Beiträge von Leseschildkröte

    Vielleicht wären die Romane um James Pattersons "Club der Ermittlerinnen" eher etwas für dich, Sternle? Darin geht es um die Polizistin Lindsay Boxer und ihre drei Freundinnen, die zusammen in Mordfällen ermitteln. Der erste Band heißt: "Der 1. Mord". Ich habe kürzlich Band 5 gelesen "Die 5. Plage", die seitdem zu meinen absoluten Favoriten der Serie gehört. Band 4 fand ich eher mau, aber sonst ist es eine starke, spannende Serie.
    :wave

    Eine liebe Büchereule hat mir das Buch kürzlich geschenkt. Die Aufmachung ist wunderschön: Das rote Kunstleder mit dem goldfarbenen Druck sieht edel aus und passt zu weiteren Romanen, die in ähnlichem Stil in der Reihe "Klassiker erotischer Weltliteratur" erschienen sind.


    Über das Buch:
    Es ist eine klassische Dreiecksgeschichte. Conny, ein unbekümmertes Mädchen vom Land, heiratet den vermögenden, aber emotional stark unterkühlten Clifford Chatterlay. Er wird im Krieg schwer verletzt und kehrt als gelähmter Mann heim, der fortan im Rollstuhl sitzen muss. Ihre Ehe fließt im täglichen Einerlei auf dem Landsitz seiner Familie dahin, viel zu sagen haben sie sich nicht (mehr). Oberflächlich ist ihre Welt in Ordnung, doch Conny droht an der Gefühlskälte ihres Mannes zu zerbrechen. Sie vermisst seine Zuneigung und Wärme, während er sich dem Kartenspiel hingibt und zufrieden scheint. Da begegnet sie dem Wildhüter Oliver Mellors, der sich zunächst abweisend gibt, jedoch schon bald mehr für sie wird, als ein Freund ...


    Aufgrund expliziter erotischer Beschreibungen durfte das Buch erst zweiunddreißig Jahre nach seiner Vollendung in England erscheinen. Zwei Tage später war es bereits vergriffen.


    Über den Autor (Quelle: Amazon):
    David Herbert Lawrence (1885-1930), Sohn eines Minenarbeiters und einer Lehrerin, arbeitete in London zunächst selbst als Lehrer. Als er an Tuberkulose erkrankte, mußte er seinen Beruf aufgeben und unternahm rastlos schreibend ausgiebige Reisen. Sein Werk, entstanden unter dem Eindruck der Psychoanalyse Freuds, wurde wegen erotischer Freizügigkeiten scharf angegriffen. Neben zahlreichen Romanen und Erzählungen veröffentlichte Lawrence auch Reisebücher, Essays und Lyrik. Er starb 1930 in Vence bei Nizza.


    Meine Meinung:
    Ein wunderschönes Buch mit Tiefgang, das auch heute noch aktuell ist. Es gibt zahlreiche erotische Szenen, die sehr geschmackvoll beschrieben sind. Heutzutage wirken sie keineswegs mehr so skandalös wie vor achtzig Jahren, beeindrucken aber immer noch durch ihre emotionale Tiefe. Sie stehen keineswegs im Vordergrund des Romans. Das Hauptaugenmerk liegt vielmehr auf den inneren Erlebnissen und Entwicklungen der Protagonisten, die fesselnd beschrieben werden. Connys Schicksal hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ihre Einsamkeit war beinahe greifbar. Neun von zehn Punkten.


    :lesend

    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Jill Charley manipulieren will. In den Unterhaltungen über Sex und ihre Vergangenheit fließt oft mit ein, dass sie es genießt, Macht zu haben. Aber warum will sie Charley manipulieren? Was ist ihr Ziel? Möchte sie sich einfach nur die Zeit in der Todeszelle vertreiben? Das klingt irgendwie zu einfach. Hofft sie vielleicht, dass Charley ihre Geschichte so positiv für sie aufschreibt, dass ihr Fall nach dem Erscheinen des Buches neu aufgerollt wird? Oder steckt noch etwas ganz anderes dahinter? :gruebel

    Also, ich traue Jill nach Charleys erstem Besuch bei ihr nicht so richtig. Sie erweckt in mir den Eindruck, dass sie etwas verbirgt, weil sie sich so auffallend viel Mühe gibt, alles richtig zu machen und sich dauernd entschuldigt. Das finde ich schon ziemlich verdächtig. Und spannend! :lesend

    Wow, was für ein toller Start in den Roman. Charley mochte ich schon nach den ersten Zeilen, nachdem sie die E-Mail der wütenden Leserin gelesen hatte. Sie hat es im Leben nicht leicht, kämpft sich aber durch und nimmt vieles mit Humor. Ihre Familie stammt auch nicht gerade aus "Eine himmlische Familie", sondern hat jede Menge Ecken und Kanten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass einer von ihnen mehr mit der Kindermörderin zu tun hat, als es jetzt aussieht.


    Bei Jill Rohmer könnte ich mir vorstellen, dass sie jemanden deckt. Aus Liebe vielleicht? In ihrem Brief schreibt sie:
    "Die Leute glauben, sie kennen mich.
    Sie irren sich."
    Das klingt doch sehr danach, als stünde sie unter einem falschen Verdacht. Aber wer weiß, ob man ihr trauen kann? Mit den ersten Kapiteln hat Joy Fielding es jedenfalls wieder einmal geschafft, einen total im Dunkeln darüber tappen zu lassen, wem man trauen kann und wem nicht. Klasse!


    Jetzt schnell weiter zum nächsten Kapitel ...
    :lesend

    Eine Geschichte mit einer Spinne wäre wohl eher nichts für mich. Selbst wenn sie spricht. :erschreck


    Das Titelbild der deutschen Ausgabe der "Katze" erinnert mich stark an das Cover einen anderen Romans, den ich einmal im Buchladen gesehen habe. Es war ein Krimi von Jo Nesbo, glaube ich. Deshalb habe ich einmal bei Amazon nach dem englischen Cover gesucht und finde es eigentlich stimmungsvoller. Aber vielleicht bekommt der gefesselte Flügel noch eine Bedeutung in der Geschichte. Ich bin schon gespannt ...

    Hier ist noch eins von ihm, das eher biographisch ist, aber vielleicht interessiert es dich auch.


    Kurzbeschreibung von Amazon:
    Zum ersten Mal gibt Stephen King Einblick in sein Leben und in die Entstehung seiner Romane und Geschichten. Lebendig und aufschlußreich berichtet er von Kindheit und Jugend, seinen Sehnsüchten, Ängsten und Glücksmomenten und seiner Lust am Schreiben. Ein so kluges wie sensibles und gleichzeitig packendes Buch über gelebte Literatur.


    :wave

    Vielen Dank für die schöne Rezi, SweetMouse! Um das Buch bin ich auch schon herumgeschlichen, allerdings hat mich der Titel immer abgeschreckt. Ich kann keine "Die ...-in"-Titel mehr sehen ... :-( Jetzt werde ich dem Buch aber definitiv eine Chance geben.
    Viele liebe Grüße aus dem sonnigen Erzgebirge!

    Ich kann: Mir fehlt hier die Atmosphäre des Jahrmarkts. Die Geschichte lebt von den Gedanken und dem Erleben des Protagonisten. Die Gedanken werden schön herausgearbeitet, das Erleben aber nicht. Trotzdem eine schöne Geschichte mit Tiefgang.


    Der Zauberer: Zu lang. Die Lebensgeschichte von Don Albertio gehört in einen Roman, für eine Kurzgeschichte ist sie eher unwichtig. Außerdem finde ich die Strafe völlig unangemessen. Der junge Held hat kein Verbrechen begangen, dass diese rechtfertigen würde.


    Das verbotene Wissen: Bei dieser Geschichte hatte ich Gänsehaut und kalte Schauer auf dem Rücken. Sie beschwört eine schöne Atmosphäre herauf. Mit Blick auf das Motto des Wettbewerbs, denke ich, dass der Held seine Tante vielleicht bei der Ausübung von Magie beobachtet hat, was diese unbedingt geheim halten möchte. Als Leser habe ich gern letzte Gewissheit, hier hat die Ungewissheit allerdings zum Rest der Geschichte gepasst.


    Es werde Licht : Kurz, aber keine Geschichte.


    Magie - die Verblödung schlechthin?: Weder kurz, noch eine Geschichte.


    Hast du das gesehen, Papa? : Dieser Text hat mich wirklich berührt. Der Vater erinnert sich an seine eigene Kindheit, als sein Sohn mit leuchtenden Augen den Sportlern zuschaut. Für ihn haben de Wettkämpfe längst ihrr Magie verloren, doch er schweigt, um seinem Sohn den Zauber zu bewahren. Schön geschrieben. Auch die Wiederholung "Hast du das gesehen?". Damit wird die Begeisterung des Jungen direkt spürbar.


    Vielleicht: Dazu habe ich leider keinen Zugang gefunden. Ist das ein Traum? Ein Tagebuch? Oder eine Momentaufnahme? Hier fühle ich mich als Leser ohne Landkarte in eine fremde Welt geworfen, in der ich mich ohne weitere Informationen nicht zurechtfinde.


    Wunschlos glücklich: Eine nachdenkliche, satirische Geschichte mit einer tieferen Wahrheit, die einem in ein rosa Spitzenkleid gehüllt entgegenspringt. Super!


    :wave