Beiträge von Lucy1987

    Der Debüt-Anfänger-Fehler war auch eher etwas ironisch gemeint, meine Vermutung ging tatsächlich auch in die Richtung, dass es etwas vom Verlag vorgegebenes war. Eben ähnlich wie manche Autoren sehr unterschiedlichen Einfluss auf das Cover haben.

    Hallo,


    eine Kollegin von mir ist an Krebs erkrankt, ihr stehen nun diverse Termine bevor, wo es heißt die Wartezeit bestens zu überbrücken. Sie liest sehr gerne, hat einen sehr ähnlichen Buchgeschmack wie ich. Da es aber zum Teil eher Bücher waren, die eben in der jetzigen Zeit eher schwere Kost sind suche ich Buchtipps, die absolut perfekt zum Abschalten und Eintauchen sind. Nichts tiefgründiges, auf keinen Fall irgendwas mit Tod und Krankheit oder Schicksale, sondern einfach etwas, was positiv stimmt ohne zu kitschig zu sein.
    Auch, wenns keine zu schwere Kost sein soll, darf das Buch auch nicht platt sein, es darf also durchaus eine schöne Sprache besitzen und trotzdem den Leser in den Bann ziehen. Fantasy/Science Fiction gehen garnicht, eher was zeitgenössisches und es darf durchaus einen Hauch historisch sein, aber nicht zu irgendwelchen Ritterzeiten oder so.. :lache


    Ich weiß, schwieriger Auftrag aber meistens kann man sich auf die Büchereulen doch verlassen.. :-)


    Das Buch würde ich ihr dann gern schicken und eine Karte dazulegen. Wir stehen viel im telefonischen Kontakt, es soll eine Überraschung sein und eher ein kleines ,,ich denk an dich" als ein Mitleid erzeugendes Irgendwas.


    Ich bin gespannt auf eure Vorschläge!

    Mir fehlte in dem Abschnitt auch ein wenig die Struktur, hier hätte man wirklich die Unterschiede besser kenntlich machen sollen. Ist sicherlich ein Debüt-Fehler-Klassiker oder so.. :lache Jahreszahlen fänd ich auch hilfreich, oder eben auch ne Kennzeichnung mit verschiedenen Schriftformen oder sonstwas.
    Dieser Ich-Erzähler hat mich auch total rausgebracht. Das muss echt anders kenntlich gemacht werden. Vielleicht will die Autorin den Leser aber auch bewusst etwas verwirren oder zum Nachdenken anregen..


    Nichts desto trotz gefällt mir das Buch vom Inhalt nach wie vor gut, es ist für mich wieder ein Zeichen, dass mich die Geschichte der Medizin immer sehr interessiert. Eindrücklich ist hier auch, wie sehr die Menschenwürde in den Hintergrund gerückt wird, hauptsache die Studenten gelangen an ihren Doktortitel oder ihre Bekanntheit/Entdeckung.

    Zitat

    Original von Booklooker


    Dazu fällt mir die Frage ein, wie du auf das Thema für die Masterarbeit gekommen bist. :grin


    Dieser Frage möchte ich mich gern anschließen.


    Achso okay, weil vor 20 Jahren oder tatsächlich heute ist ja in der Geschichte der Psychiatrie ein enormer Unterschied. Es hat sich selbst in 20 Jahren noch wahnsinnig viel getan, sodass man erst seit kurzem wirklich von menschenwürdiger Behandlung psychisch Kranker sprechen kann. Ich arbeite mit einem etwas älteren Kollegen zusammen, der mit seinen 59 Jahren noch die Situation von Wachsälen in Psychiatrien kannte. Und nicht zu vergessen die irreversiblen Spätschäden von Schizophrenen, als ab 1952 Psychopharmaka angewandt wurden. In der Psychiatrie, in der ich arbeite, sind noch heute viele Patienten im Wohnbereich, die Spätfolgen durch massiv überdosierte Psychopharmaka haben. Heute würde man sagen: Soetwas darf nicht passieren. Ist es aber. Glücklicherweise gab es dann ja Reformen zu der Versorgung und den Missständen.

    Zitat

    Jetzt erfahren wir ein wenig mehr über Pauline. Ich vermute ja mal, dass depressiv ist. Die Erklärung darüber, dass sie zu 50 % kranke Nachfahren haben wird und Paul nicht, kann das so sein?


    Also ich glaube eher, Pauline ist weniger depressiv, zumindest aus heutiger Erkenntnis. Tippe da eher in Richtung Psychose (was schizoaffektives oder gar schizophrenes).. Sind ja an sich auch ,,alte" Krankheitsbilder, aber die Erkenntnisse waren zu der Zeit ja ganz andere als heute.


    Was die Vererbung angeht so hat man früher meines Wissens nach noch deutlicher an einen konkreten Zusammenhang gedacht. Heute ist es bei psychischen Erkrankungen eher multifaktoriell bedingt, wobei aber die Familienanamnese immer nicht unwichtig ist. Insbesondere wenn eine Verdachtsdiagnose im Raum steht, sind direkte familiäre Dispositionen ja schon nicht unwichtig. Früher hat man aber an einen viel direkteren Zusammenhang gedacht.. eigentlich völlig verrückt meiner Meinung nach.

    Naja nun, die Medizin hat sich eben doch weiterentwickelt, umso spannender finde ich eigentlich immer die Ansätze von früher zu sehen. Und der schreckliche Umgang mit Kranken und Behinderten war ja z.B. in der Nazizeit auch furchtbar, obwohl das noch garnicht so lange her ist. Und auch die Rechte der Frauen waren ja noch lange Zeit nicht solche, wie sie heute sind.


    Ich lieber ja eigentlich Bücher/Romane zur Geschichte der Medizin und auch Psychologie.


    Spannend find ich, dass auch Elektrokrampftherapien schon erwähnt werden, die man ja nach wie vor, wenn auch unter anderen Bedingungen, durchführt.


    Ein bisschen verwirren mich noch die verschiedenen Personen, da komme ich manchmal etwas durcheinander. Insgesamt mag ich aber den Schreibstil, man kommt gut in einen Lesefluss und es wird bisher nicht langweilig.

    Puuh, bin ich froh, dass ich ,,nur" in unserer heutigen Zeit in der Psychiatrie arbeite. Allgemein ist dieses Gebiet ja leider insgesamt sehr spät menschenfreundlicher geworden. Die Geschichte der Psychiatrie ist an sich nicht wirklich ein Vorzeigebeispiel von unserer tollen Welt.


    Habe den Abschnitt soeben beendet und finde das Buch bisher bei aller Grausamkeit sehr interessant. Kenne ja hysterische Menschen (jaaa, auch Männer..) aus meinem Berufsalltag (nein, nicht meine Arbeitskollegen) und finde es echt grausam, wie mit denen vorgegangen ist. Für das Buch an sich kann ggf. der heutige Wissensstand der histrionischen Persönlichkeitsstörung zum Vergleich ganz hilfreich sein.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Histrionische_Persönlichkeitsstörung

    Also, ich denke man muss nur durch das richtige Buch angefixt werden und ein generelles Interesse am Lesen haben. Es gibt doch tatsächlich auch Leute, die mit so viel Text nichts anzufangen wissen und die Bildern fehlen. Mein Freund ist auch so ein Fall. Videotext ist so gerade noch okay, auf mehr Text hat er keine Lust.


    Für mich war ein spannender Krimi damals ein super Einstieg, gern auch ein spannender Psychothriller, den man nicht mehr an die Seite legen mag. Harry Potter wäre für mich als Einstieg fatal gewesen, da hätt ich schnell aufgegeben.
    Da muss man für sich selbst einfach etwas finden und sich ausprobieren. Wenn aber generelles Interesse nicht da ist und man lieber Filme guckt - warum dann eigentlich nicht?


    Ich glaube ich bin damals mit Tess Gerritsen wieder so richtig in die Buchwelt eingestiegen, davor war sehr viele Jahre Ruhe und Desinteresse. Dann kommen aber auch bei einem Bücherwurm im Leben Phasen vor, in denen man wieder super wenig liest und auch wieder nen Ansporn in Form von genialen Büchern benötigt. (Ist bei mir derzeit der Fall)

    Ich schließe mich mit einer kurzen und knappen Rezi an. Ich habe das Buch auch im Rahmen der Leserunde mitlesen dürfen und das Buch als sehr zäh und letztendlich nur noch als nervig empfunden. Der Beginn ist überaus wenn vielleicht auch gewollt total chaotisch und unstrukturiert, man wird mit zusammenhanglosen Charakteren förmlich erschlagen. Es entsteht kein wirklicher Plot, man erlebt keinen Lesefluss sondern nur eine Aneinanderreihung von z.B. selbstverletzenden Taten von Jugendlichen.


    Ich war unendlich froh, dieses Buch an die Seite legen zu können. Von diesem Autor werde ich wohl keines mehr anrühren. Und in Leserunden gebe ich nicht schnell auf.. Es ist schwer auf den Punkt zu bringen, was mir an dem Buch nicht gefallen hat, aber für mich war es kein typischer Thriller. Es fehlen sehr lange die Zusammenhänge, weshalb man nicht das Gefühl hat, überhaupt in das Buch reinzukommen.


    Zitat

    Dazu jede Menge pseudophilosophisches Geschwafel, das ich nach anfänglichem Bemühen nur noch quergelesen habe, weil viele für mich nicht wirklich nachvollziehbar war.


    Das bringt es auch super auf den Punkt.


    Ich vergebe 0 von 10 Punkten. Und das äußerst selten. :-(

    Mich verwirrt die Geschichte nach wie vor, mag aber auch daran liegen, dass ich vieles nur noch querlese oder überfliege. Mich kann diese Geschichte nach wie vor nicht fesseln.. Schade eigentlich, denn die Beschreibung klang vielversprechend.


    Gehts nur mir so oder hat sich jemand noch klammheimlich ausgeklinkt?

    Ich komme nach wie vor nicht richtig rein ins Buch. Manchmal habe ich das Gefühl, der Autor beabsichtigt es, dem Leser nur Fetzen von Informationen zuzuwerfen. Die personen bleiben grau, nach wie vor entsteht ja noch nichtmal etwas wie ein Plot. Vielleicht verwirren mich aber auch nur die abgehackten Kapitel. Momentan würde ich drei Kreuze machen, wenn das Buch zu Ende ist. Solch einen zähen Thriller habe ich noch nicht gelesen..

    Also dieses Buch treibt mich nach wie vor in die Verzweiflung beim Lesen. Ich muss mich echt aufraffen, den nächsten Abschnitt zu lesen, auch diesen habe ich noch nicht ganz beendet. Ich finde es echt zäh, wenn man nach wie vor kaum Zusammenhänge versteht und immer wieder zig Personen auftauchen. Es ist noch das reinste zusammenhanglose Wirrwarr. Wenn das so weitergeht, werde ich es vermutlich nicht zu Ende lesen, aber noch versuche ich mich zu bemühen.


    Mir ist zwar bewusst, dass das Buch gezielt chaotisch geschrieben ist aber soooo strukturlos muss es doch auch nicht sein.. :-(


    Naja Borderliner umgangssprachlich das Ritzen passt nicht ganz.. Nicht jeder Borderliner schneidet sich und nicht jeder, der sich mit ner Rasierklinge selbstverletzt ist nen Borderliner.


    Ist aber in der Gesellschaft irgendwie so in den Köpfen drin..

    Also für mich ist Psychiatrie ja im beruflichen Sinne Alltag (arbeite in der stationären Psychotherapie) aber ich muss sagen, dass ich das Buch bisher höchst chaotisch empfinde. Es spiegelt aber sicherlich auch die Gedankenwelt der verschiedenen Personen wieder. Mir sind entsprechende Krankheitsbilder nicht fremd, dass ich insofern auch nicht überfordert bin mit dem Abschnitt, aber die Menge an Charakteren finde ich für einen Einstieg ins Buch nicht sehr passend.


    Die Stimmung allerdings ist absolut dem Thema entsprechend. Fast wie meine Gespräche mit manchen sehr jungen Borderlinern auf der Arbeit, die mal wieder um völlige selbstvernichtende Gedanken kreisen und das Leben so beherrschend schlecht reden können. Wehe, man ist da selbst ein wenig angeknackst.


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    Mit Tabletten geht es ihm wieder ganz gut, nur an arbeiten ist nicht zu denken und geheilt werden kann er davon nicht...


    Och, so pauschal kann man das im übrigen nie sagen. ;-)