Beiträge von Dieter Neumann

    Was nicht heißt, dass es vor 30 Jahren nicht vorgekommen ist... So gesehen ist es gut, dass heutzutage weniger vertuscht wird.

    Ganz sicher hat es das früher auch gegeben - wahrscheinlich sogar öfter, als wir ahnen. Gerade unter der Decke der prüden Sexualmoral, des heuchlerischen Umgangs mit Sexualität - gefördert und überwacht (und permanent selbst verbrecherisch unterlaufen und gebrochen) von den Kirchen - blühte und blüht bis heute Bigotterie bis hin zu Sexualverbrechen der schlimmsten Art.

    Ich finde das spannend wie sehr sich in den letzten Jahren unsere Weltsicht geändert hat Vor dreißig Jahren wäre der Vater als Erzeuger seines „Enkels“ undenkbar gewesen. Es wäre wirklich niemand auf so einen Gedanken gekommen. Heute widerspricht dem niemand mehr als Denkansatz.

    Zumindest ist man heute so frei, eine solche absolut ekelhafte Straftat offen in Erwägung ziehen zu dürfen. Wenngleich ich in diesem Falle sagen muss, dass ich das nie im Hinterkopf hatte beim Schreiben - nicht einmal als vage Möglichkeit zur Verwirrung der LeserInnen.


    Ich war selbst ziemlich erschrocken, als diese Spekulation hier zum ersten Mal auftauchte. Aber was soll´s - da ich die Vaterschaft völlig offen gelassen habe, ist es durchaus legitim, auch solch eine Scheußlichkeit in Erwägung zu ziehen. Als Autor kann ich nur sagen: Ich weiß nicht, wer die damals Fünfzehnjährige geschwängert hat, weiß nicht einmal, ob es sich um einverständlichen GV gehandelt hat, und es interessiert mich auch nicht, weil das für die Geschichte, die ich erzählen wollte, nicht relevant ist. Mehr noch: Hätte ich das zusätzlich thematisiert, wäre ich nicht umhin gekommen, Mads auch noch nach seinem Vater suchen und sich ggf. an ihm rächen zu lassen o.ä. Dann wäre aus einem Spannungsroman ein (allzu schmieriges) Familiendrama geworden, und das war nicht beabsichtigt.

    Rezension schreibe ich später, aber es ist auf jeden Fall ein 5 Sterne Buch!

    Danke, liebe breumel, das freut mich - und übrigens auch, dass doch einige Fragen zum Nachdenken übriggeblieben sind. Bei Büchern, die niemanden berühren, die langweilig oder unrealistisch sind, stellt man sich als LeserIn ja solche Fragen kaum. Man legt das Ding weg - und fertig.

    Danke, dass du so engagiert in der Runde mitgemacht hast! :knuddel1

    Bei der perfekten Mischung aus Spannung, Dramatik, Traurigkeit, Humor und das Abtauchen in die tolle Gegend, habe ich mitgelitten, mich gefreut, gezittert, war traurig oder musste schmunzeln.


    Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und so sind die 10 Eulenpunkte verdient.

    :anbet


    Danke, liebe Schubi! Mehr kann sich der Schreiberling nicht wünschen als solche Worte.


    :love:

    Obwohl mein Baugefühl mich auf die richtige Fährte brachte, bleib es bis zum dramatischen Schluss spannend.


    Mir hat dieser spannende Krimi von der Küste gut gefallen.


    10/10

    Danke - mehr kann sich der Autor nicht wünschen. Schön, dass du so engagiert in der Runde mitgemacht hast! :anbet


    PS: Auch hier - wie für alle - gilt natürlich meine herzliche Bitte: Stellt eure Rezensionen auch in anderen Plattformen ein, vor allem auch auf Amazon. Das ist - leider - sehr wichtig für uns AutorInnen ... :knuddel1

    Ich habe sie auch sehr gern über eine längere Zeit verfolgt, aber dann waren sie mir irgendwie zu "abgedreht", zu sehr auf sich bezogen... Ich glaube, das fing mir dem Fall in Südspanien an... Vielleicht sollte ich es mal wieder probieren... Da gefällt mir Kira weitaus besser...

    Na, wenn das kein Lob ist ... *erröt* Danke dafür!

    Danke für diese wundervolle Zusammenfassung dessen, was die Lektüre des Buches für dich bedeutet hat, liebe Schubi! Sowas zu hören (und zwar nicht nur von dir, sondern von so vielen, die mit der Leserunde nun schon durch sind), tut mir sehr gut.

    Irgendwie sind solche Runden gemeinschaftlichen Lesens ja auch immer ein gewisses Risiko für den Schreiberling. Klar, hier bei den Eulen, wo ich mich schon seit über zehn Jahren tummele (auch und vor allem als Leser, nicht als Autor), habe ich kaum zu befürchten, dass meine Sachen richtig böse zerrissen werden, aber wenn man genau hinschaut, genau liest, stellt man schnell fest, ob es sich bei den Kommentaren um freundliche Höflichkeiten handelt oder ob wahre Begeisterung dahintersteckt. Letzteres hab ich bei "Todeslied" diesmal in besonderer Weise festgestellt - und das macht mich sehr glücklich.


    :danke

    Ich habe das Buch heute morgen in der Straßenbahn abgeschlossen und es hat mich (wie eigentlich nach meinen vorherigen Erfahrungen mit deinen Büchern zu erwarten war), komplett zufrieden zurückgelassen.

    Ich habe eben das Buch S E H R befriedigt zugeklappt, alle losen Enden fein säuberlich verschnürt - genau sooo sollte ein guter Krimi sein!

    Euch beiden erst einmal herzlichen Dank für eure engagierte Beteiligung an dieser sehr lebendigen Leserunde. Ich bin glücklich, dass euch das Buch ein paar spannende Stunden verschafft und euch gut gefallen hat. Danke!

    Den Kammerchor habe ich irgendwann auch als Ablenkungsmanöver gesehen.

    "Ablenkungsmanöver"? Ist mir unklar, was du damit meinst, Findus. :gruebel

    Susanna war herausgehobenes Mitglied in diesem Chor. Was liegt also näher, als sich bei den Ermittlungen nach dem Motiv des Mordes dort im Chor sehr gründlich umzusehen?

    Ich habe Nick ganz anders empfunden. Klar ist er total verstört, mir kommt er aber gar nicht kindlich vor, sondern sehr reif und selbstständig für sein Alter.

    Ja, ich sehe ihn auch als Kind, das total unglücklich, unsicher und verstört ist, aber hellwach und intelligent. Und das sich nach Nähe und Zuwendung sehnt.