Beiträge von Lese-rina

    Ich hab schon lange keine Leserunde mehr mitgelesen und wäre gern mal wieder dabei! Das Buch klingt auch so, als wäre es das richtige, diese Abstinenz zu beenden. :grin


    Da ich kein reader habe, würde ich mich auf ein Printbuch bewerben. Alternativ müsste/könnte ich mich mal mit den Möglichkeiten beschäftigen, ein e-book auf dem Tablett zu lesen.


    Ach ja: Termin ist mir eigentlich egal. Ich hoffe es passt, wann immer es dann sein wird. :wave

    @ Richie: Das kann ich nachempfinden. Bei mir hat zwar die Lust am Lesen trotzdem überwogen, aber du hast recht: die Spannung und damit der Lesesog fehlt hier. Von daher ist es sicher besser, hier nicht weiterzulesen, denn es wird auch nicht anders.

    Ich finde das Bücherbingo ja wirklich eine witzige Idee und so probiere ich es heuer wieder in der Hoffnung, endlich mal dranzubleiben. :)


    Die ersten Bücher konnte ich auch direkt eintragen und sogar jedes bisher gelesen Buch unterbringen! :grin Fängt also schon mal gut an!


    Eingetragen hab ich bisher:


    A1 Ein Buch, dessen Titel mit einem bestimmten Artikel anfängt

    Carlos Ruis Zafón, Der Gefangene des Himmels, gelesen im März


    Bei dem Buch hab ich länger überlegt, wohin damit, würde auch sehr gut zu A3 (in dem Bücher eine wichtige Rolle spielen) passen. Ich lass es jetzt mal bei A 1 und verschiebs vielleicht einmal.


    A2 Ein Buch, das in der Ich-Form geschrieben ist

    Hank Green, Ein ganz erstaunliches Ding, gelesen im Februar


    Aus der Sicht einer jungen "Influencerin", passt perfekt für diese Kategorie.


    A5 Ein Buch, in dem mind. einmal Musik gemacht und/oder gesungen wird

    Brigitte Glaser, Rheinblick, Gelesen im März


    In dem Buch wird fast durchgehend irgendwelche Musik gemacht/gehört. Es wird gesungen, Radio oder Schallplatte gehört, getanzt, getrommelt und sogar Mandoline (kannte ich vorher gar nicht!) gespielt - ein besseres für diese Kategorie werde ich wohl nicht mehr finden! Noch dazu sind die Kapitel mit Songausschnitten überschrieben1

    B2 Ein Buch, das eine Erstauflage ist

    Ulrike Gerold, Wolfram Hänel, Alle unserer Träume, gelesen im Februar


    Ist eine Neuerscheinung, damit auch die Erstauflage und passt damit hierher.


    C1 Ein Buch, in dem es schneit

    Peter Stamm, Agnes, gelesen im Januar


    Chigago im Winter - es ist kalt und schneit. Wenn ich mich recht erinnere sogar öfters.

    A1 Ein Buch, dessen Titel mit einem bestimmten Artikel anfängt

    Carlos Ruis Zafón, Der Gefangene des Himmels, gelesen im März 2019

    A2 Ein Buch, das in der Ich-Form geschrieben ist

    Hank Green, Ein ganz erstaunliches Ding, gelesen im Februar 2019

    A3 Ein Buch, in dem Bücher eine wichtige Rolle spielen

    A4 Ein Buch, das verfilmt wurde.

    A5 Ein Buch, in dem mind. einmal Musik gemacht und/oder gesungen wird

    Brigitte Glaser, Rheinblick, Gelesen im März 2019


    B1 Ein Buch, in dem der Hauptcharakter eine Sehschwäche hat / eine Brille o. Kontaktlinsen trägt

    B2 Ein Buch, das eine Erstauflage ist

    Ulrike Gerold, Wolfram Hänel, Alle unserer Träume, gelesen im Februar 2019

    B3 Ein Buch, in dem jemand einen Akzent hat

    B4 Ein Buch, das Sterne auf dem Umschlag zeigt

    B5 Ein Buch mit einer Zahl im Titel


    C1 Ein Buch, in dem es schneit.

    Peter Stamm, Agnes, gelesen im Januar 2019

    C2 Ein Buch mit deinem Lieblingstier.

    C3 Ein Spontankauf oder eine Spontanausleihe.

    C4 Ein Buch, das an deinem Geburtstag (Tag und Monat) erschienen ist

    C5 Ein Buch, dessen Titel nur aus einem Wort besteht


    D1 Ein Buch, in dem ein Regenschirm erwähnt wird

    D2 Ein Buch mit einem Tier auf dem Cover.

    D3 Ein Buch, das du dir ausgeliehen hast.

    D4 Ein Buch, das Du nicht weiterempfehlen wirst.

    D5 Ein Buch, dessen Autor unter mehreren Pseudonymen veröffentlicht


    E1 Ein Buch in Originalsprache.

    E2 Ein Buch mit einem Eulennick im Titel

    E3 Ein Buch, in dem eine im Buch vorkommende Person mindestens ein Tattoo hat

    E4 Ein Debüt-Roman.

    E5 Zwei Bücher, die sich ähnelnde Cover haben.



    Bingofeld:

    X X A3 A4 X

    B1 X B3 B4 B5

    X C2 C3 C4 C5

    D1 D2 D3 D4 D5

    E1 E2 E3 E4 E5

    Oder vielleicht gleiche Autorin, anderes Buch:


    Brigitte Glaser, Bühlerhöhe (Link geht zum Eulenthread)


    Gefiel mir noch etwas besser, da etwas mehr "passiert". Auszug aus meiner damaligen Rezi:


    Ein rundum schönes und gelungenes Buch! Ein Roman, der vieles verbindet: ein Nobelhotel, Geheimagenten, einen Mord, israelitische sowie deutsche Geschichte und natürlich auch etwas Liebe. Und das alles perfekt in das Lebensgefühl der frühen 50er Jahre eingebettet.


    Oder aber:


    Oliver Hilmes, Berlin 1936: Sechzehn Tage im August (Link ebenfalls zum Eulenthread)


    Eigentlich ein Sachbuch, aber es könnte vom Schreibstil her auch ein Roman sein. In kurzen Szenen erzählt der Autor vom Leben und dem Lebensgefühl während der Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Ich lese es gerade für unseren Lesekreis und es gefällt mir wirklich gut.



    November 1972: spannende politische Tage im nebeligen Bonn. Brandt wird – für viele überraschend – als Kanzler wiedergewählt, verliert aber vorübergehend seine Stimme und kann die Koalitionsverhandlungen nicht leiten. Um diese historische Fußnote webt Brigitte Glaser ihren sehr atmosphärischen Roman.


    In den Mittelpunkt rückt sie dabei ganz unterschiedliche fiktive Personen. Zum einen die junge Logopädin Sonja, die sich engagiert um den Kanzler bemüht, aber mit ihren eigenen familiären Problemen kämpft; Wirtin Hilde, die als Chefin des titelgebenden Wirthauses den Politikbetreib in- und auswendig kennt; Max, der als taxifahrender Student so manches Geheimnis erfährt und schließlich Lotti, die als neugierige Journalistin die beschauliche Szenerie ganz schön aufwirbelt. Zwischen ihnen spinnt die Autorin mal mehr, mal weniger offensichtliche Querverbindungen und schafft es, aus vielen einzelnen Geschichten eine große ganze zu weben.


    Daneben arbeitet sie sehr viel historisches Personen und Details ein. Mir etwas zu viel, denn irgendwann hatte ich über die ganzen Politiker keinen Überblick mehr und so manches Gespräch klingt sehr bemüht. Hier wäre aus meiner Sicht etwas weniger mehr gewesen, schließlich ist es ein Roman und kein Sachbuch. Und wo wir schon beim Roman sind: auf mich wirkt das Buch größtenteils wie eine Beschreibung – Handlung ist wenig vorhanden. Auch hier hätte ich mir mehr gewünscht. Einzig Lotti mit ihrer überschwänglichen Energie und Neugierde auf die Hauptstadt Bonn bringt Leben ins Buch.


    Nichtsdestotrotz schafft es die Autorin bewundernswert gut, den Zeitgeist dieser doch sehr ereignisreichen Epoche zu charakterisieren. Und das noch dazu auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Durch die Verschiedenheit der Charaktere ist es ein sehr vielschichtiger Roman, in dem unterschiedliche Gesellschaftsschichten beleuchtet werden. Von daher ein wahrhaft „historischer Roman“.


    Fazit: Ein dichtgedrängter Roman mit vielen historischen Einzelheiten, der Zeit und Ausdauer erfordert. Lesenswert, auch wenn es mir etwas zu beschaulich war. Von mir 8 Eulenpunkte.

    Zu diesem Buch habe ich gegriffen, weil ich gerne mehr über das Frauenleben in der jungen DDR erfahren wollte. Über Emanzipation zwischen Kriegstrauma und Neubeginn. Über Alltagsprobleme, Politik und gesellschaftliche Entwicklungen. Das kam mir aber leider alles zu kurz. Zwar spielt die politische Situation immer wieder eine Rolle und auch der Arbeiteraufstand von 1953 kommt vor, aber insgesamt konnte ich mich nicht in die Zeit einfühlen. Ich habe es vermisst, das Lebensgefühl und die Atmosphäre dieser Zeit zu spüren und mitzuerleben.


    Dafür wird das Leben der Architektin Ilse Schellberger sehr breitgefächert erzählt. Von Kinderbeinen an über ihr Studium und ihre Arbeit an der „Allee der Träume“ bis hin zum Großelterndasein begleiten wir sie. Ehrlich – das hätte ich in der Fülle nicht gebraucht. Als Leserin hatte ich das Gefühl, jede Einzelheit wird mir vorgekaut, so dass kein Raum für eigene Interpretationen bleibt. Dazu kommt, dass Ilse immer alles meistert, immer den richtigen Riecher hat und natürlich schon vorneweg immer weiß, wer auf welcher Seite steht. So viel Perfektheit finde ich anstrengend, gerade, da ich manche Handlungen von ihr überhaupt nicht nachvollziehen kann. Da ist einiges der Dramatik zuliebe sehr aufgebauscht, daneben verlaufen aber wichtige Handlungsstränge plötzlich im Sande.


    Ungewöhnlich ist die „Zusammenfassung“ des Kapitels am Anfang jedes Abschnitts. Erinnert mich an frühere Kinderbücher. Nimmt aber einiges an Spannung und fand ich deshalb eher unpassend.


    Fazit: Es war ein unterhaltsames Buch – nicht mehr, nicht weniger. Deshalb sieben Durchschnittspunkte.

    @ tinkerbell: Zu alt für ein Buch ist man doch nie. :grin Aber du hast natürlich recht, man muss sich schon zurechtfinden in dieser ganz speziellen Welt von social media, Klicks und likes.


    Die Frage, mit welchem Protas man als Leser zurechtkommt, ist eine ganz persönliche. Zum "gernhaben" ist April May wirklich nichts. :) Ich hab mittlerweile einige Rezis mehr zum Buch angeschaut und die Meinungen sind dazu sehr gegensätzlich: entweder man liebt es oder man kann gar nichts damit anfangen. Zum Glück gibts ja viele Bücher!

    Anders als Serendipity8 sagt mir Hank Greens youtube-Kanal gar nichts und (ja ich gestehe es), auch die Bücher des Bruders sind bisher an mir vorbeigegangen. Von daher bin ich ganz unbedarft an das Buch herangegangen und wurde sehr positiv überrascht!


    Nicht nur ein erstaunliches Ding, das April May da eines nachts mitten am Gehsteig entdeckt - sondern auch ein wirklich erstaunliches Buch, das Hank Green damit geschaffen hat! Sehr frisch, ganz ungewöhnlich und immer wieder überraschend und witzig kommt diese Geschichte um die „Carls“ und viel mehr noch um April May daher. Ich fand es toll und es ist für mich schon jetzt ein Highlight des Lesejahres!


    Das liegt nicht nur an der außergewöhnlichen Handlung, es liegt vor allem an der sehr spritzigen Erzählart der Ich-Erzählerin April May. Sie beschönigt nichts, erzählt schonungslos über ihr Erleben und auch ihre Fehler und macht durch ihre Andeutungen immer wieder neugierig. Ein richtiges „Kind“ ihrer Zeit, verbunden in sozialen Netzwerken und - auch wenn sie es anfangs nicht zugeben will – natürlich auf der Suche nach „Likes“ und „Klicks“. Gerade diese Verbindung zwischen Unterhaltung (durch die „Carl“-Geschichte) und Ernsthaftigkeit (Umgang mit sozialen Netzwerken) macht den Reiz dieses Buches aus. Hier ist eine Fantasy-Geschichte, die einfach Spaß macht, mit aktuellen Fragestellungen und Problemen verknüpft und als Leser ist man aufgefordert, sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen.


    April May ist als Protagonistin und „Heldin“ wesentlich sperriger, als es zunächst aussieht. Sie ist nicht die Super-Heldin, die alles richtig macht. Ganz im Gegenteil: eher naiv, unbeholfen und manchmal auch sehr verletzend stolpert sie durch die Geschichte. Zumindest sieht sie ihre Fehler, auch wenn sie sie immer wieder macht. Trotzdem ist sie eine „perfekte“ Protagonistin, eben weil sie Ecken und Kanten hat wie jeder andere Mensch auch.


    Fazit: Ein ungewöhnliches Buch, das mich sehr überrascht und begeistert hat. Es macht einfach Spaß zu lesen, erzählt eine außergewöhnliche Geschichte und verbindet trotzdem ganz aktuelle Fragen damit. Sehr empfehlenswert und neun Eulenpunkte auf jeden Fall wert!


    P. S. Und ein Buch, in dem so tolle Lieder wie „Don’t stop me now“ von Queen eine Rolle spielen MUSS einfach gut sein. :-]

    Dieser Abschnitt war ähnlich wie South Carolina, Hoffnung wird aufgebaut, nur um dann wieder zerstört zu werden. Ich finde es gut, dass hier noch stärker als noch auf der Plantage die Heterogenität der Schwarzen herausgearbeitet wurde. Und das diese verschiedenen Gruppen so stark gegeneinander arbeiten und, um ihre Ziele durchzusetzen auch den Hass und die Angst der Weißen benutzen.


    Kein schöner Abschnitt, aber er erweitert das Buch um eine weitere Facette.

    Das kann ich alles so nur unterstreichen. :writeSehr traurig, dass es jetzt (schon wieder) so tragisch endet, nachdem Cora endlich einmal angekommen ist. Aber leider auch traurige Realität.

    Für mich ist die "echte" Eisenbahn der einzige Schwachpunkt im Buch und ich suche noch immer vergeblich nach einem überzeugenden Grund für diese Veränderung.

    Es ist ein Roman und muss der Wirklichkeit überhaupt nicht folgen - manche Szenen in dieser Bahn sind für mich allerdings fast absurd.


    Aber letztlich ein kleines Manko.

    Dazu schreibe ich im letzten Abschnitt noch etwas dazu.

    Ich muss mich jetzt erstmal ganz arg bei euch entschuldigen, weil das Teepaket so lange bei mir hängengeblieben ist. :( Es tut mir wirklich sehr leid, dass die nach mir kommenden jetzt so lange warten mussten. Entschuldigung!


    Dann möchte ich mich aber natürlich für das supertolle Paket ganz, ganz herzlich bekanken. Ich hätte ja nie gedacht, dass .... (ok, noch nichts verraten ;)). Auf alle Fälle: Herzlichen DANK! :*


    Töchterchen und ich haben jetzt also geschaut und gekramt und gerochen und gehortet - Bild folgt demnächst! Morgen geht es weiter zu Schnatterinchen!

    Die Fahrt durch Tennessee fand ich nicht nur sehr trostlos, sondern auch zunehmend surreal. Auch der Umgang der Gruppe untereinander ist sehr seltsam. Auf der einen Seite wird Cora wie Dreck behandelt, dann aber wieder herausgeputzt und "vorgeführt". Ich war wirklich froh, alles dieses depremierende Kapitel mit einem überraschenden Ende vorbeiwar.


    Das Kapitel über Ethel hat mir wesentlich mehr gesagt als anscheinend euch. (Dafür hatte ich ja große Probleme mit dem Stevens-Abschnitt, der sich dank eurer Hilfe aber dann doch aufgelöst hat). Für mich war es die verkürzte Lebensgeschichte Ethels, die erklärt, warum sie so ist wie sie ist. Das war ja auch bei Ridgeway ähnlich, wenn auch die Geschichte eine ganz andere war. Ethel wurde in ein Leben gezwungen, das sie so überhaupt nicht führen wollte. Ihr Ende ist immer noch extrem tragisch und schokierend ist, aber zumindest hat sie am Ende ihres Lebensweg das gemacht, was sie schon immer machen wollte. Nämlich "den Wilden" zu helfen und sie zu missionieren. Wenn auch ganz anders als erwartet.



    Ganz seltsam fand ich die Formulierungen "give love the way she wanted" und "kissed the girl... with two kinds of feelings mixed up in her kisses" und dann ist wieder Schluss. An sich gefällt mir der oft knappe Stil, der mich zum Nachdenken anregt. Hier eher nicht.

    Im Deutschen sind die beiden Stellen so übersetzt:


    "Ihr ganzes Leben lang hatte man Ethel alles verweigert. Zu missionieren, zu helfen. Liebe zu schenken, so, wie sie es wollte."


    "... und in diesen Küssen vermischten sich zwei Arten von Empfindung."


    Das erste finde ich im Deutschen schon eindeutig, beim zweiten Satz steht nicht genauer da, was genau der Autor damit meint. In meiner Interpretation die Liebe, die sie eben schon immer geben wollte und auch das Bedauern, dass sie das nicht schon früher tun konnte/durfte. Aber das ist natürlich sehr frei interpretiert und man kann da alles mögliche andere reindeuten.