Beiträge von Tante Li

    Hargon hat Kalsul wohl laufen lassen, weil er glaubt sie weitgehend einschätzen zu können in ihren Eigenschaften als leicht manipulierbar und vergnügungssüchtig. Da glaubt er wohl, dass er notfalls ihre Zeugenaussagen später noch ohne große Schwierigkeiten korrigieren kann. Außerdem wertet er Frauen wohl generell als nach Harmonie strebend und wenig aufrührerisch ein.


    Die beiden Ausreisser kann er einfach mangels Personal nicht weiter verfolgen. Es scheint auch eher die Philosophie der Bruderschaft zu sein, erst nach erwiesener Störung der Ordnung einzugreifen und nur die "aus dem Spiel" zu nehmen, die nachweislich Schaden angerichtet haben. Da konzentrieren sie sich auf die Rädelsführer - wie auch schon bei Owen.

    Wie stellt Ihr Euch diesen Margor vor?

    Mein Eindruck ist ähnlich wie von einem Schleimpilz, der unterirdisch wuchert und wenn er Blut "riecht" blitzschnell bis kurz vor die Erdoberfläche auftaucht und dort starke Verdauungssäfte oder -gase in seine Opfer spritz, die das biologische Material dann schnell zersetzen.


    Wie er durch die Schutzanzüge der Soldaten kommt wundert mich aber trotzdem.

    Mich nervt eher, dass die üblichen Genres so wenig über den Gehalt des damit eingeordneten Buches aussagen. Mich würde viel mehr bei der Auswahl eines Buches interessieren, welches Menschenbild vom Autor dargestellt wird oder welche Erkenntnisse der Leser aus dem Buch gewinnen kann.

    Ich befürchte das unser Spezi unter einem anderen Namen wieder auftaucht. Er ist mir seit Jahren bekannt, denn bereits in den Amazon Threads war er unter zig Namen unterwegs.

    Ich erinnere mich auch an einige Hässlichkeiten im Amazon-Forum, die mit ihm zu tun hatten und war skeptisch als er hier aufgetaucht ist. Aber ich dachte, er nutzt die Chance für einen Neuanfang und er hat sich doch eine ganze Weile anständig benommen. :gruebel Keine Ahnung, was diese Entgleisung verursacht hat. Kann das durch Alkohol kommen oder ist das eine psychische Störung, die nur manchmal durchschlägt? Ich kenne mich damit nicht aus und kann mich nur wundern.


    Ich hoffe, die Betroffenen nehmen sich die Beleidigungen nicht zu Herzen :knuddel1

    Obwohl mit dem Kapitel Meoris wieder ganz zum Anfang zurückgesprungen wird und ihre Lebensgeschichte in aller Ausführlichkeit erzählt wird, finde ich diese Charakterzeichnung richtig gut.


    Hargon ist auch interessant - obwohl er nicht sympathischer wird mit seiner Verantwortungs- und Skrupellosigkeit.

    Die kleinen unglücklichen Liebesgeschichten von Nechful und Animur beleuchten noch ein paar andere Aspekte der Lebensgestaltung. Das rundet das Bild dieser Welt schön ab, verzögert aber die Haupthandlung.


    Die ahnenartigen Außerirdischen verhalten sich erwartungsgemäß dumm und grob. Das ist mir hier aber etwas zu dick aufgetragen und schadet der Glaubwürdigkeit: welche Erkundungsmannschaft nimmt einen wilden Gefangenen auf einen neu entdeckten Planeten mit?

    Warum Worleik bei Mattifas im Boot bleibt erschließt sich mir nicht. Worleik wird doch als Abenteurer und Draufgänger dargestellt! Und dann lässt er die Jugendlichen (auch seine Tochter!) allein in die Eiswüste wandern?

    Warum muss das Boot überhaupt bewacht werden?


    Mich würde auch mal die Art der Energiequelle interessieren, die nach einem Jahrtausend immer noch in so einem kleinen Automatikschlüssel (Weiser) funktioniert.

    Was ärgert dich, dass sie nicht gefragt haben? Ich finde sie ja alle noch recht kindlich und naiv. Das passte schon. Und irgendwie haben alle - auch die Erwachsenen - so ein Urvertrauen und es gibt ja auch scheinbar wenig Verbrechen, Lügen, Hinterhältigkeiten, Selbstsucht ect. Ich komme nochmal mit den Paradiesvergleich. Sie rechnen einfach nicht damit.

    Ja, genau! Mir ist das in dieser Hinsicht an dieser Stelle etwas zu sehr "Jugendbuchmäßig": Jugendliche, die ihre Reife überschätzen und blindlings in ein Abenteuer starten ...

    Dabei wird doch eigentlich von Anfang an betont, wie lebensnotwendig es ist, dass die Jungen auf die Erfahrenen hören und wie harmonisch das Eltern-Kind-Verhältnis generell ist. Das passt hier nicht ganz zusammen. Ich vermisse da eine Art Aragorn-Figur, die die Unerfahrenen in ihren Unternehmungen unterstützt und berät.



    Das Buch EMA mit den Weltuntergangsszenarien fand ich interessant. Gab es da in dieser Welt tatsächlich alles schon. Also nicht nur auf der Erde? Und was hat es mit diesen Ahninnen und den diversen Zwillingsgeburten auf sich. Waren das alles Retortenbabys?

    Ich verstehe das so, dass die Ahnen, die bekanntermaßen von einer anderen Welt kamen, aus den Erfahrungen, die sie dort gemacht haben, allgemeinverständliche Warnungen formuliert haben, um diese neue Welt vor allen möglichen Gefahren zu wappnen. Der Erfolg der Warnung hängt aber von der Interpretation der Buchkundigen und deren eigenen Absichten ab.


    Die Zwillingsgeburten klingen tatsächlich nach künstlicher Zeugung - wie sonst, sollten Genmanipulationen gemacht worden sein? Viel Zeit für Experimente in natürlicher Auslese oder Züchtung blieb wohl nicht.