Beiträge von made

    Hat Circe, als sie sich für ein Kind mit Odysseus entschieden hat, überhaupt nicht daran gedacht, dass es unausweichlich ist, dass sie als Unsterbliche den Tod ihres Sohnes würde miterleben mÜssen?

    Wobei sich da überhaupt die Frage stellt, welche besonderen Fähigkeiten eine Göttin zu einer Göttin machen? Unsterblichkeit auf alle Fälle. Und unendliche Selbstheilungskräfte. Aber dann wird das Ganze schon schwierig.

    Bei dem Kaiserschnitt bei der Geburt des Minotauros war ich schon etwas verwundert, dass die Heilung danach überhaupt nicht der Rede wert war. Auch wenn die Selbstheilungskräfte vorher bereits erwähnt worden waren.

    Hat ja jeder Gott andere Fähigkeiten.

    Was der Autorin sicher entgegenkommt.;)

    Huhu! :wave

    Eigentlich wollte ich in dieser Leserunde nicht mitmachen, aber ich höre gerade das Hörbuch dazu. Nebenbei bemerkt: Ich kann das nicht empfehlen. Es gefällt mir nicht, wie es gelesen wird. Die Satzmelodie fast jeden Satzes endet in einem Flüstern, so dass man sich den Rest oft aus dem Zusammenhang erschließen muss.


    Doch zum Inhalt:

    Ich fand es eigenartig, dass Circe als Göttin kein Mittel hatte, sich gegen die Vergewaltigung zu wehren.


    Dann stellt sich mir noch eine andere Frage: Was ist mit den Schiffen der Seeleute, die sie in Schweine verwandelt hat? Verrotten die am Ufer?

    Diese lange Beschreibung der Empfänge ist wirklich ein wenig schwierig. Was ich dabei allerdings interessant finde, auch wenn viele der auftauchenden Menschen nur Namen sind, ist, die vielen kleinen Gemeinheiten der Damen untereinander und auch der Herren zu verfolgen.

    Auf jeden Fall ist mir klar geworden, dass diese Empfänge nicht nur zum Vergnügen da sind. :lache Es geht darum die richtigen Leute zu treffen und die richtigen Worte zu finden. Jede Menge Interessen stecken dahinter. Und dann braucht man Fingerspitzengefühl dafür, wer wen wem vorstellen darf. Puh!

    Es ist mir früher schon aufgefallen, habe es dann aber vergessen. Gerade höre ich die Folge 23 und Bloch blamiert sich so gut er kann. Er verwendet seltsamerweise fast wörtliche Wendungen Homers aus der Odyssee bei einigen Beschreibungen.

    Das muss schon in den vorherigen Bänden gewesen sein, als Marcel bei Familie Bloch eingeladen war. Das war der übliche Umgangston mit seinen Schwestern. Seltsam.

    Ich bin jetzt mit dem 26. Abschnitt fertig. Mittlerweile nervt es mich. Der Autor beschreibt einen Abend im Salon der Madame Villeparisis. Anfangs ist das ja noch interessant, weil man einen Einblick in diese Gesellschaftsschicht bekommt. Allerdings kommen so viele Personen vor oder werden erwähnt, bei denen ich den Eindruck habe, der Leser sollte die kennen. Tu ich aber nicht. Das Gleiche gilt für die Dreyfus-Affäre.


    Unbestritten ist er ein hervorragender Beobachter und versteht es, seine Beobachtungen wiederzugeben. Ich frage mich aber, welchen Eindruck er auf die anderen Anwesenden macht. Jemand, der nur dasteht, kein Wort sagt und schaut.

    Zum Glück taucht am Ende Robert auf.

    Heute habe ich die Folge 13 gehört. Interessant ist, dass es Eifersüchteleien und Intrigen zwischen "altem" und "neuem" Adel gab.

    Vermutlich gab es das in Deutschland auch. Sicher haben die Familien mit Stammbaum bis ins Mittelalter über neue Nur-Vons (neu Geadelte :lache) die Nase gerümpft. Und dann gabs ja noch erblichen und nichterblichen Adel. Oder war das in England?


    Dann kannst du dich schon auf den 14. Abschnitt freuen. Das Telefongespräch mit seiner Großmutter und seine Gedanken drumherum sind super.

    Stell dir vor, du tust ein Sandkorn in 1l Wasser. Dann füllst du viele kleine Fläschchen ab. In wievielen ist ein Sandkorn drin?

    Allerdings ist es bedrückend zu hören, wie da über den Tod von vielen Menschen gesprochen wird.

    Geht das überhaupt anders, wenn man freiwillig zur Armee geht? Ich weiß nicht, wie die Stimmung damals war. Der 1870/71-er Krieg war ja noch nicht so lange her. Gab es einen gesellschaftlichen oder familiären Druck auf die jungen Männer, Offizier zu werden? Oder war das Thema immer noch mit Begriffen wie "Heldentum" und "Vaterland" verklärt?

    Verrückt vor Liebe.

    "verrückt" trifft es.


    III/17. - 20.


    Jetzt lernt auch der Leser Rahel kennen. Was für ein Luder! Sie macht im Theater eine Schauspielerin lächerlich.

    Sie provoziert Roberts Eifersucht immer wieder. Bei ihm habe ich den Verdacht, dass er weiß, was für eine sie ist. Er will es jedoch nicht wahrhaben und verdrängt es. Doch die Eifersucht kann er nicht verdrängen und macht ihn aggressiv. Er verprügelt einen Journalisten und einen Typen, der ihm Avancen macht. Diese beiden Szenen sind wunderbar beschrieben. Auch wie die Freunde des Journalisten ihn im Stich lassen. :lache

    Für uns heutige Leser ist es unangenehm zu lesen, wenn in Verbindung mit Homosexualität Begriffe wie „ernste Einkehr“ und „bessern“ verwendet werden.

    Mal was anderes:

    Seit der Diskussion ums Gendern denke ich immer wieder daran, wie es mir als Kind, und das ist ja schon ein paar Jährchen her, unangenehm war, wenn in alten Geschichten, besonders Märchen, in denen Mädchen vorkamen, im weiteren Verlauf immer das Wort "es" verwendet wurde. Mir ging das völlig gegen den Strich, auch wenn ich wusste, dass das grammatikalisch so richtig war. Für mich hätte es "sie" heißen müssen.


    Seltsamerweise hat sich mittlerweile für die Wörter "Bub" oder "Knabe" das Wort "Junge" etabliert. Warum gibt es kein neues für "Mädchen"?

    III/15.


    Zurück in Paris stellt Marcel schon wieder Madame de Guermantes nach. Ich hatte gedacht, er würde darüber hinweg kommen.


    Ich frage mich, ob Robert mit seiner Tante wegen Marcel gesprochen hat. Zumindest hat er wohl ganz vorsichtig angeklopft. Und ihre Reaktion war wohl so eindeutig, dass er Marcel lieber eine Alternative anbietet. :grin


    Francoise scheint im Rentenalter zu sein. Ich habe den Eindruck, sie kann sich nicht entscheiden, ob sie in Paris in Stellung bleiben oder zurück aufs Land gehen möchte. Sie scheint eine Zwischenlösung gefunden zu haben. Sie nimmt sich selbst frei, wann es ihr passt. :lache


    III/16.


    Marcels Vater rät ihm, über den Salon der Madame de Villeparisis den Herzog de Guermantes kennenzulernen, d. h. den Ehemann seiner Angebeteten. Das wäre ein heikle Situation.


    Immer wieder spielt die Dreyfus-Affäre eine Rolle. Die muss damals die Gesellschaft sehr gespaltet haben.


    Er lernt Roberts Freundin kennen. Ich war zuächst sehr verwundert, dass Robert an ihrer Liebe zu ihm zweifelt. Aber später war mir das klar.


    Was macht man als Freund in so einer Situation? Ihn über seine Freundin aufklären?

    Zitat

    In den Gedanken ist mehr Wirklichkeit als in den Dingen.

    Was für ein Satz!

    Nachdem ich mich den Dingen gewidmet habe (Großeinkauf), kommen jetzt die Gedanken zum Zug.

    Spontan denke ich, dass die Dinge viel wirklicher sind als Gedanken. Andererseits kann ich in Gedanken viel mehr Wirklichkeit nacherleben, sowohl räumlich als auch zeitlich. Ich kann vorausdenken. Ich kann viel tiefer in einen Sachverhalt eindringen, weil ich ihn verstehe.

    So gesehen passt dieser Satz auf den Erzähler. Er nimmt viel mehr von der Wirklichkeit wahr, nicht nur weil er sehr genau beobachtet, sondern weil er sich Gedanken darüber macht.

    In Doncieres bin ich auch gerade und höre in der 9. Folge über die Arten des Schlafes :grin

    Genau, die verschiedenen Schlafphasen, ich erinnere mich.

    Seltsame Art von Ferien in einer Garnisonsstadt. Der Gute bräuchte dringend etwas Sinnvolles zu tun.

    Zum Thema "Etwas Sinnvolles tun":

    Ich habe mal in einem Buch gelesen, ich glaube, das war von Stefan Zweig, dass das gehobene Bürgertum in Deutschland (oder war es Österreich?), also Unternehmer, Selbständige etc. das Ziel hatte, seinen Kindern so viel Vermögen zu vermachen, dass sie davon einigermaßen leben konnten. Für gehobenere Ansprüche mussten sie dann selbst etwas verdienen.

    Ich kann mir denken, dass das in Frankreich ähnlich war. Das verleitet natürlich zum Schlendrian. Aber wenn die Jungs heiraten wollten, mussten sie sicher eine gute berufliche Position vorweisen, um eine gute Partie zu machen.

    III/11. - 14.


    Marcel zieht seinen Aufenthalt in Doncieres ganz schön in die Länge. Ich habe erwartet, er würde nur ein oder zwei Tage dort bleiben, um Saint-Loup als Fürsprecher bei der Herzogin zu gewinnen. Es freut mich für ihn, dass er sich dort so wohl fühlt und Ablenkung von seinem Liebeskummer findet.

    Die ganzen Ausführungen zur Kriegskunst hätte ich nicht gebraucht. Interessant hingegen fand ich, dass es zwei Gruppen von Adligen gibt, die sich gar nicht grün sind: den alten Adel und den des Kaiserreichs.

    Völlig daneben finde ich, wie er sich an die Herzogin ranmachen will. Glaubt er allen Ernstes, sie würde ihn einladen, ein Bild Elstirs bei ihr anzuschauen? Er weiß doch, dass sie sich durch ihn belästigt fühlt.


    Absolut grandios finde ich in Abschnitt 14 die Beschreibung des Telefonats mit seiner Großmutter und dann später seiner überraschenden Rückkehr. Er hatte das Privileg, „der eigenen Abwesenheit beizuwohnen“.

    III/6.-10.


    Ich finde es ja "riesig" (wie es ja in diesem Buch immer wieder heißt) peinlich, wie Marcel der Herzogin nachstellt. Und dann kommt er auf die Idee, Saint-Loup als Vermittler einzuschalten. Ich finde, er benutzt ihre Freundschaft. In Balbec hatte er es nicht geschafft, seinen Freund zu besuchen, weil er lieber mit den Mädchen zusammen war. Erst jetzt, wo er ihn braucht, denkt er an ihn. Und dann spricht er nicht einmal ehrlich mit ihm. Er versucht ihn zu manipulieren. Robert scheint ihn zu durchschauen, aber er verzeiht es ihm. Ich kann mir das nur so erklären, dass er nachfühlen kann, wie peinlich Marcel das alles ist. Ich denke, heute würde man das unter so engen Freunden nicht als so peinlich empfinden.

    Einerseits wird gepredigt, dass geimpft werden muss, so schnell wie es geht, andereseits sollen bestimmte Altersgruppen (die, die nicht wählen) doch bitte drauf verzichten.

    Wir wissen doch alle, dass nicht genügend Impfstoff da ist. Man kann natürlich darüber diskutieren, wer bevorzugt dran kommt. Oder sollen wir losen?

    Ich habe schon mehrfach gelesen, dass Long Covid gerade Jugendlichen zusetzt.

    Da würde mich interessieren, wo du das gelesen hast. Zum Thema Long-Covid bei Kindern habe ich nichts aktuelles gefunden.

    Mal abgesehen finde ich die Aussage, dass man die Langzeitfolgen der Impfung nicht kennt und die Jugendlichen davor schützen will echt lustig. Bei den Erwachsenen gibts die Sorge ja scheinbar nicht, oder da ist es einfach egal.....

    Es geht halt immer um die Risikoabwägung zwischen den Folgen einer Corona-Erkrankung und Langzeitfolgen einer Impfung. Und diese Abwägung fällt für jüngere Menschen eben anders aus als für ältere.