Beiträge von Dieter Neumann

    Bei den geforderten Summen frage ich mich, ob sich der ganze Aufwand für die Kriminellen überhaupt lohnt. Für weniger als 7000 Euro den Tod von vier Gästen in Kauf zu nehmen ist schon krank.

    Wenn du weiterliest, liebe wampy, wirst du erfahren, warum sich das lohnt. Ich will hier nichts verraten, aber die relativ niedrigen Summen machen durchaus Sinn - jedenfalls für diese spezielle Sorte von Kriminellen. Ich hoffe, dir gefällt das Buch auch weiterhin wenigstens "ganz gut". ;)

    Das ist sowieso eines der Dinge, die ich an Helene mag. Sie registriert auch kleine Dinge, die nichts mit ihrer Arbeit zu tun haben, macht sich Gedanken. Das macht es mir als Leserin sehr leicht, ihr zu folgen und gibt dem lieben Dieter natürlich die Möglichkeit so etwas wie die Historie des Flensburger Kommissariatsgebäudes einzustreuen. Das ist immer wieder interessant.

    Ach ja, liebe Saiya, dir fallen diese Passagen eben immer auf - zu meiner großen Befriedigung. :anbetVielleicht geht es auch anderen LeserInnen so, aber der Erwähnung wert finden es auch in den "Profi-Rezensionen", z. B. in der Presse, die wenigsten. Ich versuche in meinen Kriminalromanen immer, einen logischen Spannungsbogen aufzubauen, diesem und einem vordergründigen Schaudern der Leserschaft jedoch nie den Anspruch zu opfern. Und das bedeutet für mich eben, stets Bezüge zur Zeitgeschichte und / oder zu wichtigen Gegenwartsthemen herzustellen. Ich denke, für jeden Menschen, der ein fühlendes Herz und ein denkendes Hirn hat, ist es zum Beispiel geradezu unvermeidlich, sich mit der düsteren Geschichte des Gebäudes zu beschäftigen, in dem er täglich seine Arbeit verrichtet.

    Mein persönliches Highlight ist Nuri. Ach, und ich warte natürlich auf den großen Auftritt des Grauen.

    Kommt, Saiya, kommt. Zwar ziemlich spät, dafür aber gewaltig ... :lache


    Inzwischen habe ich schon neun Lesungen mit dem Buch gehalten (obwohl es gerade erst vier Wochen auf dem Markt ist), und jedesmal ist das Kapitel, in dem der Graue auftritt, das Highlight. Keine Ahnung, warum ... ;)

    Viele Leseeindrücke wird es von mehr eh nicht mehr geben.

    Wenn sie so ausfallen wie dieser, ist das zu verschmerzen, lieber Jan.


    Als ich mich vor vielen Jahren für die Büchereulen zu interessieren begann, haben mich nicht zuletzt deine Rezensionen dazu gebracht, dem Forum beizutreten. Du hast Bücher der unterschiedlichsten Art mit literarischem Einfühlungsvermögen und stets engagiert, aber sauber argumentiert besprochen, so dass man nicht nur einen guten Einblick in das bekam, was der / die AutorIn geschrieben hat, sondern auch, warum dies besonders gelungen ist - oder eben aus deiner Sicht auch nicht. Nicht wenige Bücher haben so den Weg auf meinen Tisch gefunden, wenn du sie empfohlen hast, und selten war ich enttäuscht.


    Heute ist das leider ganz anders geworden. Vergleicht man deine feinen Rezis von früher mit den heutigen Elaboraten, erkennt man unschwer, dass sie dir inzwischen nur noch dazu dienen, deine Meinung in möglichst deftiger Sprache zu proklamieren. Ich habe keine Ahnung, woher deine unbändige Wut kommt und was zu deiner Verbitterung geführt hat, und es steht mir auch nicht zu, darüber zu mutmaßen. Die hier vorliegende Buchbesprechung ist allerdings ein weiteres Indiz dafür, dass irgendetwas gewaltig schief gelaufen ist bei dir. Und - glaube es mir oder auch nicht - das tut mir sehr leid.

    Würde man einen hässlichen Menschen wie beispielsweise Altmeyer nach seinem Äußeren fragen? Wohl kaum.

    Sahra Wagenknecht ist einfach authentisch. Im Gegensatz zu diesem „Zwei-Tage-Bart-Schwätzer“ Harbeck.

    (...)

    Glücklicherweise gibt es in diesem Land noch Menschen wie Sahra Wagenknecht, die sich so unglaublich wohltuend von Merkel oder AKK oder dem Dauergrinser Scholz abheben.

    Erstaunlich innovative Form einer Buchbesprechung. =O Und diese Wortwahl von jemandem, der vorher noch schreibt:

    Wir wären in diesem Land – unabhängig vom Thema – weiter, wenn sich alle dieser Sachlichkeit einer Sahra Wagenknecht bedienen würden.

    Man kommt aus dem Wundern nicht heraus.

    Wie ihre Eltern ums Leben kamen, müsste ich nachlesen, das habe ich nämlich vergessen. ;-)

    Unfalltod, als sie etwa zwölf Jahre alt war. Erst war sie dann bei ihrer Tante, was aber nicht gutgegangen ist, danach haben ihre Großeltern sie zu sich geholt. Dort, bei einem der letzten Berufsfischer auf der Schlei und seiner Frau, ist Helene aufgewachsen (in Arnis), aber die Großeltern sind längst tot.


    Das alles MUSS man natürlich nicht wissen, um ein trotzdem spannendes Leseerlebnis mit einem der späteren Bücher zu haben. Aber ich freue mich dennoch immer sehr, wenn ich solche Feedbacks wie deines bekomme, liebe Saiya. Manchmal erhalte ich Mails, in denen jemand schreibt, er sei mit dem x-ten Buch der Reihe eingestiegen, habe, weil er / sie es gut fand, nach und nach - beginnend beim ersten Fall - alle Helene-Christ-Romane gelesen und könne nun einiges an Helenes Wesen und ihrem Verhalten noch besser nachvollziehen. Sowas freut den Autor natürlich enorm,


    Es ist, notabene, nämlich gar nicht so einfach, eine solche fortlaufende Serie zu schreiben und dabei neue Leser, die beispielsweise mit "Feuer in den Dünen" anfangen, quasi beiläufig mit allen notwendigen Informationen zu versorgen, damit sie das handelnde "Kernpersonal" (Hund inbegriffen) kennenlernen, ohne aber dabei diejenigen durch zu viel Info-Dump zu verprellen, die schon von Beginn an dabei sind. Wenn das halbwegs gelingt, bekommt man den Lohn dafür, wenn man sieht, dass sich ALLE Romane der Reihe, vom ersten bis zum letzten, gleichmäßig über all die Jahre weiterverkaufen. :)

    Gibt es Nuris Kaffeebecher so wirklich zu kaufen oder hast du dir den Spruch von jemandem erstellen lassen, der die Sprache versteht?

    Den hab ich mal bei einem meiner türkischen Freunde gesehen. Ob und wo man den kaufen kann, weiß ich nicht, hab mir damals aber sicherheitshalber den aufgedruckten Spruch abgeschrieben, um ihn irgendwann mal zu verwenden. In diesem Buch und als Nuris Meinungsäußerung fand ich es nun sehr passend.