Beiträge von Dieter Neumann

    :freude Hurra, es gibt noch Hirn:

    Was das Gendern in der Schriftsprache betrifft, hat der Rat für deutsche Rechtschreibung soeben unmissverständlich Stellung bezogen.

    https://www.rechtschreibrat.co…fehlungen-vom-26-03-2021/


    Damit sind die idiotischen Sprachverhunzungen zum Zwecke einer falsch verstandenen Geschlechtergleichstellung nun auch offiziell grammatische bzw. orthografische Fehler. Es sei denn, den Empfehlungen des Rats, diesen Unsinn NICHT in das Amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung aufzunehmen, würde nicht gefolgt. Das ist jedoch noch nie passiert.


    Danke! :anbet

    Im Gegensatz zu den Puffbetreibern behaupten die Oberkläuse dieser Verlage allerdings, es hätte was mit Literatur zu tun. ;)

    :lache

    Nun, vermutlich entspringen die wenigsten Bordellbesuche dem Bedürfnis, endlich mal was lesen zu wollen. Daher heißen solche Etablissements ja auch nicht "Bücherstube", sondern z.B. "Palais d´amour" - und spielen damit ebenfalls mit einer Illusion. Dort wird nämlich - soweit ich mich dunkel erinnere - ebenso wenig Liebe verkauft wie in DKZV Literatur.

    Glaubst du Verlage wie der Novum Verlag oder andere sind noch nicht ausgestorben weil sie alle Menschen so gut hinters Licht führen oder glaubst du nicht viel eher, dass die Menschen, die zu diesen Verlagen kommen eben ein bestimmtes Produkt haben wollen und sie oft überzogene Vorstellungen haben?

    Ich glaube man muss die Menschen gar nicht hinters Licht führen. Ich würde das nicht unterstellen wollen. Wenn man dem ein Ende setzen möchte muss man wohl viel eher die Einstellung der Menschen ändern.

    Ich denke nicht, dass ein Verlag einem einredet, du bist so gut, du wirst bestimmt Millionär mit deiner Geschichte über das wachsen von Gras. Das sind doch die Menschen, die das glauben. (...) Die Unternehmen befriedigen nur ein Bedürfnis. Das kann ich ihnen nicht vorwerfen

    Da ist viel Wahres dran.

    So manche(r) wird vom Drang beherrscht, etwas zu tun, was er/sie nicht kann. Das ist allzu menschlich und stört auch so lange niemanden, wie diese Form der 'Selbstverwirklichung' sich im privaten Umfeld abspielt. Was macht´s schon aus, wenn Leute leidenschaftlich Rock´n Roll tanzen, obwohl ihre Bewegungsabläufe eher denen einer schläfrigen Weinbergschnecke ähneln? Wen stört es, wenn jemand sich zum Popstar berufen fühlt, so lange er nicht den Anspruch erhebt, seine schauerlichen Gesänge sollten im Radio gespielt werden? Letztlich ist es sogar für die Welt verschmerzbar, wenn jemand, der sich für die Reinkarnation von Niki Lauda hält, sich mit seiner getunten Karre auf einem abgesperrten Kurs den Hals abfährt - soll er doch.

    Der Irrtum ach, so vieler, ein jeder könne Geschichten schreiben, nur weil er notdürftig des Schriftlichen mächtig ist, gipfelt allerdings fast immer in dem Wahn, daraus Bücher entstehen zu lassen. Und das ist der Knackpunkt. Verlage - richtige, professionell arbeitende Verlage -, funktionieren auch als Qualitätsfilter für Literatur. Wenn die Elaborate von jemandem, der sich zum Schriftsteller berufen fühlt, immer und immer wieder von -zig Verlagen abgelehnt werden, darf dies in den allermeisten Fällen als Indiz dafür gewertet werden, dass die scheinbare Berufung ein Trugschluss war, und sollte Überlegungen hinsichtlich anderer Möglichkeiten der Selbstverwirklichung auslösen, deren Zahl Legion ist.

    Ärgerlicher Weise jedoch sind besonders jene, die ein Schriftsteller-Sendungsbewusstsein in sich tragen, überaus hartnäckig, was ihr Ziel betrifft, unbedingt ein 'eigenes' Buch herauszubringen. Niemand außerhalb der Familie wird es lesen, keinen anderen interessierts - aber was soll´s? Es ist etwas Magisches um diesen Moment, in dem man sagen kann: "MEIN Buch". Und auf dieser Sehnsucht fußt das Geschäftsmodell der DKZV. Wer sich auf diese einlässt, macht sich sehenden Auges lächerlich, ist jedoch trotzdem bereit, oft sehr viel Geld dafür zu zahlen, dass jemand doch noch SEIN Buch druckt. Das ist nichts anderes als das offenkundige Eingeständnis, eben NICHT schreiben zu können, denn die DKZV bringen JEDEN Mist heraus, wenn sie nur dafür kassieren können.

    Also ist es müßig, Rechtfertigungen für Bezahlverlage, Druckdienstleiter etc. herbeizuziehen. Sie brauchen keine Rechtfertigungen für ihr Tun, denn sie machen nichts anderes als Prostituierte: Sie befriedigen gegen Bezahlung Bedürfnisse.

    Mit Literatur haben diese 'Verlage' so wenig zu tun wie Puffs mit Liebe.

    Wer immer auch der "liebe Dietmar" ist ... :lache


    Man könnte, was die Frage der Annäherung an ernst zu nehmende Belletristik - egal, welchen Genres - betrifft, mit ein paar Grundlagen beginnen: Wenn z. B. ein Kritiker schreibt, etwas sei "in der Gossensprache eines schwer gestörten Hauptschulabbrechers vorgetragen", so bedeutet dies nicht, dass er meine, der Autor sei selbst ein schwer gestörter Hauptschulabbrecher. Die Kritik bezieht sich natürlich auf den Protagonisten, der diese Geschichte in der Ich-Form in Gossensprache erzählt.

    Durch die o. a. Reaktion wird jedoch nun ersichtlich, dass der Autor hier keineswegs ein Stilmittel für seinen Protagonisten gewählt hat, sondern selbst dieser ist, es sich also um ein verkappt autobiografisches Werk handelt und die gewählte Gossensprache seine eigene ist.

    Das allerdings macht dieses Elaborat endgültig indiskutabel. :wave

    Vorschlag: lies meine erste Story "Bros in Love"! Wenn Dir am Schluß nicht die Tränen kommen, gebe ich einen (virtuellen) Kaffee aus! ^^

    Ich weiß nicht, ob breumel sich das antut (muss nicht sein, breumel!) - ich jedenfalls hab´s mal mit der Leseprobe versucht. Und was soll ich sagen? Mir sind tatsächlich die Tränen gekommen! Mehr noch: Ich konnte einen veritablen Weinkrampf nur schwer unterdrücken vor so viel pornografischem Schund, vorgetragen in der Gossensprache eines schwer gestörten Hauptschulabbrechers.

    Und trotz der Fortschritte, die Barack Obama und Kamala Harris verkörpern, wäre ein nichtchristlicher amerikanischer Präsident nach wie vor völlig undenkbar.

    Wobei "nichtchristlicher amerikanischer Präsident" noch einer zusätzlichen Klarstellung bedarf:

    Von der ständigen Berufung auf Gott im Zusammenhang mit allen wichtigen politischen Entscheidungen bis hin zum demonstrativen sonntäglichen Kirchenbesuch sind dies äußere Merkmale eines in der dortigen Gesellschaft nach wie vor tief verwurzelten und von den meisten Wählern geteilten "common sense". Diese für uns Europäer oftmals unbegreifliche Art der festen Verzahnung von kindlicher Gottgläubigkeit mit dem anscheinend unverzichtbaren US-amerikanischen Patriotismus macht es für jeden Politiker, der gewählt werden will, unabdingbar, sich entsprechend zu verhalten - und am besten sogar noch uralte Familien-Bibelschinken (am liebsten die Bordbibel der "Mayflower") zu Vereidigungen mitzubringen .

    Das sagt aber NICHTS darüber, ob jeder, der diese Scharaden mitspielt, auch tatsächlich gläubig ist. Meine Erfahrungen in den USA lassen mich vermuten, dass es dort weit mehr Atheisten gibt, als man annimmt. Nur ist es in der amerikanischen Gesellschaft - im Gegensatz zur unsrigen - völlig unmöglich, öffentliche Zweifel an der Existenz eines Gottes zu äußern, wenn man einen auch nur halbwegs auskömmlichen Job bekommen / behalten will.