Beiträge von Deichgräfin

    Nicht so, wie erwartet


    Die Rezension des Romans, Die Farbe des Feuers, von Jakob Augstein, fällt mir schwer.

    Die teilnehmenden Personen sind alle super reich und ziemlich dekadent.

    Da wurde ordentlich viel Rotwein getrunken.

    Der einzige Mensch, der nicht reich ist, ist der arabische Gärtner.

    Das der dann noch an dem Brand von Notre Dame beteiligt sein sollte, gefällt mir gar nicht. Der Verdacht wurde von Anfang an eingestreut.


    Ich habe den Roman sogar bis zum Ende gelesen, aber tut mir leid, das war keine Lektüre für mich.

    Familie Barnes


    Der Autor Paul Murray war mit seinem Roman Der Stich der Biene, 2023 bei dem Booker Prize nominiert.

    Jetzt gibt es den Roman auch auf deutsch und ich musste zugreifen.

    Dann ist es eine Familiensaga, die lese ich sowieso gerne.

    Es ist ein kompakter Roman von 700 Seiten und wird nie langweilig.

    Er spielt in der Wirtschaftskrise 2008 in Irland

    Die Familie Barnes bestehend aus dem Autohändler Dickie, seiner Frau Limelda, der 16jährigen Tochter Cass und dem 12jährigen Sohn PJ.


    Von jedem Familienmitglied erfahren wir abwechselnd von ihren Empfindungen.

    Der Autor hat das brillant gestaltet. Es geschehen oft brenzlige Situationen, die aber doch glimpflich ablaufen.


    Der Roman hat mich total gefesselt. Ich habe mit den jeweiligen Personen gezittert.

    Es ist ein bemerkenswerter Unterhaltungsroman.

    Wortgewaltig


    Der Roman, Demon Copperhead, ist ein lebendiges Werk der Schriftstellerin

    Barbara Kingsolver.


    Der Zeitraum ist 1890 bis 1990 in Virginia.

    Mitreißend und wortgewaltig ist der Stil der Geschichte.

    Deamon ist der Icherzähler, er ist 1980 Zehn Jahre alt. Er erzählt aus der Erinnerung, mit lockerer Sprache.

    Als Sohn einer Junkiemutter hat er einen schweren Anfang.

    An seinem elften Geburtstag stirbt sie. Er ist sowieso schon bei einem Pflegevater und so geht es von einer Verlegerfamilie zur Anderen.

    Es gibt viel Gewalt und Hunger. Dann kommen auch noch schnell die Drogen ins Spiel.


    Die Autorin kommt aus der Gegend, in der der Roman spielt. Da kennt sie auch, wie die Leute da ticken.

    Manchmal ist das Lesen etwas hart.

    Auf jeden Fall, ist der Roman zu lang.

    Ich weiß nicht, warum die Übersetzung viel länger ist, wie das Original.


    Das Buch ist gute Literatur.

    Die Hausangestellte


    Alia Trabucco Zeran ist eine chilenische Schriftstellerin.


    Mein Name ist Estella, ist der erste Roman, den es bei Hanser gibt.

    Er ist ungeheuer gut und klug gemacht.

    Das Cover besticht mit dem gelben Kleid.

    Die Haus angestellte Estella erzählt nach dem Tod des Mädchens, was sie alles bei ihren Arbeitgebern erlebt. Sieben Jahre hat gekocht, geputzt, gebügelt und für das Mädchen gesorgt.


    Es geht ihr da eigentlich gut, aber sie merkt die Unterschiede. Sie ist eben nur eine Angestellte.


    Die Autoren versteht es gut mit Emotionen zu spielen.

    Estellas Rede geht 240 Seiten lang und es wird nie langweilig.

    Der Roman hat mich gut unterhalten.

    Den Namen der Autorin muss ich mir merken, ich werde gerne wieder etwas von Alia Trabucco Zeran lesen.

    Pizza Fiorentina


    Das kleine Haus am Sonnenhang, ist aus der Feder des Schweizer Autor Alex Capus.

    Ich hatte mich wieder auf einen neuen Roman des Autors gefreut. Dieses Buch ist auf eine ganz andere Art geschrieben.

    Es ist eine Tirade, wie Alex Capus im kleinen Haus in einem italienischen Dorf, einen Roman schreibt.

    Er erzählt von seinen Besuchen in der Kneipe des ländlichen Dorfes. Er fühlt sich wohl unter den Gästen.

    Seine Beobachtungen sind witzig.

    Gemein fand ich, wie er über seine Frau herzog, nur weil die mal besondere Pizzen probierte. Bie ihm gibt es nur Pizza Fiorentina und nie was anderes.

    Das war ganz interessant zu lesen, aber das nächste Mal wünsche ich mir bitte wieder einen Roman, lieber Alex.

    Brillant


    Der Autor Bernhard Schlink schreibt brillante Gegenwartsliteratur

    Seine Prosa ist klar und präzise.

    Sein neuer Roman „Das späte Leben“

    zeigt wieder seinen klaren Blick für das Leben und sterben.


    Mit schwungvoller Schreibstil wird der

    76jährige Icherzähler Martin dargestellt. Der hat gerade erfahren, das er nicht mehr lange zu Leben hat.

    Beeindruckend ist wie er seinen Tod seinem 6jährigen Sohn David beibringt.

    Er möchte, das David kein Trauma erleidet und möchte ihm noch viel mitgeben.

    Die Begleitung des Sterbens war gekonnt dargestellt. Ich weiß a

    Erfahrung was das mit der Familie macht.

    Der Autor besticht durch seine psychologische Tiefe, dadurch kommen uns die Personen nahe.


    Ich habe schon einige Romane von Bernhard Schlink verschlungen und ich war immer wieder beeidruckt.

    Er ist ein wirklich großartiger Erzähler.

    Sehr lesenswert.

    Nahe Zukunft.


    Der Roman Ein Heißes Jahr, von dem

    französische Autor Philippe Djian spielt in der nahen Zukunft.

    Die Klimakatastrophe hat schon krass stattgefunden. Das Wetter ist extrem trocken, wenn es mal regnet verdunstet das Wasser.

    Dann gibt es Personen in einem Labor. Der Chef Anton gibt falsche Ergebnisse raus und Greg hilft ihm das zu vertuschen.

    Greg ist eigentlich sympathisch, er geht sogar mit seiner Nichte auf Demonstrationen.

    Dann stirbt ein Mensch an einem giftigen Mittel, das sie vertuscht hatten. Da dreht er durch.

    Das hat der Autor perfekt erzählt, es war oft dramatisch.

    Der Autor hat die Innere Monologe Gregs und seine Ängste gut eingefangen.

    In dem Roman hat er das Thema Umweltschutz gut umschrieben.

    Er schreibt fesselnd spannend.

    Ich konnte mich in diese Geschichte so richtig hinein ziehen lassen.

    Packend und dramatisch


    Jeannette Walls schreibt in ihren Romanen über die Bevölkerung in Virginia.


    Vom Himmel die Sterne, ist ein interessanter Roman, der in einer Kleinstadt stattfindet.

    Sallie wird Anfang des zwanzigsten Jahrhundert geboren. Ihr Vater ist ein mächtiger Mann.Der hat sich von seiner ersten Frau scheiden lassen, er hatte eine Tochter mit ihr. Sallies Mutter starb bei einem ungeklärten Unfall. Schnell heiratete er wieder und bekam endlich seinen Sohn, der kam aber mehr nach der Mutter. Als die stirbt heiratet er wieder in kürzester Zeit.

    Als der Vater stirbt gibt es Kämpfe um das Erbe.

    Es kommt die Zeit der Prohibition und es kommt zu Kämpfen , in denen es Tote gibt.


    Durch einige Todesfälle wird Sallie mit zwanzig Jahren die Chefin.

    Die Autorin lässt das Leben der Personen ganz schön mitnehmen.

    Man kann sich die Zeit und die Gegend wunderbar vorstellen.


    Der Roman ist wieder ein Klasse Roman der Jeannette Walls.

    Starke Familiengeschichte


    Die Autorin Michela Marzano versteht es mit klugen Worten den Leser zu begeistern. Falls ich das war, habe ich nichts gesehen

    In ihrem Roman,Falls ich das war, habe ich nichts gesehen, befasst sie sich mit der Vergangenheit ihres Großvaters.

    In ihrer Familie, waren die Väter sehr dominierend. Das war zu der Zeit eigentlich überall so, aber hier sind sie sehr krass.

    Die Autorin beschreibt ehrlich und direkt ihre Gedanken und Sorgen.Das sie sich ärgert, das sie viele Dokumente und Briefe nicht eher fand, kann ich verstehen. Da kann man Pech haben und man findet nichts mehr.

    Das ihr Gr0ßvater Faschist war ist klar, aber sie sieht dann auch die Ungerechtigkeit, nach dem Krieg. Viele Personen haben es verstanden, wieder in der Politik Fuß zu fassen, andere werden diskriminiert.

    Dann sind da noch die persönlichen Schwierigkeiten der Autoren.

    Sie schreibt angenehm und das gefiel mir.

    Abschied


    Richard Ford ist ein bekannter Schriftsteller aus Amerika. Sein Roman Valentinstag ist wieder ein berührender Roman.
    Es geht wieder um Frank Bascombe.
    Dieses Mal ist es ein noch ernstes Thema. Er ist 74 Jahre alt und sein 47jähriger Sohn Paul ist todkrank. Frank begleitet ihn 10 Monate lang.Das kostet ihm viel Kraft, körperlich und emotional.
    Wenn der in der Klinik zur Therapie ist, lässt Frank seine Gedanken spazieren gehen.


    Die schwere Zeit lässt der Autor detailliert und authentisch Mit seiner brillante und großartiger Sprache
    Zieht er den Leser in seinen Bann.
    Das Buch ist ein gelungenes Werk.

    Gloria und Moni


    Mit ihren Romanen über ihre Familie hat sich Monika Helfer in mein Herz geschrieben.

    In ihrem Roman „Die Jungfrau“ geht es um ihre Freundin Gloria. Das ist eine

    kuriose komische Geschichte .

    Die zeigt Monika Herlfer wieder mit ihrer liebevoll und sachlichen Art.


    Die Autorin bekommt einen Brief, das ihre Jugendfreundin sie sehen möchte.

    So erfahren wir von der Schulzeit der Beiden. Gloria und ihre Mutter führenm ein reiches Lebens- Sie haben so viel Geld, das sie es mit vollen Händen ausgeben können.

    Moni war gerne bei Gloria zu Hause.

    Gloria hat ziemlich abstrakte Ideen.

    Sie war noch bei der ersten Hochzeit dabei. Ihre Männer mochten sie leiden.

    Die Autorin lässt uns an ihrem Leben teilnehmen. So lernen wir auch ihre Kinder und Enkelkinder kennen.

    Wenn ein Ruf von Gloria kommt, geht sie dem nach, genau wie in ihrer Jugend.

    Ich bin von diesem Roman wieder total begeistert.

    Es ist ein lesenswerter Roman.

    Tragödie einer Insel


    Mattanza ist das erste Buch der italienischen Autorin

    Germana Fabiano, das auf deutsch übersetzt wurde.

    Der Roman hat als Schauplatz die sizilianische Insel Katria.

    Die Autorin stammt aus Sizilien und kennt die Mentalität der Einwohner.


    Hier geht es um das Thunfischgeschäft.

    Um die Tradition aufrecht zu halten gibt es den Rais, der als letzter Nachkomme jetzt weiblich ist, sie heißt Nora.

    Mattanza ist die Thunfischfangmethode Italliens. Der Rais dirigiert den Fang.

    Dann kenternten die Flüchtlingsschiffe und die Fischer mussten Menschen retten und es wurden immer mehr.

    Die adligen Besitzer der Fischfabrik wollen am liebsten verkaufen, so gründen die Einwohner eine Genossenschaft.

    Die Autorin beschreibt das mit besonderem Stil, sie zieht den Leser in die Atmosphäre ein. Es wird melancholisch.

    Es ist eine interessante Geschichte, die tragisch wird.Ich war von der Entwicklung gefangen.

    Studentenjahre


    Heidi Rehn ist eine Schriftstellerin, die ich schon oft gelesen habe. In dem Buch Wir träumen vom Sommer, wechseln die Zeiten von 1968 zu 1972 und das Geschehen findet in München statt. Der Wechsel ist manchmal nicht so schnell zu merken, das ich überlegen musste, wo ich gerade bin. Es war die Zeit der Studentendemonstrationen und der freien Leibe. Das hat die Autorin perfekt hinbekommen. So war die Zeit.

    Die Protagonistin Amrei wird Hostess im Olympiadorf. Dass das Attentat nicht so ausgeschmückt wurde, fand ich gut. Da hätte ich durch den Klappentext Angst, das es zu dicht kommt. Man erfuhr mehr von den Emotionen der Bevölkerung, das hat mir gefallen.

    Heidi Rehn ist eine erfahrene Schreiberin, deren Stil mir zusagt. Dieser Roman war durch die Themen teilweise etwas getragen aber doch interessant.

    Es ist ein gutes Buch, das lesenswert ist.

    Gotthardtunnel


    Die Schriftstern Karin Seemayer schreibt in ihrem Roman Bergleuchten den Bau des Gotthardtunnel.


    Besonders ist die Stimmung in dem Ort, einige sind gegen den Bau, aber die meisten arrangieren sich.

    So auch Helenes Vater, der Fuhrmann ist. Helene hat ihren Vater oft begleitet und übernimmt auch Fahrten.


    Es kommen viele Italiener zum Arbeiten nach nach Göschen. Das geschieht 1872. Es wird viel über sie italienischen Arbeiter und die Bedingungen im Tunnel gesprochen. Um schnell voran zu kommen, werden Tote in Kauf genommen, die hatten dann selber Schuld.

    Dann gibt es noch eine nette Liebesgeschichte zwischen Helene und

    dem Italiener Piero. Naja, das ist ziemlich vorhersehbar und nichts neues.


    Die Geschichte hat mir sonst gefallen und es ist gute Unterhaltung.





    Die Affäre Alaska Sanders, ist die Fortsetzung des Romans, Die Wahrheit über den Fall Harry Querbert. Den habe ich nicht gelesen, deshalb hatte ich im Anfang einen schweren Einstieg.

    Der Schriftsteller Joel Dicker schreibt diesen Krimi vielschichtig und packend.



    Der Autor webt verblüffende Wendungen in die Geschichte. Da denkt man , man kennt den Täter, da gibt es wieder einen anderen Verdächtigen.



    Sergeant Perry Gahalowood und sein Freund, der Schritthalte Marcus Goldman ermitteln wieder gemeinsam.

    Der Fall war vor 11 Jahren abgeschlossen.

    Jetzt bekommt der Sergeant eine Nachricht, das Fall anders war, wie gedacht. Es gibt einen Zeugen.



    Jetzt erfahren wir in Erinnerungen, die Vorgänge um den Mord an der Alaska Sanders.Im April 1999 wurde ihre Leiche gefunden.

    Der Autor lässt ordentlich Spannung aufkommen.

    Der Roman ist ein Thriller, Krimi und Liebesroman.

    Außergewöhnlich ist, das Marcus Goldman, diese Geschichte schreibt. Auch der Harry Querbert vom Vorgänger spielt mit.

    Der Roman hat mich gut unterhalten.

    Indigene Gesellschaftsgeschichte.


    Die Schriftstellerin Louise Erdrich besticht mit ihrem Roman „Jahr der Wunder“. Sie greift die Probleme der indigenen Bevölkerung auf.

    Erst hatte ich mit der Protagonistin Tookie meine Probleme.

    Als sie dann in Louises Buchhandlung arbeitet, entfaltet sie sich. Das sie von Floras Geist verfolgt wird, ist mir bis zum Schluss nicht ganz klar, ob es sich vielleicht nur in ihrem Kopf stattfindet.


    Nach der Hälfte steckte ich in einem Sog und mochte das Buch fast nicht unterbrechen. Die Autorin schreibt angenehm flüssig und spannend.

    Witzigerweise spielte sie in dem Roman auch mal mit.

    Der Roman spielt bis in die gegenwärtige Zeit, auch der Coronavirus war akut.


    Der Roman ist auf jeden Fall lesenswert. Ich wurde gut unterhalten.