Beiträge von fictionmaster

    • Herausgeber ‏ : ‎ HarperCollins; 1. Edition (27. September 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 336 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3365001301
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3365001301


    ASIN/ISBN: 3365001301


    Über die Autorin:

    JUTTA HOFFRITZ, Jahrgang 1966, hat in Würzburg, New York und Berlin Volkswirtschaft studiert. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie für Die Zeit u.a. über die Geschichte der Geldpolitik. Nebenher verfasst sie Beiträge für den Deutschlandfunk. Sie denkt über Inflation nach, seit ihr ihre Großmutter von ihren Erlebnissen im Ruhrgebiet des Jahres 1923 berichtete. Ein »Kalenderblatt«, das sie zum 150. Geburtstag des Inflationsgewinners Hugo Stinnes für den Deutschlandfunk verfasste, gab den Anstoß für dieses Buch. Jutta Hoffritz lebt und schreibt in Hamburg.



    Inhaltsangabe:

    1923 wird zum politischen und ökonomischen Wendejahr für Deutschland. Zwischen schwindelerregenden Brotpreisen, eskapistischen Tanzabenden, der folgenreichen Ruhrbesetzung und der Einführung der Rentenmark begleitet Jutta Hoffritz vier Deutsche durch das Jahr. Durch ihren Kampf. Ihren Alltag. Ihre Verhängnisse.

    Wir erleben, wie Anita Berber – Berlins begehrteste Tänzerin – auf dem Zenit ihrer Karriere dem Rausch verfällt, wie Ruhrbaron Hugo Stinnes das Kalkül der Besatzer unterläuft und das Kohlekontor an die Alster verlegt, wie Reichsbankpräsident Rudolf Havenstein den Reparationsboykott finanziert und die Hyperinflation schürt, wie Käthe Kollwitz ihren Liebeskummer besiegt und das allgemeine Elend auf Plakaten festhält.

    Über ein Jahr und seine Menschen. Über eine Zeit, in der Deutschlands Zukunft auf des Messers Schneide stand – und die unserer heutigen mehr gleicht, als uns lieb ist.

    »Was die Wirtschaft betrifft, so sind von Dir angekommen 60 Millionen. Im übrigen hab ich für Lichtrechnung ausgelegt 34 Millionen, für Vorwärts 6 Millionen. Die Quittungen liegen bei den Briefen. Dann an Frau Fechter 4 Millionen und noch zur Wirtschaft erst 50 dann 20 Millionen zusammen 114 Millionen. Bei der Wiedergabe musst du abziehen, was ich hier gegessen habe. Nun lebt wohl und seid gegrüßt, die Zeit hier bei Euch war mir schön.

    Eure Mutter.«

    Käthe Kollwitz an ihren Sohn Hans, September 1923

    Meine Kritik:

    1923 war ein schwieriges Jahr. Deutschland litt an den Nachwirkungen des verlorenen Weltkriegs und kämpfte gegen Hunger, Krankheiten und Hyperinflation. In dem Buch versucht Unternehmer Hugo Stinnes, der Sache auf der wirtschaftlichen Ebene Herr zu werden, während Käthe Kollwitz und Anita Berber die künstlerische und kulturelle Sichtweise abdecken. Über den Kölner Oberbürgermeister und späteren Bundeskanzler Konrad Adenauer erfahren wir von den politischen Methoden, mit den vielen Krisen klarzukommen. Hauptsächlich an diesen vier Personen macht Autorin Jutta Hoffritz ihren Geschichtskurs fest, berichtet separat in jedem einzelnen Monat des Jahres davon, was diese Personen und die Menschen um sie herum erlebten, erduldeten und unternahmen. Dadurch ergibt sich eine komplexe Sammlung von Fakten und Eindrücken der damaligen Zeit, gepaart mit Erklärungen über die historische Zusammenhänge. Es ist wie eine überlange Geschichtsstunde, bei der man allerdings öfters mal eine Pause einlegen muss, damit das Buch nicht zum puren Infodumping verkommt. Ausgiebig recherchiert hat Jutta Hoffritz für ihr Buch auf jeden Fall. In seiner Machart erinnert es an Bill Brysons „Sommer 1927“, nur dass dort ein anderer Zeitpunkt der Weltgeschichte abgedeckt wird und es bei ihm vorwiegend um die USA geht. In „1923 und seine Folgen“ hingegen steht Deutschland klar im Vordergrund, auch wenn für das bessere Verständnis auch öfters Vergleiche und Einflüsse aus den Nachbarländern aufgegriffen werden.

    Offiziell ist der 20-jährige Jesper Lier zum Studieren nach Berlin gekommen. An der Uni ist er zwar angemeldet, geht jedoch nie hin, weil er sich tagsüber lieber mit Praktika über Wasser hält und nachts an seinem immer weiter ausufernden Romandebüt arbeitet. Sein einziger Freund ist Gustav, der immer wieder bei ihm vorbeischaut und dafür sorgt, dass Jesper nicht völlig verwahrlost. So führt er eher ein tristes Dasein in seiner Kellerwohnung am Prenzlauer Berg. Das ändert sich, als er die lebenslustige Miriam trifft und sich wenig später sein Kumpel Frank zu Besuch anmeldet. Durch sie erlebt er eine Menge kuriose Dinge, spürt aber selbst da, dass ihm sein Leben zunehmend entgleitet.

    Der Roman begrifft interessant, doch schon bald erweckt Jespers Leidensgeschichte den Anschein, dass der Autor einfach darauf losgeschrieben hat, ohne recht zu wissen, was in der Geschichte alles passieren wird. Das passt zwar zur Verlorenheit der Figur, dennoch hangelt sich der Protagonist im Mittelteil von einer Episode zur nächsten, während die Rahmenhandlung nur lose von einem dünnen Faden zusammengehalten wird. Erst zum Ende hin fügt sich alles wieder zu einem Guss einander. Dadurch bleibt der „Spinner“ ein vielversprechender Ansatz mit Luft nach oben.

    Vor 15 Jahren war Alex ein blutjunger Kripo-Kommissar und die Ermordung eines kleinen Mädchens eine seiner ersten Ermittlungen. Gemeinsam mit seinem Partner deckt er tatsächlich auf, wer für den Tod des Kindes verantwortlich ist – obgleich am Ende etliche offene Fragen zurückbleiben. In der Gegenwart verschwindet erneut ein Mädchen und in der Nähe des Tatorts wohnt der frisch aus der Haft entlassene frühere Hauptverdächtige. Dies kann kein Zufall sein, vermuten Alex und sein Kollege und beginnen zu ermitteln. Doch ihre Ermittlungen erstrecken sich nicht nur auf die Gegenwart, auch die offenen Fragen der Vergangenheit erhalten auf einmal wieder große Bedeutung.

    Mit „Das Wesen“ ist Arno Strobel ein packender Psychothriller gelungen. Dadurch, dass die Geschichte auf mehreren Zeitebenen spielt, muss man genau aufpassen, was wann passiert, um mit der straff erzählten Handlung mitzukommen. Der Schreibstil ist etwas reißerisch und in bester Fitzek-Manier. Wer das mag, bekommt hier einen guten Nervenkitzel und zahlreiche überraschende Wendungen geboten.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag; 1. Edition (14. September 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 480 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453273869
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453273863

    ASIN/ISBN: 3453273869


    Über den Autor:

    KARSTEN DUSSE, Jahrgang 1973, Rechtsanwalt, Studium in Bonn, Lausanne und Los Angeles. Nach erfolgreicher Tätigkeit als Drehbuch- und Sachbuchautor wurde sein Debütroman ACHTSAM MORDEN zum meistverkauften Taschenbuch des Jahres 2020. Seine Romane wurden bislang in 19 Sprachen übersetzt und stehen regelmäßig an der Spitze der Bestsellerlisten. Ausgezeichnet wurde seine Arbeit mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Deutschen Comedypreis und dem Deutschen Hörbuchpreis. Seine Hörbücher haben Gold- und Platin-Status erreicht.



    Meine Kritik:

    Wenn die Vergangenheit deines Therapeuten deiner Zukunft im Weg steht, ist es Zeit, im Hier und Jetzt zu leben. Björn Diemel will reden: sowohl über die Einschulung seiner Tochter als auch über das Tantra-Seminar, das er aus Versehen mit seiner Ex-Frau besucht hat. Leider hat ein Unbekannter Björns Achtsamkeitstrainer, Joschka Breitner, krankenhausreif geprügelt – bei dem Versuch, dessen Tagebuch an sich zu bringen. Björn entwendet kurzerhand selbst die Aufzeichnungen seines Therapeuten und macht sich auf die Suche nach dem Täter. Als er entdeckt, dass Joschka Breitner in den frühen 1980er Jahren ein Anhänger Bhagwans war, wird das Tagebuch das Ticket zu einer Reise in die Kinderstube der Achtsamkeit. Der Weg führt nach Indien und in die USA, zu Lebensfreude und Todesgefahr, zu zeitlos erhellenden Weisheiten und den ganz normalen Abgründen der menschlichen Seele.



    Meine Kritik:

    Um achtsamer durchs Leben zu gehen, geht Anwalt Björn Diemel einmal im Monat zu seinem Psycho-Coach Joschka Breitner. Als er dort eine Zeitschrift mit einem Tantra-Artikel entdeckt, deutet das so, dass sein Coach ihn subtil zu dem Seminar lotsen möchte. Also meldet sich Björn zusammen mit seiner Ex-Frau Katharina zu seinem solchen tantrischen Sex-Kurs an und hofft auf ein vielversprechendes Wochenende. Allerdings ist die Teilnehmerzahl stark begrenzt und der Tantra-Lehrer Günther ein viel zu eitler Gockel. Also brechen die zwei das Seminar ab – und staunen nicht schlecht, als sie ein paar Tage darauf einen anderen Kursteilnehmer bei der Einschulung ihrer Tochter wiedertreffen. Dann wird auf einmal Björns Coach Joschka Breitner angegriffen und alles erhält eine fatale Eigendynamik.

    „Achtsam morden im Hier und Jetzt“ ist der vierte Band von Karsten Dusses Achtsam-Reihe. Obwohl sämtliche Bände abgeschlossen sind und alle wichtigen Dinge erklärt werden, ist es ratsam, vorher die ersten drei Teile zu lesen. Die Geschichte wird im typischen Dusse-Stil (aus der Ich-Perspektive) erzählt und man erhält parallel zur Handlung zahlreiche Achtsamkeits-Weisheiten, mit denen sich der Protagonist herumschlagen muss. An jedem Kapitelanfang werden weitere solche klugen Ratschläge zum Besten geben. Das ist anfangs interessiert, irgendwann jedoch anstrengend. Auch die Vita des Therapeuten hätte man kürzer fassen können, obgleich die am Ende durchaus ihre Daseinsberechtigung erhält. Schön fand ich, dass es (erneut) einiges an Wortwitz gibt und es um das aktuelle Zeitgeschehen, inklusive Gendern, Veganes Leben und Elektro-Autos geht.

    Und da wir schon bei Vergleichsfragen sind, das klingt ein bisschen ähnlich wie "Der Talisman".

    Den ich liebe, von daher klingt das sehr verführerisch. Auf jeden Fall vielen Dank für die Rezension!


    Jein. Den "Talisman" fand ich (als ich ihn vor über zwanzig Jahren gelesen habe) super. "Fairy Tale" ist nur gut - auch wenn der Vergleich etwas hinkt.

    Man könnte "Fairy Tale" als reifere/spätere Version von "Talisman" bezeichnen. Wenn dir das eine Buch gefallen wird, wirst du sicherlich auch mit dem anderen deinen Spaß haben. Da habe ich keinen Zweifel.

    Ist das qualitativ gleichzusetzen mit "Love" (falls du das gelesen hast)?


    Ich kenne "Love" und halte es für einen der lahmsten und langweiligsten King-Romane überhaupt. Daher würde ich "Fairy Tale" auf keinen Fall mit dem Buch gleichsetzen. So emotional tief und persönlich wie "Love" ist das Märchenbuch nicht. Besonders der erste Teil ist zwar recht mitfühlsam, allerdings passiert in "Fairy Tale" DEUTLICH mehr als in "Love", es ist auch um einiges actionreicher.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag (14. September 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 880 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453273990
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453273993
    • Originaltitel ‏ : ‎ Fairy Tale

    ASIN/ISBN: 3453273990



    Über den Autor:

    Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.



    Inhaltsangabe:

    Der siebzehnjährige Charlie Reade hat kein leichtes Leben. Seine Mutter starb, als er drei war, und sein Vater ist dem Alkohol verfallen. Eines Tages offenbart ihm der von allen gemiedene mysteriöse Nachbar auf dem Sterbebett ein Geheimnis, das Charlie schließlich auf eine abenteuerliche Reise in eine andere, fremde Welt führt. Dort treiben mächtige Kreaturen ihr Unwesen. Die unterdrückten Einwohner sehen in Charlie ihren Retter. Aber dazu muss er erst die Prinzessin, die rechtmäßige Gebieterin des fantastischen Märchenreichs, von ihrem grausamen Leiden befreien.



    Meine Kritik:

    Teenager Charlie Reade lebt alleine mit seinem Vater in einer Kleinstadt in Illinois. Kurz vor seinem letzten High-School-Jahr hört er bei einem alten Haus das Winseln eines Schäferhundes. Er folgt dem Tier ins Haus und trifft darauf auf den Einsiedler Howard Bowditch, der von der Leiter gefallen ist und sich dabei das Bein gebrochen hat. Charlie ruft den Notarzt und kümmert sich während Bowditchs Krankenhausaufenthalt um dessen Hündin Radar. Im Laufe der Zeit freundet er sich nicht nur mit ihr, sondern auch dem Einsiedler an. Irgendwann verrät der alte Mann ihm, dass er weit über hundert Jahre alt ist und sich in einem mysteriösen Andersland schon mehrfach verjüngen lassen hat. In dieses märchenhafte Reich gelangt man angeblich durch einen Brunnen in Mr. Bowditch Schuppen. Charlie probiert es aus und findet sich tatsächlich in einer fremden Welt mit kuriosen Gestalten und gigantischen Insekten wieder. Doch das ist nicht das einzige Problem: Die Welt und ein Großteil ihrer Bewohner sind krank. Bevor Charlie herausfinden kann, was es damit auf sich hat, wird er gefangengenommen und zu brutalen Gladiatorenkämpfe gezwungen.

    Obwohl es in „Fairy Tale“ um Märchen und eine Märchenwelt geht, und Stephen King über zahlreiche Erfahrungen mit dem Erschaffen fremder Welten besitzt, war es vor allem der Romananfang, der mich in seinen Bann gezogen hat. Daher fand ich es absolut nicht störend, dass Charlies berührende Lebens- und Leidensgeschichte das gesamte erste Drittel der Handlung einnimmt. Seine Reise in die andere Welt ist zwar ebenfalls interessant, allerdings fand ich, dass hier alles etwas gemächlicher und nicht mehr ganz so packend zuging. Schön fand ich, wie rührend der Teenager sich um die alte Radar gekümmert hat. Überhaupt scheint es sich beim Großteil der Story um einen Abgesang auf die Jugend zu handeln. „Fairy Tale“ ist zweifelsohne eine gute Geschichte, zu Kings Glanzleistungen würde ich den Roman jedoch nicht zählen.

    Meine Kinder lesen leider auch nicht halb so viel, wie es mir lieb wäre. Mit Comics (Lustige Taschenbücher, Asterix, Lucky Luke) kann ich sie zwar überreden, aber mit wirklich großem Interesse verfolgen sie die Geschichten nicht. Dafür ist die elektronische Konkurrenz einfach zu stark ...

    Im Jahr 2064 ist die Digitalisierung der Welt weit fortgeschritten. Jeder Mensch erhält ein bedingungsloses Grundeinkommen, das sogenannte Freiheitsgeld, und muss nicht mehr arbeiten. Einige tun es dennoch. Unter anderem Ahmad Müller, der schon immer Polizist werden wollte. Oder Valentin, der seinen neuen Job allerdings bald bereut, weil seine Chefin von ihm nicht nur regelmäßig Blut- , sondern auch Spermaproben von ihm haben möchte. Nur aus Angst, seinen Posten zu verlieren und dann mit seiner Frau wieder aus der schicken neuen Wohnung ausziehen zu müssen, willigt er ein. Anfangs geht es in der Geschichte ausschließlich um das Leben in der Zukunft. Man lernt die Hauptfiguren und ihre Welt kennen. Erst nach rund einem Drittel setzt die tatsächliche Handlung ein und es kommt zu einem ersten Todesfall. Durch seine gemächliche Erzählreise ist der Roman daher als Krimi ungeeignet. „Freiheitsgeld“ ist vielmehr eine Gesellschaftskritik mit Krimi-Elementen. Die eigentliche Stärke des Romans ist sein ziemlich realistisches Zukunftsszenario mit etlichen Spitzen und Kritiken an der heutigen Welt. Wer sich auf dieses interessante Konzept einlässt, wird mit dem Roman sehr viel Spaß haben und auch den einen oder anderen Denkanstoß erhalten.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (24. August 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 448 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442206316
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442206315
    • Originaltitel ‏ : ‎ The Match


    ASIN/ISBN: 3442206316



    Über den Autor:

    Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine Thriller wurden bisher in 45 Sprachen übersetzt, erobern regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten und wurde zu großen Teilen verfilmt. Harlan Coben, der als erster Autor mit den drei bedeutendsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet wurde – dem Edgar Award, dem Shamus Award und dem Anthony Award –, gilt als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Familie in New Jersey.



    Inhaltsangabe:

    Der neue Thriller von Harlan Coben mit dem zweiten Fall für Wilde - Privatdetektiv Wilde ist dafür bekannt, jedem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Das größte jedoch trägt er selbst mit sich herum. Denn als kleiner Junge wurde er in den Wäldern der Appalachen gefunden – ohne Erinnerung, wie er dort hinkam, ohne jegliches Wissen über seine Eltern. Seither ist er auf der Suche nach seiner Vergangenheit. Als er eines Tages endlich eine heiße Fährte aufnimmt, stellt sich heraus, dass seine mysteriöse Herkunft mit einem aktuellen Vermisstenfall verknüpft scheint – und mit einem vermeintlichen Selbstmord. Und je näher Wilde seiner eigenen Geschichte kommt, desto gefährlicher wird seine Suche ...



    Meine Kritik:

    In seinem zweiten Fall hat sich Privatdetektiv Wilde endlich dazu durchgerungen, nach seinen leiblichen Eltern zu suchen. Er versucht sein Glück über eine Online-Ahnensuchseite und landet dabei tatsächlich einen Treffer. Über Umwege findet er die Identität der anderen Person heraus und stößt dabei auf viele neue Fragen. Offenbar hat er einen Halbbruder, der an einer Reality-Show teilgenommen hat und nun nach einem gewaltigen Shitstorm vermisst wird. Noch während Wilde anfängt, Nachforschungen dazu anzustellen, gibt es den ersten Todesfall. Und Wilde ist auf einmal der Hauptverdächtige.

    „Was im Dunkeln liegt“ ist ein typischer Harlan-Coben-Thriller: Jemand lebt sein (mehr oder minder) normales Leben und wird auf einmal in jede Menge unnormale Ereignisse verwickelt. Zusätzlich dazu geht es um Reality Shows, soziale Medien und das Internet. Man erfährt viel über die Schattenseiten des Ruhms und begleitet den Protagonisten bereitwillig bei dessen Nachforschungen. Lange Zeit hat man überhaupt keinen Plan, worauf alles hinauslaufen könnte, bis sich am Ende auf einmal viele Puzzle-Teile zusammensetzen. Ein typischer Harlan-Coben-Thriller eben.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Droemer TB; 2. Edition (1. September 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 400 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426307103
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426307106


    ASIN/ISBN: 3426307103


    Über den Autor:

    Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor von zwölf Spiegel-Bestsellern, Ex-Banker und Experte für internationale Wirtschaft und Finanzwesen und berät zahlreiche internationale Unternehmen. Seine Thriller garantieren hochspannende, brisante und top recherchierte Unterhaltung, die der Realität manchmal nur einen kleinen Schritt voraus sind.



    Inhaltsangabe:

    Knallhart & beängstigend realistisch: »Die Filiale« ist der erste Band von Veit Etzolds großer Thriller-Reihe um Laura Jacobs, die als richtige Frau im falschen Job in einen mörderischen Finanzskandal verwickelt wird.

    Laura Jacobs kann es kaum glauben, als sie den Brief ihres Arbeitgebers öffnet: Eben noch hat sie bei einem Banküberfall auf ihre Filiale ein Blutbad verhindert – jetzt hält sie die Kündigung für den Mietvertrag ihres Zuhauses in der Hand! Die Bank, der neben Lauras Haus eine ganze Reihe von Immobilien in Berlin gehört, will die Grundstücke an einen Investor verkaufen. Lediglich Lauras früherer Chef hält zu ihr und stellt sich gegen das Geschäft. Doch als er sich plötzlich für den Mord an einer Prostituierten verantworten muss, wird Laura klar, dass sie es mit etwas weitaus Schlimmerem als einem gierigen Immobilienhai zu tun hat …



    Meine Kritik:

    Für Bankberaterin Laura Jacobs kommt es knüppeldick: Zuerst erhält sie die Kündigung für ihr von der Bank gemietetes Haus, dann wird auf einmal ihre Berliner Bankfiliale von bewaffneten Räubern überfallen. Weil sie bei letzterem die Nerven behält, sieht es zunächst so aus, als könnte sich alles zum Guten wenden. Ihr wird die stellvertretende Filialleitung angeboten und Laura sagt zu. Doch noch bevor sie den Job antreten kann, werden auf einmal hohe Geldüberweisungen mit Lauras Kennung durchgeführt. Zudem verzockt ihr Ehemann Timo innerhalb weniger Tage 30.000 Euro bei schlechten Aktienkäufen. Auf einmal scheint Lauras komplettes Leben aus den Fugen geraten zu sein. Und es wird alles noch sehr viel schlimmer …

    „Die Filiale“ ist Veit Etzolds erster Band einer neuen Thriller-Reihe um die Bankberaterin Laura Jacobs. Ein Großteil der Geschichte hat mit dem Kreditwesen und all den negativen Dingen zu tun, die einem in der Finanzwelt passieren zu können. So bekommt man neben der Thrillerstory noch einiges über das Investmentgeschäft und das Bankwesen im Allgemeinen mit. Man spürt deutlich, dass Autor Veit Etzold Ahnung von der Materie hat. Trotz der eigentlich trocknen Wirtschaftsthemen ist die Geschichte zu keiner Zeit langweilig. Im Gegenteil: Man leidet mit Laura und spürt, wie sich die Schlinge um ihren Hals immer weiter zuzuziehen scheint. Daher bin ich schon sehr gespannt, wie es mit Laura im nächsten Band weitergehen wird.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Pendragon; Deutsche Erstausgabe Edition (27. Juli 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 688 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3865328113
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3865328113
    • Originaltitel ‏ : ‎ Creole Belle


    ASIN/ISBN: 3865328113


    Über den Autor:

    James Lee Burke wurde 1936 in Houston / Texas geboren und wuchs in Louisiana auf. Aus der Dave-Robicheaux-Reihe wurden zwei Krimis verfilmt: »Mississippi Delta« (»Blut in den Bayous«) mit Alec Baldwin in der Hauptrolle und »Mord in ­Louisiana« (»Im Schatten der Mangroven«) mit Tommy Lee Jones.


    Inhaltsangabe:

    Die Explosion einer Ölbohrinsel verursacht eine Umweltkatas­trophe unvorstellbaren Ausmaßes an der Küste Louisianas. Die Natur wird Jahre brauchen, um sich davon zu erholen. Auch Detective Dave Robicheaux müsste sich eigentlich erholen: von einer Verletzung, die ihn beinahe das Leben kostete. Doch als eine junge Frau brutal ermordet wird und sich niemand für das ­Opfer zu interessieren scheint, übernimmt er den Fall. Für Robicheaux wird schnell klar, dass zwischen der Explosion und dem Mord ein Zusammenhang besteht. Seine Ermittlungen führen ihn dieses Mal nicht in dunkle Gassen und schäbige Absteigen, vielmehr sind es noble ­Villen und Herrenhäuser – Orte, an denen selbst die Polizei ­machtlos scheint. Zum Glück ist er nicht allein, und gemeinsam mit seinem Freund Clete setzt er alles daran, die einflussreichen Widersacher trotz allem zur Rechenschaft zu ziehen. Original: Creole Belle Übersetzt von BERND GOCKEL ++ DEUTSCHE ERSTAUSGABE ++



    Meine Kritik:

    Nach ihrem 18. Fall "Eine Zelle für Clete" liegen Dave Robicheaux und sein erwähnter Kumpel Clete Purcell noch im Krankenhaus. Nach ihrer Entlassung forscht Dave nach einer verschwundenen Sängerin und deren Schwester, während sich Clete um eine junge Frau namens Gretchen Horrowitz kümmert, die seine lang vermisste Tochter sein könnte. Das Problem daran: Bei der Tochter könnte es sich um eine Profikillerin der Mafia handeln. Dann wird auch noch eine tote Frau in einem Eisblock gefunden, die sich als die Schwester der vermissten Sängerin herausstellt. Außerdem sind da noch der zwielichtige Künstler Pierre, seine verführerische Frau sowie Pierres Großvater, der vorgibt, ein Überlebender aus einem KZ zu sein. Dave traut keinem aus der Familie und stellt Nachforschungen über sie an. Als wäre das nicht genug, muss er sich auch noch den Auswirkungen der Explosion einer großen Bohrinsel stellen.

    Es ist also eine Menge los in Louisiana. Eigentlich zu viel für einen Roman. Und hier liegt ein bisschen das Problem der Geschichte. Dave und Clete agieren die meiste Zeit unabhängig voneinander und treffen sich nur zum Erfahrungsaustausch. Einige Zeit lang scheint Dave sogar bloß eine Nebenrolle zu spielen. Für das bessere Verständnis ist ratsam, mindestens den Vorgängerband gelesen zu haben. Ansonsten kann man manche Zusammenhänge nur erahnen. Bei all den vielen Handlungsfäden wundert es nicht, dass kurz vor dem großen Finale nicht einmal Dave sicher ist, wer in dieser Geschichte überhaupt der Böse und wer der Gute ist.

    Wer allerdings komplexe Südstaatenkrimis mit viel Lokalkolorit mag, kommt bei diesem Roman definitiv auf seine Kosten.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Knaur HC; 1. Edition (1. September 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Broschiert ‏ : ‎ 400 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426226898
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426226896


    ASIN/ISBN: 3426226898



    Über die Autorin:

    Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, wo sie mit ihrer Familie auch heute lebt. Die ehemalige Medizin-Journalistin ist eine der erfolgreichsten Autorinnen deutscher Sprache: Mit ihren Jugendbüchern steht sie Jahr für Jahr ganz oben auf den Bestsellerlisten, ihre Thriller für Erwachsene erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit. »Stille blutet« ist der Auftakt einer Thriller-Reihe, deren Bände unabhängig zu lesen, doch über eine ebenso schillernde wie zwielichtige Erzählerfigur verknüpft sind.



    Inhaltsangabe:

    Wenige Worte machen die aufstrebende Wiener Nachrichtensprecherin Nadine Just über Nacht berühmt: Vor laufender Kamera kündigt sie ihre Ermordung an – zwei Stunden später ist sie tot! Ebenso ergeht es dem Blogger Gunther Marzik nach einer ganz ähnlich lautenden Ankündigung. Während die österreichische Medienwelt kopfsteht, trendet der Hashtag #inkürzetot, Nachahmer-Beiträge und Memes fluten das Netz. Wie soll die junge Ermittlerin Fina Plank im fünfköpfigen Team der Wiener »Mordgruppe« zwischen einer echten Spur, einem schlechten Scherz oder schlichtem Fake unterscheiden? Schließlich rückt Nadines Ex-Freund Tibor Glaser ins Zentrum von Finas Ermittlungen, ein aalglatter Werbefachmann und Weiberheld, der verzweifelt seine Unschuld beteuert.

    Während sich die Schlinge um Tibors Hals langsam zuzieht, beobachtet von allen unbemerkt ein weiterer Spieler mit Interesse das Geschehen – und bereitet einen raffinierten Schachzug vor …



    Meine Kritik:

    Nachdem die Nachrichtensprecherin Nadine Just, live im Lokalfernsehen ihren baldigen Tod verkündigt, eilt ihr Ex-Freundin Tibor sofort zum Fernsehsender. Doch er kommt zu spät und findet nur noch ihre Leiche. Leider ist dies nicht das Ende, sondern erst der Anfang eines gewaltigen Albtraums, in den Tibor gerät. In den sozialen Medien machen sich etliche Leute einen Spaß daraus, unter dem Hashtag #inkürzetot ihr eigenes Ableben anzukündigen. Doch nicht nur das, bald darauf sterben tatsächlich weitere Personen und an sämtlichen Tatorten gibt es Hinweise auf Tibor. Bei dem Versuch, seine Unschuld zu beweisen, gerät er nur noch tiefer in die Bredouille.

    Der erste Band der Wiener Mordgruppe ist ein spannend erzählter Thriller, der gleich von Anfang an Gas gibt und abwechselnd aus Tibors Sicht und aus der der jungen Kommissarin Serafina Plank erzählt wird. Schritt für Schritt lernt man nicht nur die Figuren besser kennen, sondern taucht auch immer tiefer in die verzwickte Handlung ein. Ursula Poznanski versteht ihr Handwerk hervorragend und hält die Geschichte dank mehrerer überraschender Wendungen mühelos am Laufen. Das etwas offene Ende lässt vermuten, dass es nicht lang dauern wird, bis die Wiener Mordgruppe erneut ermitteln darf. Ich freue mich darauf.

    Ab dem Zeitpunkt, an dem die Erfurter Polizei vor der Wohnungstür steht, verwandelt sich Patrick Dosterts Leben in einen Albtraum. Zuerst geht es nur um eine vermisste Frau und die Anschuldigung, dass er sie zuvor verprügelt haben soll. Dabei hat Patrick die Frau noch nie zuvor gesehen. Noch während er dabei ist, das zu verdauen, tauchen weitere Beweise auf, die ihn schwer belasten. Unter anderem ein Video, in dem er einwandfrei zu sehen zu hören ist, zeigt, wie er eine Frau vor laufender Kamera bedroht. Auch davon weiß Patrick nichts. Diese Ereignisse belasten nicht nur ihn, sondern ebenso seine Beziehung und seinen Job. Alles geht zunehmend in die Brüche. Dann verschwindet eine weitere Frau und erneut deutet alles auf Patrick hin …

    Ich mag Geschichten, in denen gewöhnliche Menschen in außergewöhnliche Situationen geraten. Hier gibt es das praktisch in Reinform. Die Handlung prescht vom ersten Kapitel an voran, ständig gibt es Wendungen, die zwar überraschen, aber nie an den Haaren herbeigezogen ist. Es geht auch nicht so effekthascherisch oder betont eklig zu, wie es in vielen Fitzek-Romanen der Fall ist. Genau wie in den Büchern von Harlan Coben ergibt sich der meiste Horror aus alltäglichen Ereignissen. Das lässt die Geschichte im Rahmen ihrer Möglichkeiten authentisch und plausibel erscheinen. Einzig das überraschende Ende war mir etwas zu genre-typisch. Davon absehen ist Arno Strobel mit „Fake“ einmal mehr ein äußert spannender Thriller gelungen, den ich sehr genossen habe.

    In seinem Kurzroman „Der Ozean am Ende der Straße“ erzählt Neil Gaiman die Geschichte eines siebenjährigen Jungen, der sich wegen Problemen in seinem Elternhaus gerne in die Welt der Bücher flüchtet. Die Ablenkung ist auch bitter nötig, denn das fiese Kindermädchen Ursula Monkton versucht permanent, ihm eins auszuwischen. Zum Glück gibt es da noch die geheimnisvolle Lettie Hempstock, die ihm zur Hilfe eilt und ihn in eine Welt voller Magie und Abenteuer einlädt. Schon bald trifft der kindliche Held geheimnisvolle Wesen aus anderen Dimensionen (wie die Hungervögel, die Jagd auf ihn machen) und erlebt Phänomene wie Wasser, das man atmen kann oder Kerzen, die unter Wasser brennen.

    Die Geschichte ist ein liebevoll erzähltes Fantasy-Feuerwerk, das in den buntesten Farben leuchtet und immer wieder mal an Clive Barkers „Abarat“-Zyklus erinnert.

    • Herausgeber ‏ : ‎ List Taschenbuch; 1. Edition (8. April 2015)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 354861261X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3548612614
    • Originaltitel ‏ : ‎ Screwed


    ASIN/ISBN: 354861261X



    Über den Autor:

    Eoin Colfer lebt mit seiner Familie in Dublin. Er war Lehrer und hat mehrere Jahre in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien unterrichtet, ehe er als Schriftsteller für junge Leser erfolgreich wurde. Neben seiner inzwischen 8-bändigen Artemis-Fowl-Serie, die in 34 Ländern erscheint, hat er zahlreiche weitere Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Außerdem ist er als Autor von Hardboiled-Krimis für Erwachsene erfolgreich.



    Inhaltsangabe:

    Wenn der Tod kommt, ist Sense. Dan McEvoy, irischer Gangster mit Haarimplantat, hat ein Problem: Der Mob will ihn tot. Die Polizei will ihn tot. Dabei will er nur mit seiner neuen Freundin abhängen. Doch sein alter Erzfeind Mike hat noch eine Rechnung offen mit ihm. Dan soll ein gefährliches Paket an jemand ganz Üblen abliefern. Notgedrungen lässt er sich darauf ein. Da wird er entführt. Von zwei Cops mit einer Vorliebe für Latexanzüge. Als sich schließlich sogar Dans glamouröse Stiefoma in die Jagd auf ihn einschaltet, muss er erkennen: Die Familie ist die tödlichste Bedrohung von allen.



    Meine Kritik:

    Sechs Monate nach „Der Tod ist ein bleibender Schaden“ wird Daniel McEvoy mit vielen neuen Problemen konfrontiert. Der Gangsterboss Irish Mike lässt ihn nur am Leben, wenn er für ihn einige Aufträge erledigt. Widerwillig lässt sich der ehemalige Türsteher darauf ein und gerät mitten in den Revierkrieg von Mike und einem seiner Kontrahenten. Obendrein taucht noch Dans Cousine Evelyn auf, die ihn mit der Suche nach ihrer Mutter beauftragt. Dabei wird er von korrupten Polizeibeamten verfolgt. Und dann ist da noch Dans geisteskranke Nachbarin, mit der er eine Affäre hat, und die ihn manchmal für ihn selbst und manchmal für ihren seit zwanzig als vermisst geltenden Ehemann hält.

    Auch im zweiten Band von Eoin Colfers Gangsterballade geht wieder einmal ziemlich turbulent zu. Ständig gibt es unerwartete Wendungen, dazu jede Menge flotte Sprüche sowie noch mehr skurrile Situationen und Charaktere. Immer wenn man denkt, es kann nicht noch abgedrehter werden, passiert genau das. Da ist gute Unterhaltung für alle Noir-Krimi-Fans garantiert.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag (10. Januar 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 640 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453273192
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453273191
    • Originaltitel ‏ : ‎ Power and Empire


    ASIN/ISBN: 3453273192



    Über den Autor:

    Tom Clancy, der Meister des Technothrillers, stand seit seinem Erstling Jagd auf Roter Oktober mit all seinen Romanen an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Er starb im Oktober 2013.

    Marc Cameron ist erfolgreicher amerikanischer Romanautor und Experte für Personenschutz und Selbstverteidigung. Er stand 29 Jahre im Polizeidienst und war im United States Marshals Service auf den Schutz von Würdenträgern spezialisiert.



    Inhaltsangabe:

    In China ist eine neue Regierung an der Macht – zunächst scheint ihr globaler Einfluss schwach. Jack Ryan junior und John Clark können sich einen Vorsprung im Kampf gegen chinesische Triaden erkämpfen. Doch der Schein trügt: Schon bald gibt es zahlreiche militärische Bewegungen der Volksrepublik, die die USA in eine heikle Lage bringen. Präsident Jack Ryan senior muss schnell handeln, bevor der anstehende G-20-Gipfel zum Desaster wird.



    Meine Kritik:

    Vier hochrangige chinesische Minister, unter anderem der Außenminister, sind mit der Arbeit ihrer Regierung unzufrieden und überlegen sich einen perfiden Plan, um den chinesischen Präsidenten zu stürzen und im Idealfall auch gleich noch Jack Ryan senior, den US-Präsidenten aus dem Weg zu räumen. Erste Hinweise darauf erhält das Campus-Team bei einer Razzia in den USA. Eine Spur führt sie zu einer internationalen Konferenz der Außen- und Landwirtschaftsminister in Argentinien und schließlich sogar zum G20-Gipfel in Japan.

    „Das Reich der Macht“ ist der erste Jack-Ryan-Roman aus Marc Camerons Feder und man spürt deutlich, mit wieviel Hingabe er sich dieser Aufgabe gestellt hat. Die Handlung und die Hintergründe sind gut recherchiert, auch was die militärische Lebensweise und die Ryan-Saga an sich betrifft. Schön ist zudem, dass es diesmal wieder den Einsatz des gesamten Campus-Teams sowie eine zusätzliche Erzählebene aus der Perspektive von Jack Ryan senior gibt. Auf dem Niveau darf es gerne weitergehen.