Beiträge von nicigirl85

    Darf ein Autor eigentlich mitbestimmen wie sein Buch am Ende aussieht (Cover usw.) oder entscheidet das allein der Verlag?


    Ich finde die äußere Gestaltung von Büchern nämlich äußerst wichtig, denn wenn der Inhalt stimmt und das Äußere noch dazu, dann möchte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand geben und es wird gehütet wie ein Schatz.

    Dies ist meine erste Leserunde, die ich mitmache und bisher bin ich ganz gut dabei. Habe gerade den ersten Anschnitt geschafft und ich muss sagen, dass ich doch sehr angetan bin von dem was ich gelesen habe. Leider bin ich vorher nicht in den Genuss gekommen, etwas von Herrn Dübell zu lesen, aber vielleicht ändert sich das ja, denn Historisches lese ich auch gern, wenn ich in der Stimmung dazu bin.


    Der Satz, der bei mir hängen geblieben ist war folgender (S. 47): "Wir sind an ihm dran wie ein Pennäler mit den Fingern in seiner eigenen Schlafanzughose." gesprochen von Harald Sander. Dieser Satz unterstreicht für mich noch einmal die Arroganz Sanders. Und als er dann nochmal über seine Tochter, die er zusammen mit Flora hat, ablästert, das ging ja mal gar nicht. Ein schöner Charakter, den man als Leser so gar nicht leiden mag, was sicher beabsichtigt war.


    Ansonsten war mir nicht bekannt, dass George Clooney, der sich übrigens erst kürzlich im Harz (3km von meinem Wohnort entfernt) rumtrieb, treue Hundeaugen sein eigen nennt, aber das liegt vielleicht im Auge des Betrachters. Aber ich konnte es mir als Frau durchaus gut vorstellen *hihi* wie Kriminaloberrat Michael Maier ausschaut.


    Der Begriff "Nuttentreiberkutsche" gleich zu Beginn des Buches war herrlich gewählt, da konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.


    Übrigens hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass im Charakter Peter Bernward auch ein bisschen Richard Dübell drin steckt, kann das sein? So mittelalterliche Kostüme anziehen usw. das kam mir irgendwie von der Autorenbeschreibung auf Amazon bekannt vor...


    Tja dann werde ich mal fleißig weiterlesen, ist draußen gerade noch so schön hell und angenehm warm, also ideal dafür.

    Kurzbeschreibung:
    Zehn Seemeilen vor Concarneau: Die sagenumwobenen Glénan-Inseln wirken mit ihrem weißen Sand und kristallklaren Wasser wie ein karibisches Paradies – bis eines schönen Maitages drei Leichen angespült werden. Wer sind die Toten am Strand? Wurden sie Opfer des heftigen nächtlichen Unwetters? Alles deutet auf Tod durch Ertrinken hin. Doch als sich herausstellt, dass einer der Toten ein windiger Unternehmer mit politischem Einfluss, der andere ein selbstherrlicher Segler mit jeder Menge Feinden war, ahnt Kommissar Dupin nichts Gutes. War der vermeintliche Unfall auf offener See in Wahrheit ein kaltblütiger Mord? Wer ist der dritte Tote, und was verbindet die drei Männer? Während bereits der nächste Sturm aufzieht, begegnet Kommissar Dupin modernen Schatzsuchern, militanten Meeresbiologen, attraktiven Taucherinnen und unheimlichen Gestalten aus der über-reichen Fabelwelt der Bretonen. Die Ermittlungen führen ihn tief in ein gefährliches Labyrinth von Verstrickungen, die Ereignisse spitzen sich zu – und am Ende ist die Wahrheit, wie so oft im Leben, kompliziert.


    Autoreninfo:
    Jean-Luc Bannalec ist ein Pseudonym; der Autor ist in Deutschland und im südlichen Finistère zu Hause.


    Eigene Meinung:



    Titel: Urlaub in der Bretagne?


    Mit Genuss hatte ich "Bretonische Verhältnisse" gelesen und freute mich nun doch sehr auf den 2. Teil mit Kommissar Dupin.


    So geht es auch spannend los, werden doch an einem schönen Flecken Erde, den Glénan- Inseln, der fast der Karibik gleicht, 3 Tote entdeckt. Wer waren sie und vor allem wie sind sie gestorben? War es vielleicht ein Unfall? Dupin, Monsieur le Commissaire, macht sich sofort auf den Weg, um zu ermitteln. Dabei stellt er doch schnell fest, dass es ihn in eine andere Welt verschlagen hat, völlig anders als auf dem Festland. Kann der Fall gelöst werden?


    Der geneigte Leser sollte bei diesem Werk sich doch sehr für die Bretagne, die Menschen und deren Eigenarten, sowie die kulinarischen Genüsse interessieren, denn ein großer Teil des Buches dreht sich genau darum. Der eigentliche Fall spielt mehr eine Nebenrolle. Viel Wert wird hier auf die Ermittlungsarbeit gelegt. Der Autor schafft es zwar im Laufe der Geschichte Spannung aufzubauen, jedoch wirkte die gesamte Geschichte für meinen Geschmack zu aufgebauscht. Bei den letzten 50 Seiten angelangt, war immer noch keine Lösung des Falls in Sicht und ich glaubte schon an eine Fortsetzung, da löst sich der Fall völlig banal kurz vor Ende auf. Habe ich doch noch mit großem Interesse gelesen, da man in die Beschreibungen der Landschaft regelrecht abtaucht und sich wie in einem Kurzurlaub vorkommt, so hat mich das Ende doch enttäuscht, da hier einfach mehr drin gewesen wäre. Wenn ich den Fall alleine betrachte, war dieser viel zu einfach konstruiert und durchschaubar.


    Fazit: Unterhaltsames Buch, welches jedoch leider nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann. Daher nur bedingt zu empfehlen!


    Bewertung: 6/10 Eulenpunkte

    Ich kann mich den Begeisterungsstürmen nur anschließen, denn dieses Buch war eines der besten, das ich seit langer langer Zeit gelesen habe. Muss man gelesen haben, sonst fehlt einem was.


    Meinen Senf dazu könnt ihr im folgenden lesen:


    Titel: Das gefühlvollste Buch aller Zeiten


    Normalerweise schreibe ich meine Rezensionen sobald ich ein Buch ausgelesen habe, doch dies ging bei diesem wundervollen Buch nicht, da es mich zum einen sehr begeistert hat, aber mich auch sehr traurig zurück ließ. Ich musste mich einfach erst einmal fassen. Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe, versuche ich mit dieser Rezension meine absolute Begeisterung auszudrücken, denn selten hat mich ein Buch so bewegt wie dieses (zuletzt vielleicht John Greens "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", aber sonst fällt mir keines ein).


    In dem Roman "Ein ganzes halbes Jahr" geht es um die quirlige Kellnerin Louisa Clark, die ganz plötzlich ohne Arbeit dasteht, da das Cafe schließt in dem sie jahrelang gearbeitet hat. Sie muss schnell einen neuen Job finden, denn ihre Eltern brauchen ihren Verdienst, um über die Runden zu kommen. Um nicht als Pole- Tänzerin zu enden, nimmt sie einen Job als Pflegekraft an, ohne zu wissen was sie dabei tun muss, geschweige denn was sie erwartet. Ihr "Patient" ist Will Traynor, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Will hatte früher alles was man sich nur erträumen kann, denn er war erfolgreich im Job, hatte jede Menge Geld, war von den Frauen begehrt und vieles mehr, doch nun ist er am Tiefpunkt seines Lebens angekommen und kann einfach nicht mehr. Lousia, kurz Lou, ist dazu angestellt, um ihm neuen Lebensmut zu geben und ihn aus seiner Depression zu holen. Wird es ihr gelingen, den muffeligen Will positiv zu stimmen? Kann sie überhaupt als Pflegekraft arbeiten oder wird ihr das zu viel?


    Der Roman behandelt ein sehr ernstes Thema, nämlich Sterbehilfe, welches auf sehr einfühlsame Art und Weise dem Leser näher gebracht wird. Ich konnte mich sofort mit Lou identifizieren und tauchte immer mehr in das Buch ein, bis ich selbst glaubte Louisa zu sein. Auch der störrische Will, den ich zu Beginn überhaupt nicht leiden konnte, entwickelt sich zu einem kleinen Charmeur und macht aus Lou einen neuen Menschen. Gemeinsam bauen sie einander auf und erkennen, dass sie trotz sozialer Unterschiede gar nicht so verschieden sind.


    Die Autorin schreibt sehr herzlich, oft muss man beim Lesen schmunzeln, teils aber auch weinen. Sie legt jede Menge Gefühl in die Worte und trifft es auf den Punkt.


    Der Roman wird hauptsächlich aus Louisas Perspektive geschildert, zwischendurch kommen aber auch Wills Vater, seine Mutter, Lous Schwester und andere zu Wort, aber eher kurz.


    Wenn ich mehr Punkte vergeben könnte, dann würde ich es tun...


    Fazit: Ein zauberhafter Roman, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen, klasse Lektüre, die man gelesen haben sollte!


    (Rezi geschrieben am 03. Mai 2013)


    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Gestern habe ich es dann doch noch geschafft das Buch mit seinen fast 500 Seiten endlich zu Ende zu lesen.


    Anbei meine Rezension dazu:


    Titel: Wenn der Fluch um sich greift…


    Nachdem ich "Erebos" mit großer Begeisterung gelesen und es mit einem "Wow" weggelegt hatte, wollte ich noch mehr von dieser Sorte und entschied mich für "Saeculum". Meine Erwartungen an das Buch waren daher sehr groß.


    Besonders hervorheben möchte ich zunächst die unheimlich gelungene Buchgestaltung, eine echte Augenweide. Der Buchschnitt ist komplett schwarz, auch im Inneren des Buches befinden sich schwarze Seiten. Das Cover mit den schwarzen Baumkronen passt perfekt zur enthaltenen Geschichte.


    Das Thema mit dem Rollenspiel ist gut gewählt, habe ich davon doch bisher noch nicht wirklich etwas gehört oder gelesen und die Vorstellung fünf Tage im Wald ohne Zivilisation zu verbringen verspricht Spannung.


    Im Buch selbst geht es um Bastian, der Anfang 20 ist und Medizin studiert. Sein Vater ist erfolgreicher Arzt und sehr wohlhabend. Bastian ist eigentlich ein eher langweiliger Typ, da er gern lernt und sich nicht auf Abenteuer einlässt. Doch da gibt es Sandra, die ihm den Kopf verdreht hat und darum bittet sie auf eine Convention (Mittelalterrollenspiel) zu begleiten. Was tut man(n) nicht alles für eine hübsche Frau. Der Spielort ist ein Waldstück, weit entfernt von jedweder Ortschaft und angeblich verflucht. Die Gruppe aus einem Duzend Teilnehmern macht sich dennoch auf den Weg ins Mittelalter. Alle neuzeitigen Dinge dürfen nicht mit, so auch Bastians Brille. Angekommen läuft erst einmal alles rund, alle sind zufrieden. Doch plötzlich passieren merkwürdige Dinge, die sich keiner erklären kann und die Mitspieler geraten immer mehr in Gefahr. Ob doch etwas an dem Fluch dran ist?


    Mit dem Hauptprotagonisten konnte ich mich sehr gut identifizieren, sitze ich doch auch lieber vor einem guten Buch als mich in Abenteuer zu stürzen und ich weiß auch wie schlecht man zurechtkommt ohne Brille auf der Nase. Bei den anderen Charakteren bin ich eher zwiegespalten, aber diese Wirkung ist glaube ich gewollt. Während ich außer Bastian auch Steinchen, Iris und Warze sehr sympathisch fand, kamen Lisbeth, Sandra, Georg und ganz besonders Doro gar nicht gut bei mir an. Speziell Doro mit ihrem Aberglauben hat mich persönlich sehr genervt. Die Figur Paul wird mir wohl ein Rätsel bleiben, denn seinen Wandel konnte ich als Leser einfach nicht nachvollziehen. Ansonsten blieben viele einfach nur sehr oberflächlich beschrieben und jeder Charakter deckte irgendwie ein Klischee ab.


    Die Idee mit dem Mittelalterrollenspiel hat mir sehr gut gefallen, die anfänglich beschriebenen Szenen machten mich auch neugierig und gut fand ich auch, dass mittelalterliche Namen und die Sprache zum Einsatz kamen. Leider wird dies nicht konstant durchgehalten. Des Weiteren hatte ich doch sehr große Schwierigkeiten ins Buch zu finden, die erste Hälfte zog sich für mich ganz schön in die Länge und ich fragte mich: "Wann passiert denn nun endlich mal etwas Spannendes?" Erst ab der Mitte des Buches zieht das Tempo dann sehr stark an und es wird endlich interessant. Nun konnte man sich auch ein wenig gruseln.


    Nicht gut fand ich die ständigen Einblendungen der Gedanken der Protagonisten, da ich mich so im Lesefluss gestört fühlte und diese nicht wirklich zur Handlung beigetragen haben.


    Schade fand ich, dass die Story um Iris und Simon nur am Rande erwähnt wird. Hier hätte die Autorin viel mehr Möglichkeiten gehabt Spannung aufzubauen und für mein Empfinden hätte das Teil der Haupthandlung sein müssen. Auch die Entwicklungen zwischen Iris und Bastian und Simon als deren Gegenspieler hätte man ausführlicher schildern können.


    Das Ende ist zwar durchaus spannend, wirkte für mich aber zu sehr konstruiert und an den Haaren herbei gezogen. Die Handlungen der Akteure kann man einfach nicht nachvollziehen, ich fühlte mich eher an Lemminge erinnert und nicht an denkende Menschen. Vieles war auch leicht zu durchschauen und beim Lesen hat man öfter gedacht, das und das muss jetzt passieren und genau das kam auch. Es fehlte für solch ein Buch einfach ein konstant gehaltener Spannungsbogen.


    Fazit: Abschließend betrachtet hat mir das Buch zwar ganz gut gefallen, konnte mich aber nicht so sehr überzeugen wie "Erebos". Daher kann ich es nur bedingt weiterempfehlen. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch.


    Bewertung: 7/ 10 Eulenpunkten

    Ich habe das Buch schon seit geraumer Zeit bei mir liegen (hach ne auch noch ein Bibliotheksbuch, dass ich bald abgeben muss) und bin bisher noch nicht dazu gekommen, weil ich bei Saeculum (von derselben Autorin) ewig nicht weiter gekommen bin. Gestern habe ich es dann endlich mal geschafft an die 150 Seiten am Stück zu lesen, so dass ich nur noch knapp 100 Seiten habe, die ich mir für heute vorgenommen habe.


    Danach könnte dann "Blinde Vögel" dran kommen, meine Rezi werde ich hier dann natürlich auch posten.


    "Fünf" fand ich ganz gut, allerdings ging mir das viele Private der Protagonisten ein bißchen auf den Senkel...

    Das Buch habe ich bei vorablesen gewonnen und wusste erst nicht so genau, ob ich mich darüber freuen sollte oder nicht. Ich bin eigentlich nicht so der Sachbuchleser, aber man sollte sich durchaus mal auf etwas Neues einlassen. Das Buch hat mir wirklich gefallen und regt definitiv dazu an mal etwas zu grübeln und mit anderen darüber zu diskutieren. Aus heutiger Sicht hätte ich es vermisst dieses Buch zu lesen, nur hätte ich wohl ohne diesen Gewinn nie zu diesem Buch gegriffen. :-(


    Anbei meine Bewertung dazu:


    Titel: Parallelwelt - das Schamland


    Im vorliegenden Sachbuch widmet sich der Autor einem äußerst schwierigen Thema, nämlich der Armut mitten unter uns, in einem Land (Sozialstaat), in dem man meinen sollte, dass keine Armut existiert.


    Das Besondere an dem Buch ist, dass hier nicht wie sonst Helfer und Organisationen zu Wort kommen, sondern selbst Betroffene, die von ihrem Leben schildern. Warum sind sie eigentlich in diese Lage geraten, dass sie auf Hartz IV, Tafel und Co angewiesen sind? Meist ist es nämlich nicht die angeprangerte Faulheit der Leute, die in die Armut führt, sondern vielmehr Krankheiten, Unfälle, Verlust des Ehe/- Lebenspartners, Mutterschaft und vieles mehr.


    Ich habe mich bis dato noch nicht mit dem Thema beschäftigt, so dass mir das Buch bei manchen Aspekten die Augen geöffnet hat, denn vieles wusste ich einfach nicht. Das Thema lässt einen dann auch so schnell nicht mehr los, musste ich doch feststellen, dass es in meiner näheren Umgebung gar keine Tafel oder ähnliches gibt. Und wer fährt schon 50 km und mehr, wenn er/ sie eh schon kein Geld hat?


    Dennoch muss ich bemängeln, dass Selke das Thema nur aus der Perspektive der Betroffenen beleuchtet und leider keine Lösungen aufzeigt. Wenn ich Hilfsleistungen anprangere, die das Leiden vielleicht mindern, jedoch nicht verhindern, sollte ich vielleicht Ideen haben, dies zu ändern. Doch danach sucht man vergeblich. Auch finde ich es etwas gewagt die freiwilligen Helfer als Egoisten zu kritisieren, die nur helfen, um sich etwas Gutes zu tun.


    Des Weiteren merkt man, dass Selke Professor ist. Zu Beginn des Buches erläutert er, dass er einfache Sprache anwenden will, doch dies gelingt ihm nur bedingt, rutscht er doch immer wieder in die Akademikersprache, die das Lesen doch teils etwas anstrengend gestaltet.


    Fazit: Gesamt betrachtet hat mir das Buch wirklich gut gefallen, da es ein Thema anspricht, dass jeden betreffen kann und dass man es sich nicht aussuchen kann nicht arm zu werden. Ein gelungenes Sachbuch, welches ich gern weiterempfehle.


    Bewertung: 8/10 Eulenpunkten (4/5 amazon Sternchen, sorry aber ich bin amazonisiert)


    P.S: Nach Beendigung der Lektüre habe ich das Buch bei meiner örtlichen Bücherei abgegeben, damit noch viele andere Leser die Chance haben in den Genuss des Buches zu kommen.

    Ich hab das Buch kürzlich gelesen, um bei vorablesen ein paar Pünktchen zu sammeln. So mal als leichte Kost für Zwischendurch ist ein Jugenbuch sehr angenehm. Anbei meine Bewertung dazu.




    Titel: Beinahe erwachsen oder was?


    Conni Klawitter wird endlich fünfzehn und fragt sich, ob sie sich nun anders fühlt. Irgendwie schon, erwachsener, oder? Doch als ihr Geburtstag als Kindergeburtstag abgestempelt wird, ist sie schon ein wenig beleidigt. Da muss eine richtige Party her, ohne Eltern und mit jeder Menge Essen und lauter Musik. Ob das gut geht?


    Dagmar Hoßfeld trifft einfach den Nerv der Jugend, schneidet aktuelle Themen an und hat eine Art zu schreiben drauf, die jedes junge Mädchen anspricht. Besonders ihre Wortwahl hat mir gefallen. Selbst ich als Erwachsene, weit entfernt von der Zielgruppe mit fast 30, konnte mich noch einmal herrlich in die Teeniezeit zurück versetzen. Da kann man schon mal ausrasten, wenn der eigene Freund nicht immerzu an einen denkt, sondern auch mal etwas ohne einen entscheidet.


    Im Mittelpunkt stehen typische Jugendprobleme wie Pickel, Klamotten, Liebe, Liebeskummer, das erste Mal, Social Network, Partys machen und vieles mehr.


    Fazit: Ein gelungener Jugendroman, der Mädchen begeistern wird. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen und freue mich jetzt schon auf das nächste Abenteuer mit Conni Klawitter, die langsam aber sicher erwachsen wird.


    Bewertung: 5/5 Sternen, 10/10 Eulenpunkten :-)

    Meine Meinung zu dem Buch:


    Titel: Internat des Grauens


    Bei dem vorliegenden Buch "Abendruh" handelt es sich um den mittlerweile 10. Fall um die Gerichtsmedizinerin Maura Isles und ihrer Freundin und Polizistin Jane Rizzoli.


    Der Roman beginnt sofort spannend, schildert er doch die Fälle der drei Teenager Claire, Nick und Teddy, die alle drei auf grausame Weise ihre Eltern verloren haben. Doch nicht nur das, ihr Leben wird erneut aus der Bahn geworfen, denn sie sind wieder im Visier des Täters von damals. Auch ihre Pflegeeltern müssen sterben und so kommen Rizzoli und Isles auf den Plan.


    Den Titel hat das Buch erhalten, weil das Hauptgeschehen in einem Internat spielt, das diesen Namen trägt. Es handelt sich hierbei um ein Schloss, welches von der Zivilisation weit entfernt Sicherheit und dennoch Geborgenheit ausstrahlt. Hier sollen die Kids in Sicherheit sein. Leider trügt der Schein alsbald...


    Im Verlaufe des Geschehens wird klar, dass man nicht unbedingt Quereinsteiger oder Neuling bei Rizzoli und Isles sein sollte, denn es treten alte Bekannte auf, die man ohne Vorkenntnis der anderen Bücher nicht kennen kann. Auch die Ehe- und Familienstreitigkeiten von Janes Eltern kann man besser verstehen, wenn man die anderen Bände auch gelesen hat, doch das nur am Rande.


    Besonders gefallen hat mir dieses Mal die Wahl des Schauplatzes, konnte ich mir doch bildlich dieses abgeschiedene Schloss, welches nun als Internat dient, vorstellen. Da bekommt man doch gleich ein wenig Gänsehaut. Was nicht alles so in einem Wald lauert.


    Auch der Fall war wieder äußerst interessant und auch wenn die Auflösung des Ganzen etwas plötzlich am Ende kam, erschien sie für mich dennoch äußerst schlüssig. Von alleine wäre man als Leser jedenfalls nicht auf dieses Ende gekommen, der Fall ist also keineswegs durchschaubar.


    Einziger Minuspunkt war für mich das sehr ausführliche Behandeln der Ehekrise von Janes Eltern, was ich persönlich nicht unbedingt in einem Thriller lesen muss. Diese Streitereien zwischen den beiden hätten gern etwas weniger Erwähnung finden können.


    Fazit: Gesamt betrachtet war dies wieder ein klasse Fall um mein Lieblingsermittlerteam zweier starker Frauen. Allerdings frage ich mich langsam, was Tess Gerritsen sich als nächstes einfallen lässt, denn dieses Niveau zu halten wird doch auf Dauer schwierig... Lesenswert und für Fans ein Muss!


    Bewertung 4/5 Sternen

    Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich dieses Buch beendet habe (Ende Mai) und ich fand es einfach nur klasse.


    Anbei meine Bewertung dazu:


    Titel: Süchtig machend wie das Spiel selbst


    Nick ist Schüler an einer Londoner Schule, an der neuerdings merkwürdige Dinge geschehen. Einige Schüler bewegen sich komisch, wirken ausgelaugt, müde, wütend, eben irgendwie anders als sonst. Nick beobachtet wie ein Schüler einem anderen eine silberne Scheibe übergibt und fragt sich was dahinter steckt. Doch bald zählt auch er zu den Auserwählten, die Erebos spielen dürfen.


    Erebos ist ein Spiel, welches es so noch nicht gegeben hat, nimmt es doch sogar Einfluss auf die reale Welt und kommuniziert direkt mit den Spielern (künstliche Intelligenz). Deshalb müssen die Spieler wichtige Regeln befolgen wie: alleine spielen, die eigene Identität nicht verraten, alle gestellten Aufgaben widerspruchslos ausführen, ... Wer gegen die zahlreichen Regeln verstößt fliegt aus dem Spiel und hat eventuell mit Konsequenzen zu rechnen. Auch Nick ist bald süchtig nach dem Spiel und tut alles was von ihm verlangt wird. Wirklich alles? Als das Spiel plötzlich auch in die Realität eingreift und Menschenleben in Gefahr sind, ist plötzlich nichts mehr wie es einmal war...


    Ursula Poznanski hat mit diesem Jugendbuch ein fesselndes Werk geschaffen, was selbst einen erwachsenen Leser zu begeistern weiß. Der Leser lernt zunächst Nick kennen und wie er zu dem Spiel kommt. Dann taucht der Leser gemeinsam mit Nick in die faszinierende Welt von Erebos ein, die Autorin beschreibt hier recht detailreich und fesselnd eine magische Spielewelt, die man bald bildlich vor Augen hat. Doch plötzlich entdeckt man zusammen mit Nick, dass mehr hinter dem Spiel steckt, denn dieses verfolgt einen Zweck, welches es zu ergründen gilt.


    Die Autorin schafft es, dass sich der Leser direkt angesprochen fühlt, beim Lesen hat man das Gefühl Nick zu sein und erlebt am eigenen Leib wie schnell ein Spiel süchtig machen kann, denn wenn man beschenkt wird und die eigenen Wünsche erfüllt werden, dann kann man auch mal etwas tun, was man nicht so gerne mag.


    Mit Spannung habe ich dieses Buch gelesen und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Ich habe von Frau Poznanski bereits "Fünf" gelesen, doch dieses Buch hier ist so viel besser.


    Fazit: Ein Jugendroman mit Sogwirkung, der erst ganz zum Schluss mit einem Showdown aufläuft und den Leser vor Spannung den Atem nimmt. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen!


    Bewertung: 5/5 Sternen, ich würde auch mehr vergeben


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    Derzeit lese ich von der Autorin "Saeculum", aber irgendwie finde ich da nicht so ganz den Zugang wie hier. Bin derzeit bei der Mitte und arbeite mich weiter durch. Bin noch froher Hoffnung, dass es sich noch so gut entwickelt wie Erebos...

    Hallöchen,


    ich bin noch ganz neu hier und da sehe ich, dass es ab morgen zu "Allerheiligen" die Leserunde gibt, an der ich sehr gern teilnehmen würde.


    Es wäre dann meine erste Leserunde, die ich jemals irgendwo mitmache. Ich musste mir erst einmal erklären lassen wie das eigentlich funktioniert.


    Bin schon ganz gespannt auf morgen und das Buch, welches ich glücklicherweise bei vorablesen gewonnen habe.


    Ist es schlimm, falls ich bei der Runde nicht ganz mitkomme zeitlich? Lese derzeit nämlich noch 2 andere Bücher...

    Ich habe das Buch kürzlich (10. Juni 2013) als ebook ausgelesen und möchte euch teilhaben lassen an meiner Bewertung dazu.


    Da ich ganz frisch dabei bin bitte ich euch: sollte ich irgendwas nicht richtig machen oder euch bei meinen Posts etwas komisch vorkommen, dann schreibt mich einfach an. :-)


    Meine Rezi dazu:


    Titel: Lerne deine Nachbarn kennen und lieben


    Die bis fast zum Ende des Buches namenlose Ich- Erzählerin hatte es bisher nicht gerade einfach im Leben, denn ihr Vater nahm sich nach einer Affäre mit einer Schülerin das Leben und trieb somit ihre Mutter in die Depression. Da sie nun keine Eltern mehr hatte, die sich um sie kümmern konnten, wurde ihre Tante ihr Vormund und sie lebte von da an in einer Mittelwohnung in einem großen Mietshaus in Cagliari. Hier begannen sich alsbald die Nachbarn um die junge Literaturstudentin zu kümmern.


    In der Erdgeschosswohnung wohnt das alte, herzkranke Dienstmädchen Anna zusammen mit ihrer zwar studierten, jedoch arbeitslosen Tochter Natascha. Anna verdient das Geld zum Leben mit mehreren Jobs. Erst als Levi Johnson aus dem oberen Stock sie als Haushaltshilfe engagiert, entspannt sich ihr Leben wieder. Levi, 70 Jahre alt und kürzlich von seiner Frau verlassen, fühlt sich von Anna umsorgt ebenfalls pudelwohl. Entsteht da etwas zwischen den beiden? Oder wird die Ex in spe wieder den Weg nach Hause finden?


    Obwohl das Buch nur sehr wenige Seiten hat, werden viele Inhalte thematisiert wie Ehebruch, Homosexualität, Sexindustrie, Liebe, Freundschaft und noch viel mehr. Leider erschien mir doch vieles nur an der Oberfläche angekratzt, der Roman blieb weit unter seinen Möglichkeiten. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass keine rechte Handlung existiert bzw. war diese an einigen Stellen einfach recht langweilig und nicht durchgehend fesselnd.


    Positiv aufgefallen ist mir hingehen die Schreibweise der Autorin und deren Wortwahl, denn diese ist so grandios gewählt, dass man in die Worte versinken möchte, nur passen leider Inhalt und Ausdruck nicht so recht zusammen.


    Fazit: Das Buch hat definitiv Unterhaltungswert und lädt zum Grübeln ein, es blieb jedoch weit unter meinen Erwartungen. Daher nur bedingt empfehlenswert!


    Meine Bewertung bei 5 möglichen Sternen: 3 Sterne.