Beiträge von buzzaldrin

    Zitat

    Original von Natascha


    Nein, zumindestens ich nicht. :nono


    Ich bezweifel, dass sich das auf den ehelichen Sex bezieht, sondern eher auf den "schrecklichen Unfall", der in dem Buch wohl eine Rolle spielt. Auch im Leben von Charlotte Roche hat es einen fürchterlichen Unfall gegeben, bei dem ihre Brüder starben ...

    ... es einfach manchmal idiotische Hundebesitzer gibt. Heute stürmte Barney aus zwanzig Metern auf uns zu, beißt in Bandits Schwimmnudel und reißt sie in zwei Teile. Die Besitzerin stiefelt hinterher und als ich sage, dass ihr Hund unsere Schwimmnudel kaputt gemacht hat, meint sie nur, dass wir ja auch nur daneben standen und nicht "Aus" gerufen haben - sowas passiert halt. Hallo? Ihr Hund stürmt auf uns zu, beißt in unsere Schwimmnudel und das ist unsere Schuld?


    Wir haben uns dann noch 3,50€ geben lassen von ihrem Mann und ihnen geraten eine gute Hundeschule zu besuchen ... :rolleyes

    Ich wollte schon lange mal etwas von Joachim Fest lesen und das klingt wirklich interessant und passt auch sehr gut zu dem Thema, mit dem ich mich im Moment beschäftigt ... es wandert direkt auf die Wunschliste! :wave

    Danke für die schöne Rezi, savanna!


    Das Buch steht schon auf der Wunschliste und wird jetzt sicherlich auch bald gekauft werden. Es klingt nach einem Buch, ganz nach meinem Geschmack - auch wenn ich ständige Zeitwechsel manchmal auch ganz schön anstrengend zu lesen finde ... ist es denn immer eindeutig, ob man sich grade in der Vergangenheit oder in der Gegenwart befindet?

    Zitat

    Original von DraperDoyle
    Das hört sich ja ausgesprochen attraktiv an:


    Willkommen in Bullet Park, einer kleinen aufgeräumten Vorstadt im Umland von New York. Hier werden Ordnung und gute Nachbarschaft großgeschrieben: Eine adrette Bahnstation mit leeren Sitzbänken, Vorgärten mit kurz getrimmtem Rasen, hellweiße Häuser, zum Trocknen aufgehängte Wäsche, ein paar freundliche Cocktailpartys. Ja, Bullet Park ist der ideale neue Wohnort für Paul Hammer und seine anspruchsvolle Gattin! Was sie nicht wissen: In Bullet Park ist nichts, wie es scheint. Paul Hammer trifft auf Eliot Nailles, den netten, nachdenklichen Nachbarn, der Tabletten schluckt und seine Frau und seinen Sohn so liebt, dass er sich selbst bisweilen zu vergessen droht. Das kann nicht gut gehen ... Die Lichter von Bullet Park ist einer der ganz großen Romane des 20. Jahrhunderts, eine Hymne an die amerikanische Vorstadt ebenso wie ein zeitlos zynischer Abgesang auf den viel beschworenen American Dream in einem Atemzug zu nennen mit Richard Yates Zeiten des Aufruhrs und F. Scott Fitzgeralds Der große Gatsby . Ausgebuffter als Cheever ist keiner, und wie in den viel besungenen Storys besticht er durch seinen präzisen poetischen Ton und den gnadenlos genauen Blick.


    Edit merkt gerade, dass bones auch schon dieses Buch nachgefragt hat...


    Habe gerade eine rezi geschrieben:


    Die Lichter von Bullet Park - John Cheever


    :wave

    Gebundene Ausgabe: 254 Seiten
    Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 1 (9. März 2011)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3832180680
    ISBN-13: 978-3832180683
    Originaltitel: Bullet Park


    Kurzbeschreibung
    Willkommen in Bullet Park, einer kleinen aufgeräumten Vorstadt im Umland von New York. Hier werden Ordnung und gute Nachbarschaft großgeschrieben: Eine adrette Bahnstation mit leeren Sitzbänken, Vorgärten mit kurz getrimmtem Rasen, hellweiße Häuser, zum Trocknen aufgehängte Wäsche, ein paar freundliche Cocktailpartys. Ja, Bullet Park ist der ideale neue Wohnort für Paul Hammer und seine anspruchsvolle Gattin! Was sie nicht wissen: In Bullet Park ist nichts, wie es scheint. Paul Hammer trifft auf Eliot Nailles, den netten, nachdenklichen Nachbarn, der Tabletten schluckt und seine Frau und seinen Sohn so liebt, dass er sich selbst bisweilen zu vergessen droht. Das kann nicht gut gehen ... Die Lichter von Bullet Park ist einer der ganz großen Romane des 20. Jahrhunderts, eine Hymne an die amerikanische Vorstadt ebenso wie ein zeitlos zynischer Abgesang auf den viel beschworenen American Dream in einem Atemzug zu nennen mit Richard Yates Zeiten des Aufruhrs und F. Scott Fitzgeralds Der große Gatsby . Ausgebuffter als Cheever ist keiner, und wie in den viel besungenen Storys besticht er durch seinen präzisen poetischen Ton und den gnadenlos genauen Blick.


    Über den Autor
    John Cheever (1912 geboren in Quincy, Massachusetts; gestorben 1982) gilt als einer der Innovatoren der amerikanischen Erzählkunst. Im flimmernden Wechsel zwischen Parodie, Satire und scheinbar treuherzig-naivem Bericht vom Tun und Lassen der Ostküstenelite hat er einen Schatz an Romanen und Stories hinterlassen, der in deutscher Sprache nie angemessen erschlossen worden ist. Thomas Gunkels Übersetzung der Wapshot-Chronik füllt eine bislang weiße Stelle auf der Karte der modernen Weltliteratur.Thomas Gunkel, geb 1956 in Treysa, Erzieher, studierte Germanistik und Geographie und ist als Übersetzer tätig.


    Meine Meinung


    "Wenn Sie an meiner Meinung interessiert sind, will ich sie Ihnen gerne sagen. [...] Ich finde Bullet Park zum Kotzen. Hier geht es zu wie auf einem Maskenball. Man braucht sich nur seine Kleidung bei Brooks zu kaufen, mit dem Zug zur Arbeit zu fahren und einmal in der Woche in die Kirche zu gehen, dann fragt kein Mensch, wer man ist."


    Im Mittelpunkt von John Cheevers Roman "Die Lichter von Bullet Park" steht das Viertel Bullet Park und einige seiner Bewohner.


    Unter dem Bullet Park stelle ich mir einen "typischen" amerikanischen Vorort vor. Große, weiße Häuser der Mittelschicht. Der Großteil der Einwohner fährt jeden Morgen mit dem Zug zur Arbeit und gönnt sich am Abend einen Drink (oder auch mal zwei oder drei ...).


    Das Buch ist in zwei Erzählstränge gegliedert. Im ersten Erzählstrang beschäftigt sich John Cheever mit Elliot Nailles. Nailles ist ein Chemiker, der für die Firma in der er arbeitet, das Mundwasser Spang bewirbt. Nailles liebt seine Frau Nellie und seinen Sohn Tony, geht zur Kirche (wenn auch mehr aus Pflichtgefühl, als aus religiösem Eifer) und trinkt am Abend seinen Whisky. Tony ist ein typisches Kind dieser Vororte und John Cheever zeichnet ein beeindruckendes Bild seiner Schwierigkeiten, die von klein auf an bestehen. Sie eskalieren, als Tony sich urplötzlich weigert, aus dem Bett aufzustehen. Auch sein Vater Nailles hat Schwierigkeiten. Er geht zu einem Psychiater, weil er nicht mehr weiß, wie er ohne Beruhigungsmedikament die Zugfahrt überstehen soll.


    Der zweite Strang erzählt die Geschichte von Paul Hammer und seiner Frau Marietta, die in den Bullet Park ziehen. Aus der Ich-Perspektive berichtet Paul von seiner aufregenden Vergangenheit und davon, wie er seine Frau Marietta kennengelernt. Am Ende des Roman muss man als Leser auf erschreckende Art und Weise feststellen, dass das Vorstadtleben bei vielen Bewohnern von Bullet Park nur Fassade ist.


    John Cheever erzählt auf beeindruckende Art und Weise. An vielen Stellen habe ich mich sehr an Richard Yates erinnert gefühlt, da beide einen ähnlichen Erzählton haben.
    Cheever seziert die Verlogenheit und Lügen der Mittelschicht. Der Roman ist sehr gut lesbar und an vielen Stellen muss man sogar lachen, da Cheever sehr ironisch und zum Teil auch gemein über die Bewohner von Bullet Park schreibt.


    Ein Roman aus den 60er Jahren, der aber bis heute nichts an seiner Gültigkeit verloren hat und den man wohl immer noch auf die ein oder andere Vorstadt anwenden kann.


    9 Punkte.

    Ich habe letztes einige meiner Bücher aus meinem ehemaligen Kinderzimmer ausgeräumt und war ganz erschrocken, wieviel Bücher ich eigentlich habe. Ich habe jetzt schon vier voll Billys und zwei volle andere Regale und es ist immer noch nicht alles ausgeräumt ... :wow

    Zitat

    Original von Herr Palomar
    Schattenfangen - Louise Erdrich


    Kurzbeschreibung
    Ein grausames Spiel hat sich Irene ausgedacht, als sie feststellt, daß ihr Mann heimlich in ihrem Tagebuch liest. Sie beginnt ein neues, das sie jetzt besser versteckt. Dem vertraut sie ihre wahren Gefühle, ihre Hoffnungen und Enttäuschungen an, die Zweifel an ihrer Ehe, aus der sie nicht loskommt. Das alte Tagebuch führt eine andere Irene. Eine, die ihren Mann wissen lassen will, daß sie ihn nicht mehr liebt, eine, die vorgibt, ihn zu betrügen, eine, die ihm sagen will, daß sie nur noch Verachtung für ihn übrig hat. Es ist der perfide Versuch, die Ehe zu einem Ende zu bringen. Das Bild, das die beiden nach außen vermitteln, ist ein anderes: zwei, die füreinander bestimmt sind. Er der Maler, sie die Kunstwissenschaftlerin, seine Muse. Ohne sie kann er nicht malen. Ohne ihn kann sie nicht leben. In Wirklichkeit: ein Paar, aneinander gefesselt durch Haßliebe und ihre Kinder. Sie werden zusammenbleiben, bis daß der Tod sie scheidet. Louise Erdrich hat mit "Schattenfangen" einen beeindruckenden Psychothriller geschrieben, konsequent stülpt sie das Innenleben ihrer Protagonisten nach außen und zeigt, wohin es führt, wenn aus Liebe Hass wird.


    Da bin ich auf deine Meinung gespannt. Die Rezis auf Amazon klangen ja nicht sooo positiv ... :gruebel

    Hmm, vielleicht ist mein Interesse an dem Buch auch einfach meine selbstmasoistische Neigung ... ;-) Das erste habe ich auch nicht gelesen, aber bei Helene Hegemann z.B. war ich froh, dass ich mich an das Buch rangetraut habe, ansonsten hätte ich wirklich was verpasst!

    Ich habe mich auf Lanzmann Biographie "Der patagonische Hase" bezogen, dort schildert Lanzmann sehr beeindruckend seine Begegnungen mit Jan Karski und ich bin zum ersten Mal auf Karski aufmerksam geworden. Wenn du das Buch noch bei dir liegen hast, kann ich dir nur empfehlen, es bald zu lesen!


    Du hast schon recht damit, dass man über die sprachlichen "Mängel" drüber weglesen kann. Viele Stellen waren auch viel zu spannend, als das ich mich auf die Sprache hätte konzentrieren können - ganz drüber wegsehen kann man als Germanistin nur auch nicht ... ;-)

    Hallo Elbereth,


    ich habe letztens schon einen interessanten Artikel in DIE ZEIT über die Marketingmaschinerie dieses Buch betreffend, gelesen:


    http://www.zeit.de/2011/27/Roche-Roman


    Zitat

    Original von Elbereth
    mich würde mal interessieren: kauft ihr das neue Buch, werft ihr zumindest einen Blick rein, oder fasst ihr das Ding nicht mit der Kneifzange an?


    Ich kenne da meistens keine Skrupel - Helene Hegemann, Airen, vor kurzem Kim Frank. An alle habe ich mich rangetraut und ich werde mich auch sicherlich an "Schoßgebete" versuchen ... :grin