Beiträge von Depardieu

    Zitat

    Original von Ronja
    Was bei einer Waschmaschine ganz wichtig ist, ist eine Sackkarre.
    ...
    Damit kommt man auch gut Treppen rauf und runter, wenn jemand schiebt und der andere zieht.


    Genau. Optimal ist eine mit Gleitkufen. Die kippt man auf dem Treppenabsatz an und dann rutscht die Sackkarre sammt Waschmaschine die Treppen von alleine runter. Wichtig ist also, dass von unten jemand gegenhält.


    Diese Karren kann man bei Umzugsfirmen auch leihen!


    Viel Erfolg
    D.

    Es tut mir Leid - ich kann nicht mehr!


    Ich habe mich wirklich bemüht und bis Seite 377 durchgehalten. Aber es wird einfach nicht besser.


    Ich will gar nicht behaupten, dass der Roman stilistische oder handwerkliche Mängel hat. Aber er fesselt mich einfach nicht. Diese dauernden "gesellschaftlichen Ereignisse" in Form von Parties, Empfängen, Bällen, Soirees und was weis ich noch alles, nervt mich nur noch.


    Helena ist für mich als Figur unglaubwürdig. Immer wieder wird sie von ihrem Mann gedehmütigt, vergewaltigt, geschlagen. Und was zieht sie für Konsequenzen? Sie geht freiwillig zu diesem Widerling (S. 375 f.) und will mit ihm schlafen, damit er nicht mehr bestimmt, wann es das nächste Mal passieren wird. Es mag an mir liegen, aber meine Phantasie reicht nicht aus, um mir so eine Frau vorzustellen.


    Ebenso ihren Ehemann Matthew. Dieser Typ ist in meinen Augen auch nicht stimmig. In der Regel findet er Vergnügen daran, seine Frau zu unterwerfen (praktisch-tätlich wie sexuell) und zu betrügen, zum anderen möchte er wieder von seiner Frau verführt und begehrt werden.


    Auch Matthews Gegenspieler Alec ödet mich an. Er ist ein richtiger Waschlappen, der keine Entscheidungen treffen kann. Warum hat ihm Helena im Opium(?)-Rausch eigentlich ihr halbes Leben erzählt, das wichtigste aber "vergessen" (obwohl sie doch nicht Herr ihrer Sinne war) - nämlich dass sie eine Tochter von ihm hat?


    Bestimmt löst sich das alles ja noch auf, aber ich hab leider nicht den Nerv, mich dafür durch weitere 300 Seiten zu quälen.


    Der Roman würde sich gut für eine Theaterstück-Vorlage eignen, denn er kommt mit sehr wenig Bühnenbild aus. Als Kulisse braucht man nur diverse Salons, einen Park (mit vielen "Lauben"), das Kontor von Seymours Firma und natürlich das Schlafzimmer der Vanderleys.

    In diesem Zusammenhang komme ich noch mal auf den Klappentext zurück: Der Glanz des britischen Empire, die Exotik Indiens und der Zauber einer jungen Liebe - ein üppiger historischer Roman (...).


    Für mich eine Mogelpackung...


    Laila ,
    nimm mir meine Kritik bitte nicht übel - aber ich denke, bei dem vielen Lob hier, kannst du einen "Miesmacher" aushalten, oder ? :knuddel1


    Enttäuscht
    D.

    Zitat

    Original von SweetMouse



    ich wüsste gerne ob es schon jemand hier aus dem forum gelesen hat, ober ob es noch jemand auf dem SUB liegen hat.


    Ich hab's bis jetzt noch auf meinem SUB.


    Das Buch war ziemlich weit nach hinten gerückt, nachdem ich vom "Duft der Kaffeeblüte" - auch eine Bertelsmann-Premiere, die über den goldenen Klee gelobt wurde - mich total enttäuscht hat. Da über dieses Buch auch hochgelobt wurde, war ich etwas skeptisch.


    Mit deiner Rezension hast du mich echt neugierig gemacht ;-)


    Grüße
    D.

    Ich habe das Buch im Dezember letzen Jahre gelesen und vermag mich dem allgemeinen Lob nicht so recht anzuschließen.


    Es liest sich ganz locker, baut aber auf einer ganzen Menge "Zufälle" auf (ich will jetzt nicht zuviel verraten, aber die Sache mit dem Folterknecht...).


    Ich hatte gehofft, etwas mehr über die politischen und kulturellen Hintergründe in Afghanistan zu erfahren, aber das war leider Fehlanzeige.


    Zitat

    Original von Kalypso
    Es hat mich auch gestört, dass man nicht viel über das "wirkliche" Leben in Afghanistan erfahren konnte, denn genau wie Farid (der Fahrer ziemlich am Ende) zu Amir meint: "Du bist hier immer nur Tourist gewesen. Du wusstest es nur nicht.", so habe ich das auch empfunden.


    Diese Einschätzung teile ich.


    Trotzdem ein interessantes Buch, aber etwas überbewertet.


    D.

    Ich finde es schön, zu wissen, dass der/die Autor(in) bei dem Gedankenaustausch mitliest und man quasi direkt mit ihm/ihr korrespondieren kann.


    Den Austausch untereinander über das Gelesene finde ich auch gut, vor allem, wenn so wie bei der "Silberschmiedin" eine richtige Diskussion über verschiedene Aspekte in Gang kommt.


    Aber daran war Ines ja nicht ganz unschuldig, indem sie immer wieder neue Aspekte hereinbrachte ( Danke, Ines, falls du hier auch mitliest!).


    D.

    Ich muß gestehen, dass ich schwer in das Buch hineingekommen bin. Die Vielzahl der Personen der englischen Gesellschaft nervt mich. In fast jedem Kapitel werden neue Figuren eingeführt, obwohl man die bis dahin aufgetretenen noch nicht mal richtig "verinnerlicht" hat. Ich glaube, so oft mußte ich noch in keinem Buch zurückblättern ("Wer war denn das jetzt noch mal...").


    Dabei fing es so gut an.


    Der Epilog im Kerker ist anschaulich geschrieben und macht neugierig auf den Fortgang der Handlung. Allerdings habe ich mir hier schon die Frage gestellt,ob man überhaupt 10 Jahre unter solchen Bedingungen (Hygiene, Mangelernährung etc.) überleben kann?


    Der Vater von Helena, Lord Ashington, scheint ein richtiger Kotzbrocken zu sein. Ich hoffe nur, Alec gelingt seine Rache an ihm.


    Der absolute Anti-Held ist aber Lord Matthew Vanderley. Für mich ist der Typ ein Sadist. Es macht ihm Spaß, Helena zu erniedrigen und er weidet sich an der Vorstellung, nach der Eheschließung Macht über sie auszuüben.


    Ausgesprochen schlecht finde ich, dass sowohl der historische Hintergrund wie auch die Schauplätze allenfalls als Kulisse dienen. Der Roman könnte ebensogut in Deutschland, Frankreich, Russland oder wo (und wann) auch immer spielen. Diese Beliebigkeit stört mich irgendwie - zumal der Klappentext mit dem "Glanz des britischen Empire" und der "Exotik Indiens" Appetit macht. Ich empfinde das als Mogelpackung.


    Bin gespannt, wie es weitergeht und ob ich schaffe, "bei der Stange" zu bleiben und das Buch wirklich bis zu Ende durchzulesen.


    Grüße
    D.

    Zitat

    Original von Trugbild


    Erst kommt die übliche Ladung an Polemie und Provokation - und dann kommt der obligatorische Abgang mit der Bemerkung "mit Euch kann man nicht diskutieren".


    Trugbild,
    du sprichst mir aus der Seele. :knuddel1

    Zitat

    Original von Iris


    Ich würde gerne erfahren, was in meinen Beiträgen dich zu solchen Äußerungen motiviert hat:


    Zu diesen Äußerungen haben mich die Beiträge motiviert, die in meinem Post genau über diesen Sätzen standen.


    Vielleicht provoziert deine Argumentationsstrategie, deine Standpunkte als allgemeingültig hinzustellen, derartige "Spitzen".
    Beispiele?
    Hier:

    Zitat

    Einen Grundschul- oder Deutschlehrer danach zu bewerten, ob er (allen?) Kindern vermitteln kann, daß Lesen cool ist, ist eine Verkennung der Realität.


    oder

    Zitat

    Und das ist -- wie der Schulalltag zeigt -- Unsinn.




    Zitat

    (...) -- und dennoch ist es manchmal besser, dem Kind einfach seinen Willen zu lassen und die Alternative nur noch passiv anzubieten.


    Für eine Diskussion über Kindererziehung wäre ich der denkbar schlechteste Diskussionspartner für dich :lache :lache


    Zitat


    Das kann man durchaus auch dahingehend interpretieren, daß du dich der Verantwortung entheben möchtest, nachdem es dir nicht gelungen ist, deinen Jungen nach deinen Vorstellungen zu formen.


    Wie du das interpretierst, überlasse ich dir.


    Und wie gesagt, über Erziehung(sziele) diskutiere ich nicht mit dir.:nono


    Zitat

    Reine "Spaßpädagogik" funktioniert allerdings erfahrungsgemäß nicht, weder bei Kindern noch bei Erwachsenen.


    Es tut mir Leid, dass du schon schlechte Erfahrungen mit "Spaßpädagogik" sammeln mußtest (oder wie kommst du sonst zu deinem Urteil?)


    Ich denke, "spaßpädagogische" Sendungen wie Sesamstraße, die Sendung mit der Maus oder Löwenzahn sind recht erfolgreich. Aber das ist nur ein persönlicher Eindruck von mir, der jeglicher empirischer Verifikation entbehrt.

    Heike,


    Zitat

    Original von Heike
    Wenn ein Schüler in diesem Alter jedoch immer noch kein Interesse am Lesen entwickelt hat, ist entweder etwas schiefgelaufen (zu Hause oder in der Schule) oder er HAT nun einmal in diesem Alter wenig Interesse an Büchern, was sich aber später noch ändern kann (mein Bruder hat als Kind/ Jugendlicher außer Comics sehr wenig gelesen, inzwischen verschlingt er mehr Romane als ich).


    Da machst du mir ja Hoffnung!


    Denn...


    Zitat


    Förderung muss natürlich auch zu Hause stattfinden, etwa in klaren Absprachen zum Fernsehn- und Computerkonsum und der Bereitsschaft der Eltern, Leseinteresse zu fördern (meine Mutter ist jedesmal, wenn wir in der Stadt waren, mit mir in den Buchladen gegangen, hat sich zwei bis drei Bücher gekauft, und ich durfte mir auch immer eins aussuchen :-] Alles andere (Computer, Fernsehn, Hörspielkassetten) war reglementiert,


    genauso mache ich es auch. Bücher unterliegen keinerlei Limitierung und müssen auch nicht vom Taschengeld bezahlt werden.

    Zitat

    Original von Iris
    Deine Wortwahl (und die hervorgehobenen Teile stammten nun mal von dir) war verallgemeinernd (...)


    Genau das war bezweckt.


    Ich hätte auch die Frage stellen können "Was meint ihr - verdirbt Frau G. (Name ist dem Poster bekannt) die Lust am Lesen oder fördert sie sie?"


    -nur: wer hätte da mit mir diskutiert?


    Zitat


    Ich neige dazu, die Dinge eher nüchtern und sachlich zu betrachten.


    Speziell dein erstes Posting hinterlies bei mir einen anderen Eindruck...



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    Wie willst du diesen Wunsch, die Lust am Lesen zu wecken, zum Anspruch machen? Wo ihn verankern? Konkret: Durch einen neuen Artikel oder Absatz im Grundgesetz oder einen Beschluß der KMK? Durch Appelle an die Lehrerschaft? Den Staat? Die Schulträger? Die Gesellschaft?


    Ich habe nicht geschrieben, dass ich ihn zum Anspruch erheben will, ich habe nur eine wertfreie Frage gestellt ("verdirbt oder fördert die Schule...").

    Zitat

    Alles, was du tun kannst, ist an angehende und junge Lehrer appellieren.


    Ehe ich das tue oder nach dem Staat rufe, damit er irgendwelche "Ansprüche" in Gesetze oder Verordnungen schreibt, versuche ich lieber selbst, schulische Defizite zu beseitigen, indem ich meinen Kindern vorlese, sie zum Selberlesen annimiere oder Mathe-Nachhilfe gebe.



    Zitat

    Schau dich mal um, was alles in Sachen Leseförderung unternommen wird.


    Zu Befehl! Habe ich schon gemacht. Auf sehr interessante Ideen stößt man da (z.B. thematische Lesenachmittage mit Bastelstunde für Kinder).


    Zitat

    Aber informiere dich bitte auch mal über die Resonanz in der Bevölkerung!


    Jawoll, auch schon erledigt! Die Resonanz war zumindest so hoch, dass sie der Lokalzeitung einen langen Artikel wert war (mit der Intention: Zum Nachmachen empfohlen...)


    Zitat


    Einen Grundschul- oder Deutschlehrer danach zu bewerten, ob er (allen?) Kindern vermitteln kann, daß Lesen cool ist, ist eine Verkennung der Realität.


    Ich bin nun mal ein Träumer.


    Zitat


    Eigentlich bin ich sogar der Ansicht, daß das Vermitteln der Lust am Lesen und Lernen meine Aufgabe ist, die der Eltern.


    Da sind wir uns einig, s.o.



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    Das klingt, als verstündest du unter einem Bildungsauftrag die "lustfreie" Vermittlung trockener Fakten anstelle der Lust am Lernen und am Stoff (dazu gehört das Lesen). Und das ist -- wie der Schulalltag zeigt -- Unsinn.


    Danke für die Belehrung.
    Dass einige der Mit-Poster hier die Ansicht "Bildungsauftrag = lustfreie Vermittlung trockner Fakten" vertreten, haben mir die in den entsprechenden Beiträgen beschriebenen Beispiele deutlich gemacht.


    Ich selbst hatte mich in meinem Eingangsposting allerding so geäußert, dass mir die Schule weder den "Herr der Fliegen" noch das Lesen an sich vermiesen konnte.


    Zitat

    Noch was: Das Lesen an und für sich hat keinen irgend gearteten Wert. Lesen ist eine Kulturtechnik, eine Fertigkeit. Man kann sie -- platonisch gesprochen -- ebenso wie z.B. das Benutzen eines Messers zum Guten verwenden wie zum Schlechten. Lesen kann durchaus z.B. menschenverachtendes Gedankengut vermitteln.


    Eigentlich hatte ich mir nur laut die Frage gestellt, ob es an der Schule liegen könnte, dass mein Sohn nicht gerne liest...

    Hallo Waldfee,


    Zitat

    Original von Waldfee


    Aber warum machst du nicht einen eigenen Thread dafür auf?


    Ich wollte keine Rezension schreiben, mir kam dieses Buch nur spontan in den Sinn, als ich deine Überschrift las (und ich mich an Zeiten erinnerte, als ich mir eben diese Frage stellte...).


    LG
    D.

    Iris,


    Zitat

    Original von Depardieu
    Unseren 9-jährigen Sohn bekomme ich partout nicht zum Lesen; nicht mal "Die wilden Kerle" reizen ihn, obwohl er großer Fußballfan und -spieler ist. Irgendwie habe ich da auch die Schule in Verdacht, ihm den Spass am Lesen verdorben zu haben.


    ok, dieses Zitat muß ich im Sinne der Anklage, die da lautet, der Schule ihren Bildungsauftrag abzusprechen, gegen mich gelten lassen.


    Die anderen Zitate belegen meine These, dass (wegen oder trotz) Schule auch nach dem Abschluss weitergelesen wird.


    Die Posts von Babyjane (und später auch von Trugbild) sind deren Antworten auf meine Ausgangsfrage "Verdirbt die Schule die Lust am Lesen oder fördert sie sie?"


    Zitat


    Daß ich das (Ende der Diskussion, Ergänzung von mir) vorwegnahm, hat nichts mit Hellsehen oder Gedankenlesen zu tun, sondern damit, daß man nach vier Lebensjahrzehnten, in denen diese Diskussion immer wieder aufkam, und inzwischen 20 Monaten in diesem Forum gewisse Erfahrungen ansammelt,...


    Über diese Erfahrung verfüge ich mit meiner grade mal 14tägigen Mitgliedschaft natürlich nicht, sonst hätte ich so ein empfindliches Thema nicht angeschnitten.



    Zitat


    Die Schule hat einen verfassungsmäßigen und durch Gesetze und Erlasse geregelten Bildungsauftrag -- nicht mehr und nicht weniger.


    Ich habe nicht vom Bildungsauftrag geschrieben, sondern von der Lust am Lesen, die geweckt oder eben nicht geweckt wird.


    Zitat


    Auch Deutschlehrer haben nicht die Aufgabe, den Kindern das Lesen als Hobby zu vermitteln


    Die Aufgabe haben sie sicherlich nicht. Aber wenn sie gut sind, vermitteln sie den Kindern die Einstellung, dass Lesen eine coole Freizeitbeschäftigung ist, die es lohnt, dafür mal den PC oder den Fernseher aus zu lassen. Diese Chance hat ein Mathelehrer nicht. In meinem Bekanntenkreis hat jedenfalls niemand die Mathematik zu seinem Hobby erkoren, wohl aber gibt es viele, die gerne lesen (einschließlich der Mitglieder dieses geschätzten Forums hier!). Von daher hinkte der Vergleich - das wollte ich sagen.


    Zitat


    Die Schule, um aufs Kernthema zurückzukommen, hat den verfassungsmäßigen Auftrag, Kinder zu mündigen Bürgern heranzubilden. Dazu gehört Kritikfähigkeit (aktiv und passiv). also ist es die Aufgabe der Lehrer, im UNterricht die Schüler daran heranzuführen, sich kritisch mit Texten auseinanderzusetzen.


    Da ist er wieder, der Bildungsauftrag :-)
    Dieser Schlußsatz zeigt wunderbar, wie schön wir aneinander vorbei reden. Ich rede von der Lust am Lesen, du vom Bildungsauftrag. Im aller-aller-günstigsten Fall kann das unter einen Hut passen - die Regel ist es wohl nicht.

    Liebe Iris,


    warum denn gleich so "apologetisch"?

    Zitat

    Original von Iris
    Die Behauptung, daß "die Schule" schuld sei, ist mir zu pauschal.


    Wo habe ich das behauptet?


    Ich hatte gefragt, ob ihr der Meinung seid, die Schule fördere oder hindere die Leselust. Die Frage war offen gestellt und implizierte keinerlei Tendenz.


    Zitat


    und bei manchen Lehrern bekommt man das Gefühl, daß sie nur eine ganz bestimmte Lesart zulassen. Ich hatte mal einen marxistischen Deutschlehrer, der mit uns Siegfried Lenz' Deutschstunde durchgenommen hat -- das war ernsthaft eine Geduldsprobe. :grin


    Solche Lehrer hatte ich auch. Aber du und ich sind ja wohl die lebenden Gegenbeispiele, dass einem so etwas die Leselust nehmen kann. Im Gegenteil, die Lenz-Bücher füllen mittlerweile einen halben Regalmeter meines Bücherregals.

    Zitat


    Im Grunde läuft mir diese Diskussion immer zu sehr auf die Idee hinaus, man solle mit den Kindern lesen, was ihnen Spaß macht.


    Wenn ich deine Fähigkeit hätte, in die Zukunft - sprich auf das Ende der Diskussion - zu sehen, hätte ich diesen Threat nicht zu starten brauchen.


    Zitat


    Im Matheunterricht lernt man auch nicht nur, was grad Bock macht


    Hier sollen gewisse Grundfertigkeiten vermittelt werden (ich rede jetzt von der Grundschule). Ich hatte einen super Mathelehrer, aber ich glaube selbst der hat nicht allen Ernstes beabsichtigt, einige (oder alle?) dazu zu bringen, Mathematik als ihr Hobby auch in der Freizeit zu betreiben. Vergleichbar wären hier die Bestandteile "Rechtschreibung" und "Grammatik" am Deutschunterricht. Das muß sein, ob es Spass macht oder nicht. Das Lesen von Büchern mit Mathematik gleichzusetzen, heißt Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Zitat


    Im Deutschunterricht soll den Heranwachsenden etwas über Literatur beigebracht werden, Grundlagen, damit sie sich, erstens, später kritisch mit Lesestoff auseinandersetzen können und, zweitens, etwas über unsere Kultur und Geschichte erfahren. Die Schulde hat einen Bildungsauftrag, keinen Unterhaltungsauftrag.


    Ich gebe dir Recht, soweit es sich um "anspruchsvolle" Literatur handelt (klingt blöd, aber ein anderes Differenzierungskriterium fällt mir jetzt nicht ein).


    Warum muß ich lernen, mich "kritisch auseinanderzusetzten", wenn ich einfach nur einen gut gemachten Wallander-Krimi lesen will? Um die Denkanstöße über den Zustand der Gesellschaft, die Mankell seinen Kommissar da beiläufig dem Leser präsentieren läßt, nachvollziehen und weiterdenken zu können, muß ich nur meinen Kopf benutzen.


    Zitat


    Zugegeben, es gibt nur wenige wirklich gute Lehrer, aber pauschal über "die Schule" den Stab zu brechen,


    Wer hat das denn gemacht? Kannst du außer Hellsehen auch noch Gedanken lesen?


    Soweit es mich betrifft, versuche ich, die Lehrerinnen meiner Kinder nach besten Kräften zu unterstützen.


    BTW: Irgendwie hat mich dein scharfer Ton irritiert - oder vielleicht ist es nur bei mir so angekommen. Ich war der Meinung, meinen Eingangspost ganz offen und wertfrei geschrieben zu haben. Wenn du etwas anderes herausgelesen hast, bitte ich
    a) um Zitate und
    b) um Entschuldigung für meine etwas scharfen Retouren


    Grüße
    Depardieu

    Zitat

    Original von Trugbild


    Nein, an sowas kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Ich glaube Du bringst da etwas völlig durcheinander. Soweit ich weiss kommt noch nicht mal ein Richter im eigentlichen Sinne vor.


    Entschuldigung, du hast natürlich recht, Trugbild!


    Ich habe mit dem Titel das unten verlinkte Buch assoziiert. Der "Richter" ist ein ehemaliger KZ-Insasse, der sich an einem KZ-Arzt rächen will.


    Es hätte mich jetzt auch gewundert, wenn in der Schule Krimis gelesen würden. Aber es wäre doch eine tolle Idee, sich dem Thema Nationalsozialismus mal von dieser Seite zu nähern.


    Aber ich werde offtopic.


    D.

    Zitat

    Original von Trugbild
    Welcher 14-jährige Junge will schon "Der Richter und sein Henker" lesen? Einer von hundert?


    Trugbild,


    wenn ich mich recht erinnere, geht's doch in dem Buch irgendwie um einen Richter mit Nazi-Vergangenheit, oder?


    Damit berühren wir schon wieder ein anderes Thema, über das man auch trefflich diskutieren könnte: Muß unsere ganze Nazi-Vergangenheit in der Schule immer und immer wieder durchgekaut werden, so dass es auch dem interessiertesten Schüler irgendwann zuviel wird?
    (Ich habe nicht gesagt, dass man es gar nicht mehr behandeln muß, aber vielleicht nicht in diesem Umfang).


    Um auf den "Richter..." zurückzukommen, finde ich die Idee, sich dem Thema auf diese Weise zu nähern, gar nicht mal sooo schlecht...


    D.

    Liebe frischgebackenen Eltern,


    ihr habt mein volles Mitgefühl :knuddel1


    meine Frau und ich haben dieses Thema bei 4 Kindern mit linear abnehmender Tendenz hinter uns, wobei linear abnehmend heißt, dass unser jüngster am wenigsten Probleme macht.


    Extrem weitergeholfen hat uns das unten verlinkte Buch, weil es die Schlafgewohnheiten der Kleinen mal richtig erklärt.


    Beispiel:
    -Kind schläft mit Nuckel ein
    -Kind wacht (routinemäßig, wie alle Menschen)nachts auf und merkt, dass der Nuckel rausgerutscht ist
    -Kind merkt: Situation jetzt stimmt nicht mit Situation beim Einschlafen überein
    => Kind schreit

    Zitat

    Original von Waldfee
    Irgendjemand hat hier meine 5 Daumen-Bewertung auf 3 Daumen gedrückt, ohne einen Kommentar abzugeben... :cry


    Würde mich ja interessieren, wer das war und vor allem: WARUM?


    Die Waldfee


    Ich war's nicht !


    Obwohl das Cover (Kind schläft im Elternbett) gleich ein Schlafproblem impliziert.
    Denkschema des Babys wie oben:
    -Kind schläft an Papa und Mama gekuschelt ein
    -Kind wird schlafend in sein Bettchen gebracht
    -Kind wacht (routinemäßig, wie alle Menschen) nachts auf und merkt das Einschlafsituation nicht mit jetziger Situation übereinstimmt
    => Kind schreit


    Ich weiß, die Beispiele klingen vielleicht ein bißchen wirr, wenn man den Hintergrund des Buches nicht kennt.


    Aber ich kann euch trösten - das Buch ist nicht so wirr geschrieben.


    100%ige Empfehlung.


    D.

    Hallo zusammen,


    Babyjane hat in der Diskussion über den "Herr der Fliegen" folgendes gepostet:


    Zitat

    Ich fand dieses interpretieren und zerflücken immer ganz schrecklich und dadurch wurden mir viele sehr gute Bücher erstmal total vegällt. Ging sogar soweit, daß ich Misery von Stephen King langweilig fand.... Versuch dir die wirklich guten und keineswegs langweiligen Bücher nicht durch die SChullektüre verderben zu lassen.


    Mir ging es fallweise ähnlich. Den "Herr der Fliegen" hat mir die Schule nicht vermiesen können. Wohl aber die "richtigen" Klassiker. Heute muß ich mich an Sachen wie "Faust" erst wieder heranarbeiten.


    Unseren 9-jährigen Sohn bekomme ich partout nicht zum Lesen; nicht mal "Die wilden Kerle" reizen ihn, obwohl er großer Fußballfan und -spieler ist. Irgendwie habe ich da auch die Schule in Verdacht, ihm den Spass am Lesen verdorben zu haben.


    Andererseits fand ich den inhalltlichen Austausch über die gelesenen Bücher immer interessant. Bei den "richtigen" Klassikern war es wohl eher die formale Diskussion, die öde war (Versmaß etc.).


    Was meint ihr - verdirbt die Schule die Lust am Lesen oder fördert sie sie?


    D.

    Nic,


    Danke, das ist doch schon mal was.


    Allerdings...

    Zitat

    Original von nic
    man sollte aber dranbleiben und keine größeren Pausen einlegen, sonst findet man nicht wirklich in die Geschichte.


    ...hört sich nicht wirklich überzeugt an :gruebel ?(


    Mal sehen, ob's noch jemand gelesen hat.

    Zitat

    Original von Waldfee


    Welche Bücher habt Ihr im Januar 2006 gelesen?


    Henning Mankell - Die falsche Fährte ++
    Ines Thorn - Die Silberschmiedin +
    Henning Mankell - Die fünfte Frau ++


    Jetzt habe ich schon mal mit 'Die Englische Erbin' angefangen, denn morgen geht's ja mit der Leserunde los.


    Außerdem abends für die Kinder vor dem Schlafengehen: 'Die Kinder des Dschinn. Gefangen im Palast von Babylon'.


    Grüße
    D.