Beiträge von Ellemir

    Tja, ich habe es auch zu Ende gelesen und bin ähnlich enttäuscht. Das Ende ist eine ziemliche Räuberpistole.


    In Summe - ganz interessantes Thema, schlecht umgesetzt, unbefriedigende Handlung und eindimensionale Figuren. Ich habe eigentlich nur zu Ende gelesen, weil es nicht sonderlich dick und ein Leserundenbuch war.


    Ich gebe den meisten Autoren und Autorinnen eine zweite Chance - aber fast nie eine dritte. Wenn ich ihr zweites Buch irgendwann in der Bibliothek finde, werde ich sicher mal reinschauen. Auf einer Wunschliste landet es aber sicher nicht.

    Huch, da kommt man als Späteinsteiger (ich war leider die erste Wochenhälfte krank) dazu und dann sowas. Ich finde jetzt auch nicht unbedingt, dass das Buch unter die Haut geht, aber bisher interessiert mich noch genug, ob das, was ich mir da zusammenreime, auch den Gedanken der Autorin entspricht.


    Ich finde es auch etwas kalt geschrieben - selbst Momente, in denen man eher heftige Emotionen erwartet, werden eher unbeteiligt geschildert (z.B der Selbstmord der Mutter von Johannes). In der Hinsicht das totale Gegenteil des vorherigen Buches, dass mir eigentlich zu nah ging gegen Ende.


    Ich melde mich auf jeden Fall nach dem nächsten Abschnitt nochmal.

    Etwas erklärungsschwach ist das Buch was Motive und Handlungen anbelangt. Allenfalls wird angedeutet und der Leser? soll den Rest dazu denken. Und jeder denkt anders. Der Vater war ja vor der Heirat mit Kathrin zusammen. Ob jetzt ihre Infertilität dazu geführt hat, dass er eine andere nahm, oder einfach die alte Liebe aufgeflammt ist, als sie in die Nachbarschaft zog? Spekulation. Dass seine Frau das alles so hinnimmt und ihn nicht von vornherein rauswirft? Worauf will das Buch hinaus? Das frage ich mich die ganze Zeit.

    Das geht mir genau so. Ich empfinde es als bedrückend, kann aber den Handlungen und den Motiven der Figuren nur sehr begrenzt folgen. Aber erschreckend ist es schon, wie anders die Lebenswelt ist, auch wenn es Teil desselben Landes ist.


    Wobei natürlich viele Elemente auch in anderen Teilen Deutschlands vorkommen - nur die Häufung und die Tatsache, dass quasi jeder in einer ihm unvertrauten Welt leben und klarkommen musste, kennen wir so nicht.


    Ich werde das Buch bis zum Wochenende unterbrechen müssen, die nächsten Tage sind etwas hektisch und das Buch taugt nicht zum Lesen zwischen Tür und Angel.

    Guter Ansatz, xexos. Kann durchaus sein, dass die Erzählweise so begründet ist. Allerdings macht es das für mich nicht leichter. Ich komme nicht rein, finde emotional keinen Zugang. Ich lese das Buch mit einer gewissen "Faszination des Grauens".


    Regenfisch - schlimme Geschichte. Deckt sich aber leider mit vielem, was ich in den letzten Jahren gesehen und gehört habe. Vor einigen Jahren kam ich zu Fuß an einer Kreuzung vorbei, an der ein Motorradfahrer verunglückt ist. Ein Rettungsteam war gerade dabei, ihn zu versorgen (leider vergeblich). Die Bürgersteige waren voller Menschen, jeder ist stehengeblieben und ich habe mindestens ein Dutzend Leute gesehen, die mit der Handykamera draufgehalten haben.




    Aber die Kinder sind Kinder ihrer Eltern...

    Natürlich sind sie das. Ich wollte nur darauf hinaus, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Junge dieses Alters noch nie von Hakenkreuzen gehört hat. Die Jungs sind ja etwa die Generation meiner Kinder, insofern hatte ich zu der Zeit recht viel Kontakt zu Kindern des Alters und habe auch mitbekommen, was in der Schule dran war.

    Quälende, unemotionale Schreibweise trifft es recht gut. Ich habe mich jetzt durch diesen Abschnitt gequält und frage mich bei quasi allen Figuren, warum sie so abgestumpft, so gefühlskalt und gleichgültig wirken. Auf der anderen Seite erlaubt mir das natürlich als Leserin, das Geschehen auf Distanz zu halten, wie Saiya schon schreibt. Aber mir ist die Distanz eigentlich zu groß, ich will mich ja auf das Buch einlassen, in die Figuren einfühlen, schaffe es aber nicht.


    Die Geschichte mit dem Hakenkreuz (und dem Wort Jude) kaufe ich dem Autor aber nicht ab. Nicht in dem Alter, nicht in Deutschland. Dabei will ich gar nicht mal auf den Osten abzielen, auch hier sieht man regelmäßig mal irgendwo von Deppen eingeritzte oder aufgesprühte Hakenkreuze. Das Wissen würde sich, wenn schon nicht durch die Schule, wo es zu dem Zeitpunkt bereits mindestens 1-2mal in irgend einem Fach Thema gewesen wäre (wenn die Lehrpläne sich nicht drastisch von denen hier in Niedersachsen unterscheiden), wie ein Lauffeuer unter den Kindern und Jugendlichen verbreiten, schon allein, weil man damit ja schockieren kann.


    Diese Unwissenheit habe ich bei normal intelligenten Kindern (sowohl meinen eigenen, als auch dessen Freunden, als auch davor in Kindergärten/Horten/Kinder- und Jugendgruppen) wirklich noch nie erlebt.

    Also, bei der Artus-Geschichte von Cornwell wäre ich auch dabei. Hab ich hier sogar schon stehen, allerdings noch ungelesen.


    Weitseher muss ich mir auch irgendwann mal vornehmen. Ich habe da vor Jahren die erste Trilogie gelesen. Aber im Moment habe ich mir erst einmal den Hexer vorgenommen, muss doch wissen, warum ihr von dem alle so schwärmt - und das möglichst, bevor die Serie auf Netflix losgeht.