Beiträge von Tilia Salix

    Eines der gruseligsten Bücher, dass ich seit langem gelesen habe, dabei passiert Zweidrittel des Romans eigentlich nicht viel wirklich Haarsträubendes. Aber ich habe bei solchen Geschichten Kopfkino und die Vorstellung, morgens aufzuwachen und am Ende des Bettes steht der wandelnde, wenn auch unverweste Leichnam einer Hexe, mit Ketten gefesselt, Mund und Augen zugenäht - Entschuldigung! - SCHEISSE, ist das gruselig!

    Die wenigen Momente, in denen sich Katherine untypisch verhalten hat, haben mich dem Herzinfarkt nahegebracht, und als dann der erste wirklich von der Hexe verursachte Tod geschieht, war ich geschockt. Auch hier hat das Kopfkino viel dazu beigetragen.

    Im Grunde funktioniert der Roman ähnlich wie der Film Blair Witch Projekt - objektiv betrachtet, sieht man nicht viel, aber auch da habe ich mich ohne Ende gegruselt, weil meine Fantasie los galoppiert ist und ich sie einfach nicht mehr habe einfangen können. Genau das ist es, was ich an diesem Buch so großartig finde - der Autor schafft es, meine Fantasie in Bewegung zu setzen...


    Kleinere Schwächen hat das Buch; nicht alles, was passiert, passt so richtig zusammen, das liegt aber daran, dass das Buch für die englische Ausgabe (auf der die deutsche Ausgabe basiert) vom Autor umgeschrieben und mit einem neuen Ende versehen wurde. An der einen oder anderen Stelle hat er meiner Meinung nach nicht ganz sauber überarbeitet, aber das stört beim Lesen nicht - erst nach der Lektüre fängt man an zu grübeln. Ich denke, daran liegt es auch, dass man am Ende die Frage nach der Schuld nicht eindeutig beantworten kann.


    Dennoch: Tolles Buch, tolle Schreibe, davon möchte ich mehr lesen! 10 Eulenpunkte

    Die Geschichte klang so spannend, leider hat sich das Ganze dann völlig anders entwickelt, als ich es vom Klappentext her eigentlich vermutet hätte. Ich hatte auf mehr Katz-und-Maus-Spiel gehofft, hier haben sich zwar alle irgendwie verdächtigt, aber es ging nie wirklich in die Tiefe. Die dargestellten Anschläge sind recht blutig beschrieben, das fand ich jetzt auch nicht unbedingt notwendig, aber gut, muss man mit rechnen. Sprachlich war es dann auch noch eher dünn (die Dialoge waren manchmal schon ein bisschen grausam in ihrer Belanglosigkeit), so dass „Offline“ bei mir derzeit gute Chancen auf den Preis „Flop des Jahres“ hat.

    Fazit: 5 Punkte für den schwach erzählten, arg konstruierten Thriller mit hohem Ekelfaktor.

    Riley Sager

    Verschließ jede Tür

    dtv, 2020

    ISBN 9783423219334

    Kartoniert, 10.95 €


    Der Autor

    Riley Sager ist ein Pseudonym. Der Autor, in Pennsylvania geboren, ist Schriftsteller, Redakteur und Grafikdesigner und lebt in Princeton, New Jersey.

    (Quelle: dtv)


    Meine Meinung

    Die 25jährige Jules steht vor den Trümmern ihres Lebens, als sie auf eine unauffällige Annonce stößt: für drei Monate wird eine Wohnungssitterin gesucht, die Bezahlung ist mit 1.000 Dollar die Woche mehr als üppig. Eigentlich ist das Angebot zu gut um wahr zu sein, aber weil es nun einmal es genau zum richtigen Augenblick kommt, zögert Jules nicht lange. Sie ist komplett abgebrannt, ohne Job und wohnt seit einigen Wochen bei ihrer besten Freundin Chloe auf der Couch, wahrlich kein Zustand für die Ewigkeit! Außerdem befindet sich die Wohnung ausgerechnet im exklusiven Bartholomew, einem Prachtbau von 1919 im neugotischen Stil und Schauplatz von Jules‘ Lieblingsroman „Traumherz“. Lediglich die Regeln, die an das Angebot geknüpft sind, bereiten ihr leichtes Kopfzerbrechen: Keinerlei Besuch, keinen Kontakt zu den Bewohnern des Bartholomew und keine Nacht außerhalb der Wohnung. Obwohl Chloe ihr dringend davon abrät, nimmt Jules das Angebot an und zieht in Wohnung 12A. Zunächst scheint alles wunderbar zu sein, doch dann verschwindet plötzlich eine andere Wohnungssitterin, mit der sich Jules gerade erst angefreundet hatte. Jules beginnt, in der Geschichte des Bartholomew zu forschen und stößt auf beunruhigende Ereignisse. Doch es dauert einige Zeit, bis ihr klar wird, in welcher Gefahr sie schwebt ...


    Ein großartiger Thriller mit einer guten Prise Gruselatmosphäre! Die Geschichte wird aus zwei Zeitebenen erzählt, es beginnt damit, dass Jules offenbar schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird und sich mühsam an die Geschehnisse der letzten Stunden zu erinnern versucht, dann springt die Handlung 6 Tage an den Anfang der Handlung zurück: Jules kommt im Bartholomew an, besichtigt die Wohnung und wird als Wohnungssitterin engagiert. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen sorgt ordentlich für Spannung, weil man sich anfangs gar nicht so recht vorstellen kann, was denn da für schreckliche Gefahren im Bartholomew lauern sollten. Denn nüchtern betrachtet ist eigentlich alles in Ordnung. Kein Grund zur Panik ... oder?

    Der Autor versteht es wirklich meisterhaft, eine unterschwellige Andeutung von drohender Gefahr zu erzeugen einfach nur durch kleine, nebensächliche Ungereimtheiten, die Jules und den Leser stutzen lassen, aber dann verschwendet man doch erst mal keinen Gedanken mehr daran. Bis sich diese Kleinigkeiten häufen und sich immer mehr herausstellt, dass es eben nicht nur alte Spukgeschichten sind, die den Ruf des Bartholomew begründen, sondern das dort etwas sehr reales und sehr böses lauert ... Wiederholt entwickelt sich die Handlung ganz anders, als es der Leser zunächst erwartet, was vor allem gegen Ende für einige Überraschung, zumindest bei mir, gesorgt hat. Obwohl die Grundidee der Geschichte nicht völlig neu ist, ist sie hier so gut verpackt, dass das überhaupt nicht stört. Im Gegenteil!


    Fazit: Finger weg, wenn du keine Zeit zum Lesen hast, denn wenn du „Verschließ jede Tür“ erst einmal angefangen hast, wirst du bis zum Ende weiterlesen wollen - ohne Pause! Spannender Thriller ohne Splattereinlagen mit klassischer Gruselatmosphäre, unbedingt lesen!

    10 von 10 Eulenpunkten


    ASIN/ISBN: 3423219335

    Hier liegen die ersten Karten auch bereit für den Weg zum Briefkasten. Die Empfänger werden übrigens ausgewürfelt, aus meiner Rollenspielzeit hab ich noch etliche 10seitige Würfel hier liegen :)

    Wie wählt ihr aus? Augen zu und drauf oder strikt nach Reihenfolge (von oben, unten ...)?

    Schade! Ich kann das allerdings auch bestätigen - das am schlechtesten eingelesene Hörbuch, das ich jemals gehört habe, wurde auch vom Autor selbst gelesen. Ich habe es nur beendet, weil die Geschichte selbst so toll war. Allerdings nicht so gut, dass ich heute noch den Titel wüßte. Oder den Verfasser, was wohl alles über das Hörerlebnis aussagt. :lache



    edit: das Tippen fällt heute schwer, die Fehler dafür um so leichter...

    Hallo zusammen!

    Habt hier auch so schönes Wetter? Hier ist heute der Frühsommer ausgebrochen, leider soll es die nächsten Tage schon wieder schlechter werden. Um so mehr habe ich diesen Tag genossen! Und auch lesetechnisch läuft es gerade ganz gut, seit meiner letzten Stippvisite hier habe ich zwei Bücher beendet. Und auch das genieße ich, es ist nämlich tatsächlich schon etwas länger her, dass ich so richtig in den Büchern versinken konnte und mehr als eine Viertelstunde am Tag gelesen habe.

    Um Hex schleiche ich auch schon eine Zeit lang herum. Weiß aber noch nicht ob ich mich drüber trau :lache Offline war für mich leider ein Flop, aber ich hoffe, dir gefällt es besser.:wave

    Eh, ja, ich hätte auf dich hören sollen, Vaiana ... Offline von Arno Strobel hat sich leider auch für mich als Flop herausgestellt, aber immerhin habe ich die Lust am Lesen nicht verloren. Danach habe ich „Verschließ jede Tür“ von Riley Sager gelesen, und das hat mir richtig gut gefallen! Ein spannende Geschichte, sehr atmosphärisch und auch ein bisschen gruselig, aber nicht zu abgehoben. Ganz super neu ist die Grundidee nicht, das stört aber überhaupt nicht. Dicke Empfehlung von mir!

    Daneben lese ich den ersten Band der Gezeitenwelt, „Wahrträumer“, ein Buch, das sage und schreibe 17-18 Jahre auf meinem SuB dümpelte und nachdem ich nun die ersten 100 Seiten gelesen habe, kann ich nicht mal sagen, woran das liegt. Bisher gefällt es mir sehr gut, klingt immer noch nach einer klasse Fantasygeschichte mit einem ungewöhnlichen Setting (ein Asteroid stürzt auf den Planeten und sorgt für eine Klimakatastrophe). Machmal bin ich mir selbst ein Rätsel :gruebel:lache

    Da das Teil allerdings ein gebundenes Buch ist, brauche ich daneben noch ein Taschenbuch, was ich für unterwegs gut einstecken kann. Bin noch unschlüssig, was ich da wähle. Vielleicht wird es auch ein ebook? Fragen über Fragen ...


    Viele Grüße an alle und lauschige Lesestunden! :sun:lesend


    ASIN/ISBN: 3423219335


    ASIN/ISBN: 3492700519

    Ich musste auch mal wieder ordentlich meinen SUB auffüllen:

    ASIN/ISBN: 3423219335

    Ein Haus zum Träumen. Und zum Sterben.

    Jules hat einen Wahnsinns-Job an Land gezogen: Sie soll im Bartholomew, einem prachtvollen alten Hochhaus am Central Park, auf eine Luxuswohnung aufpassen. Und dafür 1000 Dollar die Woche kassieren! Einige seltsame Bedingungen gibt es allerdings: Sie muss jede Nacht im Apartment schlafen und darf niemanden in die Wohnung lassen. Kaum ist Jules eingezogen, häufen sich unheimliche Vorkommnisse. Von Ingrid, ebenfalls »Apartmentsitterin«, erfährt sie, dass das Bartholomew ein dunkles Geheimnis hat. Als Ingrid verschwindet, versucht Jules, das Geheimnis zu lüften – und gerät dabei selbst in größte Gefahr.

    Das Buch klang so spannend, dass ich es mir auch gleich besorgt hatte. Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören, heute hab ich es beendet und musste hier erst mal suchen, welcher Eule ich diesen Tipp verdanke. Also, Thriller-Maus : :danke für diesen Hinweis!

    Damals, als es noch Dinosaurier gab es noch keine Smartphones gab und Handys noch lange nicht so verbreitet waren und vor allem nicht nur keine gute, sondern überhaupt keine Kamera enthielten, da habe ich mir auf Reisen oft Postkarten gekauft anstatt mit meiner eher schlechten Kamera für teuer Geld (Fotoapparate brauchten Filme, so lang ist das her) bestenfalls mittelprächtige Fotos zu produzieren. So hatte ich auf jeden Fall sehr schöne Bilder von den Ecken, von denen ich gern Erinnerungsfotos haben wollte. Diese Postkarten habe ich heute noch und für mich sind das keine Postkarten, sondern Andenken. Sie werde ich also ganz sicher nicht verschicken.

    Stattdessen werde ich hemmungslos zuschlagen, wenn mir schöne Karten vor die Füße fallen :grin

    Hallöchen,

    ich habe gerade die Liste samt Vorlieben an xexos geschickt. Leider ging nur pdf. xexos , wenn du mir deine Mailadresse verrätst, schicke ich dir gern auch die Exceldatei und schwöre außerdem, dass ich die Mail-Adresse meistbietend unter deinen Eulen-Groupies versteigern werde. :lache


    Edit: Bei der Teilnehmerliste ganz vorn ist Grinse gar nicht aufgeführt?

    Jenya Ne, Lenkertaschen mag ich nicht so, das ist mir dann zu viel Gedöns am Lenker :lache aber trotzdem danke! Ich schätze, es läuft auf eine Halterung (und vielleicht eine durchsichtige Plastiktüte bei Regen) hinaus.

    Meinst du damit, dass nur die Halterung wetterfest ist, oder auch das Handy geschützt ist? Ich rate dringend davon ab, das Smartphone in einer wasserdichten Hülle bei Sonnenschein am Fahrrad zu haben. Auch bei wenig Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur in der Hülle enorm an und das Gerät kann kaputt gehen.

    Ah, okay, daran habe ich nicht gedacht. :gruebel Ich hätte halt schon gern etwas Wasserfestes, weil es hier doch etwas häufiger regnet, aber ein kaputtes Handy möchte ich natürlich nicht riskieren.


    Dein dritter Link und der Tipp von Tom , das geht in die Richtung an die ich gedacht habe, die werde ich mir mal genauer anschauen! Vielen Dank!

    Ich musste jetzt erst mal im Forum wühlen, bis ich den Ursprungsthread gefunden habe :lupe Ich finde Postkarten nämlich klasse, aber mir war nicht klar, wie genau das hier ablaufen soll. Nun ist mir ein Licht :licht aufgegangen: jede/r TN schreibt an jede/n eine Postkarte. Da wäre ich gern dabei, wie man Postkarten schreibt, weiß ich noch :lache:alter