Beiträge von vev

    Für meine Liste waren auch zwei dabei:

    In dieser ganz besonderen Nacht und The Dry

    Hat sich also gelohnt.


    Zitat

    Strickt Ihr mir bitte für diesen Thread eine treffende Überschrift zum Verlinken als Themenliste,

    @Buchdoktor, da musst du dich an die Handarbeitseulen wenden. :lache


    Nein im Ernst, Buchdoktor macht sich unheimlich viel Arbeit damit.

    Ich möchte mich an dieser Stelle mal ganz herzlich bedanken. :danke


    Werft mal einen Blick in die Liste: A bis Z Themenlisten

    Wahnsinn, was sich so ansammelt und geordnet werden will.

    Ich war schon öfter stöbern, Indianer, Artusromane, Wildnis, Südstaaten,

    da gibt es einiges was mich anspricht.

    Im Moment ist es allerdings auch oft frustrierend, da viele Tipps ohne Titel und Verlinkung auftauchen.

    Ich kann es mir ja nicht richtig vorstellen und hoffe mal nicht, dass jede Verlinkung einzeln bearbeitet werden muss. Viel Arbeit ist es aber sicher und wir werden uns noch etwas gedulden müssen.

    Ein Blick in die Liste lohnt trotzdem, einige Tipps sind durchaus mit Titel zu finden. Und es gibt auch sehr lehrreiches, etwa „Flecken in Büchern”, wo ich vom Bücherskorpion erfahren habe. Ein sehr nützliches Tierchen, frisst es doch die gemeine Bücherlaus.

    Und nein, das hat nicht Walter Moers erfunden.


    Grüße :winkt

    Bertolt Brecht - „Als ich nachher von dir ging” Erotische Gedichte


    ASIN/ISBN: 3458194088

    Ausgewählt von Raimund Fellinger und Matthias Reiner


    Mit Radierungen von Pablo Picasso


    Insel-Bücherei Nr. 1408


    Gebunden, 59 S.


    Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (7. November 2015)




    ISBN-10: 3458194088


    ISBN-13: 978-3458194088


    13,95€


    Wenn man einige Berichte und Bücher über diese beiden Künstler liest, etwa Häntzschels 'Brechts Frauen' oder Gilots 'Leben mit Picasso', stellt man Ähnlichkeiten in ihrem Umgang mit Frauen fest.

    Beide benutzten und verbrauchten Frauen, trotz ihres eigenen polygamen Lebensstils erwarteten sie von den Frauen Treue und absolute Loyalität, ja Hingabe an ihr künstlerisches Genie und ihr ausgeprägtes Ego, romantische Liebe war nicht ihr Ding. Viele dieser Frauen waren selbst begabte Künstlerinnen, blieben aber im Schatten, durften den großen Künstlern zuarbeiten, Modell stehen oder sich um den schnöden Alltag kümmern. Einige blieben gebrochenen zurück, Sucht, Nervenheilanstalt und Selbstmord war nicht selten das Ende.

    Es macht also durchaus Sinn, Brechts Gedichte mit Picassos Zeichnungen zu kombinieren.


    Mein Hauptinteresse lag bei Picassos Illustrationen. Und hier wartet schon die erste Enttäuschung. Von den zehn Bildern ist das erste eine Lithographie von 1928, die das Gesicht Marie-Thereses zeigt, sehr schön, allerdings nicht zum Thema passend. Alles andere sind Radierungen aus dem Jahr 1968, fünf davon aus dem Zyklus „Raffael und die Bäckerstochter”. Da hätte ich mir doch eine größere Bandbreite aus Picassos Werken gewünscht. An erotischen Beispielen dürfte bei diesem Künstler in all seinen Epochen eigentlich kein Mangel herrschen. Ein noch größeres Ärgernis ist allerdings die Präsentation. Im kleinen Format lieblos an den oberen Rand geklatscht, ist das Betrachten kein Genuss. Hätte man die querformatigen Zeichnungen auch quer ins Buch gefügt, hätte man das Buch zwar drehen müssen, ich hätte die größere Darstellung aber bevorzugt. Klar, man kann sich einen Bildband Picassos kaufen, genauso gut kann man aber auch ganz auf die Illustrationen hier verzichten. Zumal sie inhaltlich in keinem Zusammenhang zu den Gedichten stehen, außer dem der Erotik oder Pornographie, das ist eine Geschmacksfrage.

    Wie auch die 25 Gedichte Brechts. Natürlich 'Surabaya-Johnny', 'Erinnerung an die Marie A' oder 'Über die Verführung von Engeln'. Einige sprechen mich an, einige kannte ich schon, andere finde ich einfach derb, teilweise spaßig. Nicht viele, die mich sonderlich berührt hätten.Geschmacksfrage eben


    Ein eher lieblos gemachtes Inselbändchen, nichts was ich mir ins Regal stellen möchte.

    Ich gebe es ohne Bedauern zurück in die Leihbibliothek, kaufen würde ich es nicht.


    5 von 10 Punkten

    Hallo Mokti!



    Mit Aus ruhmreichen Tagen konnte ich damals die ILmePs infizieren. Mit meinem absoluten Lieblingsbuch von P. Williamson Flammen im Wind ist mir das leider nicht gelungen. Es liegt vielleicht daran, dass das kein ganz typischer Williamson ist, aber ich fand ihn atmosphärisch so dicht wie eine schwüle Sommernacht in New Orleans. Und das ist auch das Hauptthema, New Orleans, die Musik, das Essen, düstere Geheimnisse und Leidenschaften. Ich war hin und weg.

    Es gibt auch noch einen Folgeband: Im Dunkel der Tod, der bringt dann doch einiges Licht ins Dunkel. Also hier hättest du Liebe, Thrill und mehr auf einmal.

    Dieser geniale Mix macht die Rezis wahrscheinlich so durchwachsen.


    Da du auch Sara Donati auf deiner Liste hast, könnte dir Die Widerspenstige vielleicht auch gefallen.


    Was mir jetzt auf Anhieb noch einfällt wäre:

    Sandra Brown: In einer heißen Sommernacht (Achtung: Kein echtes HE!)

    Julianne Donaldson: Sommer in Edenbrooke


    Oder du wartest einfach auf Marions teuflische Tipps. :teufel


    Liebe Grüße :winkt

    @piper1981

    Bist du mit Nachtblumen schon durch? Habe mich total gefreut, dass es von Carina Bartsch ein neues Buch gibt. Einige fanden es aber langatmig und farblos, das lässt mich noch zögern.


    Ich lese jetzt Meine Jahre mit Hamburg-Heiner: Logbücher


    »Der Profi-Nörgler Hamburg-Heiner erscheint als eine Art Hans Moser des Internetzeitalters!« Süddeutsche Zeitung

    Sven Regener hat über Jahre die dialogreichsten und witzigsten Internet-Logbücher verfasst, die je bei Fahrten durch die stürmischen Meere des Lebens entstanden sind. Denn was einmal in die Regener’sche Durchdenkmaschine hineingeraten ist, kommt nicht ungeschoren wieder heraus, und so sind wir dabei, wenn er auf der Suche nach einer »Arno-Schmidt-Gesellschaft« über die Buchmesse stolpert, auf Element of Crime-Tournee in einen Paranoia-Rausch gerät, in Nashville, Tennessee, das Batman Building von der falschen Seite fotografiert oder Österreich und Deutschland miteinander versöhnt. Dabei entsteht etwas ganz Eigenes: ein Seemannsgarn in der Tradition der großen Fabulierer und Schwadronierer, der Quatschköppe und Knalltüten, oder wie Regeners Freund, Feind und Einpeitscher Hamburg-Heiner sagen würde: »Wenn schon Jahrhundert, dann ja wohl das 18.!«


    Bisher ganz witzig, aber es ist mehr so ein Nachtkästchenbuch. Ein paar Seiten lesen und schmunzelnd einschlafen.

    Als Kontrastprogramm liegt noch eine Novelle von John Williams bereit:

    Nichts als die Nacht


    @Mariion

    Das ist eine tolle Mama, wenn sie solche Bücher mag. :)


    @Richie

    Ja, bei meiner Suche, ob es schon eine Rezi gibt, ist mir schon aufgefallen, dass die Autorin hier keine Unbekannte ist. Schattenfangen hast du aber abgebrochen.

    Nicht empfehlenswert?

    Ich kenne bisher Liebeszauber, Das Haus des Windes und Von Büchern und Inseln.

    Die fand ich alle gut, Geschichten von brennender Liebe habe ich noch auf dem SuB.


    Grüße :winkt

    Hallo, ihr Lieben! :bluemchen


    Wieder mal einen Liro geschreddert, also kann ich mich hier auch wieder melden.

    ''Küss mich, Engel''. Wenn man lange genug zwischen den SEPs pausiert, geht das runter wie Butter. Vor allem Zirkus und Tiere und der Tiger und der kleine Elefant Tater, einmal machte ihn ein Fehler gar zum Täter.

    Nun verstehe ich auch was Mariion mit dem Tiger meinte. :licht

    Ja, diese Geschichte ist unwahrscheinlich, trotz Siegfried und Roy - oder gerade deshalb.

    Der Zarewitsch und sein Engelchen sind nun aber auch nicht wirklich aus dem realen Leben gegriffen. Da hatte ich zeitweise etwas Mr. Grey vor Augen. Unwahrscheinlich hin oder her, schön war's trotzdem.

    Der Zirkus und Tiere und der Tiger und der kleine Elefant. Hach!

    Damit hat man mich. Ich habe als Kind Zirkus geliebt, live oder TV-Übertragungen, Film oder Serie, Trapez etwa mit Lancaster/Curtis oder die Serie Salto Mortale.

    Und ganz besonders mochte ich Raubtiernummern. Heute weiß ich es besser, ich habe solche Menagerien in Südeuropa mit eigenen Augen gesehen. Bären und Raubkatzen in kleinen Käfigen auf einem Parkplatz ausgestellt. Ich weiß nun um die Problematik der Tiernummern, auch in großen, renommierten Zirkussen.

    Es ist traurig, was wir Menschen tun, an den Tieren, an der Natur, an unseren Mitmenschen.

    Ist wohl nicht der Sinn eines Liebesromans auf solche Gedanken zu kommen, aber so war es. Zarewitsch und sein Engelchen, ja, sehr süß, aber Tater, Sinjun und Glenna haben ihnen die Show gestohlen, das fand ich so herzzerreißend.


    Kürzlich war ja Super Bowl, ich habe es nur bis zum ersten Touchdown ausgehalten. Ein Grund war die Werbung. 19 Werbeblocks gab es, Parship hat 38x gebucht. :nerv

    Also 38x verliebt sich ein Single alle 11 Minuten. Das Spiel haben übrigens die Eagles gewonnen, super! :fingerhoch

    Parship hat trotz Häme der Fans angeblich auch gewonnen - neue Anmeldungen. :daumenrunterDiese armen Tröpfe stehen aber wahrscheinlich nicht auf der Gewinnerseite. Abgesehen von den sehr dubiosen Kündigungsformalitäten, ist die Erfolgsquote mehr als mager. Lassen wir mal den Witz beiseite, dass zum erfolgreichen Verlieben immer noch zwei gehören und das eigentliche Geschäft wahrscheinlich mit Daten gemacht wird, die das Finanzamt, die beste Freundin und der Beichtvater nicht zusammen auf die Reihe kriegen würden, besagt die Werbung 'Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single', dass es bei 4,3 Mio. dann doch schon mal 93 Jahre dauern könnte. Für diese Zahlen übernehme ich keine Garantie, die habe ich aus dem Netz.


    Und da findet man auch das hier:

    „Alle 78 Jahre verliebt sich ein Single beim Paarschippen.

    Wir Paarschippen jetzt!” :rofl


    Yep, hier hat es zwar geschneit, aber gleich wieder getaut.

    Reicht also nicht zum Paarschippen.

    Ich würde sowieso dieses Modell bevorzugen:

    „Rent a Schippendale!” :frech


    In diesem Sinne, liebe Grüße und ein schönes Wochenende! :winkt

    Louise Erdrich: Ein Lied für die Geister


    ASIN/ISBN: 3351036469

    Gebunden, 444 S.

    Aufbau Verlag; Auflage: 1 (17. Oktober 2016)

    Originaltitel: LaRose

    Übersetzung: Gesine Schröder


    ISBN-10: 3351036469

    ISBN-13: 978-3351036461



    Verlagstext:

    Als Landreaux Iron bei einem tragischen Jagdunfall Dusty, den Sohn seiner Nachbarn, tötet, beschließen er und seine Frau, ihren jüngsten Sohn LaRose bei Dustys Familie aufwachsen zu lassen. Ergeben beugt sich LaRose dieser indianischen Tradition, die zu aller Überraschung ungeahnte, tröstliche Dinge bewirkt. Alles könnte sich zum Guten wenden, wäre da nicht einer, der mit Landreaux eine alte Rechnung offen hat und seine große Chance auf Rache wittert.


    Autor:

    Louise Erdrich wurde 1954 als Tochter eines Deutsch-Amerikaners und einer Chippewa in Wahpeton, North Dakota, geboren. Sie studierte Literatur an der University of Dartmouth und ließ sich dann als freie Schriftstellerin nieder. Für ''Das Haus des Windes'' erhielt sie 2012 den National Book Award . Ihr erster Roman "Liebeszauber" wurde 1984 mit dem National Book Critics Award ausgezeichnet, den sie 2016 auch für ''LaRose '' erhielt. Sie lebt in Northfield, Minnesota.


    Mein Eindruck:

    Wieder ein Meisterwerk dieser großartigen Autorin und wieder führt sie uns in das fiktive Reservat in North Dakota, in dem schon einige Vorgänger, wie etwa ''Das Haus des Windes'' angesiedelt sind. Der aufmerksame Leser wird auch den ein oder anderen Bewohner wieder erkennen. Wer sich auf die Besonderheiten indianischer Erzählweise Erdrichs nicht einlassen kann, sollte die Finger davon lassen. Etwas magischen Realismus sollte man schon mögen, denn hier haben auch Visionen, Träume, Legenden eine gleichberechtigte Stellung. Erdrichs Erzählstruktur mag auf den ersten Blick sprunghaft wirken, aber genau so vermag sie es, uns alle Personen wirklich nahe zu bringen.

    Fenster in die Vergangenheit, die nach und nach geöffnet werden, lassen sogar vermeintliche Bösewichte in einem anderen, verständlichen Licht erscheinen.

    Hinzu kommt eben das selbstverständliche Einfließen indianischer Legenden und Bräuche, was zum tieferen Verständnis der heutigen Situation, Lebens- und Denkweise der Native Americans führt. In diesem Buch kommen auch die Auswirkungen der Internatspolitik zur Sprache. Nach der versuchten physischen Ausrottung nun also die psychische Ausmerzung, was Gewehre, Pocken und Masern nicht schafften, sollten nun weiße Internate, Alkohol und Drogen beenden. Dass dies nicht gelungen ist, beweisen auch solche Autoren wie Louise Erdrich mit ihren Geschichten.

    Weder beschönigt sie, noch verurteilt sie. Und selbst in den traurigsten oder dramatischsten Augenblicken blitzt immer wieder dieser unvergleichliche Humor auf, den es zum Überleben unbedingt braucht.

    Grandios! 10/10


    Presse:

    Schonungslos und zugleich einfühlsam, voll tiefer Weisheit und doch leichtfüßig erkundet Louise Erdrich alle Verästelungen der in einem unbedachten Augenblick angerichteten Verheerung und zeigt ohne jedes Pathos, dass nur Liebe, Vergebung und das gnädige Verstreichen der Zeit Erlösung bringen.

    Aus dem Klappentext


    Eine nachdenkliche, zutiefst menschliche Geschichte ... Mitreißend, vielseitig, einfühlsam erzählt dieser Roman vom 'Phosphorstaub der Trauer', vor allem aber von Zuneigung, die wir Menschen so sehr voneinander brauchen und doch so selten bekommen.

    Kirkus Reviews


    Wie Toni Morrison, Tolstoi oder Steinbeck zeichnet Erdrich ihre Charaktere voller Liebe und erzählt von ihnen, ohne über sie zu richten.

    San Francisco Chronicle


    Zitate:

    Hier noch ein Beispiel für den köstlichen Humor:


    Ach, was weiß ich. Mrs. Peace zuckte mit den Schultern. Ich war Lehrerin an einer Weißenschule. Diese traditionellen Regeln vermehren sich doch dauernd. Ihr werdet lachen: Sam hat zu Malvern gesagt, sie sollte bei Zeremonien einen Rock tragen, damit die Geister wissen, dass sie eine Frau ist. Und Malvern sagt zu ihm, na klar, sobald er so ein Windelding mit Lendenschurz trägt oder seinen Schniedel gleich ganz draußen lässt, damit die Geister ihn auch als Mann erkennen. Und wenn wir schon dabei sind, hat sie gesagt, könnt ihr Männer gleich wieder mit Pfeil und Bogen jagen und überall zu Fuß hingehen. Ja, die Traditionen - ich weiß auch nicht, wo die alle herkommen.

    S. 425

    Ashley Little: Niagara Motel

    ASIN/ISBN: 3499290839

    Broschiert: 272 Seiten


    Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (19. Mai 2017)


    Sprache: Deutsch


    ISBN-10: 3499290839


    ISBN-13: 978-3499290831


    Übersetzung: Katharina Naumann



    Verlagstext:

    «Ich wurde in einem Waschsalon in Paris, Ontario, geboren. Wenn ihr Gina kennen würdet, wüsstet ihr, dass das gar nicht so merkwürdig ist. Gina ist meine Mutter. Sie sagt, sie ist Tänzerin. Sie meint damit, dass sie als Stripperin arbeitet. Und ab und an zieht sie das volle Programm durch, und dafür gibt es dann noch einen anderen Namen. Aber den darf ich nicht aussprechen.»


    Tucker Malone ist elf Jahre alt. Zusammen mit Mutter Gina zieht er kreuz und quer durch Kanada, von Motel zu Motel. Tucker hat schon mehr von der Welt gesehen als die meisten Erwachsenen. Als Gina nach einem Unfall im Krankenhaus landet und Tucker im Jugendheim, beschließt er, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, endlich seinen Vater zu finden. Zusammen mit Meredith, sechzehn und schwanger, macht er sich auf die Reise in die USA, denn dort vermutet Tucker seinen Vater. Auf dem Highway Richtung Süden begegnen ihnen Glücksritter, Verrückte und Beladene. Und alle sind sie auf der Suche...


    Autor:

    Ashley Little hat Creative Writing studiert, bevor sie begann, Romane für Jugendliche und Erwachsene zu schreiben. Ashley Little lebt im Okanagan Valley in British Columbia. Für ihr Werk wurde sie mit mehreren kanadischen Literaturpreisen ausgezeichnet.


    Mein Eindruck:

    Tucker muss man eigentlich sofort ins Herz schließen. Seine Mutter Gina hat ihn bereits mit 16 Jahren bekommen, sie strippt, ist Narkoleptikerin und das unstete Leben hat ihn schon an 16 Schulen verschlagen. Normale Freundschaften kann man so nicht schließen, aber Tucker nimmt das recht gelassen. Er ist ein lieber, warmherziger Junge, der mit dieser Situation sehr selbständig umgehen kann. Er hat Gina, die eher wie eine große Schwester ist, und er hat eine ausgeprägte Beobachtungsgabe, mit der er alles um sich aufnimmt und auf seine kindliche Art analysiert.


    Das gelingt der Autorin sehr gut, hier erzählt kein altkluges Wunderkind sondern ein elfjähriger, nachdenklicher Junge, der gern liest.

    Natürlich hat er auch Wünsche, er würde durchaus mal gerne länger in einer richtigen Wohnung leben, denn dann könnte er auch einen Hund haben, ein großer Traum. Viel mehr wünscht er sich aber etwas über seinen Vater zu erfahren.

    Da Gina dazu beharrlich schweigt, träumt er sich mit kindlicher Logik Sam Malone aus seiner Lieblingsserie Cheers in die Vaterrolle.

    Als Gina nach einem schweren Unfall im Krankenhaus liegt, muss Tucker in ein Jugendheim. Er fühlt sich dort nicht wohl, wird von den älteren Jugendlichen gemobbt und macht sich Sorgen dort für immer bleiben zu müssen. Nur mit Meredith entwickelt sich eine Freundschaft, sie ist bereit ihn auf der Suche nach seinem Vater zu begleiten.


    Diese erste Hälfte des Romans hat mich sehr angesprochen, mit feinem Humor werden die Figuren gezeichnet. Der Roadtrip, der dann folgt, konnte mich nicht im selben Maß begeistern . Der schnelle Wechsel der Mitfahrgelegenheiten lässt die Figuren oberflächlich und blass bleiben.

    Da hatte ich mir mehr erwartet.

    Die dramatischen Ereignisse in Los Angeles schockieren, es wird nichts beschönigt.

    Tucker schafft am Ende die Rückkehr zu seiner Mutter. Wie er mit dem Erlebten fertig wird bleibt offen.


    Jeder Donut hat sein Loch.

    Und ich war wohl auch nicht mehr derselbe Junge.

    Der Roman funktioniert für den erwachsenen Leser und sicher auch für Jugendliche.

    Der Tagesspiegel listet es als Kinderroman, da wäre ich vorsichtig, da die gewalttätigen Unruhen in LA schon ziemlich drastisch dargestellt sind.

    Mich hat der Roman berührt und in der ersten Hälfte konnte ich öfter mal schmunzeln.

    Meine Empfehlung mit 8/10 Punkten.


    (Ich stelle ihn mal unter Belletristik ein, bitte einfach verschieben, wenn das nicht angebracht ist.)


    In diesem Buch gab es wieder viele Sätze und Stellen, die mir besonders gut gefielen. Ich sammle die immer für mich.

    Wer sie auch gerne lesen möchte, findet sie unter dem Spoiler.


    @breumel :reiter

    Wie gut, dass du deine armen Katzen vor der unverträglichen Spitzmaus gerettet hast.

    Mein zwei Miezen schlafen gerade friedlich, aber ich kenne das.

    Hinter Schränken hilft nur noch der Staubsauger, natürlich nicht um das arme Tier einzusaugen, nur zum Vertreiben. Ich habe sie auf diese Art bis vor die Haustür gescheucht - und tschüss.

    Aber um 3:15 Uhr kommt das wahrscheinlich nicht so gut bei den Mitbewohnern an, :fetchkönnte ich mir vorstellen.


    Euch allen noch eine schöne Restwoche, in zwei Tagen ist schon wieder Wochenende!

    :freude:winkt

    In Niagara Motel von Asley Little werden folgende Bücher gelesen:


    - Catch-22 von Joseph Heller

    - Wer die Nachtigall stört von Harper Lee

    - Unten am Fluss von Richard Adams

    - Wo der rote Farn wächst von Wilson Ralws

    - Dem Yeti auf der Spur (1000 Gefahren) von R. A. Montgomery

    - Am Katastrophentag (1000 Gefahren) von Edward Packard

    - Calvin und Hobbes Sammelband von Bill Watterson

    Elif Shafak; Der Architekt des Sultans; 2,0

    Joseph Boyden; Durch dunkle Wälder; 1,2; Monatshighlight

    Aliette de Bodard; Das Haus der gebrochenen Schwingen; 1,6

    Jalid Sehouli; Und von Tanger fahren die Boote nach irgendwo; 1,8

    Gottfried Keller; Spiegel, das Kätzchen; 1,2, E-Book

    J. R. Ward; Bourbon Sins; 2,0

    Francoise Gilot, Carlton Lake; Leben mit Picasso; 2,8

    Sarina Bowen; True North - Wo auch immer du bist; 2,4

    Hollie Overton; Babydoll; 1,4

    Ashley Little; Niagara Motel; 1,6

    ich jammere ja auf hohem Nivau, aber mir ist Valentin einfach zu .... soft...

    Außerdem ist zu viel Gekuschel, ständig herzt irgendjemand ein Kind und dieses Gedöns mit den Kosenamen ist auch anstrengend - Silver heißt Silver, Starlight, Starlichka, Moyo schießmichtot und weiß nicht was - Valentin ist Valentin, Misha, Mishka, Valya, Valyusha und Wodznizok oder so ähnlich.... Tooooo much! Ich hoffe, das gibt sich im nächsten Band wieder, da geht es ja um Bo und eine Wasserwandlerin :wow


    8o


    :rofl


    Das ist gut! Mein Mann hat beim letzten Band schon über das Kindergeherze gemeckert,

    Hoffen wir auf Besserung und harte Kerle im nächsten Band.:konfus

    Hallo zusammen!


    Hoffe bei Angie ist alles in Ordnung, normalerweise meldet sie sich doch fast jeden Tag mal kurz hier.


    Ich selbst habe eigentlich keine Neuigkeiten zu vermelden, will aber die Posts beantworten.


    Jenya


    die Sache am Hölloch habe ich gelesen. Zum Glück gibt es dort ein dauerhaftes Biwak, es war sicher ungemütlich, aber zumindest nicht lebensgefährlich. Es passieren immer wieder schlimme Unfälle, auch sehr erfahrenen Höhlenforschern. Hier habe ich allerdings nicht ganz verstanden, warum der Höhlenführer die Tour bei der Wetterlage nicht absagte. Der Regen und das Hochwasser waren ja angekündigt. Aber die acht Männer haben alles gut überstanden, machten sogar noch Ausflüge und das Biwak scheint sehr gut eingerichtet zu sein. Mit taten eher die Retter leid, die sie über ein schwierige Kletterroute versorgt haben.

    https://www.tagesschau.de/ausland/hoehle-schweiz-107.html

    Geht es deinem Bauch besser? :gutebesserung


    Mariion


    Mir gefällt dein Avatar aber auch sehr gut. Ich war einfach zu doof, eines meiner Tier- oder Naturfotos auf die richtige Größe zu pfriemeln. Und ich weiß nicht mehr auf welcher Seite ich das Ding dann fand, aber es hat mir sofort gefallen. Mein Mann findet, es schaut skeptisch, ich sehe eher so einen leichten Anflug von Panik.

    Für den SEP werde ich mir dann also eine Scheibe trockenes Brot servieren.

    Und du hast wieder schön zugeschlagen, ab in die Suchtklinik. :lache


    Kisa ,


    du tust mir unrecht, ich habe "True North" doch ganz gern gelesen, war genau die Art Unterhaltung, die ich gerade brauchte. Den 2. Teil brauche ich momentan aber nicht, der spielt nicht auf der Apfelfarm, also keine Waltons und kein Cider. Die zitierte Rezi auf Ama finde ich einfach witzig, abschrecken kann mich so etwas aber nicht. Dich doch auch nicht, oder? :zwinker


    Übrigens bin ich von ''Niagara Motel'' sehr angetan, ist aber natürlich kein Liro, geht mehr in Richtung ''Tschick'', guter Humor.


    Habt alle noch einen schönen Sonntag, liebe Grüße!

    :frieden

    @Tante Li

    Das braucht dir doch nicht leid zu tun. Ein kritischer Blick schadet nie.

    Ich schau mir nun erst mal die negativen Stimmen an. Mein erster flüchtiger Eindruck ist, da sind auch einige erboste Waldbesitzer dabei. Sehr interessant!


    Mein Buch für's Wochenende wird nun nach etwas Unschlüssigkeit dieses:


    Niagara Motel Link


    «Ich wurde in einem Waschsalon in Paris, Ontario, geboren. Wenn ihr Gina kennen würdet, wüsstet ihr, dass das gar nicht so merkwürdig ist. Gina ist meine Mutter. Sie sagt, sie ist Tänzerin. Sie meint damit, dass sie als Stripperin arbeitet. Und ab und an zieht sie das volle Programm durch, und dafür gibt es dann noch einen anderen Namen. Aber den darf ich nicht aussprechen.»

    Tucker Malone ist elf Jahre alt. Zusammen mit Mutter Gina zieht er kreuz und quer durch Kanada, von Motel zu Motel. Tucker hat schon mehr von der Welt gesehen als die meisten Erwachsenen. Als Gina nach einem Unfall im Krankenhaus landet und Tucker im Jugendheim, beschließt er, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, endlich seinen Vater zu finden. Zusammen mit Meredith, sechzehn und schwanger, macht er sich auf die Reise in die USA, denn dort vermutet Tucker seinen Vater. Auf dem Highway Richtung Süden begegnen ihnen Glücksritter, Verrückte und Beladene. Und alle sind sie auf der Suche...


    streifi

    Danke, dann bin ich gespannt. Der Autor hat mich auch schon öfter überrascht.


    :winkt


    (Hoffentlich sind jetzt die ganzen ungewollten Links weg)

    Leider nicht, keine Ahnung was ich falsch gemacht habe, ignoriert es bitte.:(

    Danke Zeilenspringer, Kress und Die Sehnsucht des Vorlesers sind schon auf der Liste.

    Wenn ich sie gelesen habe, kann ich deinen Geschmack vielleicht eher einschätzen.

    Von Einzlkind gefielen mir Harold Eulenlink und Gretchen Eulenlink besser als Billy. Wobei Gretchen nicht bei jedem ankommt, ich mochte es sehr.