Beiträge von little sparrow

    Die Liebe kommt auf Zehenspitzen

    Roman

    Bastei Lübbe AG

    Autorin: Kristina Günak

    ISBN 978-3-7325-8628-8

    318 SeitenErscheinungsdatum: 29. Juni 2020

    Ein herrlicher Roman.

    Ich bin ganz verliebt in die Atmosphäre, die Kristina Günak darin erschaffen hat.



    Die Liebe kommt auf Zehenspitzen ist die Geschichte von Lucy und Ben.




    20200706_000417.jpg
    Lucy Bradford lebt allein in Hamburg. Statt den Trubel der Großstadt zu genießen, ist sie jedoch oft allein. Ihr Job ist ihr da auch nicht dienlich, ganz im Gegenteil. Sie arbeitet zu Hause als Übersetzerin von Liebesromanen.
    Dafür hatte sie Glück und ein Verlag hat gleich ihren neuen, ihren ersten Roman gekauft. Zugegeben, dieser ist noch in Arbeit und es will auch noch nicht recht vorangehen. Doch sie hat Zeit bis nächsten Herbst und jetzt ist gerade mal Winter. Um genau zu sein, steht Weihnachten unmittelbar bevor.



    Um zu ihrer Familie zu gelangen, hat sie sich eine Mitfahrgelegenheit gesucht: Benedict Greifenberg, ein junger Arzt im klapprigen, alten Auto.


    Auf dem gemeinsamen Weg zu ihren Verabredungen - Lucy möchte ihre Eltern und ihren Bruder besuchen und Ben will zu seinen Freunden nach Husum - schlägt ihnen das Wetter jedoch ein Schnippchen. Dank des immer dichter werdenden Schneefalls und der bald darauf unpassierbaren Fahrbahn müssen sie auf einem Parkplatz halten und werden noch vor Beginn der Nacht von einem Friesen im Fendt gerettet.


    Lucy und Ben kommen aufgrund des anhaltenden Schneefalls am Heiligen Abend nicht mehr zu ihren Verabredungen sondern landen auf dem Hof von Dorle Dormann. Dort erwarten Lucy und Ben ein marodes Haus, ein verschrobener Hund namens Helmut und eine warmherzige alte Dame: Dorle.


    Nach einem spontanen und dennoch gemütlichen gemeinsamen Weihnachtsabend verlieren sich Lucy und Ben fast aus den Augen - bis sie im Frühjahr Post bekommen: sie haben den Dormannschen Hof geerbt. Gemeinsam. Und nur unter der Bedingung, dass sie zusammen auf dem Hof leben.


    Mit dem Hof erben sie zusätzlich Geldmittel, die für das erste gemeinschaftliche Jahr reichen sollten. Klingt geradezu traumhaft, denn Ben ist der Job im Krankenhaus zu viel und Lucy wurde die Wohnung gekündigt.
    So ziehen sie - unter der eigenen strikten Auflage als Freunde auf dem Hof zu leben- in das Haus von Dorle Dormann ein.


    Statt eines beschaulichen, ruhigen Dorflebens, schlägt das Leben dort seine Kapriolen. Lucy und Ben müssen lernen den Hof zu führen und sind in dem ruhigen Dorf nun alles andere als allein.


    Die Geschichte rund um das Dorfleben und das Kennenlernen der Dorfbewohner ist Kristina Günak mit viel Witz und Charme vollends gelungen. Die feine Wortwahl gemischt mit umgangssprachlichen Ausbrüchen der Protagonistin Lucy macht das Leben in dem Dorf zudem sehr lebendig.


    Dadurch, dass Lucy die Geschichte erzählt, bin ich ihr sehr nahe. Obwohl sie sich gern unnahbar gibt, um nicht verletzt zu werden. Während Lucy nach außen sehr robust wirkt, ist Ben der sensible Part der Beiden. Er gibt Lucy Zeit und Raum für ihr Wirken und Werken. Während Lucy Ben häufiger mal einen Schubs in die richtige Richtung gibt. Es macht Spaß die beiden zu begleiten und zu sehen, wie sich eine echte, tiefe Freundschaft entwickelt.


    Beide Charaktere haben Verletzungen davongetragen. Sie haben ihre Ängste, die sie im Alltag häufig verdrängen, statt sie genauer zu betrachten. Kristina Günak schafft scheinbar mühelos den Balanceakt eine fröhliche Geschichte zu erzählen und ihr dennoch Tiefe zu verleihen. Die Charaktere, die sie für den Roman entwickelt hat, sind lebendig. Sie bestechen mit ihrem eigenen Charme und können genau so gut unbequem sein. - Und das jeder auf seine Art. Ob grantig, freundlich oder beständig - jeder Dorfbewohner bringt seine Eigenart mit und wächst mir im Verlauf der Geschichte ans Herz. Das Buch birgt den Wunsch in genau dieses Dorf zu ziehen. Ich möchte Nachbarn wie Fredo und Millie. Fredo, der das Herz am rechten Fleck hat, es aber bloß nicht offen zeigt. Millie, die eine begnadete Kuchenbäckerin ist und Fredo von Herzen liebt - und ihn deshalb mehr als einmal in seine Schranken weist. Und die Dorfgemeinschaft hält noch weitere liebenswerte Charaktere vor.


    "Fredo trug seinen verkniffenen Gesichtsausdruck und noch einen Klappstuhl, und Helmut trug nichts, legte Henriette aber sogleich die Nase auf das Bein, was für seine Verhältnisse einer stürmischen Begrüßung gleichkam." - Seite 143


    Die Geschichte ist warmherzig erzählt und das macht - meiner Meinung nach - das wohlige Empfinden beim Lesen aus. Gespickt mit Esprit wird das Lesen zu einem wunderbaren Leseerlebnis.


    "Wenn du versuchst zu kochen, muss man hinterher die Küche renovieren, aber das ist völlig okay." - Seite 183


    Fazit


    Ich habe beim Lesen der Geschichte jede Seite genossen.
    Das Buch ist für alle, die lockerleicht unterhalten werden wollen und sich dem Ernst des Lebens und der Liebe nicht verschließen wollen.


    ASIN/ISBN: 9783404180097

    Provenzalischer Stolz ist der siebte Fall für Pierre Durand und spielt im Rhônetal, in der Camargue.



    Diesen siebten Band kann man problemlos unabhängig von den Vorgängerromanen lesen. Die Entwicklung der Charaktere und der Rückblick auf die Dorfbewohner von Sainte-Valérie erlebt man hautnah, wenn man von Anfang an dabei ist. Und dabei entdecke ich als Leser auch, wie vielfältig die Provence ist.





    Mit diesem siebten Fall für Pierre Durand entführt mich die Autorin Sophie Bonnet in die Camargue und ich erfahre einiges über die Hintergründe im Rhônetal. Über die Geschichte des Landes, über die Geschichte des Glaubens, über die Tierwelt - insbesondere der Wasservögel im Étang de Vaccarès - einem Teil des Naturschutzgebietes.



    Es sind in sich schon sehr spannende Themen, die Sophie Bonnet mit in diese Geschichte eingewoben hat. Dazu kommt der spannende Kriminalfall, mit dem Pierre Durand konfrontiert wird. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem Pierre mit sich und seiner beruflichen Zukunft hadert und erst einmal Abstand gewinnen möchte. Ein ungebetener Gast auf dem Hausboot, das er für seine Mußestunden auserkoren hat, macht die Sache nicht einfacher. Es stellt sich heraus, dass dieser ungebetene Gast Zeuge eines Mordes gewesen war - nur leider mit einigen Gedächtnislücken.


    Auch privat scheint Pierre sich gerade von seiner Lebensgefährtin Charlotte eher zu entfernen, als mit ihr weitere Zukunftspläne zu schmieden. Noch dazu ist ein Kettenbrief im Umlauf. Die Dorfbewohner sind sehr abergläubisch, daher verbreitet sich dieser Brief in Windeseile. Die wenigsten reagieren mit Gelassenheit darauf.



    "Dabei war dieser Nostradamus ein Hochstapler und Schaumschläger sondergleichen. Ich wette, er lacht sich krumm und schief, weil er sich mit seinen Prophezeiungen den größten Witz des Jahrtausends ausgedacht hat." - Seite 128


    Wie ernst muss man die in den Kettenbriefen enthaltenen Prophezeiungen nehmen? Nach dem ersten Mord stellt sich die Frage nach dem "wie ernst" nicht mehr, sondern nur: wer ist der nächste arme Sünder und wie kann man den Mord verhindern?



    Da ist es kein Wunder, dass Pierre - auch wenn er als ehemaliger Dorfpolizist gerade vom Dienst suspendiert ist - sich die Frage stellt, ob er nicht zu nahe am Geschehen ist.



    "Nähe macht blind, so lautete eine der ersten Lektionen auf der Polizeihochschule. Je näher man dem Bösen kam, desto weniger nahm man es wahr." - Seite 150


    In den Ermittlungspausen der Kriminalgeschichte entführt Sophie Bonnet mich mit kulinarischen Köstlichkeiten und Landschaftsbeschreibungen. Beinahe kann ich die Hitze spüren an diesen heißen Tagen in der Camargue und angesichts der Köstlichkeiten läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Als besonderes Highlight sind in den kulinarischen Krimis auch immer die Rezepte am Ende des Romans abgedruckt. Eine kurze Beschreibung über die Herkunft des Gerichts und anschließend folgen Zutatenliste und Zubereitungshinweise.



    Wer möchte, kann sich also durchaus über die Kriminalgeschichte hinaus mit dem Buch befassen. Sei es, um die tollen Rezepte auszuprobieren oder um die im Buch beschriebene Gegend besser kennenzulernen.



    "Ich sage Ihnen, was gottgewollt ist: dass die Natur sich dieser schrecklichen, kopulierenden gierigen Kreatur entledigt, die sich Mensch nennt und glaubt, Gottes größtes Wunderwerk zu beherrschen." - Seite 203


    Ich hatte viel Vergnügen und Spannung pur beim Lesen von Provenzalischer Stolz. Die Informationen zur Religion und den unterschiedlichen Glaubensansichten, der wundervollen und dem natürlichen Lauf unterlegenen Region im Rhônetal, die vielschichtigen, spannenden Charaktere und der ausgeklügelte Kriminalfall sorgten für ein ausgewogenes Leseerlebnis. Nur ungern lasse ich Pierre Durand vorläufig ziehen und freue mich bereits heute auf den Folgeband. Der flüssige Schreibstil und die bildhaften Beschreibungen tun ihr übriges, dass ich mich rundherum wohl fühle beim Verfolgen der umfassend recherchierten Geschehnisse in der Geschichte.



    Fazit


    Wer die Provence und seine Köstlichkeiten mag und gern spannend und informativ unterhalten wird, ist mit Provenzalischer Stolz sehr gut beraten.


    ASIN/ISBN: 978-3764507213

    Riviera - Der Traum vom Meer

    Teil 1 der Riviera-Dilogie

    Historischer Roman

    Blanvalet - Verlagsgruppe Random House GmbH

    Autorin: Julia Kröhn

    ISBN 978-3-7341-0808-2

    462 Seiten




    20200509_102247.jpg

    Riviera - Der Traum vom Meer spielt in den Jahren von 1922 bis 1936. Arthur Sommer lebt als Inhaber des Reisebureaus Sommer mit seiner Tochter Salome in Frankfurt. Als seine ihn bis dahin unterstützende Mutter Tilda stirbt, gibt Paola dem alleinstehenden Vater Halt und animiert ihn dazu, Reisen nach Italien auch im Sommer anzubieten. Da Arthur Sommer auf sich allein gestellt nicht weiter weiß, zieht er das Angebot einer Kennenlernreise in Betracht und Arthur, Paola und Salome reisen nach San Remo an die italienische Riviera.



    Doch die politischen Umstände machen auch vor so malerischen Orten keinen Halt und die Zukunft des Reisebureaus und die im Ausland geschlossenen Freundschaften stehen schon kurz darauf auf Messers Schneide.



    Salome ist acht Jahre alt als ich sie auf den ersten Seiten kennenlerne. Sie wächst bei ihrem Vater und ihrer Großmutter auf. In dem kleinen zur Wohnung gehörenden Mansardenzimmer lebt Paola, da die Familie das Zimmer untervermieten muss. Paola tröstet Salome mit einem Traum vom Meer und einer Reise nach Italien steht aufgrund der Geschäftsidee, nun auch Reisen im Sommer nach Italien anzubieten, bald nichts mehr im Wege. Paola war schließlich der lebende Beweis dafür, dass ein Mensch auch einen Sommer im heißen Italien überstehen kann - trotz Badens im Meer. Das Gerücht über die gesundheitsschädigende Wirkung von Sommern in südlichen Ländern war und blieb lange Zeit weit verbreitet.



    Ich begleite Salome durch Kindertage und ihre Jugend und lerne mit ihr die Riviera kennen. Malerisch beschriebene Orte und spezifische Pflanzen sorgen dafür, dass ich stets beim Lesen auch ein Bild vor Augen habe. Der flüssige Schreibstil und die eingewobenen politischen Hintergründe der jeweiligen Zeit runden die Geschichte ab. Dabei sind die Charaktere Bestandteil der Geschichte, die mit dem Ort und dem Verlauf der historischen Umstände unweigerlich verbunden sind. Die Charaktere agieren ihrem Lebensumfeld und damit ihren Möglichkeiten entsprechend und authentisch. Selbstauferlegte Zwänge sind dabei ebenso wie Ausbrüche aus dem selbst angelegten Korsett der Charaktere glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt. Es sind vielschichtige Charaktere, die nicht immer sympathisch aber durchaus echt wirken.



    Neben Salome, die aus Deutschland stammt und einen jüdisch anmutenden Namen trägt rücken zwei weitere Charaktere unaufgefordert in den Fokus. Das ist einmal ihre aus Italien stammende Freundin Ornella Barbera und der aus Frankreich stammende, sehr belesene Félix Aubry.



    Ich kann es kaum erwarten, auf den Erkundungstouren der drei jungen Menschen mehr zu erfahren über das Land, die Menschen und die Literatur. Denn neben dem Reisen, das im Mittelpunkt der Geschichte steht, kommt auch die Literatur nicht zur kurz. So führt diese Reise unter anderem auch in das beschauliche Sanary-sur-mer, ein kleines Fischerdorf, das mir - unter anderen Umständen - ein wahrer Wohlfühlort zu sein scheint.



    Die Kulisse an der Riviera - italienisch an der Riviera del Fiori und französisch an der Cote d´Azur - ist wunderschön, doch die Geschichte in den Zeiten von 1922 bis 1936 macht den Menschen das Leben nicht leicht. Julia Kröhn gelingt mit diesem historischen Roman ein charmant ausgewogenes Leseerlebnis. Es ist erschreckend, gerade jetzt noch einmal nachzulesen, unter welchen Auflagen eine Reise in den 20er Jahren mitunter erst möglich war. Von allen anderen Auflagen ganz zu schweigen.



    Kaum habe ich das Buch zugeschlagen, vermisse ich schon die ruhige, bald lethargische Art von Arthur auf Begebenheiten zu reagieren, frage mich, wie es Ornella geht und wie die Familie Aubry ihr zukünftiges Leben ausrichten wird. Und bei diesen Gedanken bin ich stets auch bei Salome.



    Riviera - Der Weg in die Freiheit, Band 2 der Dilogie, erscheint am 15. Juni 2020. Der erste Band dieses bewegenden Zweiteilers scheint mir die Grundlage zu einem überragenden zweiten Teil zu sein. - Stellt es die Hauptakteure einmal mehr vor große neue Herausforderungen. Ich bin sehr gespannt, was den Charakteren im Verlauf der Geschichte der drei Länder noch alles bevorsteht.



    Fazit


    Als lese- und reisefreudiger Mensch, der auch an der Geschichte interessiert ist, kann ich dieses Buch allen empfehlen, die ebenso reise- und lesebegeistert sind. Ein historischer Roman, der - gerade jetzt, in Zeiten neuer Auflagen und Reisebeschränkungen - bis in die Gegenwart führt.


    ASIN/ISBN: 373410808X

    Was für ein Showdown. War ich froh, dass ich für den letzten Leseabschnitt ausreichend Zeit eingeplant hatte. Hier hätte ich nicht innehalten und das Lesen unterbrechen wollen.

    Toll geschrieben, Sophie. Vielen Dank!

    Es war, wie nach Hause kommen. Die leckeren Gerichte konnte ich fast riechen. Auch wenn ich nicht der Fischfan bin, die Gerichte hätte ich alle gern probiert. Ich war fast ein bisschen neidisch auf Pierre. Obwohl ich ihm die gute Kost von Herzen gegönnt habe. Rundherum hatte er ja nun wirklich genug zu bewältigen.

    Wie einfach mein Leben doch gemessen an seinem verlaufen ist die letzten Wochen. ;)


    Da ich Bücher und Geschichten über alles liebe, hast Du mir ja was ganz tolles bereitet: die Legenda aurea.

    Zack, war ich wie angeknipst. Was ist das für eine Sammlung? Woher kommen die Geschichten? - Ah! Du machst mich mit soetwas echt neugierig. Erzbischof von Genua. Sophie, das werde ich mir die Tage mal genauer ansehen. :)

    Ich mag das, wenn ein Buch mich zu weiteren Recherchen inspiriert. - Auch wenn es mega-zeitraubend ist.


    Louis ist mir echt ans Herz gewachsen. Wird er eine Zeit bei Pierre und Charlotte verbringen? Rundherum könnte er sicher weiter das Vogelleben erforschen und festhalten.


    Wie sich die Geschichte aufgelöst hat, fand ich total gut. Schlüssig und mutig. Ganz schön skrupellos den Täter auf das Baby anzusetzen. Kein Wunder, dass Mateo am Ende geweint hat. Mir tat vor allem auch gut, dass Minette unter ihrer Entscheidung und dem Tod von Alejandro gelitten hat. Sie kam mir mitunter ganz schön hartherzig vor und das hatte sie dann doch nicht verdient. Auch, wenn sie eine Fehlentscheidung getroffen hat. Sie hat diese Entscheidung aus Liebe getroffen. Um ihren Sohn zu retten und um ihm Leiden zu ersparen, die eine Operation mit sich bringt. Sicher erleidet sie als Mutter denselben Schmerz, wenn nicht einen um ein vielfach höheren.


    In der Ferne höre ich Hochzeitsglocken.... Du auch, Sophie? Ich kann mir nur noch nicht vorstellen, dass es im nächsten Band schon zur Hochzeit kommt. Vielleicht zum Ende nach drei Anläufen zum Heiratsantrag?! Das würde mir gut zu Pierre passen. Aber vielleicht gibt er ja auch diesmal ein bisschen mehr Gas. Schließlich ist eine eigene Familie - inklusive Kinder - für ihn ja bereits im Bereich des Möglichen.


    Wenn da nicht noch dieser miese, fiese Bürgermeister wäre. Mr. Nonchalant. Es bereitet mir echte Würgereize, wenn ich ihn so vor mir sehe und er alles, was ihm nicht in den Kram passt, lässig abschüttelt und darüber hinweggeht.

    Ich bin sehr gespannt, wie lange er sich im Amt hält. Und ich bin gespannt, ob der "alte" Bürgermeister Arnaud Rozier nicht wieder ins Amt zurückkehrt. Würde mich sehr freuen. Und ich bin gespannt, wer denn als Pierres Ersatz auserkoren war.


    Oh man. Hoffentlich hat das für Gisèle nicht noch ein Nachspiel.


    Und was passiert eigentlich mit Inspektor Théo Imbert? Hochkantig rausgeflogen? Beihilfe zum Mord? Unterschlagung?


    Und die arme Valérie. Ihr Herz muss ja eins zu tausend geschlagen haben. Dass dieser Imbert beruhigt geschlafen hat, ist einfach unfassbar! Hoffentlich die vorerst letzte ruhige Nacht. ;)


    Vielen Dank für diese tolle Geschichte, liebe Sophie. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall für Pierre Durand.

    Was für ein spannender Abschnitt. Im nächsten laufen alle Fäden zusammen und ich bin total gespannt, wie sich das Ganze auflösen wird.


    Schön, dass Pierre gelegentlich einen Gedanken an Charlotte und an ihre gemeinsame Zukunft hegt. Herzerwärmend! - Genauso wie Pierres Gedanken an Louis. - Vor allem, nachdem er ihm nun "reinen Wein" eingeschenkt hat.


    Ich bin gespannt, wenn Gisèle hinzuzieht. Luc? Arnaud Rozier? Oder gar Monsieur Fardoux? Das ist so spannend! Gut, dass die Stadt eine so gute Seele hat.


    So langsam komme ich auch hinter die Pfingstbewegung und deren Ansinnen. Mir ist jede Art der Unterdrückung ein Gräuel. Wenn ich bedenke, man würde mich bei einer Hochzeit so behandeln wollen, ist mir ganz schlecht. Da kann man sich nur beglückwünschen, zur rechten Zeit am rechten Ort geboren worden zu sein. Obwohl man dazu am allerwenigsten beitragen kann. Ganz, ganz schlimm.


    "Dort erfahren Frauen Wertschätzung, manche zum ersten Mal im Leben." - Seite 251


    Um Louis mache ich mir auch Sorgen. Er muss sich unendlich allein auf der Welt fühlen.


    Was mir auch nicht aus dem Kopf geht, ist der Anrempler, den Pierre erfahren hat, als er auf dem Weg zur Kirche war. Wer war die Person? Wurde von dieser zuvor das Bild in der Kirche von Alejandro und Mateo niedergelegt?


    Und was hat es mit der Nachbarschaft von Mateo Espinas und Josiane Simon auf sich.


    Für mich wäre eher nachvollziehbar, wenn, wie zuvor genannt, Josiane und Romain Fernandez tot wären.

    Nun muss ich mich noch ein wenig gedulden.

    Oh, Sophie! Ist das spannend!

    Ich genieße eine andere Art von Stille. Wir liegen zwar noch recht weit entfernt, aber in der Einflugschneise des Flughafens Düsseldorf. Abends sollte eigentlich Ruhe sein, weil dann ja nicht mehr geflogen werden darf. Doch wenn ich dann zu Bett gehe, kommt normalerweise eine Maschine nach der nächsten rein. Das Flugverbot wird einfach umgangen. Zur Zeit herrscht da eine wunderbare Stille.

    Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie sehr Du die Ruhe genießt. Da kann ich mich richtig für Dich mitfreuen.

    Das freut mich sehr. Es ist immer ein Balanceakt. Aber es tröstet, dass sich die Natur am Ende immer wieder regenerieren wird. Auf ihre Weise.


    Ja, das kann ich verstehen. Ich hätte noch viel mehr darüber schreiben wollen, aber mir war bewusst, dass dieses Thema überfordern kann, daher habe ich mich auf das Wichtigste beschränkt. (Auf S. 158 Mitte ist eine knappe Definition der Glaubensrichtungen, die als Grundlage vollkommen ausreicht.)

    Ich fand, die ersten Tage von Corona, als viele ihr Auto haben stehen lassen, war es schon spürbar. Die Luft war anders. Und es war stiller. Es war noch nie so ruhig. Mein Schlafzimmerfenster liegt zur Straße raus, da bekomme ich das unfreiwillig mit. Leider hielt der Zustand der Stille nicht lange an. - In der Hinsicht jedenfalls. Als die ersten Lockerungen wieder eintraten, nahm der Straßenverkehr gleich wieder Fahrt auf.

    Und trotzdem hat die Natur in dieser kurzen Zeit aufgeatmet. Mein Spazierweg war lange nicht so grün wie heute.


    Deine Ausführungen waren auf Seite 158 fand ich auch richtig klasse, kann ich in der Fülle allerdings noch nicht greifen. Deshalb werde ich mich in einem stillen Moment dem Thema widmen.


    Vielleicht hilft Dir als Bild, dass dieser Glaube momentan in Brasilien enorm wächst, ebenso wie in den USA. Und dass deren Regierenden dieselben konservativen Prinzipien übernehmen.

    Brasiliens Präsident Bolsonaro ist selbst zu diesem Glauben übergetreten und Trump lässt sich von evangelikalen Predigern als neuen Messias feiern. Denk nur an das absurde Bild mit der Bibel in der Hand, für das er sich den Weg durch die Protestierenden mit Hilfe von Tränengas hat freiräumen lassen ... Gruselig!


    Das ist echt gruselig. Hoffentlich wird Trump nicht wiedergewählt. Er hat schon genug Schaden angerichtet.

    Pierre hat eine ungeahnte Nähe und Bindung zu Louis aufgebaut. Es war schön zu lesen, dass er sich nun um die Familienplanung mit Charlotte mehr Gedanken macht. Manchmal braucht es Impulse von außen.

    Allerdings bin ich gespannt, wie Louis reagiert, wenn er erfährt, dass Pierre bei der Polizei ist.

    Böse sein, dürfte er ihm eigentlich nicht. Pierre war ja gar nicht "aktiv", als sie sich kennenlernten und außerdem hat Louis sich aufgedrängt. Und angeflunkert hat er Pierre obendrein auch noch. - Vielleicht mache ich mir ja zu viele Gedanken. - Ich würde erstmal ausflippen. :)


    Ich mag die Stelle auf Seite 203 total gern, Sophie.


    "Sie glauben das sei gottgewollt? Ich sage Ihnen, was gottgewollt ist: dass die Natur sich dieser schrecklichen, kopulierenden gierigen Kreatur entledigt, die sich Mensch nennt und glaubt, Gottes größtes Wunderwerk zu beherrschen. Sie wird sich drehen und wenden und die Menschheit schließlich abschütteln, um eines Tages eine neue Welt hervorzubringen, in der nur diejenigen überleben, die das Wunderwerk auch zu schätzen wissen."


    Auch wenn es den Menschen schwer fällt, manches sollten wir wirklich der Natur überlassen. Es wäre sicher schade um die Camargue, doch sollten wir unsere Erde nicht so sehr verärgern.


    Was mir ein bisschen viel in der Geschichte war, waren die roms, manouches, gitans, die Pfingsbewegung und die evangelikanen Gemeinden. Ich kann sie nicht zuordnen und habe kein Bild vor Augen und kenne mich bei den Gruppierungen nicht aus. Und hier sind es mir einfach zu viele. Ich schätze, dafür müsste ich erst einmal recherchieren, um in den vollen Genuss der Ausführungen zu kommen.


    Die Geschichte über Joseph d´Arbaud und "Das Tier vom Vaccarès klingt total spannend. Ich mag Geschichten in Geschichten.

    Ich bin sehr gespannt, wer den Faunus verkörpert. Und ich bin gespannt, ob der Täter aus den eigenen Reihen stammt.

    Die entwendeten Speicherkarten beschäftigen mich auch. Woher wusste der "Einbrecher" wo er suchen musste? Und hat Louis vielleicht vorher schon Aufnahmen getätigt, auf denen er zu sehen war? Das würde zumindest einiges erklären. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Louis am Tatort gesehen wurde.


    Ich bin gespannt.

    Mein erster Gedanke, als Louis den Wunsch äußert mitzukommen: Prima! Dann hat Pierre Begleitung und das Manövrieren und Anlegen wird ein Kinderspiel. Tatsächlich sieht es dann aber doch anders aus.

    Dass Louis ein Zeuge bei DEM Mordfall sein könnte, spielt Pierre richtig gut zu.

    Dass es aber so gut wird, dass er seinen Job zurückerhält, wow! Toll gemacht, Sophie!


    Maurice Marechal muss kochen vor Wut. Gut, dass er dieses Nichtbeförderungsdingens mit eingebaut hat. Dann hat er zumindest noch ein kleines Gefühl der Macht.

    Dass er den Brief mit der Einladung zur Anhörung gemopst hat, liegt für mich auf der Hand.

    Schade, dass Pierre erst so spät von dem Zuspruch von allen aus dem Ort erfahren hat. Aber immerhin besser spät als nie. Ich kann mir gut vorstellen, dass er daran ordentlich zu knapsen hatte.


    Umso lebendiger werden jetzt gerade die Ermittlungen, an denen er mitwirken "darf". Das ist sicherlich kein Geschenk, für mich als Leser aber total spannend und bunt. Mal sehen, wie sich Imbert und Bartissol noch schlagen.


    Vater und Sohn. Da hat Pierre ja was angerichtet. Der arme Louis fühlt sich so wohl und sicher bei Pierre. Das wird ne harte Nummer, wenn er erfährt, wer Pierre wirklich ist. Und Pierre wird sich auch sicherlich nicht gut dabei fühlen.


    Bei dem zarten und klugen Jugendlichen geht sein Herz auf. Gut für ihn. Und gut für Charlotte. Ein Mann mit Beschützerinstinkt baut dann auch eher ein Familiennest. Ich bin gespannt und drück die Däumchen. Mit Charlotte wird er sich bestimmt schnell wieder versöhnen.

    Sein "Ausflug" war ja nun wirklich eher spontan und nicht tagelang vorher geplant.

    Ich habe keine Ahnung, warum man aus Neger, das Schwarzer, bedeutet hatte, ein Schimpfwort generiert. Wenn so ein Mensch, der Neger als Schimpfwort nutzt, Schwarzer sagen würde, so wäre es in seinen Augen sicherlich auch ein Schimpfwort.

    Jedenfalls bin ich in dem guten Glauben aufgewachsen, dass Negerbrot etwas leckeres ist, was es ja auch ist. Und ein Negerkuss war für mich auch etwas mit lieblichem Geschmack.


    Das Wort "abnegern" finde ich vom Wort her auch nicht so toll. Ich merke es mir, damit ich es einordnen kann. Dieser dritte Band von Brigitte Riebe von hoffentlich nicht das letzte Buch sein, dass sich um Kunst handelt. Eines meiner nächsten Bücher wird "Die Galerie am Potsdamer Platz" von Alexandra Cedrino sein. Ich bin gespannt, was ich in dem Buch alles entdecke.


    Ein entstelltes Gesicht kann für den Betrachter wunderschön sein. Ich bin mir sicher, dass ich ein entstelltes Gesicht bei mir nicht schön finden würde. Bei meinem Gegenüber würde ich als Betrachter die Schönheit darin sicher entdecken. Flori ist für mich eine ganz außergewöhnliche junge Dame mit ausgezeichneter Beobachtungsgabe. Auch wenn sie die Schule leider nicht beendet, so hat sie doch viel gelernt und mehr Vertrauen in sich selbst gefunden.

    Personenverzeichnisse sind zwar schön, können manchmal aber auch den Nachteil haben, zu viel von der Handlung vorwegzunehmen.

    Ja, deshalb schaue ich auch nie in die Personenverzeichnisse. - Obwohl, bei einem Thriller musste ich das schon mal machen. Da kam ich mit den vielen Personen überhaupt nicht zurecht.

    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Ich schreibe die Namen der Personen eh meist beim Lesen mit. Das Who is Who.

    Wer glaubt an diesen Unsinn? Da gibt es genug Leute. Ich erinnnere mich an ähnliche Briefe, die das Schneeballsystem zugrunde hatten, auf die jede Menge Leute hereingefallen sind und viel Geld verloren haben. Bis auf den Initiator. Aber es gab auch andere Kettenbriefe, die Warnungen enthielten oder einfach nur Gutes versprachen wenn man sie mit so und so viele Leuten teilt. Gibt es im übrigen immer noch so ähnlich auf FB.

    Leider gibt es diese Kettenbriefe und die leichtgläubigen Menschen immer noch.

    Herrlich, wie Pierre sich gleich zu Beginn zu den Ziegen rettet.

    Doch seine Charlotte findet ihn natürlich. Ich mag die Beiden. Charlotte reagiert sehr klug, dass sie Pierre immer wieder auf die Füße tritt und mehrere Möglichkeiten aufzeigt, wie es weiter gehen könnte.