Beiträge von little sparrow

    Das ist es auch. Ich habe jetzt knapp die Hälfte gehört und es hat das Potential mein Hörbuch-highlight des Jahres zu werden. André Jung liest es herausragend. Es ist kein einfaches Buch mit dieser sehr bösen, zynischen und tragischen Hauptfigur.

    Ich bin schon sehr gespannt.

    Ja, ich möchte unbedingt mitlesen. Ich dachte, ich hätte die Mail längst herausgegeben - dann war Buchmesse und seitdem rennt die Zeit. Eine Mail habe ich noch nicht bekommen, mittlerweile habe ich die Mail definitiv losgeschickt. Ich übe mich in Geduld. :saint:

    Die Eulenflüsterin - Was ich von meinen Tieren über das Leben lernte

    Bastei Lübbe Verlag

    Autorin: Tanja Brandt

    erschienen am 30. September 2019

    215 Seiten

    ISBN 978-3-7325-8005-7




    "Und während die beiden selbstvergessen umhertollen, renne ich hinterher und tauche ein in ihre Welt, von der ich ein Teil sein darf. Jetzt fällt alles von mir ab. Die ganze Hektik, der ganze Stress. Die Unsicherheit, dieses nagende Gefühl, nie genug zu sein, die Enttäuschungen meines Lebens." - Seite 13



    Ein ganz und gar außergewöhnliches Buch. Tanja Brandt erzählt ihre Geschichte auf eine anschauliche und zu Herzen gehende Weise. Dabei lässt sie die menschlichen Untiefen und ihre eigenen Unzulänglichkeiten schonungslos aufeinanderprallen. Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Während im ersten Teil Kleine Wurzeln, keine Flügel der Fokus auf ihre Autobiografie gerichtet ist, erlebe ich im zweiten Teil Meine Tiere, mein Leben alles mit dem Blick auf die Tiere, die Tanjas Leben bislang bereichert haben.



    Wenn ich mir das Leben von Tanja Brandt anschaue, bin ich überrascht, dass sie tatsächlich einmal Buchautorin werden wollte. Mit einem ganzen Keller voller Bücher, wie sie selbst erzählt, die sie dann an ihre ganzen Freunde verschenken kann. Doch das Leben hatte für Tanja Brandt andere Pläne. Tanja Brandt erzählt ihre Geschichte wie eine Vertraute, eine gute Bekannte und Freundin. Manchmal geht die Reise durch die Vergangenheit mit Zeitsprüngen einher, doch jedesmal kann ich die Geschehnisse wieder einfangen und die Erlebnisse zuordnen. Mit großem Respekt vor dem Werdegang und ihrer Leistung als Falknerin und Fotografin hat Tanja Brandt sich nun in mein Herz geschrieben.



    Im Mittelteil des Buches befinden sich wundervolle Fotografien von Tanja Brandt mit ihren Eulen, Greifen und ihrem belgischen Schäferhund Ingo. Es ist eine wahre Freude diese Tiere betrachten zu dürfen. Die Aufnahmen fangen die Tiere wunderbar ein und im Anschluss beginnt auch schon der zweite Teil des Buches, in dem auf die Eigenheiten der einzelnen Tiercharaktere eingegangen wird. So ganz nebenbei lerne ich die Tiere kennen und ihre Besonderheiten zu schätzen. Ein tolles Leseerlebnis.





    Fazit


    Wer autobiografische Literatur in einem natürlichen Erzählstil und Greifvögel und Eulen mag, sollte sich Tanja Brandts Die Eulenflüsterin nicht entgehen lassen.

    Wow! Das klingt großartig! Das Buch kommt gleich auf die Wunschliste.

    Der siebte Schrei

    Thriller

    Bastei Lübbe AG

    Autorin: Linda Budinger

    ISBN 978-3-7325-6699-0

    274 Seiten

    erschienen am 1. Oktober 2019




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    Inhalt und Personen


    Deacon "Dean" Hamilton bekommt eine Chance erneut als Ermittler tätig zu werden. Ein reiner Schreibtischjob ist für den Special Agent des FBI natürlich nichts, und da er einst sehr gute Arbeit geleistet hatte, bekommt er die Gelegenheit sich um einen sogenannten Cold Case zu kümmern und zu ermitteln. Sein damaliger Partner Miles Nash ist bei einem Einsatz ums Leben gekommen. An die Einzelheiten kann Dean sich nicht mehr entsinnen. Und derart traumatisiert kann Dean derzeit nicht in seinem ehemaligen Tätigkeitsbereich arbeiten.





    Der Fall, den Dean bearbeiten darf, wird eilig, als der damalige Täter nun wieder einen Jungen entführt hat. Es handelt sich um den 10jährigen Gabriel Konic und die Zeit wird schnell knapp.

    Sechs Jungen waren in den Jahren zuvor entführt und fünf dieser Jungen jeweils eine Woche später getötet aufgefunden worden. Der sechste Junge, der 9jährige Steve Wells, konnte entkommen.

    Die Ermittlungen führen Dean zur Appaloosa Angels Ranch, auf der sich Steve zu Therapiezwecken aufhält.

    Eine Befragung gestaltet sich schwierig, da Steve nicht nur noch traumatisiert ist, sondern auch stumm. Steve leidet von Geburt an unter Synechie, die in seinem Fall einen totalen Stimmverlust zur Folge hat. Doch mit viel Empathie und der Hilfe von Marina, die die Appaloosa Angels Ranch führt und mit den Kindern arbeitet, gelingt es Dean, zu Steve vorzudringen und mittels Gebärdensprache zu verstehen.





    Meine Meinung


    Mit Der siebte Schrei ist Linda Budinger ein atemberaubender Thriller gelungen. In verschiedenen Erzählebenen erfahre ich als Leser die Geschichte von verschiedenen Seiten. Da sind zum Einen die Hintergründe, die zu Special Agent Deans Trauma führten. Ich lerne den Mörder kennen, der hier als Ich-Erzähler eine ungewöhnliche Nähe aufbaut und erfahre mehr über das Leben mit Handicap. Bei den Erzählungen um Steve steigt meine Aufmerksamkeit und ich reagiere sensibel. Bei den Erzählungen des Täters sind meine Sinne geschärft und ich warte darauf, dass er einen Fehler macht und sich zu erkennen gibt.

    Die Geschichte ist spannend erzählt und die Eindrücke sehr lebendig nachzuvollziehen. Dabei setzt die Autorin gekonnt Entspannungsszenen ein, in dem sie mich zwischendurch durch Unerwartetes auflachen lässt. Die Bemerkungen wirken ungekünstelt und natürlich. Anschließend kann ich mich wieder dem spannenden Geschehen widmen.


    "Mann, der Typ hatte einen schon totgequatscht, ehe man es selbst mitkriegte." - Seite 162


    Der Erzählstil ist der jeweiligen Ebene geschickt angepasst, so dass ich stets authentisch unterhalten werde. Das passt super zu den jeweiligen Charakteren und rundet die dargestellte Person ab, so dass ein stimmiges Bild erzeugt wird.


    "Ich jedoch sehe die nachfolgende Welle zarte Nachbilder in Orchideenrosa hervorbringen. Drei, vier Linien schlängeln sich wie Schleifenbänder umeinander. Beruhigende Formen füllen mein geistiges Refugium, in das niemand eindringen und in dem keiner Forderungen an mich stellen kann." - Seite 163


    Ich habe die Geschichte gern gelesen und habe ein ums andere Mal den Atem angehalten, wenn die Spannung sich wieder zuspitzte. Ein hervorragender Thriller, bei dem ich hoffe, dass es der erste Band einer Serie um Deacon "Dean" Hamilton wird.




    Fazit


    Wer gern Thriller liest, wird von Der siebte Schrei begeistert sein. Eine absolute Leseempfehlung!

    Klasse! Das Buch steht noch auf meiner Wunschliste. Ich bin schon ganz gespannt, wer das Rennen macht. Sind ja tolle Bücher ausgewählt.

    Vielen Dank auch an Dich für die tolle Organisation. <3

    Ein toller Schreibstil.

    Kaum habe ich die ersten Seiten gelesen, fühle ich mich schon als Teil der Familie Thalheim.


    Es ist erstaunlich, wie selbstverständlich immer der Mann, der Sohn, ganz klar als Erbe benannt wird.

    Ich kann Rike sehr gut verstehen. Nicht nur, dass sie die Erstgeborene ist, nein, sie hat sich auch um das Kaufhaus gekümmert, weiß um alle Nöte und hat ihr Erbe ins geliebte Familienunternehmen gesteckt. Doch kaum ist Oskar zurück, fällt ihm alles wie selbstverständlich in den Schoß.


    Das ist immer wieder ein Thema, das mich beschäftigt, deshalb lege ich auch so früh eine kurze Beteiligungsphase ein, um dieses für mich wichtige Detail nicht unkommentiert zu lassen.


    Auch Silvie "bedient" hier einen ganz wichtigen Aspekt: sie spürt, dass ihr Bruder, ihr Zwillingsbruder, noch am Leben ist. Manchesmal sind die Bande sehr stark - doch mehr als eine Ahnung ist es nicht, auch wenn man es später gern als Wissen herausstellt. - Da passt auch in dieser Hinsicht "das Fräulein Neunmalklug". - Seite 16


    ...

    Ich habe schon vor vielen Jahren "Blut geleckt" für Rebeccas Romane. Das hier ist einer von ganz vielen Besuchen in Waringham. ;-)

    Ich kann manche Sätze tatsächlich mitsprechen. :-]

    Das hört sich super an. Ich habe ihr aktuelles Buch hier liegen und freue mich schon sehr darauf. - Es wird allerdings mein erstes Buch von ihr.

    Scheinbar hast du "Blut geleckt!" - Toll, wenn man sich so für die Geschichte begeistert. Von manchen Reihen komme ich auch kaum wieder weg, wenn ich sie einmal (wieder) angefangen habe.

    Das Hin und Her hat mich jetzt nicht gestört. Und Fritz wusste ja was er sich mit Fritzi einhandelt. ;) Außerdem hat er am Ende ja von sich auch die Segel gestrichen. Ich glaube, er hat Kikis Schicksal und das der anderen REvolutionäre nicht verkraftet.

    Ich denke auch, dass Fritz wusste, mit wem er da anbandelte. ;)

    Und ich war am Ende froh, dass sie sich für Max entschieden hat. Manche Menschen spüren, wenn der richtige Partner vor einem steht. Und sie hat nichts getan, was einem für Fritz leid tun müsste.

    little sparrow Ich kann deine Rezi genau so unterschreiben. Einfach ein richtiges Wohlfühlbuch. Auch wenn man sich denken kann, wie die Geschichte um Maylis endet, ist sie so wundervoll und herzlich. :love:

    Genau so...


    Auch ich habe eine gute Freundin, die in einem kleinen Laden arbeitet, ihr werde ich dieses Buch schenken, da es so schön zu ihr passt. Sie ist meine persönlich Maylis.


    Eine schöne Idee! <3

    Ich schenke auch immer gern ein Buch, das zu der Person passt. Mit Liebe und sehr persönlich ausgewählt.

    Melmoth

    Roman

    Eichborn Verlag

    in der Bastei Lübbe AG

    Autorin: Sarah Perry

    ISBN 978-3-8479-0664-3

    336 Seiten




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    Inhalt und Personen


    Sarah Perry hat sich einen der besten englischsprachigen Werke der schwarzen Romantik vorgenommen: Melmoth the Wanderer von Charles Robert Maturin.

    In ihrer Adaption ist Melmoth eine Frauengestalt, die sich sozusagen an die Fersen derjenigen zu heften scheint, die durch eine vermeintlich schlimme Tat ein schlechtes Gewissen hegen.





    Protagonistin - neben Melmoth - ist in diesem Roman Helen Franklin. Helen Franklin ist 42 Jahre alt, als Übersetzerin tätig, und lebt, als hätte sie ihr Leben bereits verwirkt. Sie gönnt sich keine Freude, kein Wohlbefinden. Einzig ihre Freunde Karel und Thea bringen gelegentlich Abwechslung in ihr Leben. Helens Leben ändert sich, als sie Karels jüngst geerbtes Manuskript zum Lesen erhält. Immer wieder fragt sich Helen, wieviel Wahrheit in diesen Aufzeichnungen steckt und immer mehr spürt sie die Last ihrer Vergangenheit.




    Meine Meinung


    Mit Melmoth erlebt für mich der englische Schauerroman ein Comeback. Angelehnt an die 1820 erschienene Geschichte Melmoth the Wanderer erzählt Melmoth die Geschichte einer Frau, einer einsamen Zeugin der Greueltaten dieser Welt. Während Melmoth the Wanderer um seinen Wissensdurst zu stillen einen Pakt mit dem Teufel schloss auf der Welt umherwandert um jemanden zu suchen, der seinen Platz einnimmt und schließlich seine Seele rettet, sucht die Melmoth aus Sarah Perrys Geschichte eine Begleitung auf ihrer einsamen Wanderung.


    Sarah Perry spielt in Melmoth mit den Gewissensbissen, dem schlechten Gewissen, mit dem der Mensch sich im Laufe der Jahre meist seit Kindheitstagen oder früher Jugend plagt.

    Kleine wie große Sünden werden thematisiert und im Laufe der Geschichte durch das Manuskript, das Helen zu lesen erhält, verdeutlicht und bildhaft dargestellt. Melmoth regt dazu an, sich mit seinem eigenen Gewissen auseinanderzusetzen. Was ist wahr? Was vielleicht im Laufe der Zeit übertrieben oder verblasst? Melmoth regt außerdem dazu an, genauer hinzusehen. Selbst Zeuge zu werden und zu handeln.


    "Aber Helen lässt sich nicht täuschen, hat sie nie - die böhmischen Genüsse sind nichts für sie. Nie stand sie vor dem Glockenspiel der Astronomischen Uhr, deren Erbauer man die Augen ausstach, damit er der Stadt keine Schande machen und anderswo eine noch bessere Uhr bauen konnte; sie hat auch noch nie Geld für eine Matrjoschka im Scharlachrot der englischen Fußballnationalmannschaft ausgegeben oder in aller Ruhe den Sonnenuntergang über der Moldau bewundert. Sie ist hier im Exil, denn sie hat sich eines Verbrechens schuldig gemacht, für das es, wie sie fürchtet, keine angemessene Wiedergutmachung gibt; und jetzt verbüßt sie bereitwillig ihre lebenslange Strafe, die sie sich als ihre eigene Anklägerin und Richterin auferlegt hat." - Seite 15



    Die Geschichte um Melmoth ist intelligent und unterhaltsam erzählt. Die Ursache des Schreckens - der Darstellung der eigenen Schuld - ist bildlich dargestellt, lässt aber über Melmoth die notwendige Distanz spüren.


    "Doch Alice wich und wankte nicht und sagte, es sei besser, die Flammen für wenige Stunden zu ertragen als bis in alle Ewigkeit." - Seite 113


    Sarah Perry arbeitet in dem Buch mit zum Teil langen und aufzählungsreichen Sätzen. Diese lese ich mit Bedacht, um nichts zu verpassen. Die Geschichte an sich ist flüssig erzählt, auch wenn es zu einem - angekündigten - Wechsel des Ortes und der Personen kommt.


    Melmoth ist eine fiktive Geschichte, die gut recherchiert auf geschichtliche Details verweist. Das macht das Buch für mich sehr spannend. Unterhaltsam werde ich immer wieder auf neue Begebenheiten verwiesen, die teils in gut ausgearbeiteten Fußnoten erklärt werden. Melmoth lässt sich aber auch als spannender Unterhaltungsroman lesen, ohne auf diese Details näher eingehen zu müssen. Und doch ist Melmoth keine leichte Kost.


    Mir imponiert der Wechsel zwischen dem Verständnis tiefer Empfindungen und dem Versuch der Charaktere, darüber erhaben hinwegzugehen. Ein wahrer Drahtseilakt auch für meine Empfindung beim Lesen.




    Fazit


    Ein Buch für alle, die sich mit ihrem Gewissen und dem Wissen darum auseinandersetzen. Dazu ein unterhaltsamer und zudem informativer und gut recherchierter Schauerroman.

    Die einzige Zeugin

    Kriminalroman

    Bastei Lübbe Verlag

    Autor: Tove Alsterdal

    ISBN 978-3-404-17885-8

    512 Seiten


    Inhalt und Personen


    Die psychiatrische Anstalt Beckomberga wurde vor Jahren geschlossen. Dort ist jüngst ein Wohngebiet entstanden. Einfamilienhäuser in Waldrandnähe locken neue Hausbesitzer an.


    Unter den neuen Hausbesitzern befindet sich Svante Levander mit seiner jungen Freundin Jannike. Sie sind noch dabei, sich häuslich einzurichten, als Svante bei einem abendlichen Gang vom Supermarkt nach Hause ermordet wird.



    Svantes Ex-Frau Eva Levander-Olofsson war zur Tatzeit bei ihm und hat später die Polizei verständigt. Die Indizien sprechen dafür, dass Eva die Tat begangen hat. Die einzige Zeugin, eine Bettlerin, mit der Eva vor der Tat noch gesprochen hat, ist verschwunden.


    Eva will zunächst ihren Sohn Filip sprechen und ihn überzeugen, dass sie die Tat nicht begangen habe, doch das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn steht nicht zum Besten.


    Zur selben Zeit findet Svantes Nachbar Niklas im Zimmer seines Sohnes einen Gegenstand, der darauf schließen lässt, dass der Mord an Svante womöglich nicht der einzige in dieser Gegend war.


    Meine Meinung


    Die Geschichte rund um Beckomberga ist spannend erzählt. Leider verliert sich die Autorin Tove Alsterdal in zu vielen Details vor allem rund um die Flüchtlinge aus Rumänien. Beim Lesen gewann ich den Eindruck, sie müsste alles, was sie dazu recherchiert hat, nicht nur für eigene Aufzeichnungen und ihr Hintergrundwissen festhalten, sondern auch dem Leser mit auf den Weg geben.

    Da es sich zum überwiegenden Teil um für mich mit dem Fall an sich nicht relevanten Informationen handelte, fiel es mir immer schwerer, der Geschichte zu folgen. Als Leser benötigte ich daher auf rund 150 Seiten im Mittelteil einen langen Atem, um der Geschichte dennoch weiter zu folgen.

    Dann nimmt die Geschichte aber wieder an Fahrt auf. Es wird ermittelt, gerätselt, gegrübelt und Literaturstellen werden nachgeschlagen. Und dann war ich auch wieder mitten im Geschehen.


    In verschiedenen Erzählsträngen erfahre ich mal etwas über die ehemalige Psychiatrie, mal etwas über Evas und Svantes gemeinsame Zeit, etwas über eine scheinbar verwirrte Person, und die neue Wohngemeinschaft Beckombergas. Die polizeilichen Ermittlungen sind hingegen in diesem Kriminalroman nur am Rande erwähnt und machen die Geschichte nicht aus.


    Für mich war der Roman zu überladen an Informationen, um der Geschichte genügend Raum zu lassen, Der Stil war mal anders und interessant zu lesen, reicht aber an ermittlungsreicher und spannungsgeladener Literatur nicht heran. Es liest sich eher wie eine Aneinanderreihung Tove Alsterdals Recherchearbeit zu einem Krimi, der spannend hätte erzählt werden können.


    Fazit

    Wer bei einem Kriminalroman nicht unbedingt auf Ermittlungsarbeit Wert legt und Hintergrundinformationen zur Flüchtlingsproblematik in Schweden wertschätzt, ist mit diesem Roman gut beraten.


    ASIN/ISBN: 3404178858

    Das mit der Schriftgröße ist ganz lustig - das kommt teilweise unheimlich gut an (wird sehr oft explizit lobend erwähnt) und teilweise sorgt es für, sagen wir, Vergnügen ;) Ich bin persönlich zu dem Schluss gekommen, dass die Begeisterung für die große Schrift sich vermutlich umgekehrt proportional zur Sehstärke des Lesers verhält ;) Mir selbst sagt's auch zu ;)

    Vor ein paar Jahren hätte ich wohl auch noch gesagt, es wäre unnötig, solch ein großes Schriftbild zu wählen. Heute bin ich über solch eine Übersichtlichkeit überglücklich. :)