Beiträge von Tante Li

    :gruebel Eine wirklich gute Freundin sollte wissen, wie viel die Oma für die Freundin bedeutet hat und entsprechend reagieren. Könnte natürlich sein, dass sie selber mit solchen Verlusten schwer umgehen kann - aber auch das sollte man besprechen können, wenn man eine echte Freundin ist.


    Von echten (oder alten) Freundinnen weiß ich den Geburtstagstermin auswendig - da brauche ich keinen Kalender zum Nachschauen. Üblicherweise wird man zu solchen Anlässen sogar eingeladen und plant dergleichen schon eine Weile vorher, um ein Geschenk zu besorgen. :gruebel


    Für mich sieht das schon nach einer ernsteren Verstimmung aus - über die man reden sollte, wenn einem etwas an dieser Freundschaft liegt.

    Da ich bisher nur den Film gekannt habe, ist es schon interessant, die ersten Kapitel im Original zu lesen. Im Film wird nicht erklärt, wie Molly zu dieser Veranstaltung im Herrenhaus gekommen ist und warum diese überhaupt stattfindet.


    Im Film ist ein deutlich jüngeres Mädchen für diese Szene ausgewählt worden, was auch besser zu ihren Reaktionen passt als zu einem 12jährigen Mädchen (das losheult, weil sie nicht gleich zu ihrem Papa heim kann).

    Es tut mir so leid, aber ich muss mich hier auch wieder abmelden.:(

    Ich habe heute den ersten Abschnitt gelesen, aber es ist für mich einfach nicht das richtige Buch für diesen Zeitpunkt. Die Sprache ist schön, aber ich kann mich gar nicht auf den Inhalt konzentrieren. Ich schweife beim Lesen dauernd mit meinen Gedanken ab und muss dann ständig wieder zurückblättern um zu schauen, was ich da eigentlich gelesen habe. Ich kann mich gar nicht darauf einlassen und es macht mir keinen Spaß. Ich überlege gerade, ob ich mir zumindest den Film besorge zum anschauen. Vielleicht kann ich dann hier trotzdem ein wenig mitschreiben.

    Es tut mir echt leid, weil ich mich sehr auf die Leserunde mit Euch gefreut hatte.

    Sich die DVD anzuschaffen ist auf jeden Fall eine gute Idee - selbst wenn Du den Film nicht gleich schaust. Irgendwann hast Du sicher Lust auf diese Geschichte (und dann immer mal wieder) :wave

    Stephen Hawking - Quantenphysik


    (Manchmal habe ich mich schon gefragt, ob Psychologen eigentlich etwas aus unseren diversen Eulenspielen über uns herausbekommen könnten, wäre echt interessant!)

    :gruebel Was hättest Du denn gern als offiziell von einem Psychologen ermitteltes Ergebnis?

    Wichtiger scheint mir doch, was Dir selber diese Assoziationen bringen? :knuddel1

    Bei meinem ersten Blick ins Buch drängte sich mir die Frage auf, warum Elisabeth Gaskell ihren Roman mit einem "Es war einmal ..." anfängt, das auf ein Märchen hindeutet. Hat die Autorin gleich von vorneherein klarstellen wollen, dass es sich hier nur um eine ausgedachte Geschichte handelt, damit sich nur ja niemand persönlich angesprochen oder blosgestellt fühlen soll? Musste eine Schriftstellerin damals so vorsichtig sein, um ihre Ideen veröffentlichen zu können? :gruebel

    Der Untersuchungsrichter Landesgerichtsrat Doktor Ernst Sebastian tötete die erst halb genossene Zigarre. Er pflegte während seiner Amtshandlungen nicht zu rauchen. Ein Verhör war noch anzustellen. Da die Uhr schon auf sechs ging und die Sonnenstrahlen immer schiefer den Stuhl des Verhörs trafen, der wie ein zusammengebrochener Mensch vor dem Schreibtisch hockte, wollte Sebastian sich beeilen.


    ISBN: 3-7466-1845-2

    4. Auflage 2002

    AtV = Aufbau Taschenbuch Verlag


    Wasserfarben von Thomas Brussig


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    Kurzbeschreibung bei Amazon:

    Bevor Thomas Brussig mit „Helden wie wir“, dem Film „Sonnenallee“ und der Romanfassung „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ überwältigende Erfolge feierte, war unter dem Pseudonym Cordt Berneburger sein erster Roman, „Wasserfarben“, erschienen:

    Es ist die ein wenig trotzige, ein wenig traurige, ein wenig komische Geschichte eines Abiturienten, der nicht so recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Ein Buch über das Erwachsenwerden, in dem der Held wie schon Generationen vor ihm bei Salinger, Kerouac oder Plenzdorf lässig-ironisch die großen Sinnfragen stellt, aber mit seinen Problemen ziemlich allein dasteht.


    Verlagstext:

    Genau dieses Buch habe ihm damals gefehlt, als er um die zwanzig war, deshalb mußte er es selbst schreiben, sagt Thomas Brussig über seinen ersten Roman >>Wasserfarben<<. Es ist, wie die späteren Bücher, die Geschichte einer Jugend in der DDR der achtziger Jahre, allerdings wird mit einer wärmeren, stillen Ironie erzählt.

    Anton Glienicke, Abiturient, gerade achtzehn geworden, wird plötzlich klar, daß ihm der Himmel nicht mehr offensteht, daß er sich nach einem durchschnittlichen Beruf umsehen muß und seine Zukunft irgendwie schon vorbei ist. Kein besonders angenehmes Gefühl, zumal niemand sein Problem zu teilen scheint. Anton fühlt sich als Versager, dem jedesmal erst hinterher einfällt, wie er etwas hätte bessermachen können. In einer herrlichen Nacht steht er dann mit seinem Bruder Leff auf einem Dach irgendwo in Berlin. Leff ist endlich jemand, der zuhört, und statt Ratschläge zu erteilen, erzählt er von seiner eigenen Suche.


    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch aus einem öffentlichen Bücherschrank. Es liest sich wirklich gut. Die Empfindungen eines Jugendlichen in einer höheren Schule (EOS) in Ost-Berlin werden gut nachvollziehbar dargestellt. Anton stellt die Wissensvermittlung und die politische Ausrichtung der Lehrerschaft in Frage. Besonders als sein Studienwunsch Journalistik abgelehnt wird, weil er Westverwandtschaft hat, gerät seine Sinnsuche in Bewegung. Wozu Abitur machen, wenn er doch nicht studieren darf, was ihn interessiert?

    Deutlich schildert der Autor, wie sich die DDR ihre eigene Intelligenz zunichte macht. Nur die Angepassten und Mitläufer bekommen eine Karrierechance. Kein Wunder, dass es kaum tüchtige Ärzte gibt, wenn mehr auf die Gesinnung der künftigen Medizinstudenten als auf Lernfähigkeit, kritisches Denken und Einfühlungsvermögen Wert gelegt wird.

    Wer sich für eine DDR-deutsche Art von The Catcher in the Rye von J. D. Salinger (das ich erst letztes Jahr gelesen habe) interessiert, ist mit diesem Roman sehr gut bedient.