Beiträge von Betty

    :gruebel Vielleicht ist das nicht die beste Strategie. Es würde die Verunsicherten und Ungeduldigen wohl eher mit Euren Problemen mitfühlen lassen, wenn sie mitgeteilt werden würden. Diese schöne, über so viele Jahre gewachsene Gemeinschaft scheint mir überwiegend und ausreichend tragfähig zu sein, um auch mit längerfristigen Unzulänglichkeiten umgehen zu können. Das Forum funktioniert doch trotzdem.


    Ich verstehe sehr gut, dass Du Dich nicht ständig für Dinge rechtfertigen willst, die andere verbockt haben. Aber sich darüber auszuschweigen scheint keine gute Lösung zu sein. :gruebel


    Ich hoffe, Du kannst noch ein paar Nerven zusammenkratzen, um durchzuhalten, die wenigen Unzufriedenen zu ertragen und Dich wieder am Forumleben zu erfreuen. :knuddel

    Da schließe ich mich gerne an. Ich weiß lieber, wie der Stand ist, auch wenn es nicht so gut aussieht...

    Ganz wichtig ist, dass wir es so natürlich wie möglich halten möchten für die Insekten und Vögel usw.

    Sehr löblicher Ansatz! Das versuchen wir auch!


    Wir haben zur Zeit viel Freude an unseren Nasch-Himbeeren. Jeden Abend können wir einige reife supersüße abpflücken und genießen. <3

    Schon als ganz kleines Kind erkrankt die Farmerstochter Christina an einer seltsamen unerkannten fiebrigen Viruserkrankung und bleibt verkrüppelt zurück. Trotz ihrer Einschränkungen kämpft sie sich danke ihres Bruders Al, der sie immer ganz normal behandelt, in ein aktives vitales Leben zurück. Immer unterstützt von ihrer liebevollen Großmutter Mammey. Nach einer vergeblichen, schmerzhaften Behandlung eines unfähigen Arztes verweigert sie vehement alle weiteren Arztbesuche.


    Chancen auf eine Ausbildung oder eine Ehe zerschlagen sich. Christina muss trotz ihrer Gebrechen ein sehr hartes Leben auf der Farm bewältigen. Die ganze Hausarbeit bleibt an ihr hängen, auch wenn sie Probleme bei der Erledigung hat, oder dadurch Schmerzen erleidet. Das wird von der Autorin sehr nüchtern und sachlich beschrieben.


    Zufällig tritt der Maler Andrew Wyeth in ihr Leben und verbringt fortan regelmäßig viele Stunden im Haus, mit der Arbeit in einem der alten Gästezimmer, das er sich als Atelier eingerichtet hat. Durch ihn erlebt Christina Freundschaft und beginnt ihr Leben mit Abstand aus anderen Augen zu betrachten. Er ist für sie eine verwandte Seele und bringt Abwechslung in den eintönigen Alltag. Sie wird zu seiner Muse.


    Nach einigen Jahren muss sie erkennen, dass ihre Erkrankung immer schlimmer wird, aber auch Experten können ihr dann keine Hoffnung mehr machen. Trotz aller Schwierigkeiten muss sie noch den Weggang der Brüder erleben und die Pflege der Eltern übernehmen.


    Man versinkt in die Geschichte, kann mit Christina sehr gut mitfühlen, wie der Betrachter eines Bildes. Die Autorin beschreibt die harten, grausamen Umstände und Verhältnisse sehr nüchtern, sachlich und rein beobachtend. Dies erzeugt eine etwas traurige und hoffnungslose Stimmung. Es betrübt wie sehr Christina im Leben kämpfen muss, trotz ihrer Einschränkungen, aber das zeichnet sie natürlich wiederum aus. Ein sehr hartes Leben, an dem sie aber auch nicht wirklich etwas wandeln will. Sie hat ein Schicksal zu tragen, das sie aber auch nicht ändern mag oder kann. Lange Strecken ihres Lebens verbringt sie einsam und abgeschottet, aber auch frei und selbstbestimmt. Sie hat ihr Los gewählt. Die ganze Geschichte ist für mich wie eine Gemäldeinterpretation in buchlänge.


    Abschließend muss ich sagen, dass das Buch nicht ganz die Gefühle in mir geweckt hat, die von der Autorin laut Nachwort beabsichtigt waren. Mich hat die Geschichte etwas betrübt und desillusioniert zurück gelassen.


    7 von 10 Eulenpunkten


    Vielen Dank an Wolke und den Verlag!

    Der Gesundheitszustand von Christina verschlechtert sich immer mehr. Sie ist aber zu stolz einen Rollstuhl zu benutzen, lieber robbt sie auf Ellenbogen zu ihrer Freundin Saddie.

    Schütteln hätte ich sie können, als sie Al und seine Freundin ( wäre sowieso nicht die Richtige gewesen) bei dem Familienfest ignoriert. Hier hat mir Al richtig leid getan. Er, der seit der Kindheit ihr immer zur Seite stand. Irgendwann wird ihr klar, was sie angerichtet hat. Verständlich ist auch, dass es Al alleine nicht schafft alles zu bewirtschaften zusätzlich zum Haus. Im Grunde ist er gefangen. Hilfe können sie sich finanziell nicht leisten, also wird nur das Notwendigste getan zum Überleben.


    Andy hat ihr einen Wunsch erfüllt, indem er sie zeigt wie sie sich selbst sieht - als Mädchen. Diese ganze Szene ist schön beschrieben.

    Sehr gut zusammane gfasst! Das hat mir sehr weh getan, als sie sich zu ihrer Freundin "robbt"... Aber es war ihr Wille und ihre Unbeugsamkeit/Sturheit. Aber es ist mir schwer gefallen, das so stehen zu lassen.

    Ihr Verhalten gegenüber Al´s Freundin ist zu verständlich und menschlich, aber auch unglaublich ungerecht. Plötzlich schlägt auch bei ihr einmal der Egoismus durch.

    Ob der Umstand, dass sie Andys Muse war, ein Trost war, wage ich zu bezweifeln. Aber die Freundschaft zu ihm war ihr ganz sicher ein Trost, denn er war ja für sie eine Art verwandte Seele und außerdem hat er etwas Abwechslung in ihren sonst doch eher eintönigen Alltag gebracht.


    LG, Bella

    Ja, so habe ich das auch empfunden. Er war irgendwie ein Ankerpunkt. An manch schwieriger Stelle, taucht er plötzlich ganz nach seinem Rhythmus wieder im Haus auf und arbeitet dort.

    Ich habe großen Respekt vor Christinas Mut, nach Boston zu fahren. Interessant, wie sich dort, inmitten von Annehmlichkeiten wie Strom, fließendem Wasser usw., die Ansicht in ihr erhärtet, dass das Leben in Boston mit seinen vielen Treppen, unebenen Wegen und seinem Lärm vielmehr voller Hindernisse für sie sei. Aber nicht nur mit Walton schließt sie hier in Boston noch einmal neu ab. Sie wagt den Schritt, sich untersuchen zu lassen, und muss schließlich erkennen, dass ihr Leben mit 25 Jahren an seinem Endpunkt angekommen ist: Die Chancen, die sie hatte, um aus ihrem Leben etwas Anderes, Eigenes zu machen, durfte sie nicht nutzen bzw. Walton hat sie feige verlassen. Hoffnung auf Besserung ihres Zustandes besteht nicht. Ab jetzt kann sie nur noch anderen Menschen dabei zusehen, wie diese ihr Leben leben; ihr selbst bleibt die Versorgung der Eltern und des Hauses, Muschelschale der Eltern, sowie der eigene fortschreitende körperliche Verfall.

    Ob es da ein Trost sein konnte, immerhin Andrew Wyeth's Muse gewesen zu sein? Egal, wie berühmt er war / ist, sie war ja auch da wieder nur ein Vehikel für die Selbstverwirklichung von jemandem anders. Ich bin gespannt und hoffe darauf, im letzten Teil des Romans noch etwas zu diesem Thema zu lesen.

    Das hast Du sehr gut zusammen gefaßt. Ich fand das auch ein sehr hartes, enttäuschendes Ergebnis, dass die Ärtze ihr so gar nicht helfen konnten und eine zunehmende Verschlechterung unausweichlich ist.

    Und auch Al muss wegen dieser Farm seinen Traum aufgeben. Christina und Al werden quasi an die Farm gefesselt, während die Geschwister eigene Wege gehen. Irgendwie ungerecht. Vater und Mutter treffen die Entscheidungen scheinbar allein, aber Al und Christina müssen sie tragen bzw. ausbaden.

    Das fand ich sehr traurig als Al für die Farm und Familie alles aufgegeben hat, da hätte es auch andere Möglichkeiten gegeben!


    Der Vater ist als Figur schwer zu ertragen. Er ergeht sich in seine Pflegebedürftigkeit und verpelmpert zur Krönung noch alle kargen Ersparnisse an einem Wunderheiler...

    Die Liebesgeschichte zwischen Christina und Walton geht leider nicht gut aus, das hat mich traurig gemacht, auch wenn es im Klappentext schon ersichtlich war. Ich fand, die beiden passten gut zusammen. Sehr traurig, dass er ihr nicht wenigstens offen selber das Ende mitteilen konnte.

    Es ist eine harte Entscheidung des Vaters, dass Christina nicht Lehrerin werden darf. Das war eine der wenigen Chancen in ihrem Leben.


    Christina muss trotz ihrer Gebrechen ein sehr hartes Leben auf der Farm managen. Die ganze Hausarbeit bleibt an ihr hängen, auch wenn sie Probleme bei der Erledigung hat, oder dadurch Schmerzen erleidet. Das wird von der Autorin sehr nüchtern sachlich beschrieben.


    Ich finde das Verhältnis zwischen Christina und Andy Wyett sehr interessant. Er bringt sie dazu ihr Umfeld aus anderen Augen zu betrachten.

    Was mir im Nachhienein noch aufgefallen ist. Habt ihr auch den Eindruck, das Christina alles auf der farm machen muss, nachdem sie die Schule verlassen hat ? Man bekommt total das Gefühl, das die Mutter eigentlich nichts macht, es wird immer nur gesagt was Christina alles zu tun hat... Ich finde das irgendwie unfair:pueh

    Das ist mir auch aufgefallen! Wo ist die Mutter geblieben? Hat sie plötzlich nichts mehr gemacht, oder womit war sie den ganzen Tag beschäftigt?

    Die Einführung ist der Autorin wirklich gut gelungen. Man kann sich die Farm gut vorstellen und fühlt auch gleich mit Christina mit. Außerdem ist der Schreibstil so leichtgängig, dass ich schon wieder weit über diesen Abschnitt hinaus gelesen habe und nun nicht mehr genau weiß, wann ich wo schreiben darf. :/ Von daher schreibe ich lieber im nächsten Abschnitt.

    Da schließe ich mich an. Die Farm und die Menschen sind für mich gleich gut vorstellbar. Mammey ist ein besonders sympathischer Charakter. Ich fühle mit Christina mit und wie sie ganz jung ihre Erkrankung selber erlebt. Allerdings ist es eine sehr schwerwiegende Entscheidung als sie den Besuch beim Experte torpediert. Ich habe zunächst auch gedacht, dass es wohl Polio war...

    Das Bild und den Künstler kannte ich auch nicht. Ein sehr interessanter Ausflug in amerikanische Kunstgeschichte.