Beiträge von Marlowe

    Freundin? Ups, dann muss ich umdenken, ich las in einem Beitrag irgendwas mit Gummipuppen...
    Aber, wer redet denn hier von Sex? Wir sprachen über gute Texte menschlichen Verhaltens in allen möglichen Situationen. Literatur pur, sozusagen.

    Da komme ich gutgelaunt und braun gebrannt aus Kaprun und über 2000 Meter Höhe zurück und lese diesen Ordner. Eigentlich mit großem Vergnügen. Denn zuvorderst freut mich ja, dass der Text gut kritisiert wurde. Das ist für einen Schnellschuss von vielleicht vier Minuten doch ganz toll.
    Zur Authenzität: In erster Linie habe ich das als Mann an die Frauen geschrieben. Das ist authentisch! Ich würdige die Leistungen der Frauen in diesen schlimmen Jahren. Das ist authentisch. Meine Mutter gehörte mit allen schlimmen Erfahrungen auch dazu. Aber bemerkt denn diemand den Schluss, das angebliche Versprechen, die Verlogenheit?
    Glaubt denn wirklich jemand daran, dass es nicht wieder geschieht? Es geschah doch seitdem hunderte Male an allen Flecken dieses Planeten und geschieht jetzt gerade auch.
    Wir Glücklichen sind davon im eigenen Lande davon momentan nicht betroffen. Aber weiß man, wie lange noch?
    Die Entschuldigung als solche ist ernst gemeint, als ich sie schrieb, dachte ich so, doch den Schluss konnte ich mir nicht verkneifen, es wird wieder geschehen, keine Ahnung wie, vielleicht kommen die Menschen aus den armen Ländern zu Hunderttausenden zu uns oder wie auch immer. Das meinte ich auch damit.

    Bin zwar schon auf dem Weg in mein Bett, aber das möchte ich noch gerne beantworten. Tom, wie wäre es für Dich, eine Geschichte vollkommen im Kopf zu haben, jede Zeile, jeden Satz, sie ist perfekt, Du weißt es. Aber kaum liegen die Finger auf der Tastatur - aus. Nichts geht mehr. Das ist eine Schreibblockade. Der Rest ist , bitte um Entschuldigung an alle, die es betrifft, eine reine Ausrede für Ideenlosigkeit.


    Orignaltext Tom: Was ich allerdings noch nicht ganz verstehe, das ist der dahinterstehende Drang, dieses Bedürfnis, schreiben zu müssen. Ich meine, ich schreibe halt, wenn ich eine Idee für eine Geschichte habe. Oder entsprechendes für den Fortgang des aktuellen Projektes - das aber meistens durchgeplottet ist, bevor ich anfange. Und wenn nicht, dann eben nicht.


    Und das ist es, genau das, Du hast das Bedürfnis, du weißt jeden Satz, aber die Finger verweigern ihren Dienst. Das ist eine wirkliche Schreibblockade. Die Schlimmste von allen, meiner Erfahrung nach.


    Wenn ich Zeit habe, etwas zu schreiben, dann findet sich auch etwas, ist nett. Aber wenn Du das eigentlich gar nicht schreiben willst, weil anderes wichtiger ist, dann fühlst Du Dich gegängelt. Nicht umsonst ist mein Motto NON SERVIAM, ich will nicht dienen.


    Ich will das schreiben, wonach mir gerade ist, wenn ich das Gefül habe, dass IRGENDWIEWERWAS mich daran hindert, dann werde ich wütend, sauer, ohnmächtig, hilflos. Aber ich gebe mich nicht geschlagen. Es gibt immer einen Weg und das ist vielleicht die einzige Hilfe, die ich anderen Betroffenen geben kann, nicht aufgeben. Weitermachen, an sich glauben, wenn ein Text so wichtig ist, dass er heraus muss, dann findet er seinen Weg, auch zu den Empfängern.
    Keine Esoterik, sondern Lebenserfahrung, nicht mehr und nicht weniger.

    Ja Tom, in diesem Falle schon, du kannst es dann nicht mehr aufschreiben, ich habe Schreibblockaden als genau das erlebt. Der Kopf sprudelt über vor Ideen, Du musst sie nur noch niederschreiben, aber die Schreibblockade beginnt zwar im Kopf, aber sie endet bei den Händen, das ist eine wirkliche Schreibblockade.
    Was andere damit meinen, ist meiner Meinung eine Zeit der Ideenlosigkeit, apathisches Dasitzen, "mir fällt nichts mehr ein", aus. Schreibblockade, wie ich und andere aus meinem Bekanntenkreis sie kennen, ist schlimmer. Schreiben wollen aber nicht können, wie gesagt, das ist wie eine Behinderung, jemand hat Dir Deine Hände abgehackt, ich wünsche das niemandem wirklich.
    Andererseits hatte ich dadurch auch wieder viel Zeit zum Nachdenken, über mich, über andere, über das Leben. Interessant ist, dass dieses Forum mir ein wenig geholfen hat, über diese letzte Blockade hinweg zu kommen. Ich habe lange nichts mehr geschrieben, das Profane hatte mich voll im Banne, dann kam ich hierher und ganz langsam begann ich wieder meine Gedanken zu notieren. Bester Beweis, mein spontaner Text ENTSCHJLDIGUNG von heute Abend, das hätte ich in den letzten Monaten nicht machen können ohne Euch Eulen. Ein Beweis eigentlich dafür, dass Schreiben auch Therapie ist.

    Da geht es mir wie Rattentod, alles was ich gelesen habe, muss ich besitzen. Ich kaufe derzeit alles nach, was ich mal verkauft oder verliehen und nicht zurück bekommen habe. Ayla z.B., diese Bücher haben mich fasziniert und ich habe sie verliehen und nie zurück bekommen, die ersten beiden Bände habe ich im Club jetzt nachgekauft und der Rest dann im nächsten Monat. Trotzdem bin ich froh, dass es Büchereien gibt, meine Tochter Laura liest so viel, dass ich das nicht bezahlen könnte und meine Manie hat sie ja noch nicht. Später kann sie sich die Bücher ja alle nachkaufen. Und eines muss ich sagen, die Bücherei in Burghausen ist total gut organisiert. Über PC ist alles sofort eruierbar.

    Sorry, Tom, da kann ich Dir nicht beipflichten. Schreibblockade ist nicht gleich Ideenblockade. Wenn Dein Gehirn übersprudelt, die Hände an der Tastatur liegen und nur auf den Schreibimpuls warten, aber dann geht nichts, das ist was anderes. Ich habe das erlebt, das ist nicht zum Lachen. Das ist wie eine Behinderung. Du bist gelähmt, aber die Impulse sind da. Dann gehst Du zum Arzt und der schaut Dich an und sagt: Tja, wisen sie, da sind sie bei mir falsch, das wäre was für einen Psychotherapeuten und dann gehst du dahin und redest und redest und merkst auf einmal, dass der Therapeut ein Alkoholproblem hast und redest und redest und hast ihm geholfen und merkst, dein Problem ist immer noch da, dann hast du wenigstens wieder ein Thema zum Schreiben. Kann aber noch schlimmer
    kommen.

    Aha, dann müsste ich doch eigentlich mit reden dürfen, als alter Mann, Tina und ich sind 30 Jahre ups, wie sage ich es jetzt richtig, also ich bin 30 jahre älter, sie ist 30 jahre jünger, aber beziehungsmäßig sind wir eins.

    Das ist schon wahr, Baujahr 51, aber der Krieg beginnt ja schon nach der Zeugung, bin durch einen Bericht im TV, ARD, läuft noch, dazu inspiriert worden. War ein Schnellschuss von Kreativität.

    Was haben wir Männer euch angetan
    in unserem Kriegsdenkersiegeswahn
    verließen Euch und hofften auf Glück
    denn nur damit kam Mann wieder zurück


    Ihr habt geackert, getan und gemacht
    wahre Wunder für die Familie vollbracht
    habt den Kindern mit Papas Strafe gedroht
    dabei war der Papa seit Tagen schon tot


    Ihr habt der Regierung den Ehering geschenkt
    damit das Gold den Kriegsverlauf lenkt
    habt Männerarbeit für uns gemacht
    und wurdet später dafür einfach ausgelacht


    Ihr wurdet gebraucht doch benutzt wurdet ihr
    und schuld sind wir Männer, ja, nur wir
    Schuldgefühle wie diese, sie werden vergehen
    denn glaubt uns, es wird ja nie mehr geschehen

    Eigentlich müsstest Du doch jedem/r Autofahrer/in dankbar sein, der/die Dir den Stoff für diese Geschichten liefert. :grin
    Und das Dir wiederum Stoff geliefert wird, finde ich auch ganz amüsant. :wow
    Schreibst du Deine Berichte, wie man das so aus den Polizeiserien kennt, eigentlich auch so?? Dein Chef müsste dann eigentlich auch eine Büchereule sein.

    Wieso habe ich das Gefühl, da fehlt noch was? Ich merke, da ist ein Anliegen verborgen, aber welches? Der Text berührt ja, aber nur irgendwie, weil, da fehlt was. Geht aber vielleicht nur mir so.