Beiträge von Paradise Lost

    Oh, ich wollte eigentlich gar nicht alles zitieren ... konnte man früher nicht einfach Ausschnitte zitieren? Und – geht das noch? Und wenn – wie?

    Du markierst mit gedrückter linker Maustaste genau die Zeilen, die Du zitieren willst. Dann geht nämlich von selber ein "Zitat speichern | Zitat einfügen" Text auf (sollte zumindest). Ersterer speichert das Zitat in einem temporären Zwischenspeicher (zu sehen dann unten rechts in Deinem Browserfenster), zweiterer fügt das Zitat direkt in die Antwortbox unten ein. Ich hoffe, ich hab es halbwegs verständlich ausgedrückt. :schuechtern

    Es ist schon wirklich ein Jammer, lesen tu ich schnell, aber bis ich dann zum Schreiben komme... *seufz* Aber jetzt komme ich endlich dazu, auch dem letzten (Story-)Abschnitt zu seinem Recht zu verhelfen.


    Hihi, mein Gedanke mit Sönke und den Meyers war richtig, fiese Baggage. Das mit dem angesägten Ast war ne ganz miese Nummer! Am Anfang hatte ich ja sogar befürchtet, dass sie Bob absichtlich gecatnappt und eingesperrt haben, aber immerhin das ist nicht ihre Schuld. Ich hab auch mal 2 oder 3 Tage auf meine Katze gewartet ohne dass ich was gehört hatte und als sie wiederkam war sie von oben bis unten schwarz (wohlgemerkt, sie war sonst weiß), da wusste ich, dass sie wohl bei einem Nachbarn in den Kohlenkeller geschlüpft war.


    Sönke ist sogar verheiratet und hat Kinder! :yikes Sowas dreistes. Da hätte Sabine (der Hund, nicht die Schwester) doch gerne mal feste in den Hintern beißen können! Oder wir schicken ihn doch noch zu den :fisch:drink


    Wie sich die "olle" Hinrichsen entwickelt hat in den letzten beiden Abschnitten hat mir gefallen. Spröde Fassade aber mit gutem Kern, nicht unähnlich wie Onno. Der hat ja dann noch den Vogel abgeschossen und ein astreines "Immenhof 2"-Ende hingelegt. Ich hatte schon so ein Gefühl, wer der mysteriöse Käufer sein könnte, gerade auch wegen dem Anwalt. Schenkungssteuer wird zwar sicher auch nochmal ein schönes Sümmchen fällig, aber solange der Rest reicht, um die Zeit zu überbrücken bis Franzi den Laden richtig ans Laufen bringt, ist doch alles in Butter. Vielleicht wird ja nach dem Unfall sogar doch noch eine Fußgängerzone oder zumindest verkehrsberuhigte Zone aus dem Sträßchen?


    Im Endeffekt ja sogar noch ein Happy End für den Reporter, der endlich mal zeigen kann, was in ihm steckt und einen waschechten Skandal in der Lokalpolitik aufdeckt ohne irgendwas übertreiben zu müssen.


    Die Handy-Gang und Türo haben eine unerwartete aber umso positivere Wendung genommen. Ich denke schon auch, dass bei vielen das Bedürfnis ernst genommen und respektiert zu werden im Vordergrund steht. Leider denken dabei aber einige, dass nur der Stärkste und Brutalste respektiert wird und verhalten sich entsprechend. Aber man sollte jedem eine Chance geben sich zu beweisen und das hat hier ja ganz großartig geklappt. ^_^


    Die Entwicklung der Beziehung zu Jost hat mir übrigens auch sehr gut gefallen. Es wäre denke ich fehl am Platz gewesen, wenn das ganze mit stürmischen Liebesbezeugungen oder am Ende noch einem Heiratsantrag oder sowas geendet hätte. So war es richtig schön glaubhaft. Es ist ihr erst langsam gedämmert und sie hat gemerkt, dass sie wohl doch auch mehr als Freundschaft empfindet, aber es war keine... öh... "Feuerwalze der Leidenschaft" die sie dahingerafft hat. War einfach schön glaubhaft, sie geben sich Zeit, dass sich das entwickelt und das ist gut so. Und so ist ja auf jeden Fall (mit ein paar anderen Dingen) auch noch Stoff für eine mögliche Fortsetzung vorhanden, nech? :grin

    Wie man in diesem Buch dann wohl mit Fug und Recht sagen kann: Ente gut, alles gut. :lache


    Zu den Basteltipps, ich denke, ich werde wohl doch erst in meinem Urlaub ab Mitte Juli dazu kommen, hier etwas zu machen, da mir auch noch einiges an Material fehlt, dass ich besorgen muss. Aktuell befinde ich mich fast dauerhaft im Hitze-Koma sobald ich von der Arbeit heimkomme, und am Wochenende muss man schauen, dass man am Morgen schnell alles schafft (da wären so ein paar Tage Nordsee eigentlich ja gar nicht schlecht).


    Vielen Dank auf jeden Fall nochmal SteffiB für die Leserundenbegleitung und das schöne locker-fluffige Buch mit vielen sympathischen Figuren

    (und auch ein paar unsympathischen... :sonnenbrille)

    Endlich Zeit zum Schreiben, seit Dienstag schon fertig und dann so ne fiese Stelle mit diesem Cliffhanger. Aber ich war ganz brav und habe nicht auf die nächste Seite gekuckt wo (so vermute ich zumindest) steht wessen knochige Hand sie zurückreisst. Vielleicht die Hinrichsen? Es muss ja vermutlich jemand sein, der auch in der Straße wohnt...

    Die Konfrontation die dann endlich zur Aussprache geführt hat war nötig, das hat Franzi gut hingekriegt und dann bringt der Teufel auch noch Brot und Salz, das war echt niedlich. :lache Und Sohnemann ist wie vermutet der Weinbrandbohnen-Kavalier.


    Schon an der Stelle, als Franzi dachte "Oh, nach dem Ast muss ich aber bald mal schauen" war ziemlich klar, dass sie genau das vergessen wird. Ich hatte allerdings nicht mit Dachschaden gerechnet (*hüstel*) sondern ich hatte die Befürchtung, dass am Ende nachts jemand bei ihr im oberen Stockwerk durch Fenster oder Balkon oder so einsteigt über den Ast um sie total einzuschüchtern.


    Von Sönkes wahrem Charakter haben wir jetzt auch mal was gesehen. Wusste ich's doch. Einen Moment hatte ich sogar befürchtet, er lässt Franzi in dem Priel absaufen, aber so ein Schuft ist er ja dann doch nicht (oder zu viele Zeugen die ihn zuletzt mit ihr in dem Café gesehen haben... :grin )

    Apropos Café, bei der Beschreibung und dem Ablauf der Wattwanderung kam es für mich zu ein paar Widersprüchen, vielleicht hab ich das falsch verstanden. Hier mal was ich verstanden habe:

    - Sie sitzen im Café, Sönke sagt "In einer Stunde sieht die Welt ganz anders aus." Das habe ich an dieser Stelle so interpretiert, dass sie in einer Stunde loslaufen, weil sich das Wasser dann weit genug zurückgezogen hat (also dass es in einer Stunde halb vier ist).

    - Sönke schätzt die Dauer der Wanderung auf 2 bis höchstens 3 Stunden

    Neuer Absatz:

    - "Eine Stunde später" -> Da wären sie nach meinem Verständnis eigentlich gerade erst losgelaufen

    - Sönkes Laune (und auch die von Franzi) sind schlecht weil sie "gerade die Hälfte der Distanz" geschafft haben, was dann aber nach einer Schätzung von 2 bis 3 Stunden doch völlig in Ordnung wäre nach einer Stunde Laufzeit.

    Ich bin also etwas verwirrt. :lache


    Joost ist sehr verletzt, das spürt man natürlich deutlich, nur Franzi scheint so überhaupt nicht zu verstehen, was denn da los ist. Mal abgesehen davon, dass sie ihn rundheraus angelogen hat muss er sich schon sehr zurückgestoßen fühlen, erst erzählt sie was von Ruhe und dann trifft sie sich mit einem anderen Kerl...

    Und wieder habe ich hier das Gefühl, dass zwar Joost Gefühle für Franzi hegt, auf Franzis Seite aber nichts weiter als Freundschaft existiert und das macht mir ein bisschen Sorgen für den Armen. Vielleicht hat sie ja noch einen "Und da gingen ihnen die Augen auf"-Moment. Ich wünsche es ihm einfach mal. Joost ist zu schade für die Friendzone.


    Wir erfahren die Geschichte von Sabine Ehmken und was es mit der Feindschaft zwischen Onno und Norbert auf sich hat. Puuuh. Harter Tobak. Vermutlich hat Onno sich selbst so schreckliche Vorwürfe gemacht, dass er dankbar war, in Norbert einen Blitzableiter für seinen Zorn zu haben. Wenn er leidete sollte der andere auch leiden, der war ja schuld! Vielleicht kann Franzi da ein bisschen vermitteln, nach so vielen Jahren wäre es wohl an der Zeit Frieden zu schließen. Das wäre bestimmt auch in Sabines Sinn.


    Okay, auf Jans Ehefrau wäre ich auch nicht gekommen. :rofl Ich war mir zwar auch nicht so 100% sicher, dass er wirklich schwul ist (ausgesprochen wurde es ja nie), aber dass er verheiratet ist hätte ich definitiv nicht gedacht. Gefällt mir aber sehr gut die Wendung. Ist eben doch nicht alles so, wie man das erwartet. Und dann die Sache mit dem Hexenschuss, der ihn in Franzis Bett zwingt, das ist schon herrlich ironisch. Apropos nicht erwartet, die Entwicklung der "Handy-Gang" war auch eine schöne Geschichte. Damenfriseur ist jetzt sicher nicht der naheliegendste Job, aber erst mal ausprobieren und dann weiterschauen. Stelle mir gerade vor, wie er zur Müller-Murschelknautz "Digga" sagt. :rofl


    Franzis Laden läuft so langsam an und die große offizielle Eröffnungsfeier steht ja auch noch aus. Das wird schon! Tante Gerlinde wäre bestimmt sehr stolz.


    Hm, vielleicht irre ich mich ja, aber irgendwie hatte ich den Eindruck, als ob Riekes Freundinnen in Bremen dächten, Franzi wäre jetzt mit Rieke zusammen. Klang von der Wortwahl her irgendwie so. :gruebel

    Lila Eule ist auf jeden Fall ein schöner Name. :grin


    Jetzt geht es in den letzten (Story-)Abschnitt. Freue mich schon, wie sich alles auflösen wird. ^_^

    Für Jorines Haus gibt es keine konkrete Vorlage, es ist wohl eher die Beschreibung meines ganz persönlichen Traumhauses. Man stelle sich vor, ein Seegrundstück! Mit Enten und Vögeln und Fischen. Und einem Steg. DAS würde mir wohl gefallen.

    Stimmt ja, hier wurde schon mal die Zukunft von Janis, Jim und den Küken angeteasert. Ich denke sie könnten es schlechter treffen.

    Haaaaah. Ich hatte die ganze Zeit so ein blödes Gefühl bei der Eröffnung des Ladens. Es war klar, dass da irgendwas passieren würde. Ich hatte ja so den Verdacht, dass vielleicht die Schaufensterscheibe eingeschlagen wird in der Nacht davor oder sowas. Und als Franzi dann schon gleich in aller Früh die Leute vor der Tür stehen sieht war ich mir sicher, die sind da nicht zum Einkaufen. Das dann allerdings die Regenbogenpresse so schnell vor Ort ist hat mich überrascht. Vielleicht durch einen anonymen Hinweis?


    Onno ist genau so wie ich ihn mir vorgestellt hab. Nordisch herb aber mit einem guten Kern und einem gewissen trockenen Humor ("Hunde sind eng mit Staubsaugern verwandt. Dieselbe DNS."), gefällt mir auf jeden Fall gut. Da war der Aufenthalt im Krankenhaus doch zumindest für die Annäherung gut. Genial fand ich die Ärztin und Krankenschwestern die einfach dreist ignoriert haben, dass der alte Onno gar keine Verwandten hat. :rofl Ich frage mich, ob Tante Gerlinde ihn auf den Geschmack mit dem scharfen Essen gebracht hat oder am Ende vielleicht gar umgekehrt, immerhin war er ja der Seemann und hat das sozusagen aus Asien "mitgebracht". Ich denke auf jeden Fall, dass er öfter mal bei Gerlinde da und sich daher auch Sabine, Bob & Co. schon kenne. Ich bin ja mal gespannt, was Sören bei ihm versucht hat, ich denke dass es da sehr wohl eine Geschichte gibt. Entweder direkt mit Onnos Hof oder vielleicht weil er es eben bei Gerlinde schon versucht hatte (wer weiß mit welchen Tricks). In dem Fall würde ich unbedingt auf den Instinkt von Sabine vertrauen.


    Ich verdächtige Peter Hinrichsen eher der Weinbrandbohnen-Typ zu sein. Vielleicht als so eine Art Wiedergutmachung für das eklige Verhalten seiner Mutter. Bei dem Vandalismus geht der Verdacht immer noch eher Richtung Sören. Ich frage mich aber auch, was mit den Mayers von nebenan ist, das Verhalten ist ja auch mal alles andere als normal. Mit Schüchternheit ist das nicht mehr zu erklären.


    Joost ist im Moment in Franzis Wahrnehmung noch nicht so richtig als "Mann" angekommen habe ich das Gefühl. Er war der freundliche wenn auch stille Kerl aus dem Supermarkt und ist inzwischen ein guter Kumpel, aber so richtig Anziehung kann ich zwischen den beiden bisher nicht spüren (auch wenn ich ihn viel netter finde und hoffe, dass es sich auch in die Richtung entwickeln wird, wenn der Sören erstmal aus dem Weg ist... :chen ).


    Als Marek unter dem Regal liegt und irgendwas schraubt während Bob auf seinem Bauch sitzt musste ich sehr lachen, das läuft bei meinen Katzen in der Tat ähnlich, wenn mal was aufzubauen ist, da kennen die nix. :lache


    Jorine (erinnert mich an Jorinde) finde ich auch sympathisch und es war sehr interessant das mit dem Wollefärben zu erfahren (auch wenn ich keine Strickerin bin), sowas finde ich generll immer faszinierend.





    SteffiB Ja, die stehen auch auf der Versuchsliste. Aber als erstes versuche ich mal diese Bommeltiere, so Bommeln wollte ich eh länger schon mal machen (u.a. auch für die Katzen zum Spielen, die werden dann natürlich nicht weiter verziert).


    Das letzte Mal. als ich so richtig kreativ-basteltechnisch unterwegs war (vor vielen, vielen Jahren :alter) habe ich für eine Freundin aus Walnüssen ein "Rudel Wilder Nüsse" gebastelt (das war ein Insiderjoke von uns). Die sahen dann so aus:




    (wie man lesen kann eindeutig auch fränkisch *gg*)

    Hui, in diesem Abschnitt ist schon ganz schön viel passiert. Franzi lebt sich Stück für Stück ein und macht eine Menge neuer Bekanntschaften. Joost und seine Schwester werden bestimmt eine ganz wichtige Stütze für Franzi sein, auch in Zukunft. Ich glaube, damit fährt sie eindeutig besser als mit Sören. Den habe ich im Übrigen eher im Verdacht wegen der Zerstörungen an und um Franzis Haus, ich vertraue da auf Riekes Gespür, dass es wirklich nicht die alte Frau Hinrichsen oder ihr Sohn sind. Vielleicht hat er auch jemanden beauftragt und war es nicht selber, aber möglich wäre es. Vielleicht ist auch er unschuldig, immerhin hat er sehr schnell eingelenkt, dass die Sache mit dem Dach eine Finte war. Das mit den Blumen und der besprühten Bank fand ich sehr schade. :(

    Umso spannender tatsächlich die Frage: Wer hat die neuen Blumen beauftragt? Hat es etwas mit den Rosen und dem Ring auf dem Grab zu tun?

    Die Szene im Laden von der Hinrichsen fand ich auf jeden Fall sehr zum Grinsen, wie Franzi da die Hutschnur hochgegangen ist, auch wenn die alte Dame wohl unschuldig ist, aber so eine kleine Zurechtweisung tut ihr vielleicht gar nicht so schlecht.


    Onno mit Eseln und Hund ist nun auch das erste Mal aufgetaucht, ich erinnere mich noch gut an Deine Lesung beim Eulentreffen Steffi, ich vermute die dort gelesene Szene wird dann im nächsten Abschnitt kommen.

    Mir fällt gerade so ein, Onno hat ja sehr traurig geschaut beim Blick auf den Laden... könnten Rosen und Ring von ihm sein? :gruebel

    Die Beschreibung der Landschaft und auch ein bisschen vom geschichtlichen Drumherum in Ostfriesland gefällt mir übrigens gut, genau solche Dinge interessieren mich auch.


    Janis hat Küken! Wenn Franzi schnell geschalten hätte und die Szene von Bob wie er die Küken putzt gefilmt und ins Internet gestellt hätte, könnte sie jetzt schon reich sein. :katze :chen

    Aber auch so sieht es ja im Moment wirklich gut aus, der Laden wird auf Vordermann gebracht mit den beiden polnischen Handwerkern / Tierarzt / wasauchimmerderanderewohlnochist hat sie zusätzliche tolle Unterstützug zu Rieke und Joost, das Kleebatt hilft und gibt Tipps und das Dach ist auch okay. Die Sache mit den selbst hergestellten Deko- und Kunstgegenständen läuft mit Rieke zusammen auch schon mal an. Muss nur noch die Person gefunden werden, die wirklich so fies zu Franzi ist (ach ja, und den einen Beamten hat sie ja auch noch verärgert...). Ich bleibe erst mal bei meiner Sören-Theorie.


    Ach ja, bevor ich es noch vergesse, der Name "Müller-Murschelknautz" ist glaube ich der geilste den ich bisher gelesen habe. Ich sass da gerade in der U-Bahn und konnte gerade noch verhindern, dass ich laut rauspruste. :lacht


    Ich glaube, das erste was ich mal nachzubasteln versuchen werde sind die Oster-Deko-Bommel(-tiere). Ich denke, darüber würden auch meine Katzen sich seeehr freuen. :lache


    Der ständige Hinweis, dass Franzi aus Franken ist wenn man sie als Bayerin bezeichnet bringt mich immer wieder zum Schmunzeln. Jaaa, so geht es unsereins außerhalb. Und von den Uhrzeiten wollen wir gar nicht anfangen. :grin

    So, da bin ich, kein DIY-Jünger aber immerhin eine Fränkin. ;-):lache

    Ich denke, ein paar der einfacheren Basteltipps werde ich aber mal austesten.


    Franzi hat also ihr altes Leben in Nürnberg hinter sich gelassen und will sich am Meer ansiedeln. Die Faszination der Nordsee kann ich sehr nachvollziehen, ich spüre da auch schon seit Jahren so eine Anziehung, der ich auch mal nachgeben möchte. :-)

    Das Umfeld ist schon mal sehr zum Wohlfühlen, von den tierischen Mitbewohnern bis zum Senioren-Kleeblatt (ich glaube, mit denen werden wir noch viel Spaß haben). Bei Sören weiß ich noch nicht so recht. Er wirkt zwar so auf Anhieb erst mal sehr sympathisch, aber vielleicht erhofft er sich von dem Date ja doch nochmal auf Franzis Entscheidung einwirken zu können? (Immer vorsichtig bei attraktiven Anzugträgern! :grin)


    Den Laden kann ich mir so richtig schön vorstellen und ich bin schon sehr gespannt, wie Franzi ihn umgestalten wird. Ich muss dabei auch an diese schönen alten Tante Emma-Läden denken, in denen es so ziemlich ALLES gab, schön in kleine Regalfächer und Kästchen aufgeteilt. Da wird man irgendwie auch ganz nostalgisch.


    In dem Friseur von Nebenan hat sie ja schonmal einen Verbündeten in der Straße gefunden, aber die alte Frau Hinrichsen ist offenbar die erste "Antagonistin". Ich glaube diese Art von sauertöpfischer Gestalt hat jeder schon mal getroffen.


    Der "Prolog" ist abgeschlossen, jetzt geht es langsam ans Eingemachte. Ich muss sagen, so ein nettes kleines Wohlfühlbuch ist glaube ich genau das, was ich im Moment brauche. Passt vom Timing her perfekt. :-]

    Ich habe diesen zweiten Band der St. Petersburg-Reihe ohne Kenntnis der Handlungen des ersten Bandes gelesen was auch ohne Probleme möglich ist, da 60 Jahre dazwischen liegen und es nur ein paar kleine Überschneidungen, hauptsächlich bezüglich Nachfahren, am Rande gibt (wie man mir berichtet hat).


    Es war für mich eine spannende Reise auf der ich auch, bedingt durch ein fast nicht existentes Wissen über St. Petersburg oder auch Katharina die Große, sehr viel lernen konnte. Das aber ging so ganz locker nebenbei, während ich einer interessanten Geschichte und faszinierenden Figuren mit sehr unterschiedlichen Charakteren folgen durfte.

    Das "Personal" ist auch ganz klar eine der großen Stärken des Buches. Man lernt die Stadt und auch die Zarin aus sehr verschiedenen Blickwinkeln kennen, von guten so wie von schlechten Seiten und auch die Figuren selbst entwickeln sich über die Jahre weiter, machen teilweise dramatische Veränderungen durch. Ich möchte an dieser Stelle auf jeden Fall nochmal sagen, dass die Malerin Johanna meine Lieblingsfigur war. Ihr Schicksal hat mich am meisten gefangen genommen und beeindruckt.


    Als zweitliebste Figur kann ich hier gleich die Zarin selbst benennen. Katharina ist eine absolutistische Herrscherin, die sich selbst als Aufgeklärt sieht und so auch gerne, speziell im europäischen Ausland, wahrgenommen werden möchte. Sie möchte Änderungen durchführen, sieht sich aber auch mit großen Hindernissen konfrontiert von denen Sie weiß, dass sie sie allein schon aus machtpolitischen Gründen nicht einfach eliminieren kann. Es ist ein Balanceakt. Zudem neigt sie dazu, sich von lästig gewordenen oder nicht mehr benötigten Personen mit einer großzügigen Abfindung freizukaufen. Das funktioniert oft, aber eben nicht immer und hindert sie leider daran, sich länger mit Dingen zu beschäftigen die es nötig hätten. Sie ist großzügig und freigiebig zu Freunden und Günstlingen, aber sie kann auch hart durchgreifen und duldet keine Rebellion außerhalb der Diskussionsräume ihres eigenen Palastes. Eine vielschichtige Frau, die näher kennenzulernen ich mir nach der Lektüre dieses Buches nun wünsche, es gab dafür passenderweise im Nachwort noch den einen oder anderen Tipp zu weiterführenden Büchern über Katharina und z.B. ihren Briefwechsel mit Voltaire.


    Zu dem Titelgebenden Philosophen Stephan habe ich über das ganze Buch keine so direkte Beziehung aufbauen können. Auch er ist eine interessante Figur, aber bei ihm habe ich über weite Strecken das Gefühl gehabt, dass er einfach ein Spielball der Mächte ist (und das müssen nicht immer königliche sein) und eher reagiert als agiert. Er lässt sich das eine oder andere Mal zwar mitreissen und ist dann aber oft gleich darauf wieder von Zweifeln geplagt (was zu einem Philosophen natürlich durchaus passt), verunsichert und wird darüber ein Stück weit auch eigenbrötlerisch indem er sich von alten Freunden und Beziehungen distanziert. Keine einfache Person, nichts desto trotz hat es auch bei ihm Spaß gemacht dieses neue Land in das er geschickt wurde sowie dessen Herrscherin durch seine Augen zu betrachten, auch wenn er sich offenbar oft für ein besseres "Pokerface" hielt, als er tatsächlich war. :lache


    Zur Ausstattung des Buches möchte ich noch sagen, dass es schön ist, dass man sich durch die beiden Karten auf den Vorsatzblättern ein ungefähres Bild der Örtlichkeiten machten konnte. Zudem gibt es eine Aufstellung der handelnden Personen mit Anmerkungen wer historisch ist und eine Zeittafel die über den Zeitraum von 1725 - 1775 grob wichtige Meilensteine der Geschichte zusammenfasst. Da das Buch zu einem Zeitpunkt beginnt, an dem Katharinas Mann Zar Peter bereits tot ist, ist es hilfreich, hier entsprechende zusätzliche Informationen zu der Zeit davor zu finden, z.B. auch bezüglich der Kinder und einiger Geliebter, auch wenn in der Geschichte selbst später immer mal wieder etwas davon erwähnt wird.


    Mir hat es großen Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich freue mich, dass ich den ersten Band schon im Regal stehen habe und mich hier bestimmt eine ähnliche Erfahrung erwartet.

    Hach ja, so schön hatte ich es mir vorgestellt, am verlängerten Wochenende, dank Brückentag, das Buch zu Ende lesen und was war? Ich hab es in der Arbeit liegen lassen! Gerade beim letzten Abschnitt!!! :bonk:lache


    Aber als ich es heute wieder in die Finger bekam, hab ich den Rest gleich verschlungen.

    Zusammenfassend kann ich auf jeden Fall sagen, dass mich das Buch sehr gut unterhalten hat und ich die Charakterzeichnung und Art der Geschichtenerzählung sehr genossen habe. Wie gut, dass Band 1 noch im Regal steht. :grin (und noch ein weiterer Band kommen wird ...)


    Marija hat ihren Trumpf also "endlich" ausspielen können, genutzt hat es ihr letzten Endes wenig. Ob es wirklich ein neidischer Räuber war? Oder vielleicht doch jemand von der Zarin gedungen? Oder zumindest in dem Glauben dieser damit einen Gefallen zu tun? Das werden wir wohl nicht mehr erfahren. Wenn man ihr nicht zuerst die Kehle aufgeschnitten hätte, hätte man fast sagen können poetische Gerechtigkeit, dass sie so endete wie all die kleinen Kinder, die sie ertränkt hat. Aber immerhin fast.

    Pugatschow (ich hoffe, ich hab das jetzt richtig geschrieben :lache ) war also der Vater! Den hatte ich definitiv nicht auf dem Radar. Ich hatte eher Richtung Adliger, Zar Peter oder sowas gedacht (oder am Ende vielleicht gar Grigori!). Hat aber gepasst und war wie gesagt eine Überraschung für mich und auch nicht zu weit hergeholt.


    Mein erster Gedanke war auch, dass Sonja sich bestimmt im Wald versteckt, eventuell in einem der Erdlöchter, vielleicht auch bei Emilio, so er denn noch lebte. Er hat es ja gut gemeint, leider hat er sich und seinen Bären damit dem Tode geweiht. Eine sehr traurige Stelle. ;(


    Die Darstellung von Katharinas Innenleben und Gedankengängen hat mir in diesem Teil besonders gut gefallen. Dieser Wechsel zwischen Enttäuschung, Wut, Mitgefühl, dem Versuch sich zu distanzieren und dann doch wieder ein Stück weit Gefühl zuzulassen. Ich meine, ich mache mir keine Illusion, sicher war sich Katharina sehr wohl bewusst, dass sie genau so gut Gefahr gelaufen wäre, sich eine Märtyrerin an den Hals zu schaffen, wenn sie die Autorin dieses Buches öffentlich hinrichten lässt, geschweige denn wenn es die Runde gemacht hätte, wer Sonjas Vater war. Mit dieser Geste der Gnade hat sie sowohl ihr eigenes Gewissen beruhigen, als auch ihren Kritikern die besten Karten aus der Hand nehmen können. Man wird also doch nicht gleich hingerichtet für Kritik an der Zarin, im Gegenteil, sie ist jetzt sogar bereit mit anderen über das Buch zu diskutieren. Ein Zeichen der Großmut, aber vielleicht auch ein Stück weit Eingeständnis?

    Das Abschlußgespräch mit Stephan zeigt nochmal, dass sie gesprächsbereit ist, aber eben der Meinung, dass man manche Dinge nicht überstürzen darf. Russland ist auch heute noch ein so großes Land, dass es schwer unter einen Hut zu bringen ist, in Zeiten von Pferdeboten eine fast unvorstellbare Aufgabe. Ich denke, ich kann sagen, dass ich die Katharina, die ich in diesem Buch kennengelernt habe durchaus schätzen gelernt habe, ja sogar mag. In ihrer Zeit gesehen, in ihrem Stand und verglichen mit der Welt um sie herum, hatte sie immerhin idealistische Vorstellungen, die sie aber mit Politik und Machtspielen vereinbaren musste. Natürlich ist kritisieren immer leichter als es letztendlich selbst machen zu müssen. Ich schätze, wenn sie ein paar hundert Jahre Zeit gehabt hätte, wäre am Ende wohl doch was ganz brauchbares rausgekommen. :lache


    Schön, dass man am Schluss nochmal einen kleinen Überblick über das weitere Geschehen um die Protagonisten bekommt. Johannas Galerie wird zwar überflutet, aber sie weiss jetzt schon, dass auch alles wieder gutwerden wird. Sie und Stephan haben sich friedlich getrennt und auch wenn es sie noch schmerzt und sie etwas Zeit brauchen wird, so kann sie ihm vergeben und trotzdem die gemeinsame Zeit schätzen. Für mich ist und bleibt sie in diesem Buch die beeindruckendste Figur (dicht gefolgt von Katharina). Sie hat viel durchgemacht, aber sie hat sich aufgerafft und wieder nach oben gekämpft. Sicher war Boris ihr eine Stütze, aber ich glaube sie hatte ab einem gewissen Zeitpunkt eine innere Stärke bei sich entdeckt, mit der sie wohl fast alles schaffen kann. Ich wünsche ihr auf jeden Fall das allerbeste. Vielleicht treffen wir ja im nächsten Band auf ihre und Boris' Nachkommen? ;)

    Dass das Buch mit dieser Überschwemmung endet hat mir übrigens sehr gut gefallen. Die einfachen Fischer müssen fliehen und hernach alles neu aufbauen, die Bürger sitzen sicher in ihren Steinhäusern (wenn auch mit überfluteten Untergeschossen) und der Zarenhof geht eh wieder Richtung Peterhof. Sehr treffend illustriert.


    Das Nachwort war auch sehr interessant, einige der Bücher habe ich mir schon notiert (z.B. den Briefwechsel mit Voltaire). Solche Infos, auch zu den wirklichen historischen Begebenheiten und Anleihen, schätze ich immer sehr und sind für mich in einem historischen Roman auch wichtig zur Einordnung.


    Vielen Dank an Tina für das unterhaltsame sowie lehrreiche Buch (ich weiß jetzt einiges mehr über Katharina die Große) und die Begleitung der Leserunde. ^_^

    Das hast du gut zusammengefasst, Lumos. Und du triffst genau mein Gefühl. Katharina hat von sich eine ganz andere Außenansicht, als wir sie haben. Sie hält sich für fortschrittlich, großmütig, weltoffen. Aber eigentlich ist sie vor allem egoistisch und omnipotent und wer ihr an den Karren fahren will, sollte sich in Acht nehmen.

    Das stimmt, letztendlich aber muss auch das natürlich wieder im zeitlichen Rahmen gesehen und mit anderen Herrschern verglichen werden. War Katharina denn wirklich so viel anders als z.B. das französische Königshaus, immerhin ein europäisches? Die Revolution steht dort schon in den Startlöchern wie wir wissen, nur noch wenige Jahre. Es gab zwar keine Leibeigenschaft mehr, aber ich glaube für die Hungernden war das nur ein marginaler Unterschied.

    Es geht Katharina hauptsächlich um die Außenansicht, der Meinung bin ich auch, nichts desto trotz sieht sie sich auch selbst in dieser Rolle von "Mütterchen Zarin" das seine Kinder anleiten muss, zu ihrem eigenen Besten. Immerhin geht es ihr nicht nur um eigene Reichtümer und Amüsement, sie ist sich ihrer Verantwortung bewusst und möchte auch aktiv etwas ändern. Ich behaupte mal, es gab und gibt wohl auch viel schlechtere Staatsoberhäupter auf der Welt als Katharina.

    Hach wie schön, Wochenende, tolles Wetter und Zeit zum Lesen. :-]


    Diderot verlässt desillusioniert Russland. Ich hoffe, dass er heil zu Hause ankommt (bzw. angekommen ist, werde ich im Anschluss glaub ich mal googeln). Im ersten Moment hatte ich direkt den Eindruck, dass Kathrina ihn rausgeschmissen hat oder so. Aber er hat wohl sein Werk beendet und sein Unterhaltungswert ist abgenutzt.

    Johanna geht den (beinahe) letzten Schritt in ihrer Beziehung mit Boris. Ich wünsche ihr viel Glück mit ihm, sie hat es verdient. Aber noch ist der Roman nicht zu Ende und falls Boris etwas passieren sollte ... Noch bange ich.


    Der Abschnitt mit Andrej und Darja war großartig. Die Zerrissenheit zwischen Loyalität und Liebe, seine Unfähigkeit mit der Freiheit etwas anzufangen verbunden mit den Schuldgefühlen (und vermutlich einer Art posttraumatischem Stresssyndrom durch die schrecklichen Dinge die in den Schlachten passiert sind) war so eindrücklich geschildert. Was hat er für ein Glück Darja zu haben, die ihn nicht im Stich lässt und mit ihrer anpackenden Art erst mal alleine alles stemmt, bis er schließlich selbst wieder soweit ist. Und wenn er es gar nicht schafft selbstständig sein Leben zu bestimmen, so wird das wohl Darja auch für ihn übernehmen. Könnte schlimmer sein. Ich hoffe, von den beiden nichts mehr in diesem Buch zu lesen (weil ich dann annehme, dass sie viele kleine Kinder bekommen und so glücklich wie möglich bis ans Ende ihrer Tage auf dem Bauernhof leben konnten :grin )


    Sonja veröffentlicht also endlich ihr brisantes Manuskript. Immerhin wird in diesem Abschnitt ein bisschen mehr über die Hintergründe der Entstehung erzählt, man hat ja von den Reisen der Zarin bisher nur kurz zusammengefasst in wenigen Sätzen erfahren und wie Sonja sich gefühlt hat über all die Jahre, wie die Abneigung gegen die ganze Gesellschaft sich langsam aufgebaut hat. Es wäre vielleicht schön gewesen, davon auch während der jeweiligen Abschnitte etwas mehr zu lesen, so kommt die Tiefe der Gefühle von Sonja (wie im letzten Abschnitt geschildert) doch etwas überraschend. Es sei denn natürlich, es sollte bewusst eine Überraschung für den Leser sein.


    An einigen Stellen merkt man dann eben trotz aller vermeintlicher Abgeklärtheit des Wunderkindes Sonja, wie jung sie ist. Als Dmitri ihr ganz klar in's Gesicht sagt "Du willst sie auf dem Schafott sehen" zögert sie und wird blaß. Hat sie allen Ernstes (auch in Anbetracht des sehr blutigen Aufstandes der gerade erst niedergeschlagen wurde) nicht mit dieser möglichen Folge gerechnet? Verdrängt sie es? Oder nimmt sie es am Ende vielleicht sogar in Kauf, für das große Ganze? Was mir vor allem auffällt ist, dass Sonja nicht weniger manipulativ mit den Männern in ihrem Umfeld umgeht als Katharina. Nun, sie hat wohl von der Besten gelernt. Und Marija hat alles(?) mit angehört...

    Und dann verplappert sich Dmitri auch noch in der Herrenrunde und jetzt wissen sie, dass das revolutionäre Werk von Sonja ist. Stephan ist geschockt und will Sonja in Sicherheit bringen. Ob ihm da wirklich gelingen wird? Werden sie Boris tatsächlich dazu bringen mit ihnen für das Werk gerade zu stehen? Man hat ja schon das Gefühl, dass Lorenz verletzte Eitelkeit und Vergeltungssucht sich nach Boris' Abwendung von ihm endlich Weg bahnt.


    Das was man dazwischen noch von Grigori hört ist richtig gruslig. Was für eine schreckliche Krankheit...


    Wie ich schon geschrieben habe, kenne ich die Geschichte von Katharina nicht, daher weiß ich auch nicht, ob es jetzt tatsächlich zu einer Revolution in St. Petersburg kommt oder ob sie das ganze im Keim ersticken wird. Ich bin sehr gespannt wie alles endet.


    Könnte sie Sonja wirklich töten lassen? Pffff.... schwierige Frage. Katharina hat schon viele Menschen töten lassen, aber Sonja liebt sie wie ein eigenes Kind (oder wie in ihrem Fall sogar mehr als die eigenen Kinder). Da schmerzt der Verrat natürlich doppelt. Hat sie sich soweit im Griff, dass sie einfach nur leere Enttäuschung empfindet und Sonja irgendwohin in ein Kloster verbannt oder wird sie als Aufrührerin und Hochverräterin geköpft?