Beiträge von Maharet

    Ich durfte dieses Buch als Wanderbuch lesen. Danke dafür nochmals, Buchdoktor!


    Man merkt von Anfang an, das die Geschichte sehr groß angelegt ist. Es sind viele handelnde Personen, die sich um die 4 Hauptpersonen Henny, Lina, Käthe und Ida bewegen. Es fällt auch nicht schwer sich von der Geschichte mitziehen zu lassen. Zum einen Henny als (meine) Hauptperson, die gemäßigt versucht das beste für sich und ihre Familie aus der jeweiligen Situation zu machen, die radikale Käthe, Lina, die ruhige Lehrerin die für mich bis zum Ende etwas blass bleibt, und Ida, das verzogene Gör, bei der ich überhaupt nicht wusste was ich mit dieser Figur anfangen soll, aber da Ina ja auch oft selbst nicht weiß was sie eigentlich will, ist das wohl okay so....
    Wir erleben in diesem ersten Band die Jahre nach dem großen Krieg, die Jugendjahre unserer Personen, über die goldenen Zwanziger Jahre in denen wirklich alles möglich war, bis hin zum Ende des Nazi-Regime 1948. Manchmal ging es mir im Buch etwas zu schnell, plötzlich waren wieder 5 Jahre vergangen, plötzlich war Hitler halt nun doch an der Macht obwohl sich die Protagonisten 2 Seiten vorher noch einig waren das das nie passieren würde... da ging mir vieles zu schnell, ich hätte gerne ausführlicheres gelesen. Wie sich vor allem das dritte Reich auf die Leben der 4 Frauen auswirkt ist gut beschrieben. Sie alle haben jüdische Freunde/Freundinnen um die gebangt werden muss....


    Gesamtfazit: Ich lese gerne historisches, aber eigentlich ist nach dem 1 WK bei mir Schluß, in die Zeit danach wage ich mich nur höchst-selten. Dieser Ausflug hat mir allerdings gut gefallen, und ich bin mir sicher das ich auch die nächsten 2 Teile lesen werde!

    Augsburg ist wunderschön. Die Altstadt (immerhin die zweitälteste auf deutschem Boden) immer noch sehr römisch, und die Fugger und Welser trifft man auch noch immer an vielen Ecken....



    Ausserdem liebe ich Heidelberg, da sind aber oft viele Touristen unterwegs, grade am Schloss...

    Da mich sowohl das Thema des Buches, als auch die Zeit in der es (großteils) spielt sehr interessieren, wollte ich hier unbedingt dabei sein....


    Die Ära der Zeppeline, riesige Luftschiffe am Himmel, die die Welt näher zusammen rücken lassen. Die Zeit zwischen den Weltkriegen, eine Zeit voller Hoffnung.... Christian Nielsen ist hier die Hauptfigur. Keine Erfundene, sondern der Großvater der Autorin. Das fand ich spannend. Christian Nielsen war auf der Hindenburgh als diese in Lakehurst in Flammen aufging. Doch auch vorher war das Leben des Sylters unglaublich spannend. Erst auf See, dann in der Luft reiste er um die Welt, mehrmals sogar. Geschickt beschreibt die Autorin die so wichtigen Ereignisse dieser Zeit (Börsenkrach, Black Friday uvm...) aus der Sicht ihrer Protagonisten. Die eingewobene Liebesgeschichte, die geheimnisvolle Dame am anderen Ende der Welt, die ist erfunden. Aber das hat mich beim Lesen wirklich überhaupt nicht gestört.


    Von mir bekommt "Und unter uns die Welt" sehr gute 9 Punkte. Ich bedanke mich für mein Testleseexemplar, und bei der Autorin für die geduldige Beantwortung aller Fragen!

    Zitat

    Original von BelleMorte
    Oh Susann, puschelige possierliche Tiere mit gemeinen Feld, Wald und Wiesen Drow vergleichen ist aber jetzt fies. :wow


    Ich glaube die Drow haben ein anderes Verständnis von Ehre und Ethik. Da dient Zak eigentlich als Fingerzeig für.


    Wenn ein Dritter Sohn überlebt, ist das immer was besonderes. Ich kenne ausser Drizzt in weiteren Bänden nur einen und der ist auch ein Exot :lache



    Echt, es gibt noch einen? Der muss recht weit hinten in den Realms kommen, denn der ist mir soweit ich weiß damals nicht begegnet.. :lache



    Edit: Also mit Tieren würde ich die Drow jetzt aber gar nicht vergleichen. Kein Tier mordet aus Bosheit - bei den Drow gibts dafür extra Punkte bei Lloth und ihren Priesterinnen....
    Das ist für mich eher eine sehr schräge Art der Gesellschaftsform. Hängt irgendwie vielleicht auch mit Langeweile zusammen, irgendwie muss man sich sein ewiges Leben ja spannend gestalten....

    Ja, es ist schön mal wieder zurück zu sein. Ich selber bin erstaunt was ich alles noch wusste, obwohl es doch schon mehr als 10 Jahre her ist das ichs das letzte Mal gelesen habe. Die Dunkelelfen sind einfach unheimlich genial, und eine gut durchdachte, coole Welt. Grade Menzoberanzan... Und wer dachte für dominante, intrigante, gruselige Weibsbilder wäre GRR Martin zuständig, der wird hier auch eines besseren belehrt...


    Ich bin noch ganz am Anfang, ich habe beschlossen es zu genießen, vor allem die schönes Sprache :)

    Haus Do Urden möchte einfach in der Hierarchie eine Stufe höher klettern, und dazu muss ein Haus das höher steht weg, in dem Fall hat sich Mama Malice halt die DeVirs ausgesucht.. . Wenn das Haus komplett ausgelöscht wird dann ist das nach Drow Gesetzen völlig okay denn wo kein Kläger, da kein Richter, man tut einfach als hätte es dieses Haus nie gegeben... Bleibt aber ein Familienmitglied über, in dem Fall jetzt Alton DeVir, ist das Haus nicht komplett weg und man kann die Auslöschung nicht ignorieren. Ausserdem wird der sich rächen wollen...

    Ich bin nun auch durch und immer noch ziemlich zufrieden mit dem Buch. Das Lil erfunden ist wusste ich, weil ich das Nachwort zuerst gelesen habe, wie ich es immer mache. Das ist so eine Angewohnheit von mir, in dem Fall hat es mich wohl vor einer Enttäuschung bewahrt. Schöner wäre es natürlich schon gewesen wenn es auch über Lil bzw. die geheime Liebschaft am anderen Ende der Welt Aufzeichnungen gegeben hätte. Aber was nicht ist kann man halt nicht herzaubern, das muss man dann eben erfinden. Und ich finde das ist der Autorin gut gelungen.


    Der letzte LR Abschnitt hat es nochmal in sich, das Unglück ist gut beschrieben, ebenso der "endgültige" Abschied von Lil und das Treffen bei Tante Anni (?) hier hätte ich die Frage ob es die wirklich gab...


    Den Hoffnungsschimmer am Ende, das die beiden sich in Oahu wieder treffen ist einerseits schön, andererseits bin ich ÜBERHAUPT kein Freund von diesen sogenannten "offenen Enden". Das mag ich nicht, aber das ist ein persönliches Ding von mir...

    Zitat

    Original von hollyhollunder


    Ich wollte es wissen und bin deinem Tipp gefolgt. Ich bin unschlüssig, ob es nicht doch ohne die Info schöner zu lesen wäre. :gruebel



    Da ich generell das Nachwort zuerst lese wusste ich das von Anfang an. Ich glaube dann macht es einem tatsächlich nicht so viel aus. Hätte ichs nicht gewusst wäre ich glaub ich auch eher nicht begeistert...

    Als die Orion in Nagasaki halt macht kam bei mir mal wieder ganz schön viel Gänsehaut hoch (das kann das Buch eh gut). Manchmal ist es schlimm wenn man zu viel weiß. Das Gleiche gilt für Pearl Harbour.... :-(


    Ich muss auch ehrlich sagen, das ich jetzt an der Stelle mit Christian und Lil am Strand bin und eigentlich grade gar keinen Elan weiter zu lesen. Das ist so mein kleines Zwischen Happy End auf dem ich mich jetzt erstmal ein paar Tage ausruhen möchte....



    Von Henry Fords Hetze gegen die Juden wusste ich auch nichts, offensichtlich konnte man/die Nachkommen das relativ gut unter den Tisch kehren.

    Zitat

    Original von Arietta



    Ich hätte es Christian auch nie zugetraut das er seine ganze Heuer und die von Jan einsetzen würde und das auf eine Zahl. Er muss einen Schutzengel gehabt haben.
    Aber er war ja vernünftig und nicht Raffgierig und war zufrieden und spielte nicht weiter.


    Da bin ich auch fast ein bisschen erschrocken, und ich hatte auch vermutet das er weiter spielt. Zum Glück hat ers gelassen....


    Den Black Friday so fast schon hautnah mit zu erleben ist wirklich eindrucksvoll. Ich persönlich hatte Gänsehaut beim Lesen. Es ist einfach so unvorstellbar, von einem Tag auf den anderen ist alles weg. Einfach Alles....



    Hitler wird langsam Thema. Das musste ja kommen. Noch kann sich keiner vorstellen was da genau mal passieren wird. Noch machen sich die meisten nur ein bisschen lustig. Auch das wird anders weiter gehen - davor graust mir schon....

    Zitat

    Original von hollyhollunder


    Christian ist zwei ein überraschend neu eingeführter Charakter aber durch ihn kann die Autorin intensiv über den Krieg berichten UND die Sicht der Gegner schnildern. Also zwei Fliegen mit einer Klappe.
    Klingt vielleicht etwas schräg ;-) aber ich mag kriegerische Szenen durchaus in diesen historischen Büchern. Denn der Krieg war und ist in der Welt ein weit verbreiteter und leider "wichtiger" Zustand. Dass wir in Deutschlang so lange schon verschont davon sind, ist geschichtlich gesehen ja eher ungewöhnlich. Die diversen Kriege haben aber auf die Menschen großen Einfluss gehabt - in jeder nur erdenklichen Form. Gehört einfach dazu und hier in der Geschichte wird sehr realistisch und eindringlich das Grauen beschrieben. Christians Kampfeifer ist ungewöhnlich und ich fand am überzeugendsten, als sein einziger Soldatenfreund stirbt, wie er darauf reagiert. Erst mit Todesangst dann mit Todesverachtung.


    Das Scheidung so einfach ging, war mir auch nicht bewusst. Aber vielleicht ist das in Russland ja prinzipiell einfacher, da die katholische Kirche hier wenig Einfluss hat. :gruebel



    Wenns um Krieg geht bin ich auch ein Freund des gepflegten, ausführlichen Gemetzels. Da dürfen die Schlachten bei mir schon gerne mal etwas länger dauern...



    Das mit Teil 1 und die Christina hatte ich auch nicht mehr aufm Schirm...