielstrebiger, weil wir hier nur ein paar Wochen, Monate verbringen und nicht wie in "Cyteen" fast 20 Jahre und es ist weniger verästelt, an Perspektiven haben wir nur noch Ari II, Justin, Yanni und Florian, oder habe ich jemanden übersehen?


    Grundsätzlich kann ich Justin schon verstehen, er will keinen Ärger, sondern nur sich und Grant schützen - und Jordan, auch wenn der es aus seiner Sicht nicht verdient hat -, hat Ari II gern und vertraut ihr. Ich hätte mir nur gewünscht, dass er ein bisschen mehr Widerstand leistet gegen ihre Vereinnahmung, ihr ein paar Grenzen aufzeigt, er lässt sich hier im Prinzip genauso wie ihr Azi-Personal behandeln. Bei den beiden, ihm und Grant, verschwimmt das ein bisschen, denn Grant ist ein ungewöhnlich selbstsicherer Azi. Hier müssen wir uns wohl erinnern, dass Grant Aris I Werk und "Geschenk" an Jordan/Justin war, eine Art Spezial-Azi. Von daher ist Grant jemand, bei dem ich sofort glaube, dass er Justin längst um seiner selbst willen liebt und nicht wegen der Programmierung.


    Klar, die andere Seite des früheren Konflikts, Alliance, hat natürlich auch ihre Schattenseiten. Und ich stehe ja sowieso meistens auf die unfreundlicheren Zeitgenossen bei ihr, aber, ja, diese ganze Azi-Geschichte stellt mir wirklich immer noch die Haare auf. ZB als Ari mal Stress abbauen muss und Florian ruft und ihn fragt, ob es ihm was ausmacht, wenn sie ihn für Sex ruft und er sagt nein. Ja klar, was soll, was KANN er sonst sagen? Natürlich macht es ihm nichts aus, das ist in ihm ja nicht vorgesehen. Andererseits wissen wir, sie liebt ihn und Catlin mehr als jeden anderen Menschen und braucht die beiden.


    Und das macht es aber auch so gut, diese Welt, diese Bücher. Man kann weder Hirn noch Gewissen noch Gefühle abdrehen und alles dreht sich ein bisschen. Echte Ausnahmebücher, "Cyteen" logischerweise noch viel mehr, "Regenesis" ist mehr der sehr lange Epilog.