Beiträge von Arima

    Die Geschichten hinterlassen wirklich ein seltsam geradezu verträumtes Gefühl. Ich glitt förmlich von einer Kurzgeschichte zur nächsten. Irgendwie erinnere ich mich aber auch, dass die Geschichte "Alles, um glücklich zu sein" bei der Auflösung etwas Ironisches hatte.

    Ich habe nach den ersten drei Bänden die Bücher zur Seite gestellt. Mich hatte das aufgeregt, dass er nach dieser Glückssträhne schon wieder alles in den Sand gesetzt hatte. So viel Ungeschicklichkeit musste icherstmal verdauen. Jetzt bin ich aber gerade an Band vier und stelle fest, dass er immer detaillierter seine Sexualpraktiken beschreibt. Mann-o-Mann! Aber im nächsten Kapitel bahnt sich laut Überschrift ja wieder eine immerhin nur kleine Katastrophe an.

    Hm... eine Debatte über sinnvolle Gründe für einen Selbstmord wäre wohl etwas ausufernd. Damit habe ich schon derzeit bei meiner Arbeit ein wenig zu tun.
    Aber ich denke, ich werde das auf meine These hin mal in meinem Freundeskreis versuchen. Da finden sich sowohl In- als auch Outsider. Vielleicht bringe ich sogar die eine Lehrerin darunter dazu es mit ihrer Klasse nächstes Schuljahr zu lesen.
    Können wir uns darauf einigen, Tam? Abgesehen davon nörgelt mir meine Schwester schon immer die Ohren voll, dass ich oft "Langweiler-Bücher" lese und gaaaaanz langsam verdaue anschließend. ;-) Wer weiß was mir in einigen Monaten für Kommentare zu dem Buch einfallen - falls ich meine private Forschungsaktion nicht durchziehe...

    Ich war ja nach diesen Rezis echt gespannt auf das Buch. Es ist jetzt einen Monat her, dass ich es gelesen habe. Ich denke, wenn ich Geschichten über richtig schwer kranke Menschen lesen will, bleibe ich doch lieber bei den Büchern von Oliver Sacks - da muss ich zum einen nicht weinen und zum anderen sprechen mich distanzierte Darstellungen, die mich trotzdem zum Nachdenken anregen anscheinend mehr an.
    Warum werden solche Bücher eigentlich verfilmt??? Blöd.

    Ich finde die unterschiedlichen Auffassungen von dem Zustand der Protagonistin und überhaupt dem ganzen Buch sehr interressant hier. Da stellt sich mir die Frage, wie die Pubertät und die Schulzeit der Leser war. Ist das Buch für diejenigen, die selbst keine schöne Schulzeit ab der Pubertät hatten ansprechend, also ein Buch für Außenseiter? Und ist es dadurch für die anderen langweilig und ihnaltlich schwer nachvollziehabr, die nie Probleme mit ihrem Status in dem Schulgefüge hatten? :gruebel

    Das Schicksal von Julia Tavalaro und die Art wie sie es beschreibt ist echt heftig. Es ist gut denkbar, daß sie über dieses Buch das Verständnis für und von Menschen nach Schlaganfall, Locked-In-Syndrom etc. verändern kann. (Obwohl ich stark bezweifle, daß gerade solche Pflegekräfte dieses Buch lesen und an ihrer Einstellung arbeiten würden.) Zudem ist es faszinierend mit ihr zu erleben wie die Therapiemöglichkeiten sich im Laufe der Jahre verändern. Da habe ich mal was über Logopädie und Ergotherapie in Kinderschühchen erfahren.


    Mrs. Tavalaro ist eine bewundernswerte Frau! Respekt und Dankeschön für dieses Buch!

    Das Lesen hat echt Spaß gemacht. Diese kleinen Liebesgeschichten bahnten sich ja im ersten Band bereits an... und immerhin zwei Rätsel aus "Nosferas", an die ich mich erinnern konnte, wurden gelöst. Ich fand es außerdem schön, daß in diesem Band noch nicht alle Jungvampire zu alt für die Schule waren; d.h. im nächsten Band dürften Malcolm und die Cousine von Franz-Leopold nicht mehr auftauchen... :gruebel
    Habe den dritten Band auf jeden Fall schon vorbestellt. :-]

    Zitat

    Original von Faraday
    Ein grossartiger Nachfolgeroman vom Lächeln der Fortuna, der nie enden sollte! Mit den Waringhams hat Frau Gablé eine Familie erschaffen die einem ans Herz wächst, aber nicht nur liebenswürdige Waringhams gibt es, nein auch in dieser Familie gibt es schwarze Schafe und somit ist Spannung garantiert!


    Ich kann Faraday da ebenfalls fast komplett zustimmen. Ich dachte oft, dass es von mir aus so locker leicht mit der Familie weitergehen könnte, und dann taucht dieser Robin auf und zerstört in einer richtig gemeinen Art und Weise dieses Idyll. Dass Raymond als Macho dargestellt wird hat ja was. Schade wie schnell er "bekehrt" wird. Aber das hätte wohl den Rahmen der Handlung gesprengt.
    Schönes Buch, aber das Lächeln der Fortuna fand ich trotzdem spannender.


    Toll ist wirklich, dass Johanna von Orleans endlich mal aus britischer Sicht beschrieben wird. Aber dazu steht ja auch was im Nachwort. Nach der Verfilmung und dem Stück von Schiller eine sehr interessante Darstellung. Gibt es da noch mehr Bücher in dieser Richtung?

    Ach ja, ein wirklich wunderbares Büchlein... :kiss
    Ich habe es ja lange vor mir hergeschoben bis ich mich endlich zum Lesen aufraffen konnte. Als Tochter eines Masuren kam mir darin einiges sehr vertraut vor. Jetzt muss ich aber wirklich mal eine Reise dahin planen, um wenigstens die Landschaft mal zu erleben. Die Leutchen sind jawohl nicht mehr so erlebbar jetzt. Die schabbern nun da rum, wohin sie geflüchtet waren.

    Wenn ich hier die Kommentare von den anderen so lese bin ich ja richtig froh, bisher weder Harry Potter noch Bis(s) gelesen zu haben. :grin
    Ich fand es richtig prima. Lycana liegt auch schon zum Lesen bereit. Clans, die zwangsläufig zusammenkommen und dunkle Geheimnisse und alte Konflikte, die hier nur angerissen werden... Das macht mich neugierig auf mehr. :hop
    Schöne finde ich auch, daß Alisa nicht perfekt ist und sie öfter mal Hilfe braucht. Das macht sie mir doch sehr sympathisch als Protagonistin, über die die Geschichte eingeleitet wird. Die Charaktere der Clans aus Wien, London und Paris werden wohl in den nachfolgenden Bänden noch näher beschrieben oder wie? Bei Lycana erwarte ich ja mehr Hintergrundinformationen zu Ivy.

    Mich hat das Buch nicht wirklich überzeugen können. Mein Lieblingsbuchhändler hatte es mir empfohlen, nachdem er wußte, daß ich gerne E.-E. Schmitt und Siegfried Lenz lese. Irgendwas fehlt mir allerdings bei/in diesem Buch bzw. der Erzählung. - Darum steht es bei mir im Regal nun neben "Unentschlossen" von Benjamin Kunkel.

    Echt ein geniales Buch! Ich hatte es ja lange in meinem RuB stehen, weil ich mich gerne vor Büchern drücke, um und über die immer so viel Trara gemacht wird (das bezieht sich jetzt auch auf Autoren). Aber als Mittelalterfan kommt man um Gablé nicht lange herum wie ich jetzt gemerkt habe.


    Ich fand es vor allem klasse, daß ich immer wieder Verschnaufspausen im Roman hatte und dann plötzlich wieder in Spannung versetzt wurde. So dieses Lesegefühl war einfach komplett... mit Zeit und Raum vergessen und nur noch im Roman stecken....

    Puh, was ein krasses Buch...!
    Ich habe es gestern durchgelesen und es läßt mich immer noch nicht los; obwohl das Nachwort von Schmitt hilfreich bei der Verarbeitung für mich war/ist. Ein gut recherchiertes Buch von einem für den erstaunlichen Umfang.
    Es ist wirklich erschreckend, daß Hitler irgendwo menschlich war. Ich finde aber die Idee faszinierend, die er mit dem an der Wiener Kunstakademie angenommenen Adolf H. weiter ausgearbeitet hat. Was wäre wohl passiert, hätte die NSDAP nicht Hitler gehabt? E.-E. Schmitt bietet da eine für mich nachvollziehbare Weltgeschichte an in diesem Handlungsstrang.


    Keine leichte Lektüre - aber genial!

    Habe das Buch vor kurzem durchgelesen. Ich habe vorher Tanja Kinkel nur in einem Interview gesehen und erst danach festgestellt, daß da ein Buch von ihr in meinem RUB steht.
    Der Schreibstil von Sabine Weigand liegt mir da doch mehr. Die Spannung hielt sich für mich irgendwie in Grenzen. Aber ihre Personenbeschreibungen haben mich bis in meine Träume verfolgt. Das war schon sehr präzise wie sie Jacob Fugger beschrieben hat.
    ... vielleicht sollte ich doch noch einen weiteren Roman von ihr lesen....

    Wieder ein schönes Buch von Siegfried Lenz. Ich mag es wirklich wie man bei ihm in die Atmosphäre eintauchen kann und die Gefühle beschrieben werden. Es hat mich so rundum emotional berührt.
    Außerdem fand ich es klasse, daß Siegfried Lenz darin die aktuelle Rechtschreibung vermeidet mit beispielweise "daß" und "Photo".

    Klappentext:


    Rund tausend tibetische Kinder kämpfen sich jedes Jahr über die eisigen Pässe des Himalaya. Ihr Ziel: die Schulen des Dalai Lama in Nordindien. Dort, so hoffen ihre Eltern, erwartet sie eine bessere, freie Zukunft. Für viele der kleinen Flüchtlinge ist es ein Abschied für immer. Die Dokumentarfilmerin Maria Blumencron hat sechs Kinder auf ihrer Flucht begleitet. Schlecht ausgerüstet, mit Turnschuhen und gerade soviel Proviant, wie sie tragen können, ziehen sie mit Nima los, dem Guide, von dem die Leute sagen, er sei so gut wie Gold. Er bringt sie in einem zehntägigen Gewaltmarsch über einen fast sechstausend Meter hohen Paß im Himalaya. Die Kinder können manchmal kaum noch weiter, kämpfen mit dem Schnee, mit Hunger und Erschöpfung und weinen vor Heimweh nach ihrer Amalaa. Immer wieder bleiben Kinder im ewigen Eis zurück, gestorben an Erschöpfung und Kälte - doch dieses Mal geht alles gut. Die Geschichte von Little Pema, Chime, Dolkar, Dhondup, Tamding und Lakhpa ist die Geschichte Tausender tibetischer Kinder.


    die Autorin:


    Geboren 1965 in Wien, unternahm sie als Jugendliche Reisen nach Indien und Nepal / Himalaya. Nach Absolvieren der Schauspielschule am Konservatorium der Stadt Wien folgten zahlreiche Engagements an österreichischen und deutschen Bühnen, sowie TV. Arbeitet seit Abschluss der Drehbuchwerkstatt München (HFF München) als freie Hörfunk-,Fernseh- und Romanautorin. Ihr ZDF-Film "Flucht über den Himalaya" wurde mehrfach mit deutschen und internationalen Preisen ausgezeichnet.


    meine Meinung:


    Marian Blumencron beschreibt wie sie auf die Kinder, die über den Himalaya von ihren Eltern geschickt werden, durch Bilder von erfrorenen Kindern im Schnee auf die Idee kommt, selbst eine Reportage darüber zu drehen. Interessant sind dabei auch die Beschreibungen ihres ersten Versuchs und wie sie in Konflikt mit dem chinesischen Militär gerät und welche Lehren sie daraus zieht, um es schließlich dennoch zu dokumentieren. Punktabzug gibt es nur wegen der Darstellung der Liebesgeschichte der Autorin.


    Die Hintergründe für die Flucht mit dem individuellen Lebensgeschichten der Kinder werden von Maria Blumencron in eigenen Kapiteln mitendrin zwischen ihren Reisevorbereitungen dargestellt. Die Motive der Eltern, ihren Kindern so eine gefährliche Flucht zuzumuten werden darin sehr gut deutlich. Mir war bisher auch gar nicht klar, wie brutal die Chinesen in Tibet schon lange vorgehen. Sogar Foltermethoden werden kurz bechrieben. (Mir graut es immer noch bei der Beschreibung, warum die Füße von Little Pemas Großvater verletzt sind.) Die Eltern werden nicht als Unmenschen dargestellt, sondern als Menschen, die für ihre Kinder keinen anderen Ausweg mehr wissen, damit es ihnen besser geht, sie tibetisch sprechen dürfen und den Dalai Lama verehren dürfen.


    Wie hart der Weg über den Himalaya ist, weiß vermutlich jeder (Hobby-)Bergsteiger, der dort selbst mit toller Ausrüstung Schwierigkeiten bekommt. Die schlecht ausgerüsteten Kinder und wie sie unterwegs kämpfen müssen, kann man durch diesesm Buch wohl nur erahnen. Die Beschreibung wie auch ein junger Mönch und Suja, ein tibetischer Ex-Soldat, der für die Chinesen gearbeitet hat mit Nima für die Leben der Kinder kämpfen ist beeindruckend.


    Mich hat das Buch total mitgerissen und tief berührt. Es hat mich irgendwie wachgerüttelt was China und die umliegenden Länder betrifft. Vor zwei Jahren war ich in einer Ausstellung über Tibet im Burgenland. Seitdem fasziniert mich dieses Land. Was jedoch das mächtige China dort treibt war mir nicht klar. Ich kenne den Film leider nicht. Aber das Buch ist sehr bewegend.

    Kurzbeschreibung:
    Weihnachten 2006. Auf dem Dach eines Hotels in Kassel wird ein ermordeter katholischer Priester gefunden. Weinge Tage später, an exponierter Stelle in der Innenstadt, die zweite Leiche - wieder ein katholischer Priester. Keine Zeugen, keine Spuren. Ein vager Verdacht führt die Polizei auf einen Fall sexuellen Missbrauchs vor vielen Jahren. Rächt sich ein von einem katholischen Geistlichen missbrauchter Junge jetzt an der Kirche? Die unsichere Jagd auf ein Phantom beginnt.


    der Autor:
    Horst Seidenfaden, geb. 1956, ist seit 2002 Chefredakteur der Tageszeitung Hessische/Niedersächsische Allgmeine in Kassel. Nach Volontariat und kurzem Studium der Wirtschaftswissenschaften wurde er zunächst Redakteur im Wirtschaftsressort, später in der Lokalredaktion der HNA. Sein Debut als Krimiautor gab er mit dem Roman "Fullewasser" (zusammen mit Frank Thonicke).


    meine Meinung:
    Der Schreibstil ist flüssig und oft umgangssprachlich gehalten, wodurch das Buch leicht lesbar ist. Die Charaktere werden kurz und knapp dargestellt. Hier wird wohl vom Autor vorausgesetzt, daß man seinen vorherigen Roman kennt. Im Gegensatz zu diesem ist hier die Geschichte aber deutlich besser aufgebaut. Die Tathintergründe werden hier mit etwas mehr Tiefgang erörtert und dennoch fühlte ich mich genügend distanziert von der Thematik. Allerdings bin ich auch kein Opfer solcher Mißbrauchshandlungen, sondern eher auf dem Stand wie die ermittelnde Anke Dankelmann, deren leicht impulsive Art mich mitzog.
    Natürlich wird man auch in diesem Stadtkrimi wieder durch diverse Stadtteile und besondere Gebäude geführt. Die Art der Beschreibungen sind schon schön für Kasselaner und Kasseläner. Ich bin mir jedoch nicht sicher wie es "Externen" dabei geht.
    Insgesamt fand ich diesem Kassel-Thriller sehr viel besser als den vorherigen (was ja auch nicht schwer ist). Eine richtig nette kleine Lektüre ohne hohen Anspruch.

    Einmal hat mir jemand ein Hörbuch geschenkt. Da war ich richtig beleidigt. Meiner Tante schenke ich inzwischen regelmäßig Hörbücher, weil sie eine fortgeschrittene Maculadegeneration hat. Dafür gibt sie mir nach und nach ihre richtigen Bücher mit. Also so lange meine Augen mit Brille funktionieren werde ich mir niemals freiwillig ein Hörbuch kaufen - oder kann man da auch das Papier rascheln hören und den individuellen Duft des Buches einatmen???