Beiträge von killerbinchen

    Mit dem 6. Band der Hexer-Saga tue ich mich schwer.

    Dann neige ich dazu, parallel andere Bücher anzufangen und habe nun zum einen "Das Buch der Katastrophen" von Hermann-Harry Schmitz (ziemlich witzige, fast schon slapstick-artige Kurzgeschichten aus der damaligen Brigitte-Edition; wer Lust hat, da mal reinzuschauen, es gibt "51 Grotesken" als ebook für 0,00€)


    ASIN/ISBN: B0057H08XU


    und zum anderen übers Wochenende dieses verschlungen, es ist wirklich gut geschrieben:


    ASIN/ISBN: 3442715342


    Am Tag seines Erscheinens führte »Unorthodox« schlagartig die Bestsellerliste der New York Times an und war sofort ausverkauft. Wenige Monate später durchbrach die Auflage die Millionengrenze. In der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Deborah Feldman führt uns bis an die Grenzen des Erträglichen, wenn sie von der strikten Unterwerfung unter die strengen Lebensgesetze erzählt, von Ausgrenzung, Armut, von der Unterdrückung der Frau, von ihrer Zwangsehe. Und von der alltäglichen Angst, bei Verbotenem entdeckt und bestraft zu werden. Sie erzählt, wie sie den beispiellosen Mut und die ungeheure Kraft zum Verlassen der Gemeinde findet – um ihrem Sohn ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Noch nie hat eine Autorin ihre Befreiung aus den Fesseln religiöser Extremisten so lebensnah, so ehrlich, so analytisch klug und dabei literarisch so anspruchsvoll erzählt

    Ich finde "Meine Schwester, die Serienmörderin" sehr lesenswert, aber auch ziemlich kurz (240 Seiten). Der Geschichte oder besser gesagt den Nebenfiguren hätte vielleicht ein bisschen mehr Tiefe nicht geschadet.


    Das Cover finde ich auch richtig, richtig gut.


    Allerdings hätte und hatte ich das Buch bei den Krimis/Thrillern gesucht. Klar, man bekommt einen kleinen Einblick in das nigerianische (Stadt-)Leben, aber vorrangig ist doch hier die gestörte Psyche eines Mädchens, die Ursache dafür und die Beziehung zu ihrer Schwester das Thema.


    Ich hatte schon nach einem neuen Buch der Autorin geschaut, und es gibt auch tatsächlich eins, gerade im Januar herausgekommen, auch mit interessantem Thema. Aber dieses ist dann mit 128 Seiten noch kürzer. Da warte ich dann doch auf die Onleihe.


    8 Punkte von mir.


    P.S. Die "gute" Schwester heißt übrigens Korede. Die arme, selbst hier wird sie von ihrer Schwester überschattet ;)

    Outsider habe ich mir auch geholt. Mir ging es da wie dir, mal wieder einen King lesen zu wollen. Ich habe ihn auch direkt begonnen. Bis jetzt (ca. 100 Seiten) liest er sich auch ganz gut. :wave

    Ich hab´s mir auch geholt. Aber über Thalia, mit Paybackpunkten.

    Eigentlich hätte ich auch gern direkt angefangen, aber ich muss ja erst die Hexer-Saga beenden, damit wir endlich die Netflix-Serie gucken können (Männe hibbelt schon).

    Meine Güte, ich würde mich mit Freuden Arsch Arm voran in die Impfspritze stürzen und mir Astra Zeneca auch selbst verpassen, wenn es denn nur endlich möglich wäre.


    Ich habe hier in Bayern das Gefühl, es geht gar nicht voran und noch nicht mal meine 80+ Eltern haben ihren Termin, obwohl sie sich sofort, als das möglich war, angemeldet haben. :bonk

    Sorry, aber das Bild dazu in meinem Kopf... :rofl


    Das mit deinen Eltern ist natürlich nicht witzig.

    Die Detektive vom Bhoot-Basar

    von Deepa Anappara

    Hardcover-Ausgabe mit 400 Seiten, erschienen im Rowohlt Buchverlag:

    • ISBN-13 : 978-3498001186

    Zur Autorin:

    Deepa Anappara wuchs im südindischen Kerala auf und arbeitete in Delhi und Mumbai als Journalistin, bevor sie an der University of East Anglia im englischen Norwich Creative Writing studierte. Für ihre Arbeiten zu den Auswirkungen von Armut und religiöser Gewalt auf die kindliche Entwicklung erhielt sie mehrere Preise und Auszeichnungen. «Die Detektive vom Bhoot-Basar», ihr erster Roman, wurde bislang in 16 Sprachen übersetzt und unter anderem mit dem Bridport/Peggy Chapman-Andrews Award, dem Lucy Cavendish Fiction Prize und dem Deborah Rogers Foundation Writers Award ausgezeichnet. Deepa Anappara lebt in der englischen Grafschaft Essex

    Inhalt (Klappentext):


    Detektivarbeit ist kein Kinderspiel.

    Der neunjährige Jai schaut zu viele Polizei-Dokus, denkt, er sei klüger als seine Freundin Pari (obwohl sie immer die besten Noten bekommt) und hält sich für einen besseren Anführer als Faiz (obwohl Faiz derjenige mit zwei älteren Brüdern und einem echten Job ist).

    Als ein Junge aus ihrer Klasse verschwindet, beschließt Jai, sein Fernsehwissen zu nutzen, um ihn zu finden. Mit Pari und Faiz an seiner Seite wagt er sich in den verwinkelten Bhoot-Basar und dann weiter hinaus in die verbotenen Viertel der Stadt.

    Doch mehr und mehr Kinder verschwinden, und die Dinge in der Nachbarschaft werden kompliziert …


    "Die Detektive vom Bhoot-Basar" erzählt von den Farben und Widersprüchen des heutigen Indien, von sozialen und religiösen Spannungen, Korruption und Ungerechtigkeit, vor allem aber von der unbesiegbaren Vitalität dreier Kinder, von deren Wagemut, Unschuld und überbordender Phantasie.

    Ein literarisches Debüt von besonderer emotionaler Tiefe, schon vor dem Erscheinen viele Male ausgezeichnet und bislang in 16 Sprachen übersetzt. Deepa Anappara bringt einen wahren Kriminalfall und eine mitreißende Coming-of-Age-Story zusammen mit der Magie einer großen Erzählung. Ein seltenes Glück."


    Meine Meinung:


    Ich muss gestehen, dass ich hier ein absolutes Cover-Opfer war, mir eine gänzlich andere Geschichte vorgestellt hatte, vielleicht, weil die Aufmachung so lebensbejahend und fröhlich ist, aber auch und vor allem aufgrund des fast schon flapsigen Klappentextes. Du wirst hier aber keine süße, lustige, indisch-schwülstige Detektiv-Geschichte finden, sondern die Armut und das Elend der Arbeiterviertel, die zu Füßen der wohlhabenden Mittelschicht-Hochburgen liegen.

    Es war einfach traurig zu lesen, dass sich in Indien gar nichts geändert hat, noch immer leben Kinder auf Müllkippen, noch immer wird in Kasten gedacht, noch immer gibt es Unberührbare & Korruption und die Schere zwischen Arm und Reich ist immens. Die ganze Atmosphäre ist niederschmetternd. Als dann auch noch Kinder aus dem Armenviertel entführt werden, wird klar, dass diese Menschenleben dort nichts wert sind. Niemanden interessiert es, nicht einmal die Polizei. Wie überzeichnet die Figuren waren, ob überhaupt, vermag ich nicht einzuschätzen.

    Das ganze Buch tut einfach nur weh.

    Ich habe mich immer wieder darüber geärgert, dass es kein Glossar gab. Eigennamen und indische Original-Begriffe wurden auch nicht kursiv gedruckt, so dass man sich ständig fragen musste, ist jetzt eine Person oder ein Ding gemeint? Sehr schade, das.

    Insgesamt bestimmt ein wichtiges Buch, aber alles drumherum ist irreführend, und das hinterließ bei mir ein sehr ambivalentes Lesegefühl.


    Das Cover ist nichtsdestotrotz eins der schönsten aus dem Jahr 2020.

    Ich würde dem Buch heute 7 Punkte geben.

    Jemand, der mit diesem oben genannten Vorwissen an das Buch herangeht, gibt vielleicht 10.


    P.S. Wenn die Autorin aufzeigen wollte, dass Kinder eigentlich egal in welcher Umgebung von Grund auf fröhlich sind, man ihnen diese Fröhlichkeit aber ganz leicht nehmen kann und sie ab einem gewissen Alter in Abgestumpftheit und Hoffnungslosigkeit schickt, so ist ihr zumindest dies gelungen. In Indien dauert die Kindheit im Slum nicht lang.


    ASIN/ISBN: 3498001183

    Bei "Herzfaden" habe ich kurz gezuckt - aber ich glaube, die Aufmachung der Papierausgabe ist ziemlich schön, mit zweifarbigem Druck etc. (Ich denke, das ist eine Hommage an "Die unendliche Geschichte", die ja auch in zwei Farben gedruckt wurde, nicht wahr? Ich hatte mich gewundert, dass die das im NDR-Podcast nicht geschnallt haben, als dort das Buch vorgestellt wurde.)


    Aber ich glaube, den "Outsider" muss ich haben. Ich habe total Bock, mal wieder einen längeren King zu lesen, aber nicht über die Onleihe.


    Also Danke für die Tipps, Mariion  :)

    (Ist ja nicht so, als würde ich selber jeden Tag in den Deal schauen :putzen)

    Eine Bekannte meiner Nichte hatte letztes Jahr im Juni Corona. Sie schmeckt noch immer nichts. Der Arzt meinte, wenn es ein Jahr weg ist, dann wird es wohl nicht wieder kommen.

    Oh je, die arme! Ich las letztes Jahr von Riechtherapien und Geruch-Erinnerungsaktivierungen, aber Ahnung habe ich davon nicht. Ist wahrscheinlich eher die homöopathische Schiene.

    Luc Folliet; Nauru - Die verwüstete Insel; 2

    Ayelet Gundar-Goshen; Löwen wecken; 3

    Andrzej Sapkowski; Der Schwalbenturm; 2,5; ebook

    Kristin Hannah; Ein Garten im Winter; 1,7

    Hannah Dale; Flügge - Die ersten Tage kleiner Tierkinder; 1

    Lily King; Euphoria; 1,3; Monatshighlight

    Sarah Harvey; Das Rosenhaus; 2

    Hakan Nesser; Der Choreograph; 2,5