Beiträge von newmoon

    Zitat

    Trotzdem scheint sie mit ihrem altertümlichen Geschlechterbild aber einen Nerv bei unzähligen jungen Mädchen zu treffen und deshalb sind sie erfolgreich, vor allem in den mehrheitlich konservativen und puritanisch-verklemmten USA (mit btw der größten Pornoindustrie der Welt, aber das ist wieder eine andere Geschichte).


    Das ist doch ein Klischee, wahr ist, dass die USA auf dem Puritanismus gegründet sind, aber es ist auch ein gerne zitiertes Stereotyp, dass die USA ach so konservativ (um nicht zu sagen: hinterwäldlerisch) seien. Es wäre auch falsch zu sagen, dass man in Deutschland autoritätshörig war und bleibt.
    Ausserdem schliesse ich mich magalis These an und würde nicht pauschal behaupten, dass amerikanische Autoren per se flacher schreiben als andere.

    Natürlich hinkt der Vergleich gewaltig, aber per se verboten ist der Vergleich nicht, oder ? Teils wird ein solcher Hype um "Bestseller" gemacht, dass es schon nervt. Und wenn man ein paar Dinge gelesen hat (von belesen will ich gar nicht sprechen), kann man schon Stärken und Schwächen einer Publikation benennen.


    Mir fiel auf, dass eben in der Unterhaltungsliteratur immer mehr - pardon! - Mist veröffentlicht wird, der früher höchstens als Groschenroman publiziert worden wäre.


    Nun soll man als Leser 10- 20 Euro für solche "literarischen" Ergüsse berappen, und der Verlag will einem auch noch einreden, dass es sich um ganz tolle Romane handelt, obschon der Autor (m/f) holzschnittartig formuliert u.a.


    Zu den Zwischenstufen, hm, Coelho verorte ich unter Kitsch und Murakami würde ich zur "richtigen" Literatur zählen, allein der (übersetzten) Sprache wegen.


    Du sprichst ausserdem das "zweckgebundene" Schreiben an, natürlich ist es legitim, aber dann geht es ein Stück weit weg von der Kunst und hin zum Kommerz ( nach dem Motto: was verlangt der Markt, was ist en vogue. Aber dies ist wohl intendiert, so sagte Kerstin Gier einmal, dass eigentlich jemand aus dem Umfeld des Varlags sie auf die Idee für einen Roman gebracht habe).

    claudiatoman : Vorab: Ich bin ein Fan der Twilightreihe und lese derzeit gerne Fantasyromane, wenn sie nicht zu schnulzig und zu schwülstig sind.


    Zur Frage nach der richtigen Literatur, dem Handwerk und der Kunst:


    Vergleiche doch bitte die Romane eines Thomas Mann (Toni Morrison,Tolstoi, Kafka, Joseph Roth,Nabokov etc.pp) mit den Romanen Meyers: Der Unterschied liegt in der Erzähltechnik, dem Sprachgebrauch, der Vielschichtigkeit und der Zeitlosigkeit...da gibt es himmelweite Unterschiede.


    Ich spreche keinem Genre die Daseinsberechtigung ab. Aber manchmal frage ich mich eben, ob jeder schreiben kann oder muss. :grin

    Zitat

    Original von Themrys


    Wenn "Twilight" das literarische Äquivalent von ungesundem, bakterienverseuchten Fastfood ist, dann sind die Chroniken von Narnia ein Gericht, bei dem der Koch zu viel Knoblauch verwendet hat: Knoblauchliebhaber finden es so genau richtig, die meisten anderen Leute Im Gegensatz zu vielen anderen bin ich der Ansicht, dass der Lebenswandel eines Autors sehr viel mit seinen Büchern zu tun hat. Wie jemand denkt, das beeinflusst, wie er handelt, und das beeinflusst auch, wie er schreibt. Ein Autor ist natürlich nicht mit seiner Hauptperson identisch, aber der Blick auf diese Haupterson ist der Blick des Autors.

    Danke für diesen Beitrag und danke f. die Erweiterung der Diskussion. Zum Thema Meyer: Ich mag die ersten 3 Romane ihrer Reihe, und ich fand sie höchst unterhaltsam, aber ehrlich, es ist keine "richtige" Literatur, wenn man den handwerklichen und künstlerischen Aspekt ihrer Arbeit betrachtet. Und gut, sie hat zwar ein paar "Leselistenklassiker" zitiert ( Wuthering Heights), aber dies nicht besonders kunstvoll.

    Zitat

    Original von Prombär
    Ich achte nicht (mehr) auf die Vita, hab aber vor vielen, vielen Jahren dieses Thread eröffnet [klick] - vielleicht interessiert dich der ja auch :wave


    Und was sagt ein Studium darüber aus, ob jemand belesen ist oder nicht? Oder wie definierst du belesen? :gruebel (Also offenbar anders als ich ;-) ).
    Und ich bin froh, dass das Studium nichts darüber aussagt, ob jemand schreiben kann oder soll. Einmal hab ich sogar den Spruch gelesen "Germanisten sollen nur für Germanisten schreiben".

    Danke für den Link! Sehr interessant . :-)

    Hallo, freue mich über die rege Diskussion.


    Ich hatte bewusst polemisch formuliert...mit "Hobbyschriftsteller" meine ich jemanden, der keine Liebe für das geschriebene Wort verspürt & eher darauf hofft, den grossen Reibach mit ein paar Zeilen zu machen (nach dem Motto: Was die Rowling kann, kann ich auch).


    Ansonsten: magali hat ziemlich gut erkannt, was mich umtreibt (kannst Du Gedanken lesen? :gruebel ) und ich möchte jedem das posting ans Herz legen.Auch claudiatomans Beiträge sind sehr erhellend.


    Ein Heinrich Böll war ja bekanntermassen eher aus dem Fach der Medizin, und dies hat seine lit. Arbeit sicher befruchtet.
    Aber - ich denke trotzdem, dass ein geisteswissenschaftliches Studium nichts schaden kann. Und ein bisschen tut es mir für gestandene Autoren leid, die sich bemühen, einen Roman mit Tiefgang zu verfassen, während andere einem Trend folgen und holzschnittartig formulieren.


    Liebe Autoren, nochmals : ich wollte niemanden beleidigen,lediglich ein wenig provozieren.

    Mir fällt auf, dass es in letzter Zeit vermehrt Publikationen von -wie soll ich sagen- "Hobbyautoren" auf dem Markt gibt. Ich halte die Autoren nicht für besonders bibliophil oder belesen. Philologiestudium? Linguistik? Fehlanzeige.


    Kresley Cole etwa war eine Sportlerin, Pamela Palmer hat irgendwas mit Wirtschaft studiert.


    S.Meyer hat zwar einen Bachelor in Englisch/Literatur,dies merkt man ihren Romanen (bei aller Liebe) aber nicht an.


    Nun meine Frage: Soll / Kann jeder schreiben, und achtet ihr auf die Vita von Autoren?

    Zitat

    Original von vingela


    Die von newmoon genannten Autorinnen, haben die Vorlagen geliefert, ich erwähnte ja schon, dass die Idee nicht ganz neu ist, nur durch eigene aufgepeppt wurde und das ist der Autorin auch gelungen.Deshalb war ich auch so gespannt auf diese Serie.Denn ich liebe die Black Dagger(Ward), die Showalter kann mich mit den Herren der Unterwelt begeistern und die Singh unterhält mich mit ihren Geschichten auch immer gut.Grauenhaft schlecht, war es aber m.M.n ganz bestimmt nicht.Ich glaube/hoffe ganz stark, dass das zweite Band besser wird.
    Schwülstige Szenen? :gruebelNun ja erotische Szenen gehören für mich bei diesem Genre einfach dazu. ;-)

    Nicht persönlich nehmen,bitte. Naja,auch erotische Szenen können niveauvoll und nicht -wiederholend sein.Dieses "Wir dürfen nicht piepen" ist lächerlich.
    Ich bemängle, dass Palmer abkupfert, und dies nicht einmal geschickt.

    Arkadien erwacht von Kai Mayer.

    Zitat

    Original von Athene
    Pastworld von Ian Beck: Das Buch steht ganz oben auf meiner Leseliste. Es hat gute Bewertungen bekommen und kann in die Kategorie Steampunk eingeordnet werden.



    Beschreibung: Tauchen Sie ein in die nebelverhangene Atmosphäre des Alten Londons! Erleben Sie den Nervenkitzel eines authentischen Mordschauplatzes! Staunen Sie über die Tricks entzückender Straßenbengel, die sie um einen Penny anschnorren! Pastworld - Das Abenteuer wartet!

    Danke ! Das Buch ist mir gänzlich unbekannt ...freu mich! Danke auch allen anderen, "Keep 'em coming", aber es sollten auf jeden Fall TBs sein :-)

    Wie wäre es mit "City of Bones" ? Beschreibung, zitiert nach amazon:


    "
    Kurzbeschreibung
    Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese entführt wird, lüftet Clary das Familiengeheimnis: Ihre Mutter gehörte einst der Bruderschaft der Shadowhunter an, einer Gruppe, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Nach und nach beginnt auch Clary in diese Welt einzudringen. Doch die Welt der Dämonenjäger ist zerrissen. Werden Clary und ihre Freunde es schaffen, ihre Mutter zu retten?"

    Zitat

    Original von beowulf
    Ich habe mir im Hinblick auf Frau Hermans Artikel die youtube Videos über die Loveparade angesehen und behaupte jetzt, dass ihr Bild entweder ein Fake, oder veraltet war. Ja es gab Mädels in knappen Bikinis auf diesen Videos, aber keine mit blankem Busen- die gab es aber übrigens bei der (Männer-) FußballWM. Ich finde es nicht verkehrt Wertediskussionen zu führen, allerdings das Publicitygeil auf dem Rücken von 19 Toten zu tun, die noch nicht mal unter der Erde sind, das ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit.


    Das kann ich nur unterschreiben...