Beiträge von Jenks

    Eine direkte Ausgangssperre haben wir zum Glück nicht in NRW, aber ein Kontaktverbot, sprich es dürfen nur zwei Personen zusammen in der Öffentlichkeit aufeinandertreffen, Ausnahmen: Familien. Das haben wir wohl auch einigen unvernünftigen Menschen zu verdanken.

    Ich habe leider nicht das Privileg eines Home Office' und gehe weiter jeden Tag zur Arbeit. Ansonsten bin ich aber zuhause, nur mal einkaufen, wenn ich dringend was brauche und spazieren mit unserem Wauzi.

    Den haben wir gerade erst 3 Wochen und er ist ganz toll. Etwas Positives in diesen Zeiten. :-)

    Ich lese jetzt nicht mehr als früher, da ich wie gesagt auch weiterhin arbeiten muss.


    hke Die Hamsterkäufe sind echt gruselig. Aber ich habe gestern gehört, die gibt es auch woanders, Neuseeland z. B.


    Alles Gute und bleibt gesund!

    Ich muss leider den ganzen Tag im Büro sitzen. Schade.

    Ich auch :-( Aber bei uns im Dorf ist der Laden eigentlich auch noch recht gefüllt, außer eben Klopapier. :rolleyes Aber ein paar Rollen habe wir noch daheim.

    ASIN/ISBN: B00XSQDF4G


    Wales im 12. Jahrhundert. Maurice de Prendergast wird im Haus des Constable of Pembroke zum Ritter ausgebildet. Dieser gehört zum mächtigen Geraldine-Clan. Als Maurice Freundschaft mit Richard de Clare, dem Sohn des Earl of Pembroke, schließt, und auch noch die Verlobung mit einer der Töchter der Familie eingeht, verschafft ihm das viele Feinde. Aber Maurice geht unbeirrt seinen Weg. Als Ritter steht er seinem Freund de Clare im englischen Bürgerkrieg zur Seite und kämpft schließlich auch für ihn in Irland. Aber bald kommen ihm Zweifel, ob er mit dem brutalen Dermott den richtigen Fürsten unterstützt. Immer wieder muss er an die Visionen der Seherin Niah denken, die er als Junge kennenlernte und nie vergessen konnte.


    "Die Ritter der Könige" ist zwar der dritte Band in der Geraldine-Saga, aber man kann ihn auch prima einzeln lesen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


    Wie schon die anderen beiden Bücher ist auch dieses hier fesselnd und unterhaltsam geschrieben. Geschichte wird lebendig und farbenprächtig erzählt und man merkt, dass die Autorin eingehend recherchiert hat.

    Die Figuren sind facettenreich und vielseitig, nicht einfach nur schwarz oder weiß.

    Durch Niah bekommt das Ganze auch teilweise einen ganz leichten mystischen Aspekt. Das gehört einfach zu Wales mit seinen Sagen und Legenden dazu.


    Es geht um Werte wie Loyalität, Ehre, Familie und Ritterlichkeit. Schade, dass davon heute in unserer Gesellschaft nicht mehr viel übrig ist.


    Maurice de Prendergast gab es wirklich und der Autorin ist es perfekt gelungen, Fakten und Fiktion in einem spannenden historischen Roman zu verweben. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

    Noch 85 Tage bis zur Stunde null: dem Tag, an dem der regenerierte Graf Dracula vollends zu seiner alten Stärke zurückkehren wird. Dem Tag, an dem die finsteren Wesen endgültig den Kampf um Gut und Böse gewinnen werden. Nach der letzten verheerenden Attacke der Vampire muss sich das Department 19 neu organisieren - doch ausgerechnet jetzt werden weltweit die Insassen von Hochsicherheitsgefängnissen befreit. Und die sind nicht nur Schwerverbrecher, sondern wurden inzwischen auch in Vampire verwandelt...


    Nach Draculas Angriff auf Schwarzlicht durch Valeri Rusmanov wurde das Team um Jamie, Larissa, Kate und Matt auseinandergerissen. Larissa wurde zu einer Einheit des Departments in den USA in der Area 51 versetzt, während Kate in einer Internen Abteilung zusammen mit Paul versucht, einen Spion bei Schwarzlicht zu entlarven, damit solche Angriffe nicht mehr passieren. Matt arbeitet im Labor an einem Heilmittel gegen Vampirismus und Jamie macht im Außendienst auf die entflohenen, in Vampire verwandelten Schwerverbrecher Jagd.


    Durch die Erzählperspektive ist man als Leser in allen Situationen dabei, so auch bei Dracula, der immer mehr zu seiner alten Stärke zurückfindet.


    Insgesamt ist die Geschichte spannend, auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gibt. Der Erzählstil ist aber flüssig und auch sehr anschaulich, man sieht förmlich das Blut spritzen. ;-)


    Ich finde die Idee von Will Hill nach wie vor faszinierend, denn sie basiert darauf, dass Bram Stokers Roman "Dracula" keine Fiktion ist, sondern fast alles damals so passiert ist und im Kampf gegen Vampire das Department 19 von Harker, Seward, Holmwood und Morris gegründet wurde und die Aufgabe von ihren jeweiligen Nachfahren weitergeführt wird.


    "Das Gefecht" ist der dritte Teil der Reihe und leider auch der letzte, der bisher ins Deutsche übersetzt wurde. Was sehr schade ist, denn das Ende ist offen und man will natürlich wissen, wie es weitergeht und ob das Department es mit Dracula aufnehmen kann.

    Klappentext:


    Frisch verheiratet und bereits tot: Als perfekte Braut ausgestellt wird die Leiche einer jungen Frau im Schaufenster eines Hochzeitsplaners gefunden. Ihr Herz wurde entfernt und dient dem Täter scheinbar als Trophäe. Jennifer Leitner und Oliver Grohmann vermuten zuerst ein Verbrechen aus Leidenschaft. Doch dann taucht ein weiterer Toter auf, grausam verstümmelt und das Herz aus der Brust gerissen ...


    "Herzenskälte" ist der zweite Thriller aus der Reihe mit Kommissarin Jennifer Leitner und Staatsanwalt Oliver Grohmann und auch dieser hat mir sehr gut gefallen. Von Anfang an wird Spannung aufgebaut und auch bis zum Ende gehalten. Es gibt Wendungen und Überraschungen in der Handlung und man rätselt mit, wer der Täter sein könnte.

    Das Privatleben der Ermittler spielt auch hier eine Rolle, nimmt aber nicht mehr Raum ein als die Mordfälle, deswegen war es für mich vollkommen in Ordnung.

    Da Jennifer Leitners eigentlicher Partner immer noch aufgrund seiner Alkoholprobleme ausfällt, unterstützt Staatsanwalt Grohmann sie auch dieses Mal bei den Ermittlungen. Dadurch kann er sich nicht so um seine sechzehnjährige Tochter Hannah kümmern, die plötzlich nach vier Jahren Funkstille vor seiner Haustür steht.


    Auch wenn es sich hier um eine Reihe handelt, kann man die Bücher gut einzeln lesen. Ich habe vor ein paar Jahren mit dem Teil 3 "Seelenweh" angefangen und hatte keine Probleme, der Handlung zu folgen.


    Wer spannende Thriller mag, dem wird auch "Herzenskälte" gefallen.

    England 1868. Paula Cooper lebt als Gesellschafterin seit zwölf Jahren bei einer Cousine und führt ein zurückgezogenes Leben. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt, es gibt nur ein Grab, zu dem sie regelmäßig geht. Eines Tages erhält Paula einen Brief ihres Onkels Rudy, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt. Der Bruder ihres Vaters ist sehr krank und möchte seine Nichte noch einmal sehen. Kurz entschlossen und voller Neugier nimmt Paula, die England bis dahin noch nie verlassen hat, ihren ganzen Mut zusammen und reist an den Rhein, nach Bonn. Dort kann sie endlich aufatmen und hat die Chance auf ein eigenes Leben. Außerdem hofft sie, dort endlich mehr über das mysteriöse Verschwinden ihres Vaters herauszufinden. Sie kann einfach nicht glauben, dass er einfach so seine Frau und seine Tochter verlassen haben soll. Zusammen mit dem Fotografen Benjamin Trevor begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit.


    Wie meistens in Susanne Gogas Romanen steht auch hier eine mutige junge Frau im Mittelpunkt der Geschichte. Dieses Mal ist es Paula Cooper. Mit Anfang Dreißig lebt sie in einem kleinen Ort in England als Gesellschafterin ihrer Cousine. Sie glaubt, sie wäre zufrieden mit ihrem Leben, aber als der Brief ihres Onkels kommt, erkennt sie, dass es Zeit wird, auszubrechen, etwas Neues kennen zu lernen und auf eigenen Füßen zu stehen.


    Der Autorin gelingt es wunderbar, diese aufkommende Sehnsucht in Paula zu beschreiben, den Drang, nach Deutschland an den Rhein zu reisen, von dem sie schon so viel gelesen hat und wo ihr Vater anscheinend so glücklich war.

    Auch die Beschreibungen der Gegend sind lebendig und anschaulich. Egal, ob Königswinter mit dem Drachenfels, die Loreley oder auch Koblenz mit der Festung Ehrenbreitstein, man hat stets das Gefühl Paula zu begleiten.

    Die Reise in die Vergangenheit und Suche nach Paulas Vater gestaltet sich spannend und nach und nach kommen immer mehr Puzzlestücke hinzu. Besonders am Ende, als Paula der Lösung des Rätsels immer näher kommt, konnte ich das Buch kaum noch weglegen.


    Interessant fand ich auch, dass es damals in Bonn tatsächlich eine Art britische Kolonie gab und sehr viele Engländer dort lebten. Das war mir bisher nicht bekannt.


    Paula mochte ich gleich und das änderte sich auch im Verlauf der Geschichte nicht. Die emotionalen Höhen und Tiefen bei ihrer Suche konnte ich sehr gut nachempfinden. Auch, dass sie für die damalige Zeit ein bisschen unkonventionell ist, war mir sehr sympathisch.

    Bei Paulas Mutter habe ich mich gefragt, wie verbittert man sein muss, um seiner Tochter so etwas anzutun. Ganz nachvollziehen konnte ich es nicht, aber vielleicht auch, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass ich je so handeln könnte.


    Alles in allem ein unterhaltsamer historischer Roman und auf jeden Fall etwas für jeden, der die Gegend am Rhein rund um Bonn kennt oder noch kennen lernen möchte.

    London 1543. Es sind unruhige Zeiten in England und Matthew Shardlake ist froh, dass er seit einiger Zeit nicht mehr als Anwalt für die Krone tätig ist, sondern nur ganz gewöhnliche Mandanten hat. Am Ostersonntag findet er allerdings einen guten Freund und Kollegen brutal ermordet in einem Brunnen am Lincoln's Inn. Und es bleibt nicht bei dem einen Toten. Erste Hinweise deuten auf einen religiösen Eiferer hin. Der königliche Coroner Harsnet nimmt die Ermittlungen auf und Erzbischof Cranmer bittet Shardlake um Mithilfe. Es ist allerdings höchste Diskretion geboten, König Henry VIII. darf nichts davon erfahren, da er gerade um die Hand der Witwe Catherine Parr angehalten hat. Cranmer hofft durch diese Heirat die Reformation im Lande weiter voran zu bringen. Shardlake sagt seine Hilfe zu, da er der Witwe seines Freundes versprochen hat, dessen Mörder zu finden. Zusammen mit seinem Gehilfen Barak begibt er sich auf die gefährliche Spurensuche. Dabei stoßen sie auf Prophezeiungen aus dem Buch der Offenbarung und während Harsnet glaubt, der Mörder sei vom Teufel besessen, ist Shardlake mehr und mehr davon überzeugt, es mit einem geisteskranken Fanatiker zu tun zu haben...


    "Das Buch des Teufels" ist der vierte Teil der historischen Krimireihe um Anwalt Matthew Shardlake und für mich war es der bisher spannendste.

    Wie immer erzählt Sansom sehr anschaulich und athmosphärisch, beim Lesen sieht man die damaligen Straßen von London vor sich und kann sich sehr gut in die jeweilige Situation hinein versetzen. Auch die Zustände im "Irrenhaus" Bedlam sind sehr gut beschrieben und man kann sich gut vorstellen, wie es damals dort für die Patienten gewesen sein muss.


    Schon seit einiger Zeit schwankt Shardlake in seinem Glauben und zweifelt an der Existenz Gottes, eine gefährliche Einstellung in der damaligen Zeit, während der Machtkampf zwischen Reformern und Katholiken immer schlimmere Formen annimmt. Aber gerade das macht den Anwalt so menschlich, ebenso wie seine körperliche Unzulänglichkeit durch seinen Buckel. Er ist kein Superheld und die brutalen Morde in diesem Fall machen ihm und auch Barak seelisch und körperlich zu schaffen.


    Wie immer werden hier historische Fakten und Fiktion wunderbar miteinander verwoben und die Spannung bleibt von Anfang an bestehen. Die Auflösung war für mich dann auch überraschend, als hat Sansom alles richtig gemacht. ;-)


    Das Buch ist zwar Teil einer Reihe, aber man kann es auch gut alleine lesen.


    ASIN/ISBN: 3596186714

    Osmanisches Reich 1448. Als Vlad Draculea endlich aus der Gefangenschaft des Sultans entlassen wird, ist sein einziges Ziel Rache. Für die Morde an seinem Vater und seinem älteren Bruder Mircea und für alles, was er während seiner Geiselhaft in Edirne erdulden musste. Und er will den Thron zurück erobern und rechtmäßiger Fürst der Walachei werden. Aber nicht nur die alten Feinde seiner Familie machen ihm die Krone streitig, auch sein Bruder Radu, den er in der Geiselhaft von Mehmet II. zurücklassen musste, wendet sich gegen ihn und wird dabei von den Osmanen unterstützt.

    Doch obwohl er in der Gunst des Papstes steht, muss er mit ansehen, wie Polen, Ungarn und das Osmanische Reich immer wieder die Hand nach der Walachei ausstrecken. Vlad ist jedoch fest entschlossen, das Erbe seines Vaters anzutreten. Und die Jahre in der Gefangenschaft der Osmanen haben ihn zu einem brutalen, hartherzigen und oft rücksichtslosen Herrscher gemacht, der von Rachedurst getrieben ist. Über die Jahre gibt es Siege und Niederlagen und immer wieder muss Vlad mit ansehen, wie seine Heimat und sein Erbe zum Faustpfand im Kampf zwischen Islam und Christentum wird.


    "Die Blutchronik" ist die Fortsetzung von "Das dunkle Herz der Welt", wo es zunächst um die Geschichte von Vlad II. ging und wir später auch schon den jungen Vlad Draculea, seinen Sohn, kennengelernt haben, der zusammen mit seinem Bruder Radu von seinem Vater als Geisel an den Hof von Sultan Murad geschickt wurde.


    Aber dieser historische Roman ist auch viel mehr. Über einen Zeitraum von fast 30 Jahren wird die Geschichte Europas zur damaligen Zeit erzählt. Man hat den Eindruck, dass ständig irgendwo Krieg herrschte. Die Osmanen versuchten am laufenden Band, in andere Länder einzufallen und sie zu erobern. Dagegen wehrten sich vehement Ungarn, Polen sowie auch die kleine Walachei, die anscheinend immer irgendwie dazwischen "hing" und ständig in Gefahr war, überrannt zu werden. Es wurden Allianzen geschlossen, die auch durch politische Hochzeiten unterstrichen wurden. Auch Kinder wurden miteinander verheiratet, wenn es dem Wohl eines Landes diente. Und Vlad Draculea hatte natürlich auch persönliche Gründe, gegen die Osmanen zu kämpfen, nach allem was sie ihm und seinem Bruder in der Geiselhaft angetan hatten.


    Ich muss sagen, ich habe lange keinen so fesselnden historischen Roman mehr gelesen. Vor allen Dingen merkt man ihm die gute Recherchearbeit der Autorin an. Im Nachwort schreibt sie auch, dass sie viele Quellen studierte, aber die Informationen nur dann als gesichert ansah, wenn sie mindestens drei Übereinstimmungen fand. Ich stelle mir das ungeheuder spannend vor.


    Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist lebendig und lässt die damalige Zeit vor dem Auge des Lesers auferstehen. Die grünen und geheimnisvollen Wälder der Walachei, die Karpaten, die Burgen und Schlösser und auch die Paläste der Osmanen.


    Neben Vlad gibt es ein Wiedersehen mit einigen Charakteren aus "Das dunkle Herz der Welt" wie z. B. Vlads Vertrautem und Berater Roxolan. Smaranda, der ehemaligen Zofe seiner Mutter und Janos Hunyadi, dem früheren Freund von Vlads Vater.


    Der Autorin gelingt es sehr gut, dem angeblich blutrünstigen Monster Vlad Draculea eine menschliche Seite zu geben. Weiß man, was er alles erlebt hat und erdulden musste, kann man besser verstehen, wie er zu der historischen Figur Dracula werden konnte. Politische Entscheidungen und die Krone seines Vaters waren wichtiger als alles andere, Schwächen konnte man sich nicht leisten, da diese seine Feinde sofort ausnutzen würden.


    Die rund 680 Seiten flogen nur so dahin und ich war fast enttäuscht, als ich das Buch beendet hatte. Ich kann es jedem Leser gut recherchierter und trotzdem unterhaltsam geschriebener historischer Romane empfehlen. Und man erfährt auch noch sehr viel über die Geschichte Europas.


    10 Eulenpunkte

    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (25. Oktober 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3423218169
    • ISBN-13: 978-3423218160


    Die Autorin:

    Felicity Whitmore hat vier große Leidenschaften: England, ihre Hunde, das Theater und das Schreiben. Daher eröffnete sie 2011, nach dem Studium der Germanistik und Religionswissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum, das Theater an der Volme in Hagen, das sie gemeinsam mit ihrem Mann betreibt. Sie lebt in Hagen/Westfalen, hat vier Hunde, reist regelmäßig nach England und schreibt, wann immer sie Zeit dafür findet. In ihren Romanen beschäftigt sie sich am liebsten mit den Geheimnissen alter Häuser und den Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart. Außerdem schreibt sie unter dem Namen Indra Janorschke Theaterstücke, die alle mit großem Erfolg gespielt werden.


    Klappentext:

    Das Echo der Vergangenheit

    Dione Dearing – mit 27 Jahren bereits ein international gefeierter Popstar – flüchtet vor ihrem fremdbestimmten Leben nach Chastle House, einen alten Familiensitz im englischen Lake District. Aus Dione wird Diana, die erst einmal lernen muss, mit der neu gewonnenen Freiheit umzugehen. Aber dann verliebt sie sich in das verwitterte Haus am See mit seinen knarzenden Dielen und den zugigen Räumen, sie verliebt sich in den spröden Charme der Landschaft – und in den Farmer Aiden. Bis sie entdeckt, dass in den Mauern von Chastle House ein schreckliches Familiengeheimnis begraben liegt.


    Zum Inhalt:

    Dione Dearing ist 27 Jahre alt und ein international gefeierter Popstar. Ihr ganzes Leben wird durch ihre Mutter, die ihre Karriere und ihre Termine bis ins kleinste festgelegt hat, bestimmt. Als Dione erkennt, dass sie selbst überhaupt keine eigenen Entscheidungen trifft und nichts über sich und ihre Vergangenheit weiß, kommt der Besuch eines Notars genau zum richtigen Zeitpunkt. Er teilt ihr mit, dass sie ein altes Herrenhaus, Chastle House, im englischen Lake Distrikt, geerbt hat. Dione nutzt die Chance und reist nach England, um auf dem Jahrhunderte alten Familienbesitz endlich mehr über ihre Familie und ihre Herkunft zu erfahren. Sie verändert ihr Äußeres radikal und lernt als "Diana" auch den Farmer Aiden kennen, der keine Ahnung hat, wer sie wirklich ist. Dione verliebt sich in Chastle House und das einfache Leben dort. Aber kann sie wirklich ihr bisheriges Leben einfach so aufgeben? Und was ist mit dem Familienfluch, der angeblich auf allen Frauen, angefangen bei ihrer Ur-Großmutter Katherine, lastet?


    Meine Meinung:

    Dies ist mein zweites Buch von Felicity Whitmore und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Man kann richtig in die Geschichte eintauchen. Genau genommen sind es drei Geschichten. In der Gegenwart geht es um Dione, die zwar alles im Leben hat, aber trotzdem nicht glücklich ist. Was sie aber erst erkennt, als sie nach England kommt und in Chastle House endlich frei und selbstbestimmt leben kann. Ihre Mutter Monica betrachtet sie nur als Investitionsobjekt, mit dem sie Geld machen kann. Sie hält ihre Tochter absichtlich an der kurzen Leine, trifft alle Entscheidungen für sie und schmiert ihr das dann auch noch aufs Brot.


    In der Vergangenheit lernen wir Katherine und Henry kennen, Vorfahren von Dione. Auch diese Kapitel haben mir gut gefallen. Man erfährt viel über die damalige Zeit und die Stellung der Frau in der englischen Gesellschaft. Die Autorin beschreibt es nachvollziehbar, dass jemand wie Katherine unter diesen strengen Regeln leidet, keine Luft bekommt und sich dagegen auflehnt.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geht es dann um Harriet, Hatty, Katherines und Henrys Enkelin. Auch sie hat Schwierigkeiten mit den Konventionen der Gesellschaft. Und sie versteht vieles in ihrer Familie nicht. Erst als ihr Großvater ihr seine und Katherines Geschichte erzählt, kann sie vieles im Verhalten ihrer Mutter nachvollziehen.


    Der zentrale Schauplatz aller Geschichten ist das alte englische Herrenhaus Chastle House, um das sich viele Gerüchte ranken. Ganz besonders der Fluch, der angeblich alle Frauen der Familie vor ihrem 37. Lebensjahr trifft. Ob man nun an so etwas glaubt oder nicht, spannend zu lesen ist es auf jeden Fall.


    Wer Familiengeschichten, die auf zwei oder mehreren Zeitebenen spielen, mag, der liegt hier genau richtig. Ein Buch, in das man gleich zu Beginn eintauchen kann.


    ASIN/ISBN: 3423218169

    Bald ist es soweit und Demi wird in der Ferienanlage Kilhallon in Cornwall ihr eigenes Café eröffnen. Außerdem reisen die ersten Feriengäste an und gemeinsam mit ihrem Chef Cal ist sie gespannt, ob alles klappt wie geplant.

    Langsam bereitet sich die gesamte Gegend auch auf die Weihnachtszeit vor und das Hafenlichterfest in St. Trenyan steht bevor.
    Das Café läuft gut und Demi könnte glücklich und zufrieden sein. Wenn sie nur wüsste, wie Cal wirklich zu ihr steht und sie nicht das Gefühl hätte, dass er ihr nicht wirklich vertraut. Denn irgendwas aus seiner Vergangenheit beschäftigt ihn, aber er will nicht darüber reden.
    Dann wird für den Tag vor Weihnachten ein großer Sturm angekündigt und es ist fraglich, ob es ein so entspanntes Weihnachtsfest wird, wie Demi es für sich und ihren geliebten Hund Mitch erhofft hat...

    "Weihnachten im Café am Meer" ist der zweite Teil der "Cornish Café"-Reihe und ich habe mich auch hier wieder gut unterhalten.

    Die Geschichte liest sich flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Demi hat sich inzwischen weiterentwickelt, von der obdachlosen Servierkraft zur Cafébesitzerin, die endlich für sich und ihren Hund Mitch ein Zuhause gefunden hat. Mit viel Herzblut sorgt sie dafür, dass ihr Traum - Demelza's Café - wahr wird und steckt all ihre Energie hinein.

    Die Autorin beschreibt lebendig und anschaulich die sturmumtoste Küstenlandschaft und das Hafenstädtchen, man sieht es bildhaft vor sich beim Lesen.

    Es gibt ein Wiedersehen mit vielen Charakteren aus dem ersten Teil, aber es tauchen auch ein paar neue auf, die vielleicht im dritten auch wieder dabei sein könnten.

    Eine unterhaltsame Geschichte mit Herz und Humor und auch vielen witzigen Momenten, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Ganz besonders allen Cornwall-Fans.