Beiträge von hollyhollunder

    Ich finde Triggerwarnungen für mich selber auch total überflüssig. Ich behaupte, nicht weil ich unsensibel bin, aber sollte es in einem Buch Szenen geben, die mich aus irgend einem Grund überfordern, dann merke ich dass schon nach wenigen Worten, Sätzen und kann dann problemlos vorblättern/drüber weglesen oder im schlimmsten Fall das Buch zur Seite legen (Ist mir erst zweimal so richtig passiert. Einmal war es der Nachfolger von "Das Schweigen der Lämmer" und dass da garstige Szenen dabei sind, war mir natürlich vorher klar. Die waren dann aber so, dass ich sogar ich das nicht lesen wollte.)

    Ich kann persönlich für mich selber entscheiden, ob ein Text etwas für mich ist oder nicht. Bei Filmen ist das sicher schwieriger. Vor allem im Kino rennt man ja nicht einfach raus. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass jemand für mich vorher aussucht, was etwas für mich ist und was nicht. Die Triggerwarnungen sind manchmal so grob gesetzt, dass ich sie total übertrieben finde. Ob vorne oder hinten ist mir total Wurst, ich lese die einfach nicht.

    Wobei ich mich bei manchen Filmen wundere, wovor alles gewarnt wird. Da werden Trigger erwähnt, auf die ich im Leben nicht gekommen wäre…..

    Dieser Film könnte Spuren von Nüssen enthalten. :grin

    Ganz genau, auch die kleine Hexe usw. was bin ich froh, dass ich davon, auch von Jim Knopf noch Uraltausgaben aus der Erscheinungszeit habe. Und meine Kinder, die mit den Büchern groß geworden sind, sind auch keine "Rassisten" geworden. Ich glaube da gibt es wirklich andere Bücher, die man aber dann nicht ändern sollte, sondern gleich auf den Müllhaufen der Geschichte werfen kann.

    Ich mag diese ganzen Änderungen auch nicht besonders, finde, man sollte nicht totschweigen durch auslöschen sondern drüber debattieren. Aber es geht ja oft bei diesen Änderungen um diejenigen, die so abwertend benannt werden. Ihr habt hier vor allem eine Sicht von außen und nicht die der Betroffenen. Die lesen solche Bücher und sehen solche Filme mit ganz anderen Augen und von der Seite kann ich zumindest akzeptieren, dass manches verändert wird, weil es einfach der sicherere Weg ist, denn es sind ja immer weniger Eltern, die mit ihren Kindern Bücher lesen und darüber sprechen.

    Die Idee von zwei Ausgaben finde ich Klasse.

    Ganz am Rande. Kein einziges Kind glaubt, dass Spinnen mit Grashüpfern reden oder Tee trinken oder so Zeug, nur weil das in irgendeiner Geschichte vorkommt. 99,9999 Prozent der Sachen, die in Geschichten vorkommen, sind totaler Blödsinn, mindestens aber einfach nur ausgedacht. Und 99,9999 Prozent der Menschen, die Geschichten lesen, wissen, damit umzugehen, ohne dem Glauben anheimzufallen, man könne sofort losmarschieren und auf der nächsten Wiese mit einer Spinne quatschen oder Tee trinken.

    :write

    Die Stilblüten die solche Überlegungen treiben sind endlos. Die Peta möchte, dass bei Karussells verboten wird, dass man auf Tieren reiten kann, denn die Kinder würden da ein falsches Bild bekommen, was man mit Tieren "machen" darf. :bonk Wie ein Moderator meinte, als nächstes würden sicher Kuscheltiere verboten, denn schließlich solle keine tierische Abbildung vollgesabbert und totgeknuddelt werden.

    Sorry, aber deine Beiträge sind leider ein gutes Beispiel dafür, warum deine Generation als egozentrisch und unhöflich gilt.

    Das finde ich fürchterlich pauschal und genauso abwertend wie alle anderen Verallgemeinerungen und Vorurteile gegenüber jeder Gruppe von Menschen. Wie Bayern sind und Preußen, und Fußballfans und Italiener etc.p.p.

    Ich schaue die Folgen weiter, aber nicht als Verfilmung der Bücher, sondern als "kanadische Krimiserie".

    Ohne Vorkenntnisse finde ich die Serie echt gut. Bisschen wie Linley in Kanada, finde ich. Also vom Erzähltempo und der Art, wie alles aufgedröselt wird.

    Hat er den zu dem Zeitpunkt überhaupt eine Wahl? Wenn er jetzt die Beetles auf die Erde schickt, kann er ja auch nur schreiben: da gibt es "Taumöben", die die Astrophagen fressen. Damit ist den Menschen nicht geholfen.

    Aber er ist doch nicht der einzige Wissenschaftler, der Kulturen anlegen kann. Die Taumöben und der HInweis, dass die die Astrophagen fressen, reicht doch vollauf. Warum muss er schon alle Versuche machen? Ganz alleine.

    Jetzt bin ich auch durch. Das Ende war gut auch wenn ich im Gegensatz zu Euch das nicht als wirklich offenes Ende sehen würde, denn man erfährt, wie perfekt alles bei Rockys Heimatplaneten gegangen ist. Alle lieben ihn, er wird geachtet, kann wieder mit Kindern arbeiten und genießt inzwischen sogar seine IchBurger. :yikes Also für mich eher HappyEnd. Das man nicht weiß, wie es auf der Erde alles weiterging, das fehlt mir gar nicht. Das hätte ja von Ton her gar nicht zu diesem Helden-Epos gepasst, in dem ja im Endeffekt alles gut und positiv verläuft.


    Das ist der Punkt bei dem es bei mir auch bis zum Ende hin hakt. Mir war es zu weichgespült amerikanisch armageddon mäßig. Und zu viel technische Feinheiten und Ausführungen. Vielleicht war es mir auch einfach zu wenig Personal. :/ Es gab einfach zu wenig relevantes Zwischenmenschliches. Und die Szenen auf der Erde, die da reingegrätscht sind, die waren teilweise so aus dem Nichts. Also Stratts Statement, warum sie ihn so hemmunglos zu dieser Reise gezwungen hat (mal davon abgesehen, dass ich das weder emotional noch rechtlich tragbar finde) das hat für mich gar nicht zu ihr gepasst. Die hätte wirklich Potential gehabt für viel Charakterstudie aber es war dann reduziert auf 90 % unnahbar und eisig und dann, bähm, plötzlich hochemotional und tiefgründig und Retterin der Welt um jeden Preis. Jo, kann man machen, muss man aber nicht. Kann man glauben, muss man aber nicht.


    Für mich solide Fantasy und sicher gut erdachte wissenschaftliche Science und Fiction aber nicht herausragend wie der Marsianer. Der hat mich um Längen mehr abgeholt. Bin mal gespannt, wie mir Artemis gefallen wird. Aber jetzt brauch ich erst mal eine Pause von Weir.

    hollyhollunder Filmisch haben wir wohl unterschiedliche Vorlieben - ich habe Titanic in drei Teilen geschaut, weil er mich überhaupt nicht gefesselt hat, und bei Sieben war ich kurz davor, das Kino zu verlassen. Nicht nur der Schluss, auch vorher schon war mir die Gewalt viel zu vorstellbar und krank. Den Film werde ich nie im Leben nochmal ansehen und kann nur jedem davon abraten ...

    Sind ja nur Beispiele. Gibt es doch vielleicht auch in Filmen, die du gut findest. Oder sind das wirklich nur Filme wo NIE und NIMMER jemand stirbt? Oder findest du die dann tatsächlich nicht sehenswert und brichst die ab?

    Wer "Das Schweigen der Lämmer" gut fand, der mag sicherlich auch "Sieben". Ich les auch blutiges aber das hat jetzt nichts mit dem Thema zu tun. Denn ich mag auch "Liebesgeschichten" in denen gestorben wird.

    By the way war ich vor kurzem in einem ganz tollen Musical. Romeo und Julia. Da weiß man ja auch, wie es endet und die Geschichte ist sooo gut. Und kann ich immer wieder gucken. :grin

    Auf Emotionen wie "Neeeeiiiiiiin :yikes der hat jetzt meinen Lieblingscharakter umgebracht :grab der Tag ist für heute gelaufen :heul " kann ich dankend verzichten. :grin

    Das macht für mich ganze Bücher und Serien kaputt - reread oder rewatch ausgeschlossen. :brabbel

    Für mich nicht. Ich guck z.B. Titanic immer wieder gern. :grin Und Herr der Ringe Teil 1 obwohl ich Boromir so gern hab. Der Tod ist für mich nicht das Maßgebliche. Denn sterben muss ja jeder. Wichtiger ist mir, was mir der Charakter vorher gegeben hat. Und die Emotionen über den Verlust gehören dazu. Ist bei mir ganz selten, dass ich mit so was hadere. Ja, für alle die GoT schätzen, Eddard Stark hätte gerne überleben dürfen. Andererseits funktioniert die Story mit seinen Kindern nur durch den großen Verlust. Wie ich überhaupt solche Verluste und wie die Charaktere damit umgehen sehr interessant in Geschichten finde. Das gibt oft eine ganz eigene Dynamik.

    Bei genauerem Überlegen fällt mir spontan nur ein Tod ein, den ich noch heute ätzend finde.

    Bei dem Film SIEBEN die Frau/Freundin von Brad Pitt. Boa da war ich echt durch danach. Sonst war der Film aber KLASSE.

    Ich will überhaupt keine Storys, in denen Hauptfiguren sterben. Ein Grund, warum mich GoT nicht interessiert.

    Äh, niemand will doch , das Hauptfiguren sterben, oder?


    Ich will Bücher, die Emotionen bei mir auslösen. Und das muss nicht nur Freude und "Glück" sein. Gerne auch "Erschüttern" und "Erschrecken" und berühren. Und deshalb LIEBE ich GoT. :grin

    Rocky ist ja kein Mensch, sondern eine andere Lebensform mit anderem wissenschaftlichen Hintergrund wie wir und mit anderen Möglichkeiten in seinem Raumschiff ausgestattet. Also wird das einfach für ihn schon möglich sein, so eine andere Atmosphäre aufrecht zu erhalten.

    Wobei immer wieder betont wird, dass Rocky wissenschaftlich eher auf dem Stand der 50er Jahre ist. Da sind seine "Erfindungen" für mich dann immer schon sehr überraschend gelungen.


    Stört euch nicht dran, wenn ich so ein bisschen rummaule. Es ist doch schön, dass es den meisten sehr gut gefällt. Ich bin einfach der advocatus diaboli. :grin

    Und außerdem dachte ich, das wäre bei Science Fiction Romanen immer so, mit dem hohen Wissenschaftsanteil? Also das es einfach zu dem Genre dazu gehören würde? Aber da kenne ich mich nicht so gut aus.

    Bei mir macht es die Mischung. Hier bin ich an zu vielen Stellen einfach ausgestiegen. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht schlau genug für diese Stellen. Ich fand es auch nicht so mega interessant alle Details zu wissen. Die Ergebnisse waren ja das wichtige und das ging dann oft zack einfach.

    Ja es stimmt, das die beiden nicht viel Tiefgang haben und wenig Ecken und Kanten. Mich hat das persönlich in diesem Buch überhaupt nicht gestört. Ich hatte jetzt tatsächlich nicht erwartete, dass ich hier super ausgearbeitete Personen mit komplizierten Charakterzügen präsentiert bekomme. Ich bin einfach bei dem Genre Science Fiction nicht davon ausgegangen. Das ist so, wie wenn ich einen spannenden Thriller lese. Da erwarte ich auch einfach eine gute, plausibel, fesselnde Handlung und lege nicht so viel Wert auf die Ausarbeitung der Personen.

    Das ist bei mir anders. Ich denke, in jedem Genre ist es möglich, die Darsteller facettenreich darzustellen. Ich weiß, was du meinst, dass bei einem Thriller die Handlung an erster Stelle steht. Aber ehrlich gesagt finde ich nur die wirklich bemerkenswert, in denen die Charaktere etwas besonderes haben. Z.B. bei Nesbo oder Robotham oder Kutscher. Und die SF die ich liebe - also nicht Young Adult, da hapert es auch oft - hat Darsteller, die durchaus ihre Untiefen haben. Bestes Beispiel natürlich Dune aber auch Bücher von A.D. Foster oder Haldeman oder Howey.

    Ich bin eigentlich enttäuscht, dass ein Buch, in dem es eigentlich nur einen großen menschlichen Hauptdarsteller gibt, der Autor es nicht schafft, diesem mehr Facetten zu geben. Bin im letzten Abschnitt, da kommt eine kleine Wendung, die ich gut finde (die du ja auch schon angedeutet hast) aber im Großen und Ganzen bleibe ich dabei, dass mir das zu wenig ist für ein Highlight.

    Auf jeden Fall ist es immer wieder interessant, wie unterschiedlich ein Buch gelesen und empfunden wird.

    Das kommt ja oft in Leserunden zu Tage und ist ja eigentlich das spannende. Auch, wenn man sich da austauscht und die Unterschiede versuchen muss in Worte zu fassen. Wenn ich alleine lese, dann denk ich da oft gar nicht drüber nach sondern habe halt einfach mein Bauchgefühl.


    Ich werde das Buch, wenn möglich heute beenden. Brauch dringend etwas Neues zum Lesen, dass mich voll und ganz abholt und auf andere Gedanken bringt.

    Zu deinem letzten Absatz - das ist das einzige, was ich tatsächlich gut gefunden habe. Ja, sein eigenes Leben ist klein im Vergleich zur gesamten Menschheit. Aber es ist nun einmal das einzige Leben, das er hat. Und tatsächlich sind die Helden, die sich für das große Ganze opfern, eher die Ausnahme als die Regel. Da mag ich es, wenn sie in der Literatur auch mal zweifeln, mit sich hadern und egoistisch handeln.

    Ja, so er denn hadert und zweifelt. Aber das war ja wohl eher marginal. Es wird nicht so richtig thematisiert. Wie überhaupt vieles ganz einfach abgehakt wird, was tiefere Gefühle und Ecken und Kanten betrifft. Zumindest kommt es bei mir nicht an. Liest ja jeder anders so ein Buch. :/

    Mich faszinieren die wissenschaftlichen Abschnitte und das ich quasi nebenher etwas dazulerne. Aber ich wollte schon als Kind Astronautin werden und hatte Mathe Leistungskurs :grin Ich verstehe völlig, was Du meinst - das würde 90% meiner Freundinnen so wie meinen Töchtern genauso gehen.

    Wie gesagt, bei mir ist es die Dosis. Ich mag es durchaus, wenn ein bisserl Wissenschaft vermittelt wird. Aber hier ist das schon sehr viel Gedöns.

    Der Abschnitt war ebenso spannend wie überfrachtet, fand ich.

    Also spannend, weil es ganz kurz mal schien, als wäre Rocky tot. Wobei ich den Eindruck hatte, dass Grace eigentlich schon von Anfang an klar war, dass Rocky vielleicht gar nicht tot ist. Warum denkt er dass dann erst. Um uns Leser zu erschrecken?


    Überfrachtet ist das Ganze mit den wissenschaftlichen Details. Da bin ich komplett ausgestiegen und hab einfach drüber gelesen. Finde ich blöd aber darüber bin ich dann zum Nachdenken gekommen, was mich noch stört an der Story. Das die beiden "Helden" so wenig Tiefgang haben. Also beide sind einfach nur nett und wahnsinnig schlau auf ihrem Gebiet. Punkt. Mehr Eigenschaften kann ich gar nicht finden. Sie sind auch nett miteinander. Aber Ecken und Kanten haben die nicht. Harmonie und Eitel Sonnenschein. Und Rocky tickt auch wirklich genau wie Grace. Keine rassenspezifischen Eigenheiten. Er ist heiß und stinkt. Aber ansonsten?:gruebel Und auch bei den Szenen auf der Erde mangelt es etwas an Charaktern. Stratt ist rüde und kühl. Aber die muss doch auch noch eine andere Seite haben? Ich finde, hier wird viel Potential vertan.


    Und dann noch der Punkt, der mich in diesem Abschnitt am Meisten gestört hat. Grace verwendet tatsächlich DREI Beetles um eventuell wieder auf die Erde zu kommen und sein eigenes kleines Leben zu schützen. Dass der eine Beetle die Erde nicht erreichen könnte (deshalb ja eigentlich vier zur Absicherung) und er es auch nicht schafft und dann Milliarden Menschen wegen ihm und seinem kleinen Leben sterben. Hmm.... Das ist so gar nicht heldenmäßig sondern nur egoistisch.