Beiträge von Darcy

    Für mich ist auch nicht so viel dabei - ich lese überwiegend Krimis, allerdings so gut wie keine deutschen oder skandinavischen Autor/innen mehr.

    So geht es mir auch. ich lese fast nur Autoren aus dem englischsprachigen Raum und auch eher Psychothriller. Wenn da mal einer auf NetGalley auftaucht habe ich das Buch meistens schon im Original gelesen. Eine Ausnahme war „Darling Rose Gold“. Das hatte ich damals bei den englischen NetGalley Seiten nicht bekommen.

    Ich hatte dieses Buch schon lange auf dem Radar, weil es bei den englischsprachigen Lesern so gehypt wurde. Der berühmte Lesekreis von Reese Witherspoon liebte das Buch und ihre Produktionsfirma wird es nun wohl auch verfilmt (immerhin hat sie „Kleine Feuer überall“ so fantastisch produziert). Aber immer wenn ich den Klappentext las, dachte ich mir, dass es so gar nicht in mein Beuteschema passt. Aber manchmal muss man auch über den Tellerrand gucken. Als ich das Buch dann in einem offenen Bücherschrank fand, musste ich es einfach mitnehmen.


    Kya lebt mit ihrer völlig verarmten Familie im Sumpfland von North Carolina. Ihr Vater wird gewalttätig, wenn er trinkt, und so zieht sich seine Frau eines Tages ihre einzigen hochhakigen Schuhe an und verlässt ihn und ihrer fünf Kinder. Nach und nach gehen die älteren Geschwister ebenfalls fort, zuletzt auch ihr Lieblingsbruder Jodie. Kya bleibt im zarten Alter von sechs Jahren alleine zurück. Zuerst kümmert sich noch ihr Vater um sie und zeigt ihr, wie man fischt. Aber eines Tages kommt er auch nicht nach Hause zurück und Kya muss ab jetzt alleine klarkommen. Zwar kommt jemand von den Behörden und bringt sie zur Schule. Aber dieser eine Tag, den sie da verbringt, reicht ihr. Die Leute im Ort schauen herab auf die Sumpfleute. Kya ist schon als Kind mehr eins mit der Natur und menschenscheu, da ihre Familie völlig abgeschottet im Sumpfland lebte. Sie schaut sich von der Natur ab, was sie braucht, um zu überleben. Und natürlich gibt es da den ein oder anderen freundlich gesinnten Menschen im Ort, der ihr gelegentlich hilft. Aber niemand fühlt sich wirklich berufen, ein kleines Kind aus der Wildnis zu holen. So wächst Kya völlig allein gestellt im Einklang mit der Natur auf.


    Klingt toll soweit, oder. Die Stärken der Autorin sind definitiv ihre Naturbeschreibungen. Aber die Geschichte weist so viele Löcher auf und ist auch völlig idealisiert. Kya wächst natürlich, wie sollte es anders sein, zu einer wunderschönen Frau heran, wild, anders, groß und schlank, schmale Taille, langen Beinen, mit langen dunklen Haaren und großen Augen. Zudem ist sie hochintelligent. Nicht nur lernt sie erst spät lesen mit Hilfe eines ihrer wenigen Freunde, sondern liest danach Fachbücher über Biologie etc., so dass sie eine anerkannte Expertin wird für ihren Lebensraum. Natürlich liest sie auch Bücher über Einsteins Relativitätstheorie, die sie auch versteht. Sie kann auch phantastische Aquarelle malen von allem was sie sieht, was sich später passenderweise noch für sie auszahlen wird, und (kleiner Spoiler) sie kann nebenbei auch noch Gedichte schreiben. Und natürlich liebt sie jeder der wenigen Menschen, denen sie begegnet obwohl sie immer nur schroff zu ihnen ist. Zwei Männer fühlen sich zu ihr hingezogen. Einer, Chase, stirbt unter suspekten Umständen. Das erfahren wir schon auf der ersten Seite. Für diesen Mord wird Kya später angeklagt werden. Der andere, Tate, ist fast zu wunderbar um wahr zu sein.


    Ich habe ein Problem mit Hauptfiguren, die einfach von jeder anderen Figur im Buch bewundert und geliebt werden. Wenn sich sozusagen der ganze Kleinkosmos des Buches nur um diese eine Figur dreht. Das habe ich schon oft bemerkt. Meist ist der Autor/die Autorin dann nicht in der Lage, mir als Leser den Zauber dieser Figur nahezubringen. Kya ist auch keine einfache Figur, sie ist sogar sehr sperrig. Für mein Empfinden verhält sie sich nicht immer gradlinig. Ich verstehe, dass ihre lange Einsamkeit sie eigenbrötlerisch gemacht hat. Andererseits wünscht sich so sehr Nähe, sucht sie sogar an falscher Stelle und offensichtlich ist sie ja auch sehr intelligent. Aber sie ist auch wie ein Naturkind, ihr erster Impuls ist immer weglaufen und verstecken. Sehr anstrengend. Ihre Lernfähigkeit überträgt sich nie auf ihr Verhalten in Bezug auf Menschen. Es sei denn, es sind Männer.


    Es gibt durchaus schöne Passagen und Gedanken in dem Buch. Immer wenn es um die Natur geht, oder wie sehr unser Verhalten immer noch tierischem ähnelt, ist es schon schön und interessant. Allerdings wird für meinen Geschmack Armut und Einsamkeit hier romantisch überhöht. Ich halte es auch für extrem unwahrscheinlich, dass ein sechsjähriges Mädchen, das bis dahin doch eine Mutter und Geschwister hatte und irgendwie versorgt wurde trotz Armut, alleine so lange klarkommen konnte, und das wirklich jeder ihrer Verwandten sie einfach alleine zurück lies und nie wieder nach ihr schaute. Das erscheint mir zu unwahrscheinlich, auch wenn es in den 50er Jahren im Süden der USA spielt. Es ist natürlich auch nicht unwahrscheinlich, dass sie so intelligent war und eine Autodidaktin um all das zu werden, was sie letztendlich wurde. Und das sie dabei auch noch gut aussah. Aber es irgendwie alles zu viel, zu idealisiert. Zu geschönt. Zu romantisch.


    Ich kann nachvollziehen, warum so viele Leser dieses Buch lieben. Ich erkenne die Romantik darin, die Verklärung der Naturverbundenheit und Unabhängigkeit. Nur leider bin ich keine Romantikerin und ich sehe zu viele Löcher in dieser idealisierten Geschichte. Ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe. Jetzt kenne ich dieses Buch. Ich würd auch jedem raten, es zu lesen wenn ihn der Klappentext anspricht. Es ist ja kein schlechtes Buch. Nur halt keins für mich persönlich. Den Film würde ich mir trotzdem anschauen. Alleine nur wegen den Naturaufnahmen.


    ASIN/ISBN: 3446264191

    Klappentext


    Rose Gold ist schwer krank. Sie wird für immer im Rollstuhl sitzen und auf die Hilfe ihrer Mutter Patty angewiesen sein. Das hat sie zumindest achtzehn Jahre lang gedacht. Bis sie herausfindet, dass ihre Mutter sie die ganze Zeit belogen hat …

    Nach fünf Jahren im Gefängnis muss Patty erst einmal Fuß fassen. Sie ist daher froh, dass Rose Gold ihr trotz allem angeboten hat, sie vorübergehend bei sich zu Hause aufzunehmen. Patty will nur eines: sich endlich mit ihrer Tochter versöhnen. Das behauptet sie zumindest.

    Aber Rose Gold kennt ihre Mutter: Patty wird nicht ruhen, bis sie die Zügel wieder in der Hand hält.

    Nur ist Rose Gold nicht länger Pattys kleine schwache Tochter.

    Sie will ihre Mutter loswerden.

    Für immer.



    Die Autorin


    Stephanie Wrobel ist in Chicago aufgewachsen, lebt seit einigen Jahren aber mit ihrem Mann und ihrem Hund Moose Barkwinkle in Großbritannien. Sie hat am Emerson College studiert und als Texterin für verschiedene Werbeagenturen gearbeitet, bevor sie zu schreiben begann. »Darling Rose Gold« ist ihr Debüt.






    Die Story beginnt wo die meisten enden: Nach dem Verbüßen einer Haftstrafe für ein begangenes Verbrechen. Patty hat 5 Jahre Gefängnis hinter sich. Sie wurde verurteilt wegen schwerer Kindesmisshandlung. Sie hat ihre Tochter Rose Gold von Geburt an systematisch krank gemacht und sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr glauben gemacht, dass sie diverse Krankheiten, einen Chromosomenfehler und noch einiges mehr hat. Dadurch wurde Rose Gold stark abhängig von Pattys Pflege und hatte praktisch keinen näheren Kontakt zu anderen Menschen. Ihre Aussage vor Gericht war es auch, die Patty hinter Gitter brachte. Trotz allem hat Rose Gold mit ihrer Mutter nach einer Weile wieder Kontakt aufgenommen und es kam zu einer Art Versöhnung. Rose Gold, die inzwischen einen 3 Monate alten Sohn hat, nimmt Patty sogar nach ihrer Entlassung wieder bei sich auf und vertraut ihr sogar ihr Kind an. Aber als Leser fragt man sich schon bald, was wirklich Rose Golds Absichten sind.


    Mich hat an diesem Buch von vorne herein die Ausgangslage interessiert. Was passiert, wenn die Täterin entlassen wird und wie geht das Opfer damit um. Patty hat Rose Golds Kindheit ruiniert. Nie konnte sie mit anderen Kinders spielen, eine Schule besuchen oder einfach sozialen Umgang mit anderen Menschen erlernen. Ihr einziges Vorbild war Patty. Und schon bald merkt man, dass sie bei ihrer Mutter nicht die richtigen Dinge gelernt hat.


    Patty und Rose Gold sind ein toxisches Mutter-Tochter-Gespann. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus beider Sicht. Pattys Erzählebene spielt in der Gegenwart, also nach ihrer Entlassung und während ihres Aufenthalts bei Rose Gold. Dabei merkt man schnell, dass sie weder Reue noch Schuldgefühle empfindet. Rose Golds Kapitel spielen zumeist in der Vergangenheit und arbeiten sich langsam auf die Gegenwart zu. Beide sind auf ihre Art psychisch angeschlagen und es beginnt eine Art Katz und Maus Spiel, das interessant und auch gelegentlich amüsant ist. Die Autorin hat einen flüssigen und leicht lakonischen Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Das Buch ist durchaus spannend, mich hat schon bald interessiert, was Rose Gold im Schilde führt.


    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

    ASIN/ISBN: 347136028X

    Die Welt liegt dir zu Füßen, du musst nur die richtige Geschichte erzählen



    Maurice Swift ist Schriftsteller. Er hat Stil, kann brillant erzählen, doch ihm fehlen die Geschichten. In Westberlin trifft er auf sein Idol, Erich Ackermann, der gerade mit einem großen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Ackermann verfällt dem charmanten jungen Mann, der sich für alles, was er sagt, interessiert. Er nimmt ihn mit auf Lesereise durch Europa und erzählt ihm sein Geheimnis. Es ist diese Geschichte, für die Maurice endlich als Autor gefeiert wird. Und die Ackermanns Karriere beendet. Maurice dagegen ist schon auf der Suche nach dem nächsten Stoff…

    Psychologisch raffiniert, hochspannend und mit funkelndem Humor erzählt John Boyne von der verführerischen Macht des Vertrauens und von einem, der für Ruhm alles tut.




    Der Autor

    John Boyne wurde 1971 in Dublin, Irland, geboren, wo er auch heute lebt. Er studierte Englische Literatur und Kreatives Schreiben und bekam bereits als Student erste Auszeichnungen. Nach zahlreichen Kurzgeschichten hat er inzwischen sieben Romane geschrieben, von denen bisher drei auf Deutsch veröffentlicht wurden. Sein 2006 erschienener und bereit kurz darauf erfolgreich verfilmter Roman ›Der Junge im gestreiften Pyjama‹ wurde in über 40 Sprachen übersetzt, mit zahlreichen nationalen wie internationalen Auszeichnungen und Preisen geehrt und hat weltweit über fünf Millionen Leser gefunden.





    „Die Geschichte eines Lügners“ ist die clever konstruierte Story um einen jungen Mann, dem für das, was er werden möchte, das richtige Talent fehlt aber dafür die richtigen Fähigkeiten besitzt, es trotzdem zu erreichen.


    In den 1980er Jahren lernt in Berlin der alternde Schriftsteller Erich Ackermann einen jungen Kellner kennen. Ackermann fühlt sich unwiderstehlich hingezogen zu diesem schönen Jungen. Seine sexuellen Neigungen hat er nie ausgelebt, dazu fehlte ihm der Mut. Zu seinem Erstaunen sucht der junge Mann, Maurice, seine Bekanntschaft. Denn auch er möchte Schriftsteller werden. Da Ackermann gerade einen großen Erfolg mit seinem neuen Buch hat und deswegen auf Lesereise durch Europa ist, bittet er Maurice, ihn als seinen Assistenten zu begleiten. Im Grunde möchte er Maurice nur um sich haben, ihn ansehen und anschmachten. Maurice zeigt großes Interesse an Erichs Leben während des Krieges. Und Erich fühlt sich endlich in der Lage, über das zu berichten, was er damals getan hat. Doch Maurice betrügt ihn und macht aus seiner persönlichen Geschichte ein Buch, dass ein großer Erfolg wird aber gleichzeitig auch ein Skandal, der Ackermann ruiniert.


    Maurice gelingt mit diesem Buch der Einstieg in die Literaturszene. Es wurmt ihn aber, das ihm gelegentlich vorgehalten wird, Ackermanns Geschichte einfach für sich in Anspruch genommen zu haben. Leider entspricht es der Wahrheit. Maurice kann schreiben, er kann formulieren und gestalten. Nur fehlen ihm selbst die Ideen zu packenden Geschichten. So muss er sich immer wieder bei den Ideen anderer bedienen und immer mehr seine Taten verschleiern.


    Mit Maurice Swift hat Boyne eine Figur erschaffen, die ich so schnell nicht vergessen werde. Er ist gesegnet mit blendendem Aussehen das Frauen und Männer stets in Anbetung niederknien lässt. Immer wieder gelingt es ihm, Menschen für sich einzunehmen, aber er benutzt sie nur und hat keinerlei Skrupel, sich zu nehmen was er will. Er ist wie ein Vampir, der anstatt Blut den Menschen ihre Geschichten heraussaugt. Zurück bleibt nur eine leere Hülle, buchstäblich, um die er sich nicht mehr schert. Er ist einfach abscheulich. Und natürlich gerade deswegen faszinierend. Selten habe ich einer Buchfigur so sehr gewünscht, seine gerechte Strafe zu bekommen.


    Das Buch ist geschickt erzählt, es gibt verschiedene Erzähler, aus deren Perspektive man die Entwicklungen über die Jahre sieht. Boyne ist ein fantastischer Autor. Die Seiten fließen nur so dahin und es ist spannend wie ein Krimi. Zum Schluss schließt sich dann der Kreis für einen gealterten Maurice.


    Dies ist mein drittes Buch von Boyne. Irgendwie habe ich ihn aber aus den Augen verloren in den letzten Jahren. Zum Glück habe ich ihn mit diesem Buch wiedergefunden.



    ASIN/ISBN:

    ASIN/ISBN: 3492059635

    Hat jemand von Euch schon die Serie "His Dark Materials" gesehen?

    Ich wusste gar nicht, dass es dazu eine Serie gibt, das habe ich gerade zufällig beim Stöbern entdeckt.

    Lohnt sich die Serie?:)

    ich habe bis Mitte der 2. Staffel geschaut aber leider hat es mich nicht gepackt. Trotz grandioser Optik und Andrew Scott und Lin-Manuel Miranda :unverstanden

    Vanessa ist gerade fünfzehn, als sie das erste Mal mit ihrem Englisch-Lehrer schläft. Jacob Strane ist der einzige Mensch, der sie wirklich versteht. Und Vanessa ist sich sicher: Es ist Liebe. Alles geschieht mit ihrem Einverständnis. Fast zwanzig Jahre später wird Strane von einer anderen ehemaligen Schülerin wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt. Taylor kontaktiert Vanessa und bittet sie um Unterstützung. Das zwingt Vanessa zu einer erbarmungslosen Entscheidung: Stillschweigen bewahren oder ihrer Beziehung zu Strane auf den Grund gehen. Doch kann es ihr wirklich gelingen, ihre eigene Geschichte umzudeuten – war auch sie nur Stranes Opfer?


    »Meine dunkle Vanessa« ist ein brillanter Roman über all die Widersprüche, die unsere Beziehungen prägen, ein Roman, der alle Gewissheiten erschüttert und uns spüren lässt, wie schwierig es ist, klare Grenzen zu ziehen. Verstörend und unvergesslich!



    Die Autorin


    Kate Elizabeth Russell wurde in Maine geboren und hat an der University of Kansas promoviert. Sie schreibt für verschiedene Magazine, und eine ihrer Erzählungen wurde für den renommierten Pushcart Preis nominiert. Ihr Debütroman »Meine dunkle Vanessa« stieg direkt nach Erscheinen in die Top Ten der New-York-Times-Bestsellerliste ein und wird von Kritikern wie Leserinnen heiß diskutiert. Das Buch erscheint in rund 25 Ländern. Kate Elizabeth Russell lebt in Madison, Wisconsin.






    „Meine dunkle Vanessa“ ist eines der ungewöhnlichsten Bücher, die ich je gelesen habe. Es ist düster, verstörend und erschreckend.


    Vanessa ist 15, als sie ihren Lehrer Jacob Strane trifft. Sie ist anders als die meisten anderen Mädchen. Sie ist gern allein und hat kein Bedürfnis nach Freunden. Wie jeder Teenager ist sie hungrig nach Aufmerksamkeit und ihr wachsendes Interesse an Männern ist für ein Mädchen in ihrem Alter ganz normal. Strane hingegen ist ein Pädophiler. Er mag junge Mädchen und er ist sehr gut darin, das Mädchen erkennen, das in seine Falle tappen wird. Er überschüttet Vanessa mit Komplimenten darüber, wie besonders, wie faszinierend ihre dunklere Seite ist, wie brillant sie ist und wie erwachsen. Er ist ein Meistermanipulator und er lässt Vanessa denken, dass sie die Kontrolle hat und dass sie immer nein sagen kann. Aber Vanessa unterwirft sich ihm gerne und sie ist naiv, obwohl sie sich selbst als klug und erwachsen bezeichnet. Sie ist besessen von Strane und diese Besessenheit wird niemals aufhören.


    Das Buch ist nicht leicht zu lesen und die Geschichte ist auch nicht leicht. Strane ist eine ekelerregende Figur. Er ist sehr manipulativ, aber Vanessa deutet an, das er auch eine andere Seite hat. Oder vielmehr will Vanessa es einfach glauben. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht auf zwei Zeitebenen erzählt, sodass wir Strane nur durch ihre Augen sehen. Sie ist so verliebt und von ihm beeinflusst, dass sie ihn nicht gehen lassen kann. Bis zu ihrem 22. Lebensjahr gab es in ihrem Leben nie einen anderen Mann als ihn. Sie sehnt sich nach seiner Aufmerksamkeit, seiner Bewunderung und seiner Liebe, weil sie es nicht woanders bekommem hat und auch nie versuchte, es woanders zu bekommen. Sie möchte, dass ihre Geschichte eine Liebesgeschichte ist. Alles andere ist für sie undenkbar.


    Dieses Buch war eine unangenehme Lektüre. Es fiel mir schwer zu lesen, wie Vanessa auch als Erwachsene beschönigt, was ihr Lehrer
    ihr angetan hatte. Das Buch stellt aber auch die Frage, ob es unter Umständen möglich ist, dass Vanessa mit 15 Jahren vielleicht so reif war, dass sie wusste, was sie tat, und dass es in Ordnung war, mit einem 45-jährigen Mann zusammen zu sein. Natürlich ist es das nicht, aber Vanessa selbst möchte es so sehr glauben. Ich fand die Sexszenen sehr unangenehm und ich bin mir nicht sicher, ob ich verstanden habe, was Vanessa in Strane gesehen und gesucht hat. Vanessa weigert sich, sich als Opfer zu sehen, denn dann müsste sie ihre eigene Geschichte umdeuten. Dieser Punkt gab mir viel zu denken. Ich kann verstehen, dass sie sich nicht als Opfer sehen möchte und von ihrer Umgebung so angesehen werden will. Aber das macht es umso schwerer, denn genau das hat Strane aus ihr gemacht.


    Mein einziges Problem mit dem Buch war, dass es zu lang war und sehr langsam erzählt ist. Es zieht sich manchmal ein wenig hin, obwohl der Schreibstil sehr gut ist. Aber es wird zu detailliert erzählt, zu viel alltägliches Zeug und manchmal brachte ich die beiden Zeitebenen durcheinander. Ich habe fast zwei Wochen gebraucht, um dieses Buch zu beenden. Es fühlte sich ewig an, vor allem, da die Geschichte so unangenehm war und mir wie ein schwerer Kloß im Magen lag.


    Dieses Buch mag nicht jedem gefallen. Es ist auch keine Freude, es zu lesen. Mich hat es sehr beschäftigt.


    ASIN/ISBN: 3570104273

    Bilder

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    Innovative, geschmacklich exzellente Rezepte auf Gemüsebasis sind das Herzstück von Yotam Ottolenghis Küche. In diesem atemberaubenden neuen Kochbuch destillieren Yotam Ottolenghi und Co-Autorin Ixta Belfrage aus ihrem Wissen drei Faktoren, die den Geschmack formen, und präsentieren raffinierte Gemüsegerichte mit innovativen Zutatenkombinationen, die begeistern und inspirieren.


    Ottolenghis FLAVOUR bietet einfache Alltagsrezepte, Gerichte mit Wow-Effekt bei geringem Aufwand sowie grandiose Menüs, die sich dennoch entspannt nachkochen lassen.

    Mit unverkennbarer hochwertiger Food-Fotografie zeigt FLAVOUR nicht nur, was man kochen kann, sondern auch wie Geschmack entsteht und wie verschiedene Aromen perfekt zusammenwirken.


    Das Kochbuch ist in drei Teile gegliedert, in denen Kultkoch Yotam Ottolenghi uns verrät, wie aus gewöhnlichem Gemüse außergewöhnliche Gerichte entstehen:

    Prozesse: Es werden die optimalen Zubereitungsmethoden erklärt, die das jeweilige Gemüse geschmacklich in neue Höhen heben

    Partner: Ottolenghi verrät seine vier Pairing-Regeln für hervorragenden Geschmack

    Produkte: Hier werden die aromatischsten Gemüsesorten vorgestellt, die für exzellente Aromen sorgen


    Mit mehr als 100 unkomplizierten vegetarischen, veganen und flexitarischen Rezepten wie Aubergine Dumplings alla Parmigiana, Hasselback-Rote-Bete mit Limettenblatt-Butter, Miso-Butter-Zwiebeln, würziger Pilzlasagne und Gemüseschnitzel ist FLAVOUR Inspiration und alltagstaugliche Anleitung für alle Ottolenghi-Fans und Gemüseliebhaber. Vegetarier und Veganer können sich auf viele neue aufregende Geschmackserlebnisse freuen.

    Erleben Sie aufregende Geschmacksexplosionen mit Weltbestseller-Autor Yotam Ottolenghi und entdecken Sie die unzähligen & vielfältigen Aromen von Gemüse!


    Der Autor

    Yotam Ottolenghi ist Kochbuchautor und Chefkoch des Restaurants NOPI. Er schreibt eine wöchentliche Kolumne im Magazin The Guardian's FEAST und hat sieben Bestseller-Kochbücher veröffentlicht. Die Bücher des Israeli mit deutscher und italienischer Großmutter haben sich in Deutschland schon über 600.000-mal verkauft. In seiner Wahlheimat London betreibt Yotam Ottolenghi mehrere Delis und Restaurants, die zu den Kultadressen der britischen Hauptstadt zählen.




    Ich bin ein absoluter Gemüsefan. Seit einigen Jahren ernähre ich mich Fleischlos und verarbeite seitdem sehr viel frisches Gemüse. Deswegen habe ich mich über dieses Buch sehr gefreut (es war ein Weihnachtsgeschenk).


    Ich habe schon paar Kapitel gelesen und auch zwei Gerichte gekocht. Auf den ersten Blick fällt auf, das die Zutatenliste immer recht lang ist und oft ungewöhnliche Dinge darauf stehen. Vor allem an Gewürzen. Da werde ich das ein oder andere mal gewiss etwas Mühe haben, alles aufzutreiben. Tamarinde z.B. habe ich noch nirgendwo gesehen. Es werden auch viel Chilies verarbeitet. Es gibt ein ganzes Kapitel über die diversen Sorten. Da werde ich mich erstmal vorsichtig heranwagen, denn ich esse nicht scharf. Scharf ist für mich zuviel Schmerz und zu wenig Geschmack. Aber man lernt ja nie aus.


    Die beiden Gerichte, die ich gekocht haben, waren beide etwas zeitauferndig in der Herstellung. Weniger arbeitsintensiv als das sie beide lange im Ofen garten. Ich muss mal schauen, ob das bei mehreren Rezepten der Fall ist oder ob das einfach Zufall war. Bei dem ersten Gericht, einem Ragout, hat mein Mann, der gelernter Koch ist, gemeckert, das das Gemüse gar nicht so lange brauchen würde. Ich denke aber, das es weniger auf die Garung ankam sondern die Zeit tatsächlich etwas mit der Veränderung des Geschmackes zu tun hat. Ich habe bereits ein wenig in Ottolenghis Erklärungen zu Braten und Garen gelesen, in denen er schildert, wie ein Vorgang den Geschmack der Zutaten verändern kann. Das Ragout war, für mich, sehr lecker. Trotz und vielleicht auch wegen der relativ vielen Zutaten hat nichts herausgestochen, aber im Gesamten war es sehr lecker, sehr viel Umami und ungewöhnlich. Irgendwie anders, obwohl nichts exotisches drin war.


    Das zweite Rezept war für mich aber tatsächlich eine Offenbarung. Es wurde eine ganze Knollensellerie im Ofen gegart. Ich kenne Sellerie nur aus der Zubereitung von Eintöpfem. Ansonsten fremdele ich etwas mit ihr. Sie riecht mir zu extrem und intensiv und hübsch finde ich sie auch nicht. Ich wüsste auch ausser Suppe kochen nichts mit ihr anzufangen. Aber die Sellerie kam schon in den Kapitel zu den Prozessen am Anfang vor und ich war neugierig. Auch hier muss man Zeit zur Herstellung einplanen, denn je nach Größe muss die Knolle 2 Stunden in den Ofen. Ab und zu soll man sie mit ihrem Saft beträufeln, ansonsten gart sie vor sich hin. Hinterher wurde sie in Scheiben geschnitten und noch mal kurz gegrillt und kam mit Café de Paris Butter als Selleriesteak auf den Teller. Und sie war GÖTTLICH! So anders, so fein, und nur ein zarter Hauch von Sellerie.


    Beide Gerichte haben mich absolut überzeugt. Sie waren nicht schwierig nachzukochen. Sie waren ungewöhnlich und haben mir die altbekannten Zutaten in einem neuen Licht erscheinen lassen. Die Versprechen aus dem Klappentext scheinen zu stimmen. Interessant sind auch die Kapitel über die Prozesse. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Rezepte ausprobieren.


    Die Rezepte sind alle vegetarisch bzw. können auf vegan abgeändert werden.


    ASIN/ISBN: 3831040869

    Ist die Overcast kostenlos?

    ja ist sie. Ich habe sie nur wegen der besseren Handlichkeit heruntergeladen


    ich höre Podcasts gerne wenn ich etwas mache, was mein Hirn nicht besonders beansprucht. Im Sommer haben wir renoviert und da habe ich Podcast bei gehört. Oder beim Plätzchen backen zu Weihnachten. Beim walken oder Spazierengehen. Oder längere Autofahrten. Immer dann wenn lesen keine Option ist.

    Ich liebe Podcasts und könnte hier einen sehr langen Post darüber verfassen, was ich gerne höre. Genau wie beim Lesen bin ich hauptsächlich im Englischen unterwegs und mag True Crime oder einfach mysteriöse Dinge. Dazu gehören:


    Thinking Sideways

    Crime Junkies

    Women and Crime

    Sword and Scale

    Casefile

    You Must Remeber This (Stories über alte Hollywood Stars)

    Root of Evil (einfach unglaubliche Story)


    Ich höre über meine iphone App oder die Overcast App. Die finde ich etwas übersichtlicher als die vom iphone

    New York, Flughafen JFK: Claire soll nach Puerto Rico reisen, um ihren Mann, einen ehrgeizigen Politiker, beim Wahlkampf zu unterstützen. Doch in Wahrheit will sie nichts als fliehen – vor seinen gewalttätigen Übergriffen und der lückenlosen Kontrolle, die er über sie ausübt. Sie kommt mit Eva ins Gespräch, die bei ihrem schwerkranken Mann Sterbehilfe geleistet hat. Zu Hause in Kalifornien erwartet sie die Polizei. Innerhalb weniger Sekunden beschließen sie, die Bordkarten zu tauschen und sich gegenseitig ein neues Leben zu schenken.

    Erleichtert landet Claire in Kalifornien. In Evas Haus gibt es allerdings keine Hinweise auf einen Ehemann. Dann erfährt sie, dass das Flugzeug nach Puerto Rico abgestürzt ist. Und kurz darauf entdeckt sie die vermeintlich abgestürzte Eva in einer Fernsehreportage über das Unglück. Lebendig. Hat sie die Flucht in das Leben einer Anderen am Ende doch nur in eine Falle gelockt?



    Die Autorin


    Julie Clark wuchs in Santa Monica auf. Während sich ihre Freunde auf Surfbrettern in die Wellen stürzten, las sie lieber Bücher am Strand. Nach dem Studium arbeitete sie in Berkeley an der University of California. Dann kehrte sie zurück nach Santa Monica, wo sie heute mit ihren beiden Söhnen und einem Goldendoodle lebt und als Lehrerin tätig ist. »Der Tausch« ist ihr erstes Buch bei Heyne.






    „Der Tausch“ ist ein spannendes Buch über einen ungewöhnlichen Identitätstausch mit zwei starken Frauenfiguren.


    Claire hat alles was man sich wünschen kann. Sie hat einen erfolgreichen Mann aus einer wichtigen Familie mit Ambitionen in die Politik, viel Geld und ein erfülltes Leben. Doch hinter der Fassade geht es ihr wie leider vielen Frauen. Ihr Mann ist unberechenbar, gewalttätig und kontrollierend. Lange hat sie sich gefügt und geschwiegen, doch nun hat sie in aller Heimlichkeit einen Plan ausgeheckt, ihn zu verlassen. Sie hat sich falsche Papiere besorgt und Geld abgezweigt. Während einer Reise nach Detroit zu einem gemeinnützigen Event will sie verschwinden. Alles ist vorbereitet und Geld und Papiere werden ihr nach Detroit geschickt. Da erfährt sie am Morgen der Abreise bzw. Flucht, das ihr Mann sich entschieden hat, selbst nach Detroit zu reisen und sie nun nach Puerto Rico zu einer anderen Aufgabe fliegen soll. Claire ist panisch, denn ihr Plan fliegt auf wenn ihr Mann im Hotel ankommt und das Paket überreicht bekommt. Doch am Flughafen wird sie von einer Frau angesprochen, die ihr ihre Sorgen erzählt und ihr anvertraut, dass sie gerne einfach verschwinden würde. Spontan schlägt Claire ihr vor, ihre Bordkanten zu tauschen. So fliegt Claire nach San Francisco in das Leben von Eve. Doch Eves Leben ist ganz anders als sie es Claire geschildert hat.


    Es ist schon eine sehr unwahrscheinliche Ausgangslage. Zwei Frauen treffen sich am Flughafen und sind beide verzweifelt genug, einfach ihre Bordkarten zu tauschen und alles hinter sich zu lassen. Trotzdem macht es Spaß und es ist sehr spannend zu lesen. Die Kapitel handeln abwechseln von Claire und Eve. Während wir bei Claire sehen, wie sie sich in ihrem neuen Leben durchschlagen muss und langsam hinter Eves Geheimnis kommt, starten Eves Kapitel 6 Monate vor dem Flug und zeigen ihren Weg zu jenem schicksalhaften Tag des Tickettauschs. Beide Storylines sind interessant. Claire muss sich eingestehen, dass sie nie über den Tag der Flucht hinaus dachte und was es wirklich bedeutet, mit einer neuen Identität ein neues Leben zu beginnen. Eves Geschichte hat mich eine Spur mehr gefesselt. Sie läuft vor ihrer gefährlichen Karriere und dem damit einhergehenden einsamen Leben davon. Bis kurz vor Schluss habe ich gerätselt, wie es dazu kam, dass sich die beiden Frauen am Flughafen in New York trafen. Aus dem Prolog weiß man als Leser, das Eve auf Claire gewartet und sie bewusst angesprochen hat. Aber wie es dazu kam, kommt erst ganz zum Schluss heraus. Und beim letzten Kapitel musste ich auch kurz schlucken.


    Beide Frauen sind sehr starke Charaktere und gut getroffen. Vor allem Eve hat mich beeindruckt und ihre Geschichte hat mich mehr berührt. Das Buch hat eine richtige Sogwirkung auf mich ausgeübt. Es ist gut und flüssig geschrieben, ohne viel störendes Beiwerk. Es hat mich gefesselt und ich fand es tiefgründiger, als ich es vom Klappentext her erwartet hätte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.