Beiträge von Ellemir

    @ all die Circle noch nicht kennen: ich kenne Every noch nicht und weiß nicht, ob Every ohne Circle sinnvoll ist oder eher nicht. Ich hane Circle aber als recht schnelles Buch im Kopf. Alternativ wurde es auch verfilmt, über den Film kann ich aber nichts sagen. Booklooker hat glaube ich beides gelesen und ist vielleicht so nett kurz einzuschätzen, ob es auch alleinstehend geht.


    Ich habe den Film geguckt und als ganz unterhaltsam empfunden, dann habe ich das Buch gelesen und festgestellt, dass sie das Ende des Films völlig verdreht haben - wahrscheinlich, um die Protagonistin sympathischer darzustellen. Als Verfilmung definitiv nicht zu gebrauchen, weil er damit auch die Aussage des Buches zunichte macht.

    Ich schaue mal, ob ich möglicherweise zur Leserunde dazustoße, kann aber noch nichts versprechen.

    Ich ergänze hier mal meine Liste - ich will Bücher lesen, die schon vor der Pandemie bei mir eingezogen sind, ganz gleich, ob auf Papier oder einem meiner Reader. Bisher geschafft habe ich:


    1. Indridason, Arnaldur: Duell

    2. Butcher, Jim: Storm Front

    3. Indridason, Arnaldur: Nacht über Reykjavik

    4. Patchett, Ann: Das Holländerhaus

    5. Oates, Joyce Carol: Mit offenen Augen

    6. Zeh, Juli: Unterleuten

    7. Ward, Jesmin: Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt

    8. Stairs, Susan: Das Geheimnis jenen Sommers

    9. Shaffer, Mary Ann: Deine Juliet

    10. Eggers, Dave: The Circle

    11. Capote, Truman: Kaltblütig

    12. Ruff, Matt: Fool on the Hill

    13. Hamid, Mohsin: Exit West


    Bisher ganz erfolgreich, aber da geht noch was.

    Mads tut mir leid wegen seiner Kindheit, aber dass Susanna mit 15 nicht selbst entschieden hat, ihr baby wegzugeben, sollte jedem klar sein. Schade, dass er das nicht verstanden hat. und besonders, dass er offensichtlich therapeutisch nicht gut genug versorgt wurde. Aber wie schon andere schrieben, das wäre in Deutschland eventuell auch passiert. Vermutlich hat es in seinem Hirn erst falsch "klick" gemacht, als er die ganzen Informationen bekommen hat und realisiert hat, was ihm alles vorenthalten wurde.

    Jedem Unbeteiligten ist das sicher klar. Aber ich finde es schon logisch, dass Mads mit seiner traumatisierenden Kindheit da eben nicht normal denkt und einen Schuldigen sucht.


    Und ja, ich fürchte, das hätte in Deutschland auch passieren können. Mein Mann und ich haben ein Pflegekind großgezogen und haben mitbekommen, wie sehr das Jugendamt sich bemüht, die Pflegekinder im Auge zu haben, aber wie viele Probleme damit verbunden sind. Die Jugendämter haben eine viel zu dünne Personaldecke und haben in den letzten Jahren Unmengen zusätzlicher Aufgaben bekommen (z.B. durch die Flüchtlingskrise - jede Menge Minderjährige mit traumatisierendem Hintergrund und schwierigen aktuellen Umständen, teilweise alleinreisend). Wir waren meist eine der Familien, für die relativ wenig Zeit übrigblieb, eben weil wir keine Probleme mit Kind/Herkunftsfamilie hatten. Wenn es dem Jungendamt so schien, dass Mads sein Trauma verwindet und auch die Pflegeeltern keinen Alarm schlugen, ist der Verlauf absolut glaubwürdig.

    Ich habe das Buch heute morgen in der Straßenbahn abgeschlossen und es hat mich (wie eigentlich nach meinen vorherigen Erfahrungen mit deinen Büchern zu erwarten war), komplett zufrieden zurückgelassen. Ich hatte das gute Gefühl, eine runde Geschichte gelesen zu haben, in der ich die Beweggründe der einzelnen Figuren völlig verstanden habe (was natürlich nicht bedeutet, dass ich sie in jedem Fall gutheißen kann - Unsympath bleibt Unsympath)


    Um deine Frage aus dem ersten Teil aufzugreifen - ich finde, dir ist es absolut gelungen, Nils mit seinen Nöten und Problemen glaubwürdig darzustellen. Ich bin bei weitem kein Experte für Kinderpsychologie - aber ich habe 3 Jungs großgezogen, deren Freundeskreise kennengelernt und in der Zeit vor der Ehe als Erzieherin gearbeitet. Mir erschienen seine Reaktionen und sein Verhalten zumindest für mich völlig natürlich für ein Kind, das in einer solch schweren Situation quasi alleingelassen wird (zumindest, was emotionale Nähe und Unterstützung angeht).

    Sorry, dass ich gestern auf einmal weg war - aber mein Akku hat schlappgemacht. Allerdings war die Punkteverteilung diesmal ja eh weniger interessant als sonst.


    Ich muss zugeben, ich mochte das Stück der Ukraine nicht besonders und hätte dem UK den Sieg gewünscht.

    Wäre mal wieder schön gewesen. Aber diesmal stand der Sieger ja fest - die hätten wahrscheinlich auch gewonnen, wenn sie gar nicht erst angereist wären. ;)

    Würde ich etwas vom Stricken verstehen - und, weiß Gott, das tue ich NICHT! - schriebe ich Bücher wie "Mein Stricklädchen am Strandweg" oder dergleichen ... <X

    Na, da bin ich ja erleichtert, dass du nicht stricken kannst - gegen solche Buchtitel bin ich allergisch

    (auch wenn ich stricken kann). ;)

    Die Informationen fließen spärlich, dafür werden wir hier belohnt mit idyllischen Landschaftsbildern, Spiele mit Ditch.

    Kira macht Bekanntschaft mit Lene, der Haushälterin der Klamroths. Das Kind kann einem ja leid tun. Wieso die Schwester wohl so garstig zu ihm ist. Schließlich hat er ja seine Mutter verloren.

    Susannas Ehemann wird hier so richtig zum Verdächtigen gestempelt. Die Kredite, Schulden, die er ohne Wissen seiner Ehefrau gemacht hat, aber er hat ein Alibi.

    Manche Menschen sind einfach garstig oder können absolut nicht mit Kindern umgehen. Klar, könnte mehr dahinter stecken, man sollte aber auch nie ausschließen, dass eine Figur einfach nur ein unangenehmer Mensch sein könnte.


    Es braucht halt mehrere Verdächtige, um einen Krimi spannend zu halten (Wars der Ehemann? Oder doch jemand aus dem Chor?). Dass er ein Alibi hat, heißt ja nicht, dass er nicht dahinter stecken kann. Aber er wirkt mir auch zu überrascht und schockiert. Mal sehen, ob er sich jetzt in Lügen verstrickt, wenn er Helene die geforderte Auflistung seiner Aufenthaltsorte liefert und sie möglicherweise etwas überprüft.

    Meine Spekulation aus dem ersten Abschnitt ist also gesichert. Folgt Spekulatius No. 2. Das Kind heißt heute Mads und der weiß wer er ist.

    Interessanter Ansatz ;)