Beiträge von Grisel

    Ich hatte Urlaub und mehr gelesen als seit vielen Jahren!


    Mechtild Borrmann; Grenzgänger; 2

    C.S. Pacat; Captive Prince; 3; englisch; ebook

    C.S. Pacat; Prince's gambit; 2; englisch; ebook

    C.S. Pacat; Kings rising; 2; englisch; ebook

    Elizabeth Chadwick; Die irische Prinzessin; 2,5

    Emily Skrutskie; Bonds of brass; 2; englisch

    Kari Maund; Princess Nest of Wales; 3; englisch

    Sharon Kay Penman; The sunne in splendour; 1,5; englisch

    Michelle Obama; Becoming; 2; englisch

    Kent Anderson; Green sun; 2,5; englisch

    Frank Herbert; God emperor of Dune; 2; englisch; Reread

    Gail Z. Martin; Dark Lady's chosen; 2; englisch

    Tristram Hunt; The English civil war at first hand; 3; englisch

    Madeline Miller; Circe; 2; englisch


    Ich habe die hübsche gelbe UK-Paperback-Ausgabe gelesen. Bislang ist mir nichts von einer Übersetzung bekannt, ein Drama bei allen Penmans!


    Inhalt:

    Die Geschichte des Königreichs Jerusalems in etwa von der Thronbesteigung Amaurys I bis zur Katastrophe von Hattin. Die zentrale Figur ist hier Balian d'Ibelin, aber wie bei Penman üblich begleiten wir eine ganze Menge an Personen, vom christlichen Adel Outremers bis zu Saladin und seiner Familie.


    Meinung:

    Mir liegt das Buch gerade nicht vor, also kann ich nicht mehr bei allen Leuten sagen, in welcher Version ihr Name hier präsentiert wird. Apropos. Vorwissen schadet hier absolut nicht, aber es gibt auch ein sehr schönes und ausführliches Personenregister und mit ein bisschen Konzentration und gutem Willen - und notfalls Google griffbereit - klappt es sicher.


    Penman hat mir genau das Buch geschrieben, das ich mir von ihr gewünscht habe, eine wie mir scheint faire, historisch sehr genaue Darstellung der Geschichte Outremers von 1163 bis 1187. Sie hat es geschafft, einen meiner Ansicht nach sehr objektiven Blick auf die Ereignisse und Personen zu richten, seien es die zerstrittenen Parteien am Königshof oder die Konflikte zwischen Christen und Muslimen. Mir ist schon klar, es ist ein haariges Thema, aber ich vertrete die Ansicht, dass man Personen und Ereignisse in historischen Romanen nicht aus ihrem Rahmen reißen und beurteilen sollte, sondern nach ihren eigenen Maßstäben. Und, keine Sorge, für's Gemüt haben wir den braven Balian d'Ibelin, der aber, wie mir scheint, tatsächlich relativ gut getroffen ist und sein Gegenstück Al-Adil, Saladins Bruder. Aber mich hat eben erfreut, dass es hier keine Bösen im üblichen Sinne gab, jeder hat Grund und Motiv für seine Taten, zB die intrigante Königsmutter Agnes de Courtenay, bei der man tatsächlich versteht, warum sie so handelt, ebenso jemand reichlich umstrittener wie Reynald de Chatillon. Gut für Penman!


    Das Buch liest sich vielleicht ein bisschen trocken, wenn man neu in dem Thema ist, da es sehr politisch ist. Die Intrigen um die Thronfolge in Jerusalem werden meist nur unterbrochen von Kämpfen und Schlachten. Muss man mögen, sowas, aber Penman hat es vortrefflich geschafft, dies alles romanhaft umzusetzen. Die Geschichte schreibt die besten Geschichten, denn die haarsträubenden Probleme bei der Suche nach einem geeigneten Ehemann für Balduins Schwester Sybilla hätte man sich so kaum ausdenken können, ebenso das Drama um den so vielversprechenden jungen König selbst.

    Am vielleicht besten ist ihr hier das Porträt des tragischen jungen Königs Balduin IV gelungen, der sich jung damit abfinden muss, dass seine Lebenszeit wegen der tückischen Krankheit, Lepra, kurz bemessen ist und in einem Leidensweg enden wird. Balduin bricht einem das Herz.


    Das hier ist ein erstklassiger historischer Roman und wird, wie schon bei Penmans Plantagenet-Romanen, von nun an für mich das Maß aller Dinge bei Romanen über diesen Abschnitt sein. Danke Penman, Du wirst schmerzlich vermisst werden unten den AutorInnen großartiger Mittelalter-Romane.

    Alle? :wow
    Hast Du „The Land beyond the Sea“ auch gelesen?

    Ja, denn leider sind es ja doch nicht so viele. Die walisischen habe ich vor vielen Jahren gelesen, voriges Jahr haben mir ihre Plantagenets den Lockdown versüßt, "Justin de Quincy" habe ich dann auch abgeschlossen und "Land beyond the sea" habe ich nach Erscheinen gelesen. Ja, und jetzt eben mit "Sunne in splendour" das allerletzte. War sehr traurig, weil sie ja kurz nach "Land beyond the sea" verstorben ist. :(


    "Land beyond the sea" war, wie zu erwarten, großartig! Es war vielleicht ein bisschen trockener als andere von ihr, weil es extrem politisch war, all diese Verwicklungen am Hof von Outremer und gefühlt heißen alle Männer Variationen von Balduin - wenn sie nicht Balian oder Rainald heißen. ^^

    Aber ich fand es toll, mein Thema und dort hat sie es, wie so oft tatsächlich - wenn auch nicht immer :evil: - wunderschön geschafft, ausgeglichen zu sein, zwischen den Fraktionen und zwischen Christen vs. Saladin. Ja klar, Balian d'Ibelin liebt sie auch, aber sie hat bei ihm nicht so übertrieben wie bei ihren Richards.


    Ich bin auf dem Sprung, nur zu einem Kurzbesuch daheim, wenn ich wieder da bin, kann ich mich ja, wenn Du magst, an einer Rezension versuchen.

    So, wenn ich schon mal hier bin ...

    Das Buch steht bei mir seit Ewigkeiten ungelesen herum, weil mir Maude vs. Stephen als Romanhintergrund leicht zum Halse heraushängt. Zu oft gelesen. Gib mir noch ein paar Jahre.

    Letzten Endes hat es 10 weitere Jahre gedauert, voriges Jahr habe ich es dann endlich gelesen. Da ich gerade "Sunne in splendour" gelesen habe, habe ich mal das Forum nach Penman abgesucht und bin, etwas verspätet, hier gelandet.

    Also, mir hat "When Christ and his saints slept" extrem gut gefallen. Ja, manchmal war es, wie bei Büchern dieser Art üblich, ein bisschen frustrierend, wenn wir gar so heftig durch die Jahre gehüpft sind, aber das ist Jammern auf allerhöchstem Niveau.


    Was mich an diesem Buch vor allem begeistert hat, war dass Penman das Kunststück gelungen ist, dass ich erstmals beide Seiten verstanden und mit ihnen sympathisieren konnte. So "ausgeglichen" ist Penman nicht in jedem Buch (bei ihren Richards, I und III, scheint sie sich mit Objektivität etwas schwer zu tun!), aber hier war sie vortrefflich. Ich bin nämlich voll und ganz "Team Maude Empress/Anjou-Plantagenet", aber dennoch habe ich hier auch mit Stephen und seiner Frau Mathilda gefühlt und war von beiden Mathilden schwer beeindruckt. Queen power und das aber sowas von historisch!


    Was wundervoll war, ich hatte ja o.a. Bedenken gegen "noch ein Buch" über dieses Thema. Aber durch "Christ and his saints" bin ich da wieder voll hineingekippt und habe dann letzten Endes die ganze Reihe verschlungen und mich re-verliebt in Sharon Kay Penman und (erstklassige!) historische Romane aus dem Mittelalter.

    *pust*


    So, nun habe ich das Buch auch gelesen. Wenn ich nichts übersehen habe, war das nun meine letzte Penman. ||

    Penman ist ein sicherer Tipp und war sicher eine der besten unter den zeitgenössischen AutorInnen historischer Romane, und doch muss ich sagen, dass das hier nicht einer meiner Favoriten war. Das liegt an zwei Faktoren. Am ersten ist Penman komplett unschuldig, denn ich hasse es, über die Rosenkriege zu lesen. Warum habe ich hier wieder sehr schnell und (un-)schön erkannt. "Googeln wir doch mal, was aus dem wurde." Hingerichtet. "Oh, tragisch. Und aus ihm?" Hingerichtet! "Und aus ihr?" Ehemann/Söhne hingerichtet. Mann!

    Irgendwann freue ich mich dann geradezu, wenn einer "nur" in der Schlacht gefallen ist!

    Das macht mich beim Lesen einfach fertig. Ich habe auch fasziniert festgestellt, dass ich hier doch mehr Hunde im Rennen hatte, als ich dachte. Literarische Frühprägung, Gablé hat mich offenbar zur Lancastrianerin gemacht, das war mir so nicht klar!


    Der zweite Faktor, was hatte es nur an sich mit Penman und ihren Richards, I und nun III? Auch in den späteren Plantagenet-Romanen, als es in erster Linie um Löwenherz ging, hat sie auf einmal die hübsche Objektivität aus dem Fenster geworfen und hier war es nicht anders, extremer sogar, was sich wohl daraus erklärt, dass das hier ihr erster Roman war.

    Mir ist schon klar, sie hat Richard III geliebt und er wird hier auch als hochinteressanter und sympathischer Mann präsentiert, aber für meinen Geschmack schießt sie hier weit über das Ziel hinaus dabei, ihn von praktisch allen Vorwürfen freizusprechen. Irgendwann habe ich ihn im Kopf nur noch "babe in the woods" genannt. Versteht mich nicht falsch, ich mochte ihren Richard hier durchaus, aber so ein paar Ecken und Kanten außer "er ist zu vertrauensselig" hätte sie ihm schon lassen können, ohne ihn gleich zum Neffenmörder und Tyrannen zu machen.

    Geholfen hat auch nicht, dass ich hier lauter komplett "falsche" Sympathien entwickelt habe, die Somersets, Marguerite d'Anjou (!), Anthony Woodville (!!!), ... Aber gut, das spricht nun auch wieder für Penman, dass sie es geschafft hat, praktisch alle ihre Figuren, von denen wir oft gar nicht viel sehen (siehe oben, Hinrichtung als Todesart Nr. 1 unter dem Adel) doch sehr rund und menschlich zu gestalten. Das war definitiv eine ihrer Stärken.


    Aber gut, das sind eben meine ganz persönlichen Probleme, abgesehen davon hat Penman hier ein sehr spannendes und sich komplett von selbst lesendes Panorama der Rosenkriege geschaffen und ihrem Richard III ein Denkmal gesetzt. Ob er es verdient hat, das weiß wohl nur er!

    Die Folgen von Krankenstand und vielen dünnen Büchern:


    Robert Sheckley; Planet der Verbrecher; 2,5

    Conn Iggulden; Dunstan; 1; englisch; Monatshighlight

    William Hussey; The outrage; 2,5; englisch

    Gail Z. Martin; Dark Haven; 2,5; englisch

    Peter Mayer-Tasch; König Enzio von Sardinien; 3

    Ellis Peters; Saint Peter's fair; 2; englisch; Reread

    Ellis Peters; The leper of Saint Giles; 2; englisch; Reread

    Ellis Peters; The virgin in the ice; 1,5; englisch; Reread

    Adam Silvera; More happy than not; 3; englisch

    Jan Ove Ekeberg; Kriegerblut; 3

    Ellis Peters; Zuflucht im Kloster; 2; Reread

    Ellis Peters; Des Teufels Novize; 1,5; Reread

    Ellis Peters; Bruder Cadfael und das Lösegeld für einen Toten; 2,5; Reread

    Ellis Peters; Bruder Cadfael und ein Leichnam zuviel; 1,5; Reread

    Sabine Ebert; Herz aus Stein; 2,5

    Becky Albertalli; Kate in waiting; 2,5; englisch

    Louis L'Amour; The Sackett brand; 2; ebook; englisch

    Harlan Coben; The innocent; 2; englisch

    Ellis Peters; Das Mönchskraut, 2; Reread

    Jonathan Coe; Middle England; 2; englisch

    Gail Z. Martin; The blood king; 2,5; englisch

    Die ersten paar Sackett-Bände von Louis L'Amour fallen wohl in die Kategorie Pioniere und Entdecker, beginnend mit dem ersten Sackett im 16. Jahrhundert. Leider werden die auf Deutsch kaum noch zu finden sein.


    Sackett's Land - Ein Sackett gibt nicht auf

    To the far blue mountains - Todfeinde

    The warrior's path - Die Sklavenjäger

    Jubal Sackett - Jubal Sackett


    Danach springen wir dann ein paar Generationen/Jahrhunderte und es werden die klassischen Western.

    Graham E. Seel; King John; 2; englisch

    Kristin Hannah; Firefly Lane; 2,5; englisch

    Catherine Hanley; Matilda; 1; englisch

    Hunter Biden; Beautiful things; 2; englisch

    M. Horswell/K. Skottki (Hg.); The making of crusading heroes and villains; 2,5; englisch, e-book

    Ellen Jones; Die Erbin der Krone; 3

    Kevin Cummins; While we were getting high; 2; englisch; Bildband

    Jonathan Coe; The closed circle; 2; englisch

    Bernard Hamilton; The leper king and his heirs; 1; englisch; Monatshighlight

    Ellis Peters; Das Licht auf der Straße nach Woodstock; 2; Reread

    Ellis Peters; Im Namen der Heiligen; 2; Reread

    C.J. Cherryh; Defender; 1,5; englisch; Reread; Mini-Leserunde

    Jan Foxall; The stain of treason; 2; englisch

    C.J. Cherryh; Explorer, 1,5; englisch; Reread; Mini-Leserunde

    Louis L'Amour; Sackett; 3; englisch; ebook

    Louis L'Amour; Mojave Crossing; 2,5; englisch; ebook

    Sharon Kay Penman; The land beyond the sea; 1; englisch; Monatshighlight

    Harlan Coben; Win; 2; englisch

    Jan Foxall; The wrath of the gods; 1,5; englisch

    Spotify hatte ich mal ausprobiert, ohne Premium hat es einfach nur genervt...:lache

    So haben sie mich gekriegt bei Spotify, mit der mörderisch nervigen Werbung. Am allerschlimmsten fand ich die Eigenwerbung, ich habe die Stimme von der Frau schon so gehasst!

    Ich bin ein altmodisches Mädchen und kaufe und höre immer noch CDs. Liegt nicht nur am Wunsch, das Ding tatsächlich zu besitzen, man weiß ja, dass die Künstler an Streams praktisch nichts verdienen. Klar streame ich auch, manches wird ja gar nicht mehr gepresst, aber da greife ich bei jungen Künstlern oder echten Indies auch gern zum Kauf-Download (Amazon, mit Bandcamp bin ich noch nicht so vertraut). Spotify ist eher zum Erkunden und aus Bequemlichkeit, bei Sachen, die ich ohnehin besitze. Aber wenn ich was finde, was mir wirklich gut gefällt, dann kaufe ich.

    Ich mache das seit vielen Jahren und möchte das echt nicht mehr missen, dass ich mir jeden Morgen eine meiner CDs schnappe und die dann bei den morgendlichen Tätigkeiten höre. Und wenn ich nicht fertig werde, weil ich zu schnell bin, höre ich sie dann abends fertig oder setze am Tag darauf fort. Irgendwie höre ich so, wegen der Morgenroutine, am aufmerksamsten.


    Für unterwegs, Urlaub vor allem oder Fitnesscenter, habe ich immer noch meinen MP3-Player.

    "Defender" ist halt das klassische Zwischenbuch, obwohl ich es gerade erst gelesen habe, könnte ich jetzt auch nicht mehr so wirklich sagen, was da alles passiert ist. :D Die "großen" Ereignisse waren halt der Tod von Ramirez und dass Bren gekränkt ist, weil Ramirez und Tabini heimlich über Jolanda statt über ihn verhandelt haben und dazu die Bombe, dass "Reunion" durchaus nicht unbewohnt zurückgelassen wurde. Oh, und Jase ist immer noch Captain! Und wir lernen Cajeiri kennen. Ich liebe Cajeiri. Und Sabin vs. Ilisidi ist exquisit! Wo hat man das schon, dass zwei der wichtigsten Figuren zwei formidable, stahlharte ältere Damen sind.

    Und es hat sich komplett von selbst gelesen.


    So wie ich das verstanden habe, reisen sie jetzt dorthin, weil sie keine andere Wahl haben. Ramirez hat es der Mannschaft versprochen, die dort noch teilweise verloren geglaubte Verwandte haben und sie wollen sicherstellen, dass die feindlichen Aliens, die die Station beschädigt haben, idealerweise nie in ihrem System auftauchen, also die Spuren auf "Reunion" vernichtet werden müssen.


    Viel Spaß mit "Explorer"!

    Ich glaube, dann wirst Du von "Defender" nicht enttäuscht sein.


    Und ja, Jase' steilen Karrieresprung habe ich auch nicht kommen sehen, eben genauso wenig, wie er selbst! Für die Atevi ist das natürlich eine gute Sache, jemand in der Führungsriege zu haben, der sie kennt und versteht, aber es ist auch klar, dass Jase wenig begeistert ist. Aber offenbar kommt da aus der Crew kein Widerspruch, weil Jase und Jolanda durch ihre mystische Abstammung von den "Helden" einen speziellen Status haben. Nur dass Jase halt so gar keine Ahnung vom captaining hat, weil er darauf nicht vorbereitet wurde.


    Jase hat hier zwar hauptsächlich durch Abwesenheit geglänzt, aber das fand ich eben so spannend, weil man überhaupt nicht weiß, was passiert ist und dann, bamm, erfahren wir, dass er mitten in eine Meuterei verwickelt ist.


    Dadurch dass uns Cherryh immer nur das verrät, was Bren erfährt, bleibt vieles unklar. Tatsächlich erfahren wir in "Defender" noch etwas mehr über diese Hintergründe. Und die Sache wird, natürlich, noch komplizierter. :D


    Was ich nicht ganz kapiert habe, war Kaplans Rolle in all dem. Jase erwähnt dann ja am Ende, dass Kaplan Ramirez auch eine Weile beschützt hat und einer von Kaplans Freunden leugnet zwar, Jase vorher gekannt zu haben, aber irgendwie würde es Sinn ergeben, dass da schon zumindest eine Bekanntschaft war, auch wenn man die weiteren Entwicklungen zwischen Jase und Kaplan und seinen Freunden bedenkt. Das siehst Du dann früh im nächsten Band.


    Ich fand das am Ende sehr schön, wie die Crew auf Ilisidi reagiert, voller Ehrfurcht und dass dieses Prinzip, dass die Alten Frauen, die Großmütter, eine ganz spezielle Stellung haben, kulturübergreifend ist.


    Und was Bren und seine Security betrifft, das ist für mich immer eine ganz besondere Freude, ihnen dabei zuzulesen. Die sind weit gekommen, wenn man die etwas misstrauischen Anfänge bedenkt.

    So ein Käse! :D


    Ist witzig, ich hätte schwören können, dass wir das schon in Buch 3 erfahren haben, dass Banichi Jagos Vater ist. Aber sein Erstaunen ist super und eigentlich macht es die Situation noch peinlicher. Aber ja, es zeigt auch, wie unterschiedlich die Atevi sind, ein menschlicher Vater hätte mit dem schlampigen Verhältnis seiner Tochter mit dem Boss vielleicht ein Problem, Banichi findet es witzig. Wobei er das ja auch "missbraucht", weil Bren dann ja merkt, dass Jago zu ihm gekommen ist, um ihn abzulenken, damit er nicht merkt, dass sich Banichi rausgeschlichen hat. Aber gut, dass das hier kein Drama auslöst.


    Ich kann mich erinnern, damals beim ersten Mal fand ich das unglaublich spannend, eben gerade, dass man nicht weiß, was hier los ist, wo Jase abgeblieben ist. Ich hätte mir ja immer gern ein bis mehrere Bücher aus Jase's Sicht gewünscht, für diese Ereignisse, aber generell, um das Leben auf der Phoenix besser kennen zu lernen, so sehen und erfahren wir konsequent nur das, was Bren sieht. Ist aber auch mal was anderes, jeder andere Autor hätte ab hier spätestens die POV gesplittet. Aber gerade die Ungewissheit macht es eben so spannend und wir können uns besser mit Bren identifizieren.


    Jetzt hat Bren ja mit Sabin und damit einem dritten Captain Kontakt, es wird verzwickter. Hier könnte er so gut mit Käse zusammenarbeiten. Aber aus Guild Perspektive verständlich, dass das unterbunden wird.


    Du gewinnst den Preis für das schönste Autocorrect des Tages, eine Tasse Tee. :D


    Ich konnte heute im Bus schön lesen, auch keine Selbstverständlichkeit. Ich bin nun bei Kapitel 19, S. 302.


    Stimmt, das ist eine gute Szene, als Bren die Krise kriegt, weil er ein bisschen gar viel Verantwortung übernommen hat.


    Die Art, wie er mit dem armen Kaplan umgeht, die fand ich auch gut, zeigt sehr schön beide Seiten Brens, der Paidhi auf buchstäblich weltenentscheidender Mission, der sich nichts gefallen lässt, weil er sich das nicht leisten kann, dass die mit ihm Schlitten fahren. Aber dann sehen wir auch wieder, dass er an sich ein Netter ist, dem klar ist, dass Kaplan gar nicht anders kann, weil er seine Befehle hat und ist deutlich freundlicher zu ihm. Ich markiere für mich, dass Kaplan auch noch ein junger Mann ist, das hatte ich nicht mehr so im Gedächtnis.


    Ja, sehr gemütlich klingt das nicht auf der Station. Und man sieht auch, was für ein extrem eingeschränktes Leben die Mannschaft dort und wohl auch auf dem Schiff führt, kaum Freizeitaktivitäten, kein Luxus, schlechtes Essen, ... Und da finde ich es immer wieder interessant, wie Bren nun nachträglich versteht, warum Jase auf dem Planeten und der komplett anderen Welt am Anfang total ausgefreakt ist, weil es ihm nun zumindest teilweise auch so geht. Nur dass Bren halt nicht allein unter Fremden ist.

    Das gefällt mir generell, dass Cherryh auf sowas achtet, normalerweise ist in SF-Geschichten der Übergang von Schiff zu Planet und umgekehrt immer ganz einfach. Dass das mit der körperlichen Prägung nicht so einfach ist, das kenne ich auch nur von ihr. Bei "The Expanse" spielt es auch noch eine Rolle, da geht es mehr um die Schwerkraft, die man gewöhnt ist.


    Ach ja, das fand ich auch sehr interessant, als Banichi sagt, dass Tabini um seinen Tod ansuchen würde, wenn er Bren allein, unbewacht, losgehen lassen würde. Das war kein Witz. Aber natürlich fällt es Brens Leibwächtern im Traum nicht ein, ihn allein zu lassen.

    Ich bin gestern Abend noch bis S 236 gekommen, also ziemlich genau so weit wie du.

    Fast exakt so weit, ich stehe auf S. 234! :D Mal sehen, ob heute abend noch ein bisschen was geht, ehe ich zu müde werde.


    Ich habe den Part sehr genossen, wo Brens Team sich ans "Einrichten" macht und fand das auch insofern sehr spannend, weil er klar stellt, dass das alles, diese Entourage, mit der er da unterwegs ist, für die Kultur der Atevi unglaublich wichtig ist, selbst wenn es für die Menschen affektiert wirkt.


    Auch das Gespräch mit den zwei Captains fand ich sehr interessant und zunächst sieht ja alles fantastisch aus, bis Bren jetzt auf einmal das Gefühl hat, kalt gestellt zu sein. Und so langsam macht ihn das ja auch nervös, dass Jase für ihn unerreichbar ist ...


    Aber dann sind da wieder so Szenen, für die ich Cherryh auch liebe, als sich Bren über die unangenehme Stimme des Mann an der Kommunikation ärgert und sich denkt, natürlich arbeitet so einer an den Comms. ^^


    Und weil das Leben auf dem Planeten auch weitergeht, wieder die unangehme Erinnerung, wie schwierig Brens Stellung für seine Familie ist, da nun auch sein Bruder die Schnauze voll hat, weil seine Ehe darunter leidet.