Beiträge von xania

    Eskalina : Die Szenen "geh nicht gleich ins Bett mit ihm" aber auch die im Postamt, sind sehr überspitzt und unrealistisch, doch ich habe mich amüsiert über die unmögliche Mutter und die genauso unmögliche Tochter.


    Den Koffer hätte ich schon längst geöffnet und nicht noch lange gezögert oder in Bibliotheken gesucht.


    Dr Grant ist ein unsympatischer Mann, wenn Violet ihn umbringen möchte, nur zu, meinen Segen hat sie.

    Isaac verlässt als kleiner Junge seine Heimat und zieht mit seiner Mutter und seiner Schwester zum Vater nach Südafrika. Isaac ist ein quirliges Kind und umso schwieriger zu bändigen, je älter er wird. Seine Lehrer und der Vater kämpfen auf verlorenem Posten, weil die Mutter alles dafür tut, damit ihr Sohn so schnell wie möglich viel verdient. Und in Schule und Lehre verdient man nicht genug für das grosse Haus, das die Mutter sich für die Grossfamilie wünscht. Der Vater ist ein stiller, ruhiger Mann, der sich gegen seine Frau nicht so recht durchsetzen kann. Er versucht es, möchte dass sein Sohn in die Schule geht oder wenigstens eine Lehre macht, aber Isaac ist leichter für die Gaunereien zu begeistern, zu denen seine Mutter ihn drängt.


    Das Buch ist stellenweise sehr schlimm zu lesen, es ist schockierend wie brutal und grausam Menschen miteinander umgehen. Umso unverständlicher, warum Isaac und besonders seine Mutter nicht verstehen können, dass der Hass dem sie als Juden ausgesetzt sind, identisch ist mit dem gegen Menschen mit dunklerer Hautfarbe, und warum sie selbst diesen Menschen nicht helfen, in Momenten in denen sie es gefahr- und problemlos tun könnten.


    Das Buch ist gut, es hat sehr starke Szenen und wichtige Informationen. Aber ich musste mich hartnäckig zwingen weiterzulesen. Gepackt hat das Buch mich leider nie, warum genau kann ich nicht sagen. Gestört hat mich der Schreibstil, der mir immer etwas rauh vorkam und manche ausschweifende Stellen.

    Zitat

    Original von Findus
    Wenn ich mir so manche Nachrichtenberichte ansehe, weiß ich nicht ob das so viel besser ist heutzutage. Hat sich alles nur verschoben. Rassismus blüht doch an allen ecken und Enden :-(


    Es wird jetzt darüber geredet und geschrieben, rassisstische Anzeigen werden aufgenommen, was früher vielleicht nicht der Fall war. Ich weiss nicht, ob es heute mehr Rassissmus gibt, oder ob heute nur weniger davon unter den Teppich gekehrt wird.

    Auf den ersten Blick ist das Ende versöhnlich und positiv. Ich bin froh, dass der Vater Isaac verziehen hat.
    Der Epilog ist dann wieder herzzerreissend traurig. Diese vielen Menschen, die nicht das Glück hatten zu fliehen auf der einen Seite und Rively auf der anderen, die auf einmal sieht, was sie ihrer energischen Mutter zu verdanken hat.

    Die Politik beeinflusst eigentlich die ganze Geschichte. Sie funktionniert nur durch den Krieg im Hintergrund, die Ungerechtigkeiten gegenüber den Juden und die Politik gegen die Schwarzen in Afrika. Und dazwischen hat der Autor sehr geschickt seine Geschichte gestellt.

    Isaac liebt seinen Vater und möchte unbedingt seinen Segen haben, bevor er in den Krieg zieht. Deshalb ist es noch dramatischer, als er später von ihm als Mörder fortgeschickt wird.
    Er hat wirklich kein leichtes Leben und doch kommt es mir nicht vor als hätte der Autor übertrieben. In dieser schwierigen Zeit, als Jude oder als Schwarzer war so eine Anhäufung von Ungerechtigkeiten und Schicksalsschlägen bestimmt nicht einmal selten.

    Was für ein trauriger Abschnitt. Niemand steht Isaac bei, irgendein Schuldiger ist besser als sie selbst, nur nicht den Mund aufmachen und auffallen.
    Jetzt hat er gar nichts mehr und muss wieder ganz von vorne anfangen. Das Beste wäre in einer anderen Werkstatt, aber das wäre zu normal und alltäglich um in die Geschichte zu passen.

    Ich kann die Begeisterung nicht begreifen. Alle möglichen Leute hat man mir vorgeschlagen, aber die sagen entweder gar nichts oder nur belangloses Zeug. Drei Mal habe ich in den letzten Jahren die App installiert, weil ich angeblich etwas verpasse. Aber wo ist das? :gruebel

    Warum schreibt Mame diesen Brief nicht? Das ist doch nur böse das zu verweigern. Die Frau hat ihr nichts getan und ein einfacher Brief könnte ihr helfen. Selbst Isaac hätte etwas schreiben können.


    Genauso schlimm fand ich die Reaktion der Juden auf die Räumung der Siedlung.

    Es ist gut, dass Isaac mit seiner Lehre weitermacht. Inzwischen ist er äkter geworden, hat gelernt auch selbst zu überlegen und ist nicht mehr so leicht zu beeinflussen.


    Es ist schon grausam, wie viele Länder den Juden die Einreise verboten oder erschwert haben. Wussten sie wirklich nicht, wie grausam die Nazis waren, oder wollten sie es nicht wissen?

    Unglaublich dass Isaac ganz ehrlich glaubt, der Hass auf Juden und der auf Schwarze wäre etwas anderes. Klar wurden ihm solche Sachen eingetrichtert, aber er müsste doch sehen, dass all das genau so falsch ist, wie die Vorurteile und Bosheiten, die über Juden erzählt werden.


    Endlich hat er auf seinen Vater gehört und seine Lehre gefällt ihm. Die 6 Monate verfliegen ohne viele besondere Vorkommnisse oder Gaunereien.


    Der Abschnitt, in dem der Pogrom erklärt wird ist schlimm. Danach musste ich erst einmal eine Pause einlegen.

    Wichtig für mich wäre noch, ob das Buch in der Bibliothek ist oder verliehen wurde, und wann es zurückerwartet wird. Ganz perfekt wäre natürlich eine Anbindung zu anderen Bibliotheken in der Nachbarschaft, wir haben das Buch zwar nicht, aber in dieser Bibliothek können sie es finden.
    Für Bewertungen könnt ihr ja zur Büchereule verlinken ;-)

    Isaac ist wirklich gar nicht dumm, doch sehr spontan und impulsiv. Ich weiss noch nicht, ob ich die Szene mit den "eingenässten" Hetzschriften in der Schublade eher witzig oder traurig finden soll.


    Seine Mutter steht ihm mit dem übertriebenen Ehrgeiz schon im Weg. Würde er seinem Vater folgen, Schule oder Lehre abschliessen, würde er es weiter bringen als mit den kleinen Gaunereien, die er sich einfallen lässt.