Beiträge von Mia_liest

    "Böser Wolf" ist der sechste Band aus der Taunuskrimi-Reihe von Nele Neuhaus.


    Das Ermittlerteam Kirchhoff / von Bodenstein bekommt es diesmal mit einer mafiös strukturierten Bande von Pädophilen und Kinderschändern zu tun, dessen langjährige Machenschaften bis in die höchsten gesellschaftlichen Schichten vorgedrungen sind.


    Als Fan dieser Krimireihe war es natürlich für mich ein Muss, endlich auch Band sechs zu lesen und wie immer wurde mein Leserherz nicht enttäuscht. Zumindest nicht allzu sehr .... doch der Reihe nach.


    Was diese Serie für mich so besonders macht, sind die absolut sympathisch und real erscheinenden Ermittler und das Miteinbeziehen ihres privaten Lebens in die jeweilige Story. Ja, manchmal wünsche ich mir, NOCH ein wenig mehr von Pia und Oliver zu erfahren. Und so hat es mich auch durchaus gestört, dass in diesem Band kein einziges Wort mehr über Olivers Bewerbung in Berlin (Ende Band fünf) verloren wurde, aus der ja nun ganz offensichtlich (Gott sei Dank ^^ ) nichts wurde. Oder, dass nach der ganzen bisherigen Aufregung um Pia's Birkenhof nun das Bauamt - scheinbar einfach mal so - die Abrissverfügung zurückgezogen hat (warum eigentlich?) und einem Anbau nichts mehr im Wege stand. Liebe Frau Neuhaus, das war mir deutlich zu nebensächlich und lapidar!


    Schade fand ich auch, dass Oliver im kompletten Band merkwürdig farblos wirkte. Natürlich ging es diesmal mehr um Pia, schließlich nahm der Fall für sie ja auch eine dramatisch persönliche Wendung. (Ich möchte niemanden spoilern, deswegen gehe ich auf diesen Punkt jetzt nicht genauer ein). Dennoch hätte ich mir einen etwas markanteren und präsenteren Oliver gewünscht.


    Sehr gut gefallen hingegen hat mir das erneute Auftauchen von Frank Behnke und das Schildern seiner schicksalhaften Verstrickungen aus der Vergangenheit, die mir rückblickend betrachtet sein ekelhaftes und unkollegiales Verhalten aus den früheren Fällen absolut verständlich werden lassen. Ja, fast habe ich so etwas wie Mitleid mit ihm verspürt!


    Auch wenn man als Leser schon relativ frühzeitig ahnen konnte wer hinter dem Kinderhändlerring stecken musste, so kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Nele Neuhaus verstand es auch in diesem Band wieder, mich wahrlich meisterlich für ihre Story zu begeistern. Und obwohl ich über ein paar Ungereimtheiten gestolpert bin (auf die ich ebenfalls aus spoilertechnischer Sicht nicht näher eingehen werde), so hat mir das Gesamtpaket als solches doch sehr gut gefallen. Nicht zuletzt, weil das Ende dann doch noch die ein oder andere Überraschung bereit hielt.


    Mein Fazit:
    Trotz des ein oder anderen Kritikpunktes hat mir "Böser Wolf" unwahrscheinlich gut gefallen. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und konnte das Buch nur ungern wieder aus der Hand legen. Von mir gibt es deshalb dafür volle Punktzahl und eine eindeutige Leseempfehlung!

    Dann drücke ich Dir die Daumen, dass es mit der Leserunde klappt. Ich habe gesehen, dass Du sogar beim Autor nachgefragt hast, ob er sich evtl an dieser beteiligen würde. Noch ein Grund mehr zu hoffen, dass sich möglichst viele Mitleser einfinden werden!


    Für mich war "Romeo & Romy" das erste Buch von Andreas Izquierdo und er hat mich mit diesem Roman wirklich sehr neugierig auf seine anderen Werke gemacht :-)

    "Aroma des Todes" ist ein Thriller von Jacob Nomus, welcher im Februar 2016 im Verlag Bastei Entertainment als eBook erschienen ist.


    Die Handlung ist in Schweden angesiedelt. Es geht um die junge Malerin Sylvia Bönnemark, die eines Tages ein sehr merkwürdiges Buch vor ihrer Tür findet. In diesem Buch wird ihr eigenes Leben geschildert, bis zu dem Punkt, wo sie zur Mörderin wird und ihren Freund umbringt. Autor dieses Buches soll sie selber sein. Jedoch kann sie sich weder an den Mord, noch an das Schreiben des Buchs erinnern! Zusammen mit ihrer Mitbewohnerin Sylvia begibt sie sich auf Spurensuche und taucht ein, in die Schrecken ihrer Kindheit.


    Das Buch kommt eigentlich als Kurzgeschichte daher. Mit seinen umgerechnet 125 Seiten erinnert es stark an das Format eines Heftromans. Und das nicht nur, was den Umfang anbelangt, sondern auch vom Schreibstil und dem Inhaltlichen her.


    Spannung wird zwar aufgebaut, aber bedingt durch die Kürze verläuft die ganze Handlung deutlich zu flach. Auch die Beschreibung der einzelnen Charaktere hätte ich mir sehr viel raumgreifender und tiefer gewünscht.
    Sehr schade, denn aus der Grundidee an sich hätte der Autor meiner Meinung nach sehr viel mehr machen können.


    Gut gefallen hat mir die Schilderung der Geschehnisse aus verschiedenen Perspektiven. Der Leser erfährt die Handlung aus dem Sichtfeld der verschiedenen Romanfiguren und ist somit, was den inhaltlichen Zusammenhang anbelangt, gegenüber den einzelnen Protagonisten im Vorteil. Was jedoch nur bedingt beim Miträtseln und Lösen des Falls hilft, weil der Autor geschickt die Grenzen zwischen Realität und Traum zerfließen lässt.


    Fazit:
    Spannender Thriller mit deutlichem Hang zum Psychologischen, auch wenn hier nichts Neues erfunden wurde. Kurzweilige Lektüre, die dennoch deutlich zum mitfiebern einlädt und sicherlich die Freunde von gut geschriebenen Heftromanen anspricht. Von mir gibt es dafür sechs Eulenpunkte.

    Inhalt laut Amazon:
    Romy könnte eine große Schauspielerin sein, aber niemand sieht sie, denn sie ist nur die Souffleuse. Aber auch das nicht lange, denn nach einem harmlosen Flirt mit Hauptdarsteller Ben, dessen einzige schauspielerische Glanzleistung sein Auftritt als »Frischedoktor« in einem Waschmittelspot ist, wird sie gefeuert. Und Ben kurz nach ihr.
    Romy kehrt zurück in ihr winziges Dorf, um dort ihr Erbe anzutreten. Hier leben nur noch Alte. Und die haben sich in den Kopf gesetzt, rasch das Zeitliche zu segnen, denn auf dem Friedhof sind nur noch zwei Plätze frei. Wer da zu spät kommt, muss auf den Friedhof ins Nachbardorf. Und da gibt es – wie jeder weiß – nur Idioten.
    Romy schmiedet einen tollkühnen Plan: Sie will mit den Alten ein elisabethanisches Theater bauen. Aus der gammeligen Scheune hinter ihrem Hof. Und mit ihnen Romeo und Julia auf die Bühne bringen. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Der »Frischedoktor« soll Regie führen! Ben ist begeistert: Regisseur! Das könnte unter Umständen der erste Job werden, den er nicht voll gegen die Wand fährt ...


    Taschenbuch: 491 Seiten
    Verlag: Insel Verlag; Auflage: Originalausgabe (11. April 2016)



    Über den Autor laut Wikipedia:
    Andreas Izquierdo (* 9. August 1968 in Euskirchen) ist ein deutscher Journalist und Autor von Kriminalromanen und Drehbüchern.
    Aufgewachsen ist er in Iversheim, zur Schule gegangen in Bad Münstereifel. Nach dem Abitur sammelte er erste Erfahrungen in den Massenmedien – bei Zeitungen und Rundfunk –, die durch einen Preis bei einem bundesweiten Wettbewerb für Nachwuchsjournalisten gekrönt wurden.
    1995 veröffentlichte er mit Der Saumord seinen ersten Kriminalroman mit dem Protagonisten Jupp Schmitz, Lokalreporter in dem Eifeldorf Dörresheim. Neben seinen Eifelkrimis schrieb Izquierdo verschiedene Sitcom- und Seriendrehbücher für RTL, Sat.1 und den WDR (dabei auch einige Folgen für die Fernsehserie Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei) und veröffentlichte im Internet die Kriminalpersiflage „Geraldine & Phillis“.



    Meine Meinung:


    "Romeo & Romy" ist ein Roman von Andreas Izquierdo, welcher im April 2016 im Insel Verlag das erste Mal veröffentlicht wurde.


    Die Handlung spielt in einem kleinen, wenige Einwohner zählenden Dörfchen im tiefsten Sachsen, direkt an der tschechischen Grenze.
    Nachdem sich Romys Traum von einer großen Karriere als Theaterschauspielerin erst einmal zerschlagen hat, kehrt sie zurück in ihre alte Heimat. Auch deswegen, um den Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter zu regeln, dessen alleinige Erbin sie nun geworden ist. Sie beginnt das Dorf mitsamt seinen lethargisch gewordenen Einwohner gehörig auf Trab zu bringen, in dem sie gemeinsam mit ihnen eine alte heruntergekommene Scheune zu einem elisabethanischen Theater umbaut. Die Geschehnisse nehmen ihren Lauf, verselbständigen sich fast schon und sorgen fortan für die eine oder andere Katastrophe.


    Andreas Izquierdo hat es direkt auf den ersten Seiten schon geschafft, mich für seine Geschichte zu begeistern und einzufangen. Seine humoristische Note ist ein wesentlicher Bestandteil seines neuen Romans und zieht sich konsequent durch sämtliche Kapitel. Selbst dann, wenn die Thematik eigentlich etwas ernster, manchmal sogar traurig wird. Doch die von ihm gezeichneten Figuren erscheinen so lebensecht und real, dass man ihnen ihre diversen Schrulligkeiten, Eigenarten und eben auch den Humor absolut glaubhaft abnimmt.


    Phasenweise wurde mir die Handlung etwas zu langatmig. Ganz besonders dann, wenn die langwierige Bauphase zum gefühlt hundertsten Mal bis ins Detail geschildert wurde. Da wäre für meinen Geschmack etwas weniger, deutlich mehr gewesen.
    Diese kleineren Durststrecken wurden jedoch von den diversen Nebenschauplätzen ausgeglichen, die wesentlich interessanter zu verfolgen waren. Wobei man auch hier fast schon wieder das Gefühl bekam, der Autor habe es etwas zu gut gemeint, als er all die vielen unterschiedlichen Thematiken in seine Hauptstory einbaute. Von einer Kindheit ohne Vater über kriminelle Strukturen aus dem osteuropäischen Nachbarland bis hin zu Stasi-Vergangenheiten und ihre Auswirkungen in die Gegenwart, wurde ein weiter Bogen gespannt.


    Das große Grundthema, welches sich als roter Faden durch die diversen turbulenten Handlungen zog, sind die Problematiken des Zusammenlebens einer immer älter werdenden Dorfgemeinschaft.
    Das Miteinander der einzelnen Bewohner, im Guten wie im Bösen, wurde von Andreas Izquierdo meisterlich aufgezeigt. So entstand ein Dorf, dessen Bewohner man sich sehr lebhaft vor dem geistigen Auge vorstellen konnte. Aber ich war sehr froh, dass es sich hier nur um geschriebene und nicht gar gesprochene Worte gehandelt hat. Denn als Hörbuch wären mir die diversen Textpassagen in sächsischer Mundart dann doch - ich gebe es gerne zu - deutlich zu viel gewesen! Wobei, Shakespeare auf Sächsisch ist ja auch mal was ... wenn man es denn mag ;-)


    Mein Fazit:
    Dieser Roman kommt so farbenfroh und kunterbunt daher, er serviert seinen Lesern sowohl laute und launische Töne, aber eben auch die leisen und stillen, so dass man sich wirklich gut unterhalten fühlen kann. Von mir gibt es acht Eulenpunkte und eine deutliche Leseempfehlung. Ans Herz legen möchte ich dieses Buch all Jenen, die auf der Suche nach einem etwas anderen Leseerlebnis sind.

    Mir gefällt Andreas Izquierdo's Art zu schreiben, deswegen kam ich um dieses aktuelle Schnäppchen (€ 3,99) gar nicht herum.


    Inhalt laut Amazon: Gabor Schöning sieht gut aus, ist erfolgreich, und die Frauen liegen ihm zu Füßen: Die Welt ist für ihn wie ein großer Süßwarenladen. Außerdem ist Gabor ein Mistkerl. Er schreckt vor nichts zurück, um seine Ziele zu erreichen. Doch dann fährt er mit dem Auto die Direktorin einer Sonderschule an. Und die kennt sich mit Schwererzieh-baren wie ihm bestens aus. Als Wiedergutmachung soll Gabor fünf Sonderschülern Tango beibringen. Das Problem ist nur, dass alle Schüler einen IQ unter 85 und eigentlich keinen Bock auf Tanzen haben. Die Sache gerät außer Kontrolle: Die Kids stellen sein Leben auf den Kopf, sein ärgster Konkurrent wittert die große Chance, ihn aus der Firma zu drängen, und zu allem Überfluss verliebt er sich in eine Frau, die ihm nicht gleich zu Füßen liegt.
    Als eines der Tangokids schwer erkrankt, setzt Gabor alles auf eine Karte – er wird diesen Jungen retten, egal, was er dabei aufs Spiel setzt.

    Ich bin aktuell nicht auf der Suche nach einem neuen eReader, dazu bin ich mit meinem jetzigen Model viel zu zufrieden. Aber für den Fall, dass ich mich just gerade nach einem Ersatz umschauen müsste, dann käme der Oasis ganz bestimmt nicht in meine engere Wahl.


    Im Vergleich zum Voyage (und der ist ja nun auch schon nicht ganz preisgünstig) hat sich doch technisch so gut wie gar nichts verändert, oder sehe ich das falsch? Also zumindest nichts, was diesen eklatanten Preisunterschied in meinen Augen rechtfertigen würde :gruebel


    Aber ich bin schon sehr gespannt, wann die ersten Oasis-Modelle in den diversen Foren aufschlagen werden. Irgendein Käufer findet sich ja irgendwo immer ^^

    Mit diesem Buch habe ich erst gestern Abend begonnen, kann es aber kaum aus der Hand legen .... sehr interessant, was der Herr Meier da aus seinem Schiedsrichterleben zu erzählen hat.


    Inhalt laut Amazon:Schiedsrichter zu sein ist ein harter, oft ein undankbarer Job. Urs Meier machte ihn 883 Spiele, mit einer beispiellos souveränen Art, einer reichen Gestik und dem Bestreben, sich stets verbessern zu wollen. Dadurch erlangte er die Hochachtung von Spielern und Fans.


    Mit seinen Entscheidungen als Schiedsrichter aber war nicht jeder einverstanden: Von „rumänischen Hexen verflucht“ galt er bei der Boulevardpresse, weil er wegen einer Fehlentscheidung bei einem Qualifikationsspiel zur Fußball-EM 2004 zwischen Dänemark und Rumänien bei den rumänischen Fans in Ungnade fiel. Wochenlang stand er unter Polizeischutz – englische Fans machten Jagd auf ihn, weil er im EM-Viertelfinale 2004 ein Tor von Sol Campbell nicht anerkannte. Meier war außerdem der Mann, der Michael Ballack im Halbfinale der WM 2002 die Gelbe Karte zeigte, sodass der Capitano der deutschen Fußballnationalmannschaft das Finale verpasste.


    Mit seiner Autobiografie bietet Urs Meier nun Einblicke in die Seele eines Schiedsrichters – des manchmal einsamsten Mannes auf dem ganzen Platz. Er schildert seine Philosophie des Spiels, des Fairplays, blickt in die Zukunft des Fußballs und des Schiedsrichtertums und macht plausibel, warum der Fußball eine Blaupause für viele Lebensbereiche sein kann.

    Bei mir geht es mit Band sechs der Taunuskrimi-Reihe von Nele Neuhaus weiter.
    "Böser Wolf"


    An einem heißen Tag im Juni wird die Leiche einer 16-Jährigen aus dem Main bei Eddersheim geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K 11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen unter anderem zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein graben tiefer und stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität. Und dann wird der Fall persönlich.

    Der dritte Fall für Emilia Capelli und Mai Zhou


    Ein kleiner Junge wählt den Notruf der Polizei. Er schwebt in höchster Gefahr. Doch die Polizeibeamten kommen zu spät – der Junge und seine Familie wurden kaltblütig ermordet.


    Acht Monate später: Die Ermittlerinnen Emilia Capelli und Mai Zhou stehen vor einer Zerreißprobe. Thorsten Mohr, ein geschätzter Kollege, wird bei einer Razzia getötet. Mysteriös: Kurz vor seinem Tod hat Mohr offenbar die vorgeschriebene Schutzweste abgelegt. Aber warum?


    Die Kollegen sind ratlos, doch bald deutet alles darauf hin, dass es eine undichte Stelle in den eigenen Reihen gibt. Zur selben Zeit wird der Fall der ermordeten Familie wieder aufgerollt. Möglicherweise wurde damals der falsche Täter gefasst. Zwei Fälle von höchster Brisanz für Capelli und Zhou.

    Auch ich greife regelmäßig und rege auf das tolle Angebot der Onleihe zurück. Seit dem meine Haus- und Hofbücherei in den Onleiheverbund eingestiegen ist, leihe ich mir eigentlich so gut wie keine Bücher mehr vor Ort aus, sondern nur noch elektronisch. Einfach weil es praktischer und ekelfreier ( :yikes) ist.


    Die meisten Romane lese ich eh nur ein einziges Mal und dafür mag ich sie mir wirklich nicht kaufen müssen. Ausleihen reicht mir völlig. Schont die Geldbörse und spart vieeeeel Platz im Bücherregal.

    Östersund in Schweden. Die junge Künstlerin Sylvia Bönnemark findet vor ihrer Haustür ein seltsames Buch - und kann kaum glauben, was sie darin liest: In allen schrecklichen Einzelheiten wird beschrieben, wie Sylvia ihren Freund Mats ermordet, von dem seit Wochen jede Spur fehlt. Autor des Buches ist - sie selbst!


    Doch Sylvia kann sich weder an den Mord erinnern, noch daran, das Buch geschrieben zu haben. Als Mats verschwunden bleibt, will Sylvia gemeinsam mit ihrer Freundin herausfinden, was es mit dem Buch auf sich hat. Spielt hier jemand bloß ein böses Spiel mit ihr oder hat sie Mats tatsächlich ermordet und ihr Gedächtnis verloren? Oder handelt es sich bei dem Buch gar um eine Prophezeiung?


    Sylvias Suche führt sie zurück in die eigene Kindheit - nichtsahnend, dass der Verfasser des Buches genau das beabsichtigt hat ...

    Zitat

    Original von Alexx61


    Nö!





    Dieser Aussage kann ich mich anschließen, in allen Punkten ^^
    Bei mir ist es viel eher so, aber das war schon immer so, dass mich Tierschicksale in Büchern sehr viel mehr belasten und traurig stimmen. ;-(

    Für meine Bücher nutze ich mehrere Regale, in verschiedenen Zimmern. Jedes Regal ist nach Genre und Autor einsortiert. Dann habe ich noch ein kleineres Regal, in welchem sich die Bücher tummeln, die ich bei Vorablesen und Lovelybooks gewonnen habe und die darauf warten weiter getauscht, oder anderweitig wieder unter das lesende Volk gebracht zu werden.

    Bei Geld und Büchern hört die Freundschaft auf. :chen Nee, Quatsch ..... also, bei Geld hört sie definitiv auf, aber Bücher verleihe ich schon. Kommt halt darauf an, welches Buch und um welche Person es sich handelt. Da bin ich, das hat mich die Vergangenheit gelehrt, durchaus penibel geworden.

    "Das Mohnblütenjahr" ist ein Roman von Corina Bomann, welcher im März 2016 im Ullstein Taschenbuchverlag erstmals veröffentlicht wurde.


    Die 38jährige Nicole Schwarz, die als Einzelkind bei ihrer alleinerziehenden Mutter Marianne aufwuchs, ist schwanger und wurde just aus diesem Grund von ihrem Lebenspartner verlassen. Das ungeborene Kind scheint offenbar einen angeborenen Herzfehler geerbt zu haben. Sehr wahrscheinlich von seiten Nicoles Vater, den sie nie kennen lernte, weil er - laut Aussage ihrer Mutter - tot sei. Nicole begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit ihrer Mutter und nicht nur sie findet dabei ihr eigenes Glück.


    Die Story wurde mittels zweier Erzählstränge aufgebaut. Einmal von Nicoles Seite in der Ich-Form und einmal Mariannes Geschichte im Rückblick. Kapitelweise befindet man sich als Leser also mal im Jahre 2014 und dann wieder bei den Geschehnissen des Jahres 1975, als Marianne ihr Austauschjahr als Lehrerin an einem Gymnasium in Frankreich verbrachte.


    Ich habe mich sehr viel mehr von Mariannes, als von Nicoles Geschichte angesprochen gefühlt. Hatte dank des wunderbaren Schreibstiles von Corina Bomann fast den Eindruck, mich selber in Bar-le-Duc zu befinden und durch die Gassen des Städtchens zu wandeln, oder die herrlichen Mohnfelder zu bewundern. Die problematische deutsch-französische Beziehung, die auch dreißig Jahre nach Kriegsende noch deutlich im Alltag zu spüren war, wurde für meinen Geschmack sehr gut und bildhaft vermittelt.


    Sämtliche Protagonisten der Geschichte wurden sehr authentisch beschrieben, selbst die "Ekel" erscheinen fast greifbar real. Und auch wenn mich Mariannes Erlebnisse sehr viel mehr angesprochen haben, als die ihrer Tochter, so war mir auch Nicole keineswegs unsympathisch.
    Lediglich der Aufhänger für diese Reise in die Vergangenheit (der Herzfehler von Nicoles Kind), erschien mir etwas aus der Luft gegriffen. Denn letztendlich ist es sowohl für die Diagnose, als auch für die Behandlung völlig irrelevant, von welcher Seite der Familie nun die erbliche Belastung stammt. Aber sei es drum, irgendwie musste ja schließlich der Bogen gespannt werden :-)


    Fazit:
    Wiedermal ist es Corina Bomann gelungen, mein Leserherz zu begeistern! Nicht nur durch ihren flüssigen und bildhaften Schreibstil, sondern auch durch die Story an sich. "Das Mohnblütenjahr" ist zwar einerseits ein typischer Frauenroman, andererseits auch wieder nicht. Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für Freunde von Happy-End-Geschichten und volle Punktzahl!

    Tanja Janz - Strandperlen


    Tschüs, St. Peter-Ording – Tante Lilo, nicht mehr ganz frische 70, muss aus Gesundheitsgründen in wärmere Gefilde ziehen. Aber was wird nun aus ihrer geliebten Strandperle? Entschlossen vermacht sie das Unternehmen ihren zwei Nichten Insa und Stephanie. Zwei gestandene Frauen, die sich nur vom Hörensagen kennen … Für Insa ist der Nordseeort eine willkommene Abwechslung zum Schnellimbiss in Gelsenkirchen, für Stephanie die perfekte Fluchtmöglichkeit von ihrem betrügerischen Ehemann in Düsseldorf. Doch kaum erreichen sie ihr Erbe, knirscht der Sand im Getriebe ihrer Hoffnung! Denn statt einer schnuckligen Strandpension hat ihnen Tante Lilo einen heruntergewirtschafteten Campingplatz vermacht. Watt für ein Sommer am Meer …

    Isabel Allende - Der japanische Liebhaber


    Für Irina ist der neue Job ein Glücksfall. Die junge Frau soll für die Millionärin Alma Belasco als Assistentin arbeiten. Mit einem Schlag ist sie nicht nur ihre Geldsorgen los, sondern gewinnt auch eine Freundin, wie sie noch keine hatte: extravagant, überbordend, mitreißend und an die achtzig. Doch bald spürt sie, dass Alma verwundet ist. Eine Wunde, die nur vergessen scheint, wenn eines der edlen Kuverts im Postfach liegt. Aber wer schreibt Woche um Woche diese Liebesbriefe? Und von wem stammen all die Blumen? Auch um sich von den eigenen Lebenssorgen abzulenken, folgt Irina den Spuren, und es beginnt eine abenteuerliche Reise bis weit in die Vergangenheit.


    Isabel Allende erzählt von Freundschaft und der unentrinnbaren Kraft einer lebenslangen Liebe. Davon, wie Zeit und Zwänge über eine solche Liebe hinweggehen und sie verwandeln, in Verbundenheit, Wehmut und ein leises Staunen – darüber, schon so lange gemeinsam unterwegs zu sein.