Beiträge von Dieter Neumann

    Auch an diesen Autor möchte ich erinnern, der für mich zu den besten deutschen Erzählern gehört und dessen Werk nicht hoch genug geschätzt werden kann.

    Wundervoll, Lupus, dass du an diesen großen "Volksschriftsteller" erinnerst, der klüger und weitsichtiger war als Viele seiner Zeit. Seine Texte sind auch heute noch allemal lesenswert, und diese Weihnachtsgeschichten sogar ein besonderer Lesegenuss!

    Bei "Kriminetz" ist "Todeslied" nicht gelistet (oder ich bin zu blöd?). "Haie unter dem Eis" habe ich dort gefunden, aber "Todeslied" nicht...

    Zu blöd bist du ganz sicher nicht - tatsächlich kommt bei der Suche nach Todeslied kein Treffer. Liegt vermutlich an einem Systemfehler bei Kriminetz, denn das Buch ist durchaus gelistet. Man findet es aber nur, wenn man H. Dieter Neumann als Suchbegriff eingibt. Dann kommt das hier gleich als erstes:

    Also: außer einem guten, logischen und nachvollziehbaren Krimi wieder etwas dazugelernt... Schon „Haie unter dem Eis“ hat mir gut gefallen, aber „Todeslied“ fand ich sogar noch besser, eine klare Steigerung – deshalb für diejenigen Menschen, die gute Krimis mit norddeutschem Flair lieben: eine absolute Empfehlung!

    Da bedankt sich der Autor ganz herzlich und freut sich sehr! :anbet:knuddel1

    Warum also etwas lesen, dessen Inhalt ich schon kenne?

    Weil Bücher bestenfalls auch Kunstobjekte sind und es durchaus einige (zweifellos wenige) davon gibt, deren Lektüre man auch genießen kann, wenn man den Inhalt schon kennt - sogar fast auswendig. Das liegt an der literarischen Qualität dieser Werke.

    Das ist ähnlich wie bei guter Musik - die hört man ja auch nicht nur einmal. Gershwins "Rhapsody in Blue" zum Beispiel kann ich noch hundertmal hören, auch wenn ich jede Note bereits im Voraus kenne.

    Breche ich ab, aufgrund des Schreibstils, Erzählweise, Sprache gebe ich es weg. Da brauche ich keinen 2. Versuch, denn hier ändern sich meine Vorlieben oder meine Meinung nicht, auch nicht nach Monaten.

    Das hatte ich nicht erwähnt, weil ich es für selbstverständlich hielt. Ein stilistisch und sprachlich indiskutables oder handwerklich schlecht erzähltes Buch kommt natürlich auch bei mir nicht auf den "Noch-mal-versuchen"-Stapel. Aber es gibt durchaus Bücher, deren Thema oder Stimmung mich nicht erreichen, auch wenn sie schriftstellerisch ordentlich gemacht sind. Die kriegen bei mir eine zweite Chance.

    Mal eine Frage- was macht ihr mit den Büchern die ihr abgebrochen habt? Versucht ihr es später noch einmal oder lasst ihr es sein?

    Meistens lege ich das Buch dann für längere Zeit zur Seite, nehme es mir jedoch (frühestens nach einem halben Jahr) noch einmal vor. Und das Erstaunliche: Nicht selten wundere ich mich dann darüber, es seinerzeit so mies gefunden zu haben, dass ich nicht mehr weiterlesen wollte.

    Was sicherlich die These stützt, dass es nicht nur auf das Buch ankommt, sondern auch auf die jeweilige Verfassung (Stimmungslage etc.) des Lesers.

    Das wäre auch mal ein interessantes Thema.
    Willst du mein Gast sein für das Thema? :S:lache

    Jederzeit gern.


    Aber - mal ohne Scherz: Ich finde, zumindest die überbordende Anzahl an Büchern wäre durchaus ein Thema. Und, damit verbunden, dass sich (beflügelt von den heutzutage simplen und quasi kostenfreien Möglichkeiten der Veröffentlichung) so viele Leute bemüßigt fühlen, ein Buch zu schreiben, weil sie ja seinerzeit in der Schule ganz nette Aufsätze geschrieben haben.

    Ich habe gestern das Filmplakat gesehen und bin ausgeflippt: Darauf sieht man unten im Hintergrund unser Urnenhügelgrab :love:

    Wir haben ja letztes Jahr zufällig mitbekommen, dass sie bei uns drehen, aber das jetzt so im Ergebnis zu sehen, ist schon cool. :-]

    Ich werde mit Sicherheit auch irgendwann ihr neues lesen (Zur See).

    Wo ist denn "bei uns", killerbienchen? Müsste ja bei mir in der Nähe sein, wenn ich höre, dass der Film im Kreis SL-FL gedreht wurde (obwohl das Buch eigentlich in NF spielt).

    Und eigentlich wundere ich mich, daß Dieter Neumann und Voltaire so meckern, war das Begräbnis doch ein Highlight für Fans von Militär und Soldatentum.

    Die Truppen haben alles gegeben, um ihr die letzte Ehre zu erweisen.

    Alleine die Jungs der Marine, die den Sarg gezogen haben.

    Da geht doch jedem (Ex) Soldat das Herz auf... Oder?

    Sorry, Mariion, aber das ist voll daneben. Wie kannst du solchen Unsinn von dir geben?


    1. "Fans von Militär und Soldatentum" sind nur ewig gestrige Militaristen, Leute also, die überhaupt nichts begriffen haben von den Aufgaben und dem Wertesystem moderner Streitkräfte in einer parlamentarischen Demokratie. Außerdem hatte das alles nichts mit Militär zu tun, sondern war nichts als eine schwülstige Verballhornung von Soldaten.


    2. In unserem Land käme niemand auf die Idee, Menschen wie Zugfahrzeuge oder auch Pferde einen Sarg ziehen zu lassen. Wenn ein solches Ansinnen z.B. an den Inspekteur der Bundesmarine gestellt würde - er würde vor Lachen vom Stuhl fallen. Besser als mit solchen Bildern kann die völlig aus der Zeit gefallene britische Monarchie sich gar nicht selbst die Maske vom menschenverachtenden Gesicht reißen.


    3. Mir als Offizier der Bundeswehr a.D. geht bei diesem pompösen Affentheater keineswegs das Herz auf, vielmehr bin ich traurig darüber, dass so viele Menschen sich nach wie vor dadurch blenden lassen.

    Eine Sache sollte nicht unerwähnt bleiben: Der Ermittler Frisch hat Wurstwasser für sich entdeckt, aber im Gegensatz zu meiner Figur aus "Die Wahrheit über Metting" nicht als Leckerei, sondern als Kosmetik. Das war mir dann doch sympathisch.

    Na, ich weiß nicht ... Etwas derart Wertvolles ins Gesicht zu klatschen, statt es zu trinken? Man reibt sich ja auch nicht mit Riesling ein.

    (...) Ein Land mit so langer parlamentarischer Tradition wie GB, hat die Monarchie längst zu einem Instrument der populären und effektiven Darstellung und Präsentation eigener Politik gemacht, welches der Völkerverständigung, Wirtschaftsförderung und dem Demokratieexport Großbritanniens dient. (...)

    Die Königin / der König als "effektive Darsteller" der aktuellen britischen Politik? Ich bin mir sicher, die sogenannten Majestäten würden sich schön bedanken, wenn sie von diesem fragwürdigen Auftrag erführen ...

    (...) welches der Völkerverständigung, Wirtschaftsförderung und dem Demokratieexport Großbritanniens dient. (...)

    Klappt großartig ... :chen