Beiträge von Grisel

    Mikey Walsh; Gypsy boy on the run; 1; englisch; Monatshighlight

    C.J. Cherryh; Inheritor; 1; englisch; Reread; Minileserunde

    Geraint Jones; Legion; 2,5; englisch

    Harlan Coben; The stranger; 2; englisch

    Patrick O'Brian; Desolation Island; 2; englisch; Reread

    Günther Bentele; Dunkle Zeichen; 4

    Willy Cohn; Die Geschichte der sizilischen Flotte unter der Regierung Konrads IV. und Manfreds (1250-1266); 2

    Carol Berg; Song of the beast; 2,5; englisch

    Harlan Coben; No second chance; 1,5; englisch


    Man merkt, dass ich zwangsweise etwas mehr Zeit zum Lesen hatte!

    Hauptsache, es hat Dir gefallen und hoffen wir, dass die Welt irgendwann wieder freundlicher aussieht! :flowers


    Zum Thema Happy End, ich fand das auch sehr schön, als dann nach und nach die letzten Geheimnisse herauskamen, dass es nun vielleicht doch noch was werden kann mit einer echten Freundschaft zwischen Bren und Jase, dass man nun versteht, warum Jase sich nie ganz geöffnet hat, bis er nun musste.


    Außerdem, was sich ja schon seit einiger Zeit angedeutet hat, Bren und Jago! "Das müssen wir üben." :D

    Ja, definitiv, man könnte sagen, Bren wächst buchstäblich an seinen Aufgaben und wie er sie bewältigt. Vom zwar nicht unwichtigen, aber doch eigentlich nur vermittelnden Beamten wird er langsam zu einem Lord, zum wichtigsten Menschen auf dem Planeten, und das verschiebt auch einiges am Verhältnis "seiner" Atevi zu ihm.

    Und ja, sie passen sich ihm auch ein bisschen an und sind lockerer. War das schon, als er "Banichi, my salad" zu ihm sagt und der grinst, statt verstört zu sein?

    Vielen Dank! :thumbup:

    Witzig, ich habe der Auswertung ein bisschen meinen Stempel aufgedrückt, wie ich sehe. Ich war verantwortlich für 11/14 von Harlan Coben und meine Rereads von C.J. Cherryh und Susan R. Matthews schlugen sich in den "meiste Titel von einem/einer" nieder. ^^

    Ich hoffe, der Tee ist sicher! :D

    Bren stellt ja irgendwann fest, dass er selber und alle anderen Paidhi-Kandidaten auf Mospheira sehr genau ausgesiebt und gescreent wurden und dass Jase mit seiner Art und seinem Temperament eigentlich nie eine Chance gehabt hätte, aber es ist halt eine Ausnahmesituation. Und natürlich ist Jase' Situation noch zusätzlich erschwert, dass er nicht mal sicher weiß, ob er je wieder auf das Schiff, zu seiner Welt, seiner Kultur, seiner Mutter, zurück kann.

    Interessant fand ich aber auch Brens Beobachtungen, dass es ihn selber ein bisschen enttäuscht, dass Jase so anders ist, als er erwartet hatte und dass es nicht der Beginn der wunderbaren Freundschaft ist, den er erwartet hatte. Aber das mag ich eben auch an Cherryh, dass sich Dinge nicht unbedingt so einfach entwickeln, weil es nun mal alles kompliziert ist und sich auch untersucht, was das mit der Psyche eines Menschen macht. Für Bren war es das Ziel seines Lebens, Paidhi zu werden, Jase wurde buchstäblich ins kalte Wasser geworfen. Dafür hält er sich ja eh nicht schlecht, von gelegentlichen Regenwolken abgesehen.

    Ich glaube, deswegen habe ich es da anfangs immer so eilig, weil ich es nicht erwarten kann, Jase endlich "richtig" zu treffen. Ich bin sehr gespannt, was Du zu ihm sagen wirst! Aber so ein bisschen kommt das anfangs ja schon raus, als Bren noch unterwegs ist und, wie Du sagst, wieder an Gefühlsdingen kaut, dass das auch nicht alles so einfach ist.

    Und ich habe, gemeinsam mit Bren, Banichi und Jago anfangs schwer vermisst, obwohl es auch sehr nett ist, mal mehr von Tano und Algini zu sehen.

    Armer Jase und arme Yolanda, das war schon ein Ankommen, mitten in einem bewaffneten Konflikt und dann noch im Wasser! Aber ein hübsches Ende. Hast Du Jase nun schon ein bisschen kennengelernt? Den Anfang von "Inheritor" fand ich ein bisschen anstrengend, bis wir - also Bren - dann endlich in Sheijan sind und Jase treffen.

    Wobei es auch nicht uninteressant war, Geigi besser kennen zu lernen.


    Übrigens, zu der Frage kürzlich, warum es mal Vorname-, mal Nachname-Paidhi ist, da kam in "Inheritor" tatsächlich was. Die Atevi haben kein Konzept von Vor- und Nachnamen der Menschen, von daher nehmen sie stets den Namen, der für sie am besten fließt, sprachlich.

    Das liebe ich ja so an ihr, man denkt sich nichts Böses und auf einmal ist wieder alles anders. Das war die Szene, wo Banichi hofft, Bren hätte nicht geschossen, weil er wüsste, dass er das ist und nicht, weil er gezögert hat? Das finde ich auch immer so schön, wie das langsam zum gefährlichen Running Gag wird, dass Bren nicht ganz so einfach so beschützen ist.


    Das Gespräch mit Ilisidi und Brens Schock fand ich insofern interessant, als ihm da klar wird, wie leicht man seine guten Absichten missdeuten kann, wenn man ihm und Tabini misstraut. Überhaupt diese ganze Geschichte mit dem FTL und wie es die Grundfesten des Atevi-Glaubens erschüttert hat sich mir auch diesmal nicht so ganz erschlossen. Wobei es insofern Sinn ergibt, wenn Mathematik das Fundament ist und dann wird das alles erweitert und in Frage gestellt.

    Eine Pause danach habe ich definitiv auch vor. Danke das du mit Inheritor gewartet hast :)

    Ich hatte ja schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mit "Invader" so schnell durch war, dass ich mich kaum getraut habe, es zuzugeben. Das ist irgendwie so geflutscht! Mal sehen, wie es mit "Inheritor" läuft. Je nachdem, ob ich KollegInnen unterwegs treffe und/oder ob die Öffis spinnen, komme ich oft zu erstaunlich viel beim Weg zu und von der Arbeit.

    Wie sieht es bei dir denn mit Inheritor aus? Mit Invader bist du ja sicherlich fertig? Invader werde ich sicherlich diese Woche beenden, gerne fange ich Inheritor dann noch an. Am 13.3 startet eine Neil Gaiman Leserunde, da würde ich dann eine Pause einlegen.

    Gut sieht es damit aus! Nach "Invader" musste ich mich mit brutaler Gewalt von dem Buch fernhalten, aber nachdem ich das hier nun gelesen habe, gibt es kein Halten mehr. :)

    Pause danach macht auf jeden Fall Sinn, weil es ja die erste Sub-Trilogie abschließt.

    Bren hat natürlich etwas ziemlich egoistisches, wenn man so will, er hat natürlich ein schlechtes Gewissen, weil seine Familie und Barb leiden müssen wegen ihm, aber er lebt nun mal nicht dort. Andersrum ist seine Funktion eine immens wichtige und er bringt diese Opfer, um den Vertrag stabil zu halten. Das sieht man auf Mospheira halt nicht ganz so. Und Bren weiß auch, dass er ein räudiger "boyfriend" für Barb war. Es ist halt die Frage, warum sich Cherryh entschlossen hat, dann den Ball eigentlich zu Barb zurück zu spielen, statt sie einfach aus der Handlung verschwinden zu lassen. Oder das ist, um eine etwas unfreundlichere Sicht auf Bren zu lassen?


    Ist nun natürlich die Frage, ist Bren so gut darin, sich mit den Atevi zu identifizieren, weil er immer schon ein bisschen anders war, nicht wahnsinnig gut in zwischen-menschlichen Beziehungen oder wird er dazu, weil er schon zu lange unter ihnen lebt? Ich glaube, ersteres, aber ich denke, darüber grübelt er selber noch.


    Wenn ich mich recht erinnere, erfahren wir, dass Tabini Brens Nachfolger Wilson fortgeschickt hat, weil er mit ihm nicht arbeiten konnte oder wollte. Aber ja, wenn es nur Deana Hanks gegeben hätte, hätte er wohl mit ihr vorlieb nehmen müssen. Ob das gutgegangen wäre, da ihre politische Haltung gegen engere Zusammenarbeit mit den Atevi ist ... Aber gut, ja, hängt immer von der Perspektive ab, denn Bren geht hier ja nach Ansicht der meisten Menschen zu weit, wird zum Verräter.

    Vielleicht dient es auch einfach nur dazu, Brens Entfremdung von Mospheira voranzutreiben und der/die Gegen-Paidhi musste negativ sein, wobei ich finde, dass sie da ein wenig übers Ziel hinausschießt, denn Deana Hanks ist sichtlich komplett ungeeignet für jede Art von diplomatischer Stelle, schon gar eine so heikle. Aber es gibt halt sonst niemanden, der einigermaßen flüssig ist in Ragi und sie hat sich das wohl angetan, weil es eine wichtige Machtstellung ist, die sie haben will.

    Bren ist ja ein Sonderfall, weil er gelernt hat, in Ragi zu denken und sich den Atevi mehr anzunähern, als jeder andere vor ihm. Ob das zum Vor- oder Nachteil Mospheiras ist, ist wohl Ansichtssache.


    Ich habe über das mit den Namen bislang auch noch nie nachgedacht, fällt mir nur auf. Ah, wenn Du von Yolanda schon gehört hast, dann auch von Jason Graham. Also muss ich weniger vage sein, denn der ist dann später auch Jase-Paidhi. Bei Yolanda weiß ich es nicht mehr, aber vermutlich auch der Vorname. Aber, wir behalten das im Hinterkopf.

    Ja, für zwischendurch sind Cherryhs normalerweise nicht geeignet, aber oft geht es halt nicht anders. Solange man dran bleibt und Freude daran hat ...

    Bren ist halt der geborene Diplomat, sogar Hanks gegenüber. Wobei er natürlich auch Verantwortung ihr gegenüber hat, nicht zuletzt um Tabini davon abzuhalten, ihren Mord zu beantragen. Das übrigens finde ich auch stets faszinierend, dieses etwas martialische Rechtssystem der Atevi, legitimisierte Morde. Immerhin, wie Bren hier feststellt, als gewünschtes Opfer von jemandem, der abgeblitzt ist, kann es auch Vorteile haben!


    Die Unterhaltungen mit Deana sind zwar sehr unterhaltsam, ganz zu schweigen vom "schwangeren Kalender" :D - aber es hat mich immer ein bisschen gegrämt, dass gerade Cherryh, die hier eine Jago, eine Ilisidi, auch eine Saidin, ... (und all die faszinierenden Damen in den anderen Serien) erschaffen hat, sich in dieser Serie zumindest anfangs etwas schwer tut mit sympathischen Menschen-Frauen. Das dauert einige Bücher, bis wir andere treffen, als Brens Ex, die nicht weiß was sie will (wobei er auch keinen Zweifel lässt, dass er ihr gegenüber nicht immer fair war) und die höchst volatile Hanks.


    Da finde ich es übrigens interessant, dass Bren "Bren-Paidhi" ist und sie "Hanks-Paidhi". Ob das an der Person oder am Namen liegt?


    Und ich finde es auch hübsch, dass auch solche Details angesprochen werden, dass Bren Personal und Budget braucht und dann ein schlechtes Gewissen hat, dass er Tano für diese Aufgaben missbraucht, auch wenn es dem nichts ausmacht. Für uns hat es den Vorteil, dass wir Tano so auch ein bisschen besser kennenlernen.

    Ich muss gestehen, ich weiß es gar nicht. Das alles wird politisch noch sehr viel verwickelter.


    Ich mag Tabini bzw. wäre mir gar nicht eingefallen, ihn nicht zu mögen. Aber macht es spannend, wenn Du ihn anders siehst. Aber Bren kämpft ja nicht nur um die Einhaltung des Vertrages, der für die Menschen so wichtig ist, für ihr Überleben, buchstäblich, sondern auch um Tabinis Stellung gegen gefährliche Intrigen (inkl. oder exklusive Ilisidi, was ja auch nicht so klar herauskommt), weil er derjenige ist, der den Bestand des Vertrages garantiert, wenn er fällt, könnte das hässlich werden für Mospheira. Nicht, dass das denen dort so klar zu sein scheint, da manche dort auch ein gefährliches Spiel spielen, mit dem Schiff. Womit sie Bren eigentlich kaum eine andere Wahl lassen, als schwierige Entscheidungen zu treffen, um das Gleichgewicht zu wahren.

    Ja, das trifft es gut, eine sehr lange Einleitung, in der wir in die Geschichte, Atevi und nicht zuletzt Brens Person eingeführt werden. Und Brens Verwirrung hier wird immer noch wunderschön von meinem Immernochlieblingssatz beschrieben:


    "He propositioned Jago, invited Djinana to the moon, and think's Banichi's a dessert." (p. 196)


    Ich würde ja wirklich irrsinnig gern mal die Perspektive von Banichi oder Jago bekommen. Gerade in dem Buch, denn ihr Paidhi verwirrt sie ja auch schwer. Oder um herauszufinden, was sie eigentlich tun, während Bren verstört und paranoid auf Malguri ist. Wir erfahren ja später, dass sie auch nicht wirklich eingeweiht waren in Tabinis Pläne. Und da war noch ein interessanter Satz, als Banichi, glaube ich war das, sagt, dass sie sich gegen viele andere durchgesetzt haben, um bei Bren zu sein, ob nun generell, als seine Haupt-Leibwächter oder konkret auf Malguri kam nicht so klar heraus, aber ich denke, ersteres. Sie mögen wohl Herausforderungen!


    Und Bren ist definitiv eine, nicht zuletzt als er während der wilden Flucht Banichi rettet, wo es doch eigentlich umgekehrt sein sollte. Aber er kann halt nicht aus seiner Haut und obwohl er nicht sollte, salatet er seine Atevi halt doch. Wir aber eben auch! Ich mag sie alle sehr gern, inkl. Tano, Algini, Ilisidi, Cenedi, Tabini und mindestens einem, den wir später treffen werden. Meine Lieblingsfigur in der Serie ist aber Banichi.


    Was mir hier noch aufgefallen ist, zum Thema Security, das mag Cherryh offenbar auch, grundsätzlich die Idee von Leibwächtern, die ein enges Verhältnis zu ihrem Schützling entwickeln - hier halt auf Atevi-Art - , aber auch das in Paaren arbeiten, die sich in ihren Persönlichkeiten ergänzen, siehe zuletzt Florian und Caitlin.

    Wobei ich zu dem Post-Zeitpunkt die Befragung in der Zelle noch nicht gelesen hatte. Mittlerweile ist er bei Ilisidi angekommen und wurde mit dem Schiff im Orbit konfrontiert.


    Ich finde es bewundernswert, dass er Tabini und Banichi so vehement schützt, vor allem da wir Tabini kaum kennen gelernt haben, die beiden aber eine Vorgeschichte haben,die an Freundschaft grenzt wenn man es so sagen kann.


    Es muss eine tolle Ski-Truppe werden mit Cenedi, Tabini und Bren :grin

    Ich fand die Szenen echt toll, auch wenn mir Bren unendlich leidgetan hat, weil es für ihn doch ein Schock war, zu erfahren, dass ihn Tabini Ilisidi und ihren Verbündeten praktisch ausgeliefert hat. Aber ich glaube, deshalb hat er auch so vehement die Sache mit der Pistole geleugnet, weil Tabini seine Loyalität testen wollte und er wollte wohl auch Banichi schützen, der ihm dann ja illegalerweise seine eigene gegeben hat.


    Zum Schifahren werden sie Banichi wohl nicht überreden können, da war in "Invader" eine hübsche Stelle, wo Banichi meinte, jemand, der sich zur Erholung Berghänge hinunterstürzt ... ^^


    Und das gegen Ende ist eine hübsche Bombe, die da platzt, dass die "Phoenix" zurückgekehrt ist und somit das zerbrechliche Gleichgewicht zwischen Menschen und Atevi gefährdet sein könnte. Und Brens inneres, das durch Malguri schon sehr durchgemischt wurde.