Beiträge von Lady Perry

    Der Mann am Quermarkenfeuer war verzweifelt, am Ende seiner Kräfte; sein nackter Körper ein einziger Schrei. Obwohl er wusste, dass niemand ihn in diesem Sturm, in dieser Leere hören würde – ringsum nur Dünen, eine endlose Strandwüste und davor die tobende See –, konnte er nicht anders als beten, schreien, fluchen, heulen, auch wenn es bedeutete, dass ihm die Luft noch schneller ausgehen würde als geplant. Denn in der Plastiktüte, in der sein Kopf steckte, gab es nur wenige Löcher, und sie ließen kaum Sauerstoff durch.

    Für die ABC-Challenge lese ich gerade Küstenmorde von Nina Ohlandt.


    Spiel auf meiner Lieblingsinsel Amrum und ist auch sehr spannend.

    Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass ich im Laufe der Jahre immer empfindlicher werde, was die Mordbeschreibungen betrifft (oder vielleicht werden die Autoren immer erfinderischer?).


    Hier gab es jedenfalls einen Mord, von dem ich heute nacht geträumt habe.

    Das war nicht schön :yikes


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    Kurzbeschreibung lt. Amazon:

    Herbst auf der Nordseeinsel Amrum. In einer stürmischen Nacht stirbt ein alter Mann, kopfüber aufgehängt am Quermarkenfeuer, dem kleinen Inselleuchtturm. Auch seine Frau wird brutal ermordet aufgefunden. Die Ermittlungen übernimmt Hauptkommissar John Benthien von der Flensburger Kripo. Benthien hat in seiner Dienstzeit schon viele grausame Fälle bearbeitet, doch dieser übertrifft alle. Wer steckt hinter dem Doppelmord? War es ein Racheakt? Der Kommissar und sein Team tappen im Dunkeln - bis sie auf zwei Ereignisse stoßen, die weit in der Vergangenheit liegen.


    Falls sich sonst niemand mehr melden sollte, würde ich den 12. Dezember übernehmen.


    Ich habe noch einen Text, den ich mal für eine Weihnachtsfeier geschrieben habe.

    Das ist nichts Besonderes und kann sich mit dem, was ich in den Eulen-Kalendern der Vorjahre gelesen habe, bestimmt nicht messen.


    Aber es wäre ja schade, wenn nicht alle Türchen gefüllt werden könnten.

    Ihr seid ja alle schon richtig weit gekommen :anbet


    Bei mir fehlen noch einige Bücher, vielleicht schaffe ich noch ein bisschen bis zum Jahresende. Leider hatte ich in den vergangenen Monaten ein kleines Lesetief und keine richtige Freude am Lesen. Da habe ich lieber auf ein paar vertraute Re-Reads zurückgeriffen. Langsam wird's aber besser - ich habe auch schon wieder ein paar Bücher eingekauft 8)


    Die nicht geschafften Bücher neheme ich dann im nächsten Jahr wieder mit auf die Liste.


    An einem rauen Märzmorgen wurde O. V. Gulko, der Herausgeber einer liberalen Zeitung, auf der Uferstraße der Moika nahe der Polizejski-Brücke von zwei Männern angesprochen. Zeugen berichteten der Polizei später, dass der Größere der beiden Gulko aufgeregt zu schelten schien und dass Gulko, der sich offenbar körperlich bedroht fühlte, unruhig wurde und der ungewollten Aufmerksamkeit zu entkommen suchte. Dieser junge Mann zog ein Messer und sein Kamerad einen Revolver.

    6.18 … in dem jemand einen Brief schreibt.

    Ich trage hier "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky ein.

    => Zwei Personen schreiben sich insgesamt über 7.000 Briefe.


    6.35 … in dem die Wörter "Regen" und "Fisch" vorkommen.
    Dafür nehme ich "Nun ruhet sanft" von Inge Löhnig


    6.27 … auf dessen Cover eine Person von hinten zu sehen ist.

    Dazu passt: "New York, Actually" von Sarah Morgan


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    Das siebte Buch von meiner Liste ist jetzt auch gelesen.

    "Miss Pettigrew Lives for a Day" ist eine bezaubernde kleine Geschichte, die mir viel Spaß gemacht hat.


    1. Anna Gavalda - Zusammen ist man weniger allein (SuB 08/07|gelesen 01/18)

    2. Alina Bronsky - Scherbenpark (SuB 11/09|gelesen 01/18)

    3. Ronan Bennett - Zugzwang

    4. Ann Harries - Der fremde Park

    5. Galen Beckett - The Magicians and Mrs. Quent

    6. Nicholas Drayson - A Guide to the Birds of East Africa

    7. Marcel Beyer - Flughunde (SuB 03/03|gelesen 02/18)

    8. Georgette Heyer - These Old Shades (SuB 12/09|gelesen 06/18)

    9. Jonathan Coe - Das Haus des Schlafes

    10. Winifred Watson - Miss Pettigrew Lives for a Day (SuB 02/09|gelesen 07/18)

    11. Walter Satterthwait - Miss Lizzie (SuB 05/03|gelesen 06/18)

    12. Wolfram Fleischhauer - Die Frau mit den Regenhänden (SuB 11/02|gelesen 04/18)

    Wenn man etwas gut Beleuchtetes lange anschaut und dann die Augen schließt, sieht man dasselbe vor dem inneren Augen noch mal, als unbewegtes Nachbild, in dem das, was eigentlich hell war, dunkel ist, und das, was eigentlich dunkel war, hell erscheint. Wenn man zum Beispiel einem Mann nachsieht, der die Straße hinuntergeht und sich immer wieder umdreht, um einem ein letztes, ein allerletztes, ein allerallerletztes Mal zuzuwinken, und dann die Augen schließt, sieht man hinter den Lidern die angehaltene Bewegung des allerallerletzten Winkens, das angehaltene Lächeln, und die dunklen Haare des Mannes sind dann hell, und seine hellen Augen sind dann sehr dunkel.

    Wenn das, was man lange angeschaut hat, etwas Bedeutsames war, etwas, sagte Selma, das das ganze großflächige Leben in einer einzigen Bewegung umdreht, dann taucht dieses Nachbild immer wieder auf.

    Ich trage mein erstes Buch ein - und das gleich für eine Kategorie, von der ich dachte, dass ich dafür wahrscheinlich überhaupt nichts finden werde :anbet


    6.43 … in dem jemand zwei verschieden farbige Augen hat.

    In Die Falle von Melanie Raabe hat der Kommissar ein grünes und ein braunes Auge.


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