Beiträge von Tilia Salix

    Zitat

    Zitat: Original von Tilia Salix Heute gibt es kaum noch HC die weniger als 19,90 Euro kosten unglücklich


    Okay, ich habe jetzt mal die Probe auf's Exempel gemacht und musste feststellen - ich lag falsch, der Durchschnittspreis lag auch schon vor 2002 bei 30-40 DM. Mea culpa :-( Aber für die Taschenbücher gilt meine empfundene Preissteigerung von 150% seit 2002 zumindest pimaldaumen.


    Zitat

    Das stimmt so nicht. Vor einigen Jahren wurde die 16,90 Euro-Schiene bei den HCs eingeführt. Davon gibt es bei zig Verlagen genug Beispiele


    Kannst du mir mal Beispiele nennen? Ich grüble gerade, komme aber nur auf irgendwelche Buchclubs ...

    Zitat

    Das stimmt so leider nicht, ich erinnere mich zu DM-Preise noch z.B.: an die Highland-Saga von Diana Gabaldon. Die waren damals auch sehr teuer. Vielleicht kann sich noch jemand an die damaligen HC-Preise genau erinnern. Winken


    Ausnahmen bestätigen die Regel :-)


    Ich will mich nicht hundertprozentig festlegen, aber mein Gefühl sagt mir, dass der durchschnittliche Preis für einen Hardcover-Roman vor Euro-Zeiten ungefähr bei 20 Euro lag.


    Heute gibt es kaum noch HC die weniger als 19,90 Euro kosten :-(

    Ich weiß, man soll es nicht, aber ich tue es trotzdem: 25 Euro waren mal 50 DM und davon konnte ich vor Euro-Einführung fast 3 Hardcover kaufen!
    Klar sind die Preise gestiegen, aber eine Steigerung von 150 % innerhalb von 7 Jahren finde ich dann doch nicht ohne ...


    Ob das der Markt wirklich hergibt, weiß ich nicht. Ich kann nur sagen, dass mich in den letzten Jahren einige Buchpreise gerade von Hardcovern unglaublich ärgern. Und ich hoffe, dass die anderen Verlage nicht nachziehen, glaube es aber nicht wirklich.

    Danke für die Rückmeldung!


    Es passiert tatsächlich nicht allzu viel. Ich fand es aber ganz spannend zu lesen, was sich zwischen den beiden Frauen - machmal auch nur zwischen den Zeilen - abspielt.
    So gesehen - vielleicht den kunsttheoretischen Teil einfach überspringen? :grin


    Ich werde als nächstes Hasenherz von Updike lesen, mal schauen, ob da mehr los ist.

    ... und wollte endlich einmal "Hallo" sagen, nachdem ich nun schon ein paar Tage still und leise durch das Forum schleiche.


    Also:


    Hallo allerseits! :wave


    Ich heiße Monika, bin 34 Jahre alt und - Überraschung - lese gerne.
    (das klingt jetzt irgendwie nach den Anonymen Bookaholics, aber egal)


    Da ich mittlerweile sogar schon Lesetipps von meiner 9jährigen Tochter bekomme, werde ich wohl auch das eine oder andere Kinderbuch hier vorstellen, ansonsten lese ich eigentlich alles, nur bei "Nackenbeißer-History/Fantasy"-Mischungen rollt es mir die Zehennägel hoch. :bonk
    Zum Glück jedoch sind die Geschmäcker verschieden, und ich bin sicher, hier jede Menge passende Leseanregungen und Tipps zu bekommen. Ist ja nicht so, dass wir unsere Bücher mittlerweile bereits im Flur lagern :grin


    Neben Büchern trollen sich u.a. noch ein Ehemann, bereits erwähnte Tochter und zwei verrückte Katzentiere durch mein Leben.
    Die Bücher sind dabei eindeutig die Pflegeleichtesten. Und zahlenmäßig sowieso in der Überzahl.


    Ich freu mich darauf, mich mit euch über meine Lieblinge auszutauschen!


    Liebe Grüße,
    Monika

    Zum Inhalt:
    Hope, 78, die bekannte Malerin und Witwe berühmter Maler, wird von der jungen Kunsthistorikerin Kathryn interviewt. In Hopes drei Ehen spielte Kunst die Hauptrolle: Sie war mit einem Maler des Abstrakten Expressionismus, der Pop-Art und danach mit einem Sammler verheiratet. Hope und Kathryn wechseln ihre Rollen, sind bald Tochter und Mutter, Therapeutin und Patientin, Jägerin und Beute. Nie hat jemand die Geschichte der amerikanischen Malerei des 20. Jahrhunderts amüsanter und ironischer beschrieben.


    Über den Autor:
    John Updike bei Wikipedia
    John Updike bei Rowohlt


    Meine Meinung
    Sucht mein Angesicht war der erste Roman Updikes, den ich gelesen habe. Besonders angesprochen hat mich dabei weniger das eigentliche Thema - von amerikanischer Kunstgeschichte habe ich absolut keine Ahnung - sondern vielmehr die ungewöhnliche Darstellung: die gesamte Handlung spielt sich innnerhalb des engen Rahmens eines mehrstündigen Interviews ab, das bis auf wenige Ausnahmen aus der Perspektive Hopes widergegeben wird. Dementsprechend hat das Buch keinerlei Kapitelunterteilung, was es mir schwer gemacht hat, nach einer Unterbrechung wieder in den Text zu kommen. Im Idealfall liest man das Buch wohl besser an einem Stück.


    Der Schwerpunkt des Romans bildet sicherlich die amerikanische Kunstgeschichte der Nachkriegszeit - Hopes erster Ehemann Zack ist an Jackson-Pollock angelehnt und auch in den weiteren Figuren lassen sich anhand der detailliert beschriebenen Kunstwerken eine Vielzahl von Künstlern wiederfinden. Aber auch ohne entsprechende Vorbildung läßt sich das Buch mit Genuß lesen, denn Updike erzählt mit sicherem Gespür für Atmosphäre und mit Liebe zum Detail. Besonderes Augenmerk legt Updike dabei auf die psychologische Situation des Interviews - die verschieden Stadien, die die Beziehung zwischen Hope und der Interviewerin Kathryn durchläuft, sind spannend zu lesen und waren für mich als kunstgeschichtlich absolut Unvorbelastete das Highlight im Roman.


    Fazit: Um das Buch wirklich voll genießen zu können sollte man möglichst viel an einem Stück lesen können und zumindest kunstgeschichtliche Grundkenntnisse haben. Ansonsten: Lesespaß mit der einen oder anderen Länge.

    Es ist zwar schon etwas her, dass ich das Buch gelesen habe, trotzdem wage ich zu behaupten, dass du nach dem Lesen ganz sicher völlig andere Assoziationen beim Namen Pokorny haben wirst als ausgerechnet deinen ehemaligen Mathelehrer :grin