Beiträge von €nigma

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Kurze Krimis für die kleine Spannung zwischendurch.

    Viveca Sten hat mittlerweile neun Krimis rund um die Juristin Nora und den Kommissar Thomas Andreasson geschrieben. Doch was ist aus den vielen Figuren geworden, die in ihren Büchern eine Nebenrolle spielten? In diesen spannenden Kurzkrimis werden sie zu Hauptfiguren und somit werden ganz nebenbei alle Fragen der Sten-Fans beantwortet. Fast alle. Was geschah eigentlich damals mit Signe Brands Verlobten, der plötzlich verschwand? Signe, die später Nora das Sommerhaus, die Brandsche Villa, vererbte, hat den Verlust schließlich nie verwunden. Was wurde aus den bornierten Eltern von Henrik, Noras erstem Mann? In diesen Kurzkrimis gibt es für die Fans ein Wiedersehen mit Figuren aus den Romanen Viveca Stens, so dass man das Gefühl hat, bei den Nachbarn und Freunden hinter die Kulissen zu schauen. Doch auch wenn man ihre Bücher nicht kennt, kann man diese Kurzkrimis genießen: ob beim Warten auf den Bus oder im Wartezimmer des Zahnarztes. Viveca Sten schreibt nicht nur spannende Romane – auch in der kurzen Form ist sie Meisterin.


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Viveca Sten war Chefjuristin bei der dänischen und schwedischen Post, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie wohnt mit Mann und drei Kindern vor den Toren von Stockholm. Seit sie ein kleines Kind war, hat sie die Sommer auf Sandhamn verbracht, wo ihre Familie seit mehreren Generationen ein Haus besitzt. Ihre Sandhamn-Krimireihe feiert weltweit Erfolge und wurde fürs ZDF verfilmt.


    Allgemeines

    Titel der Originalausgabe: „Iskalla ögonblick“, ins Deutsche übersetzt von Dagmar Lendt

    Erscheinungstermin: 8. April 2020 bei KiWi-Paperback als broschiertes TB mit 320 Seiten
    Gliederung: Landkarten von Sandhamn – 10 Kurzkrimis, Kapitel jeweils mit Wochentagen überschrieben - Nachwort

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Stockholm und Sandhamn, 1981 bis 2015


    Inhalt und Beurteilung

    Bei diesem Buch handelt es sich nicht direkt um einen weiteren Band der Reihe um Nora Linde und Thomas Andreasson, sondern um ein Extrabuch zur Sandhamn-Reihe. Es enthält zehn Kurzkrimis, aus denen sich sowohl die Geschichte von Nora und Thomas als auch vor allem vertiefte Informationen zu diversen Romanfiguren der Reihe entnehmen lassen.

    Die Handlung der ersten Geschichte spielt sich 1981 ab, als sich Nora und Thomas im Rahmen des Konfirmandenunterrichts kennenlernen. Hier kristallisiert sich schon heraus, dass Nora sich für ein Jura-Studium interessiert und Thomas einen Hang zum Ermitteln hat. Die übrigen Geschichten, die über einen langen Zeitraum bis 2015 angesiedelt sind, beschäftigen sich mit Romanfiguren, die dem Leser aus den Bänden der Reihe bekannt sind, so z.B. Noras mütterlicher Freundin Signe Band, ihren Schwiegereltern aus ihrer ersten Ehe und diversen anderen Bekannten und Nachbarn, die in den anderen Büchern eine Nebenrolle einnehmen. Dementsprechend ist es hilfreich, wenn man die anderen Bände bereits kennt. Die Kriminalgeschichten sind auch ohne Vorkenntnisse verständlich, aber es würden doch einige Feinheiten im Beziehungsgeflecht der ganzen Figuren verlorengehen.

    Trotz der relativen Kürze der Geschichten sind die Charaktere der Romanfiguren gründlich ausgearbeitet und jeder Kurzkrimi überzeugt durch eine fesselnde Handlung mit überraschenden Wendungen. Gewaltszenen werden ausgespart, die Spannung rekrutiert sich hier aus der „Pfiffigkeit“ von Menschen, die den perfekten Mord planen. Durch den Szenenwechsel und Fokussierung auf unterschiedliche Personen gestaltet sich die Lektüre äußerst abwechslungsreich und kurzweilig.

    Für Freunde der Sandhamn-Reihe und Menschen mit wenig Lesezeit ist „Eiskalte Augenblicke“ die ideale Lektüre, da man sie sehr gut in Abschnitten genießen kann.


    Fazit

    Eine sehr lesenswerte Sammlung von Kurzkrimis, die den Freunden der Sandhamn-Reihe ebenso fesselnde Unterhaltung bietet wie die längeren Romane!

    9 Punkte

    ASIN/ISBN: 3462053507

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    In Leinster House, dem irischen Parlamentssitz, findet man die Leiche eines hochrangigen Regierungsbeamten. Während einer Benefizgala wurde er in einem unterirdischen Gang des Gebäudes regelrecht hingerichtet. Alles deutet zunächst auf politische Hintergründe für die Tat, denn Leinster House ist ein fruchtbarer Nährboden für Korruption, Intrigen und dunkle Geheimnisse. Doch Inspector Tom Reynolds lässt sich nicht von dem Offensichtlichen täuschen - und stößt schon bald auf eine Spur, die auf ein sehr viel persönlicheres Tatmotiv hinweist –


    Autorin (Quelle: Amazon)

    Jo Spain arbeitet als Journalistin und Beraterin des Irischen Parlaments. Ihr Krimidebüt Tu Buße und stirb avancierte in Irland sogleich zum Bestseller und schaffte es auf die Shortlist der renommierten Richard and Judy Bestseller Competition. Auch Fürchte, was du begehrst, der zweite Band der Serie mit dem sympathischen Ermittlerteam um Inspector Tom Reynolds, schaffte den Sprung auf die irische Bestsellerliste. Jo Spain lebt mit ihrem Ehemann und ihren vier gemeinsamen Kindern in Dublin.


    Allgemeines

    Zweiter Band der Reihe um Inspector Tom Reynolds

    Titel der Originalausgabe: „Beneath the Surface“, ins Deutsche übersetzt von Anke Angela Grube

    Erscheinungstermin: 27. April 2018 bei Bastei Lübbe als TB mit 496 Seiten
    Gliederung: Begriffe aus der irischen Sprache (Gaeilge) – Prolog – 29 Kapitel – Epilog – Danksagung

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Verschiedene Orte in Irland, 2011


    Inhalt und Beurteilung

    In Leinster House wird Ryan Finnegan, der Berater des Energieministers, durch Schüsse regelrecht hingerichtet. Es gibt viele Tatverdächtige, denn ausgerechnet am Mordabend findet dort eine Wohltätigkeitsveranstaltung mit vielen prominenten Gästen statt. Der Ermordete war strikt gegen einen Gesetzentwurf, den sein Chef einbringen wollte; zwischen den beiden Männern wurde die Stimmung deshalb immer angespannter. Aus diesem Grund wird ein politisches Motiv für die Tat vermutet. Die Ermittlungen zeigen jedoch bald, dass die in die unpopuläre Gesetzesänderung involvierten Politiker nicht nur im beruflichen Bereich von zweifelhafter Integrität sind, sondern auch im Privatleben durchaus Leichen im Keller haben…


    Das Buch ist der zweite Band der Reihe um Tom Reynolds, es kann jedoch auch problemlos ohne Kenntnis des ersten Bandes gelesen werden. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, der Leser hat schlimmstenfalls etwas von der „Beziehungskiste“ zweier Mitglieder des Ermittlungsteams verpasst, das verzichtbar ist.

    Der Fall ist intelligent konstruiert und die Lösung nicht zu früh absehbar. Gelegentlich ist die Schilderung von unnötigen Längen geprägt, die ein wenig ermüdend sind. Die Charakterisierung der Romanfiguren ist gut gelungen und wirkt realistisch. Das gilt sowohl für die Familie und familiären Probleme von Tom Reynolds als auch für die Darstellung der Politiker, die einander wohl überall auf der Welt ziemlich ähnlich sind: machtgierig, intrigant, heuchlerisch und nicht selten auch korrupt!

    Der Erzählstil ist flüssig und anschaulich, aber nicht übermäßig spannend.


    Fazit

    Intelligent konstruierte Unterhaltung mit kleinen Längen, lesenswert!

    7 Punkte

    ASIN/ISBN: 3404176774

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Die Geschichte einer Familie.

    Die Chronik einer Stadt.

    Das Bild einer Epoche.

    Bremen im 18. Jahrhundert: Die Altendiecks sind eine der angesehensten Handwerksfamilien der Stadt. In ihrer Werkstatt entstehen kunstvolle Uhren für Ratsherren, Kaufleute und Seekapitäne. Doch nicht einmal Uhrmacher können den Lauf der Zeit aufhalten – oder die Katastrophen, die sie mit sich bringt. Johann Altendieck wird die Familie beinahe in den Abgrund stürzen, seine Tochter Gesche wird grausame Entscheidungen treffen müssen, sein Enkel Nicolaus wird einen Krieg erleben, der den ganzen Kontinent zerreißt. In diesen dunklen Zeiten können sie nur eins tun: sich an dem festhalten, was bleibt. Liebe. Hoffnung. Und die Familie.

    Ein beeindruckender historischer Roman, der fast hundert Jahre Geschichte einer norddeutschen Uhrmacher-Dynastie erzählt.


    Autor (Quelle: Verlagsseite)

    Historisch fundiert – Dr. Hendrik Lambertus ist promovierter Skandinavist/Mediävist. Dem Setting des Romans verbunden – Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Bremen. Stilistisch versiert und erfahren – Seit 2011 betreibt er als freiberuflicher Schreibcoach die Schreibwerkstatt „Satzweberei“ und veröffentlicht Bücher in unterschiedlichen Genres: Fantasy bei Lübbe, Kinderbücher bei Ueberreuter und Sachbücher bei Eden.


    Allgemeines

    Erschienen am 24.03. 2020 im Rowohlt Taschenbuch Verlag mit 640 Seiten
    Gliederung: Roman in vier Teilen – Epilog – Glossar: Historische Personen, Uhrmacherei, Allgemeines – Nachwort, sich erweiternder Familienstammbaum zu jedem der vier Teile

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Bremen, 1766 – 1848


    Inhalt

    Der Roman schildert die Geschicke einer fiktiven Bremer Uhrmacherfamilie über vier Generationen während der Zeit von 1766 bis 1848. Nachdem der Ruf der Familie Altendieck unter Johann aufgrund einer Sabotage an der von ihm konstruierten Rathausuhr Schaden genommen hat, versucht seine Tochter Gesche, dem Namen Altendieck wieder zu Ansehen zu verhelfen. Ihr Ziel ist es, ein Seechronometer zur Lösung des Problems der Längengradbestimmung bei Seereisen zu konstruieren.

    Ihr Sohn Nicolaus betreibt die Uhrmacherei zwar gewissenhaft, aber ohne Begeisterung, seine Leidenschaft gehört der Kunst, insbesondere der Malerei. Erst dessen Sohn Ernst Theodor ist der Uhrmacherkunst zugetan; mit seiner Ambition, auch preisgünstige, für einfache Leute erschwingliche Uhren herzustellen, provoziert er allerdings den Widerstand seiner dominanten Großmutter Gesche, für die Uhren ein Statussymbol der Privilegierten sind.


    Beurteilung

    Die Uhrmacherfamilie Altendieck ist fiktiv, ihre Erfindungen und Entwicklungen in der Uhrmacherkunst entsprechen jedoch – teils mit zeitlichen Abweichungen zu den historischen Fakten – der Realität. In jedem der vier Teile des Romans steht ein Familienmitglied der Altendiecks im Mittelpunkt und die Handlung eines jeden Teils spielt sich vor einem gut recherchierten historischen Hintergrund ab. So bringt der Autor, ein promovierter Historiker, dem Leser verschiedene Epochen des 18. und 19. Jahrhunderts nahe. Er thematisiert die Ständegesellschaft, die Aufklärung mit ihrem Streben nach wissenschaftlichen Fortschritten, die Romantik, die Zeit der napoleonischen Besatzung und schließlich den Vormärz mit seinen demokratischen Bestrebungen.

    Die Charaktere der Romanfiguren sind sehr gründlich und individuell ausgearbeitet, sie passen stimmig in ihre jeweilige Zeit. Der Erzählstil ist sehr anschaulich und fesselnd. Ein sehr umfangreiches Glossar (Personenverzeichnis historischer Persönlichkeiten, Fachbegriffe der Uhrmacherkunst, allgemeine Erklärungen zu Orten und historischen, teils fremdsprachigen Begriffen) erleichtert das Verständnis.

    Im Nachwort äußert sich der Autor über Fakten und Fiktion.


    Fazit

    Ein sehr lesenswerter Einblick in die deutsche Geschichte zwischen der Mitte des 18. und der Mitte des 19. Jahrhundert mit speziellem Fokus bezüglich der Bremer Stadtgeschichte und der Uhrmacherkunst!

    10 Punkte


    ASIN/ISBN: 3499276089


    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    A GERMAN PRINCESS WITH A GUILTY SECRET.

    The King is in love with Anna's portrait, but she has none of the accomplishments he seeks in a new bride.

    She prays she will please Henry, for the balance of power in Europe rests on this marriage alliance.

    But Anna's past is never far from her thoughts, and the rumours rife at court could be her downfall. Everyone knows the King won't stand for a problem queen.


    Autorin (Quelle: Amazon)

    Alison Weir is the top-selling female historian (and the fifth-bestselling historian overall) in the United Kingdom, and has sold over 3 million books worldwide. She has published eighteen history books, including her most recent non-fiction book, Queens of the Conquest, the first in her England's Medieval Queens quartet. Alison has also published several historical novels, including Innocent Traitor and The Lady Elizabeth.[…]

    Alison is a fellow of the Royal Society of Arts and an honorary life patron of Historic Royal Palaces.


    Allgemeines

    Vierter Band der Reihe „Six Tudor Queens“

    Erschienen am 2. Mai 2019 bei Headline Review als HC mit 528 Seiten
    Gliederung: Familienstammbäume der Tudors und der La Marcks (Herzogfamilie Kleve), Roman in fünf Teilen mit insgesamt 30 Kapiteln – Autorennachwort – extrem umfangreiches Personenverzeichnis – chronologische Zeitleiste – „Reading Group Questions“

    Erzählung in der dritten Person aus der Perspektive der Anna von Kleve

    Handlungsorte und -zeit: Deutschland und England, 1530 – 1557


    Inhalt und Beurteilung

    Der vierte Band aus der Reihe „Six Tudor Queens“ beschäftigt sich mit dem Leben und der Persönlichkeit der Anna von Kleve (1515 – 1557) , der vierten Ehefrau des englischen Königs Henry VIII. Zunächst wird über Annas Jugend und Erziehung unter der strengen Aufsicht ihrer Mutter berichtet, dann wird geschildert, wie es zur Hochzeit mit Henry VIII von England kommt. Dieser will sich nach dem Tod von Jane Seymour wiederverheiraten, um weitere männliche Erben zu bekommen. Im Gegensatz zu seinen vorherigen Ehen, bei denen er seine Frauen bereits vorher persönlich kennt, handelt es sich hier um eine „politische“ Ehe mit einer Frau, die er nur von einer Miniatur Hans Holbeins kennt und die ihm bei der persönlichen Begegnung nicht zusagt. Nur wenige Monate nach der Hochzeit lässt Henry die nicht vollzogene Ehe annullieren, um Katheryn Howard zu heiraten. Anna bleibt als des Königs geschätzte „Schwester“ in England und wird von ihm finanziell gut versorgt, das Verhältnis zwischen den früheren Eheleuten ist freundschaftlich. Doch nach Henrys Tod gerät Anna in finanzielle Schwierigkeiten.


    Der Roman ist – ebenso wie die drei vorgehenden Bände sehr intensiv recherchiert, fast alle Romanfiguren sind historische Persönlichkeiten. Die Handlung ist weitestgehend an den Fakten orientiert, lediglich in Bezug auf Annas Leben vor und nach der Ehe mit Henry gestaltet die Autorin einen Handlungsstrang, dessen Verlauf nicht durch Quellen belegt, aber theoretisch denkbar ist.

    Der anschauliche Erzählstil gibt einen guten Einblick in eine Zeit, in der das Schicksal eines dem Königshaus nahestehenden Menschen sehr schnell eine tragische Wende nehmen kann, wenn dieser Mensch das Missfallen des Königs erregt oder in religiöse Konflikte verwickelt wird.

    Die Beziehung zwischen Henry VIII und Anna wird sehr differenziert dargestellt, auch die Charakterzeichnung dieser beiden Hauptfiguren ist unparteiisch und ausgewogen.

    Für Leser ohne Vorkenntnisse zur Tudorzeit wird mit dem ausführlichen Nachwort, dem sehr umfangreichen Personenverzeichnis und der chronologischen Zeitleiste reichlich informatives Zusatzmaterial geboten.

    Es ist möglich, den vierten Band einzeln zu lesen, wenn man sich nur für Henrys vierte Ehefrau interessiert; im Idealfall sollte man jedoch alle Bände in der korrekten Reihenfolge lesen, da Henrys bisherige Erfahrungen in seinen diversen Ehen seinen Umgang mit Anna in gewisser Weise verständich(er) machen.


    Fazit

    Ein gründlich recherchierter biographischer Roman, der für Tudor-Fans uneingeschränkt empfehlenswert ist!

    9 Punkte

    ASIN/ISBN: 9781472227720

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Wie bittet man einen Menschen um Hilfe, dessen Leben man zerstört hat? Vor allem, wenn man sich wie Kasandra ein neues, sehr komfortables Leben aufgebaut hat? Als ihr Sohn entführt wird, bleibt ihr keine andere Wahl: Sie muss Damian um Hilfe bitten. Sein Leben ist eine Katastrophe: Damians Verlobte Ewa ist seit zehn Jahren verschwunden. Und Kasandra, die ihm helfen sollte, sie zu finden, hat ihn aufs Übelste verraten. Damian glaubt noch immer, dass Ewa am Leben ist. Doch um das zu beweisen, braucht er Kasandra. Die beiden schließen einen Deal. Und kommen der Wahrheit gefährlich nahe. Zu nahe. Denn während Kasandra in einem berüchtigten Frauengefängnis ums Überleben kämpfen muss, steht Damian nach all den Jahren plötzlich Ewa gegenüber.


    Autor (Quelle: Verlagsseite)

    Remigiusz Mróz, geboren 1987, hat einen Ph.D. in Jura und gab seine Anwaltskarriere auf, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Mit gerade mal 30 Jahren hat er bereits 25 Bücher veröffentlicht, darunter eine Justizthrillerreihe, die sich allein in Polen über 1,5 Millionen Mal verkauft hat und die für das Fernsehen verfilmt wird. In Polen ist jedes seiner Bücher auf Platz 1 der Bestsellerliste.


    Allgemeines

    Zweiter Band der Reihe „Die Suche nach Ewa“

    Titel der Originalausgabe: „Nieodgadniona“, ins Deutsche übersetzt von Marlena Breuer und Jakob Walosczyk

    Erschienen am 10. März 2020 im Rowohlt Taschenbuch Verlag mit 400 Seiten
    Gliederung: Roman in drei Hauptteilen, jeweils mit nummerierten Kapiteln – Nachwort

    Ich-Erzählungen von Damian Werner und Kasandra Reimann

    Handlungsort und -zeit: Opole (Polen), in der Gegenwart


    Inhalt

    „Bis zum Ende“ schließt inhaltlich an „Die kalten Sekunden“ an und setzt die Geschichte von Damian Werner, dessen Verlobte Ewa vor elf Jahren verschwunden ist, und Kasandra Reimann, die auf der Flucht vor einer Verbrecherorganisation ist, fort. Damian hat in seiner neuen Wohnung eine VHS-Kassette zugespielt bekommen, die ihn erneut dazu motiviert, nach Ewas Verbleib zu forschen. Kasandra, die ihn ein Jahr zuvor bei der Suche nach Ewa unterstützen sollte und ihn für ihre eigenen Zwecke übel ausgenutzt hat, steht eines Tages vor seiner Tür und erbittet seine Hilfe, da ihr neunjähriger Sohn Wojtek entführt worden ist.


    Beurteilung

    Wer den ersten Band nicht kennt, hat keine Chance, der Handlung dieses Kriminalromans zu folgen. Selbst mit Vorkenntnissen ist das schwierig und erfordert viel Konzentration. Das liegt einmal daran, dass die Handlung sehr vielschichtig ist, viele Beteiligte immer wieder lügen und die Protagonisten auf falsche Fährten führen, andererseits liegt es auch daran, dass Personen mal mit ihrem Vornamen und dann mit ihrem Nachnamen genannt und angesprochen werden. Für den Leser ist es in den ersten Kapiteln sehr verwirrend, wenn der männliche Protagonist auf einer einzigen Seite mal als „Damian“, mal als „Werner“ und mal als „Wern“ bezeichnet wird. Dasselbe gilt für die Privatermittlerin Jola Kliza, die manchmal „Jola“ und manchmal „Kliza“ heißt. Der Sinn dieses Vorgehens erschließt sich nicht.

    Die Handlung ist komplex aufgebaut und für den Leser schwer durchschaubar, da es nie ersichtlich ist, wem man trauen kann, bzw. jeder jedem misstraut. Aufgrund der zahlreichen Wendungen und des anschaulichen Erzählstils ist das Buch spannend, es wäre allerdings ansprechender gewesen, wenn der Autor auf explizite Szenen von Gewalt und Erniedrigung verzichtet hätte.


    Fazit

    Ein spannender, aber auch recht verworrener Kriminalroman, den man nicht ohne die Kenntnis des ersten Bandes „Die kalten Sekunden“ lesen sollte, für sensible Leser weniger empfehlenswert!

    5 Punkte


    ASIN/ISBN: 3499002523

    Am 6. April 2020 erscheint die deutsche Ausgabe "Die Tinktur des Todes".

    Anbei die Kurzbeschreibung (Amazon) dazu:


    1847: Eine brutale Mordserie an jungen Frauen erschüttert Edinburgh. Alle Opfer sind auf dieselbe grausame Weise gestorben. Zur gleichen Zeit tritt der Medizinstudent Will Raven seine Stelle bei dem brillanten und renommierten Geburtshelfer Dr. Simpson an, in dessen Haus regelmäßig bahnbrechende Experimente mit neu entdeckten Betäubungsmitteln stattfinden. Hier trifft Will auf das wissbegierige Hausmädchen Sarah, die jedoch einen großen Bogen um ihn macht und sofort erkennt, dass er ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Beide haben ganz persönliche Motive, die Morde aufklären zu wollen. Ihre Ermittlungen führen sie in die dunkelsten Ecken von Edinburghs Unterwelt und nur, wenn es ihnen gelingt, ihre gegenseitige Abneigung zu überwinden, haben sie eine Chance, lebend wieder herauszufinden.

    ASIN/ISBN: 3866124724

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    Edinburgh, 1847. Will Raven is a medical student, apprenticing for the brilliant and renowned Dr Simpson. Sarah Fisher is Simpson´s housemaid, and has all of Raven´s intelligence but none of his privileges.

    As bodies begin to appear across the Old Town, Raven and Sarah find themselves propelled headlong into the darkest shadows of Edinburgh´s underworld. And if either of them are to make it out a alive, they will have to work together to find out who´s responsible for the gruesome deaths.


    Autoren (Quelle: Amazon)

    Ambrose Parry is a pseudonym for a collaboration between Chris Brookmyre and Marisa Haetzman. The couple are married and live in Scotland. Chris Brookmyre is the international bestselling and multi-award-winning author of over twenty novels, including Black Widow, winner of both the Theakston Old Peculier Crime Novel of the Year and the McIlvanney Prize for Scottish Crime Novel of the Year. Dr Marisa Haetzman is a consultant anaesthetist of twenty years experience, whose research for her Masters degree in the History of Medicine uncovered the material upon which this novel was based. The Way of All Flesh is the first book in the series.


    Allgemeines

    Erster Band der Reihe um Will Raven und Sarah Fisher

    Erschienen am 30. April 2019 bei Canongate Books Ltd als TB mit 410 Seiten
    Gliederung: Roman in 63 Kapiteln – Danksagung – Autorennachwort zum historischen Hintergrund – Leseprobe zum zweiten Band „The Art of Dying“

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Edinburgh, 1847


    Inhalt

    Der mittellose junge Medizinstudent Will Raven bekommt die Gelegenheit, sich als Assistent des renommierten Geburtshelfers Dr. James Young Simpson (1811 – 1870) fortzubilden und er kann auch in dessen Haus wohnen. Deshalb erlebt er den Arzt nicht nur in seiner beruflichen Tätigkeit, die von viel Empathie für seine Patient(inn)en geprägt ist, sondern er wird auch Zeuge, wie Dr. Simpson gemeinsam mit Dr. George Keith und Dr. James Matthews Duncan abends in seinem Salon Selbstversuche durchführt. Die drei Ärzte sind mit den (Neben)wirkungen des kürzlich zuvor entdeckten Äthers nicht zufrieden und suchen nach einem besser verträglichen Narkosemittel, um ihren Patient(inn)en Torturen bei Operationen oder Entbindungen zu ersparen.

    Auch das Hausmädchen Sarah Fisher interessiert sich sehr für Medizin und studiert in der knapp bemessenen Freizeit gern medizinische und chemische Bücher aus der Bibliothek ihres Arbeitgebers. Aber es bleibt ihr aufgrund ihrer einfachen Herkunft und vor allem ihres weiblichen Geschlechts verwehrt, eine Ausbildung zu machen. Immerhin kann sie am Vormittag gelegentlich in der Praxis aushelfen, die Dr. Simpson in seinem Haus betreibt.

    Als in Edinburgh die Leichen mehrerer junger Frauen – eine davon eine Bekannte von Will Raven - aufgefunden werden, die offenbar durch schreckliche Krämpfe zu Tode kamen, versuchen Will und Sarah, das Geheimnis der mysteriösen Todesfälle zu ergründen.


    Beurteilung

    „The Way of All Flesh“ ist kein Serienmörder-Thriller, sondern ein gründlich recherchierter medizinhistorischer Roman, der ärztliche, besonders geburtshilfliche Praktiken in der Frühzeit der Anästhesie thematisiert. Die auftretenden Romanfiguren sind größtenteils historische Persönlichkeiten, die sich im Bereich der Medizin und der Chemie einen Namen gemacht haben. Diese Wissenschaftler arbeiteten nach der Einführung des Äthers in die Chirurgie und Geburtshilfe gemeinsam an der Entdeckung von weiteren und besser verträglichen Narkosemitteln.

    Die Autoren schildern eindringlich die schrecklichen Szenarien, die sich bei schwierigen Entbindungen abspielten und verdeutlichen, wie durch den Einsatz von Äther und Chloroform teilweise auch lebensgefährliche Geburten noch zu einem guten Ende gebracht werden konnten. Dabei wird auch auf die kontroversen Standpunkte eingegangen, die die Öffentlichkeit in Bezug auf die Narkose einnahm: Während die Einen den medizinischen Fortschritt feierten, verteufelten die Anderen – Geistliche und selbst ernannte Moralapostel – diese segensreiche Entdeckung als „unnatürlich“, da der Schmerz bei der Entbindung gottgewollt sei.

    Die Reihe von Todesfällen ist direkt mit den damals herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen in Verbindung zu bringen, dieser Teil der Geschichte wirkt leider durchaus glaubwürdig.

    Der äußerst atmosphärische und sehr elaborierte Sprachstil macht die Lektüre trotz der oft sehr beklemmenden Szenen zu einem Buch, das man kaum aus der Hand legen kann. Der Leser fühlt sich unweigerlich in die finsteren Gassen Edinburghs versetzt und atmet den Duftcocktail aus süßlichem Chloroform und Blut, er hört die Schreie der Gebärenden und Operierten….allzu sensibel sollte er also nicht sein.


    Fazit

    Ein überaus fesselnder medizinhistorischer Roman, der den Leser ins Edinburgh des 19. Jahrhunderts versetzt, ihn mit verdienstvollen historischen Persönlichkeiten bekanntmacht und ihn zum Zeugen bahnbrechender Erfindungen werden lässt; für medizinhistorisch interessierte Leser uneingeschränkt empfehlenswert!

    10 Punkte

    ASIN/ISBN: 1786893800


    Da es sich eher um einen medizinhistorischen Roman als um einen Krimi/Thriller handelt, veröffentliche ich die Rezension in diesem Bereich, um falsche Erwartungen (Thriller) zu vermeiden.




    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    In Paris steht ein Haus, das allen Frauen dieser Welt Zuflucht bietet. Auch der erfolgreichen Anwältin Solène, die nach einem Zusammenbruch ihr Leben in Frage stellt. Im »Haus der Frauen« schreibt sie nun im Auftrag der Bewohnerinnen Briefe - an die Ausländerbehörde, den zurückgelassenen Sohn in Guinea, den Geliebten - und erfährt das Glück des Zusammenhalts und die Magie dieses Hauses. Weil Solène anderen hilft, hat ihr Leben wieder einen Sinn. Doch wer war die Frau, die vor hundert Jahren allen Widerständen zum Trotz diesen Schutzort schuf? Solène beschließt, die Geschichte der Begründerin Blanche Peyron aufzuschreiben.


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Laetitia Colombani wurde 1976 in Bordeaux geboren, sie ist Filmschauspielerin und Regisseurin. »Der Zopf« ist ihr erster Roman und steht seit Erscheinen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Filmrechte sind bereits vergeben, das Drehbuch hat Laetitia Colombani geschrieben. Die Autorin lebt in Paris.


    Allgemeines

    Titel der Originalausgabe: „Les Victorieuses“, ins Deutsche übersetzt von Claudia Marquardt

    Erschienen am 26.02.2020 im Verlag S.FISCHER als HC mit 256 Seiten
    Gliederung: Roman in 28 Kapiteln, jeweils ein „Gebet einer Schwester der Ordensgemeinschaft Töchter vom heiligen Kreuz“ dem Romantext vorangestellt und angehängt, Danksagung

    Erzählung in der dritten Person aus der Perspektive Solènes und Blanches

    Handlungsort und -zeit: Paris, in der Gegenwart (Solène) und 1925 bis 1933 (Blanche)


    Inhalt

    Nachdem die erfolgreiche Pariser Anwältin Solène aufgrund von Überarbeitung und eines traumatischen Erlebnisses depressiv und arbeitsunfähig geworden ist, legt ihr Therapeut ihr nahe, eine ehrenamtliche Tätigkeit aufzunehmen, um wieder einen Sinn in ihrem Leben zu finden. Sie entscheidet sich für eine Arbeit im „Haus der Frauen“ (Palais de la femme). In diesem riesigen Gebäude leben Hunderte von Frauen, die in Not geraten sind, wie z.B. ehemals Obdachlose und Flüchtlinge. Dort werden Menschen benötigt, die den Frauen bei Behördenangelegenheiten helfen, für sie Briefe schreiben und vorlesen.

    Nach anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten lernt Solène die Frauen und ihre unterschiedlichen Schicksale kennen, nicht nur die Bewohnerinnen des Hauses der Frauen profitieren von Solènes ehrenamtlicher Tätigkeit, sondern auch sie selbst entwickelt neue Perspektiven für ihr Leben.

    Das besondere Interesse von Solène gehört der Persönlichkeit und dem Lebensweg der Frau, die das Haus der Frauen gründete, Blanche Peyron.


    Beurteilung

    Der Roman, dessen Handlung auf zwei Zeitebenen (Gegenwart und Anfang des 20. Jahrhunderts) spielt, setzt einer fast vergessenen Frau ein Denkmal: Blanche Peyron (1867 – 1933). Blanche und ihr Mann Albin waren äußerst engagierte Mitglieder der Heilsarmee, die sich für die Verbesserung der Lage sozial schwacher Menschen einsetzten. Blanche lagen besonders die in Not geratenen Frauen und Kinder am Herzen und mit ihrem größten, durch Spenden finanzierten Projekt, dem „Haus der Frauen“, gelang es ihr, vielen von ihnen eine Heimat und eine Zukunftsperspektive zu geben.

    Die Autorin schildert in den Kapiteln, die sich mit Blanches Leben befassen, sehr eindringlich das Elend vieler Menschen in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Doch auch in der Gegenwart gibt es viele Menschen, die durch das soziale Netz fallen. Solène wirft bisher zum ersten Mal einen Blick in diese fremde Welt und versucht, im Kleinen zu helfen, wo sie es kann.

    Der relativ kurze Roman verschafft dem Leser ein eindrückliches Bild von den Schattenseiten der Pariser Gesellschaft vor hundert Jahren und in der Gegenwart, dabei wird besonders das Lebenswerk der heute weitgehend „vergessenen“ Blanche Peyron gewürdigt.

    Der Erzählstil ist flüssig und anschaulich, manchmal ein wenig zu gefühlvoll. Es fällt leicht, sich in die Persönlichkeit der Anwältin Solène hineinzuversetzen.


    Fazit

    Ein sehr berührender, lesenswerter Roman, der den Leser mit einer verdienstvollen – und zu Unrecht wenig bekannten - Frau bekanntmacht, der Generationen von Frauen viel zu verdanken haben!

    8 Punkte


    ASIN/ISBN: 3103900031

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    The turbulent Tudor age never fails to capture the imagination. But what was it actually like to be a woman during this period? This was a time when death in infancy or during childbirth was rife; when marriage was usually a legal contract, not a matter for love, and the education of women was minimal at best. Yet the Tudor century was also dominated by powerful and characterful women in a way that no era had been before.

    Elizabeth Norton explores the seven ages of the Tudor woman, from childhood to old age, through the diverging examples of women such as Elizabeth Tudor, Henry VIII's sister who died in infancy; Cecily Burbage, Elizabeth's wet nurse; Mary Howard, widowed but influential at court; Elizabeth Boleyn, mother of a controversial queen; and Elizabeth Barton, a peasant girl who would be lauded as a prophetess. Their stories are interwoven with studies of topics ranging from Tudor toys to contraception to witchcraft, painting a portrait of the lives of queens and serving maids, nuns and harlots, widows and chaperones.


    Autorin (Quelle: Amazon)

    Elizabeth Norton is a historian of the queens of England and the Tudor period. She is the author of biographies of Anne Boleyn, Jane Seymour, Anne of Cleves and Catherine Parr, and of England's Queens: The Biography.


    Allgemeines

    Erschienen am 4. Mai 2017 bei Head of Zeus als TB mit 416 Seiten

    Gliederung: Vorwort – Sieben Teile mit nummerierten Kapiteln – Epilog – Fußnoten – Bibliographie - Danksagungen – Quellenverzeichnis für die farbigen Illustrationen im Buch – Index


    Beurteilung

    Das Sachbuch – die Autorin bezeichnet es als „biography“, in diesem Fall eher eine „Sammelbiographie“ - beschäftigt sich mit dem Leben der Frauen zur Tudor–Zeit, d.h. im Zeitraum von 1485 bis 1603.

    Dabei geht es einerseits um adelige Frauen, bzw. Angehörige der königlichen Familie, über deren Leben es reichhaltige Quellen gibt, aber auch um „einfache“ Frauen, auf die die Autorin in diversen Quellen gestoßen ist, weil sie auf irgendeine Weise „aktenkundig“ wurden, sei es als Geschäftsführerin im Betrieb ihrer Männer, als Angeklagte in religiösen oder Hexenprozessen oder als Almosenempfängerinnen in Unterkünften für bedürftige Witwen.


    Die Lebensspanne der Frauen wird als sieben Phasen umfassend interpretiert, vom Babyalter bis zum Tod. Der Leser erfährt zu jedem dieser Abschnitte anhand konkreter Beispiele Allgemeines (Sitten, gesellschaftliche Verhältnisse) zum historischen Kontext der Zeit, beginnend mit der Babypflege und frühen Erziehung kleiner Mädchen in verschiedenen Gesellschaftsschichten über die (in höheren Schichten übliche) Bildung junger Mädchen, die Verheiratung, Ehe und Mutterschaft bis zu Witwenschaft und Alter. Dabei werden auch Frauen vorgestellt, die einen eher untypischen Lebensweg gingen und in einer Zeit, in der die Staatsreligion mit dem jeweiligen Herrscher wechselte, aufgrund ihrer Unangepasstheit vor das Kirchengericht/ auf den Scheiterhaufen kamen.

    Die Schilderung einzelner Schicksale vermittelt hier ein eindrückliches Gesamtbild des Lebens in England im 16. Jahrhundert.

    Einige Seiten farbiger Illustrationen im Buch sorgen für mehr Anschaulichkeit, doch auch der Schreibstil der Autorin ist bewegt und anschaulich. Sehr beeindruckend ist die äußerst umfangreiche Bibliographie im Anhang, die interessierten Lesern reichhaltige Lektüretipps gibt. Ein Familienstammbaum der Tudors wäre sinnvoll gewesen, ist aber leider nicht enthalten.


    Fazit

    Ein flüssig geschriebenes, sehr lesenswertes Buch über das Leben der Frauen zur Zeit der Tudors, für dessen Lektüre man aufgrund der Informationsfülle etwas mehr Zeit einplanen sollte!

    9 Punkte

    ASIN/ISBN: 1681778041

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Berlin, Sommer 1928. In Bühlers Ballhaus in der Auguststraße, auch »Clärchens Ballhaus« genannt, wird eine Garderobiere ermordet aufgefunden. Clärchen, die Betreiberin, ist schockiert. Zielt der Mord in irgendeiner Weise auf ihr Etablissement? Oder hat der kommunistische Ex-Geliebte der Toten etwas mit der Tat zu tun? Kommissar Leo Wechsler und seine Kollegen ermitteln in einer Welt aus Charleston, Sekt für eine Mark und hemmungslosem Amüsement.


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Susanne Goga lebt als Autorin und Übersetzerin in Mönchengladbach. Sie ist Mitglied des deutschen PEN-Zentrums. Außer ihrer Krimireihe um Leo Wechsler hat sie mehrere historische Romane veröffentlicht und wurde mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Goldenen HOMER für ›Mord in Babelsberg‹ und dem Silbernen HOMER für ›Nachts am Askanischen Platz‹.


    Allgemeines

    Siebter Band der Reihe um Leo Wechsler

    Erschienen am 21.02. 2020 bei der dtv Verlagsgesellschaft als TB mit 320 Seiten
    Gliederung: Prolog (1922) – 33 Kapitel – Epilog – Nachwort – Danksagung

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Berlin, im Sommer 1928


    Inhalt

    Während an einem Samstagabend die Gäste in „Clärchens Ballhaus“ in Berlin tanzen, wird im Hinterhof die Garderobiere Adele Schmidt ermordet. Für Leo Wechsler und seine Kollegen von der Mordkommission ist das ein unerklärlicher Fall, da die junge Frau sehr umgänglich war und keine Feinde hatte. Zunächst vermutet man, dass es eine Eifersuchtstat ihres ehemaligen Freundes sein könnte, jedoch liegt die Trennung schon einige Zeit zurück. Clara Bühler, die Inhaberin des Tanzlokals, weist den Verdacht zurück, es könne sich um eine Tat von Konkurrenten handeln, die dem Ruf ihres Etablissements schaden wollen. Die Ermittlungen treten auf der Stelle, bis Leo erfährt, dass Adele am Tatabend ein Kleid trug, das ihr eine Freundin geschenkt hat – eine Freundin, die nicht auffindbar ist…


    Beurteilung

    „Der Ballhausmörder“ gibt einen sehr guten Einblick in das Leben der Berliner Bevölkerung während der Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts. Viele Menschen leben unter ärmlichen Bedingungen; diejenigen, denen es besser geht, amüsieren sich bei Sekt und Tanzveranstaltungen im Nachtleben.

    In diesem Milieu spielt sich ein Mord ab, für den es kein Motiv zu geben scheint. Das Mordopfer wurde mit Chloroform betäubt, ein Modus Operandi, der auch bei einer Reihe von ungeklärten Sexualstraftaten in Frankfurt und Berlin vorliegt, aber es wurde nicht missbraucht – deshalb scheint es sich um verschiedene Täter zu handeln. Da die Gerichtsmedizin noch in den Kinderschuhen steckt, sind die Ermittler auf möglichst viele Zeugenaussagen angewiesen. Die Ermittlungen gestalten sich dementsprechend schwierig und unspektakulär, sie werden logisch aufgebaut und äußerst realistisch beschrieben. Obwohl die Spannungskurve flach bleibt, ist es sehr fesselnd, zu beobachten, wie Leo Wechsler und seine Kollegen allmählich durch akribische Arbeit aus kleinsten Puzzlestückchen ein Bild zusammensetzen. Die Auflösung ist für den Leser nicht zu früh absehbar, dann jedoch gut nachzuvollziehen.

    Die Romanfiguren sind in ihren Charakteren sehr gründlich und differenziert ausgearbeitet. Ihr Privatleben wird nur am Rande zur Sprache gebracht, was es auch Neueinsteigern in die Reihe erlaubt, der Handlung zu folgen.

    Neben der Krimihandlung wird auch die sich wandelnde Rolle der Frau thematisiert. Schülerinnen sind an einer guten Schulbildung und einer anschließenden soliden Ausbildung, bzw. einem Studium interessiert und verheiratete Frauen finden es nicht länger selbstverständlich, ab der Eheschließung nur noch Hausfrau zu sein. Sie nehmen sich auch das Recht, sich von ihren Partnern zu trennen, wenn diese ihren beruflichen Ambitionen im Weg stehen – hier setzt sich eine Entwicklung aus den Nachkriegsjahren fort.


    Fazit

    Eine sehr atmosphärische Schilderung des Lebens im Berlin der 1920er Jahre mit einem gut konstruierten Kriminalfall, fesselnde Unterhaltung ganz ohne reißerische Elemente!

    10 Punkte

    ASIN/ISBN: 9783423218085

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    A royal scandal that could change the face of England forever... London 1667. In the Court of Charles II, it's a dangerous time to be alive - a wrong move may lead to disgrace, exile or death. The discovery of a body at Clarendon House, the palatial home of one of the highest courtiers in the land, could therefore have catastrophic consequences. James Marwood, a traitor's son, is ordered to cover up the murder. But the dead man is Edward Alderley, the cousin of one of Marwood's acquaintances. Cat Lovett had every reason to want her cousin dead. Since his murder, she has vanished, and all the evidence points to her as the killer. Marwood is determined to clear Cat's name and discover who really killed Alderley. But time is running out for everyone. If he makes a mistake, it could threaten not only the government but the King himself...


    Autor (Quelle: Amazon)

    Andrew Taylor is the author of a number of crime novels, including the ground-breaking Roth Trilogy, which was adapted into the acclaimed TV drama Fallen Angel, and the historical crime novels The Ashes of London, The Silent Boy, The Scent of Death and The American Boy, a No.1 Sunday Times bestseller and a 2005 Richard & Judy Book Club Choice. He has won many awards, including the CWA John Creasey New Blood Dagger, an Edgar Scroll from the Mystery Writers of America, the CWA Ellis Peters Historical Award (the only author to win it three times) and the CWA's prestigious Diamond Dagger, awarded for sustained excellence in crime writing. He also writes for the Spectator and The Times. He lives with his wife Caroline in the Forest of Dean.


    Allgemeines

    Dritter Band der Reihe um James Marwood und Cat Lovett

    Erschienen am 4. April 2019 bei Harper Collins Publ. UK als TB mit 452* Seiten
    Gliederung: Verzeichnis der Romanfiguren – Stammbaum der Königsfamilie (Charles II) – 57 Kapitel

    Teils Ich-Erzählung von James Marwood, teils Erzählung in der dritten Person aus der Perspektive von Cat Lovett

    Handlungsort und -zeit: London, 1667


    Inhalt

    Im Brunnen des Küchenhauses von Clarendon House, dessen Besitzer der Earl von Clarendon, Schwiegervater des Duke of York, ist, wird die Leiche von Edward Alderley gefunden. Alderley war nicht nur ein zwielichtiger Bekannter eines Hausangestellten des Earls, sondern auch der Cousin und Todfeind von Marwoods Bekannter Cat Lovett, die an diesem tödliche Rache für vergangenes Unrecht nehmen wollte.

    Marwood erhält den Auftrag, die Leiche an einem öffentlichen Ort zu deponieren, damit die Königsfamilie nicht in den Fall verwickelt wird. Außerdem soll er Cat Lovett, die aufgrund ihres bekannten Hasses gegenüber dem Mordopfer bekannt ist, aufspüren, denn sie soll zum Sündenbock gemacht werden. Obwohl Marwood nicht von Cats Unschuld überzeugt ist, beschließt er, sie zu schützen und selbst in dem Mordfall zu ermitteln.

    Zusätzlich erhält Marwood den Auftrag, Lady Quincy, die in ihrer früheren Ehe die Stiefmutter des Ermordeten war, auf einer Reise zu begleiten, um ein Kind nach London zu bringen; niemand will ihn darüber aufklären, was es mit diesem Kind auf sich hat. Die beiden sind nicht die Einzigen, die dieses Kind in ihre Obhut bringen wollen…


    Beurteilung

    Es ist nicht zu empfehlen, diesen Roman ohne Kenntnis der beiden vorherigen Bände zu lesen, da es trotz des Personenverzeichnisses für Neueinsteiger schwierig sein dürfte, die verwickelten Beziehungen zwischen den historischen und fiktiven Romanfiguren zu überblicken.

    Auch der Mordfall und Marwoods weiterer Auftrag, ein bisher „unter Verschluss gehaltenes“ Kind nach London zu bringen, sind zu Beginn kaum zu überblicken. Erst allmählich begreift der Leser den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Aufträgen für Marwood. Dadurch wirkt die Handlung zu Beginn wenig geradlinig und relativ wenig spannend. Die Spannungskurve steigt jedoch an und auch der sehr flüssige, anschauliche Erzählstil sowie der Perspektivwechsel zwischen Marwood und Cat sorgen dafür, dass das Interesse des Lesers aufrecht erhalten bleibt. Die Charaktere der beiden Protagonisten sind gründlich ausgestaltet.

    Der Roman bietet einen guten Eindruck in das Leben im London des 17. Jahrhunderts unter der Regentschaft von Charles II.

    Ein Nachwort des Autors wäre wünschenswert gewesen, ist aber leider nicht vorhanden.


    Fazit

    Ein intelligent konstruierter und atmosphärisch gestalteter Roman, der zu Beginn ein wenig den roten Faden vermissen lässt! Er sollte nicht ohne Kenntnis der ersten beiden Bände der Reihe gelesen werden.

    7 Punkte


    ASIN/ISBN: 9780008119164


    * Die bei Amazon angegebene Seitenzahl von 425 ist nicht korrekt, es sind 452 Seiten.

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    THE WOMAN HAUNTED BY THE FATE OF HER PREDECESSOR.

    Eleven days after the death of Anne Boleyn, Jane is dressing for her wedding to the King.

    She has witnessed at first hand how courtly play can quickly turn to danger and knows she must bear a son . . . or face ruin.

    This new Queen must therefore step out from the shadows cast by Katherine and Anne. In doing so, can she expose a gentler side to the brutal King?


    Autorin (Quelle: Amazon)

    Alison Weir is the top-selling female historian (and the fifth-bestselling historian overall) in the United Kingdom, and has sold over 3 million books worldwide. She has published eighteen history books, including her most recent non-fiction book, Queens of the Conquest, the first in her England's Medieval Queens quartet. Alison has also published several historical novels, including Innocent Traitor and The Lady Elizabeth. […]

    Alison is a fellow of the Royal Society of Arts and an honorary life patron of Historic Royal Palaces.


    Allgemeines

    Dritter Band der Reihe „Six Tudor Queens“

    Erschienen am 3. Mai 2018 bei Headline Review als TB mit 544 Seiten
    Gliederung: Roman in vier Teilen mit insgesamt 35 Kapiteln – Autorennachwort – Personenverzeichnis – chronologische Zeitleiste –„Reading Group Questions“

    Erzählung in der dritten Person aus der Perspektive Jane Seymours

    Handlungsort und -zeit: London, 1518 – 1537


    Inhalt und Beurteilung

    Der dritte Band aus der Reihe „Six Tudor Queens“ beschäftigt sich mit dem Leben und der Persönlichkeit von Jane Seymour (ca. 1509 – 1537) , der dritten Ehefrau des englischen Königs Henry VIII. Die Handlung beginnt während Janes Kindheit, die sie mit ihren Eltern und Geschwistern auf dem Familiensitz Wulfhall verbringt und schildert anschließend Janes Tätigkeit als Hofdame bei Anne Boleyn sowie schließlich ihr Verhältnis zu und ihre Ehe mit dem König.

    Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Bänden über Katharina von Aragon und Anne Boleyn ist der Teil über Janes Leben bis zu ihrem Dienstantritt am Hof wegen mangelnder Quellen weniger biographisch und mehr fiktiv ausgestaltet. Ihr Leben am Hof und als Henrys Frau ist im Hinblick auf die Ereignisse authentisch, jedoch musste die Autorin auch hier in Bezug auf Janes Gefühlleben einige fiktionale Ergänzungen vornehmen. In ihrem ausführlichen Nachwort erläutert sie im Einzelnen, welche Annahmen höchstwahrscheinlich zutreffend sind und welche Thesen kontrovers diskutiert werden.

    Als gesichert, darf gelten, dass Jane religiös eher konservativ eingestellt war. So sah sie nur Katharina von Aragon, der sie loyal diente, als rechtmäßige Königin und lehnte Anne Boleyn und die von ihrem Kreis angestrebten religiösen Reformen ab.

    Die Persönlichkeit Janes wird mit guten und weniger guten Eigenschaften differenziert und glaubwürdig ausgestaltet, auch wenn einiges davon nicht historisch belegbar ist.

    Der Erzählstil ist anschaulich und zeichnet erneut ein detailliertes Bild von Henry VIII.

    Für Leser ohne Vorkenntnisse zur Tudorzeit wird mit dem ausführlichen Nachwort, dem sehr umfangreichen Personenverzeichnis und der chronologischen Zeitleiste reichlich informatives Zusatzmaterial geboten.


    Fazit

    Ein weiterer sehr lesenswerter Roman zum Themenkomplex „Henry VIII und seine Ehefrauen“, diesmal aufgrund der lückenhafteren Quellenlage mit mehr fiktiven Anteilen!

    9 Punkte

    ASIN/ISBN: 1472227670

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    From the foggy streets of Victorian London to the eerie perfection of 1950s suburbia, the everyday is invaded by the otherworldly in this unforgettable collection of new ghost stories from the bestselling author of The Woman in Black. In the title story, on a murky evening in a club off St James, a paranormal detective recounts his most memorable case, one whose horrifying denouement took place in that very building. A lonely boy makes a friend in 'Boy Number 21', but years later is forced to question the very nature of that friendship. 'Alice Baker' tells the story of a mysterious new office worker who is accompanied by a lingering smell of decay. And in 'The Front Room', a devoutly Christian mother tries to protect her children from the evil influence of their grandmother, both when she is alive and afterwards. This paperback edition includes the chilling 'Printer's Devil Court' in which three medical students make an unholy pact whose consequences will pursue one of them to the grave - and perhaps beyond. This is Susan Hill at her best, telling characteristically creepy and surprising tales of thwarted ambition, terrifying revenge and supernatural stirrings that will leave you wide-awake long into the night.


    Autorin (Quelle: Amazon)

    Susan Hill is the winner of numerous literary prizes. In 2012, she was awarded a CBE for her services to literature. Author of the Simon Serrailler crime series and numerous other novels, her literary memoir Howard's End is on the Landing and the ghost stories The Man In The Picture, The Small Hand, Dolly and Printers Devil Court are all published by Profile. The Woman in Black, which was has been running in the West End for over twenty-five years, and was a huge film in 2012, is published by Profile in hardback.


    Allgemeines

    Erschienen am 28.09.2017 bei Profile Books Ltd als TB mit 288 Seiten
    Gliederung: Fünf verschiedene Geistergeschichten mit einem Umfang von jeweils 40 bis 50 Seiten

    Teilweise Erzählungen in der dritten Person, teilweise Ich-Erzählungen

    Handlungsort und -zeit: England, Viktorianische Zeit bis Mitte des 20. Jahrhunderts


    Inhalt und Beurteilung

    Das Buch enthält fünf sehr unterschiedliche Geschichten (siehe Kurzbeschreibung), in denen Übernatürliches, meist in Form von Geistererscheinungen vorkommt. Für diese Erscheinungen gibt es keine rationale Erklärung. Die Geschichten sind nicht hochspannend, vermitteln aber gekonnt ein Gefühl von subtilem Grusel.

    Die Grundthematik der Geschichten ist nicht einheitlich, es geht um unerfüllten Ehrgeiz und Rache, um Freundschaft und Kollegialität in einem Internat und einem Schreibbüro, um „das Böse“ in einem Menschen, das dessen Tod überdauert und um unethische medizinische Experimente.

    Der Erzählstil der Autorin ist anschaulich und der jeweiligen Zeit, in der die Handlung sich abspielt, angemessen. Der Leser erhält einen interessanten Einblick in das Leben der Engländer in der zweiten Hälfte des 19. und ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Londoner Herrenclubs für Männer der besseren Gesellschaft, Wohnsituation etc.). Ebenso wird teilweise ein Einblick in die Psyche von Menschen gewährt, denen es in ihren Handlungen an Integrität gemangelt hat, die damit nicht zurechtkommen und infolgedessen „leiden“. Hier bleibt es dem Leser überlassen, ob sie durch „Geister“ bestraft werden oder ob ihr schuldbehaftetes Gewissen ihnen übernatürliche Erscheinungen vorgaukelt.

    Fazit
    Lesenswerte Geschichten um das Übernatürliche, keine hochspannende, aber subtil gruselige Unterhaltung!

    8 Punkte

    ASIN/ISBN: 1781256209

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

    […] London, 1754. Six years after leaving her illegitimate daughter Clara at London's Foundling Hospital, Bess Bright returns to reclaim the child she has never known. Dreading the worst - that Clara has died in care - the last thing she expects to hear is that her daughter has already been reclaimed - by her. Her life is turned upside down as she tries to find out who has taken her little girl - and why. Less than a mile from Bess' lodgings in the city, in a quiet, gloomy townhouse on the edge of London, a young widow has not left the house in a decade. When her close friend - an ambitious young doctor at the Foundling Hospital - persuades her to hire a nursemaid for her daughter, she is hesitant to welcome someone new into her home and her life. But her past is threatening to catch up with her and tear her carefully constructed world apart. […]


    Autorin (Quelle: Amazon)

    Stacey Halls was born in 1989 and grew up in Rossendale, Lancashire. She studied journalism at the University of Central Lancashire and has written for publications including the Guardian, Stylist, Psychologies, The Independent, The Sun and Fabulous. Her first book The Familiars was the bestselling debut novel of 2019. The Foundling is her second novel.


    Allgemeines

    Erschienen bei Bonnier Zaffre Ltd. am 6. Februar 2020 als großformatiges TB mit 370 Seiten
    Gliederung: Stadtplan „Georgian London 1746“ – Roman in vier Teilen mit insgesamt 21 Kapiteln – Danksagung – Brief der Autorin – „The Foundling Museum – Reading Group Questions

    Alternierende Ich-Erzählung von Bess und Alexandra

    Handlungsort und -zeit: London, 1747 und 1754


    Inhalt

    1747 muss die uneheliche Mutter Bess Bright ihre neugeborene Tochter Clara ins Foundling Hospital bringen, da sie arbeiten muss und das Kind nicht ernähren kann. Das Foundling Hospital nimmt uneheliche Kinder und Waisen auf, zieht sie bis etwa zum siebten Lebensjahr auf und ermöglicht ihnen dann eine Lehre, bzw. eine Anstellung als Hauspersonal. Eltern, deren finanzielle Verhältnisse sich gebessert haben, können ihre Kinder dort gegen Zahlung einer Summe für den Unterhalt der vergangenen Monate/ Jahre abholen, dabei weisen sie sich mit einem Gegenstand aus, den sie bei der Abgabe ihres Babys hinterlegt haben. Als Bess sieben Jahre nach der Geburt ihrer Tochter genug Geld gespart hat, um diese abzuholen, erwartet sie ein Schock: Angeblich sei sie nach nur wenigen Tagen ins Foundling Hospital zurückgekehrt und habe ihre Tochter ausgelöst.

    Es gelingt ihr, herauszufinden, wer ihre Tochter zu sich genommen hat, aber damit fangen die Schwierigkeiten erst an. Die „Adoptivmutter“, die das Kind als ihr eigenes ausgegeben hat, möchte es nicht aufgeben. Clara, die inzwischen den Namen Charlotte trägt, lebt bei einer psychisch instabilen Frau in luxuriösen Verhältnissen , die ihre leibliche Mutter ihr nie bieten könnte, aber kann der Luxus die Wärme einer liebenden Mutter ersetzen?


    Beurteilung

    Der Roman schildert anschaulich und eindrücklich das Leben im London des 18. Jahrhunderts, dabei wird besonders der Kontrast der verschiedenen Gesellschaftsschichten herausgearbeitet. Auf der einen Seite gibt es die große Zahl armer Menschen, die trotz stundenlanger Plackerei kaum das Nötigste zum Leben haben und die mangels Bildung auch keine Chance haben, ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. Auf der anderen Seite gibt es die Privilegierten, die in ihren gut geheizten Häusern ein Luxusleben führen. Neben diesen gesellschaftlichen Verhältnissen wird das Thema der Mutterschaft angesprochen, wobei es sich diskutieren lässt, wie wichtig Mutterliebe einerseits und gesicherte finanzielle Verhältnisse andererseits für das Wohlergehen von Kindern von Bedeutung sind.

    Sehr interessant ist die für die geschilderte Epoche überraschend moderne Institution des Foundling Hospitals, das 1739 gegründet wurde und unzähligen Kindern das Leben rettete. Heute ist darin ein Museum untergebracht, das historisch interessierten Besuchern Londons ein Stück Stadtgeschichte vermittelt.

    Die Charaktere der Romanfiguren sind gründlich und weitgehend glaubwürdig ausgearbeitet, lediglich eine der weiblichen Hauptfiguren macht gegen Ende eine Entwicklung durch, die zu abrupt erscheint.


    Fazit

    Ein äußerst fesselnd unterhaltener Roman, der den Leser mit einem realen Teil der Londoner Stadtgeschichte vertraut macht!

    9 Punkte

    ASIN/ISBN: 1838770070

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    In Ystad wird der Fußballstar Hendrik Borg tot in seinem Sommerhaus gefunden – auf seiner Brust liegt eine blaue Rose. Es scheint fast, als wäre er friedlich eingeschlafen. Doch ein natürlicher Tod kann schnell ausgeschlossen werden. Innerhalb von einer Woche kommt es zu weiteren Todesfällen. Der Täter hat alle Opfer mit einer blauen Rose versehen. Psychiaterin Nathalie Svensson soll mit ihren Kollegen von der Spezialeinheit die Jagd nach dem unkalkulierbaren Serienmörder aufnehmen. Was hat die Toten zu Lebzeiten miteinander verbunden? Warum mussten sie sterben? Und vor allem: Wo wird der Killer als nächstes zuschlagen?


    Autor (Quelle: Verlagsseite)

    Jonas Moström wurde 1973 geboren. Er begann während seiner Elternzeit damit, an seinem ersten Roman zu arbeiten, der 2004 erschien. Seine Krimis um Psychiaterin Nathalie Svensson sind in Schweden Bestseller. Er lebt und arbeitet als Arzt in Stockholm.


    Allgemeines

    Vierter Band um Nathalie Svensson

    Titel der Originalausgabe: „Trogen intill döden“, ins Deutsche übersetzt von Dagmar Mißfeldt

    Erschienen am 31.01.2020 bei Ullstein als TB mit 528 Seiten
    Gliederung: Personenverzeichnis – Prolog – 83 Kapitel – Danksagung

    Teils Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven, teils Ich-Erzählung des Täters

    Handlungsorte und -zeit: diverse Städte in Schweden, Gegenwart


    Inhalt

    In Schweden kommt es zu einer mysteriösen Mordserie. In verschiedenen Städten werden Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, die offenbar zu Lebzeiten nichts miteinander zu tun hatten, tot aufgefunden: ein junger, aufstrebender Fußballspieler, ein angesehener Pilot, eine Tänzerin und eine krebskranke alte Frau. Die Mordopfer wurden nicht gequält, sondern sind einen friedlichen Tod gestorben, sie werden allesamt mit einer blau eingefärbten Rose auf der Brust aufgefunden.

    Der Psychologin Nathalie Svensson, dem Kommissar Johan Axberg und seinen Kollegen obliegt es, eine Verbindung zwischen den unterschiedlichen Opfern und ein mögliches Motiv für die unerklärlichen Taten zu finden. Dies ist umso dringlicher als zu befürchten ist, dass der Täter weitere Menschen töten wird.


    Beurteilung

    Dem Kriminalroman ist ein umfängliches Personenverzeichnis vorangestellt, dieses erlaubt es auch Neueinsteigern in die Reihe, sich zurechtzufinden. Die persönlichen Geschichten des „Stammpersonals“ werden zwar fortgesetzt, stehen aber nicht so sehr im Zentrum, dass Leser ohne Vorkenntnisse der Reihe der Handlung nicht folgen könnten.

    Der Kriminalfall ist intelligent konstruiert, zunächst undurchschaubar, dann aber in seiner Auflösung gut nachvollziehbar. Bis etwas zum letzten Drittel tappt der Leser - ebenso wie die Ermittler - bezüglich des Motivs für die scheinbar zusammenhanglosen Taten im Dunkeln.

    Die Charaktere der Romanfiguren sind gründlich und glaubwürdig ausgearbeitet. Der Roman vermittelt einen guten Eindruck von der schwedischen Gesellschaft und beschäftigt sich dabei mit einem wichtigen Thema, dass (nicht nur) in Schweden kontrovers diskutiert wird.

    Der Erzählstil ist sehr flüssig und anschaulich, durch häufigen Perspektivwechsel und kleine Cliffhanger am Ende der Kapitel wird das Interesse des Lesers durchgehend erhalten.


    Fazit

    Ein intelligent konstruierter Kriminalfall, der unter Einbeziehung einer aktuell diskutierten Thematik ebenso anspruchsvoll wie fesselnd unterhält – sehr lesenswert!

    8 Punkte

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Muss Johan Rokka gegen seinen eigenen Bruder ermitteln?

    Ein junger Mann wird in dem kleinen schwedischen Küstenstädchen Hudiksvall auf offener Straße erschossen, seine Freundin schwer verletzt. Sie begeht kurze Zeit später im Krankenhaus Selbstmord. Kriminalinspektor Johan Rokka ist für den Fall zuständig. Während er ermittelt, verschwindet Louise Hojier, die Frau seines Cousins, spurlos. Sie wollte nach Shanghai fliegen, um ein neues Patent zur Identitätserkennnung vorzustellen, doch sie kam dort nie an. Und dann taucht plötzlich nach jahrelanger Abwesenheit Rokkas Bruder Daniel unter falschem Namen wieder auf. Er ist todkrank und hat nichts mehr zu verlieren. Doch er hat eine letzte Mission. Geht er über Leichen?


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Gabriella Ullberg Westin stammt aus der nordschwedischen Stadt Hudiksvall, wo auch ihre Protagonisten leben. Sie studierte Modedesign und Kommunikation und arbeitete für eine der größten Telefongesellschaften Schwedens, bevor sie sich vollzeit dem Schreiben widmete. Sie lebt heute in Stockholm, ist verheiratet mit einem Polizisten und Mutter von zwei Kindern.


    Allgemeines

    Dritter Band der Reihe um Johan Rokka

    Titel der schwedischen Originalausgabe: „Fixaren“, ins Deutsche übersetzt von Stefanie Werner

    Erschienen am 31.01. 2020 bei Harper Collins als broschiertes TB mit 480 Seiten
    Gliederung: Prolog – 15 Kapitel – Danksagung

    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven

    Handlungsort und -zeit: Hudiksvall, Schweden, in der Gegenwart


    Inhalt

    Während Johan Rokka und sein Team noch im scheinbar unmotivierten Mord an einem jungen Mann ermitteln, der nachts auf der Straße mit einem Maschinengewehr förmlich hingerichtet wurde, kommt es zu weiteren mysteriösen Begebenheiten. Die schwerverletzte, aber genesende Freundin des Ermordeten, die offenbar bedroht wird, begeht noch im Krankenhaus Selbstmord, um sich den Befragungen der Polizei zu entziehen.

    Außerdem müssen Rokka und seine Leute in einem Vermisstenfall ermitteln, als Louise, die Frau seines Cousins Frank, spurlos verschwindet. Sie arbeitet bei einem auf dem Aktienmarkt hochdotierten Unternehmen namens Biotech Iris und soll in Shanghai eine neue Erfindung vorstellen, die es erlaubt, sich auf Geräten mittels seiner Iris fälschungssicher zu identifizieren. Für Rokka gestaltet sich die Ermittlung schwierig; einerseits könnte Louises Verschwinden mit ihrer Arbeit zusammenhängen, denn die Firmendatenbank mit dem neuen Algorithmus wurde gehackt, andererseits soll es in der Ehe mit Frank kriseln und Louise soll laut Aussage ihrer fünfjährigen Tochter Silje von Scheidung gesprochen haben. Schließlich werden weitere Menschen, die in einem Zusammenhang mit Biotech Iris oder deren Sicherheitsfirma stehen, erschossen. Rokkas Bruder Daniel, der nach Jahren ohne Kontakt plötzlich bei ihm aufgetaucht ist und sich seltsam benimmt, scheint ebenfalls in die Vorgänge in Hudiksvall verwickelt zu sein…


    Beurteilung

    Auch der dritte Band um Johan Rokka ist mit unterschiedlichen Handlungssträngen komplex gestaltet, der Leser muss sich erst einlesen, bevor er allen Sachverhalten folgen kann. Da das Privatleben der Ermittler in dieser Reihe nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist es jedoch möglich, mit dem dritten Band in die Reihe einzusteigen.

    Die Charaktere der Romanfiguren sind gut ausgearbeitet, das gilt besonders für Rokka und seine Kollegin Janna Weissmann. Rokka ist hier in gewisser Weise befangen, da sowohl sein Bruder als auch seine Cousins Frank und dessen Bruder Micke zu den Tatverdächtigen zählen. Er will jedoch unbedingt in den Fall involviert bleiben und vor allem für die kleine Silje, die er wie ein Onkel liebt, deren Mutter Louise finden.

    Einige Umstände der Vorgehensweise in der Firma Biotech Iris wirken nicht vollkommen realistisch.

    Der Erzählstil des Romans ist sehr anschaulich und die Lektüre gestaltet sich – bedingt durch den Perspektivwechsel von Abschnitt zu Abschnitt – ebenso kurzweilig wie spannend. Auch wenn einige Romanfiguren auf unschöne Weise ums Leben kommen, ist die Handlung nicht von extremer Gewaltdarstellung geprägt.


    Fazit

    Fesselnde Krimi-Unterhaltung, auch für Leser, die die ersten beiden Bände der Reihe nicht kennen!

    8 Punkte

    ASIN/ISBN: 3959673205

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Die Frühlingssonne taucht die Scilly-Inseln vor Cornwall in goldenes Licht. Doch in den azurblauen Tiefen nahe der Küste liegen ungeahnte Geheimnisse verborgen – der zweite Fall für den charismatischen Ermittler Ben Kitto

    An einem klaren Morgen Mitte Mai will Detective Inspector Ben Kitto seinem Onkel Ray in dessen Bootsbaubetrieb aushelfen. Doch dann wird Ben zu einer Höhle vor der rauen Küste der Insel Tresco gerufen. Dort treibt der leblose Körper einer Frau im Wasser.

    Jude Trellon, eine erfahrene Profitaucherin und Tochter des örtlichen Tauchlehrers, wurde an den Felsen festgebunden und ertrank. In ihrem Rachen befindet sich eine kleine Figur in Form einer Meerjungfrau.

    Wer hatte ihr aufgelauert, um sie kaltblütig zu ermorden? Und warum unternahm Jude mitten in der Nacht einen Tauchgang in der Höhle, die bei Flut zur tödlichen Falle werden kann? Ben Kitto gerät schnell in die gefährlichen Untiefen einer Ermittlung, die ihn beinahe selbst das Leben kosten wird …


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)

    Kate Penrose kennt die Scilly-Inseln vor der Küste Cornwalls wie ihre Westentasche. Seit Kindertagen verbringt sie fast jeden Sommer dort und ist jedes Mal aufs Neue fasziniert von dem atemberaubenden Naturparadies. Die Idee für eine Krimiserie mit diesem einzigartigen Schauplatz kam ihr spontan bei einem Restaurantbesuch, und aus ein paar hastig hingekritzelten Stichworten auf der Speisekarte wurde einige Monate später der erste Insel-Krimi. Kate Penrose, die auch unter dem Namen Kate Rhodes schreibt, lebt mit ihrem Mann, dem Autor David Pescod, in Cambridge am Ufer des River Cam.


    Allgemeines

    Zweiter Band einer Reihe um DI Ben Kitto

    Titel der Originalausgabe: “Ruin Beach“, ins Deutsche übersetzt von Birgit Schmitz

    Erschienen am 29.01.2020 im Fischer Verlag als broschiertes TB mit 448 Seiten
    Gliederung: Roman in drei Teilen mit insgesamt 61 Kapiteln – Autorennachwort - Danksagung – Leseprobe zum dritten Band „Kalt flüstern die Wellen“ (ET. 27.05.2020)

    Ich-Erzählung des Ben Kitto

    Handlungsort und -zeit: Scilly-Insel Tresco, in der Gegenwart


    Inhalt

    Die Handlung des Romans spielt auf der zweitgrößten der fünf bewohnten Scilly-Inseln, Tresco (ca. 200 Einwohner). In den Gewässern um die Scilly-Inseln liegen viele Schiffswracks aus diversen Jahrhunderten. Jude Trellon, die ihren Lebensunterhalt damit verdient, mit Touristen zu den Wracks zu tauchen, wird auf bestialische Weise ermordet. Sie wird in einer Höhle, die bei Flut unter Wasser steht, an einem Felsen festgebunden und ertrinkt. In ihrem Rachen findet man die Figur einer Meerjungfrau und neben der Leiche befindet sich eine „Flaschenpost“ mit einem Gedicht aus einem alten Seemannslied.

    Ben Kitto und seine Kollegen fragen sich, weshalb Jude mitten in der Nacht zu dieser Höhle getaucht ist. Hat der Mord etwas mit den nächtlichen Tauchaktionen zu tun oder handelt es sich eher um eine Beziehungstat? Auch für Letzteres gibt es einige Verdachtsmomente.

    Schon bald verschwinden weitere Personen aus dem Umfeld der Toten…


    Beurteilung

    Der zweite Band der Reihe um Ben Kitto, den man auch ohne Kenntnis des vorherigen Bandes lesen kann, beginnt relativ gemächlich. Schilderungen der schönen Natur und Vorstellung der wichtigsten Einwohner von Tresco haben Vorrang vor dem Aufbau von Spannung. Dann verschwindet allerdings ein junger Mann, der Jude oft zu ihren Tauchausflügen begleitete und die Spannung steigt an. Hier sind Kapitel, die in der dritten Person aus der Perspektive des entführten Tom geschrieben sind und dessen Leiden beschreiben, eingefügt. Die Schilderung ist sehr anschaulich und eindringlich, der Leser kann nicht umhin, am Schicksal des jungen Mannes intensiv Anteil zu nehmen.

    Die Auflösung des Kriminalfalls ist, selbst als sich das Mordmotiv herausschält, nicht zu früh absehbar, da es mehrere Verdächtige gibt. Die Autorin gestaltet die Charaktere ihrer Figuren gut aus, allerdings wirkt das Verhalten einiger Personen, darunter auch Ben Kitto selbst, bisweilen naiv, leichtsinnig und deshalb eher unglaubwürdig.


    Fazit

    Fesselnde Krimi-Unterhaltung vor einem eher ungewöhnlichen Hintergrund, lesenswert!

    8 Punkte


    ASIN/ISBN: 3596703506