Beiträge von Salonlöwin

    So sehr ich Dänemark mag und ich mag unsere Nachbarn wirklich, so wenig kann ich mit dänischen Büchern anfangen. Ich weiß auch nicht, woran es liegt. Meine Abbrecherquote bei dänischen Autoren ist wirklich hoch. Das vorgenannte Buch kenne ich allerdings nicht.

    Marion Poschmann "Die Kieferninseln"


    Gilbert Sylvester, Kulturwissenschaftler und als Drittmitteldozent tätig, erwacht eines Morgens aus einem Traum, der ihn im Glauben zurücklässt, seine Frau betrüge ihn. Kurzerhand kauft er ein Flugticket nach Japan, ein Land, das ihn bislang kaum interessiert hat und steigt mit einem Gedichtband

    Matsuo Bashō ins Flugzeug. In Tōkyō angekommen stellt er fest, dass die Stadt der Hochhäuser für Touristen und für ihn zu sauber und aufgeräumt ist.

    An einem Bahnsteig trifft Gilbert Sylvester auf den jungen Studenten Yosa Tamagotchi, der sich das Leben nehmen möchte.

    Der Fortgang der Geschichte lässt sich für Kenner erahnen: Der vermeintlich gehörnte Ehemann und der lebensmüde Student machen sich auf nach Aokigahara, den über Landesgrenzen hinaus bekannten Wald der Selbstmörder, einem dicht bewachsenen Wald, in den kaum Licht eindringt und geeignet für ein Lebensende erscheint.

    Auf dieser Reise des ungleichen Duos erfährt Gilbert Sylvester durch Yosa Tamagotchi viel über Lebensweise, Kultur und Sozialiation Japans, gibt jedoch selbst nicht viel von sich preis.

    Aussagekräftiger sind seine einsilbigen Telefonate mit seiner Ehefrau, die unweigerlich die Frage aufwerfen,

    ob die beiden sich in besseren Zeiten überhaupt etwas zu sagen hatten.

    Der Selbstmord gelingt nicht und die beiden Gestalten reisen noch einige Touristenziele ab und um sich letztlich nach Matsushima, den titelgebenden Kieferninseln, aufzumachen. Wer sich mit Japan und der Literatur diesen fernöstlichen Landes bereits beschäftigt hat, dem dürfte Matsuo Bashō ein Begriff sein.

    Matsuo Bashō, Mönch, Wanderer und Haiku-Dichter, wandelte im 17.Jahrhundert auf den Spuren seines Vorbilds Saigyō, der die Schönheit der Kieferinseln im japanischen Hinterland bereits im 12.Jahrhundert poetisch verarbeitete und dessen Gedichte bis heute weit verbreitet sind.

    Marion Poschmann, die einige Monate Japan bereist hat, greift in ihrem Roman auf, wonach der Japanreisede stetig sucht: Das gute alte Japan, das aus fernöstlicher Tradition, Naturverbundenheit und mit Buddhismus als auch Shintoismus religiöse Heimat für jedermann bietet.

    Doch Gilbert Sylvester muss schnell feststellen, dass vom Japanbild ebenso wenig übrig geblieben ist wie von seinen Lebensvorstellungen.

    Das von Matsuo Bashō vor 400 Jahren in seinen Haikus beschriebene Matsushima mit seinen windschiefen Kiefern an der Bucht von Sendai existiert nicht mehr und die von ihm angestrebte Karriere ist ausgeblieben.


    Mit "Die Kieferninseln", im Jahr 2017 nominiert für den Deutschen Buchpreis, hat Marion Poschmann sich Großes vor- und teilweise übernommen.

    Die Hauptfigur, die ebenso wie ihr Name und als Bartexperte künstlich wirkt und ein Bilderbuchlangweiler par excellence ist, bleibt über weite Strecken fremd und weckt kein Interesse, allerdings Zweifel ob er als Mentor und Lebensretter taugt. Überzeugender sind dagegen die Beschreibungen des Hinterlands und

    die Suche nach den Kieferninseln, deren Geschichte überzeugend, lebendig und lyrisch erzählt wird.

    Wer über die vorgenannten Punkte hinweglesen kann, den erwartet eine Stück lohnenswerte japanische Kultur- und Literaturgeschichte, die neben der Lust an Poesie auch Interesse an Matsushimas von Wind und Regen geprägten Inseln weckt.

    ... dass ich bei der Buchsuche hier zwar meistens Treffer lande, allerdings nur für irgendwelche gelesenen-Listen oder Bestenlisten oder sowas. Rezis sind immer weniger dabei und das finde ich soooo schade.

    Ich erwarte ja gar keine ausführlichen, ausgefeilten Texte (auch wenn ich mich darüber natürlicher immer sehr freue), aber einen Zweizeiler könnte doch jede Eule schaffen...

    Ich gelobe Besserung. Die anderen Eulen können nachziehen :wave.

    Ich nehme das LW zu einem Spaziergang im Yachthafen mit. Ob es die Slipanlage entert?

    Soso, das LW will Pirat 🏴‍☠️ spielen? ich dachte, dass es die Kapitänsmütze immer auf hat.


    Ich bin derwweil müde vom Übersetzen. Unsere Lehrerin meinte, dass es eine gute Idee ist, einen Text über Psychoanalyse und Perfektionnismus zu übersetzen. Das schlaue LW weiß, dass ich weit davon entfernt bin, einen derartigen Text perfekt oder wenigstens gut zu übersetzen.

    :blume Ich habe das nicht so persönlich gemeint - habe keine Ahnung was Du wiegst. Bei uns hat Flieder eher die Form von großen Büschen und sieht nicht so aus als könnte er irgendeine Leiter halten.

    Keine Sorge, mein Gewicht ist im absolut grünen Bereich. Mich hat nur die Formulierung so unglaublich erheitert ;).


    @all: Ich lese immer nur Schnecken. Uns plagen nicht die Schnecken, sondern die Mücken. Dann taugt der Stich durch einen festen Gartenhandschuh schon mal dazu, dass die Hand sich um ein Drittel vergrößert.

    :gruebel Der Flieder muss ja riesig sein, wenn er Leiter und Dein Gewicht halten kann. Ich würde mich das bei unserem Flieder nicht trauen, obwohl der schon ziemlich verholzt ist.

    Die Höhe des Flieders, der eher einem Baum ähnelt, bemisst sich zwischen 2,50 und 3 Meter.

    Und ja, ich verstehe Spaß, wenn es ums Gewicht geht ;). Herr SL hat heute nach angesprochener Problematik sich dahingehend geäußert, besser mich auf die Leiter zu schicken.

    So, Pfingsten bin ich zu gar nichts gekommen. Außer im Garten. Heute haben wir den halben Nachmittag im Garten verbracht und Wurzelwerk einer Thuja entfernt. Dafür stehen jetzt an dieser Stelle Lavendel eingefasst von Salbei. Sieht erstmal nicht schlecht aus.

    Etliche Gartenbeete habe ich mehr oder weniger von trockenen Resten von Krokussen und Tulpen befreit.

    Ein Durchgang durch die Dahlienreihen war auch nötig, Unkraut steht immer noch ausreichend dar. Dafür kann ich berichten, dass nach knapp sechs Wochen Knollenlegen sich fast überall Triebe zeigen. Manche Dahlien sind schon 25 cm hoch.

    Bei meinen Rosen sieht es mager aus. Zarte Blüten zeigen sich, aber mehrheitlich sind erst Knospen zu sehen, während bei den Nachbarn alles in voller Blüte steht.

    Bleibt noch der Fall Johannisbeeren: Vor zwei Jahren hatte ich sie runtergeschnitten, nach der diesjährigen Düngung stehen sie voll im Saft mit Blättern, doch Beeren sieht man nur vereinzelt.

    Das Projekt Sirup (Holunder als auch Rhabarber) habe ich auf morgen verschoben.


    Apropos Flieder schneiden, wann ist nach der Blüte? Nach der Blüte ist doch vor der Blüte, oder?

    Und ich dachte, dass heutzutage jede/jeder ein Praxismanager ist bzw. sich so aufführt als ob.

    Negative Erlebnisse beiseite gestellt, meine wenigen Erfahrungen mit Praxsiangestellten und Medizinern sind nicht besonders gut, aber seit meinen Coronaimfpungen weiß ich im besten Sinne, wie es in einer top organisierten und sehr flexiblen Praxis darüberhinaus auch noch freundlich zugehen kann.

    Eigentlich hatte ich sonst immer Holunder von Nachbars, das fiel aber dieses Jahr aus, aber am Waldrand wuchs ganz viel...


    Ich lege die Blüten 3 Tage in kaltes Wasser, und dann gieße ich alles durch ein feines Sieb und koche das Wasser mit 750g Zucker und 20g Zitronensäure je 1 liter Wasser. Fertig. Und seeeehr lecker!


    Blüten (grob von den Stilen abgerebbelt) pro Liter Wasser waren es gut 100g. Da steht in den Rezepten teilweise viel weniger.

    Angesetzt.

    Holunderblütensirup kochen und nun die Küche aufräumen

    Wie bereitest Du den Sirup zu? Und schmeckt der?

    Beim Friseur hatte ich heute eine Gartenzeitschrift mit einem Rezept in der Hand, in der empfohlen wurde, aus dem gekochten Holunderblütensirup ein Gelee mit Limetten-, Zitronen- und Orangenscheiben zu kochen.

    Ich möchte in den nächsten Tagen (was möchte ich über Pfingsten nicht alles schaffen :gruebel)

    Sirup nach diesen Rezepten kochen:

    https://www.amalielovesdenmark…rste-rhabarber-sirup.html

    https://www.amalielovesdenmark…er-sirup-so-schon-ro.html

    Wohin genau die Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten geht, haben wir zwar nicht erfahren, doch T.C. Boyles "Drop City" dürfte ebenfalls passen.

    California feeling und noch abgerockterer Sound als in "Telegraph Avenue", was ich nach relativ kurzem Anlesen abgebrochen habe. Ganz im Gegensatz zu "Drop City", dort bin ich wenigstens noch in Alaska angekommen, bevor auch dann Schluss für mich war.

    Beide Romane halten, was sie versprechen: Amerikanische Stimmung, Freiheitsgefühl usw., nur sprach die Sprache mich nicht in diesen Büchern an.


    ASIN/ISBN: 3446203486

    chiclana

    In Düsseldorf ist die Reservierung online (seit Jahren so gut wie komplett ausgebucht, Termine sind Glückssache, egal auf welchem Amt) oder telefonisch - wo einem dann von einer Automatenstimme erklärt wird, dass alle Termine im Stadtbezirk x vergeben sind, in y auch usw. Für bestimmte Fristen muss man entweder zum Notar oder man bräuchte eine Glaskugel...

    ... was besonders schön ist, wenn man einem Neugeborenen zu einer Geburtsurkunde verhelfen möchte bzw. eine Sterbeurkunde benötigt, um jemanden zeitnah beerdigen zu können. Dafür darf man dann auf einen Anrufbeantworter sprechen. Mir fehlen schlicht die Worte für diese Art von Bürokratie.