Beiträge von made

    Ich bin zufällig auf dieses Hörbuch gestoßen. Beim Stöbern in der onleihe fiel mein Blick auf den Autor Rafik Schami, der mir völlig unbekannt war. Lediglich durch die buechereule war der Name mit dem Vermerk "sollte ich mal lesen" in meinem Gedächtnis abgespeichert.

    Und ich bin so glücklich darüber, dass ich auf dieses Hörbuch gestoßen bin.


    Als Kenner sowohl der arabischen, als auch der westlichen Kultur bringt uns Rafik Schami die arabische Kultur auf eine amüsante und liebevolle Art näher.

    Er liest nicht vor, sondern erzählt frei, und das kann er wunderbar. Ein Genuss.

    Ich werde sicher noch mehr von ihm lesen/hören.

    ASIN/ISBN: B002TVXTUG

    Ich hab nirgends erwähnt, dass das Buch in Rom spielt! Ich hab nur gesagt, dass das "Alte Rom" zeitlich zu früh ist.

    Genau! Diese Aussage war sehr schwammig. Mir war aber auch nicht klar, ob mit Absicht oder nicht. :lache


    Ich überleg mir schnell was.

    Ich bin ja noch nicht so besonders weit mit den Erzählungen. Aber gleich auf der ersten Seite (aus "Die wilde Miss vom Ohio" habe ich mir markiert:


    "Die Einsamkeit ist die Treppe zum Gedankenkeller. Sie ist selbstverständlich wertlos für denjenigen, der unten nichts auf Lager hat. Wer aber sein Fäßchen oder gar Fässer, Tonnen dort liegen weiß - meistens die, welche oben nur wenig verzapfen - dem fällt es nicht schwer, die Stunden in dieser erfrischend kühlen Tiefe totzuschlagen."


    Das fand ich so schön formuliert. Wird made dann auch auf der CD hören.

    Ja, ich habe jetzt alle Erzählungen der CD angehört. "Die wilde Miss vom Ohio" ist definitiv mein Lieblingsstück. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich Einsamkeit in einem ähnlichen Rahmen erzählt bekommen habe.

    Auch die anderen Erzählungen haben mir gefallen. Bei Kuddeldaddeldu musste ich an Käpt'n Blaubär denken. :lache


    Ich werde jetzt schauen, ob ich die anderen Erzählungen, die du erwähnt hast, auf die Schnelle finde, vielleicht beim Projekt Gutenberg.

    Kennt sich bei euch jemand mit Vögeln aus, speziell Eulen? sasaornifee vielleicht?


    Wir hören hier bei uns seit ein oder zwei Wochen einen Vogel vor allem in der Dämmerung, der hier noch nie zu hören war. Bei Recherchen sind wir auf Sperlingskäuze gekommen. Kann das sein? Zumindest der Ruf passt genau zu der Vogelstimme, die wir im Internet gehört haben. Gesehen haben wir ihn nicht.

    Also wir wohnen nicht im Wald :lache, sondern am Stadtrand.

    Ich habe mir dieses Hörbuch über onleihe herunter geladen:

    Die Freude an Komödie - Gedichte und Erzählungen

    ASIN/ISBN: B000E8N834


    Die Gedichte werde ich mir nicht anhören. Ich finde, die muss man lesen. Folgende Erzählungen sind drauf:


    Das Erbe des spinneten Vaters
    Die Freude an Komödie
    Kuddeldaddeldu (Rotkäppchen)
    Die wilde Miss von Ohio
    Durch das Schlüsselloch eines Lebens


    Die erste habe ich mir angehört. Ich finde sie ganz super gelesen.

    Autor:


    Siegfried Lenz (* 17. März in Lyck, Ostpreußen; † 7. Oktober 2014 in Hamburg) war ein deutscher Schriftsteller. Sein wohl bekanntestes Werk ist der Roman Deutschstunde (1968).

    Heimatmuseum erschien 1978.


    Inhalt:


    Um zu verstehen, warum jemand ein Heimatmuseum aufbaut, muss man verstehen, was Heimat bedeuten kann.

    Deshalb lässt Siegfried Lenz Zygmunt Rogalla von Masuren erzählen, beginnend vom Ende des 1. Weltkriegs: von der Natur, einem Dorf, das ziemlich weit weg scheint von den großen Ereignissen der Weltgeschichte, und seinen Bewohnern, denen ihr Leben unveränderlich vorkommt. Doch die Zeit schreitet voran und das Wort „Heimat“ bekommt eine neue Bedeutung.


    Meinung:


    Siegfried Lenz erzählt keine durchgehende Geschichte, sondern einzelne Episoden, so dass dem Leser ein Faden fehlt, an dem er sich entlang hangeln kann. Manche Ereignisse und Zeitangaben werden lediglich angedeutet. Ich habe sie nicht alle verstanden. Dabei hätte ich oft gern genauere Angaben gehabt, um alles besser einordnen zu können, ob z. B. das Kind noch ein Kind ist oder schon ein Jugendlicher.

    Das Erstarken des Nationalsozialismus wird nur angedeutet, indem plötzlich Männer in braunen Uniformen auftreten. Die Wörter „Nationalsozialismus“, „NSDAP“ oder „Hitler“ kommen im ganzen Buch überhaupt nicht vor. So fühlte ich mich beim Lesen manchmal in einem nebelhaften Zustand.


    Trotz allem hat es sich gelohnt, dieses Buch zu lesen, denn Siegfried Lenz ist ein großartiger Erzähler. Er versteht es, dem Leser diesen wunderschönen, rauhen Flecken Erde mit seinen Bewohnern und Bräuchen näher zu bringen. Das Glanzlicht in diesem Buch war für mich die Beschreibung des Erntefests. Es war für mich fast so, als ob ich dabeigewesen wäre oder als ob es tief in mir drin eine verschüttete Erinnerung an ein ähnliches Ereignis gäbe.

    S. 56 - Ende


    Alle drei erkennen, dass sie untrennbar verbunden sind. Als Estelle Ines mit dem Papiermesse töten will, wird ihnen diese Absurdität bewusst und fangen an zu lachen. Sicher kein angenehmes Lachen. Ich vermute eher hysterisch.

    Zitat

    Ines: ... Und wir sind für immer zusammen. (sie lacht)

    Estelle (lacht schallend): Für immer, mein Gott, ist das komisch! Für immer!

    ...

    Garcin: Also machen wir weiter.

    Gruslig!

    S. 54 - 55

    Ich fass es nicht. Da geht die Tür auf, und plötzlich will keiner das Zimmer verlassen.

    Jeder hatte ein Interesse daran, die anderen beiden nicht zu zweit zurückzulassen. Er/sie hätte auf etwas verzichten müssen, um der Hölle zu entkommen.