Beiträge von Darcy

    Klappentext
    Ist sie eine heimtückische Mörderin, ein Opfer – oder beides?

    Immobilienmogul Martin Cresswell-Smith ist das Beste, was Ellie je passiert ist. Ihr Leben mit ihm in einem australischen Küstenstädtchen scheint wie ein Märchen. Doch hinter verschlossenen Türen spielt sich eine ganz andere Geschichte ab, die mit dem brutalen Mord an Martin endet.

    Ellie ist die Hauptverdächtige. Aber Senior Constable Lozza Bianchi hat Zweifel. Während der Fall eine komplizierte Wendung nach der anderen nimmt, wird die Ermittlerin das Gefühl nicht los, dass sie manipuliert wird. Dass Ellie etwas zu verbergen hat. Dass einige Geheimnisse noch nicht an die Oberfläche gekommen sind.


    Die Autorin
    Loreth Anne White ist eine mehrfach preisgekrönte Autorin, die sowohl Thriller als auch Mystery- und Romantic-Suspense-Romane schreibt. Sie stammt ursprünglich aus Südafrika, lebt jedoch mittlerweile mit ihrer Familie in den Coast Mountains an der Westküste Kanadas. An diesem Ort sagenhafter Abenteuer und Romantik kam sie auf den Gedanken, ihre Karriere bei der Zeitung aufzugeben und sich in die Welt der Romane zu begeben, in eine Welt der gefährlichen Männer und abenteuerlustigen Frauen.

    Wenn sie nicht schreibt, findet man sie beim Schwimmen, Ski- oder Radfahren und beim Wandern oder Joggen mit ihrem schwarzen Labrador. Im Sommer ist sie häufig mit ihrem Mann unterwegs, sucht nach abgelegenen Campingplätzen und den besten Plätzen zum Fliegenfischen.





    Ellie ist ein „poor little rich girl“. Ihr Vater ist einer der reichsten Männer Kanadas und sie ist die Alleinerbin. Aber hier trifft das Sprichwort „Geld allein macht nicht glücklich“ zu. Ellie’s Tochter ertrank im Alter von drei Jahren bei einem Schwimmunfall. Ellie schwamm mit ihr zu weit raus und konnte sie nicht halten. Ihre Ehe zerbrach darüber. Schuld und Trauer haben sie in die Tabletten- und Alkoholsucht getrieben. Mit ihrem Vater versteht sie sich auch nicht, ihm ist sie nur lästig. Ihre Mutter starb als sie noch ein Kind war. Inzwischen hat sie sich wieder etwas im Griff, aber die Pillen und Wein sind nach wie vor ihre besten Freunde. Ziellos treibt sie durchs Leben. Nach einem erneuten Streit mit ihrem Vater und einer weiteren alkohollastigen blamablen Vorstellung ihrerseits nimmt sie nur zu gerne das Angebot einer Freundin an, an einer Hotelbar noch ein paar weitere Drinks zu nehmen. Auf dem Weg zur Toilette stolpert sie einem attraktiven Mann in die Arme. Das ist der Beginn einer sehr schnell sehr intensiv werdenden Beziehung. Als Martin für ein wichtiges Projekt die Finanzgeber verliert, beschließt Ellie, dass das die Gelegenheit ist, auf die sie gewartet hat. Sie gibt ihm das Geld für die Erschließung eines Bauprojekts in Australien und macht ihm auch gleich einen Heiratsantrag. Kurz darauf findet sie sich in Australien wieder, aber nur um festzustellen, das Martin nicht nur liebenswerte Eigenschaften hat. Ganz im Gegenteil.


    Das Buch hat mich von der ersten Seite an in das Geschehen gezogen. Die Story beginnt mit einem Mordprozess. Martin ist ermordet worden und seine Frau wird angeklagt. Dann geht es weiter mit Rückblicken von vor über einem Jahr aus der Sicht von Ellie und der zuständigen Polizistin. Die Geschichte wird von hinten aufgerollt und zwischendurch gibt es Einschübe aus dem Prozess. Das ist recht geschickt gemacht, wie man zum Schluss hin merkt. Denn als Leser wird man ein wenig hinters Licht geführt. Ellie ist ein wenig anstrengend. Sie ist aufgrund ihrer Vergangenheit und ihrer immer noch bestehenden Sucht sehr unsicher, was ihre Erinnerungen angeht. Sie hinterfragt ständig, ob ihre Erinnerungen richtig sind. Das nervt etwas, aber bevor es zu anstrengend wird bekommt die Autorin die Kurve. „In dunklen Tiefen“ ist ein recht flott erzählter Psychothriller mit einigen unerwarteten Wendungen und einem kleinen Twist zum Ende hin. Das war mein erstes Buch der Autorin und es hat mich gut unterhalten, so dass ich gerne weitere Bücher von ihr lesen würde.

    ASIN/ISBN: 2496709501

    Klappentext

    Jeden Morgen freut sich die 25-jährige Molly Gray darauf, in ihre frisch gestärkte Uniform zu schlüpfen: Sie liebt ihren Job als Zimmermädchen im altehrwürdigen Regency Grand Hotel und ist erst zufrieden, wenn sie die eleganten Suiten wieder in einen tadellosen Zustand versetzt hat. Doch als Molly den ebenso berüchtigten wie schwerreichen Mr Black tot in seinem zerwühlten Zimmer vorfindet, bringt das nicht nur ihren Sinn für Sauberkeit gehörig durcheinander.

    Denn Molly ist nicht wie andere, und ihr etwas eigenartiges Verhalten macht sie prompt zur Hauptverdächtigen. Zum Glück hat Molly die Sinnsprüche ihrer Oma, ein Faible für Inspektor Columbo – und echte Freunde im Hotel, die ihr helfen, die Ordnung wieder herzustellen.

    Mit dem Zimmermädchen Molly Gray hat die Autorin Nita Prose für ihren humorvollen cosy Krimi eine Heldin erschaffen, die man einfach lieben muss: empathisch, mit dem Herz am rechten Fleck und vielleicht doch nicht ganz so unbedarft-hilflos, wie man am Anfang glauben mag.



    Die Autorin

    Nita Prose ist Cheflektorin der kanadischen Verlagsdependence Simon&Schuster und betreute schon viele Bestsellerautor*innen. In ihrer Freizeit liebt sie es, in ihrem Garten zu graben, Salsa zu tanzen oder mit ihrem Hund spazieren zu gehen. Sie lebt in Toronto - in einem nur mittelmäßig gut geputztem Haus. "The Maid" ist ihr Debüt.





    Molly arbeitet in einem vornehmen Hotel als Zimmermädchen. Sie ist Mitte Zwanzig und lebte mit ihrer Großmutter bis zu deren Tod vor einigen Monaten in einer bescheidenen Wohnung. Molly trauert sehr um sie, sie standen sich sehr nahe. Und in der Tat ist ihre Gran in ihren Gedanken noch sehr präsent und sie hört ständig ihre Lebensweisheiten in ihrem Kopf. Molly liebt ihre Arbeit. Sie liebt es, jeden Morgen ihre saubere Uniform anzuziehen und sie liebt ihren Putzwagen, der mit Seifen, Handtüchern, Putzzeug und was man sonst so braucht als Zimmermädchen, üppig bestückt ist. Ihr ganzer Stolz ist es, jedes Zimmer immer wieder aufs Neue in einen Zustand der Perfektion zu bringen. Molly braucht diese Rituale, diese Regeln. Sie ist etwas anders als die meisten Menschen. Es wird nie näher drauf eingegangen, aber wahrscheinlich hat sie eine Form von Autismus. Sie kann Mimik nicht richtig deuten und nimmt alles was sie hört wortwörtlich. Früher half ihre Gran ihr immer, ihre menschlichen Interaktionen zu deuten. Aber nun ist sie auf sich alleine gestellt. Zudem hat sie eine eigene, etwas gestelzte und altertümliche Ausdrucksweise. Einmal meint jemand, dass man Molly leicht übersehen kann bis sie denn anfängt zu sprechen. Natürlich ist sie dadurch die Zielscheibe von Gespött. Aber sie hat gelernt, darüber zu stehen.


    Eines Morgens findet sie einen toten Mann in einem der Hotelzimmer. Das ist dann der Beginn einer Cosy Crime Story. Anders als auf dem Buchcover angekündigt, ermittelt Molly aber gar nicht. Vielmehr wird sie selbst sehr rasch zur Verdächtigen und es bedarf der Hilfe ihrer wenigen unerwarteten Freunde, um sie aus dem Schlamassel herauszuziehen.


    Menschen mit Asperger oder Autismus als Hauptfiguren in Büchern sind seit einiger Zeit in Mode. Das muss man mögen oder man lässt besser die Finger davon. Da ich selbst niemanden kenne mit diesem Syndrom kann ich nicht beurteilen, wie authentisch die Figur der Molly ist. Mir kommt sie nicht immer konsequent vor. Es gibt durchaus Abweichungen in ihrem Handeln und es erscheint mir etwas unglaubwürdig, auf wieviel Ablehnung sie stößt und offenbar niemand erkennt, warum sie so ist wie sie ist. Aber da die Geschichte nur aus Mollys Sicht beschrieben wird, können wir aber natürlich auch nicht wissen, was die anderen Figuren denken. Mir ist Molly aber im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen und ich empfand ihre Art zu reden witzig.


    Als Krimi funktioniert dieses Buch nur bedingt. Der Prolog stimmte mich als Leser auf eine viel düstere Geschichte ein als es denn letztendlich der Fall war. Die Story rund um den Mord an einem reichen Hotelbewohner ist simpel und sehr leicht zu durchschauen. Man merkt auch direkt, wer Molly wohlgesonnen ist und wer ihre Gutgläubigkeit und ihre Unfähigkeit, die Feinheiten im sozialen Umgang zu erkennen, nur ausnutzt. Die Rahmenhandlung des Krimis ist also eigentlich nur Beiwerk. Hauptsächlich geht es hier um Molly, um eine Person, die anders ist als die „Norm“, um Menschen, die wichtige Arbeiten verrichten aber immer übersehen werden. Das wird alles mit leichtert Hand als unterhaltsame Geschichte verpackt, die man unkompliziert weglesen kann. „The Maid“ ist kein spannender Krimi, kein hochkomplexes Werk mit Tiefgang sondern ein leichter Unterhaltungsroman mit sympathischen Figuren.


    ASIN/ISBN: 3426283840

    Klappentext


    Als Selena im Zug einer jungen Frau begegnet, ist sie sogleich fasziniert von Marthas Offenheit und vertraut ihr ein Geheimnis an: Selena fürchtet, dass ihr Ehemann sie mit der Babysitterin betrügt. Nur wenige Tage später ist die Babysitterin spurlos verschwunden und Selena die Letzte, die sie sah. Während die Polizei beginnt, in Selenas Umfeld zu ermitteln, erinnert diese sich plötzlich an Marthas Frage: "Was wäre, wenn dein Problem einfach so verschwinden würde?" Selena ist zutiefst beunruhigt ...



    Die Autorin


    Lisa Unger ist eine amerikanische Bestsellerautorin, deren Romane in ihrem Heimatland vielfach begeistert besprochen wurden. Auch international kann die Autorin mit ihren Thrillern große Erfolge verzeichnen, ihre Bücher erscheinen in 26 Sprachen, werden millionenfach gelesen und wurden bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Lisa Unger lebt mit ihrer Familie an der Westküste Floridas.




    Selena hat einen harten Tag hinter sich. Gerade erst hat sie im Büro die Nanny-Cam überprüft und dabei ihren derzeit arbeitslosen Ehemann mit der Nanny Geneva beim Sex beobachten müssen. Dann verpasst sie auch noch ihren Zug nach Hause. Als sie dann endlich auf dem Weg nach Hause ist und noch überlegt, was sie tun soll, kommt sie mit ihrer Sitznachbarin ins Gespräch. Irgendetwas kommt ihr vertraut an der mysteriösen Frau vor, und aus einem Impuls heraus (und nach dem Trinken einer Miniflasche Wodka, die die Frau aus der Handtasche gezaubert hat) erzählt sie ihr von ihrem Mann und der Nanny. Da sie sich sicher ist, die Frau nie wiederzusehen, gibt sie nichts auf das ungute Gefühl, das dieses Gespräch bei ihr hinterlässt. Aber dann am nächsten Tag kommt die Nanny nicht zum Dienst und die Polizei steht vor der Tür.


    Das Buch hat eine vielversprechende Ausgangsbasis. Am Anfang verwirrte es mich aber gleich mit seinen verschiedenen Perspektiven. Die Story hat nämlich mehrere Erzählebenen und Personen, aus deren Sicht man die Dinge sieht. Ich habe zwar nie den Überblick verloren, aber ich denke, wenn das Buch sich nur auf Selena und auf ihre Gegenspielerin konzentriert hätte, wäre es etwas geschmeidiger zu lesen gewesen. Leider ist auch keiner der Figuren wirklich ansprechend. Selena ist sehr sprunghaft. Ständig ist sie hin und hergerissen zwischen ihren widerstrebenden Gefühlen. Sie liebt ihren Mann, nein sie hasst ihn. Sie will ihre Ehe retten der Kinder zu liebe. Nein, das kann sie doch nicht. Sie hätte bei ihrem Ex bleiben sollen. Nein, besser nicht denn ihr Mann klang nach so viel mehr Abenteuer in ihrem Leben. So gehen ihre Gedanken hin und her und sie führt sich ständig wiederholende innere Monologe darüber. Sie hält der Polizei Informationen vor. Sie hört nicht auf ihren Anwalt und nimmt auf eigene Faust Kontakt zu einer offenbar dubiosen Frau auf. Sie verhält sich eigentlich die ganze Zeit nur dumm. Was aber am meisten auffällt ist der Männerhass in diesem Buch. Es gibt kaum einen anständigen Mann in dieser Geschichte. Die männlichen Hauptakteure sind völlig übertriebene Scheusale und die Frauen duldsame Wesen.


    Die Story an sich ist zuerst recht undurchsichtig, aber nach und nach konnte ich erkennen, wohin das ganze führt. Da sich viele Gedankengänge der Figuren wiederholen und insgesamt viel „erzählt“ wird, kommt auch nicht unbedingt große Spannung auf. Trotz der Mängel liest sich das Buch aber unkompliziert weg. Es hat den ein- oder anderen interessanten Moment, ist aber wenig überraschend und die Charaktere sind leider zu eindimensional.


    ASIN/ISBN:

    ASIN/ISBN: ‎ 3404185439

    Klappentext

    Ein schreckliches Verbrechen. Drei verdächtige Frauen. Ist eine von ihnen fähig zu töten? Der neue Spannungsroman von Weltbestsellerautorin Paula Hawkins!

    Auf einem Hausboot in London wird die Leiche eines brutal ermordeten jungen Mannes gefunden. Besonders drei Frauen geraten danach ins Visier der Ermittlungen.

    Laura, die aufgewühlt wirkende junge Frau, die nach einem One-Night-Stand mit dem Opfer zuletzt am Tatort gesehen wurde. Carla, die Tante des Opfers, bereits in tiefer Trauer, weil sie nur Wochen zuvor eine Angehörige verlor. Und Miriam, die neugierige Nachbarin, die als Erste auf die blutige Leiche stieß und etwas vor der Polizei zu verbergen scheint.

    Drei Frauen, die einander kaum kennen, mit ganz unterschiedlichen Beziehungen zum Opfer. Drei Frauen, die aus verschiedenen Gründen zutiefst verbittert sind. Die auf unterschiedliche Weise Vergeltung suchen für das ihnen angetane Unrecht. Wenn es um Rache geht, sind selbst gute Menschen zu schrecklichen Taten fähig. Wie weit würde jede einzelne von ihnen gehen, um Frieden zu finden?



    Die Autorin


    Paula Hawkins arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Sie wuchs in Simbabwe auf, 1989 zog sie nach London, wo sie bis heute lebt. Ihr erster Spannungsroman »Girl on the Train« wurde zu einem internationalen Phänomen und verkaufte sich weltweit 23 Millionen mal. Der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt, führte weltweit die Bestsellerlisten an, wurde mit Emily Blunt in der Hauptrolle verfilmt und war ein großer Kinoerfolg. Auch Paula Hawkins' zweiter Spannungsroman »Into the Water« eroberte weltweit die Bestsellerlisten. Mit »Wer das Feuer entfacht« erscheint im Herbst 2021 ihr lang erwarteter dritter Spannungsroman.





    Daniel Sutherland wurde erstochen auf dem Hausboot, auf dem er seit kurzem lebt, gefunden. Und zwar von seiner Nachbarin, die ebenfalls auf einem Hausboot lebt. Er hatte die Nacht mit einer jungen Frau verbracht. Die ist wiederrum befreundet mit einer älteren Dame, die die Nachbarin seiner vor kurzem verstorbenen Mutter war. Zudem gibt es noch die Schwester von besagter Mutter und deren Ex-Mann, einem bekannten Autor. Der wiederum wird von Daniels Nachbarin beschuldigt, ihre Lebensgeschichte für seinen Erfolgsroman geklaut zu haben. Da schließt sich der Kreis einer überschaubaren und dennoch verwirrenden Gruppe von Personen, die in diesem Roman eine Rolle spielen.


    Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen sogenannten Pageturner. Paula Hawkins gibt sich nicht mit einer langen Einführung ab. Hier ist man gleich im Geschehen und muss sich konzentrieren, um die verschiedenen Personen und ihre Verbindung auf die Reihe zu bekommen. Jede dieser Personen hat ein großes persönliches Leid erfahren. Sei es Tod oder ein traumatisches Erlebnis oder Vernachlässigung. Hier ist jeder ein Opfer. Keiner der Figuren bietet sich als Identifikationsfigur an. Jeder ist irgendwie beschädigt. Die junge Laura hat z.B. nach einer Hirnverletzung unangemessene Reaktionen auf alltägliche Dinge. Es dauert eine Weile, bis man die Zusammenhänge erkennt. Man muss diesem Buch ein wenig Zeit geben. Belohnt wird man mit einer fein durchdachten, irgendwie anders gestrickten verwobenen Story über Verlust und Tragik.


    Dies war mein drittes Buch der Autorin. „Girl on a Train“ hat mich noch relativ neutral zurückgelassen. „Into the Water“ dagegen fand ich schon richtig gut und angenehm anders. Vor allem gefällt mir, dass die Autorin offensichtlich nicht über einen Baukasten verfügt, aus dem sie ihre Bücher zusammensetzt. Kein Buch lief für mich nach dem gleichen Schema ab. Mit diesem Buch ist sie ins Krimifach zurückgekehrt. Mir haben die unsympathischen, schwierigen und doch so menschlichen Figuren gefallen und ihre verflochtene Beziehung untereinander.


    ASIN/ISBN: 3764507829

    Klappentext


    Wenn Kathryn ihren Vater im Gefängnis besucht, stellt sie ihm stets dieselbe Frage: "Wo ist sie?" Vor mehr als zwanzig Jahren verschwand ihre Freundin Elsie, und die Beweislast gegen Kathryns Vater war erdrückend. Doch Elsies Leiche wurde nie gefunden. Am 25. Jahrestag ihres Verschwindens erreicht Kathryn eine verstörende Nachricht: Auf ihrer Heimatinsel wird ein weiteres Mädchen vermisst. Um endlich Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, kehrt Kathryn auf die Insel zurück - wo sich finstere Abgründe auftun ...



    Die Autorin


    Jenny Blackhurst ist seit frühester Jugend ein großer Fan von Spannungsliteratur. Die Idee für einen eigenen Roman entwickelte sie nach der Geburt ihres ersten Kindes. Sie lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Shropshire, England.





    „Dein dunkelstes Geheimnis“ ist ein düsteres Drama über eine Frau, deren Vater wegen dem Mord an ihrer besten Freundin im Gefängnis sitzt. Die Tat ist inzwischen 25 Jahre her. Kathryn und ihre Freundin Elsie waren damals fünf. Ihr Vater gestand die Tat, sagte aber niemals etwas über das Motiv oder wo die Leiche ist. Seit einiger Zeit besucht Kathryn ihn im Gefängnis und stellt ihm jedes Mal die Frage „Wo ist sie?“. Doch ihr Vater schweigt. Die Familie musste damals nach dem Geständnis wegziehen von ihrer Heimat, einer walisischen Insel namens Anglesey. Doch nun, am Jahrestag von Elsies Verschwinden, wird erneut ein fünfjähriges Kind als vermisst gemeldet. Sie sieht Elsie verblüffend ähnlich und lebte in Kathryns ehemaligem Elternhaus. Kathryn glaubt nicht an einen Zufall. Ihr Leben ist stark geprägt von den Ereignissen. Sie hat Erinnerungslücken und Bindungsängste und hat es nie geschafft, zu verarbeiten, was ihr Vater getan hat. Sie beschließt, zurück nach Anglesey zu fahren und herauszufinden, ob die neue Entführung etwas mit Elsie zu tun hat.



    Das Buch lässt sich rasch weglesen. Die Kapitel sind kurz und werden abwechselnd zuerst von Kathryn und Maggie, der ermittelnden Beamtin auf der Insel, erzählt. Später kommen dann noch ein paar andere Erzähler dazu. Es wird aber nie verwirrend und man weiß immer gleich, wo man ist in der Geschichte. Das Tempo ist relativ hoch und die Handlung bleibt interessant. Es lenkt aber leider nicht davon ab, dass sie voller Löcher ist. Für mich ist nicht alles absolut schlüssig bzw. ausreichend beleuchtet worden. Ich hatte auch recht schnell eine Vermutung, die sich letztendlich auch als richtig erwiesen hat. Das alles hat mich aber nicht davon abgehalten, das Buch in zwei Sitzungen zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig und die kurzen Kapitel haben mich dazu verleitet, immer weiter zu lesen. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und würde auch wieder ein Buch der Autorin lesen.


    7 Eulenpunkte

    Klappentext


    Anna hat alles, was sie will. Sie hat hart gearbeitet, um Moderatorin des BBC-Mittagsmagazins zu werden, Freunde und Familie vernachlässigt, ebenso Jack, der inzwischen ihr Exmann ist. Als sie über einen Mord in Blackdown berichten soll, zögert sie. Denn in der verschlafenen Kleinstadt ist sie aufgewachsen. Und das Opfer ist eine Freundin aus Kindertagen.

    DCI Jack Harper hätte nie gedacht, dass er einmal in Blackdown landen würde. Als die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird, beschließt er, niemandem zu sagen, dass er das Opfer kannte, dass sie seine Geliebte war – bis er in seiner eigenen Mordermittlung zum Verdächtigen wird. Und mit seiner Exfrau Anna konfrontiert wird.




    Die Autorin

    Alice Feeney ist Journalistin und hat 16 Jahre als Nachrichtenredakteurin und Produzentin für BBC News gearbeitet. Sie hat in London und Sydney gelebt und sich mit ihrem Mann und ihrem Hund inzwischen in Surrey niedergelassen. «Manchmal lüge ich» ist ihr Debütroman.




    Anna ist beruflich endlich da, wo sie hinwollte. Sie moderiert bei der BBC ein Nachrichtenmagazin. Doch unerwartet taucht die Kollegin, deren Stelle sie bekommen hatte, aus dem Mutterschaftsurlaub wieder auf und will ihren Job zurück. Anna bleibt nichts anderes übrig, als wieder als normale Reporterin zu arbeiten. Ausgerechnet in ihren Heimatort Blackdown wird sie geschickt um dort über einen Mord zu berichten. Anna wollte nie wieder dorthin zurück, denn sie hat keine guten Erinnerungen daran. In ihrer Jugend ist irgendetwas geschehen was sie zutiefst verstört hat. Annas Exmann Jack lebt ebenfalls wieder in Blackdown. Er ist bei der Polizei und für die Mordermittlung zuständig. Dummerweise kannte er das Opfer, er hatte ein Verhältnis mit ihr und am Abend zuvor hat er sie genau an dem Ort, an dem sie gefunden wird, getroffen. Noch dümmer, das er darüber kein Wort verliert und so tut, als kenne er die Tote nicht.


    Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen obwohl es nur so vor Klischees tropft. Anna trinkt zu viel und ist nach außen taffer als sie wirklich ist. Jack denkt, dass die Gesetze, die er täglich vertritt, nicht für ihn gelten und er trifft eine dumme Entscheidung nach der anderen. Beide sind von einem schweren Schicksalsschlag getroffen worden, das zur Trennung führte, aber natürlich haben sie noch Gefühle füreinander. Das Buch heißt im Original „His&Hers“, denn die Kapitel werden abwechselnd aus Annas und Jacks Sicht erzählt. Beide sind aber nicht besonders ehrlich mit sich selbst und anderen gegenüber. Was sie uns erzählen ist nicht immer hundertprozentig die volle Wahrheit.


    Dies ist mein zweites Buch von Alice Feeney. Ich war schon beim ersten Mal sehr angetan von ihrem Schreistil. Mir gefällt wie sie sich ausdrückt und Dinge beschreibt. Selten habe ich bei einem anderen Buch so viele Stellen in meinem Kindle markiert. Beide Bücher sind düster und die Stories sind komplex und verwickelt. Nur mit der Spannung hapert es ein wenig. Hier war ich ein wenig mehr gefesselt. Die abwechselnden Kapitel haben oft einen kleinen Cliffhanger, so dass man weiterlesen möchte um zu wissen, wie es weitergeht.


    Das Buch lässt sich rasch weglesen, es ist nicht besonders dick und die Geschichte entwickelt sich zügig weiter. Anna und Jake, unzuverlässig wie sie sind, bekommen eine gewisse Tiefe, alle anderen Charaktere bleiben etwas außen vor. Da hätte ich mir beim ein oder anderen etwas mehr Infos gewünscht, denn auch sie waren durchaus interessant. Mir hat es besonders Feeneys Schreibstil angetan. Ihre Stories sind originell und wie man sieht kann sie auch klischeebeladene Geschichten gut neuerzählen. Ich würde auf jeden Fall ein weiteres Buch der Autorin lesen.

    Klappentext


    »Das unsichtbare Leben der Addie LaRue« ist ein großer historischer Fantasy-Roman, eine bittersüße Liebesgeschichte – und eine Hommage an die Kunst und die Inspiration.

    Addie LaRue ist die Frau, an die sich niemand erinnert. Die unbekannte Muse auf den Bildern Alter Meister. Die namenlose Schönheit in den Sonetten der Dichter. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die europäische Kulturgeschichte – und bleibt dabei doch stets allein.

    Seit sie im Jahre 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, ist sie dazu verdammt, ein ruheloses Leben ohne Freunde oder Familie zu führen und als anonyme Frau die Großstädte zu durchstreifen. Bis sie dreihundert Jahre später in einem alten, versteckten Antiquariat in New York einen jungen Mann trifft, der sie wiedererkennt. Und sich in sie verliebt.


    Die Autorin


    Victoria (V. E.) Schwab ist 1987 als Kind einer englischen Mutter und eines amerikanischen Vaters zur Welt gekommen und seitdem von unstillbarer Wanderlust getrieben. Wenn sie nicht gerade durch die Straßen von Paris streunt oder auf irgendeinen Hügel in England klettert, sitzt sie im hintersten Winkel eines Cafés und spinnt an ihren Geschichten. Die drei Bücher der Weltenwanderer-Trilogie um den Antari Kell und Lila Bard wurden zu internationalen Bestsellern.





    „Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen“.


    Diese alte Weisheit bewahrheitet sich für die junge Addie. Geboren Ende des 17. Jahrhunderts bleibt ihr als Frau nicht viel, als darauf zu warten, verheiratet zu werden. Doch darauf hat sie keine Lust. Sie will mehr. Doch ihre Eltern suchen ihr einen Mann. Am Tag ihrer Hochzeit jedoch rennt sie in den Wald und versucht, irgendeinen Gott anzuflehen, ihr zu helfen. "Doch bete niemals zu den Göttern, die nach Einbruch der Nacht antworten." Addie erscheint ein Gott, der eher an Lucifer erinnert, und er bietet ihr einen Pakt an. Freiheit zum Preis ihrer Seele. Doch Addie hat vergessen, nach den exakten Bedingungen ihres Handels zu fragen. Ihre Freiheit besteht darin, dass sie tun kann, was sie will, denn niemand erinnert sich an sie. Sie hinterlässt keine Spuren in der Erinnerung von Menschen. Sobald sie sie aus den Augen verlieren, haben sie Addie vergessen. Ihr Deal bringt Unsterblichkeit mit sich, denn Addie wollte auch mehr Zeit. So mäandert sie durch die Jahrhunderte und lernt die Grenzen ihres Fluchs kennen. Bis sie eines Tages nach 300 langen Jahren jemanden trifft, der sich an sie erinnert.


    Dieses Buch passt so gar nicht in mein Beuteschema. Ich habe ein relativ enges Interessengebiet, aber manchmal gucke ich auch gerne über den Tellerrand. Denn im Grunde bin ich immer an neuen Ideen und Geschichten interessiert, sie müssen nur interessant und gut erzählt sein. Genau das habe ich mir bei Addie LaRue erwartet. Bekommen habe ich in der Tat eine originelle Idee, die mich aber leider nicht ganz zufrieden zurückgelassen hat. Viel wurde ja über Schwabs Schreibstil geschwärmt. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Ihr Stil ist mir persönlich etwas zu wage, zu repetitiv und zu überbordend.


    Leider habe ich das Gefühl, das ich hier keine wirkliche Geschichte bekommen habe. Addie scheint mit ihrem Fluch auch ihre Lernfähigkeit verloren zu haben, auch wenn immer wieder gesagt wird, dass sie etwas gelernt hat. Aber sie lotet immer nur die Grenzen ihrer Möglichkeiten aus. Eine wirkliche Weiterentwicklung habe ich bei ihr nicht feststellen können. Vor allem in ihren Treffen mit Luc, der Gott/Teufel, dem sie das alles zu verdanken hat, hatte ich das Gefühl, immer der gleichen Unterhaltung zu folgen. Die Story steht auf der Stelle, denn immer nur bekommt man gezeigt, wie Addie jemanden kennenlernt, der schon im nächsten Moment oder aber nach der gemeinsam verbrachten Nacht am nächsten Morgen, nicht mehr weiß, wer sie ist. Alternativ sehen wir Addie Dinge stehlen. Da sie auch keinen Besitz haben kann, muss sie sich immer alles zusammenräubern. Unterbrochen werden diese Wiederholungen von Treffen mit Luc, die sich aber ebenfalls immer gleich anfühlen. Nett ist der Einfall, dass Addie Ideen in die Köpfe der Menschen einpflanzen kann, bevorzugt in Künstlern, die morgens aufwachen und denken, sie hätten über Nacht eine Eingebung für ein Werkt gehabt. Addies Fluch bringt es mit sich, dass sie einsam ist und sie keine Spuren in der Welt hinterlässt. Niemand kennt ihren richtigen Namen, da sie ihn nicht aussprechen kann. Und niemandem bleibt sie in Erinnerung. Das einzige sind die Einflüsse, die sie durch ihre Anregungen bei einigen Menschen hinterlassen hat. Eine verschwommene Gestalt in einem Bild, ein Lied, dessen Melodie im Kopf eines Musikers hängen blieb. Das ist eine nette Idee der Autorin, allerdings ist dieser Reigen an Einflüssen einfach eine Art Nummernrevue, die abgezählt wird. Es wird nicht näher auf die Kunstwerke eingegangen, sie sind leider nur Randerscheinungen.


    Addie hat mich leider nicht verzaubert. Ich fand eher sogar, dass sie ein langweiliger Charakter ist. Wie schon erwähnt, entwickelt sie sich in meinen Augen nicht weiter. Die ganze Geschichte tritt auf der Stelle. Die Autorin schwelgt am liebsten in Wiederholungen. Addies Name wird unzählige Male wiederholt. Ebenso die Tatsache, dass sie sieben Sommersprossen in Form von Sternen im Gesicht trägt. Das wird so unfassbar oft wiederholt. Ebenso die schwarzen Locken des schönen Luc. Von Henry, dem Mann, der sich an sie erinnert, habe ich noch gar nichts geschrieben. Aber er ist ein so langweiliger Charakter, das mir auch gar nicht viel zu ihm einfällt. Was es mit ihm und der Begegnung mit Addie auf sich hat, war mir sehr schnell klar. Der ach so klugen Addie sind die Zusammenhänge nicht aufgegangen. Sie hat aus ihren vielen Treffen mit Luc so gar nichts gelernt, auch wenn sie das ganz anders sieht.


    Für mich hat dieses Buch deutliche YA-Vibes, obwohl Addie und auch Henry deutlich über zwanzig sind. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es mir nur leidlich gefallen hat. Die Story hätte für mich deutlich besser ausgearbeitet werden können. Der Schreibstil war mir zu blumig, zu überbordend, zu vollgeladen mit seltsamen Metaphern und zu vielen Wiederholungen. Addie ist für mich nicht der starke Charakter, den viele andere Leser in ihr sehen. Ich würde das Buch auch nicht als historischen Roman beschreiben, noch nicht mal teilweise, denn alle geschichtlichen Ereignisse werden nur angeschnitten. Weder Historie noch Kunst sind in diesem Buch wichtig, sondern nur Addies Fluch und dessen Beschreibung. Und das sie sieben Sommersprossen im Gesicht hat (hatte ich das schon erwähnt ;) ). Es ist noch nicht einmal eine richtige Liebesgeschichte, denn so wirklich habe ich Addie ihre Gefühle nicht abgenommen.


    Wahrscheinlich bin ich inzwischen zu alt und auf jeden Fall zu wenig romantisch veranlagt für eine derartige Story. Ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe und meine Neugier gestillt habe. Ich bin mir auch sicher, dass das Buch viele Leser finden wird, die es lieben werden. Mitnehmen werde ich meine eigenen Überlegungen, für was ich meine Seele verkaufen würde.


    ASIN/ISBN: 3596705819

    Klappentext

    Familientherapeutin Stella hat die überstürzte Flucht von ihrer geliebten Heimatinsel Evergreen vor fünfundzwanzig Jahren nie verwunden. Als sie nun zufällig erfährt, dass im Garten ihres ehemaligen Elternhauses eine Leiche ausgegraben wurde, ist sie beunruhigt und beschließt, nach Evergreen zu reisen und Nachforschungen anzustellen. Dort angekommen sind nicht alle von ihrem Besuch begeistert, vor allem, als die Identität der Toten bekannt wird und Stellas seit Jahren verschollener autistischer Bruder überraschend gesteht, sie umgebracht zu haben. Von dem Wunsch getrieben, ihren Bruder zu entlasten und die Wahrheit herauszufinden, erkennt sie viel zu spät, in welch großer Gefahr sie schwebt …




    Die Autorin

    Heidi Perks arbeitete als Marketingchefin eines Finanzunternehmens, bevor sie sich entschloss, Vollzeit-Mutter und -Autorin zu werden. Sie ist ein unersättlicher Fan von Kriminalromanen und Thrillern und will immer herausfinden, wie die Menschen ticken. Heidi Perks lebt mit ihrer Familie in Bournemouth an der Südküste Englands.





    Als Psychothriller beworben, handelt es sich hier aber eher um ein Familiendrama, das leider hinter meinen Erwartungen zurück blieb.


    Stella lebte bis zu ihrem elften Lebensjahr mit ihren Eltern und ihren beiden Geschwistern auf der kleinen englischen Insel Evergreen. In einer Nacht- und Nebelaktion floh die Familie eines Abends und niemals in den 25 Jahren danach hat Stella das jemals ernsthaft hinterfragt. Doch nun findet man plötzlich eine Leiche auf dem Grundstück ihres alten Elternhauses. Bei Stella kommen dadurch alte Erinnerungen hoch. Sie hatte eine glückliche Kindheit und liebte die Insel mit ihren nur etwas mehr als 100 Einwohnern. Da Stellas Mutter inzwischen verstorben ist und ihr Vater an Demenz leidet, kann sie beide nicht mehr fragen, warum sie damals so überstürzt aufbrachen. Einzig zu ihrer älteren Schwester hat sie engen Kontakt, doch auch Bonnie ist sehr kurz angebunden über die Vergangenheit. Stella fährt zum ersten Mal zurück auf die kleine Insel. Nur leider ist sie dort nicht besonders willkommen.


    Die Beschreibung klingt vielversprechend. Eine kleine Inselgemeinde, die ein Geheimnis verbirgt, genau mein Ding. Die Stimmung, als Stella auf der Insel eintrifft, ist auch schön düster und feindselig. Leider aber ist die Handlung alles andere als glaubwürdig oder wenigstens interessant erzählt. Stella erscheint mir mit ihren 36 Jahren eher wie ein Teenager. Ihre ältere Schwester Bonnie war mir extrem unsympathisch. Sie ist wehleidig, verschlossen und barsch. Die Insel, die nicht weit vor der englischen Südküste liegt, erschien mir doch sehr aus der Zeit gefallen. Nur wenig Fährverkehr (wie funktioniert die Versorgung?), kein Handynetz etc. Das kommt mir etwas unglaubwürdig vor. Mir ist aber am meisten die ungeschmeidige Erzählweise unangenehm aufgefallen. Die Geschichte liest sich nicht flüssig, was zum Teil schlicht an Fehlern liegt (z.B. bei einem Telefongespräch zwischen Bonnie und Stella wird plötzlich erwähnt, dass Bonnie ihrer Schwester einen Blick zuwirft) aber vor allem die hölzernen Dialoge haben mich öfters beim Lesen ins Stolpern gebracht. Stellas Familie hat sowieso nie richtig miteinander geredet und bis zum Ende prägen Geheimnisse ihr Verhältnis. Aber auch alle Personen im Buch reden nie richtig miteinander. Stella läuft die ganze Zeit hin und her und versucht, an Informationen zu kommen, aber alle Gespräche, vor allem die mit ihrer Schwester, sind völlig ergebnislos und drehen sich im Kreis. Niemand redet wirklich richtig miteinander, es findet schlicht keine glaubhafte Unterhaltung statt. Das fand ich ziemlich ermüdend und frustrierend.


    Ich las vor einiger Zeit „Die Freundin“ von Heidi Perks. Dieses Buch hatte mich angenehm überrascht, weil es unerwartet tiefgründig war und mehr bot, als ich erwartet hatte. Leider ist es bei diesem Buch genau andersrum. Hier habe ich eine wirre und unnötig in die Länge gezogene Geschichte bekommen, die zudem schlecht erzählt ist. Ich dachte zuerst, es liegt vielleicht an der Übersetzung. Ich habe extra nachgeschaut, es wurde von der gleichen Übersetzerin ins Deutsche gebracht. Ich kann kaum glauben, dass beide Bücher von der gleichen Autorin sind. Zudem habe ich, wie schon oben erwähnt, gelegentlich Anschlussfehler bemerkt.


    Zu meinem großen Bedauern hat das Buch mich in keiner Weise überzeugen können. Weder Handlung noch die Figuren, auch nicht das vielversprechende Setting haben ein rundes Bild ergeben.


    ASIN/ISBN: 3734107113




    Ich habe "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue von V.E, Schwab erhalten. Ich habe ein wenig gezögert, es anzufragen, da ich mir unsicher bin, ob es was für mich ist. Im englischsprachigen Raum wurde das Buch sehr gehypt und deswegen bin ich neugierig geworden.



    »Das unsichtbare Leben der Addie LaRue« ist ein großer historischer Fantasy-Roman, eine bittersüße Liebesgeschichte – und eine Hommage an die Kunst und die Inspiration.

    Addie LaRue ist die Frau, an die sich niemand erinnert. Die unbekannte Muse auf den Bildern Alter Meister. Die namenlose Schönheit in den Sonetten der Dichter. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die europäische Kulturgeschichte – und bleibt dabei doch stets allein.

    Seit sie im Jahre 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, ist sie dazu verdammt, ein ruheloses Leben ohne Freunde oder Familie zu führen und als anonyme Frau die Großstädte zu durchstreifen. Bis sie dreihundert Jahre später in einem alten, versteckten Antiquariat in New York einen jungen Mann trifft, der sie wiedererkennt. Und sich in sie verliebt.



    ASIN/ISBN: 978-3596705818

    Geheimnisse und Lügen führen zum Tod einer jungen Frau. Und wieder einmal zeigt sich, wie wenig man den Menschen wirklich kennt, mit dem man sein Leben teilt.

    Lizzie ist Anwältin in New York und folgerichtig arbeitet sie viel. Sie schiebt ihre langen Arbeitszeiten aber auch als Entschuldigung vor, sich davor zu drücken, nach Hause zu ihrem Mann zu gehen und sich ihren Problemen zu stellen. Da erreicht sie ein Anruf aus dem berüchtigten Rikers Prison. Ein ehemaliger Studienfreund von ihr sitzt dort in Untersuchungshaft. Man wirft ihm den Mord an seiner Frau Amanda vor. Da er sehr wohlhabend ist und der Mord in einer vornehmen Gegend passiert ist, ist der Fall sehr prestigeträchtig und die Polizei ist sicher, der Ehemann war der Mörder. Zack wendet sich verzweifelt an Lizzie und will unbedingt, dass sie ihn vertritt obwohl sie eigentlich Wirtschaftskriminalität bearbeitet. Lizzie lässt sich überreden und übernimmt. Aber schon bald merkt sie, dass sie in eine Falle getappt ist.


    Die zweite Erzählebene schildert die Tage aus der Sicht von Amanda vor ihrem Tod. Ihre Ehe mit Zack ist alles andere als glücklich und auch sonst scheinen in ihrer Vergangenheit ein paar dunkle Flecken zu sein. Zudem fühlt sie sich beobachtet und sie erhält immer wieder anonyme Anrufe.


    Vier Ehepaare, inklusive Lizzie und ihr Mann, und die Geheimnisse, die die Partner voreinander haben, die Lügen die sie einander und sich selbst erzählen, bilden die Basis dieser Geschichte. Und dann geht es natürlich noch um den Mord an Amanda. Die Story beginnt recht langsam, nimmt aber bald an Fahrt auf, wenn man so langsam sieht, in welche Richtung sie geht. Dabei gibt es einige Twists und Überraschungen. Das Buch ist flüssig geschrieben und die Charaktere glaubhaft. Nur Amanda fand ich ein wenig anstrengend und naiv. Dies war mein drittes Buch von der Autorin und ich würde auch noch weitere Bücher von ihr lesen.


    8 Punkte

    Oder das hier für 1,99€:


    ASIN/ISBN: B07Q83M7W3


    Er versteckt sich im Schatten und wartet auf den perfekten Moment. Jeder Mord wird präzise geplant und ausgeführt … Die junge Polizistin Becca Vincent kämpft um Anerkennung in ihrem Job und nun hat sie sich den größten Fall ihrer Karriere geangelt. Sie weiß, dass es um Alles oder Nichts geht. Aber wie soll sie den Täter, ein Gesicht unter Tausenden, finden?

    Mithilfe einer Videoaufnahme und Joe Russell, einem Super-Recogniser mit einem ausgezeichneten Gedächtnis für Gesichter, versucht sie, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Doch er beobachtet sie bei jedem Schritt und kommt ihnen immer näher. Können Becca und Joe den Zusammenhang zwischen den Verbrechen aufdecken, bevor der Mörder den letzten Namen von seiner Liste streicht?

    Das kann ich empfehlen. Gibt es gerade für 0,99€


    ASIN/ISBN:

    ASIN/ISBN: B08BZGNGVZ

    Jeden zweiten Abend essen Maggie und Nina zusammen. Wenn sie fertig sind, bringt Nina Maggie zurück in ihr Zimmer im Dachgeschoss und legt sie in Ketten. Denn Maggie hat Dinge getan, die unverzeihlich sind, und jetzt bezahlt sie den Preis dafür.

    Aber in der Vergangenheit gibt es vieles, was Nina nicht weiß, und Maggie wird dafür sorgen, dass es so bleibt – auch wenn es sie tötet. Denn in diesem Haus ist die Wahrheit gefährlicher als jede Lüge.

    Für mich ist auch nicht so viel dabei - ich lese überwiegend Krimis, allerdings so gut wie keine deutschen oder skandinavischen Autor/innen mehr.

    So geht es mir auch. ich lese fast nur Autoren aus dem englischsprachigen Raum und auch eher Psychothriller. Wenn da mal einer auf NetGalley auftaucht habe ich das Buch meistens schon im Original gelesen. Eine Ausnahme war „Darling Rose Gold“. Das hatte ich damals bei den englischen NetGalley Seiten nicht bekommen.