Beiträge von Dieter Neumann

    Wenn der Zug 45 Minuten Verspätung und der Anschlusszug sogar 50 Minuten Verspätung hat, hättest du doch sogar 42 statt 37 Minuten Umsteigezeit haben müssen?

    :rofl

    Das Schönste am Geschichtenschreiben ist immer die Überraschung darüber, was Leser*innen so auffällt ... Bestimmt hast du recht, breumel, aber es werden ja "etwa" 50 Minuten Verspätung angekündigt. Schieben wir´s also einfach auf die Ungenauigkeit der Durchsage, einverstanden? :lache


    PS: Bei der Lesung aus einem meiner Bücher vor ein paar Jahren meldete sich einmal ein Mann, der sich darüber beschwerte, dass auf Seite ichweißnichtmehr die Kommissarin mit ihrem Segelboot an einer roten Fahrwassertonne vorbeifahre, obwohl an der beschriebenen Stelle in der Flensburger Förde diese rote Tonne (Anm.: ein schwimmendes Seezeichen) durch eine rote Bake (Anm.: ein fest im Grund stehendes Seezeichen) ersetzt worden sei.

    Gut, dass das Buch kein Flop geworden ist, obwohl dieser Fehler natürlich allen Leser*innen aufgefallen sein muss und eigentlich den ganzen Roman unglaubwürdig gemacht hat ... ;)

    Wir haben es in der zweiten Auflage natürlich geändert ...

    Ich hatte als Kind mal einen Adventskalender, an dem waren vorher die Mäuse (oder meine Schwester) dran gewesen. Deshalb waren einige Türchen nur ... na, eben Türchen und nix dahinter.

    Falls sich tatsächlich diesmal nicht jeder Tag mit einer Geschichte belegen lässt, machen wir doch einfach einen ebensolchen Mäusekalender draus. Dann kommt zu der Überraschung, welche Geschichte sich wohl am nächsten Tag hinter dem Türchen verbirgt, noch die Spannung hinzu, ob es überhaupt eine gibt ... :lache

    Und überhaupt. Kannst Du mal die Laus von Deiner Leber nehmen, Voltaire? Die nervt langsam nämlich wirklich. Danke.

    Ich denke, dass Voltaires seit relativ kurzer Zeit plötzlich wiederholt vorgetragene Abneigung gegen die traditionellen Lesungen auf den Treffen weniger mit irgendwelchem Ungeziefer auf seinen Innereien zu tun hat, sondern eher mit seinen heftigen verbalen Auseinandersetzungen mit dem einen oder anderen Eulenautoren. Aber das ist, wie gesagt, nur eine Vermutung. Kann mich natürlich irren. ^^

    Fast ausschließlich sagte, fragte oder gar nix. Und das war auch gut so. Man überliest es, und es sichert ein stetig hohes Tempo, hemmt also nicht den Lesefluss. Und man brüllt, fiept, flüstert ja in der Regel nur in einer Ausnahmesituation.

    Yep, richtig. Das manische Bedürfnis mancher Dilettanten, ihre Schreibe mit scheinbar ausdrucksmächtigen Wörtern aufzupeppen, geht fast immer in die Hose, ist ein klassisches Beispiel für alberne Wortdrechselei, die Eloquenz vortäuschen soll, wo doch nur narrative Schwäche ist. Eine packende Erzählung braucht erstklassiges Handwerk, keinen Autorennarzissmus.

    Wenn ich alles richtig erfasst habe, muss ich bisher nur 2 Zimmer buchen.

    Liebe Wolke, mir ist auch aufgefallen, dass inzwischen fast alle selbst buchen. Was hat das für einen Hintergrund? Ich könnte das natürlich künftig auch tun. Irgendwie habe ich fast ein schlechtes Gewissen, dich nun wieder fürs Buchen einzuspannen. Wäre das denn für dich eine Entlastung oder hat es andere Gründe, dass nunmehr meist selbst gebucht wird? War früher ja anders. :gruebel

    Was die Frage, ob es "so etwas" in der DDR (oder bei Adolf oder bei den Natives im brasilianischen Regenwald) nicht gegeben habe oder nicht hätte geben könne , hat mit den Fragen, die Tom stellt, rein gar nichts zu tun.

    Und Speichel ist eine Flüssigkeit. Flüssigkeiten kann man nicht "sortieren", zumindest solange sie nicht getrennt in Behältnisse abgefüllt sind.


    Zur Sache: Bücher, die aufkeimenden und um sich greifenden gesellschaftlichen Strömungen hinterherschreiben, sich diesen förmlich andienen, um damit die Stimmung weiter anzuheizen und dadurch viel Geld zu verdienen, hat es immer gegeben. Hier bei mir (inzwischen sehr weit hinten im Regal) stehen noch flammende Pamphlete aus der Zeit der sogenannten sexuellen Revolution einträchtig neben den "Bibeln" der 68er, den Schriften von Marcuse und Amend zum Beispiel. Da wo sie stehen, können sie wenigstens keinen Schaden mehr anrichten, was ihnen, zugegeben, in Bezug auf mein Hirn einige Jahre lang durchaus gelungen war.

    Inzwischen hat mich das Leben gelehrt, gar nichts mehr zu glauben, vor allem dann nicht, wenn es besonders schmackhaft, also verführerisch daherkommt. Insofern genügt mir ein "Querlesen" von Sarrazin und Co. vollkommen, um zu wissen, was er beabsichtigt. Dafür brauche ich das (stilistisch auch noch üble) Werk nicht zu kaufen - und ein weiteres von ihm schon gleich gar nicht. Selbiges gilt für die anderen hier genannten Brunnenvergifter (oder sogar geistig Verwirrten) - und natürlich auch für "Mein Kampf" u. ä.


    Merke: Allem, was scheinbar süffig runtergeht, ist mit größtem MIsstrauen zu begegnen. Schon gar, wenn es diejenigen zu Begeisterungsstürmen hinreißt, die sich für "das Volk" halten.

    Ich erinnere mich aus manchen Begegnungen mit Darlene bei Eulentreffen an sie als eine besonders liebenswerte Frau, mit der man sehr herzliche Gespräche führen konnte. Ihr wohl überraschend schneller Tod berührt mich und lässt mich - wie bei ähnlichen Nachrichten von Freunden oder Bekannten, die mich leider immer öfter erreichen - immer carpe diem denken: Nutze den Tag!

    Niemand weiß, wie viele davon jeder von uns noch hat.

    Ich bin sicher, wir werden auf dem nächsten Treffen Gelegenheit finden, gemeinsam an Lesebiene zu denken.

    Ich freue mich!

    Der traditionsreichste Krimipreis für den Norden wird am 14. Oktober 2018 im Rahmen der 5. Nordsee-Krimitage in St. Peter-Ording vergeben. Meine Short Story "Dunkles Wasser" wird in diesem Jahr mit dem Jurypreis ausgezeichnet, wurde also auf einen der drei ersten Plätze gewählt. Noch ist nicht bekannt, ob es Platz drei, zwei oder gar eins ist. Das bleibt bis zur Preisverleihung geheim.

    Wer "Dunkles Wasser" lesen möchte, geht am besten über meine Website. Dort gibt´s alle Informationen und auch den passenden Link, falls ihr (anonym) an der Abstimmung für den Publikumspreis teilnehmen möchtet. Ich würde mich freuen!

    Bilder

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    Also, liebe Zuckelliese (und andere): Schloss Herzberg, wo ich lese, ist leider ebenso wenig barrierefrei wie einige andere Locations. Das hat, wie man mir sagte, angeblich mit der Lage und den historischen Baulichkeiten zu tun. Ich mag das nicht kommentieren, da ich zu wenig davon verstehe.


    Problemlos und barrierefrei ist jedoch das Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar, wo ebenfalls einige sehr attraktive Lesungen stattfinden (sie Programm: http://www.mordsharz-festival.com/index.php/programm-2018). Die Veranstaltungsbereiche dort (ehemalige Schlosserei und Schmiede) sind rollstuhlgerecht und mit einer behindertengerechten Toilette ausgestattet.

    Das war ein guter Tipp. Ich habe gleich auf der Seite nach Programm und Veranstaltungsorten recherchiert. Für mich gibt es da das große Problem der Barrierefreiheit.

    Ich lasse das gerade klären, liebe Zuckelliese, an welchen Orten keine Probleme in Bezug auf Barrierefreiheit bestehen. Du hörst dazu wieder von mir! LG Dieter