Beiträge von chiclana

    Meinen letzten Urlaubstag einläuten. Wie schnell können zwei Wochen eigentlich vergehen? 8| Montag muss ich wieder ins Büro und bis Weihnachten wird es echt unterirdisch. Aber vielleicht erfahre ich am Montag immerhin mal wie es mit der Abteilung weitergeht und wo ich ab 01.01.2023 zugeteilt werde. Ich schicke täglich mindestens ein Stoßgebet zum Himmel und hoffe, es geht alles so auf wie ich es mir wünsche.

    Ich drück Dir die Daumen!

    Ich breche oft Bücher ab. Und dann bekommen sie auch keine 2. Chance mehr. (Von sehr seltenen Ausnahmen mal abgesehen)

    Es gibt es viel zu viele Bücher, die mich reizen, da vertue ich meine wenige Lesezeit nicht mit Büchern, die mir nicht gefallen.

    Abgebrochene Bücher kommen auch direkt weg. Tauschticket, öffentlicher Bücherschrank, verkaufen, verschenken oder im Idealfall einfach zurück in die Bücherei.


    Nein, das ist bei mir noch nie vorgekommen, dass ich eine bestimmte Verfassung bzw. Stimmung dafür brauche, ein Buch zu lesen.


    Das kenne ich schon, allerdings bei der Auswahl, was ich als nächstes Lesen will. Sobald ich mal im Buch drin bin ist mir das dann egal, dann lese ich weiter.

    Sehr schlimm empfand ich die Szene um die Geburt von Adelheids jüngsten Geschwisterchen. Das war dermaßen heftig, daß ich ab diesem Punkt bis zum Ende nur noch diagonal gelesen habe, um den Handlungsstrang verfolgen zu können.


    Alles in allem bin ich froh, ausgelesen zu haben. Ich gebe zu, an das Buch andere Erwartungen gehabt zu haben. Auf das viele Leid, die vielen Intrigen, die extrem üblen Lebensverhältnisse, die überdeutlich geschildert wurden, war ich in keiner Weise vorbereitet. Wenn ich ehrlich bin: wäre ich es gewesen, hätte ich das Buch nicht gelesen. Ich kann ich Büchern ziemlich viel vertragen. Ich könnte da einige aufzählen, die inhaltlich (an Leid, Schmerz und Brutalität) deutlich härter waren als dieses (Romane wie Sachbücher). Wenn ich so offen sein darf: hier ging es allerdings in der Summe über mein „Fassungsvermögen“ („Fassung“ im Sinne von Menge an ertragbarem Leid) hinaus. Ich habe das Buch von Anfang an als "düster und herunterziehend" empfunden. Mag sein, daß es ein paar wenige Lichtblicke gab, die waren aber so klein, daß die das Negative für mich nicht Relativieren bzw Abmildern konnten. Tut mir leid, aber ich kann mir im Moment nicht vorstellen, die Folgebände zu lesen.

    Das finde ich interessant, dass Du das alles als so extrem niederschmetternd empfunden hast. Ging mir nicht so. Klar, es ist keine Gute Laune Wohlfühlgeschichte und ich hab mitgefühlt mit den Figuren, aber ich fand es nicht so erschütternd, da haben mich andere Beschreibungen schon weitaus mehr mitgenommen.

    Ich fand es hier gut, dass die Widerlichkeiten nicht allzu detailliert breitgetreten wurden.

    Ausgelesen.


    Es wurde in der Leserunde schon mehrfach angesprochen, jetzt fiel es mir nochmals im Text auf. S. 316 unten stellt sich Adelheid selbst die Frage, weshalb sie nur wegen ihrer Schönheit eingestellt wurde, wo sie doch zu den „Unsichtbaren“ gehört. Ich hatte gedacht, daß irgendwann im Buch mal ein Hinweis auf diesen Punkt kommt, aber bis zum Ende kam nichts. Insofern bleibt die Einstellung Adelheids mysteriös ohne stichhaltigen Grund. Vom dramaturgischen mal abgesehen.

    Ja, da hätte ich mir auch eine Erklärung gewünscht.

    Ich kann mir nur vorstellen, dass der Fürst als Ablenkung besonders hübsche Dienstmädchen einstellt, damit alle meinen, er hätte Interesse an ihnen...

    Wenn sie aufmerksam ist, merkt sie doch, wie gegen Adelheid intrigiert wird und auch wie Hedda von Opitz bedrängt wird. Dass manche für ihre Arbeit ungeeignet sind und besser Küchenmädchen wären als Stubenmädchen. Das alles könnte sie in ihrer Position, also verantwortlich für das Dienstpersonal, ändern.

    Hmm, könnte sie die vorgegebene Rangfolge von sich aus ändern? Ich bin mir nicht sicher, ob sie zu sowas befugt war.

    Aber ja, gegen die Bösartigkeiten könnte sie schon mehr einschreiten.

    Heute habe ich mir einen gemütlichen Lesenachmittag gegönnt und das Buch vollends verschlungen.


    Ich finde es schade, dass es eine Trilogie ist und nicht ein dicker, in sich abgeschlossener Schmöker.

    Wann erscheint denn der nächste Teil?


    Die Eulenburg Affäre fand ich interessant, ich hatte da noch nie davon gehört. Viel mehr begeistert hat mich aber der Blick in die Dienstbotenetage, die Sichtweise der Bediensteten, ihre Aufgaben und Arbeitsbedingungen, die vielen Details. Die Darstellung war recht bedrückend, aber vermutlich sehr realistisch. Mir hat es sehr gefallen, dass nicht ständig irgendwelche glücklichen Zufälle alles mit rosa Zuckerguss überziehen.


    Gefreut habe ich mich über das informative Nachwort!


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich sehr über den Austausch hier in der Leserunde!

    Was für ein Abschnitt, die Seiten flogen nur so dahin. Und wenn hier nicht plötzlich alke mit Frühstückshunger gestanden wären, hätte ich das Buch wohl vorhin direkt zuende gelesen.


    Constanzes Geschichte fand ich sehr fesselnd - und die Komtess hätte ich zu gern geschüttelt.

    Gleichzeitig wundere ich mich immer noch, dass die Komtessen so alt sind. Wieso wurden die noch nicht verheiratet? Und in welchem Alter war man denn zu der Zeit erwachsen? Noch später als 21?


    Insgesamt sehr interessant mit welchem Selbstverständnis jeder aufwächst und lebt. Auch wie Adelheid Heddas Sichtweisen faszinierend und neu findet.

    Oder der Umgang mit Homosexuellen.


    Die Mamsell finde ich gut dargestellt, sie sorgt durchaus für ihre Schützlinge, eben in einem realistischen, ihr möglichen Rahmen.

    Mir gefällt es weiterhin sehr, dass nur aus Sicht der Bediensteten erzählt wird! Und da sie ja überall sind und konsequent ignoriert werden, bekommen sie doch allerhand mit.


    Ich finde auch die ganzen Details um die Arbeiten / Arbeitsbedingungen sehr interessant, z.B.die Schuhe, den Kronleuchter, wer was macht, usw.


    Ich war anfangs überrascht, dass die Fürstentöchter schon so alt sind. Hatte zu Beginn des Buches gedacht, die wären alle Teenager.

    Ja, das fand ich auch sehr merkwüdig von der Mamsell.

    Sie wirkte sehr verlegen, hat Hedda auch geglaubt, aber durch irgendetwas kann sie nix machen.

    Vermutlich hat Opitz sie auf irgendeine Art & Weise in der Hand, denke ich mal.

    Hmm, ich glaube eher, dass sie nichts macht, weil er ranghöher und ein Mann ist. Was soll sie denn auch machen? Schuld ist doch nachher sowieso das Mädchen.

    Ich hab Hedda bewundert, dass sie sich überhaupt traut, das Thema anzusprechen.

    Das kann ich mir kaum vorstellen, der Fürst als Vater Adelheids? Gut, wenn sie die Älteste ist, und ihre Mutter früher im Schloss angestellt ist das durchaus möglich. Aber die Gedanken des Fürsten, als er Adelheid sieht, deuten nur darauf, dass sie ihm der Haare wegen aufgefallen ist.

    Ja schon, aber die nur Optik bei der Auswahl eines Stubenmädchens, dass er im Idealfall eh nie sieht?

    (wobei ich zu gern wissen würde, warum der Fürst unbedingt Adelheid eingestellt haben will, ich hätte da ja sofort einen passenden Verdacht... Und das die Söhne alle aus dem Haus sind, hat mich auch beruhigt...)


    Teilst Du Deinen Verdacht mit uns?

    Ich fürchte ja fast, es geht um irgendwelche "verwandtschaftlichen" Verhältnisse, aber ich hoffe, es kommt eine andere Erklärung.