Beiträge von Susannah

    So, mit einiger Verzögerung habe ich das Buch jetzt auch beendet - tut mir leid, dass ich mich nicht intensiver an der LR beteiligen konnte, aber ich kam einfach nicht zum Lesen.


    Beeindruckend wieder die Schilderung der Schlacht, dieses Mal bei Tours und Poitiers. Mac, inwiefern ist denn belegt, dass Eudos Angriff auf die eingekeilten Muslime eine Eigeninitiative war und nicht mit Karl abgesprochen? Oder fällt das unter die dichterische Freiheit?


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich mochte den starken Fokus auf die politische Situation, das strategische sowohl im Politischen als auch im Militärischen. Mehr in der Rezi, die ich in den nächsten Tagen schreiben werde.

    Oh weg, Mununza und Lampegia, was für ein entsetzliches Schicksal. Dass Mununza Selbsttötung, die, wenn ich mich recht erinnere, in keiner Religion besonders gut gelitten ist, der Gefangenschaft bei Abd ar-Rahman vorzieht, kann ich verstehen. Ich hoffe, Lampegia und ihre Tochter kommen irgendwie glimpflich davon.


    Dass so unglückliche Umstände zum Fall von Mununza führten, ist natürlich hoch tragisch, aber sinnbildlich dafür, was der Zwist zwischen den Religionen veursacht. Menschen, die meinen, im Namen ihres Gottes oder ihrer Götter zu handeln, verstoßen gegen jedes Gebot, um ihre eigene Macht zu mehreren, und wer die Gebote der Religionen tatsächlich lebt, bezahlt dafür mit dem Leben.


    Die Belagerung von Tolosa fand ich sehr spannend erzählt, auch wenn ich wusste, wie sie ausgeht. Aber ich finde, bei deinen Büchern spielt das Ergebnis eines historischen Ereignisses, also das reine Faktum (X besieht Y; Z fällt in der Schlacht) viel weniger eine Rolle spielt als viel mehr der Weg dahin, die Rollen der verschiedenen Figuren dabei. Deine militärhistorischen Elemente finde ich immer am spannendsten zu lesen.

    Ich habe den Abschnitt eben beendet, hat mir sehr gut gefallen. Ich fühle mich mit fortschreitender Dauer wohler in der Geschichte und auch mit dem sehr faktenhaltigen Schreibstil komme ich besser zurecht. Die Szenen mit Eudo und Mununza haben mir sehr gut gefallen, und Mununzas Unsicherheit und Perplexität angesichts der wilden Herzogstochter fand ich sehr amüsant.


    Karl hat nun auch seinen ersten Auftritt, das Geschacher zwischen ihm und Eudo gefiel mir sehr gut. Bin gespannt, wie sich das Verhältnis zwischen den Beiden noch weiterentwickeln wird.

    Auch ich wünsche euch einen schönen vierten Advent!


    Ich fange langsam an, mich zu entspannen, die letzten zwei, drei Wochen waren nicht ohne. Eben habe ich zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder ganz in Ruhe gelesen, das tat gut. In "Der Herzog von Aquitanien" bin ich auf S.242 angekommen.

    Mac P. Lorne Ich habe eine Frage gleich zu Beginn des Kapitels. Als sich Hunold mit dem Hakim unterhält, sagt letzterer: "Wohin man ihn und damit auch seine Gefolgschaft nun schicken wird, weiß Jehova allein."


    Ich hatte in Erinnerung, dass im jüdischen Glauben der Name des Gottes nicht ausgesprochen und auch nicht geschrieben werden darf. Hab ich da was falsch in Erinnerung oder hat sich das entwickelt?

    Guten Morgen zusammen :wave


    Ich komme leider nicht dazu, hier alles nachzulesen - falls irgendwer Genesungswünsche oder virtuelle Umarmungen braucht, seien sie an der Stelle verteilt.


    Zum Lesen komme ich im Moment so gut wie gar nicht - bei "Der Herzog von Aquitanien" bin ich auf S.205, bei "Der Horizont der Freiheit" hatte ich erst ein paar Seiten gelesen, und das ist schon wieder so lange her, dass ich heute neu beginne.


    Immerhin in Sachen Hörbüchern geht es einigermaßen. Ich habe "Der ewige Krieg" beendet - ein sehr interessanter und spannender Ausflug in Science-Fiction, werde ich definitiv häufiger zu greifen. Danach habe ich zu einem Weihnachtshörbuch gegriffen - genau wie bei Jenks ist es "Für immer Weihnachten". Davon habe ich jetzt knapp 3 1/2 Stunden gehört und noch knapp 1 1/2 vor mir. Eine wunderschöne Geschichte aus dem Nachkriegsfrankfurt, ein bisschen traurig, aber auch mit wunderschönen Szenen. Mein Stück Besinnlichkeit momentan.


    Einen schönen Mittwoch euch allen :wave

    Ich bin jetzt auch endlich mit diesem Abschnitt durch - Stress im Büro + Vorweihnachtshektik + etwas anspruchsvollere Geschichte sind eine gemeine Mischung, daher sorry an alle, dass ich so hinterher hinke.


    Das letzte Kapitel des Abschnitts um Eudo gefiel mir auch wieder sehr gut - die Seite, für die er sich aktuell entschieden hat (wenn auch aus eigennützigen Motiven) tut momentan nicht gerade viel, um ihn "bei der Stange" zu halten - ich bin gespannt, ob bzw. wann Eudo auf Karl trifft und was für einen Eindruck er von ihm bekommen wird. Spannend auch deine Ausführungen zum Thema Steigbügel, Mac P. Lorne - wusstest du das durch deinen Bezug zu Pferden schon vorher oder hast du das auch erst im Zuge der Recherche herausgefunden?

    Ich bin echt überrascht, wie viele Sympathien Abd ar-Rahman hier bekommt. Ich kannte, bevor ich mich intensiver mir Eudo beschäftigt habe, nur seinen Namen aus der Schlacht von Tours und Poitiers. Als ich dann nachzuforschen begann - auch über ihn - habe ich versucht ihn als das darzustellen, was er offenbar war: ein widerwärtiges Subjekt, dessen Weg Leichen gepflastert haben und der sich für keine Schandtat zu schade war. Mord, Verrat an seinen Freunden, Feigheit, unglaubliche Brutalität, religiöser Fanatismus, alles Eigenschaften, die ich gar nicht schätze.

    Eigentlich wollte ich ihn von dem Sockel herunterholen, auf den er bis heute von Muslimen gestellt wird, aber das scheint mir gründlich misslungen zu sein. ;(

    Hat sich mittlerweile bei mir auch ein bisschen geändert, nachdem er den Statthalter ermordet hat bzw. sich dafür so ohne Weiteres hat einspannen lassen. Heftige Szene.

    So schwer ich mich am Anfang mit den arabischen Namen getan habe - vom Flair her gefallen mir die Abschnitte besser als die in Franken! Abd ar-Rahman ist eine spannende Figur. Kein Unschuldsengel, aber auch nicht grundunsympathisch. So mag ich meine Charaktere, ein bisschen an ihnen reiben will ich mich gerne.


    Ich habe auch das Gefühl, dass Dir diese Figuren gut liegen Mac P. Lorne - besser noch als Helden ;)

    Je weiter ich in diesem Buch lese, desto mehr treibt mich eine Frage um. Wie bist du auf Eudo gestoßen? Ist er dir durch Zufall im Rahmen der Recherche zu anderen Themen begegnet oder hattest du ihn schon länger "auf der Agenda"?


    Falls du das im Nachwort beschreibst, musst du das hier jetzt natürlich nicht wiederholen :)

    Auf den Punkt gebracht! Dieser Roman erzählt Geschichte, nicht Geschichten.

    Dazu kommt, dass du als Autor immer nur eine bestimmte Seitenanzahl zugestanden bekommst (es sei denn, du heißt Ken Follet) und dich somit entscheiden musst, worauf du den Schwerpunkt legen willst.
    Und hier lag er bei mir eindeutig darauf, ein nahezu unbekanntes Kapitel europäischer Historie in den Mittelpunkt zu stellen.

    Das gelingt dir zumindest bei mir sehr gut, ich staune über all die neuen Informationen, diesen bei mir noch vollkommen blinden Fleck Geschichte. Insbesondere die religiösen Aspekte waren mir nicht so bewusst, die durchaus unterschiedliche Praktizierung des Christentums beispielsweise. Und dass der Islam hier noch so "jung" ist, eröffnet auch einen neuen Blick.


    Ich habe jetzt das erste Kapitel dieses Abschnitta gelesen und um Hunold tat es mir wirklich leid. Sehr tragisch, erst diese Schlacht gegen die Mauren nahezu unbeschadet zu überleben und dann durch Unachtsamkeit in einen Hinterhalt zu geraten. Bedauerlich auch, dass die relevanten Informationen jetzt nicht zu Eudo gelangen konnten.

    Ich bin jetzt auch (endlich) mit diesem Abschnitt durch und habe die Belagerung von Konstantinopel in einem Rutsch gelesen. Das gefiel mir wieder richtig gut, man merkt einfach, wie gut du dich in dem Metier als Schriftsteller auskennst, Mac.


    Kleiner Spoiler für die, die auch An Song of Ice and Fire kennen:


    Tja, irgendwie muss ich's ja unterbringen. Oder wer kennt die Zusammenhänge so zwischen 700 - 732 in Europa? :) Ich erzähle eben nie die Geschichten von erfundenen Personen vor hist. Hintergrund, sondern immer Geschichte, in der ich nur mit Fantasie fülle, wo es keine Quellen gibt.

    Ich fand, du hast das gut eingebunden. Klar, die Charaktere "erzählen" und denken ein bisschen länger über die konkreten historischen Zusammenhänge, aber so lange sich das gut in den Lesefluss einfügt, passt das für mich wunderbar :)

    Nicht falsch verstehen, Personenverzeichnisse finde ich sehr wichtig und habe auch gar kein Problem damit, wenn sie vorne stehen. Mir ging es jetzt konkret darum, dass das Todesjahr bzw. die Begebenheit, bei der die Figur zu Tode kommt, schon "vorweggenommen" wird. Mir ist das an der Stelle einfach zu ausführlich.


    Ich muss mir da allerdings selbst wohl auch ein bisschen auf die Finger klopfen, denn wenn das in einem anderen Roman über eine historische Figur stünde, die ich bereits kenne und deren Todesumstände mir bekannt sind, würde mich das wahrscheinlich nicht stören. Von daher ist das wohl einfach persönliche Befindlichkeit im Einzelfall.