Beiträge von €nigma

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des Mordes verdächtigt worden, aber die Beweise fehlten. Kommissar Konráð blieb jedoch stets von dessen Schuld überzeugt. Inzwischen ist Konráð pensioniert, aber der Fund des Vermissten lässt die Erinnerungen wieder wach werden. Und Konráð beschließt, den Fall noch einmal aufzurollen. Mit dramatischen Folgen ...


    Autor (Quelle: Verlagsseite)

    Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid.

    Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller.

    1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen allesamt seit Jahren die oberen Ränge der Bestsellerlisten. Seine Kriminalromane "Nordermoor" und "Todeshauch" wurden mit dem "Nordic Crime Novel’s Award" ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt der meistverkaufte isländische Autor für "Todeshauch" 2005 den begehrten "Golden Dagger Award" sowie für "Engelsstimme" den "Martin-Beck-Award", für den besten ausländischen Kriminalroman in Schweden.

    Arnaldur Indriðason ist heute der erfolgreichste Krimiautor Islands. Seine Romane werden in einer Vielzahl von Sprachen übersetzt. Mit ihm hat Island somit einen prominenten Platz auf der europäischen Krimilandkarte eingenommen.


    Allgemeines

    Titel der Originalausgabe: „Myrkrið veit“ , ins Deutsche übersetzt von Anika Wolff

    Erschienen am 31.10.2019 bei Lübbe als HC mit 368 Seiten
    Gliederung: Karte von Island- Karte von Reykjavík – 60 Kapitel

    Erzählung in der dritten Person aus der Perspektive von Konráð

    Handlungsort und -zeit: Island, 2015 (mit zahlreichen Rückblicken)


    Inhalt

    Eine Touristengruppe findet auf dem abschmelzenden Langjökull-Gletscher die gut erhaltene Leiche eines Mannes, bei dem es sich um den 1985 spurlos verschwundenen Geschäftsmann Sigurvin handelt. Der pensionierte Polizist Konráð war seinerzeit mit dem Fall befasst und von der Schuld eines Mannes namens Hjaltalín überzeugt. Ohne Leiche konnte dem Verdächtigen kein Mord nachgewiesen werden, der Verdacht haftete jedoch wie Pech an ihm und überschattete sein ganzes Leben. Nach dem Fund der Leiche verlangt Hjaltalín, der inzwischen im Sterben liegt, noch einmal Konráð zu sprechen und beteuert auch im Angesicht seines Todes erneut seine Unschuld.

    Konráð beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und muss sich dabei zahlreichen Erinnerungen aus seinem eigenen Leben stellen. Als sich der Verdacht ergibt, dass ein vermeintlicher Unfall, bei dem vor sechs Jahren ein Mann ums Leben kam, gar kein Unfall war, sondern ein Mord, der im Zusammenhang mit dem Fall Sigurvins steht, werden auch offizielle Ermittlungen durch die Mordkommission aufgenommen.


    Beurteilung

    Der Fall um den verschwundenen und dreißig Jahre später tot aufgefundenen Geschäftsmann Sigurvin ist gut konstruiert und – inklusive eines weiteren, aus dem ersten Mord resultierenden Verbrechens – logisch aufgebaut. Die Handlung um die Ermittlungen in den beiden Fällen wird, wie man es von Arnaldur Indriðason gewohnt ist, sehr ruhig und spannungsarm präsentiert.

    Mindestens ebenso bedeutend wie der Kriminalfall sind die Persönlichkeit und das Leben des schon seit dem Roman „Schattenwege“ bekannten pensionierten Polizisten Konráð. Erneut wird der rätselhafte Tod seines Vaters, einer zwielichtigen Gestalt, in den frühen Sechzigerjahren thematisiert.

    Außerdem erhält der Leser rückblickend interessante Einblicke in das berufliche Leben und sehr berührende Eindrücke von der glücklichen Ehe Konráðs, die durch den Krebstod seiner Frau Erna endete – ein Verlust, den der Witwer nicht überwunden hat!

    Konráð ist als Persönlichkeit sehr differenziert ausgearbeitet, trotz oder wegen seiner Fehler kann man sich gut in ihn hineinversetzen und fühlt sich ihm verbunden.

    Der Roman spricht einige unangenehme gesellschaftliche Erscheinungen wie Alkoholismus, Drogenmissbrauch, gesellschaftliche Vorverurteilung und Mobbing an und weist damit wie auch andere Werke des Autors gesellschaftskritische Elemente auf.


    Fazit

    Ein lesenswerter, gut konstruierter Kriminalroman, der aufgrund des spannungsarmen Erzählstils eher Freunden ruhigerer Krimis zu empfehlen ist als Lesern rasanter Thriller!

    8 Punkte

    ASIN/ISBN: 9783785726570

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Wie wird man die Frau, die man sein will?

    In einer Sommernacht 1906 verlässt die eigenwillige Lisette Winter heimlich ihr Elternhaus: Ihre Liebe gehört dem Modezeichnen und Schneidergesellen Emile. Im Rheingau, fernab einer konservativen Gesellschaft, wollen sie selbstbestimmt leben. Schon bald ist das Paar bekannt für seine extravagante Reform-Mode. Doch dann bricht der Krieg aus und bringt neue Herausforderungen ... Hundert Jahre später hat auch Lisettes Urenkelin das Gefühl, nicht in ihr Leben zu passen. Sie begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Nach und nach entfaltet sich für Maya die bewegende Geschichte der Frauen ihrer Familie – und ihre eigene.


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Astrid Ruppert studierte Literaturwissenschaft und arbeitete mehrere Jahre als Producerin und Redakteurin für das Fernsehen, bis sie während einer unfreiwilligen Auszeit zu schreiben begann. ›Leuchtende Tage‹ ist ihr fünfter Roman und der Beginn einer Trilogie über die Geschichte vierer Generationen von Müttern und Töchtern einer Familie. Astrid Ruppert, selbst Tochter, Mutter und Großmutter, geht hier der Frage nach, welches Band die Frauen einer Familie eigentlich zusammenhält. Wann gibt dieses Band Halt, und wann und wie kann man es lösen? Und wie prägt man selbst diese Beziehungen.


    Allgemeines

    Erster Band einer Trilogie über die Frauen der Familie Winter

    Erschienen am 24. Oktober 2019 im dtv-Verlag als broschiertes TB mit 480 Seiten
    Gliederung: Prolog – Acht Großkapitel mit nach Jahresangaben gegliederten Abschnitten – Nachwort – Quellenangabe

    Erzählung in der dritten Person aus Lisettes Perspektive, Einschübe aus Mayas Tagebuch als Ich-Erzählung

    Handlungsorte und -zeit: größtenteils Wiesbaden und Eltville, 1888 bis 1935 / 2006


    Inhalt

    Lisette wächst in Wiesbaden als Tochter eines wohlhabenden Bauunternehmers auf. Ihrer Mutter Dora, die aus kleinen Verhältnissen stammt, ist nichts wichtiger als zur „guten Gesellschaft“ zu gehören und sie versucht mit allen Mitteln, Lisette zur typischen Tochter aus gutem Hause zu erziehen. Lisette soll sich wie eine perfekte junge Dame benehmen, möglichst wenig eigenständig denken und darauf warten, von einem Mann der gehobenen Gesellschaft – möglichst einem Adeligen – geheiratet zu werden. Lisette ist jedoch ganz anders als ihre versnobte Mutter, sie möchte weder von gesellschaftlichen Konventionen noch von den korsettgestützten Kleidern der Vorkriegszeit eingeengt werden und sie will ihrem Leben einen Sinn geben. Ihr Wunsch gilt einem unabhängigen Dasein als Modezeichnerin, die bequeme Kleidung für Frauen entwirft und dadurch die Lebensqualität der Trägerinnen verbessert. In dem Schneider Emile, der ins Haus kommt, um den Damen der Familie Winter Kleider zu nähen, erkennt sie eine verwandte Seele. Sie verliebt sich unsterblich in den Mann, der sie – als erster Mensch überhaupt – als eigenständige Persönlichkeit wahrnimmt. Da ihre Eltern einer gemeinsamen Zukunft Lisettes mit „nur“ einem Schneider nie zustimmen würden, flieht sie 1906 gemeinsam mit Emile, um fortan mit ihm zu leben und zu arbeiten.

    Hundert Jahre später wandelt Lisettes Urenkelin Maya auf ihren Spuren und recherchiert über das Leben ihrer stolzen und mutigen Vorfahrin, die so ganz anders war als sie selbst.


    Beurteilung

    Der erste Band der Trilogie über die Frauen der fiktiven Familie Winter beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern. Lisettes Mutter Dora, die sich ihrer einfachen Herkunft schämt und deshalb übertrieben standesbewusst und über-angepasst auftritt, kann nicht begreifen, dass ihre Tochter ihre Vorstellung vom Leben nicht teilt. Lisette, eine äußerst starke Persönlichkeit, muss später ihrerseits erkennen, dass auch ihre Tochter eine eigene Persönlichkeit mit eigenen Zielen ist. Dieses Thema spielt auch im Falle von Lisettes Urenkelin Maya, die als Ich-Erzählerin in ihrem Tagebuch über ihre familiengeschichtlichen Nachforschungen berichtet, eine Rolle. Maya bewundert Lisette, ihr ist sehr bewusst, dass sie selbst schüchtern und wenig mutig ist, worin sie sich nicht nur von Lisette, sondern auch von ihrer eigenen „wilden“ Mutter Paula unterscheidet.

    Die Charaktere aller Romanfiguren sind sehr gründlich ausgearbeitet. Diese Charaktere agieren vor einem gut recherchierten historischen Hintergrund, der ein eindrückliches Bild der gesellschaftlichen Veränderungen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1935 zeichnet. Von besonderem Charme sind eingefügte Zitate aus zeitgenössischen Büchern und Zeitschriften (“Der gute Ton“, „Damenjournal“ etc.), die einen Eindruck vom damaligen Frauenbild vermitteln.

    Der Erzählstil ist anschaulich und farbenprächtig, sodass sich das Buch sehr flüssig lesen lässt. Die Beschreibung der großen Liebe zwischen Lisette und Emile ist ein wenig zu gefühlsüberladen geraten und hätte etwas weniger pathetisch gestaltet werden können.


    Fazit

    Ein vielversprechender Auftakt einer Trilogie, die sich mit den Familienkonstellationen von Frauen und ihren Müttern, bzw. Töchtern beschäftigt, sehr lesenswert!

    8 Punkte

    ASIN/ISBN: 3423262265

    Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)

    Der goldene Herbst 1518 neigt sich dem Ende. Sechs Jahre sind vergangen, seitdem der berühmte Magier Johann Georg Faustus aus Nürnberg geflohen ist. Noch immer zieht er als Quacksalber und Astrologe durch die Lande. Sein Ruhm ist gewachsen, selbst an den Höfen von Herzögen, Grafen und Bischöfen sucht man seinen Rat. So als würde der Herrgott – oder sein böser Gegenspieler? – eine schützende Hand über ihn halten. Gemeinsam mit seinen neuen Gefährten Karl Wagner und der jungen Gauklerin Greta, seiner Ziehtochter, geht er gegen das erstarkende Böse in der Welt vor – immer auf der Suche nach dem wahren Wissen, das die Welt im Innersten zusammenhält.

    Johann spürt deutlich, dass dieses Leben nicht ewig so weiter gehen kann. Sein Erzfeind Tonio noch lange nicht besiegt, im Moment hält er sich bloß im Hintergrund. Doch manchmal glaubt Johann, dass der Teufel schon jetzt seine Hand nach ihm ausstreckt …


    Autor (Quelle: amazon)

    Seine blutige Familiengeschichte beschäftigt Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, bereits seit der Kindheit. Bei seinen Recherchen stieß er auf die Folterwerkzeuge seiner Ahnen und einen Meisterbrief, der seinem Vorfahren eine 'besondere Kunstfertigkeit beim Köpfen' bescheinigt. Er fand außerdem heraus, dass das Richtschwert der Familie in den 70ern des letzten Jahrhunderts aus einem Heimatmuseum gestohlen wurde und seitdem verschollen ist. Sein 2008 erschienener Roman „Die Henkerstochter“ wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Der Autor arbeitet für den Bayrischen Rundfunk und lebt in München.


    Allgemeines

    Zweiter Band um Dr. Johann Georg Faustus

    Erschienen am 25. Oktober 2019 bei List als HC mit 800 Seiten
    Gliederung: Prolog – Hauptteil in „Fünf Akten“ mit insgesamt 29 Kapiteln – Epilog – Nachwort – Reiseführer auf Fausts Spuren – Faust für Besserwisser

    Erzählung in der dritten Person, größtenteils aus Fausts Perspektive

    Handlungsort und -zeit: Verschiedene Orte im Deutschen Reich, 1518 bis 1523


    Inhalt

    Knapp sechs Jahre nach den Ereignissen des ersten Bandes „Der Spielmann“ zieht Dr. Johann Faust mit seinem homosexuellen Adlatus Karl Wagner und der jungen Greta, Tochter seiner verstorbenen Jugendliebe Margarete, als Zauberer und Gaukler durch das Deutsche Reich. Sein früherer Lehrmeister Tonio del Moravia, den er vor vielen Jahren verlassen hat, ist noch immer hinter ihm her, aber er ist nicht der Einzige, der ihn gern in seine Gewalt bringen möchte. Da das Gerücht umgeht, Faust habe den „Stein der Weisen“ gefunden und wisse, wie man als Alchimist Gold herstellt, ist dem geld- und goldgierigen Papst Leo X daran gelegen, dieses Geheimnis zu erfahren. Nach dem Tod Kaiser Maximilians ringen verschiedene Herrscher um die Krone des Deutschen Reiches; während Maximilians Enkel Karl durch die Hilfe der Fugger das nötige Geld für die Königswahl aufzubringen versucht, möchte Frankreichs König Franz I Faust in seine Gewalt bringen und das Rezept zur Goldherstellung erhalten.

    Von verschiedenen Verfolgern gejagt, fliehen Faust und seine Begleiter kreuz und quer durch das Deutsche Reich und geraten immer wieder in lebensgefährliche Situationen, doch es wird Faust schnell klar, dass er – und vor allem seine unschuldigen Reisegefährten – nur Frieden finden können, wenn er sich endlich seinem Feind Tonio stellt…


    Beurteilung

    Die fiktive Ausgestaltung der Lebensgeschichte des Dr. Johann Georg Faust(us) ist in einen gutrecherchierten historischen Kontext eingebettet. An der Seite des Protagonisten begegnet der Leser bedeutenden Persönlichkeiten des frühen 16. Jahrhunderts wie dem Gelehrten Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, Leonardo da Vinci, König Franz I von Frankreich und Papst Leo X.

    Die Handlung des Romans wird äußerst anschaulich, rasant und wendungsreich erzählt, wobei auch aufgrund eines gewissen, manchmal leicht übertriebenen „Gruselfaktors“ durch Übernatürliches die Spannung durchgehend auf hohem Niveau bleibt.

    Die Charaktere der Romanfiguren sind sehr differenziert mit guten und schlechten Eigenschaften ausgearbeitet.

    Im Nachwort informiert der Autor über historische Hintergründe und ergänzt außerdem wie im vorherigen Band einen „Reiseführer auf Fausts Spuren“, der dem interessierten Leser Anregungen für den Besuch von mit dem historischen Faust assoziierten Stätten gibt.

    Um allen Nuancen der Erzählung folgen zu können, ist es ratsam, zunächst den ersten Band „Der Spielmann“ und anschließend den zweiten Teil „Der Lehrmeister“ zu lesen.


    Fazit

    Eine faszinierende Begegnung mit dem Bösen, die optimal in die dunklere Jahreszeit passt und fesselnde Unterhaltung beschert!

    9 Punkte

    ASIN/ISBN: 3471351604

    Am 2. Dezember 2019 erscheint die deutsche Ausgabe. Anbei die Kurzbeschreibung von amazon dazu:


    Ein Killer, der die Herzen seiner Opfer auf Gräbern ablegt:
    Der rasante Thriller ist Fall Nummer 18 für FBI-Special-Agent Aloysius Pendergast, den Kult-Ermittler aus der Feder der Bestseller-Autoren Douglas Preston und Lincoln Child.

    Eine äußerst morbide Mordserie wird zu einer ganz besonderen Herausforderung für Special Agent Aloysius Pendergast – denn dem erklärten Einzelgänger wird von seinem neuen Chef beim FBI ein Partner zur Seite gestellt.
    Den Frischling Agent Coldmoon im Schlepptau, reist Pendergast nach Miami Beach in Florida, wo ein Serienkiller die Herzen ermordeter Frauen zusammen mit kryptischen Briefen auf Gräbern ablegt. Während es zwischen den Opfern des Killers keinerlei Verbindung zu geben scheint, stellt sich schnell heraus, dass in den Gräbern ausnahmslos Selbstmörderinnen beigesetzt sind. Doch was haben diese toten Frauen mit den neuen Morden zu tun?
    Je tiefer Pendergast und Coldmoon graben, desto klarer wird ihnen, dass die Lösung des Rätsels weit in der Vergangenheit liegen muss – und dass ihr Gegner ihnen näher ist, als ihnen lieb sein kann.


    ASIN/ISBN: 3426226944

    Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)

    After an overhaul of leadership at the FBI's New York field office, Special Agent A.X.L. Pendergast is forced to accept an unthinkable condition of continued employment: the unorthodox lone wolf must now work with a partner. Pendergast and his new cohort, Special Agent Coldmoon, are dispatched to Florida to investigate a rash of ritualistic murders. A killer is carving out the hearts of his victims, and depositing the stolen organs alongside the headstones of existing graves. Accompanying each heart is a cryptic letter, signed by a 'Mr Brokenhearts'. There is one more intriguing aspect to Mr Brokenhearts' macabre modus operandi: the chosen graves all belong to women who have committed suicide. As he searches for the connection between the old suicides and the new murders, Pendergast realizes the brutal new crimes may be just the tip of the iceberg: that he faces a conspiracy of death reaching back decades.


    Autoren (Quelle: amazon)

    Douglas Preston and Lincoln Child are the number one bestselling co-authors of the celebrated Pendergast novels, as well as the Gideon Crew books. Preston and Child's Relic and The Cabinet of Curiosities were chosen by readers in a National Public Radio poll as being among the one hundred greatest thrillers ever written, and Relic was made into a number one box-office hit movie. Readers can sign up for their monthly newsletter, The Pendergast File, at http://www.PrestonChild.com and follow them on Facebook.


    Allgemeines

    18.Band der Pendergast-Reihe

    Erschienen am 31.12.2019 bei Head of Zeus als HC mit 352 Seiten
    Gliederung: 50 Kapitel

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Florida (USA), in der Gegenwart


    Inhalt

    Gegen seinen Willen bekommt Pendergast einen Partner zugeteilt; Special Agent Coldmoon soll ihn bei einem sehr verwickelten Fall in Florida unterstützen. In Miami geht ein Killer um, der jungen Frauen auf der Straße von hinten schnell und schmerzlos die Kehlen durchschneidet, um ihnen anschließend die Herzen zu entnehmen. Diese Herzen drapiert er auf den Gräbern von Frauen, die in den Jahren 2006 und 2007 durch Selbstmord gestorben sind. Zusätzlich zu den Herzen werden auf den Gräbern Briefe eines „Mr. Brokenhearts“ gefunden, in denen dieser angibt, mit dem Geschenk der Herzen für etwas, das er bedauert, Buße zu tun.

    Pendergast und Coldmoon versuchen herauszubekommen, ob es zwischen den Mordopfern, den Selbstmörderinnen oder sogar zwischen den damals und den jetzt Verstorbenen eine Verbindung gibt.

    Ihre Ermittlungen führen die beiden Agenten in eine abgelegene Sumpflandschaft, in der die zahlreichen hungrigen Alligatoren nur eine von vielen Gefahren darstellen…


    Beurteilung

    Der 18. Fall für Special Agent Aloysius Pendergast ist sehr ungewöhnlich, denn er hat es mit einem Mörder zu tun, der offenbar keinen Spaß am Töten hat und seine Opfer so schmerzlos wie möglich umbringt, da es ihm nur darum geht, an deren Herzen zu gelangen. Für Pendergast, der sich hier mit einem neuen Partner und dessen Eigenheiten arrangieren muss, ist es schwierig, dem Zusammenhang der aktuellen Mordserie mit einer Reihe von Selbstmorden vor mehr als einem Jahrzehnt auf die Spur zu kommen.

    Neben dem Agenten Coldmoon treten weitere neue Romanfiguren auf, so zum Beispiel der Journalist Smithback, Bruder des in einem vorherigen Band verstorbenen Will Smithback, und die Gerichtsmedizinerin Fauchet, die Pendergast und Coldmoon als „Hobbydetektivin“ unterstützt. Der immer etwas undurchschaubare Pendergast entwickelt in diesem Roman geradezu menschliche Eigenschaften und zeigt eine bisher nicht erkennbare Empathie.

    Das Motiv der Taten mag etwas unrealistisch sein, aber der Kriminalfall ist gut aufgebaut und aufgrund der überaus anschaulichen Erzählweise auch sehr spannend.


    Fazit

    Nach dem schwächeren 17. Band ein erfreulich spannender Kriminalroman, der den Freunden der Pendergast-Reihe fesselnde Unterhaltung bietet!

    8 Punkte

    ASIN/ISBN: 1788546768

    Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)

    In a time of suspicion and accusation, to be a woman is the greatest risk of all . . . Fleetwood Shuttleworth is 17 years old, married, and pregnant for the fourth time. But as the mistress at Gawthorpe Hall, she still has no living child, and her husband Richard is anxious for an heir. When Fleetwood finds a letter she isn't supposed to read from the doctor who delivered her third stillbirth, she is dealt the crushing blow that she will not survive another pregnancy. Then she crosses paths by chance with Alice Gray, a young midwife. Alice promises to help her give birth to a healthy baby, and to prove the physician wrong. As Alice is drawn into the witchcraft accusations that are sweeping the north-west, Fleetwood risks everything by trying to help her. But is there more to Alice than meets the eye? Soon the two women's lives will become inextricably bound together as the legendary trial at Lancaster approaches, and Fleetwood's stomach continues to grow. Time is running out, and both their lives are at stake. Only they know the truth. Only they can save each other.


    Autorin (Quelle: amazon)

    Stacey Halls grew up in Rossendale, Lancashire, as the daughter of market traders. She has always been fascinated by the Pendle witches. She studied journalism at the University of Central Lancashire and moved to London aged 21. She was media editor at the Bookseller and books editor at Stylist.co.uk, and has also written for Psychologies, the Independent and Fabulous magazine, where she now works as Deputy Chief Sub Editor. The Familiars is her first novel.


    Allgemeines

    Erschienen bei Zaffre Publishing am 7. Februar 2019 als HC mit 432 Seiten
    Gliederung: Landkarte „Counts of Lancaster“ – Vier Teile mit insgesamt 26 Kapiteln – Danksagung – A Letter From The Author – Historical Note – Reading Group Questions

    Ich-Erzählung von Fleetwood Shuttleworth

    Handlungsort und -zeit: County of Lancaster, 1612


    Inhalt

    Die erst siebzehnjährige Fleetwood Shuttleworth ist die Herrin auf Gawthorpe Hall. Nach drei Fehlgeburten ist sie zum vierten Mal schwanger; ihr Mann Richard erwartet dringend einen Erben von ihr. Ihr Arzt glaubt allerdings, dass sie eine weitere Schwangerschaft/ Fehlgeburt nicht überleben wird.

    Bei einem ihrer Ausritte im Wald lernt Fleetwood die junge Alice, eine „wise woman“ und Hebamme, kennen und nimmt fortan ihre Dienste in Anspruch. Doch dann gerät Alice in den Verdacht der Hexerei, da sie zu den Verdächtigen im Pendle witch trial Kontakt hatte und außerdem ein Kind, das sie betreuen sollte, gestorben ist.

    Fleetwood ist von ihrer Unschuld überzeugt und kämpft verbissen um die Freilassung von Alice, um deren und auch ihr eigenes Leben zu retten, denn sie ist sich sicher, dass sie nur mit Alices Hilfe ihr Kind zur Welt bringen kann. Um ihr Ziel zu verfolgen, verstößt sie gegen einige Konventionen einer Zeit, in der Frauen im gesellschaftlichen und politischen Leben so gut wie keinen Einfluss haben.


    Beurteilung

    Die Figuren dieses Romans sind allesamt historische Persönlichkeiten, lediglich die Beziehung zwischen Fleetwood und Alice ist nicht historisch belegt und wird von der Autorin fiktiv gestaltet. Die Informationen um den vom fanatischen Hexenjäger Roger Nowell angezettelten Hexenprozess von Pendle im Jahr 1612 sind gut recherchiert und entsprechen den historischen Fakten. Im Mittelpunkt des Geschehens steht allerdings nicht so sehr der Hexenprozess, der gegen Ende relativ kurz thematisiert wird, sondern vor allem die Rolle der Frau zur Regierungszeit des aber- und hexengläubischen Königs James I. Diese Rolle wird am Beispiel Fleetwoods verdeutlicht, wobei Fleetwood eine – wohl eher untypisch - starke Persönlichkeit ist, die sich in ihrer Ehe auf Augenhöhe mit ihrem Mann sieht und sich auch nicht scheut, sich an Amtspersonen zu wenden, wenn sie gegen ein Unrecht zu Felde zieht. Das Schicksal der Frauen aus dem einfachen Volk wird am Leben von Alice aufgezeigt, im frühen 17. Jahrhundert sind Frauen nicht nur durch häusliche Gewalt sowie die Gefahren des Kindbetts bedroht, sondern auch durch Hexenprozesse, denen immer wieder vor allem „unangepasste“ Frauen zum Opfer fallen.

    Die Handlung wird durch die Augen der Ich-Erzählerin Fleetwood erzählt, deren Persönlichkeit deshalb am gründlichsten ausgearbeitet ist; der Leser kann sich jedoch auch von Alice und der Kräuterheilkunde der Zeit ein gutes Bild machen.

    Der Erzählstil ist flüssig und anschaulich, sodass sich der Roman zügig lesen lässt. Ein (leider recht kurzes) Nachwort gibt Zusatzinformationen zum Hexenprozess von 1612. Ein Verzeichnis der Romanfiguren wäre hilfreich gewesen.


    Fazit

    Ein gelungener Debütroman einer jungen Autorin, der sich vor allem an Leser mit Interesse an englischer Geschichte des 17. Jahrhunderts rund um den Hexenprozess von Pendle richtet!

    9 Punkte

    ASIN/ISBN: 1785766112

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    […] Groß war die Hoffnung im Wolfsburger Land, als auf Hitlers Befehl das Volkswagenwerk aus dem Boden gestampft wurde. War dies der Anfang einer neuen Zeit? Aufbruch in eine wunderbare Zukunft? Während die Welt der Familie Ising sich von Grund auf verwandelt, geht die Saat der falschen Verheißungen auf. Der Krieg bricht aus, und nun muss ein jeder sich zu erkennen geben, im Guten wie im Bösen ...

    Während Horst in der Partei Karriere macht, begleitet Edda mit dem Sonderfilmtrupp Riefenstahl den Polen-Feldzug der Wehrmacht. Georg bricht mit seinem VW zu einer Testfahrt auf, die ihn kreuz und quer durch das umkämpfte Europa bis nach Afghanistan führt. Zu Hause bangen die Eltern um ihr Sorgenkind, den kleinen Willy. Und Charly wartet auf Nachricht von Benny, der Liebe ihres Lebens. Doch er scheint in den Wirren von Krieg und Zerstörung verschollen.

    Was wird für sie alle in den Zeiten der Bewährung am Ende übrig bleiben - von ihren Träumen, von ihrer Hoffnung? […]


    Autor (Quelle: Verlagsseite)

    Peter Prange ist als Autor international erfolgreich. Seine Werke haben eine Gesamtauflage von über drei Millionen erreicht und wurden in 24 Sprachen übersetzt. Mehrere Bücher, etwa sein Bestseller ›Das Bernstein-Amulett‹, wurden verfilmt. Nach seinem Erfolgsroman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ folgt nun der große Roman in zwei Bänden, ›Eine Familie in Deutschland‹. Der Autor lebt mit seiner Frau in Tübingen.


    Allgemeines

    Zweiter Band zu „Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“

    Erschienen am 25.09. 2019 bei Fischer Scherz als HC mit 816 Seiten
    Gliederung: Roman in drei Hauptteilen mit jeweils nummerierten Kapiteln – Epilog - Danksagung – Personenverzeichnis der Familie Ising sowie weiterer Romanfiguren

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsorte und -zeit: Fallersleben, Wolfsburg („Stadt des KdF-Wagens“), Berlin, Paris, Niederlande, 1939 bis 1945, bzw. 1955 (Epilog)


    Inhalt

    Der zweite Band setzt die Geschichte um die fiktive Familie Ising aus „Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“ fort, es ist sowohl wegen der komplexen historischen Entwicklungen als auch wegen der Vielzahl an historischen und fiktiven Romanfiguren unbedingt empfehlenswert, diesen Roman erst im Anschluss an den ersten Band zu lesen.


    Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs geht nach wie vor ein Riss durch die Familie Ising: Hermann und sein Sohn Horst sind überzeugte Nationalsozialisten, die erst sehr spät die Einsicht gewinnen, dass die Nationalsozialisten gewissenlose und größenwahnsinnige Schlächter sind. Die älteste Tochter Edda gelangt an der Seite von Leni Riefenstahl schon wesentlich früher zu dieser Einsicht, sie trennt sich von Leni und geht nach Paris, wo sie als Botschaftssekretärin arbeitet und Kontakte zur Résistance knüpft.

    Georg Ising, der eigentlich nur als Ingenieur an der Konstruktion des Volkswagens arbeiten will, wird gegen seinen Willen an die Front geschickt und gerät in de Hexenkessel bei Stalingrad. Charlotte, die zur Scheidung von ihrem jüdischen Mann Benny gezwungen wurde, ist immer noch eine entschiedene Gegnerin des Nationalsozialismus; während sie täglich um das Leben Bennys fürchtet, der in einem Arbeitslager in den Niederlanden lebt, arbeitet sie im Hospital des Fallerslebener Arbeitslager und kämpft für ein halbwegs menschenwürdiges Leben der zwangsverpflichteten Ostarbeiterinnen und ihrer Kinder.


    Beurteilung

    Auch der zweite Band ist hervorragend recherchiert, die Geschichte der fiktiven Familie Ising ist in den realen historischen Gesamtzusammenhang der Kriegsjahre eingebettet. Trotz des gewaltigen Umfangs lässt sich das Buch zügig lesen, was nicht nur am äußerst bildhaften Erzählstil, sondern auch am häufigen Wechsel der Erzählperspektive liegt. Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz und oft mit einem Cliffhanger versehen.

    Der Autor hat die Charaktere seiner Romanfiguren sehr differenziert und ohne Schwarzweiß-Malerei ausgearbeitet. Selbst die überwiegend „negativen“ Charaktere werden nicht ausschließlich als Unmenschen dargestellt und sympathische Romanfiguren werden unter dem Druck der Umstände zu Verrätern, wenn es darum geht, ihr Leben zu retten. Der Leser kann sich fragen, ob er selbst als Jude untergetauchte jüdische Mitbürger verraten hätte, wenn er oder seine engsten Angehörigen dadurch dem Transport ins Todeslager hätte entgehen können.

    Sehr eindringlich schildert der Autor die Angst der Juden in den Arbeitslagern, die im Wochentakt fürchten müssen, mit dem montäglichen Zug „auf Transport“ (nach Auschwitz ins Todeslager) geschickt zu werden. Der brutale Umgang der Wächter mit Gefangenen und das Schicksal der Juden in Auschwitz werden dem Leser schonungslos in ihrer unfassbaren Menschenverachtung vor Augen geführt. Auch wenn diese Vorgänge jedem bekannt sind, ist diese Lektüre inhaltlich schwere Kost.

    Dem Roman ist ein Verzeichnis der fiktiven und realen Romanfiguren angefügt, dieses hätte besser vorn platziert werden sollen.


    Fazit

    Gründlich recherchiert, informativ und erschütternd – uneingeschränkt empfehlenswert!

    10 Punkte

    ASIN/ISBN: 3651025020

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    1919: The war is over, but peace is yet to come. As men are demobbed, women must give up positions that gave them freedom. Edward is given an important job at the Peace Conference in Paris, but it means more lonely months away from Beattie and his hoped-for reconciliation. Fred's unit is sent to the Rhine, and Cook feels a guilty relief that her uprooting has been postponed. Laura's friend Ransley volunteers for a further six months, and rather than go home, Laura finds a new outlet: conducting guided tours of the battlefields.

    In England there are strikes and unrest, hardship and widespread unemployment, and everywhere the sight of the wounded to remind the nation of what it has paid for peace. But as the first, difficult year post-war comes to an end, there are great changes afoot for the Hunter household, wonderful surprises, and the promise of a new start.

    Pack Up Your Troubles is the sixth and final book in the War at Home series by Cynthia Harrod-Eagles, author of the much-loved Morland Dynasty novels. Set against the real events of 1919, at home and on the front, this concludes the vivid and rich family drama featuring the Hunter family and their servants.


    Autorin (Quelle: Amazon)

    Cynthia Harrod-Eagles is the author of the hugely popular Morland Dynasty novels, which have captivated and enthralled readers for decades. She is also the author of the contemporary Bill Slider Mystery series, as well as her new series, War at Home, which is an epic family drama set against the backdrop of World War I. Cynthia's passions are music, wine, horses, architecture and the English countryside.


    Allgemeines

    Sechster und letzter Band der „War at Home“-Reihe

    Erschienen am 15.08.2019 im Sphere Verlag als HC mit 400 Seiten
    Gliederung: Stammbaum der Familie Hunter - 25 Kapitel

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Northcote, London, Frankreich, Dezember 1918 bis Dezember 1919


    Inhalt

    Mit dem Waffenstillstand ist der Erste Weltkrieg noch nicht vorbei, die Soldaten werden größtenteils nicht gleich demobilisiert, da man dem Frieden noch nicht traut. Auch Edward Hunter kann noch nicht zu seiner Familie zurückkehren, da er an der Friedenskonferenz in Paris teilnimmt.

    Als die Männer schließlich heimkehren, ergeben sich daraus neue Probleme. Es gibt nicht genügend Arbeitsplätze. Die Frauen, die während des Krieges viele Arbeitsplätze der Männer eingenommen haben, sind nicht ohne Weiteres bereit, diese zugunsten der Männer aufzugeben und sich in das Schattendasein zurückzuziehen, das sie in der Vorkriegszeit geführt haben. Außerdem sind manche Kriegsheimkehrer aufgrund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht in der Lage, ihren früheren Tätigkeiten nachzugehen.

    Die gesellschaftlichen Konventionen sind im Wandel begriffen, es wird weniger Wert auf Etikette gelegt und die jungen Leute, die ihr Leben genießen wollen, erhalten bis dahin ungekannte Freiheiten.


    Beurteilung

    Auch der letzte Band der Reihe um die Familie Hunter und ihre Dienstboten ist gründlich recherchiert und vermittelt ein eindrucksvolles Bild vom Leben in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Der Erzählstil ist sehr anschaulich und atmosphärisch; durch den Wechsel der Erzählperspektive zwischen den verschiedenen Mitgliedern des Hunter´schen Haushalts und auch einiger nicht im Haus lebender Verwandter ist die Lektüre sehr kurzweilig. Aufgrund der Vielzahl von Romanfiguren und der Fortsetzung von deren diversen Lebensgeschichten ist es unbedingt sinnvoll, die Reihe in der korrekten Reihenfolge zu lesen.

    Die Geschichte wirkt sehr glaubwürdig und lebensnah, dazu gehören auch einige üble Schockmomente, da es - realistischerweise – nicht für Jeden ein Happy End gibt. Dennoch vermittelt der Roman ein Gefühl von Aufbruch und Neubeginn nach den schrecklichen Kriegsjahren. Nur der Leser bleibt traurig darüber zurück, dass eine großartige Romanreihe ihr Ende gefunden hat und er sich nicht im nächsten Jahr auf einen weiteren Band freuen kann.


    Fazit

    Ein würdiger Abschluss einer insgesamt großartigen Reihe!

    ASIN/ISBN: 0751574287

    10 Punkte

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Offline.

    Der neue Psycho-Thriller von Bestseller-Autor Arno Strobel

    Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist.

    Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen ...


    Autor (Quelle: Verlagsseite)

    Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.

    Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.


    Allgemeines

    Erschienen am 25.09.2019 im Fischer Verlag als broschiertes TB mit 368 Seiten
    Gliederung: Prolog – 53 Kapitel – Epilog

    Erzählung in der dritten Person, größtenteils aus der Perspektive von Jennifer (Jenny) König

    Handlungsort und -zeit: Ein abgeschiedenes Bergsteigerhotel in Österreich in einem eiskalten Februar in der Gegenwart


    Inhalt

    Jenny König, ein paar ihrer Kollegen und einige andere junge Menschen, die allesamt beruflich und privat ständig mit Smartphones, Tablets und dergleichen beschäftigt sind, finden sich zu einem ungewöhnlichen „Seminar“ namens „Digital Detox“ zusammen. Es geht darum, ein paar Tage ohne moderne technische Kommunikationsmittel in einer abgeschiedenen Umgebung zur Ruhe zu kommen.

    Zu diesem Zweck wollen die Gruppenmitglieder, nachdem sie ihre Mobiltelefone dem Reiseleiter übergeben haben, fünf Tage als die einzigen Gäste in einem abgeschiedenen Bergsteigerhotel, das sich im Umbau befindet, gemeinsam verbringen, wandern und anderen „Offline-Beschäftigungen“ nachgehen. Schon nach der ersten Nacht wird ein Gruppenteilnehmer vermisst und nach einer Suchaktion schließlich schwer verletzt aufgefunden. Der Mann ist auf eine so perfide Weise verstümmelt worden, dass der Täter nur ein Wahnsinniger sein kann. Das Hotel ist durch anhaltende Schneestürme so eingeschneit, dass niemand es verlassen oder von außerhalb aufsuchen kann, der Irre muss sich also entweder unter den Gruppenteilnehmern befinden oder einer der beiden Hausmeister sein. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen findet der Psychopath in der nächsten Nacht ein neues Opfer…


    Beurteilung

    Das Grundmotiv dieses Thrillers kennt man schon von Agatha Christie: Eine Gruppe von Menschen, in deren Mitte sich ein Mörder befindet, hält sich in einer abgeschlossenen Umgebung auf, ohne die Möglichkeit, Kontakt nach außen zu haben und Hilfe zu holen. Arno Strobel setzt dieses Sujet in unserer modernen Zeit um, indem seine Gruppenteilnehmer ihre Kommunikationsmittel (Smartphones) abgeben müssen.

    Nachdem die Teilnehmer des Seminars „Digital Detox“ einzeln vorgestellt worden sind, entwickelt sich die Handlung rasant, das Spannungsniveau ist durchgängig so hoch wie die Lage des abgeschiedenen Hotels, in dem sie sich abspielt. Es gelingt dem Autor ausgezeichnet, die einzelnen Charaktere und ihre Veränderung unter enormem psychischen Druck herauszuarbeiten. Der Leser sieht, wie sich Menschen verändern, wenn die Masken fallen.

    Der Erzählstil ist überaus spannend und anschaulich, der Leser bekommt selbst das Gefühl, sich in diesem durch Schneestürme von der Außenwelt abgeschlossenen, unheimlichen Hotel zu befinden.

    Der Autor versteht es, seine Leser geschickt auf falsche Fährten zu führen; da das Motiv dieser völlig unfassbaren Taten lange unklar bleibt, ist die Auflösung erst spät absehbar.

    Eine Kleinigkeit wird zum Ende hin nicht ausreichend erklärt, davon abgesehen ist „Offline“ ein Thriller, der so fesselnd ist, dass man ihn nicht aus der Hand legen kann.


    Fazit

    Ein unglaublich fesselnder Pageturner für Leser mit starken Nerven!

    9 Punkte


    ASIN/ISBN: 3596703948



    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    Eine Tote, mitten im Wald. Getötet an dem Ort, wo vor Jahren das Skelett eines kleinen Mädchens lag. Ein cold case, der nie gelöst wurde. Wer sind die Toten? Was hat der spurlos verschwundene Kommissar mit ihnen zu tun? Und warum erinnert Profilerin Hanne sich an keine Ermittlungsergebnisse? Die Einwohner des kleinen trostlosen Omberg, das mitten zwischen dunklen Kiefernwäldern liegt, halten sich bedeckt. Doch niemand, nicht einmal die Polizei, kann der Wahrheit entkommen, die sich nach jahrelangem Schweigen bahnbricht…


    Autorin (Quelle: Amazon)

    Camilla Grebe, geboren 1968 in Älvsjö in der Nähe von Stockholm. Sie studierte an der Stockholm School of Economics, hat den Hörbuchverlag »StorySide« gegründet und betreibt ein Beratungsunternehmen. Gemeinsam mit ihrer Schwester schrieb sie die erfolgreiche Krimi-Reihe um die Stockholmer Psychotherapeutin Siri Bergman. »Wenn das Eis bricht« war ihr erster eigener Roman, der für seine einzigartige Stimme in der Presse hochgelobt wurde. »Tagebuch meines Verschwindens« wurde mit dem Skandinavischen Krimipreis ausgezeichnet. Camilla Grebe lebt mit ihrer Familie in Stockholm.


    Allgemeines

    Zweiter Band um die Profilerin Hanne

    Titel der Originalausgabe: „Husdjuret“, ins Deutsche übersetzt von Gabriele Haefs

    Erschienen am 9. September beim btb Verlag als broschiertes TB mit 608 Seiten
    Gliederung: Prolog (2009) – Hauptteil (Winter 2017) – Epilog (Frühjahr 2018)

    Ich-Erzählung, kapitelweise abwechselnd von Malin, Hanne und Jake

    Handlungsort und -zeit: Ormberg (fiktives schwedisches Dorf), 2009 bis 2018


    Inhalt

    Im Jahr 2009 finden die Jugendliche Malin und ihre Freunde bei einem Bierumtrunk im Wald bei Ormberg die skelettierten Überreste eines Kindes. 2017, Malin arbeitet inzwischen bei der Polizei, wird am selben Ort die Leiche einer unbekannten Frau gefunden, in der Nähe des Tatorts wird die Profilerin Hanne, die offenbar an beginnender Demenz leidet, völlig verwirrt aufgegriffen. Sie gibt an, mit ihrem Kollegen Peter eine Spur verfolgt zu haben, kann sich jedoch an nichts erinnern und Peter ist spurlos verschwunden.

    Die beiden im Wald gefundenen Toten scheinen einen Bezug zum örtlichen Flüchtlingsheim, in dem Anfang der Neunzigerjahre bosnische Flüchtlinge untergebracht waren, zu haben, doch was ist mit Peter passiert? Sind Hanne und Peter dem Täter zu nah gekommen?


    Beurteilung

    Im ersten Drittel des Kriminalromans, in dem die Handlung noch eher spannungsarm verläuft, werden die drei Ich-Erzähler, die abwechselnd über die Geschehnisse in Ormberg berichten, detailliert vorgestellt. Malin hat Ormberg, das sie immer als beengend empfunden hat, nach ihrer Schulzeit verlassen und arbeitet in Katrineholm, sie wird aber für den aktuellen Fall nach Ormberg entsandt, weil sie sich dort auskennt. Hanne ist eine talentierte Profilerin, deren Verstand jedoch zunehmend durch eine beginnende Demenz getrübt wird. Da nicht einmal sie selbst sich auf ihre Erinnerungen verlassen kann, hält sie die Ermittlungen in ihrem Tagebuch fest. Leider hat sie dieses Tagebuch im Wald verloren, wo es der fünfzehnjährige Jake gefunden hat, der auf diese Weise in den Fall verwickelt wird.

    Der Kriminalfall ist komplex konstruiert und beschäftigt sich mit dem Thema „Flucht“ in der Vergangenheit (1993) und in der Gegenwart sowie mit der diesbezüglichen Reaktion der schwedischen Dorfbewohner, die in einem verarmten Ort leben, in dem es keine Industrie mehr, dafür aber eine hohe Arbeitslosigkeit gibt. Die Romanfiguren werden in ihren Charakteren differenziert und ohne Schwarzweiß-Malerei dargestellt, ihre unterschiedlichen Einstellungen den Flüchtlingen gegenüber sind problemlos nachvollziehbar.

    Im Verlauf des Romans steigt die Spannung, sodass man das Buch nach einem etwas zähen Beginn ungern aus der Hand legt. Die Schilderung des Dorfes und des Waldes im Winter ist sehr atmosphärisch und anschaulich. Die Auflösung ist nicht zu früh absehbar, am Ende gibt es sogar für die Leser, die quasi „in die richtige Richtung ermittelt“ haben, eine gelungene Überraschung.

    Einige Tatumstände wirken nicht vollkommen glaubwürdig, das tut der Unterhaltung jedoch keinen Abbruch.


    Fazit

    Ein bedrückender Kriminalfall, der auch Leser ohne Kenntnis des ersten Bandes „Wenn das Eis bricht“ gut unterhält!

    8 Punkte


    ASIN/ISBN: 3442718813

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    Der westfälische Sturkopf Heinrich Tenbrink und sein Partner Maik Bertram in ihrem dritten Fall!

    Nachts in einem Wäldchen am Dorfrand: Ein betrunkener Jugendlicher stolpert - im wahrsten Sinne des Wortes - über eine Leiche. Der Tote starb durch einen Stich ins Herz. Und er ist kein Unbekannter: Paul Winterpacht stand vor zwei Monaten vor Gericht, weil er einen jungen Mann totgeschlagen hatte. Das milde Urteil gegen ihn sorgte für einen Skandal.

    Für Tenbrink und Bertram sieht zunächst alles nach einem Rachemord aus. Den Täter vermuten sie im Umfeld der Familie des damaligen Opfers. Doch dann tritt der Lokalreporter Gerd Nollmann auf den Plan, der mit seiner Landwehrgruppe für Recht und Ordnung im Münsterland sorgen will. Zur Not auch mit Selbstjustiz? Ein Rätsel bleibt für die Kommissare auch der Zettel, den sie bei dem Toten gefunden haben. Darauf befinden sich handschriftliche, kaum lesbare Zeichen und Zahlen. Hat ihnen der Täter damit eine Nachricht hinterlassen, die sie zur Lösung des Falls führen soll?


    Autor (Quelle: Amazon)

    Tom Finnek (Pseudonym des Autors Mani Beckmann) wurde 1965 in Westfalen geboren und lebt als Filmjournalist, Drehbuchlektor und Schriftsteller in Berlin. Unter dem Namen Mani Beckmann erschienen neben einigen Berlin-Krimis seine historischen Moor-Romane, die im Münsterland angesiedelt sind (siehe Autorenseite Mani Beckmann). Unter dem Pseudonym Tom Finnek schreibt er seit 2009 historische London-Romane und Münsterland-Krimis. Tom Finnek/Mani Beckmann ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


    Allgemeines

    Dritter Fall der Reihe um Heinrich Tenbrink und Maik Bertram

    Erschienen am 1. September 2019 bei Bastei Lübbe als TB mit 400 Seiten
    Gliederung: Prolog – Fünf Teile (entsprechend je einem Wochentag von Sonntag bis Donnerstag), jeweils mit nummerierten Kapiteln – Epilog

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Ein Dorf im Münsterland im Sommer (in der Gegenwart)


    Inhalt und Beurteilung

    Tenbrink und Bertram bekommen es mit einem Mordfall zu tun, dessen Motiv einleuchtend scheint: Der ermordete Paul Winterpacht hatte vor etwa einem Jahr einen anderen jungen Mann – angeblich wegen einer Beleidigung – so brutal niedergeschlagen, dass dieser verstarb. Für diesen Totschlag bekam er nur eine Bewährungsstrafe. Da scheint es auf der Hand zu liegen, dass jemand aus der Familie des Getöteten Rache nehmen wollte. Allerdings handelt es sich bei dieser Familie um strenggläubige Mennoniten, die Gewalt ablehnen. Es gibt im Dorf aber auch eine selbsternannte „Landwehr“ unter der Leitung des Journalisten Nollmann, diese Gruppe ist mit der staatlichen Ausübung der Justiz nicht einverstanden und will selbst im Dorf für Recht und Ordnung sorgen. Als es zu einem weiteren Todesfall kommt, erkennen die Ermittler, dass der Fall nicht so überschaubar ist, wie sie dachten.


    Der dritte Fall des Gespanns Tenbrink & Bertram kann einzeln gelesen werden, soweit es den Kriminalfall betrifft. Da aber auch die persönliche Vorgeschichte der beiden Ermittler fortgesetzt wird, ist es zum besseren Verständnis auf jeden Fall empfehlenswert, die beiden vorherigen Bände „Galgenhügel“ und „Totenbauer“ zu kennen.

    „Schuldacker“ beginnt als ein eher ruhiger Krimi mit einem anschaulichen und gelegentlich humorvollen Erzählstil, erst allmählich wird mehr Spannung aufgebaut. Der Fall ist intelligent konstruiert und wesentlich komplexer als es zunächst den Anschein hat. Dementsprechend ist die Auflösung für den Leser nicht vorzeitig absehbar. Man bekommt einen lebhaften Einblick in das Leben eines klein(bürgerlich)en Dorfs im Münsterland, was recht beklemmend ist – und einen Einblick in die Lebensweise der Mennoniten, die im 21. Jahrhundert befremdet.

    Die Charaktere der beiden Protagonisten Tenbrink und Bertram sind gründlich ausgearbeitet und wirken mit ihren Stärken und Schwächen lebensnah, auch die Nebenfiguren des Romans erhalten alle ihre individuellen Persönlichkeiten. Das gilt auch für Tenbrinks Pudel Locke, der allerdings ein wenig zu häufig im Mittelpunkt steht, was sich manchmal ein wenig bremsend auf den Spannungsaufbau auswirkt.

    Der Krimi endet mit einem „fiesen“ Cliffhanger, sodass der Leser schon ungeduldig auf den nächsten Band wartet.


    Fazit

    Intelligente Unterhaltung für Freunde ruhigerer Krimis ohne viel Blutvergießen!

    8 Punkte

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Die beliebte, charmant-energische ehemalige Begine Serafina ermittelt in ihrem fünften Fall in Freiburg. Die Erfolgsautorin Fritz nimmt einen historischen Fall als Grundlage für den spannenden, atmosphärischen Roman. Im Mai 1417 liegt in der düsteren Henkersgasse eine junge Frau mit eingeschlagenem Schädel, das Gesicht mit einem falschen Muttermal am Kinn seltsam geschminkt. Die reiche Kaufmannsgattin ist eines gewaltsamen Todes gestorben. Serafina, Frau des Arztes Achaz, findet in der missgünstigen Hausmagd des Witwers eine erste Verdächtige, der eine weitere Spur folgt. Damit nicht genug, führt Serafinas Bruder nichts Gutes im Schilde, und Stadtapotheker Jonas will ihre Armenapotheke schließen. Serafina hat alle Hände voll zu tun.


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Zu ihren großen Erfolgen zählen "Die Hexe von Freiburg", "Die Tochter der Hexe" und "Die Vagabundin". Astrid Fritz lebt in der Nähe von Stuttgart.


    Allgemeines

    Fünfter Band der Reihe um die ehemalige Begine Serafina

    Erschienen am 17.09. 2019 im Rowohlt Taschenbuch Verlag mit 288 Seiten

    Gliederung: Personenverzeichnis – 43 Kapitel – Autorennachwort – umfangreiches Glossar

    Erzählung in der dritten Person, größtenteils aus der Perspektive der Protagonistin

    Handlungsort und -zeit: Freiburg, im Mai 1417


    Inhalt

    Serafina hat inzwischen die Beginen-Sammlung verlassen und den Stadtarzt Adalbert Achaz geheiratet, den Beginen bleibt sie jedoch freundschaftlich verbunden. Auch als Ehefrau des Stadtarztes und Betreiberin einer Armenapotheke kann sie es jedoch nicht lassen, ihre Nase in Dinge zu stecken, die ihr nicht geheuer vorkommen. So wird sie sofort misstrauisch, als in der Henkersgasse die Leiche der Kaufmannsgattin Agnes gefunden wird. Zunächst sieht es so aus, als sei die junge Frau im Dunkeln über und auf einen Steinhaufen gestürzt und habe sich den Schädel aufgeschlagen. Doch was wollte sie so spät allein in dieser finsteren Gegend und weshalb war ihr Gesicht angemalt wie das einer Hübschlerin (Prostituierten)?

    Serafina bekommt jedoch nicht nur wegen ihrer eigenmächtigen Ermittlungen Probleme: Ihr Bruder Peter, mit dem sie zwanzig Jahre zuvor im Streit auseinandergegangen ist, taucht unerwartet in Freiburg auf und verwickelt seine Schwester in kriminelle Machenschaften, außerdem versucht der Stadtapotheker immer noch, Serafinas Armenapotheke schließen zu lassen.


    Beurteilung

    Der fünfte Band der Reihe um Serafina kann einzeln gelesen werden, da hier sozusagen ein neues Kapitel aufgeschlagen wird, indem sich der thematische Schwerpunkt vom Leben und Wirken der Beginen fortbewegt und jetzt das bürgerliche Leben in der Gesellschaft der mittelalterlichen Stadt Freiburg im Mittelpunkt steht. Dennoch ist es empfehlenswert, die vorherigen Bände zu kennen, da mehrfach auf Serafinas Vorgeschichte Bezug genommen wird und diese in einem der Handlungsstränge eine größere Rolle spielt.

    Die Schilderung der Ereignisse um eine unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommene Kaufmannsgattin ist wie gewohnt flüssig und sehr anschaulich. Seit dem vierten Band, „Tod im Höllental“, ist die zu Beginn eher ruhig erzählte Krimireihe von deutlich höherer Spannung geprägt.

    Die Charaktere der wichtigsten Romanfiguren sind gründlich und weitgehend glaubwürdig ausgearbeitet, lediglich Serafinas Mann, der Stadtarzt, handelt teilweise naiver als es bei einem so „gestandenen Mann“ realistisch scheint.

    Der Roman vermittelt sehr interessante Einblicke in die Organisation einer mittelalterlichen Stadtgesellschaft, deren Hierarchie und Rechtsprechung sowie in das Bordellwesen des 15. Jahrhunderts, das penibel organisiert ist, bevor in späteren Jahrhunderten Prostitution und außereheliche Sexualität in den Bereich der Illegalität gerückt werden.

    Gerade zu diesem Thema gibt das Nachwort umfängliche Informationen. Des Weiteren erleichtern das vorangestellte Personenverzeichnis sowie das ausführliche Glossar am Ende auch Neueinsteigern in die Reihe das Verständnis.


    Fazit

    Ein gelungener historischer Krimi, der Einblicke in das mittelalterliche Stadtleben Freiburgs bietet!

    9 Punkte

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Die Geschichte der Charité geht weiter. Nach dem Bestseller „Hoffnung und Schicksal“ erzählt Ulrike Schweikert ein weiteres spannendes Kapitel aus der Welt des berühmten Krankenhauses. Im Berlin der ausgehenden Kaiserzeit kämpfen zwei Frauen um ihr Glück und für die Rechte von Frauen. Rahel Hirsch ist eine der ersten Ärztinnen, die an der Charité praktizieren. Doch als Frau unter lauter männlichen Kollegen hat sie es nicht leicht. Von Gleichberechtigung ist man selbst in der sonst so fortschrittlichen Hauptstadt noch weit entfernt. Das erlebt auch die junge Arbeiterin Barbara täglich. Sie schuftet in der Wäscherei der Charité und muss immer wieder erfahren, was es bedeutet, wenn Männer Frauen als Besitz betrachten.

    Ungleicher könnten die beiden Frauen nicht sein, und doch werden sie zu Freundinnen. Während Rahel sich gegen Widerstände in der Charité durchsetzen muss und sich in den jungen Fliegerpionier Michael verliebt, schließt sich Barbara der Frauenbewegung an, kämpft für die Rechte der Arbeiterinnen und das Frauenwahlrecht. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und verändert nicht nur die Leben von Barbara und Rahel für immer ...


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt «Die Tochter des Salzsieders» ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. «Die Charité. Hoffnung und Schicksal» schaffte es in die Top 10 Bestsellerliste. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.


    Allgemeines

    Zweiter Teil der Geschichte der Charité

    Erschienen am 17.09.2019 bei Rowohlt Polaris als broschiertes TB mit 544 Seiten
    Gliederung: Prolog – drei Bücher mit insgesamt 30 Kapiteln - Epilog – Nachwort – Danksagung – Bibliographie

    Erzählung in der dritten Person, hauptsächlich aus den Perspektiven der beiden Protagonistinnen Dr. Rahel Hirsch und Barbara Schubert

    Handlungsort und -zeit: Berlin, 1893 (Epilog), 1903 bis 1919 (Hauptteil), 1938 (Epilog)


    Inhalt

    Im Mittelpunkt der Erzählung stehen zwei sehr unterschiedliche Frauen, die aber das gemeinsame Anliegen vereint, sich für Frauenrechte und Gleichberechtigung einzusetzen: Dr. Rahel Hirsch (1870 – 1953) und die fiktive Arbeiterin Barbara Schubert.

    Rahel wird als Ärztin an der Charité angestellt, bezieht zu Beginn als „Volontärin“ im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen jedoch nicht einmal ein Gehalt. Als Frau wird sie von den männlichen Ärzten erst nach und nach akzeptiert und dass sie Jüdin ist, macht ihre Situation nicht einfacher. Doch Rahel arbeitet sich unbeirrt und engagiert voran und wird schließlich als erste Frau im Königreich Preußen zur Professorin ernannt.

    Nachdem die Wäscherei-Arbeiterin Barbara Schubert Rahel aus einer misslichen Lage geholfen hat, freunden die beiden ungleichen Frauen sich an. Auch Barbara kämpft auf ihre Weise um mehr Freiheiten und Rechte für Frauen, sie besucht Vorträge von Frauenrechtlerinnen und tritt in die SPD ein, sobald Frauen die Mitgliedschaft in politischen Parteien erlaubt ist.

    Als der Erste Weltkrieg ausbricht, erhalten alle Frauen mehr Freiheiten als in der Vorkriegszeit, zumal sie die an der Front befindlichen Männer im Berufsleben ersetzen müssen, aber Rahel und Barbara bekommen das Grauen des Krieges anhand der schwerstverletzten und verstümmelten Soldaten, die in der Charité behandelt werden, auch unmittelbar vor Augen geführt – und sie leiden wie alle anderen Zivilisten unter Nahrungsknappheit, außerdem müssen sie täglich um das Leben der ihnen nahestehenden Männer an der Front fürchten.


    Beurteilung

    Der zweite Roman um die Charité steht zum ersten Buch „Hoffnung und Schicksal“ in keinem unmittelbaren Zusammenhang und kann deshalb einzeln gelesen werden.

    Im ersten Teil des Romans geht es vorwiegend um medizinische Fortschritte des frühen 20. Jahrhunderts, einer Zeit, in der die systematische Forschung immer mehr an Bedeutung gewinnt, neueste Erfindungen und Entdeckungen, so z.B. die Verwendung von Röntgengeräten für die Untersuchung des Körperinneren, etabliert und erste Chemotherapeutika (Salvarsan gegen die Syphilis) entwickelt werden.

    Schließlich richtet sich der Fokus auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen, hierbei wird dem Ersten Weltkrieg mit seinem Grauen und seinen Entbehrungen viel Raum eingeräumt sowie auch dem damit einhergehenden technischen Fortschritt, der Fliegerei.

    Die Autorin hat sehr gründlich recherchiert und schildert das Leben in Berlin vor dem Hintergrund der ersten zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts ebenso eindrücklich wie anschaulich. Dabei verleiht sie sowohl den historischen Persönlichkeiten als auch den fiktiven Romanfiguren, die repräsentativ für die Arbeiterklasse stehen, unverwechselbare, gut ausgearbeitete Charaktere.

    In ihrem Nachwort „Dichtung und Wahrheit“ geht Ulrike Schweikert auf das weitere Leben von Dr. Hirsch und auf die von ihr vorgenommenen fiktiven Ergänzungen ein. Eine umfangreiche Bibliographie bietet dem interessierten Leser eine Auswahl an Sekundärliteratur zu medizingeschichtlichen und politischen Themen sowie zu einigen berühmten Persönlichkeiten der Zeit.

    Das Buch ist mit einem Foto der Charité in der vorderen und einem Stadtplan Berlins in der hinteren Umschlagsklappe auch äußerlich sehr schön gestaltet.


    Fazit

    Ein Roman, der interessante (medizin)geschichtliche Einblicke mit einem äußerst fesselnden Erzählstil verbindet, so bleiben für Freunde niveauvoller historischer Unterhaltung keine Wünsche offen!

    10 Punkte

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Die Geschichte von Vigdis und Viga-Ljot könnte heute kaum relevanter sein, obwohl sie vor über hundert Jahren veröffentlicht wurde. Eindrücklich beschreibt die Literaturnobelpreisträgerin Sigrid Undset das Ringen der schillernden jungen Vigdis um Emanzipation und Gerechtigkeit im von Männern und Gewalt dominierten Norwegen der Wikingerzeit. Als der Isländer Ljot den Hof ihres Vaters besucht, verliebt sich Vigdis in den impulsiven Fremden. Ljot aber will nicht auf ihre Entscheidung warten und vergewaltigt sie. Den Sohn, den Vigdis neun Monate später zur Welt bringt, zieht sie allein groß. Auf sich gestellt kämpft sie um ein autonomes Leben – und die Ehre ihrer Familie. Wütend trotzt sie den unzähligen Widerständen, denen sie im patriarchalen System ihres Heimatlandes ausgesetzt ist, und stellt sich nicht nur ihrem Vergewaltiger, sondern auch den Mördern ihres Vaters mutig entgegen. Ein Klassiker der norwegischen Literatur in eleganter Neuübersetzung von Gabriele Haefs Mit einem Vorwort von Kristof Magnusson.


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Sigrid Undset wurde 1882 in Kalundborg/Dänemark geboren. Seit ihrer frühen Kindheit lebte sie in Oslo, bevor sie 1940 vor den Deutschen über Schweden in die USA floh. Nach 1945 kehrte sie in ihre Heimat, nach Lillehammer, zurück, wo sie 1949 starb. 1928 erhielt Undset den Literaturnobelpreis.


    Allgemeines

    Titel der Originalausgabe: „Fortellingen om Viga-Ljot og Vigdis“, Erstveröffentlichung 1909

    Erscheinungstermin der deutschen Neu-Übersetzung von Gabriele Haefs: 4. September 2019 bei Hoffmann und Campe als HC mit 208 Seiten
    Gliederung: Vorwort von Kristof Magnusson – 47 Kapitel – Glossar

    Erzählung in der dritten Person aus den wechselnden Perspektiven der beiden Titelfiguren

    Handlungsorte und -zeit: Norwegen und Island zur Wikingerzeit


    Inhalt und Beurteilung

    Als der Isländer (Viga-)Ljot mit einem Verwandten nach Norwegen reist, um dort Bauholz zu kaufen, lernt er Vigdis, die Tochter eines wohlhabenden Hofbesitzers, kennen und verliebt sich in sie. Auch Vigdis fühlt sich zu dem gutaussehenden jungen Mann hingezogen, kann sich nach einem Vorfall, bei dem dieser sich als eitel und arrogant gezeigt hat, jedoch nicht durchringen, mit ihm als seine Frau nach Island zu gehen. Daraufhin verliert der jähzornige und impulsive Mann die Beherrschung und vergewaltigt das junge Mädchen. Vigdis verschweigt die aus der Tat entstandene Schwangerschaft und verweigert weiterhin eine Heirat, vielmehr belegt sie Ljot mit Flüchen und kündigt ihm an, dass ihr Hass und ihre Rachegelüste ihn bis ins Grab verfolgen sollen.


    Der Roman erzählt im Anschluss an die Ereignisse der verhängnisvollen Nacht das Leben der beiden Titelfiguren über die nächsten achtzehn Jahre. Vigdis will trotz entsprechender Anträge nicht heiraten, sie zieht ihren Sohn Ulvar allein auf und baut nach dem grausamen Mord an ihrem Vater dessen Hof wieder auf. An den Mördern des Vaters nimmt sie höchstpersönlich blutige Rache. Sie ist einerseits ihrer Zeit um ca. tausend Jahre voraus, indem sie ihr Leben unabhängig von einem männlichen Beschützer selbstbewusst und selbstständig gestaltet. Andererseits ist sie auch ihrer Zeit verhaftet; das Christentum beginnt gerade erst Fuß zu fassen, doch die Menschen sind davon noch nicht wirklich durchdrungen, es dominieren noch Vorstellungen von Ehre und Blutrache.


    Viga-Ljot ist nach Island zurückgekehrt und hat dort geheiratet, ohne sich seiner Frau Leikny sehr verbunden zu fühlen. Er trauert immer noch Vigdis nach, bemüht sich aber, ein guter Ehemann zu sein. Hier ist der Autorin eine großartige, differenzierte Charakterdarstellung gelungen. Der zunächst eher unreife, selbstgefällige und egozentrische Ljot bleibt zwar impulsiv und schnell mit dem Schwert oder der Axt bei der Hand, wenn er sich beleidigt fühlt, aber er wird auch reifer und reflektiert seine früheren Sünden. Seiner Familie ist kein Glück beschieden und auch sein Wiedersehen mit Vigdis nach vielen Jahren verläuft nicht so, wie er es erträumt hat.


    Sehr anschaulich verdeutlicht Sigrid Undset den ausweglosen Konflikt, in dem sich Vigdis´ Sohn Ulvar befindet, der unschuldig in das Drama zwischen seinen Eltern hineingezogen wird.

    Der Erzählstil dieses Romans ist – im Gegensatz zu den längeren Romanen „Kristin Lavranstochter“ und „Olav Audunssohn“ - kurz und prägnant, aber dennoch sehr anschaulich und eindrücklich, er entspricht in gewisser Weise dem harten und rauen Leben in Skandinavien um die letzte Jahrtausendwende.

    Ein Glossar erklärt Begriffe aus der norwegischen Geschichte, deren Kenntnis beim Leser nicht vorausgesetzt werden kann. Auch das Vorwort von Kristof Magnusson ist sehr lesenswert.


    Fazit

    Das leider etwas knapp gehaltene, aber dennoch sehr gelungene Frühwerk einer begnadeten Autorin, das schon einen Vorgeschmack auf ihre großen Mittelalterromane gibt, für die sie 1928 den Literaturnobelpreis erhielt!

    9 Punkte

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten – auch dann noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt. Denn Richards Schatten scheint so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht ...


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war.

    Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Besonders die Romane um das Schicksal der Familie Waringham genießen bei Historienfans mittlerweile Kultstatus.


    Allgemeines

    Sechster Band der Waringham-Reihe

    Erschienen am 30. August 2019 bei Bastei Lübbe als HC mit 928 Seiten
    Gliederung: Personenverzeichnis – Prolog – drei Teile, Kapitel jeweils mit Orts- und Zeitangaben überschrieben – Autorennachwort – Danksagung

    Erzählung in der dritten Person, größtenteils aus der Perspektive von Yvain of Waringham

    Handlungsorte und -zeit: Diverse Orte in England und Frankreich, 1193 bis 1216


    Inhalt

    Der sechste Band der Waringham-Reihe ist chronologisch vor der Handlung der zuvor erschienenen Romane angesiedelt und spielt während der Regierungszeit von Richard Löwenherz und seinem jüngsten Bruder John Lackland. Den zahlreichen historischen Persönlichkeiten steht die fiktive Familie Waringham gegenüber. Guillaume of Waringham ist Gefährte und Anhänger von König Richard Löwenherz, der sich kaum jemals in England aufhält. Auf dem Rückweg vom Heiligen Land ist Richard in Österreich gefangen genommen worden. Im Auftrag seiner Mutter Aliénor von Aquitanien müssen die Engländer Unsummen an Lösegeld für Richards Freilassung aufbringen, was zu großem Unmut führt. Richards jüngerer Bruder und Erbe John versucht derweil, die Macht in England zu übernehmen.

    Guillaumes Bruder Yvain of Waringham steht in Johns Diensten und ist als Master of the Horse immer an seiner Seite – sowohl am Hof als auch in Kriegen und blutigen Schlachten. Seine Loyalität zu John wird jedoch mehrfach auf die Probe gestellt, denn John ist ein machtbesessener, rücksichtsloser und grausamer Mann…


    Beurteilung

    Der sechste Band der Reihe überzeugt – wie schon seine Vorgänger – durch einwandfreie Recherche und überaus flüssige, anschauliche und gegen Ende des Romans auch hochspannende Erzählweise.

    Der Leser bekommt einen intensiven Einblick in Leben und Politik in England um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Erzählung steht neben dem fiktiven Yvain of Waringham der berüchtigte König John, genannt „Lackland“ da er erstens keine größeren Ländereien von seinem Vater König Henry II erbte und zweitens die von England beherrschten Gebiete in Frankreich verlor. König John gilt allgemein in der Geschichtsschreibung als Scheusal, da er cholerisch und unter Alkoholeinfluss – er war höchstwahrscheinlich Alkoholiker – äußerst grausam, skrupellos und unberechenbar sein konnte. Seine Willkür führte letztlich dazu, dass die Barons (Adeligen) gegen seinen Regierungsstil revoltierten und die Festlegung verbriefter Rechte forderten, die in der Magna Carta Libertatumniedergeschrieben wurden – eine Entwicklung, die letztlich zur Einsetzung des Parlaments führte und der schrankenlosen Alleinherrschaft der englischen Könige ein Ende bereitete.

    Eine besondere Gabe der Autorin besteht neben dem fesselnden Erzählstil in der überaus gründlichen und ausgewogenen Ausgestaltung der Charaktere ihrer Romanfiguren. Weit von jeglicher Schwarzweiß-Malerei entfernt, zeichnet sie sogar König John als einen Menschen mit (vielen) Schwächen, aber auch (nicht so vielen) Stärken, was die Loyalität, die ihm von einigen Menschen entgegengebracht wird, zumindest teilweise nachvollziehbar macht. Auch die fiktiven Romanfiguren sind charakterlich differenziert ausgearbeitet.

    Der Roman kann ohne Kenntnis der übrigen Bände gelesen werden, das Zusatzmaterial (vorangestelltes Personenverzeichnis und informatives Nachwort) erleichtert auch dem Leser ohne vertieftes Wissen zur englischen Geschichte das Verständnis.


    Fazit

    Ein historischer Roman der „Oberliga“, ebenso unterhaltsam wie informativ – uneingeschränkt empfehlenswert!

    10 Punkte

    Anbei ein Foto der Magna Carta, leider aufgrund der Glaseinfassung und der Beleuchtung nicht in bester Qualität. Man kann sie im "Treasure Room" der British Library in London besichtigen.


    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Sechs Freunde. Ein Mörder. Wem kannst du trauen? Südengland an einem heißen Juliabend des Jahres 1983. Sechs Schulfreunde treffen sich, um gemeinsam im Wald zu zelten. Sie alle sind aufgeweckte Jugendliche und anarchisch, unerschrocken, schön, scheinbar für höhere Ziele geboren. Die erst vierzehnjährige Aurora kann kaum glauben, für ein paar Stunden zu ihrer Clique gehören zu dürfen. Am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Dreißig Jahre später taucht in eben jenem Wald eine Leiche auf. Detective Chief Inspector Jonah Sheens weiß sofort, wen man nach all der Zeit endlich gefunden hat: Aurora. Die sechs Freunde sind mittlerweile ein jeder auf seine Weise beruflich erfolgreich geworden und halten alle an ihrer Unschuld fest. Was genau ist damals geschehen? War der Mörder die ganze Zeit in ihrer Mitte? Es ist an Jonah Sheens, das Netz aus jahrzehntealten Lügen, polizeilichen Versäumnissen und wohlgehüteten Geheimnissen zu entwirren.


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Gytha Lodge ist eine britische Schriftstellerin und mehrfach ausgezeichnete Theaterautorin. Sie studierte Englische Literatur in Cambridge und Kreatives Schreiben an der University of East Anglia. Ihre Kinder- und Jugendliteratur hat auf Wattpad eine große Fangemeinde. „Bis ihr sie findet“ ist ihr Krimidebüt.


    Allgemeines

    Titel der Originalausgabe: „She lies in wait“, ins Deutsche übersetzt von Kristian Lutze

    Erscheinungstermin: 4. September 2019 bei Hoffmann und Campe als broschiertes TB mit 400 Seiten
    Gliederung: Prolog – 42 Kapitel – Danksagung

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Südengland in den Jahren 2013 und 1983


    Inhalt

    Im Sommer 1983 darf die verträumte vierzehnjährige Aurora mit der „coolen“ Clique ihrer älteren Schwester Topaz im Wald zelten. Die Nacht wird für sie jedoch nicht zum Vergnügen, da die älteren Jugendlichen Alkohol trinken, Drogen konsumieren und sich - wenig diskret – sexuellen Aktivitäten hingeben. Am frühen Morgen ist Aurora spurlos verschwunden und taucht trotz intensiver Suchaktionen ihrer Begleiter und der Polizei nicht wieder auf.

    Dreißig Jahre später findet ein Kind beim Spielen im Wald sterbliche Überreste, die Aurora zugeordnet werden können. DCI Jonah Sheens soll herausfinden, was in der Nacht von Auroras Verschwinden passierte und wer aus der Gruppe für ihren Tod verantwortlich ist, falls es sich überhaupt um ein Mitglied der Clique handelt, denn auch Auroras Englischlehrer, für den sie geschwärmt hatte, wurde seinerzeit in der Nähe des Zeltplatzes gesehen.

    Die Ermittlungen werden durch eine vorherige Bekanntschaft zwischen Jonah und den diversen Tatverdächtigen verkompliziert: Jonah besuchte seinerzeit dieselbe Schule wie diese, gehörte aber nicht zum Freundeskreis.


    Beurteilung

    Die Krimihandlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt. In die Kapitel über die Untersuchungen durch Jonah Sheens und seine engagierte junge Kollegin DC Juliette Hanson sind Abschnitte eingeflochten, die die Vorgänge des Zeltausflugs im Juli 1983 aus der Perspektive von Aurora beschreiben. Dadurch ist der Leser den Ermittlern einen Schritt voraus, ohne allerdings frühzeitig der Auflösung des Falls nahezukommen. Vielmehr gelingt es der Autorin, geschickt Verdachtsmomente gegen alle Mitglieder der Clique und den Englischlehrer zu platzieren. Dabei werden die Gruppendynamik und die Charaktere der (damaligen) Jugendlichen sowie deren Rollen innerhalb der Gruppe gründlich ausgearbeitet.

    Der Roman ist in einem anschaulichen Sprachstil verfasst und liest sich nicht zuletzt aufgrund des Perspektivwechsels kurzweilig und fesselnd, obwohl die Spannungskurve erst gegen Ende steigt und keine reißerischen, brutalen Szenen vorkommen.

    Die nur nebensächliche Thematisierung des Privatlebens der Ermittler fällt angenehm auf, allerdings wirkt diese im Fall der Polizistin Hansom, die von ihrem Ex-Freund gestalkt und belästigt wird, nicht ganz glaubwürdig. Die Einschüchterung dieser mutigen und selbstbestimmten Frau durch die Belästigungen passen nicht recht zum sonstigen Verhalten der Polizistin.


    Fazit

    Ein gelungenes Debüt, das gut konstruierte, fesselnde Unterhaltung ohne explizite Gewaltdarstellungen bietet – sehr lesenswert!

    9 Punkte

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    MORD VOR LAUFENDER KAMERA

    Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird zum Entsetzen aller ein Snuff-Film gezeigt. Das Opfer: die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller.

    Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns ermitteln unter Hochdruck. Doch eine Gruppe von Prominenten um Keller mauert. Was hat der Bürgermeister zu verbergen? Und wer ist die Zeugin, die aussieht wie Tom Babylons vor Jahren verschwundene Schwester? Die Ereignisse überschlagen sich, als ein weiterer Mord passiert. Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung zwischen ihr und den Opfern: Ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugend - und die Zahl Neunzehn.


    Autor (Quelle: Verlagsseite)

    Marc Raabe, 1968 geboren, ist Geschäftsführer und Gesellschafter einer TV- und Medienproduktion. Schlüssel 17, Auftakt der Thriller-Serie mit Kommissar Tom Babylon, war monatelang in den Top-Ten der LITERATUR SPIEGEL Paperback-Bestsellerliste. Raabes Romane sind in über zehn Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Familie in Köln.


    Allgemeines

    Zweiter Band der Reihe um Tom Babylon und Sita Johanns

    Erschienen am 30. August 2019 im Ullstein Verlag als TB mit 528 Seiten
    Gliederung: Prolog – 74 Kapitel – Danksagung

    Erzählung in der dritten Person, hauptsächlich aus den Perspektiven von Tom Babylon und Sita Johanns

    Handlungsort und -zeit: Berlin, im Februar 2019 und im August 2001 (Rückblicke)


    Inhalt

    Bei der Eröffnung der Berlinale wird zum Entsetzen der Zuschauer ein Film vorgeführt, der die Vergewaltigung und Tötung einer jungen Frau zeigt. Bei dem Opfer handelt es sich um Sinje Keller, die Tochter des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Kurz darauf wird ein weiteres Mädchen, wiederum die Tochter eines relativ prominenten Vaters, entführt, doch die Väter der betroffenen jungen Frauen zeigen sich den Ermittlern vom LKA gegenüber nicht gerade kooperativ, vielmehr scheinen sie etwas zu verbergen haben.

    Sita Johanns wird durch diverse Tatumstände an schreckliche Ereignisse aus ihrer Jugend erinnert, sie ist davon überzeugt, dass die aktuellen Mord- und Vermisstenfälle etwas mit einem Verbrechen zu tun haben, dessen Opfer sie selbst achtzehn Jahre zuvor geworden ist.

    Tom Babylon, der gemeinsam mit Sita ermittelt, wird von einer seltsamen Begebenheit abgelenkt: Bei der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale ist ihm ein etwa elfjähriges Mädchen in Begleitung eines älteren Mannes aufgefallen, das wie eine Doppelgängerin seiner vor zwanzig Jahren verschwundenen Schwester Viola aussieht. Er ist besessen von der Idee, dieses Mädchen zu finden…


    Beurteilung

    Wer der sehr komplexen und verwickelten Handlung von „Zimmer 19“ folgen können möchte, sollte zunächst den ersten Band der Reihe um Tom Babylon, „Schlüssel 17“ gelesen haben, denn dann kennt man bereits das vielköpfige Ermittlerteam und vor allem die – ein wenig merkwürdige – Vorgeschichte von Tom.

    Die Handlung von „Zimmer 19“ entfaltet sich in 74 Kapiteln, die durch häufigen Perspektivwechsel zwischen Tom und Sita, aber auch weiteren Kollegen, gekennzeichnet sind, außerdem spielt sich die Handlung auf zwei verschiedenen Zeitebenen ab: in den Jahren 2001 und 2019. Durch diesen Aufbau gestaltet sich die Lektüre sehr abwechslungsreich und kurzweilig, verlangt dem Leser aber auch eine gewisse Konzentration ab. Die Schilderung ist sehr anschaulich und spannend, deshalb fällt es schwer, den Roman aus der Hand zu legen. Tom und Sita sind als Charaktere gründlich ausgestaltet, als Leser kann man leicht ein Gefühl der „Verbundenheit“ mit ihnen aufbauen.

    Der Kriminalfall, der in die Vergangenheit der DDR zurückführt, ist ebenso interessant wie beklemmend, er ist intelligent, aber in einigen Details aufgrund unwahrscheinlicher Zufälle wenig glaubwürdig konstruiert.

    Es werden nicht alle Handlungsstränge zu Ende gebracht, einige Fragen bleiben offen, sodass nichts Anderes übrigbleibt als auf den dritten Band der Reihe zu warten…


    Fazit

    Ein komplexer und nicht in allen Aspekten realitätsnaher Kriminalroman, der jedoch unglaublich fesselnde Unterhaltung bietet!


    8 Punkte


    ASIN/ISBN: 3548289150

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Debütantin, Fürstin, Kämpferin – der dramatische Roman über den Weg einer starken Frau am Anfang des 20. Jahrhunderts

    Sie ist die schönste Debütantin Londons, ihr Heirat führt sie 1891 ins deutsche Kaiserreich. Doch in der kalten Pracht von Schloss Fürstenstein fühlt sich Daisy einsam und unsicher. Ständig eckt sie an, das steife Zeremoniell nimmt ihr den Atem. Muss sie das alles hinnehmen? Daisy wagt es, Regeln über den Haufen zu werfen, bezaubert mit ihrem Charme den Hof und selbst den Kaiser. Gleichzeitig beginnt sie im Geheimen einen gefährlichen Kampf gegen das Elend der Armen, der Grubenarbeiter in Schlesien. Aber was ist mit ihrem eigenen Glück? Darf sie eine Liebe leben, die alles gefährdet, was sie erreicht hat?

    Erfolgsautorin Sabine Weigand führt uns mit dem Schicksal der Daisy von Pless nach London, Berlin und Schlesien, in eine Welt im Wandel, zwischen Kaiserreich und Krieg, zwischen Glanz und Rebellion.


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist promovierte Historikerin, arbeitete als Ausstellungsplanerin für Museen und ist nun Abgeordnete im bayerischen Landtag. Historische Originaldokumente sind der Ausgangspunkt vieler ihrer Romane, wie ›Die Markgräfin‹, ›Das Perlenmedaillon‹, ›Die Königsdame‹, ›Die Seelen im Feuer‹ und ›Die silberne Burg‹. In ›Die Tore des Himmels‹ gestaltet sie das Leben der Hl. Elisabeth, in ›Das Buch der Königin‹ das Schicksal der deutschen Kaiserin Konstanze, in ›Ich, Eleonore. Königin zweier Reiche‹ der europäischen Skandalherrscherin. Ihr neuer Roman ›Die Manufaktur der Düfte‹ schildert das Schicksal einer Seifenfabrikantendynastie.


    Allgemeines

    Erschienen am 28. August 2019 im Fischer Verlag als broschiertes TB mit 576 Seiten
    Gliederung: Roman in vier Büchern – Epilog – Nachwort – Personenverzeichnis

    Wechselnde Erzählarten: Erzählung in der dritten Person, zeitgenössische Zeitungsartikel

    Ich-Erzählung Daisys, teilweise auch als Tagebucheinträge und Briefe

    Handlungsorte und -zeit: Verschiedene Orte in England und Deutschland, 1883 bis 1922


    Inhalt und Beurteilung

    Der gründlich recherchierte Roman schildert das Leben der Mary Theresa Olivia Cornwallis-West, genannt Daisy (1873 – 1943), die den deutschen Fürsten Hans Heinrich XV von Pless (1861 – 1938) heiratete und den Großteil ihres Lebens in Deutschland verbrachte.


    Daisys Familie verkehrt in den besten Kreisen Englands, ist finanziell aber nicht (mehr) gut aufgestellt, deshalb wird das hübsche Mädchen mit 18 Jahren an den steinreichen deutschen Fürsten von Pless verheiratet. Die Ehe bringt drei Söhne hervor, wird aber nicht glücklich. Daisy lebt zwar in großem Luxus, fühlt sich aber im goldenen Käfig an der Seite ihres nüchternen, distanzierten Mannes nicht wohl und die immer gleichen gesellschaftlichen Anlässe, bei denen sie glänzend auftreten, sich aber ansonsten langweilen muss, kommen ihr zunehmend sinnentleert vor. Als sie – eher zufällig – erfährt, wie die Arbeiter in den Kohlegruben ihres Mannes ausgebeutet werden und im Elend leben, beginnt sie sich sozial zu engagieren, um das Leben dieser armen Menschen zu verbessern.

    Fast alle Romanfiguren sind historische Persönlichkeiten, mit Ausnahme des fiktiven Stallmeisters Joschi, der aus einem der Armenviertel stammt und Daisy fortan bei ihren karitativen Tätigkeiten begleitet. Die Protagonisten von „Die englische Fürstin“ sind in ihren Charakteren sehr gründlich ausgearbeitet, besonders Daisy wirkt überaus authentisch, was auch daran liegt, dass sie in Briefen und Tagebucheinträgen, zu denen die Autorin Zugang hatte, direkt zum Leser spricht.


    Der durch seine verschiedenen Erzählformen kurzweilige Roman ist in einem sehr anschaulichen und fesselnden Erzählstil verfasst, der Leser bekommt einen ausgezeichneten Einblick in das Luxusleben des englischen und deutschen Jetsets der Vorkriegszeit, in die entbehrungsreiche Zeit des Ersten Weltkriegs und in die Zeit unmittelbar nach dem Krieg. Dabei trifft man auf einige zur damaligen Zeit sehr bedeutende Persönlichkeiten, wie Kaiser Wilhelm II, mit dem das Ehepaar von Pless gut bekannt war und Professor Fritz Haber, der maßgeblich an der Erfindung und Herstellung chemischer Kriegswaffen (Giftgas) beteiligt war. In den eindringlichen Schilderungen der Gräuel des Ersten Weltkriegs wird ein Plädoyer gegen den Krieg deutlich.

    Die Autorin hat das Leben der Daisy von Pless intensiv recherchiert und sich weitgehend an die Fakten gehalten. In ihrem ebenso ausführlichen wie auch informativen Nachwort klärt sie darüber auf, wo sie die Fakten durch Fiktion ergänzt oder modifiziert hat. Darüber hinaus informiert sie über das spätere Leben der Protagonistin, das im Roman nicht mehr abgedeckt ist.

    Ein Personenverzeichnis der wichtigsten Romanfiguren rundet das Buch ab. Von besonderem Charme sind die Fotos der Daisy von Pless, die den vier Büchern vorangestellt sind und die sie in den jeweiligen Lebensphasen zeigen. Auch das Buchcover zeigt ein Foto der jungen Daisy.


    Fazit

    Ein gründlich recherchierter, ebenso informativer wie gut unterhaltender historischer Roman, wie man ihn von der Historikerin Sabine Weigand gewohnt ist, unbedingt lesenswert für jeden Leser, der sich für die englische und deutsche Geschichte der Zeit zwischen 1890 und 1920 interessiert!
    10 Punkte


    ASIN/ISBN: 381053059X