Beiträge von Zwergin

    Johanna glaube ich mittlerweile kein Wort mehr, mit ihrem Willi ist auf jeden Fall etwas oberfaul, ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass er die entstellende Verletzung nur vortäuscht und jetzt mordet, weil die alten Kameraden ihm auf die Schliche gekommen sind.


    Mittlerweile finde ich die Erklärungen zur Psychoanalyse besser in die Geschichte eingebaut, z.B. durch das Gespräch von Vera mit ihrem Mentor, liest sich jetzt viel flüssiger.


    Alma ist wirklich ein Trampeltier, manchmal muss ich mich beim Lesen fast ein bisschen fremdschämen, so nach dem Motto "Oh Gott, wie kann die nur?!", aber irgendwie mag ich sie.


    Auf die Hafenschwestern bin ich auch schon sehr gespannt

    Ravi ist sehr distanziert und einfach ein Ekel. Er will Tara schon mit 5 Jahren aufs Internat schicken. Und dann seine Seitenhiebe, daß Tara ja als Kastenloser Mischling eh keine oder nur eine geringe Chance auf dem Heiratsmarkt hätte. Das ist einfach nur geschmacklos.

    Ja Ravi ist ein Ekel und damit, dass er Tara schon so früh ins Internat schicken will, will er auf jeden Fall vor allem Gesa treffen.

    Prinzipiell denke ich aber, dass er mit dem Internat das Beste für seine Tocher will, dass sie eine Kastenlose ist und damit in der indischen Gesellschaft einen extrem schweren Stand haben wird, ist eine Tatsache und das einzige, das Ravi für sie tun kann, ist für eine ordentliche Schulbildung zu sorgen.

    Hmmh, ich fand, vor allem bei dem Gespräch nach der Beerdigung, Vera deutlich übergriffiger als Alma. :gruebel

    Zur guten Reporterin fehlt Alma aber wirklich noch einiges, aber das gesznde Selbstbewusstsein, dass frau fpr den Job mit Sicherheit braucht, hat sue auf jeden Fall schonmal.

    MelanieM


    Gib zu, beim Schreiben der Familienfeier mit dem Eklat wegen "Schnipp-Schnapp" hattest Du sicher auch Spaß. :lache

    Und ich beim Lesen auch. :lache

    Ich bin auch gut ins Buch gestartet, allerdings gefallen mir die Abschnitte mit Karl Bender und Abel Bernstein deutlich besser. Vera empfinde ich noch als sehr unnahbar, sie scheint ihren Beruf so gar nicht ablegen zu können und analysiert ständig alle Menschen, die ihr begegnen, für mich macht sie das irgendwie unsympathisch.

    Marions Idee Tara über die Staatsbürgerschaft aus der Ehe zu retten ist ja erstmal gar nicht schlecht, aber ihre Aktion Kiran so zur Rede zu stellen ist einfach nur dämlich, sie lebt doch jetzt auch schon eine Zeitlang in Indien und müsste doch auch mal was von dem seltsamen Ehrbegriff indischer Männer mitbekommen haben.



    In diesem Abschnitt erfährt einmal mehr, wie krank Paulas Eltern sind, als der Vater ihre Katze Minka tötet.

    Und noch ein Extrem drauf... hätte nicht sein müssen, ist mir zu übertrieben insgesamt.



    Dass Sonia sich allerdings als weitere Tochter Ravis mit einer Geliebten herausstellte, hätte ich jetzt nicht auch noch gebraucht, das war mir dann doch zu sehr Drama.

    Das ging mir auch so.



    Das Happy End für Gesa und James fand ich auch schön.


    Überhaupt Gesas Leben in Rathore. Meine Güte, sie hat es nicht leicht und Ravi macht es ihr auch nicht leicht. Er erinnert sie wieder daran, dass sie eine Kastenlose ist, dementsprechend also auch nicht wirklich auf den Dinnerpartys gewollt ist. Vielleicht ist es aber auch nur Ravi, der sie nicht dabei haben will, um seinem Ansehen nicht zu schaden. Ich denke mal, Mischehen mit Kastenlosen, dazu noch mit einer Ausländerin, wurden nicht gern gesehen.

    So weit ich das weiß, war eine Heirat außerhalb der eigenen Kaste ein absolutes Tabu, auf dem Land ist das wohl bis heute so und die Heirat mit Ausländerinnen fällt da bestimmt auch rein, deswegen kommt Ravi wahrscheinlich auch beruflich nicht von der Stelle.

    Ravi ist und bleibt ein Ekel, kann man einfach nicht anders sagen, bei Paula bin ich aber anderer Meinung. Klar, man belauscht keine Gespräche und fremde Briefe liest man schonmal grad gar nicht, trotzdem finde ich Paulas Verhalten nicht so schrecklich. Ich habe bei den ganzen verschiedenen Zeitebenen den Überblick verloren, wie alt sie in dem Moment ist, auf jeden Fall noch ein Teenager, der umbedingt wissen möchte, was mit ihrer Freundin, ihrem Vorbild passiert ist, da kann ich verstehen und verzeihen, dass sie lauscht und Briefe öffnet.

    Ja gut wegschmökern lässt sich das Buch wirklich, allerdings wirkt die Erzählweise auf mich immer noch sehr distanziert.

    Paulas Eltern empfinde ich als ziemlich überzeichnet, da trifft sich wirklich jedes Klischee über schlechte Eltern, jetzt noch das völlige Desinteresse angesichts des Krieges quasi vor der Haustür der Schule.



    Aber ich empfinde die Lektüre auch als bedrückend: wo und zu wem man auch blickt, keiner ist so richtig glücklich. Die Protagonisten stecken in lieblosen Beziehungen und dürfen/können ihre Leben nicht so leben, wie sie es gerne würden.

    Das gefällt mir gut an dem Buch, diese für mein Empfinden sehr realistische Darstellung des Lebens in der strengen, patriarchalischen Gesellschaft Indiens, unter der natürlich vor allem die Frauen zu leiden haben.

    Ich habe lange überlegt, ob ich mich auf dieses Buch einlassen will, eine Geschichte, die 1978 spielt, in der aber alle historischen Perönlichkeiten durch fiktive ersetzt sind, das hat mich etwas abgeschreckt und auch eine deutsche Außenministerin gab es ja auch erst deutlich später ;-).

    Nachdem ich nach den ersten paar Seiten aufgehört habe, ständig zu überlegen, wer wer sein könnte und mich auf die Story eingelassen habe, hat mir das Buch gut gefallen, genauso hätte es gewesen sein können, wenn damals eine Frau auf dem höchsten politischen Parkett in Deutschland so in Erscheinung getreten wäre.

    Sehr gut gefallen hat mir auch der Erzählstrang in Teheran, der auch gerne noch etwas größer hätte ausfallen können.

    Das sehr offene Ende hat mich nicht weiter gestört, aber leider bleiben alle Nebencharaktere völlig blass, obwohl sie erst sehr ausführlich eingeführt werden, vor allem von den Frauen in Catharinas Umfeld hatte ich mehr erwartet.


    7/10 Punkten

    Ich habe dieses Jahr noch gar keinen Klassiker gelesen :yikes da kommt diese SuB-Leiche gerade recht!



    Januar

    Helden des Olymp 3 - Das Zeichen der Athene; Rick Rhiordan

    Februar

    Helden des Olymp 4 - Das Haus des Hades; Rick Rhiordan

    Marianengraben - Jasmin Schreiber

    März

    Nimm Herrin diesen Kranz -Andrea Schacht

    April

    Die englische Freundin - Tracy Chevalier

    Mai

    Rattentanz - Michael Tietz

    Juni

    Eifel-Schnee Jacques - Berndorf

    Juli

    Die Brandmauer - Henning Mankell

    Die Glocken von Vineta - Charlotte Lyne

    August

    Königskinder - Alex Capus

    September
    Revival - Stephen King
    Oktober
    Helix - Marc Elsberg

    November

    Ein Yankee aus Connecticut an König Artus Hof



    ASIN/ISBN: B0CW8THS51

    Ich weiß nicht, irgendwie werde ich nicht so richtig warm mit dem Buch, ich finde die Figuren alle sehr blass und distanziert geschildert, das Ganze liest sich für mich eher wie ein Bericht, als wie ein lebendiger Roman.


    Ravi ist ein typisch indischer Mann seiner Zeit, Frauen zählen nichts, sind nur dafür da möglichst viele Söhne in die Welt zu setzen.

    Von daher hat mich sein Umgang mit Madhavi nicht überrascht. Ob ihre Familie wusste, dass Ravi sie so weggesperrt hat? Dieser ominösen Bettelmönch scheint ja ihr Bruder zu sein, dem sie wohl doch etwas bedeutet.


    Ich weiß noch nicht so recht, wie ich die Szenen rund um den mysteriösen Mönch einordnen soll, der ihr rät, auf ihre Tochter aufzupassen – Tara, die aber erst viele Monate später auf die Welt kommt, entstanden in einer kurzen Phase, in der Ravi wieder „der alte“ zu sein schien.


    Dieser Mönch „führt“ sie – zumindest war das mein Empfinden – in einen Tempel zu Madhavi. Doch dies ist nur eine Art Vision, denn als sie zurück kehrt, liegt Madhavi tot aufgebahrt bei ihnen zuhause. Diese Szene konnte ich für mich nicht so recht einorden. :gruebel

    Diesen Part rund um den Mönch und diese seltsame Vision kann ich auch noch gar nicht einordnen, bisher stört es mich sehr, dass jetzt auch noch so was Übersinnliches eingebaut werden musste.


    Trotz allem Gemecker bin ich gespannt, ob Gesa die Flucht gelingt...

    In Deutschland zu bleiben wäre sicher keine Alternative gewesen und dass Ravi seine erste Frau verschweigt, daran hätte ja auch das beste Lexikon-Wissen über Indien nichts geändert.

    Ich hoffe für Gesa, dass es im neuen Haus, weg von den missgünstigen Schwiegereltern besser für sie wird.

    In Paulas Kindheit wird aber auch einfach alles reingestopft, lieblose Mutter, gewalttätiger Vater, traumatischer Aufenthalt im Kinderheim und das alles im wenigen Sätzen, das ist mir zu viel.

    Die Abschnitte über Gesa gefallen mir dagegen gut. Zwar finde ich sie unglaublich naiv, wie sie sich, bestärkt nur durch ein paar Briefe von Ravi, in ein Land aufmacht von dem sie so gar nichts weiß zu einem Mann den sie eigentlich gar nicht kennt, aber ich kann ihre Entscheidung nachvollziehen, welche Zukunft hätte sie auch, allein mit einem dunkelhäutigen Kind in Nazi-Deutschland?


    Ich vermute auch, dass Ravi ihre Briefe verschwinden lässt...

    Ich bin auch dabei :-]

    Zu Beginn habe ich den Roman gerne gelesen.

    Das Geschehen um Elias Erkrankung ist dann aber doch arg übertrieben, unwahrscheinlich und sogar unglaubwürdig.

    Na, immerhin habe ich etwa 200 Seiten Freude am Roman gehabt.

    Mir ging es genauso. Die erste Hälfte habe ich gerne gelesen, auch wenn ich da auch schon immer mal gedacht habe, das kann Arenz aber eigentlich besser.

    Danach war einfach alles furchtbar übertrieben, die Erkrankung von Elias genauso wie das Verhalten von Clara. Ein bisschen weniger Drama überall, wäre gut gewesen.