Beiträge von vev

    Passend zum gestrigen Frühlingsanfang :flowers


    März

    Es ist ein Schnee gefallen,

    Denn es ist noch nicht Zeit,

    Dass von den Blümlein allen,

    Dass von den Blümlein allen

    Wir werden hoch erfreut.

    Der Sonnenblick betrüget

    Mit mildem, falschem Schein,

    Die Schwalbe selber lüget,

    Die Schwalbe selber lüget,

    Warum? Sie kommt allein.

    Sollt ich mich einzeln freuen,

    Wenn auch der Frühling nah?

    Doch kommen wir zu zweien,

    Doch kommen wir zu zweien,

    Gleich ist der Sommer da.


    Johann Wolfgang von Goethe

    So, euch will ich auch nicht verschonen,

    Mariion hat es ja schon gesehen und mit :teufelkommentiert.

    Wer mal wieder einen spannenden, ungewöhnlichen Thriller lesen will, der hier hat mich total begeistert: Ihr tötet mich nicht Amazon; Büchereule


    Getreu meinem Wechselmodus habe ich nach diesem spannenden Buch heute mal wieder zu einem Liro gegriffen. Der letzte erste Blick

    Bisher Schema F, da werde ich schnell durch sein und es wahrscheinlich danach nicht anpreisen.:lache Die Sieben Tage voller Wunder empfehle ich euch auch nicht unbedingt, für mich war das Überlebensszenario der Lesegrund und das Ende war sehr überraschend, die eingefleischten Liro-Leserinnen hat genau das teilweise gestört, mir hat der Rest weniger gefallen.


    Macht es gut und liebe Grüße!

    :bluemchen

    Hallo Nachbarn, :winkt

    komme euch heute mal besuchen, weil ich ganz hin und weg von einem Psychothriller bin. Den muss ich euch natürlich empfehlen:

    Ihr tötet mich nicht

    und es gibt auch eine Rezi dazu.

    Vielleicht ist das ja was für euch.


    Ansonsten: Ärgert euch nicht zu sehr über Arbeit und Kollegen. Ich weiß, das ist leicht gesagt, aber den Ärger mit nach Hause zu nehmen, dafür werden nur Manager 'richtig' bezahlt.


    @Jenya

    Zwei Bücher auf dem SuB! :wow

    Du solltest dich schleunigst bei der Suchtklinik melden und eine Therapie beginnen.

    Damit ist nicht zu spaßen. :lacht


    Liebe Grüße

    Vev

    Shannon Kirk: Ihr tötet mich nicht

    Taschenbuch: 350 S.

    Goldmann Verlag (18. April 2016)

    Original:Method 15/33

    Oceanview Publishing 2015

    Übersetzung: Verena Kilchling


    ISBN-10: 3442484332

    ISBN-13: 978-3442484331


    Dieser ausgezeichneten Rezension von Darcy ist nichts mehr hinzuzufügen.


    Trotzdem möchte ich dieses Buch in Erinnerung bringen, denn ich habe lange keinen so fesselnden Psychothriller mehr gelesen.

    Sprachlich für das Genre außergewöhnlich gut formuliert, gibt es trotz brutaler Details auch Momente mit Witz.

    Die Spannung wird durch Rückblenden sehr geschickt gesteigert, gleichzeitig gewinnen die Figuren dadurch an Tiefe. Man kann diese Ballung von hochbegabten oder inselbegabten Menschen kritisieren, allerdings entsteht der Reiz dieser Geschichte zum Teil auch durch den Einblick in die Welt dieser ungewöhnlichen Menschen.

    Einen Anflug von Überheblichkeit kann ich nicht übel nehmen, meist liegen sie damit ja vollkommen richtig. Ich mag Lisa und ihre Mutter ebenso wie die ruppige Lola und ihren Partner Roger Liu, den ganz besonders.

    Rein äußerlich bin ich die perfekte asiatisch-amerikanische Mischung, aber innerlich zu neunundneunzig Prozent Amerikaner - der verbleibende Prozentpunkt ist dem Beharren meines Vaters geschuldet, dass wir einmal im Monat Pho essen.

    S. 57


    Einen neuen Begriff habe ich auch gelernt: Isabellfarben, noch nie gehört, aber der Ursprung dieses Farbtons ist es wert, das mal nachzuschlagen.

    Und dieser Thriller ist mir eine Leseempfehlung und 10 Eulenpunkte wert.



    Hier noch ein paar Zitate:


    José Eduardo Agualusa: Eine allgemeine Theorie des Vergessens


    ASIN/ISBN: 3406713408

    Gebunden, 197 S.

    C.H.Beck; Auflage: 1 (21. Juli 2017)

    Orginal: Teoria Geral do Esquecimento

    Dom Quixote, Lissabon 2012

    Aus dem Portugiesischen übersetzt von Michael Kegler


    ISBN-10: 3406713408

    ISBN-13: 978-3406713408



    Verlagstext:

    Es ist eine fantastische und doch ganz und gar wahre Geschichte: Am Vorabend der angolanischen Revolution mauert sich Ludovica, nachdem sie einen Einbrecher in Notwehr erschossen und auf der Dachterrasse begraben hat, für dreißig Jahre in ihrer Wohnung in einem Hochhaus in Luanda ein. Sie lebt von Gemüse, gefangenen Tauben und von einer Hühnerzucht, die sie auf der Dachterrasse wie durch Zauber beginnt, und bekritzelt die Wände in ihrer ausgedehnten Wohnung mit Tagebuchnotaten und Gedichten. Allmählich setzt sich aus Stimmen, Radioschnipseln und flüchtigen Eindrücken zusammen, was im Land geschieht. In den Jahrzehnten, die Ludovica verborgen verbringt, kreuzen sich die Wege von Opfern und Tätern, den Beteiligten an der Revolution, ihren Profiteuren und Feinden. Bis sie alle eines Tages erneut vor der Mauer in dem wieder glanzvollen Apartmenthaus stehen. José Eduardo Agualusa hat mit seinem wunderbaren, dicht und spannend gewobenen Roman, der das Fantastische der Wirklichkeit und eine Art höhere Gerechtigkeit beschwört, unvergessliche Szenen geschaffen, tragisch, komisch, grotesk. Dieser Roman feiert die Kunst des Erzählens selbst.

    Quelle: Amazon


    Autor:

    José Eduardo Agualusa, 1960 in Huambo/Angola geboren, studierte Agrarwissenschaft und Forstwirtschaft in Lissabon. Seine Gedichte, Erzählungen und Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, für seinen Roman „Ein Stein unter Wasser“ (1999) erhielt er den Grande Prémio de Literatura da RTP. Auf Deutsch erschienen die Romane „Die Frauen meines Vaters“, „Barroco Tropical“ und „Das Lachen des Geckos“, für den er 2007 den britischen Independent Foreign Fiction Prize erhielt. „Eine allgemeine Theorie des Vergessens“ stand auf der Shortlist des Man Booker International Prize 2016. Agualusa lebt als Schriftsteller und Journalist in Portugal, Angola und Brasilien.

    Quelle: Amazon


    Mein Eindruck:

    Interessantes Buch, in vielen Handlungssträngen wird die angolanische Geschichte der Unabhängigkeit und der folgenden Bürgerkriege erzählt. Zusammengehalten werden all diese Episoden und Personen durch Ludovicas Schicksal der selbst gewählten Isolierungen, die sie mit vielen Entbehrungen drei Jahrzehnte durchhält.

    In vielen kleinen Geschichten begegnen uns Opfer und Täter, manchmal weiß man das auch nicht so genau, die Zusammenhänge werden erst nach und nach klarer.

    Vor Ludovicas Wohnung werden die Handlungsstränge schließlich zusammengeführt und finden auch größtenteils ein versöhnliches Ende.

    Das ist großartig erzählt und auch sprachlich hat mich der Roman sehr angesprochen.


    Im Buch gibt es zwei Landkarten und zwei Glossare zu Ortsnamen, Begriffen und Personen, die ich mir etwas ausführlicher gewünscht hätte.

    Damit komme ich gleich zu meinen Kritikpunkten. Der Roman ist einfach zu kurz.

    Ludovica hat 28 Jahre lang Tagebuch geführt und als ihr Papier und Hefte ausgingen die Wände bemalt und bekritzelt. Davon fand ich im Buch zu wenig, deshalb blieb mir diese Person auch lange fremd.

    Oft erinnert mich die Erzählung an den magischen Realismus eines Márquez, aber es fehlen eben die Seiten, auf denen sich das alles ausbreiten kann. Man liest vom tanzenden Flusspferd Fofo und möchte sich zurücklehnen und schwelgen, da ist es auch schon wieder verschwunden.

    Mein lesender Partner hatte ganz unabhängig einen ähnlichen Eindruck.

    Trotzdem sehr lesenswert.

    8 Eulenpunkte


    Zitate:

    Der eine Thread bei Ama. hieß ja deswegen Club der toten Dichter. Da wurden eigentlich nur gemeinfreie Gedichte gesammelt und manchmal Hinweise auf Lyrikseiten im Netz gegeben.

    Ich fand diesen Thread teilweise sehr interessant

    Bisher ist das ja auch nur ein ungelegtes Ei.

    Wir gackern halt, es geht unerbittlich auf Ostern zu.

    :zwinker


    Schlaft gut!

    @Nadezhda

    Von Wisława Szymborska habe ich im Netz gerade "Katze in der leeren Wohnung" gefunden. Gefällt mir, kannte ich noch nicht.


    Überschnitten

    Darf man denn Gedichte, die noch nicht gemeinfrei sind, einfach so komplett auf eine Internetseite stellen?

    Das ist ein Problem, man findet schon zeitgenössiche Gedichte im Netz, viele haben sicher auch nichts dagegen, wenn man mit einem Gedicht Werbung für sie macht, denke ich mir. Ich wäre da trotzdem eher vorsichtig.


    @sasaornifee

    Rose Ausländer kann ich noch empfehlen und wo Morgenstern erwähnt wird, sollte man auch Ringelnatz nicht vergessen und R. Gernhardt.

    Und seit meiner Kindheit immer wieder Busch. :)

    Viele der Genannten sind bereits gemeinfrei und bei Projekt Gutenberg zu finden.

    Kennst du das?

    Vielleicht findest du in deiner Bibliothek auch Anthologien, da kann man erst mal seine Vorlieben testen. Von Haffmanns kenne ich Die feiernden Deutschen und Die komischen Deutschen, von Reclam Das Jahrhundertgedächtnis.


    Das wäre der Vorteil so eines Gedichte-Threads, da könnten Leute ihre Lieblingsdichter und Gedichte vorstellen und man könnte neue Anregungen finden. Macht natürlich nur mit größerer Beteiligung Sinn, mit nur zwei oder drei Postern wird es wahrscheinlich schnell langweilig.


    Falls du fündig wirst und dir was gefällt, berichte doch bitte.


    Liebe Grüße

    Guten Abend!


    Heute Nacht fast vom Winde verweht, der Schnee aber auch.

    Gibt nicht viel zu berichten, hatte eine Erkältung, ist schon wieder weg.

    Sieben Tage voller Wunder gelesen, dazu die Tage vielleicht mal mehr.


    Wollte nur einen gemütlichen Sonntagabend wünschen.


    Liebe Grüße :winkt

    Und während er so an diesem Hochsommerabend durch überfüllte Straßen ging, überfiel ihn jene seltsame Einsamkeit, die man nur in der monströsen Unpersönlichkeit einer Menschenmenge empfinden kann, dieses unvergleichliche Gefühl puren Alleinseins, wie man es unter keinen anderen Umständen spürt. Die einsame Gestalt in der sich kaum veränderten Weite einer Wüste ist nicht so allein, wie man sich in der Unendlichkeit einer überfüllten Stadt verloren fühlen kann. Er, der in der Wüste einsam ist, bleibt sich doch stets der eigenen Bedeutung bewusst, wie gering sie auch sein mag, und er weiß zudem um seine Beziehung zum sichtbaren Umfeld. Wer aber einsam inmitten eines ihn umschwärmenden Gewimmels ist, verliert das Bewusstsein seiner selbst als ein Individiuums. Die aberhundert Leiber, die ihn unwissentlich streifen, die aberhundert fremden Blicke, die auf sein Gesicht fallen, ohne es zu sehen oder zu erkennen, die Stimmen, die um ihn herum und über ihn hinweg reden, nie aber mit ihm - darin liegt wahre Einsamkeit.


    John Williams: Nichts als die Nacht

    Unser Himmel ist euer Boden


    Ludovica hielt sich nie gern unter freiem Himmel auf. Schon als Kind hatten sie schreckliche Ängste vor offenen Räumen geplagt. Außerhalb ihrer Wohnung fühlte sie sich verletzlich und ausgesetzt wie eine Schildkröte, der man den Panzer geraubt hatte.


    Schwierig, nur drei Richtige. 1, 4 und 5, dabei habe ich 2, 6 und 11 gelesen, aber das ist lange her.

    Bei dem anderen Bücherrätsel war ich richtig gut, 11/13, war aber durch die Auswahl auch viel einfacher und drei waren glückliches Raten.

    Macht Spaß, danke @Nadezhda und @R. Bote!

    Wer spielt noch mit dem Gedanken, den alten Thread hochzuholen?

    Ja, hier :freude(offene Scheunentore) :anbet

    Vielen Dank für's Entstauben und Wiederbeleben.

    Und einen Thread für Buchzitate habe ich nun auch gefunden:

    Die schönsten Zitate, die liebsten Sätze

    Jetzt fehlen mir eigentlich nur noch Gedichte, aber die scheinen in der Büchereule nicht so beliebt zu sein. Oder täuscht der Eindruck?


    Grüße :winkt

    Und ein Klassiker:

    https://www.amazon.de/Gro%C3%9Fe-Erwartungen-bearbeitete-vollst%C3%A4ndige-%C3%9Cbersetzung-ebook/dp/B01BFCNXIW/ref=zg_bs_530886031_f_34?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=JRSZXH6KM730PMPC1NR2


    Charles Dickens: Große Erwartungen


    Große Erwartungen (Great Expectations) ist der dreizehnte Roman von Charles Dickens.

    Der siebenjährige Waisenjunge Philip Pirrip, genannt Pip hilft einem entflohenen Sträfling bei der Flucht. Jahre später - nun ein junger Mann - erbt er von einem unbekannten Wohltäter eine große Summe Geld. Dank dieser soll er eine vornehme Erziehung zum Gentleman genießen. In London aber verschwendet Pip sein Geld, bricht mit den einfachen Verwandten und führt das Leben eines Dandys; bis zu dem Tag als der Häftling, dem er einst half, wieder überraschend in sein Leben tritt.

    Dieser Roman wird heute zu den Klassikern der britischen Literaturgeschichte gerechnet und zählt zu den gelungensten Werken von Dickens.

    Dickens zeichnet in dieser bissigen Sozialkritik ein groß angelegtes Gesellschaftspanorama mit zeitlos liebenswürdigen, schrägen und finsteren Figuren.

    Dickens ist einer der meistgelesenen Schriftsteller der englischen Literatur. Der als Kind Mittellose hinterlässt bei seinem Tode ein stattliches Vermögen.

    1. Auflage (Überarbeitete Fassung)

    Umfang: 921 Buchseiten bzw. 735 Normseiten

    Null Papier Verlag




    Eine schöne Liebesgeschichte, ich habe sie mit Vergnügen gelesen:

    https://www.amazon.de/Little-einmal-nur-Callboys-Herzensbrecher-ebook/dp/B00N6W38TE/ref=zg_bs_530886031_f_51?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=ZHSJT3MMKH84CN6XN3Z9


    Little - einmal nur


    Er provoziert dich. Er treibt dich zur Weißglut. Er weiß Dinge über dich, die er besser nicht wissen sollte. Du fühlst dich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Und nun?

    Kein Mann gesucht...

    K, K, K – das ist Caro: Klug, kratzbürstig und kurzsichtig kickboxt sie sich durchs Leben. Ganz nebenbei erledigt sie auch noch ihren Job an der Uni. Auf Männer kann sie gut verzichten – außer auf einen: Herrn Schrader, ihren cleveren Labrador.

    Als sie unfreiwillig die Bekanntschaft des ausgebufften Immobilien-Hais Tom Richter macht, ist es vorbei mit dem Frieden. Der überhebliche Kerl treibt Caro zur Weißglut. Dummerweise ist Richter nicht nur ein verdammt hartnäckiges, sondern auch ausgesprochen appetitliches Exemplar Mann.

    Völlig unerwartet weiht er Caro eines Abends in sein Geheimnis ein. Ihr Widerstand beginnt zu bröckeln. Schon bald stellt sich heraus, dass er nicht nur ein Geheimnis mit sich herumträgt...

    Die arme "Kleine" :grin Und wenn sie in ihr Auslandsjahr geht, dann ist die Mama ganz allein zu Hause und fürchtet sich. Das wird bestimmt komisch für dich.

    Aber jetzt mach mal Feierabend!

    Ich mach mir nun einen schönen Tee, meine Nase hat sich dem Wetter angepasst, :krank und ich hänge hier schon wieder viel zu lange rum.


    Schönen Abend! :winkt