Beiträge von Jenks

    Osmanisches Reich 1448. Als Vlad Draculea endlich aus der Gefangenschaft des Sultans entlassen wird, ist sein einziges Ziel Rache. Für die Morde an seinem Vater und seinem älteren Bruder Mircea und für alles, was er während seiner Geiselhaft in Edirne erdulden musste. Und er will den Thron zurück erobern und rechtmäßiger Fürst der Walachei werden. Aber nicht nur die alten Feinde seiner Familie machen ihm die Krone streitig, auch sein Bruder Radu, den er in der Geiselhaft von Mehmet II. zurücklassen musste, wendet sich gegen ihn und wird dabei von den Osmanen unterstützt.

    Doch obwohl er in der Gunst des Papstes steht, muss er mit ansehen, wie Polen, Ungarn und das Osmanische Reich immer wieder die Hand nach der Walachei ausstrecken. Vlad ist jedoch fest entschlossen, das Erbe seines Vaters anzutreten. Und die Jahre in der Gefangenschaft der Osmanen haben ihn zu einem brutalen, hartherzigen und oft rücksichtslosen Herrscher gemacht, der von Rachedurst getrieben ist. Über die Jahre gibt es Siege und Niederlagen und immer wieder muss Vlad mit ansehen, wie seine Heimat und sein Erbe zum Faustpfand im Kampf zwischen Islam und Christentum wird.


    "Die Blutchronik" ist die Fortsetzung von "Das dunkle Herz der Welt", wo es zunächst um die Geschichte von Vlad II. ging und wir später auch schon den jungen Vlad Draculea, seinen Sohn, kennengelernt haben, der zusammen mit seinem Bruder Radu von seinem Vater als Geisel an den Hof von Sultan Murad geschickt wurde.


    Aber dieser historische Roman ist auch viel mehr. Über einen Zeitraum von fast 30 Jahren wird die Geschichte Europas zur damaligen Zeit erzählt. Man hat den Eindruck, dass ständig irgendwo Krieg herrschte. Die Osmanen versuchten am laufenden Band, in andere Länder einzufallen und sie zu erobern. Dagegen wehrten sich vehement Ungarn, Polen sowie auch die kleine Walachei, die anscheinend immer irgendwie dazwischen "hing" und ständig in Gefahr war, überrannt zu werden. Es wurden Allianzen geschlossen, die auch durch politische Hochzeiten unterstrichen wurden. Auch Kinder wurden miteinander verheiratet, wenn es dem Wohl eines Landes diente. Und Vlad Draculea hatte natürlich auch persönliche Gründe, gegen die Osmanen zu kämpfen, nach allem was sie ihm und seinem Bruder in der Geiselhaft angetan hatten.


    Ich muss sagen, ich habe lange keinen so fesselnden historischen Roman mehr gelesen. Vor allen Dingen merkt man ihm die gute Recherchearbeit der Autorin an. Im Nachwort schreibt sie auch, dass sie viele Quellen studierte, aber die Informationen nur dann als gesichert ansah, wenn sie mindestens drei Übereinstimmungen fand. Ich stelle mir das ungeheuder spannend vor.


    Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist lebendig und lässt die damalige Zeit vor dem Auge des Lesers auferstehen. Die grünen und geheimnisvollen Wälder der Walachei, die Karpaten, die Burgen und Schlösser und auch die Paläste der Osmanen.


    Neben Vlad gibt es ein Wiedersehen mit einigen Charakteren aus "Das dunkle Herz der Welt" wie z. B. Vlads Vertrautem und Berater Roxolan. Smaranda, der ehemaligen Zofe seiner Mutter und Janos Hunyadi, dem früheren Freund von Vlads Vater.


    Der Autorin gelingt es sehr gut, dem angeblich blutrünstigen Monster Vlad Draculea eine menschliche Seite zu geben. Weiß man, was er alles erlebt hat und erdulden musste, kann man besser verstehen, wie er zu der historischen Figur Dracula werden konnte. Politische Entscheidungen und die Krone seines Vaters waren wichtiger als alles andere, Schwächen konnte man sich nicht leisten, da diese seine Feinde sofort ausnutzen würden.


    Die rund 680 Seiten flogen nur so dahin und ich war fast enttäuscht, als ich das Buch beendet hatte. Ich kann es jedem Leser gut recherchierter und trotzdem unterhaltsam geschriebener historischer Romane empfehlen. Und man erfährt auch noch sehr viel über die Geschichte Europas.


    10 Eulenpunkte

    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (25. Oktober 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3423218169
    • ISBN-13: 978-3423218160


    Die Autorin:

    Felicity Whitmore hat vier große Leidenschaften: England, ihre Hunde, das Theater und das Schreiben. Daher eröffnete sie 2011, nach dem Studium der Germanistik und Religionswissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum, das Theater an der Volme in Hagen, das sie gemeinsam mit ihrem Mann betreibt. Sie lebt in Hagen/Westfalen, hat vier Hunde, reist regelmäßig nach England und schreibt, wann immer sie Zeit dafür findet. In ihren Romanen beschäftigt sie sich am liebsten mit den Geheimnissen alter Häuser und den Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart. Außerdem schreibt sie unter dem Namen Indra Janorschke Theaterstücke, die alle mit großem Erfolg gespielt werden.


    Klappentext:

    Das Echo der Vergangenheit

    Dione Dearing – mit 27 Jahren bereits ein international gefeierter Popstar – flüchtet vor ihrem fremdbestimmten Leben nach Chastle House, einen alten Familiensitz im englischen Lake District. Aus Dione wird Diana, die erst einmal lernen muss, mit der neu gewonnenen Freiheit umzugehen. Aber dann verliebt sie sich in das verwitterte Haus am See mit seinen knarzenden Dielen und den zugigen Räumen, sie verliebt sich in den spröden Charme der Landschaft – und in den Farmer Aiden. Bis sie entdeckt, dass in den Mauern von Chastle House ein schreckliches Familiengeheimnis begraben liegt.


    Zum Inhalt:

    Dione Dearing ist 27 Jahre alt und ein international gefeierter Popstar. Ihr ganzes Leben wird durch ihre Mutter, die ihre Karriere und ihre Termine bis ins kleinste festgelegt hat, bestimmt. Als Dione erkennt, dass sie selbst überhaupt keine eigenen Entscheidungen trifft und nichts über sich und ihre Vergangenheit weiß, kommt der Besuch eines Notars genau zum richtigen Zeitpunkt. Er teilt ihr mit, dass sie ein altes Herrenhaus, Chastle House, im englischen Lake Distrikt, geerbt hat. Dione nutzt die Chance und reist nach England, um auf dem Jahrhunderte alten Familienbesitz endlich mehr über ihre Familie und ihre Herkunft zu erfahren. Sie verändert ihr Äußeres radikal und lernt als "Diana" auch den Farmer Aiden kennen, der keine Ahnung hat, wer sie wirklich ist. Dione verliebt sich in Chastle House und das einfache Leben dort. Aber kann sie wirklich ihr bisheriges Leben einfach so aufgeben? Und was ist mit dem Familienfluch, der angeblich auf allen Frauen, angefangen bei ihrer Ur-Großmutter Katherine, lastet?


    Meine Meinung:

    Dies ist mein zweites Buch von Felicity Whitmore und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Man kann richtig in die Geschichte eintauchen. Genau genommen sind es drei Geschichten. In der Gegenwart geht es um Dione, die zwar alles im Leben hat, aber trotzdem nicht glücklich ist. Was sie aber erst erkennt, als sie nach England kommt und in Chastle House endlich frei und selbstbestimmt leben kann. Ihre Mutter Monica betrachtet sie nur als Investitionsobjekt, mit dem sie Geld machen kann. Sie hält ihre Tochter absichtlich an der kurzen Leine, trifft alle Entscheidungen für sie und schmiert ihr das dann auch noch aufs Brot.


    In der Vergangenheit lernen wir Katherine und Henry kennen, Vorfahren von Dione. Auch diese Kapitel haben mir gut gefallen. Man erfährt viel über die damalige Zeit und die Stellung der Frau in der englischen Gesellschaft. Die Autorin beschreibt es nachvollziehbar, dass jemand wie Katherine unter diesen strengen Regeln leidet, keine Luft bekommt und sich dagegen auflehnt.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geht es dann um Harriet, Hatty, Katherines und Henrys Enkelin. Auch sie hat Schwierigkeiten mit den Konventionen der Gesellschaft. Und sie versteht vieles in ihrer Familie nicht. Erst als ihr Großvater ihr seine und Katherines Geschichte erzählt, kann sie vieles im Verhalten ihrer Mutter nachvollziehen.


    Der zentrale Schauplatz aller Geschichten ist das alte englische Herrenhaus Chastle House, um das sich viele Gerüchte ranken. Ganz besonders der Fluch, der angeblich alle Frauen der Familie vor ihrem 37. Lebensjahr trifft. Ob man nun an so etwas glaubt oder nicht, spannend zu lesen ist es auf jeden Fall.


    Wer Familiengeschichten, die auf zwei oder mehreren Zeitebenen spielen, mag, der liegt hier genau richtig. Ein Buch, in das man gleich zu Beginn eintauchen kann.


    ASIN/ISBN: 3423218169

    Bald ist es soweit und Demi wird in der Ferienanlage Kilhallon in Cornwall ihr eigenes Café eröffnen. Außerdem reisen die ersten Feriengäste an und gemeinsam mit ihrem Chef Cal ist sie gespannt, ob alles klappt wie geplant.

    Langsam bereitet sich die gesamte Gegend auch auf die Weihnachtszeit vor und das Hafenlichterfest in St. Trenyan steht bevor.
    Das Café läuft gut und Demi könnte glücklich und zufrieden sein. Wenn sie nur wüsste, wie Cal wirklich zu ihr steht und sie nicht das Gefühl hätte, dass er ihr nicht wirklich vertraut. Denn irgendwas aus seiner Vergangenheit beschäftigt ihn, aber er will nicht darüber reden.
    Dann wird für den Tag vor Weihnachten ein großer Sturm angekündigt und es ist fraglich, ob es ein so entspanntes Weihnachtsfest wird, wie Demi es für sich und ihren geliebten Hund Mitch erhofft hat...

    "Weihnachten im Café am Meer" ist der zweite Teil der "Cornish Café"-Reihe und ich habe mich auch hier wieder gut unterhalten.

    Die Geschichte liest sich flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Demi hat sich inzwischen weiterentwickelt, von der obdachlosen Servierkraft zur Cafébesitzerin, die endlich für sich und ihren Hund Mitch ein Zuhause gefunden hat. Mit viel Herzblut sorgt sie dafür, dass ihr Traum - Demelza's Café - wahr wird und steckt all ihre Energie hinein.

    Die Autorin beschreibt lebendig und anschaulich die sturmumtoste Küstenlandschaft und das Hafenstädtchen, man sieht es bildhaft vor sich beim Lesen.

    Es gibt ein Wiedersehen mit vielen Charakteren aus dem ersten Teil, aber es tauchen auch ein paar neue auf, die vielleicht im dritten auch wieder dabei sein könnten.

    Eine unterhaltsame Geschichte mit Herz und Humor und auch vielen witzigen Momenten, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Ganz besonders allen Cornwall-Fans.

    Tilia Salix


    Es freut mich sehr, dass ich dir mit dem Päckchen eine Freude machen konnte. Es war zum Glück nicht so schwierig, da du ja keinen ellenlangen Wunschzettel hattest und auch keine tausend Abneigungen gegen das oder jenes. Ich hatte schon schwierigere Wichtelkinder. Aber nicht hier! :-]


    Irri

    Liebe Wichtelmama, vielen lieben Dank für das tolle Wichtelpaket. Du hast mit allem meinen Geschmack getroffen. Das Buch will ich schon lange lesen. Die Tees hören sich lecker an und die vielen anderen leckeren Sachen...:grin


    Der Reihe nach nun, was im Paket war:

    -Buch: Der vergessene Burg von Susanne Goga

    -3 verschiedene Tees

    -diverse Schoki

    -eine Tasse mit dem Aufdruck meiner Heimatstadt, die ist richtig toll und eine super Idee gewesen

    -ein Lesezeichen aus der Heimatstadt meiner WiMa

    -zwei Kerzen im Glas

    -ein herrlich duftendes Duschgel

    -eine total niedliche Weihnachtskarte


    Ich schau mal, ob ich das mit Hochladen des Fotos hin :rolleyesbekomme.


    Also noch einmal: Tausend Dank!! :knuddel1

    Bilder

    • Wichteln1.jpg

    Mooney Ja, ich fand es auch wieder sehr lustig und schön hier im Fred dieses Jahr. Und hoffe auch, dass ich das Richtig für mein Wiki ausgewählt habe. :engel


    Jetzt noch ein paar Stunden aushalten, das schaffen wir auch noch. :-]


    Nightflower Macht doch nichts, lieber einmal mehr nachfragen, als wenn nachher wirklich noch irgendwo was fehlt. :knuddel1

    19:30 Uhr ist für mich natürlich auch in Ordnung. Wie gesagt, ich möchte lieber alleine auspacken, nebenbei im Chat zu schreiben ist mir zu hektisch. Da bin ich anscheinend wie meine (Wichtel)mama. :grin

    Aber ich schaue dann vielleicht mal rein und schreibe nattürlich auf jeden Fall im Bedankungsfred.

    Och, jetzt hatte ich mich schon auf 19 Uhr eingeschossen. :(

    Hm, aber ich werde zwar auch zu der Zeit auspacken, aber wahrscheinlich nicht im Chat aktiv sein. Das ist mir immer zu hektisch. :alter Ich packe lieber in Ruhe aus und schreibe dann meinen Auspackbericht im Bedankungsfred. :-]

    Da könnte man auch ein Märchen draus machen: "Das kleine Paket, das sprechen lernte".

    :lache:lache:lache Und wenn es nicht ausgepackt wurde, dann brabbelt es noch heute.



    Irri Gute Nachrichten: Das Paket kam gestern schon an. Ich habe es direkt gut versteckt und gar nicht erst näher inspiziert. :grin

    Spiegelberg im Jahr 1895. Die junge Anna Härtel hat die Kunst der Glasbläserei von ihrem Vater gelernt. Nach dessen Tod begräbt sie zusammen mit ihm die Hoffnung, einmal die Werkstatt zu übernehmen und arbeitet stattdessen in einer anderen Glasbläserei, um ihre kranke Mutter und ihre zwölfjährige Schwester Elisabeth über die Runden zu bringen. In ihrer Freizeit stellt sie kleine Glasengel her und verkauft sie auf dem Markt. Eines Tages erhält sie Besuch von Gesandten des englischen Königshofes. Königin Victoria lädt sie nach London ein, sie ist begeistert von deutschen Weihnachtstraditionen und hat von Annas Glasengeln gehört. Anna kann es kaum glauben und zögert zunächst, ihre Mutter und ihre kleine Schwester allein zu lassen. Aber wenn sie ihre Engel tatsächlich an die Königin verkauft, kann sie ihrer Familie sicher ein besseres Leben ermöglichen. Schließlich macht sie sich zusammen mit dem Diener John auf den weiten Weg nach England. Eine Reise, die ihr Leben für immer verändern wird.


    "Winterengel" ist die Geschichte einer jungen Frau, der das Leben bereits in ihren jungen Jahren übel mitgespielt hat. Sie weiß, das Glück ist so zerbrechlich wie Glas. Durch den Tod des Vaters in Not geraten, versucht sie irgendwie ihre Mutter und ihre kleine Schwester über die Runden zu bringen. Die Arbeit mit Glas ist mehr für sie, als eine Beschäftigung, um Geld zu verdienen. Stolz trägt sie den ersten Glasengel, den sie je gemacht hat, immer bei sich, auch wenn er nur ein Füßchen hat.
    Anna lässt sich von der Situation nicht unterkriegen. Als ihr die Chance geboten wird, ihre Lage zu verbessern, ergreift sie diese trotz der Angst, die sie angesichts der weiten Reise nach England hat.


    Es ist eine Geschichte von Mut und Hoffnung, ein wunderschönes Wintermärchen, das oft zu Tränen rührt, den Leser aber auch zum Lächeln bringt. Besonders am Ende, als sie vor Königin Victoria steht und sich dort behaupten muss.
    Natürlich ist klar, dass Anna nach England geht, aber im Verlauf der Handlung gibt es ein paar überraschende Wendungen, die die Geschichte spannend machen.
    Auch Romantik ist dabei, aber sie steht nicht im Vordergrund der Handlung und ist der damaligen Zeit entsprechend.

    Fazit: Ein wunderbarer historischer Winterroman, den ich sehr gerne gelesen habe und auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

    Ich glaube nicht?! :gruebel Ich weiß von nichts...wo war denn beim letzten Mal der Chat her, das fand ich gut. Und wenn es nach mir und meiner grenzenlosen Geduld geht, können wir sogar vormittags entwichteln. :rofl

    Hatte nicht irgendwer was von ab 19 Uhr gesagt? :gruebel Und es wird doch sicher wieder den Bedankungsfred geben, da kann doch dann jeder sein Auspack-und Enttarnerlebnis posten :)