Beiträge von ginger ale

    Ich habe auch verschiedene Haarseifen ausprobiert, sowas kann man sich ja ganz gut bei Tauschticket bestellen. Das geht notfalls auch, aber so richtig begeistert bin ich von den meisten nicht. Mein flüssiges Shampoo verbrauche ich auch noch, benutze es allerdings nur ab und an. Ich hatte sicherheitshalber 4 Flaschen bei DM auf Vorrat gekauft, bevor ich mir über zu viel Plastik ernsthaft Gedanken gemacht hatte. Wäre ja blöd, das wegzuschmeißen.

    Das feste Haarshampoo von DM soll aus dem Programm genommen worden sein, weil die Rezeptur verändert werden soll. Schade. Sowohl ich als auch eine Freundin haben damit so gute Erfahrungen gemacht. Und auch hier waren ja viele recht begeistert. Ob sie es ohne Palmöl versuchen wollen? Oder ohne Papierverpackung? Bin gespannt.

    Das wäre natürlich zu begrüßen... aber wer weiß, ob es dann noch genauso toll die Haare wäscht.

    Das ist leider bei DM immer wieder der Fall... ausgerechnet die Produkte, die ich richtig gut fined, verschwinden nach einiger Zeit aus dem Programm. Leider weiß ich ja nie, wann und kann mir keine größeren Vorräte anlegen.

    Das feste Shampoo, das im Lose-Laden angeboten wird, ist doppelt so teuer.

    Da mag ich es nicht ausprobieren. Hab angefragt, ob sie nicht kleine Stücke als Proben verkaufen wollen.

    Vielleicht klappt das ja, das muss erst im Team beraten werden.

    Seitdem ich einen Laden entdeckt habe, in dem es Sheabutter, Mandelöl und vieles mehr zu erträglichen Preisen in Bio-Qualität gibt, stelle ich mir ab und zu Lippenpflegebalsam, Deo und jetzt auch Körpercreme für sehr trockene Haut selbst her. Das Ausprobieren macht richtig Spaß. Und es ist so toll zu wissen, dass ich mir keine -zig Alkoholarten, kein Palmöl und undurchschaubare chemische Zusätze auf die Haut schmiere und keine Plastiktuben übrig bleiben. Ich verwende leere Gläschen und Gläser, die ich gesammelt habe und desinfiziere sie mit Alkohol. Gegen Keimbildung nehme ich ein paar Tropfen äth. Öl und ein paar Tropfen Alkohol (z.B. Cognac, der hier noch rumsteht).


    Rezepte kann ich noch nicht weitergeben, dazu muss ich mir erst angewöhnen, alles genau auszuwiegen. Beim nächsten Mal klappt das bestimmt.

    Ich wasche seit Wochen meine gesamte Wäsche mit meinem selbstgemachten einfachen Flüssigwaschmittel, hergestellt nach Rezept bei DIY aus grüner (scharfer) Olivenseife (statt Kernseife), Soda und heißem Wasser. Klappt prima, schäumt nicht wild herum in der Waschmaschine, die Wäsche ist sauber... nur einen Fettfleck musste ich mal nachbehandeln. Habe mir Gallseife zur Vorbehandlung hartnäckiger Flecken gekauft.


    Für weiße Wäsche füge ich noch ein oder zwei Teelöffel Natriumpulver dazu.

    Ich glaube, ich koche heute mal.......nix. Hab keine Lust, hole mir lieber nachher ein Stück Spinatquiche. Und esse dazu einfach Gurke, Paprika, Tomate pur. Danach Blaubeeren mit Joghurt und ein paar Nüsse mit 2 Stück dunkler Schoki.

    @Skandinavische Sprachen


    Naja... ich war mal 4 Monate in Schweden zusammen mit Dänen und Schweden in einem Intensiv-Yogakurs. Dort wurde Deutsch, Englusch, Dänisch, Norwegisch und Schwedisch gesprochen. Und Dänisch war für mich, wenn ich Zeit hatte, lesbar, ich konnte mir diverse Infoblätter der Yogaschule ohne Hilfe übersetzen. Hab dann mal einer Dänin vorgelesen, was ich mir übersetztvhatte und es stimmte alles. Aber ich finde den Klang der Sprache teilweise nicht schön... die machen da so komische Sachen... kann ich gar nicht erklären. Ich würde mir dabei die Zunge brechen.:lache

    Schwedisch hingegen klang einfach total interessant. Nur spontan verstehen konnte ich nichts. Dabei ist das Schwedisch in Südschweden so nah am Dänischen, dass sich die Dänen und Südschweden problemlos miteinander unterhalten können.

    Norwegisch wär auch noch ne Idee. Soll dem Deutschen noch ein bisschen näher sein... Aber ich könnte mir wohl niemals einen Urlaub in Norwegen leisten, viel zu teuer. Denn die Zeiten, wo ich noch ohne allzu fiese Rückenschmerzen zelten konnte, sind auch vorbei.

    Und Romane aus Norwegen gibt es - soweit ich weiß - nicht sooo viele... daher wäre Schwedisch schon cooler. Dort haben sie ja nicht nur jede Menge Krimiautor*innen sondern auch ne Menge Bücher, die in Sachen Frauenbilder viel angenehmer zu lesen sind als die ewig ähnlichen Klischees in der englisch- und deutschsprachigen Belletristik und Literatur.


    Naja, ich werd mich mal umsehen, was in meiner Stadt an bezahlbaren Kursen überhaupt angeboten wird.

    mazian

    Wie geht's denn deinem Nerv? Hat er sich beruhigt?


    Tante Li

    Ja, Hausverwaltungen und Warten auf Reparaturen... davon kann ich auch ein Lied singen. Wobei das u.a. auch daran liegt, dass gerade im Sanitärbereich einfach der Nachwuchs fehlt. Wer möchte heutzutage schon noch Gas- , Heizungs- und Wasserinstallateur werden, um mit verdreckten/verstopften Abflussrohren arbeiten zu dürfen - dafür muss man aber möglichst einen guten Realschulabschluss vorzeigen können.

    Für handwerklich geschickte Flüchtlinge (ohne Studium) ist der Beruf oft zu schwierig zu erlernen, da man gute Mathekenntnisse benötigt und natürlich auch genug Deutsch, um in der BBS in allen Fächern mitzukommen.

    Aber immerhin einen von den Jungs in unserem Deutschkurs konnte ich auf die Idee bringen. Dank Sprinttklasse (Deutsch-Förderklasse für junge Geflüchtete), Nachhilfe und Fleiß hat er den Sprung geschafft und macht jetzt die Ausbildung.

    Da kann man nur hoffen, dass er nicht eines Tages abgeschoben wird, weil er aus dem falschen Kriegsgebiet geflüchtet ist.

    mazian

    Ah ja, dann hast du mich angesteckt, dieses Buch zu besorgen, als du immer mal kurz etwas darüber geschrieben hast:-)

    Ich bin in "Die Lautenspielerin" schon auf Seite 155 angelangt, scheint ein gut recherchierter Roman zu sein (ich habe k. A., aber es klingt vieles so, dass ich den Eindruck habe, dass sich die Autorin intensiv mit den Ereignissen dieser Zeit beschäftigt haben muss, um all diese Details zu erzählen).

    Ich fand die medizinischen Details spannend, auch das Thema Instrumentenbau mag ich. Hier wird nicht zu sehr gefachsimpelt, aber man bekommt ein Gespür dafür.

    Und die Handlung geht oft flott voran, daher ist es spannend genug, um auch mal ein paar informative Seiten (in Form von Gesprächen darüber, wer mit wem paktiert, wer wo intrigiert, wo verfeindete Länder gerade ihre zersplitterten Fronten haben etc.) verkraften zu können. Eine sehr verworrene Zeit, in der die meisten Menschen nicht durchblickten durch all die religiös-politischen

    Machenschaften. Also muss ich mir auch nicht alles merken und komm trotzdem gut klar.:)

    @ Larissa: Niederländisch zu lernen ist eine gute Idee:-)


    Ich hatte Lust, Schwedisch zu lernen, hab von Französisch iwie genug. Ist mir einfach zu anstrengend... ich verstehe meistens fast nichts, wenn Fr. gesprochen wird. Da ich nicht mehr so wirklich toll hören kann und kein Geld für super-mega-geile Hörgeräte habe, ziemlich sinnlos.

    Dann dachte ich, Schwedisch könnte etwas leichter (ähnlicher) sein... aber das scheint eher nicht der Fall zu sein, da etliche Buchstaben und Buchstabenkombinationen anders ausgesprochen werden als im Deutschen. Jetzt lern ich erstmal gar keine Sprache...

    Aber evtl. wäre Niederländisch ganz okay...

    Moin, vielleicht werden es ja langsam mal richtig viele Frauen, die sich auf Demos und bei Aktionen engagieren. Hier war das gestern besser als nichts, aber wenn ich sehe, was in Spanien los ist... Dagegen sind es kümmerlich wenige gewesen, gestern.


    lesen


    "Liebe reist, wohin sie will" hab ich ausgelesen. Ein romantischer Schmöker, sprachlich überwiegend sehr einfach gehalten, massenhaft Kommafehler, die Charaktere teils einseitig überspitzt gut oder böse. Das Ganze wirkte insgesamt ein bissl arg naiv und vorhersehbar auf mich, wie das bei dieser Art Romance für Frauen ja oft so ist.

    Zugleich immer wieder schöne Passagen und Überraschungen und eine warmherzige, ermutigende Atmosphäre, so dass ich diesen Roman trotz des wenig sorgfältigen Lektorats gern gelesen habe.


    Heute begonnen habe ich "Die Lautenspielerin" von Constanze Wilken. Auf den ersten 10 Seiten sind schon sehr sehr heftige Brandschatzungen und Morde beschrieben (1568, Frankreich)... zum Glück nur kurz und nicht sensationsheischend. Da kann frau sich echt froh fühlen, jetzt und hier zu leben. Da laut eines meiner Onkels ein Teil der Vorfahren meiner Familie Hugenotten gewesen sein sollen, berührt und interessiert mich das etwas mehr.

    Moin, ich melde mich auch mal wieder.


    Susannah - Ich war schon öfter - mehrmals mit Gruppen und zweimal zu zweit - in Holland/Niederlande und fand es immer wieder gut. Es gibt so schöne Cafés... urgemütlich, und die heiße Schokolade ein Gedicht... dann auch die weiten Landschaften, die Häuser und die witzig klingende Sprache... das ergibt ein angenehmes Flair.

    Allerdings hatten (haben?) die Niederländer ein ausgesprochenes Faible für hässliche orange-braune Vorhänge und Polstermöbel, sowie wüste Zusammenstellungen von Sperrmüllmöbeln in ihren Ferien-Appartements und -häusern. Jedenfalls in den preiswerteren. Das war immer wieder aufs Neue frappierend. Einmal habe ich die ganze Woche extrem Rücken gehabt, trotz täglicher langer Spaziergänge, die mir normalerweise immer sehr gut tun, trotz Krankengym-Übungen und Wärmflasche. Als wir beim Einpacken auch die Bettwäsche abzogen und dabei die Matratze hochgehoben haben, zeigte sich, dass der Lattenrost kurchgebrochen war. :cry:wow 

    Wäre ja mal interessant zu hören, ob sich in Bezug auf Farben und Ausstattung inzwischen etwas verändert hat.


    @ Lesen: Ich habe zuletzt "Ein Tag im März" von Jessica Thompson gelesen, ein E-Book aus der Onleihe. Es spielt in London und ist so aufgebaut, dass es mich sofort reingezgen hat. Kurze Kapitel, häufige Perspektivwechsel/Schnitte, so ähnlich wie in einer Soap, es dauert einige Zeit, bis frau mit allen Figuren vertraut ist, macht aber Spaß. Sprachlich nicht besonders anregend, meistens recht schlicht, größtenteils flüssig geschrieben, der Roman hat zunächst ein enormes Tempo und spielt mit Zeit-Ebenen. Doch leider stolperte ich immer wieder über grammatikalische Ungereimtheiten, die das Lesen holprig machen: Es fehlen immer wieder mal klare Bezüge, z.B. weiß man dann nicht, wer mir "sie" oder "er" gemeint ist und muss nochmal zurückgehen. Vermurkste Relativsätze, die ich mir erstmal entwirren musste... solche Sachen. Dazu auch noch Rechtschreibfehler... Übersetzung nicht so überzeugend, dazu ein etwas unsorgfältiges Lektorat. Da wäre noch Luft nach oben gewesen.


    Inhaltlich schwankt der Roman zwischen wirklich einfühlsam erzählten Szenen und dramatischem Kitsch auf Soap-Niveau... je weiter die Handlung fortschreitet, desto mehr (nervende) Klischees tauchen auf... echt schade, hier wurde eine Chance vertan. Ich vermute, dass etliche Leserinnen irgendwann ausgestiegen sind...

    Was mir z.B. auffiel: Frauenberufe, die eine Rolle spielen sind: Ballettänzerin, Hausfrau (mit Putzjob?), Café-Besitzerin, Büro (nur am Rande). Also alles wie gehabt...

    Vieles in diesem Roman ist mir viel zu herzzerreißend...es fließen seeehr viele Tränen... und das wird auf langweilig-abgedroschene Art immer wieder ähnlich beschrieben - da scheint es am Wortschatz zu gemangelt zu haben. Man erfährt praktisch immer, wohin die Tränen gefallen sind und wie die Schminke oder Wimperntusche von Marke XY verschmiert oder zerlaufen ist. Wer will denn sowas wissen? Ist das nun Roman oder Comic? Ein krasser Fehler, meiner Meinung nach, denn die übermäßige Betonung solch komplett überflüssiger Details hebt die Glaubwürdigkeit der beschriebenen Situationen auf.
    Zu fast jeder Erwähnung der Kleidung, Schuhe und Schminke der Figuren gibt es immer auch gleich die Markenangabe! Da frage ich mich unwillkürlich, ob die Autorin dafür bezahlt wurde, diese Markennamen zu platzieren oder ob sie tatsächlich so brainwashed war/ist, dass sie nicht anders kann?

    Tja... ihr seht, ich war hin- und hergerissen. Obwohl mich das Barbie-Getue abgeschreckt hat, wollte ich diesen Roman trotzdem zu Ende lesen, weil es eben auch immer wieder sehr interessant wurde.

    Es gibt auch etliche Passagen, die ich als sensibel beobachtet empfand. Mir hat es gefallen, dass die alltäglichen Gedanken einer jungen Frau, die um ihren plötzlich getöteten Mann trauert, sehr nahe an der Realität zu sein scheinen. In alltäglichen Situationen erlebte ich mit, wie es Bryony erging... auch das Nichts, die Leere, die sich nur schwer erfassen lassen... und wie sie es empfindet, mit anderen zusammen zu sein, die sie zu trösten versuchen. Wie wird frau mit der hilflosen, mitleidigen Haltung der Familie und der Freund*innen fertig? Was hilft ihr, sich wieder ins normale Leben hineinbewegen zu können, was erschwert es ihr?

    In dieser Hinsicht war ich immer wieder überrascht. Sehr schön auch, wie sie gerade von jemandem die größte Hilfe bekommt, von dem man das eigentlich nicht erwarten würde... und ihrer Reaktion darauf... da war einiges, was mir neue Einsichten vermittelt hat. Ich hoffe, mich an diese Szenen und Einsichten noch lange erinnern zu können.

    Insgesamt ein Roman, der trotz des soapigen Klischeegedöns, der Markenhysterie und der unvermeidlichen Happy Ends etwas sehr Wichtiges rüberbringt.

    :)


    Jetzt lese ich ein E-Book, das ich schon ewig lange auf dem Reader habe, ein Schnäppchen, das ich mir runtergeladen habe. Bei dem Titel "Liebe reist, wohin sie will" muss etwas in der Beschreibung gewesen sei, was mich bewogen hat, das Buch trtzdem runterzuladen. Vielleicht auch nur der Gedanke, dass es bei dem niedrigen Preis ja nicht schlimm ist, wenn es mir gar nicht gefallen sollte.:grin Bis jetzt gefällt es mir gut... ich bin aber noch nicht weit, und das Exposé ist ja oft besser als der Rest.

    Für...


    6.8 Vorname = reales Wort in
    Teabag von Henning Mankell:
    Ein wichtiger Freund des Protagonisten Jesper heißt Pelle Törnblom


    6.16 … in dem eine berühmte Sehenswürdigkeit besucht wird:

    in Darf ich dir das Sie anbieten von Luise Binder

    Die Protagonistin Ellen ist mit ihrem Ehemann zum berühmten Nordkap bei Kinnrodden in Finnland gefahren, dem nördlichsten Punkt Europas, und ist extrem enttäuscht.


    6.32 Titel mit nur 2 Vokalen: Hyde von Antja Wagner


    6.33 ein Buch zu dem es ein ungekürztes Hörbuch gibt:

    Das Café am Rande der Welt von John Strelecky

    Meine Meinung: Dieses Buch muss man nicht gelesen haben.






    Alle eure Beiträge habe ich nicht gelesen, es sind so viele, dass ich irgendwann nichts mehr aufnehmen konnte. Darum kann es sein, dass ich hier Gedanken einbringe, die schon jemand vor mir aufbrachte.




    Ich finde Leserunden anregend und spannend, wenn es um Bücher geht, die mich mitnehmen und anregen zum Nachdenken, Mitfühlen, Weiterspinnen oder auch zu Widerspruch (hier und da).

    Doch das weiß ich im Grunde ja erst nach dem Lesen...

    Meine Lust, an Leserunden teilzunehmen ist aus verschiedenen Gründen zurückgegangen... zum einen haben mich in den letzten eineinhalb Jahren die Buchtitel oder Autorennamen nicht so wirklich angesprochen und darum habe ich auch nur selten genauer geguckt, ob etwas für mich dabei ist.

    Dann ist das mit der Planbarkeit manchmal schwierig, da mein Leben nicht mehr so stark strukturiert ist und ich mich immer wieder mal spontan engagiere und plötzlich sehr wenig Platz im Kopf für Romane oder Krimis habe, die ich vor längerer Zeit noch als reizvoll einschätzte. Wenn man sich oft anmeldet und dann doch wieder ab, macht das nicht gerade einen guten Eindruck.

    Dann ist es so, dass ich immer, wenn mich ein Buch richtig packt, es als unangenehm empfinde, wenn ich mir zwischendurch Notizen machen müsste (und es oft nicht tue) oder wenn nach jedem Leseabschnitt an den Computer gehe und lese, was andere geschrieben haben. Bei Romanen, die ich nicht so besonders spannend finde, die aber tiefergehende Fragen aufwerfen, können Leserunden hingegen sehr anregend sein und viel in Bewegung setzen.


    Hinzu kommt, dass ich eine zunehmende Unlust verspüre, Bücher zu bewerten. Oder, besser gesagt, mich festzulegen. Gerade die Bücher mit einer gewissen Tiefe, die mich nachdenklich machen, kann ich oft gar nicht bewerten, da sie gewöhnlich auch Passagen enthalten, die zu lesen mühsam war, weil unangenehme Gefühle durchlebt werden mussten. Und manchmal entsteht gerade daraus etwas, das ein Buch eindrucksvoll macht und mich noch lange darüber nachdenken lässt.

    In meinen Leselisten vergebe ich deshalb auch keine Punkte mehr.

    Ich fand viele Bücher, die ich in den LR gelesen habe, soweit okay. Manche waren auch wirklich gehaltvoll, manche waren einfach toll geschrieben, andere hatten genau den richtigen Humor. So haben mich einige LRs bereichert und ich habe Autor*innen entdeckt, die ich vielleicht sonst nicht kennen gelernt hätte.


    Jedoch - wenn man so viel liest wie die meisten hier, gibt es einfach Ermüdungserscheinungen... das kennt wohl jede*r hier. Und ich merke, dass ich immer kritischer werde gegenüber Klischees, die andere Leser*innen vielleicht gar nicht als solche wahrnehmen oder empfinden. Ohne LR hätte ich manche Bücher vermutlich abgebrochen. Oder ich hätte manche zu Ende gelesen, weil irgendein Strang der Handlung mich dennoch so weit interessiert, dass ich ihn bis zu Ende mitbekommen möchte - dann lese ich über so etwas wie klischeehafte Figuren, Handlungen, abgegriffene Lebensweisheiten, Küchenphilosophie, ungeschickte Sprache etc. hinweg - und gut. Danach vergesse ich das Buch sofort wieder oder es bleiben nur einzelnen Bilder hängen...

    Aber darüber in einer LR zu schreiben führt natürlich dazu, dass ich mich über das, was mich ärgerte, noch einmal ärgere und die negativen Gedanken somit vertiefe und festige. Will ich das? Nein.

    Um Missverständnisse zu vermeiden: eine gewisse Art von eher trivialen Romane finde ich nicht schlimm, ganz im Gegenteil - wenn die Klischees nicht zu schlimm sind oder ironisch gebrochen, lese ich Belletristik sehr gerne, um mich zu entspannen und "runterzukommen". Jedoch hab ich wenig Lust, darüber zu reflektieren, mir Notizen zu machen oder zu diskutieren.


    Ein anderes Phänomen ist, dass ich, wenn ich nicht zu den ersten drei oder vier Schnellen in einer LR gehörte, durch all das, was andere vor mir schon geschrieben haben, mich zwar oft bestätigt fühlte, aber auch abgelenkt von dem, was mich persönlich beschäftigt hat. Und es führte häufig dazu, dass ich mich erschlagen fühlte und nicht mehr wusste, was ich noch schreiben will/kann/soll. Noch einmal dasselbe mit etwas anderen Worten? Eine Antwort auf das, was andere schriebe? Gerne, aber wenn vor mir schon 49 Beiträge da sind, ist allein die Auswahl schon sehr zeitraubend... das hat mich oft genervt.
    Manche Leserunden empfand ich mehr als störend beim Lesen als dass sie mir Freude gemacht hätten.

    Manchmal war es dann wieder ganz toll, und das ging mir z.B. zwei- oder dreimal bei den Querbeet-Leserunden so. Dort findet oft ein tiefergehender Austausch von Gedanken statt, soo das sich die Energie und Zeit, die ich da reinstecke, auch lohnt.

    Die Verpflichtung (bei den LRs mit kostenlosen Leseexemplaren) zu erfüllen, Rezis schreiben zu müssen, fiel mir zunehmend schwerer. Auch bei Romanen, die ich mochte oder interessant fand. Früher hat mir das Schreiben von Rezis sehr oft richtig Spaß gemacht. Doch das nutzt sich mit der Menge der Rezis, die frau so schreibt, immer mehr ab... scheint mir. Wenn ich mit der Nase schon im nächsten Buch stecke (und das tue ich gewöhnlich immer), habe ich schon gleich die Namen der Protagonisten des vorherigen Buches vergessen.

    Natürlich kann man die Namen immer nachgucken in den anderen Rezis und ein paar Floskeln schreiben wie: Ich hatte ein insgesamt gutes (nicht so gutes) Gefühl, mir hat der Roman gut (nicht so gut) gefallen, die Protagonisten waren mir sympathisch (nicht sympathisch), das Buch war flüssig zu lesen...

    Als Dankeschön an den Verlag und an die Organisator*in und/oder für die Autor*in habe ich das zunehmend mehr auch so gemacht und nur noch ein oder zwei eigene Gedanken eingeflochten.

    Jedoch habe ich (leider?) ein gewisses Ehrgefühl in mir, das mir eigentlich abverlangt, vernünftige, gut ausformulierte Rezis zu schreiben, sonst schäme ich mich einfach. Dieser Konflikt führte dazu, dass ich immer länger brauchte, um meine Rezis zu schreiben.

    Da man ja auch zu den meisten Wanderbüchern Rezis schreiben soll, wurde diese Pflichtschreiberei dann dch ein bisschen viel. Und plötzlich fand ich mich in einer heftigen Leseflaute wieder. Natürlich nicht nur aufgrund der Leserunden, dafür gab es vorwiegend andere (gute) Gründe. Aber das Gefühl, ziemlich oft "liefern" zu müssen und nicht einfach ohne weitere Begründung abbrechen zu können, hat nicht unwesentlich dazu beigetragen. Allein schon dieses nervige Sich-Entscheiden-Müssen, ob ich ein Buch abbreche oder nicht widerstrebt meiner Natur. Ohne LR lege ich solche Bücher dann erstmal beiseite und lasse die Zeit für mich arbeiten. Das kann Wochen oder Monate dauern - irgendwann weiß ich, ob ich das Buch nochmal lesen werde oder nicht. Und das geht in einer LR ja nicht.

    Mir die Bücher für die LRs immer selbst zu kaufen, um nicht unter Erwartungsdruck zu stehen, wäre auch eine Lösung gewesen, früher. Aktuell ist ein teures neues Buch alle 2 Monate das Höchste, was ich mir leisten kann. Meistens lese ich die Gebrauchten, die ich mir ertauscht habe oder Onleihe-Bücher.

    Darum halte ich mich vorerst mit der Teilnahme an LRs sehr zurück, finde sie aber dennoch zeitgemäß und sinnvoll. Es kommt vermutlich darauf an, dass ich mir einige auswähle, die die richtigen für mich sein könnten auswähle und mir dann dafür auch viel Zeit nehmen mag. Und das konsequente Abbrechen, wenn es sich nur noch so dahinschleppt, halte ich auch für wichtig, um anwachsende Unlust und evtl. Leseflauten zu vermeiden.

    Susannah - Eine Leseflaute ist eigentlich auch mal ganz schön... deine Augen freuen sich bestimmt über die Erholungspause. Vielleicht haben sie deinem Gehirn den heimlichen den Impuls zu einer Lesepause gegeben, weil sie sicher dank deines Berufes genug zu stemmen haben, oder? :grin:)

    Larissa  

    Aktuelle kritische Arzt- und/oder Pharma-Romane fallen mir jetzt nicht ein. Ich weiß aber, dass ich früher (schon sehr lange her) einige sehr kritische Romane über die Machenschaften der Pharmakonzerne gelesen habe.

    Titel/Autor weiß ich nicht mehr.

    Auf jeden Fall habe ich bei ama auch öfter gesehen, dass es da noch mehr gab/gibt...


    Gestern war ich mit ner Freundin stundenlang draußen im Park unterwegs und im Café und haben wir die gerade abgearbeiteten Kalorien gleich wieder aufgefüllt. Abends sind wir dann auch noch beim Vietnamesen essen gegangen... es war wieder sooo gut.

    Heute geht es mir nicht so toll, 2 Nächte nacheinander mit zu wenig Schlaf sind immer doof. Konnte mich bis jetzt nicht aufraffen rauszugehen, was eigentlich sehr schade ist bei dem schönen Wetter. Aber gleich schaffe ich das....


    Ich lese gerade "Tea-Bag". Ich hatte mir das Buch dank der Anregung von hier (wer, weiß ich nicht mehr) im letzten Sommer/Herbst ertauscht und erstmal beiseite gelegt, da ich sehr viele Bücher auf einmal erstanden hatte und auch noch reservierte Onleihe-Bücher freigegeben wurden.
    Inzwischen bin ich schon im letzten Viertel dieses Romanes angekommen. Ein interessanter und sehr intelligenter Roman, in dem Henning Mankell sich das Thema unsichtbare Flüchtlinge in Schweden (im Jahr 2001 erschienen!) mit der eigenen Gedanken- und Lebenswelt konfrontiert. Dabei wird sowohl die Welt der Verlage dank Übertreibung persifliert, als auch das Ego des Protagonisten Jesper Humlin, Poet und Autor, sehr selbstkritisch und mit einer Art stoischem Humor beleuchtet. Nicht spannend wie ein Krimi, sondern auf eine ganz andere Art.

    bienchen und @tweedy

    Gute Besserung euch beiden.


    Ich hatte ein super Wochenende. Spieleabend mit Nachbarn am Freitag, eine herzliche und interessante Geburtstagsfeier in einem karibischem Restaurant am Samstag, Spielennachmittag mit anderen Leuten am Sonntag...

    Und heute bin ich ganz zufrieden mit mir, weil ich trotz Wind und Regen 8500 Schritte auf dem Zähler habe und auch noch das Bad geputzt und ein bisschen Fitness gemacht habe.

    Allzu viel Lesezeit blieb da nicht.

    "Und was dann nachher so schön fliegt" von Hilmar Kluthe habe ich vor einigen Tagen zu Ende gelesen. Tolles Buch, hat mir sehr gut gefallen.


    Zurzeit lese ich " Das Café am Rande der Welt" von John Strelecky. Ist zuerst ganz gut, im Moment weiß ich noch nicht, ob mir das nicht ein bisschen zu gewollt ist. Ein Bestseller, der in 20 Sprachen übersetzt worden ist. Oft bin ich von Bestsellern enttäuscht... bei diesem hier war mir vorher nicht klar, dass es einer ist.

    Hallo zusammen,


    seit Montag ist hier nichts mehr los....huch! Warum? Keine Lust?

    So viel anderes im Kopf? Zu viel Arbeit, Stress, Familie?

    Ich hatte viel zu tun, vor allem auch am PC, so dass ich danach nicht mehr eulen mochte. Dafür habe ich aber relativ viel gelesen.

    Super interessant finde ich "Das große Buch vom Schlaf" Originaltitel: "Why we sleep"

    Das ist so spannend geschrieben, dass ich oft einfach nicht aufhören konnte, bevor mir die Augen zufielen. So viel Neues darüber, warum wir schlafen!

    Leider muss ich einiges nochmal lesen, denn ich merke, dass ich manches nicht mehr klar im Kopf habe, wenn ich es weitererzählen will.

    Jetzt lese ich wieder Inselromane... das brauch ich irgendwie. "Das kleine Inselhotel" war viel besser, als der Titel es erwarten ließ, jetzt lese ich "Inselhochzeit", obwohl ich es eigentlich nicht liebe, wenn in Romanen Hochzeiten beschrieben werde. Aber da es d Band 2 dieser Triologie ist und ich wissen möchte, wie es mit Jannike, Danni, Mattheusz und dem Hotel weitergeht, muss ich da wohl durch. :help. :)