Beiträge von fictionmaster


    ASIN/ISBN: 3764506520



    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    »Dieser Story-Band zeigt, was Fans an Lee Child so schätzen: Er ist ein geborener Erzähler und ein scharfsinniger Beobachter.« Publishers Weekly
    Jack Reacher ist der wahrscheinliche härteste Actionheld der Thrillerliteratur, und das bereits seit 20 Jahren. Am liebsten ist er allein. Er macht sich nicht viel aus der Gesellschaft anderer Menschen. Aber wenn er Ungerechtigkeit bemerkt, dann kann er gar nicht anders als einzugreifen. In zwölf Storys ermöglicht SPIEGEL-Bestsellerautor Lee Child seinen Fans einen tieferen Einblick in einen der faszinierendsten und erfolgreichsten Serienhelden des modernen Thrillers. Ob in New York, dem ländlichen Maine oder in Japan, ob im Alter von 17 oder 57 Jahren: Jack Reacher begeistert Leser und Kritiker – und das seit zwanzig Jahren!


    Dieses Buch enthält folgende Storys:
    Zu viel Zeit
    Der zweite Sohn
    Hitzewelle
    Tief drinnen
    Kleinkriege
    James Penneys neue Identität
    Das Verhör
    Dies ist keine Übung
    Vielleicht haben sie eine Tradition
    Ein Kerl kommt in eine Bar
    Kein Raum in der Herberge
    Der einsame Diner


    Meine Kritik:

    Jeder Autor weiß, dass nicht jede Geschichte genug Stoff für einen Roman enthält. Wenn man sie deshalb nicht verwerfen möchte, bleibt einem nur die Möglichkeit, ihn für eine Kurzgeschichte zu verwenden. So dürfte auch Lee Child bei „Der Einzelgänger“ vorgegangen sein. Zwölf kleinere Kriminalfälle; der Großteil davon (aber nicht alle!) mit Reacher in der Hauptrolle. In zwei Fällen spielt er sogar bloß eine Nebenrolle. Das entpuppt sich als erfrischende Abwechslung, ebenso dass die Geschichten zu verschiedenen Zeiten spielen. In „Der zweite Sohn“ zum Beispiel erleben wir Jack Reacher als Kind in Japan. In „Hitzewelle“ ist er 1977 als Teenager auf den Straßen New Yorks unterwegs und legt sich nicht nur mit einem Mafiosi an, sondern macht sogar Bekanntschaft mit dem Son of Sam. In „Dies ist keine Übung“ verschlägt es ihn an die kanadische Grenze – mit einem sehr interessanten Geschichtenende. Sehr gelungen fand ich auch „James Penneys neue Identität“. Dies ist eine jener Geschichten, in denen Reacher nur am Rande auftaucht. Der Rest ist eine skurrile Krimianekdote im Stil von „Fargo“. Nicht jede Kurzgeschichte überzeugt zu hundert Prozent, die meisten allerdings bieten gute Unterhaltung. Ich für meinen Teil habe mich nicht gelangweilt, im Gegenteil sogar.

    • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
    • Verlag: HarperCollins; Auflage: Auflage 2019 (9. Juli 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3959673744
    • ISBN-13: 978-3959673747


    ASIN/ISBN: 3959673744


    Über die Autorin:

    Sie scheint Spitzenplätze in den Bestsellerlisten abonniert zu haben – mit bereits 70 Millionen verkauften Büchern in 30 Sprachen. Wie schafft Karin Slaughter (geboren 1971) diesen Erfolg? Sie schreibt Thriller, die von Anfang an nervenaufreibend spannend sind, voller Überraschungen und trotzdem überzeugend. Sie lässt dabei kein Tabuthema aus und lotet gesellschaftliche, charakterliche und psychische Abgründe aus. Ein weites Feld tut sich auf für die Gerichtsmedizinerin Sara Linton in „Belladonna“, „Zerstört“ und anderen Thrillern der „Grant-County“-Reihe. Daneben stammen viele Einzelgeschichten und die „Atlanta“-Reihe mit dem Ermittler Will Trent aus Slaughters Feder. Für den Leser bietet sich eine Riesenauswahl, um sich ununterbrochen unter Spannung zu halten.


    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Die neue Kurzgeschichte von Karin Slaughter und Lee Child! Doppeltes Drama – doppelte Action.

    Will Trent ermittelt undercover auf Fort Knox, der Militärbasis der US-Army. Der Auftrag: einen Mord aufklären, der vor 22 Jahren passiert ist. Der Name des mutmaßlichen Mörders: Jack Reacher.

    Jack Reacher verfolgt auf Fort Knox seine ganz eigene Mission. Er will einen gefährlichen Verbrecherring zu Fall bringen, der bis ins Herz des amerikanischen Golddepots vorgedrungen ist. Doch jetzt kommt ihm Will Trent in die Quere. Wovon sie beide nichts ahnen: Sie sind Opfer einer gewaltigen Verschwörung, die sie nur mit vereinten Kräften zerschlagen können. Wenn es den beiden Einzelgängern gelingt, sich zu verbünden


    Meine Kritik:

    Laut dem Vorwort haben Karin Slaughter und Lee Child mehrere Jahre an dem gemeinsamen Kurzroman gearbeitet. Man könnte also etwas Großes erwarten. Und wird mit dieser Einstellung prompt enttäuscht. Im Grunde ist „Goldwäsche“ eine x-beliebige Undercover-Story. Slaughters Ermittler Will Trent wird mit falscher Identität in Fort Knox eingeschleust, um einen alten Mord aufzuklären. Childs Jack Reacher ist ebenfalls vor Ort, allerdings soll er im Auftrag des Militärs in einem Betrugsfall ermitteln. Natürlich dauert es nicht lang, bis die beiden aufeinander treffen. Leider ist es die übliche Vorgehensweise, wenn zwei Ermittler unabhängig voneinander ermitteln: Zuerst gegeneinander, anschließend im Team. Aus dem Grund will auch zu keiner Zeit wirkliche Spannung aufkommen.

    Interessanter als die Auflösung sind da eher die Randfakten: Zum Beispiel, dass Reacher als Mann Mitte fünfzig beschrieben wird. So explizit tut das Lee Child in seinen Reacher-Romanen eigentlich nicht. Außerdem werden

    Frances Neagley und Reachers Bruder John erwähnt, die man aus anderen von Childs Romanen kennt. Zu John erfahren wir sogar ein, zwei unerwartete neue Aspekte. Doch auch die können letzten Endes nicht über das Mittelmaß als Gesamteindruck hinwegtrösten.


    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (11. November 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3764507160
    • ISBN-13: 978-3764507169
    • Originaltitel: Night School (21 Reacher)


    ASIN/ISBN: 3764507160


    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Eine Terrorzelle plant einen Anschlag in Hamburg, und die U.S. Army schickt ihren besten Mann, um sie aufzuhalten: Jack Reacher
    Im Jahr 1996 belauscht ein Undercover-Agent der CIA ein Gespräch zwischen islamistischen Terroristen in Hamburg. »Der Amerikaner will hundert Millionen Dollar.« Doch er kann nicht herausfinden, wer diese Summe verlangt und wofür. Fest steht nur, dass es um einen Terroranschlag in ungeahntem Ausmaß geht. Die CIA stellt eine Spezialeinheit auf, um in Deutschland zu ermitteln. Dafür zieht sie mit Jack Reacher auch den besten Militärpolizisten hinzu, den die U.S. Army zu bieten hat. Und Reacher zögert keine Sekunde, die beste Ermittlerin, die er kennt, als Unterstützung hinzuzuziehen: Sergeant Frances Neagley.



    Meine Kritik:

    Es geht mal wieder in die Vergangenheit. 1996 reist Militärpolizist Jack Reacher mit seiner Kollegin Frances Neagley nach Deutschland, um in Hamburg eine Schläferzelle zu überwachen. Hier bereitet offenbar jemand Geschäfte über hundert Millionen Dollar mit einem amerikanischen Ex-Soldaten vor. Logisch, dass bei einer solchen Summe gleich mehrere US-Sicherheitsorganisationen nervös werden. Deshalb geht Reacher bei seiner Suche nach dem Unbekannten auch nicht besonders zimperlich vor.

    Da die Geschichte in Deutschland spielt, konnte es sich Lee Child natürlich nicht verkneifen, auch die Nazi-Keule einzubauen. Und ebenso selbstverständlich ist es, dass diese Leute von ihm kräftig eins auf den kahlrasierten Schädel kriegen.

    Davon abgesehen plätschert die Handlung vor allem in der zweiten Hälfte eher vor sich hin. So bleibt der 21. Band eher Durchschnitt. Die Highlight besteht daraus, dass unser Held mal wieder mit Frances Neagley unterwegs ist und auch Leon Garber einen Gastauftritt hat. Beide Figuren kennen wir bereits aus etlichen früheren Reacher-Romanen.

    ASIN/ISBN: 1950565823


    • Taschenbuch: 370 Seiten
    • Verlag: Gordian Knot Books (20. September 2019)
    • Sprache: Englisch
    • ISBN-10: 1950565823
    • ISBN-13: 978-1950565825


    Über den Autor:

    Francis Paul Wilson ist preisgekrönter Autor mehrerer Bestseller. Er ist praktizierender Arzt und lebt in New Jersey, USA. Sein erster Roman erschien 1976. Wilsons bekannteste Romanfigur ist der Anti-Held Repairman-Jack (dt. Handyman Jack). Stephen King hat sich selbst zum Präsidenten des Handyman-Jack-Fanclubs ernannt.



    Inhaltsangabe:

    Jack is back.

    Wilson never said he was through with Repairman Jack. He said he was through turning in a new novel every year. He also said when a story came along that was right for Jack, he’d write it.

    The Last Christmas is that story.

    It’s late December between Ground Zero and Fatal Error, a winter of discontent for Jack who’s perhaps spending too much time hanging at Julio’s. An old contact, Edward Burkes, convinces him to take on a missing-person fix. As usual, nothing is as it seems, and the missing person isn’t exactly a person. In fact, it’s like nothing anyone has ever seen.

    And in the middle of all this, the mysterious Madame de Medici hires him to safeguard a valuable object. Simple, right?

    Not even close.

    Yep, Jack is back and, as usual, weird trouble is on his heels.



    Meine Kritik:

    Kurz vor Weihnachten kriegt Jack gleich zwei Aufträge auf den Tisch: Sein Kumpel Burkes vermittelt ihn an zwei angebliche Zoologen, die auf der Suche nach einem entflohenen Forschungstier sind. Und eine geheimnisvolle Dame namens Madame de Medici beauftragt ihn, für sie ein mysteriöses Objekt aufzubewahren. Beide Fälle haben zwar nichts miteinander zu tun, bedeuten aber trotzdem eine Menge Ärger und Unannehmlichkeiten, weil keiner der Auftraggeber Jack wirklich die komplette Wahrheit gesagt hat. Aber der Repairman wäre nicht der Repairman, wenn er nicht trotzdem was ahnen und entsprechende Gegenmaßnahmen unternehmen würde.

    Der 16. Band der Repairman-Jack-Reihe erzählt eine Geschichte, die zwischen den Bänden „Ground Zero“ and “Fatal Error“ spielt. Nahezu alle bekannten Figuren treten auf, selbst Glaeken hat seine Momente. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den einzelnen agierenden Figuren hin und her, bis sich am Ende Verbindungen und Überschneidungen ergeben. Es gibt jede Menge Action und auch den einen oder anderen flotten Spruch. Von ein paar Überraschungen ganz zu schweigen. Spannend war der Band allemal, aber dadurch dass es ja noch danach spielende Geschichten gibt, ließ sich zumindest erahnen, dass Jack letztendlich ziemlich glimpflich davonkommen würde. Dafür gab es ein, zwei neue Aspekte, die zukünftige Ereignisse beleuchten. Alles in allem war es ein schönes Wiedersehen mit Jack. Von mir aus dürfen gerne noch viele weitere Bände folgen.

    ASIN/ISBN: 3764506377


    • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (24. Juni 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3764506377
    • ISBN-13: 978-3764506377
    • Originaltitel: Make Me (20 Reacher)



    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Eine Kleinstadt im Nirgendwo. Ein unvorstellbares Verbrechen. Nur Jack Reacher nimmt den Kampf auf.
    Jack Reacher folgt einem plötzlichen Impuls, als er in der Kleinstadt Mother's Rest irgendwo im Mittleren Westen aus dem Zug steigt. Die Privatermittlerin Michelle Chang wartete dort vergeblich auf ihren Partner und kommt mit Reacher ins Gespräch. Allein durch die wenigen beiläufig geäußerten Worte gerät dieser ins Visier einer skrupellosen Bande, die bereits Changs Partner auf dem Gewissen hat. Doch die Verbrecher unterschätzen, worauf sie sich einlassen, als sie auch Reacher ermorden wollen – denn niemand ist härter als Jack Reacher!



    Meine Kritik:

    Als Jack Reacher in der Kleinstadt Mother's Rest aus dem Zug steigt, ahnt er noch nicht, dass er hier in seinen nächsten Fall verwickelt wird. Die ehemalige FBI-Agentin Michelle Chang sucht nach einem Detektivkollegen, der seit einigen Tagen spurlos verschwunden zu sein scheint. Zwar finden die beiden in Mother's Rest keinen Hinweis auf seinen Verbleib, aber so merkwürdig, wie sich die Einwohner verhalten, haben sie bestimmt etwas zu verbergen. Doch zunächst führen die gemeinsamen Recherchen Reacher und Chang erst Los Angeles und Chicago.

    Der zwanzigste Band der Reihe ist eine etwas anstrengende Schnitzeljagd durch die USA. Lange Zeit hatte ich keine Ahnung, worum es letztendlich überhaupt gehen würde. Positiv möchte ich allerdings hervorheben, dass sich Autor Lee Child durchaus bemüht, die Serie abwechslungsreich und spannend zu halten. Dennoch zeigen sich auch im zwanzigsten Band einige Ermüdungserscheinungen - was vermutlich in der Natur der Sache liegt. Zum Ende hin gab es dann zwar doch noch ein paar Überraschungen, das Finale hingegen stellte mal wieder eine typische Reacher-Auflösung dar. Offen bleiben zum Schluss leider einige medizinische Fragen, die ich gerne noch geklärt bekommen hätte.

    ASIN/ISBN: 3734105730


    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (15. Juli 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3734105730
    • ISBN-13: 978-3734105739
    • Originaltitel: Personal (19 Reacher)



    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    »Der bislang beste Jack-Reacher-Roman.« Stephen King
    John Kott ist einer der besten Scharfschützen, die die U.S. Army jemals hervorgebracht hat. Doch er ist auch ein skrupelloser Mörder, der den französischen Präsidenten erschießen wollte. Das Attentat schlug fehl, aber in Kürze wird der Killer eine neue Gelegenheit haben: den G8-Gipfel in London. Es gibt nur einen Mann, der ihn aufhalten kann. Nur einen, der Kott ebenbürtig ist. Jener Mann, der Kott schon einmal ins Gefängnis brachte: Jack Reacher!



    Meine Kritik:

    Viele Reacher-Abenteuer beginnen so, dass unser Held zufällig in eine brenzlige Situation gerät und hilfebedürftigen Betroffenen zur Seite steht. Diesmal wird er von der Army engagiert, um einen meisterhaften Scharfschützen aufzuspüren, den er vor 15 Jahren hinter Gitter brachte, und der jetzt im Verdacht steht, ein Attentat auf den französischen Präsidenten verübt zu haben. Zusammen mit einer jungen CIA-Agentin reist Reacher dafür zuerst nach Paris und nach einem Ermittlungsabstecher in den USA weiter nach England. In London legt er sich dafür mit der hiesigen Mafia an und geht nicht gerade zimperlich vor, um den gesuchten Attentäter aufzuspüren.

    In seinem 19. Roman erzählt Reacher mal wieder aus der Ich-Perspektive. Die Handlung nimmt zügig Fahrt auf und bietet immer wieder Richtungswechsel. Abgesehen von ein, zwei kritischen Momenten hatte ich dennoch die ganze Zeit über das Gefühl, dass Reacher die Lage komplett unter Kontrolle hatte. Selbst in brenzligen Situationen ging er gewohnt breitbeinig und direkt vor. Da wurde nix dem Zufall überlassen. Aber eben weil es die gewohnte Vorgehensweise war, hielten sich die Überraschungen in Grenzen. Es war einfach ein Reacher, genauso wie ich ihn kenne.

    ASIN/ISBN: 3746632102


    • Taschenbuch: 1024 Seiten
    • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2. (18. April 2016)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 9783746632100
    • ISBN-13: 978-3746632100
    • ASIN: 3746632102
    • Originaltitel: Natchez Burning



    Über den Autor:

    Greg Iles wurde 1960 in Stuttgart geboren. Sein Vater leitete die medizinische Abteilung der US-Botschaft. Mit vier Jahren zog die Familie nach Natchez, Mississippi. Mit der »Frankly Scarlet Band«, bei der er Sänger und Gitarrist war, tourte er ein paar Jahre durch die USA. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in 25 Ländern. Greg Iles lebt heute mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Natchez, Mississippi. Fünf Jahre hat er kein Buch herausgebracht, da er einen schweren Unfall hatte, nun liegen im Aufbau Taschenbuch seine Thriller „Natchez Burning“, „Die Toten von Natchez vor“ und "Die Sünden von Natchez" vor.


    Inhaltsangabe:

    Penn Cage, Bürgermeister von Natchez, Mississippi, hat eigentlich vor, endlich zu heiraten. Da kommt ein Konflikt wieder ans Tageslicht, der seine Stadt seit Jahrzehnten in Atem hält. In den sechziger Jahren hat eine Geheimorganisation von weißen, scheinbar ehrbaren Bürgern Schwarze ermordet oder aus der Stadt vertrieben. Nun ist mit Viola Turner, eine farbige Krankenschwester, die damals floh, zurückgekehrt – und stirbt wenig später. Die Polizei verhaftet ausgerechnet Penns Vater – er soll sie ermordet haben. Zusammen mit einem Journalisten macht Penn sich auf, das Rätsel dieses Mordes und vieler anderer zu lösen.



    Meine Kritik:

    Bürgermeister Penn Cage hat ein Problem: Sein als Arzt praktizierende Vater Tom wird verdächtigt, bei einer langjährigen Patientin Sterbehilfe geleistet zu haben. Bei dem Versuch, ihm zu helfen, wird Penn allerdings mit zahlreichen Problemen konfrontiert: Nicht nur, dass ein Vater die Aussage verweigert, der Todesfall scheint mit mehreren ungeklärten Vermisstenfällen und Ermordungen aus den 1960er Jahren zusammenzuhängen. Je mehr darüber herauszufinden versucht, desto größer wird die Gefahr für sich und seine Familie, auch alte Rassenkonflikte erwachen wieder zum Leben.

    „Natchez Burning“ stellt zwar den ersten Band der Natchez-Trilogie dar, ist aber gleichzeitig nach „Adrenalin“ bereits der vierte Band um den ehemaligen Schriftsteller Penn Cage. Faszinierend an „Natchez Burning“ ist, dass die Handlung trotz der gewaltigen Geschichtenlänge von 1000 Seiten innerhalb weniger Tage und weniger Orte spielt. Manchmal war ich etwas unschlüssig, ob das nicht auch ein Manko sein könnte, aber da die Handlung aus mehreren Perspektiven erzählt wird und eigentlich ständig was Neues passiert, ging Greg Iles‘ Rechnung auf jeden Fall auf. Trotz der 1000 Seiten Länge ist die Geschichte danach jedoch keinesfalls abgeschlossen, sondern wird hoffentlich im nächsten Band „Die Toten von Natchez“ nahtlos fortgesetzt werden. Ich bin bereits sehr gespannt darauf, wie es weitergeht.

    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (15. Mai 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 9783734104572
    • ISBN-13: 978-3734104572
    • ASIN: 3734104572
    • Originaltitel: Never go Back (18 Reacher)

    ASIN/ISBN: 3734104572



    Über den Autor;

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Unversöhnlich, unerbittlich, unschlagbar: Jack Reacher, der eigenwilligste Ermittler der amerikanischen Thrillerliteratur
    Jack Reacher betritt den Stützpunkt seiner ehemaligen Einheit bei der Militärpolizei und ahnt nicht, was ihm bevorsteht. Er ist nach Virginia gereist, um seine Nachfolgerin Major Susan Turner kennenzulernen. Doch wenig später wird klar, was für ein großer Fehler es war, einen Militärstützpunkt zu betreten. Denn wie jeder ehemalige Soldat der USA ist Reacher Reservist. Prompt erhält er seinen Einberufungsbefehl und wird außerdem des Mordes angeklagt und verhaftet. Reacher gelingt die Flucht aus dem Gefängnis, doch seine wichtigste Frage bleibt zunächst ungeklärt: Wer versucht ihn auf diese Weise kaltzustellen?



    Meine Kritik:

    Jack Reacher hat es endlich nach Virginia geschafft. Als er jedoch bei seiner ehemalige Einheit bei der Militärpolizei eintrifft, erfährt er, dass seine Nachfolgerin Major Susan Turner verhaftet wurde und auch auf ihn schon mehrere Anklagen warten. Unter anderem eine wegen Mordes. Logisch, dass Reacher das nicht auf sich beruhen lassen kann. Kurzerhand befreit er Susan Turner aus der Haft und flüchtet mit ihr nach Washington und später sogar nach Los Angeles, um herauszufinden, was hinter der ganzen Sache versteckt. Schon bald realisieren sie, dass es hier um Verbindungen in die höchsten militärischen Stabsstellen geht.

    Der achtzehnte Reacher-Band bietet eine gewohnte Ermittlungsarbeit mit Actionszenen, unerwarteten Wendungen und all den anderen Sachen, die wir aus den vorherigen Abenteuern kennen. Leon Garber und weitere ehemalige Kollegen werden erwähnt, und auch eine kleine Liaison mit Susan Turner darf in der Geschichte nicht fehlen. Alles in allem ein solider Reacher-Thriller. Nicht der beste, aber auch alles andere als ein schlechtes Werk.

    Nach den Ereignissen vom fünfzehnten Band „Wespennest“ ist Jack Reacher noch immer als Anhalter in Nebraska unterwegs. Von allen Autofahrern in der Gegend nimmt ihn dann allerdings ein Mann mit, der zusammen mit einem Komplizen eine Frau entführt hat. Während der kommenden Stunden dämmert Reacher allmählich, dass hier etwas im Busch ist. Bevor er allerdings etwas unternehmen kann, lassen ihn die Entführer bei einem abgelegenen Motel zurück. Zusammen mit der FBI-Agentin Julia Sorenson nimmt er wenig später die Verfolgung auf und muss feststellen, dass kaum etwas so ist, wie es anfangs den Anschein hatte.

    Der siebzehnte Band „Der Anhalter“ ist ein interessantes Verwirrspiel mit zahlreichen Wendungen. Der Anfang (die lange Fahrt im Auto) zieht sich etwas, nach Reachers Absetzen am Motel zieht die Handlung deutlich an und kann einige Zeit die Spannung halten. Leider kommt es zum Ende wieder zum Reacher-typischen Alleingang, bei dem es keine Gefangenen oder Verwundeten gibt. Da hatte ich mir ein bisschen mehr erwartet.

    ASIN/ISBN: 3734106079


    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (18. Juni 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 9783734106071
    • ISBN-13: 978-3734106071
    • ASIN: 3734106079
    • Originaltitel: The Affair (16 Jack Reacher)



    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Ein knallharter Soldat, ein illegaler Befehl, eine folgenschwere Entscheidung.
    Der Einsatzbefehl für den Militärpolizisten Jack Reacher ist eindeutig: Er soll verdeckt den Mord an einer jungen Frau aufklären – und anschließend, falls nötig, seine Ergebnisse vertuschen. Denn der Hauptverdächtige ist ein hoch dekorierter Offizier und – schlimmer noch – der Sohn eines Senators. Reacher soll niemandem zu nahe treten und verhindern, dass die Presse den Fall aufbauscht. Doch was er entdeckt, lässt ihn an der Rechtmäßigkeit seines Auftrags zweifeln – und macht aus Reacher einen Mann, den man fürchten muss.



    Meine Kritik:

    Nach dem eher schwachen „Wespennest“ schickt uns Lee Child für den 16. Roman ins Reachers Vergangenheit. Genauer gesagt zum März 1997 und Reachers letzten Tagen bei der Militärpolizei. Er wird losgeschickt, um den Mord an einer jungen Frau in einer verschlafenen Kleinstadt in Mississippi zu untersuchen. Der Clou daran: Reacher soll es undercover und parallel zur offiziellen Ermittlung der U.S. Army tun. Natürlich dauert es nicht lang, bis sich der MP mitten im Geschehen befindet. Unterstützt wird er dabei vom weiblichen Sheriff Elizabeth Deveraux. Da sie ledig ist, dauert es logischerweise nicht lang, bis die beiden eine Affäre beginnen. Nichts anderes hatte ich von Reacher erwartet. Schön fand ich, dass der Superermittler ebenfalls bis kurz vor Schluss im Dunkeln tappt und den Ereignissen lange Zeit hinterherjagt. So bleibt es eine spannende und abwechslungsreiche Unterhaltung. Positiv war zudem, mehr über Reachers Endzeit beim Militär erfahren und dass es Kurzauftritte von Leon Garber, Stan Lowrey, Karla Dixon sowie Frances Neagley gab, die man bereits aus früheren Bänden geht. Negativ sind mir lediglich die Fälle von Selbstjustiz aufgestoßen. Aber auch diesen „(un)moralischen Kompass“ bin ich von Reacher mittlerweile gewöhnt.

    Nach den Ereignissen vom Vorgängerband „61 Stunden“ ist Jack Reacher noch immer im Norden unterwegs. In einer Kleinstadt in Nebraska kriegt er mit, dass ein Mann seine Ehefrau verprügelt hat und stellt den Typen entsprechend zur Rede. Natürlich ist der Kerl nicht irgendwer, sondern Mitglied einer berühmt-berüchtigten Spediteursfamilie, die die Farmer der umliegenden Gegend erpresst und terrorisiert. Als Ein-Mann-Version des A-Teams kann Reacher dann auch nicht anders, als den Leid geplagten Einwohnern beizustehen, und geht dabei wie üblich nicht gerade zimperlich vor.

    „Wespennest“ ist ein Roman nach typischem Reacher-Muster. Wer die früheren Bände kennt, wird hier leider nicht viel Neues erfahren. Ungewöhnlich am 15. Reacher-Roman war lediglich, dass die Handlung diesmal gleich nach dem Vorgängerband einsetzt. Das gab es bisher nicht.

    Mal schauen, ob der Ex-Militärpolizist im darauffolgenden Buch seine Ermüdungserscheinungen ablehnt oder ob er sein Pulver langsam aber sicher verschossen hat.

    Jack Reacher ist mal wieder zur falschen Zeit am falschen Ort: Diesmal in einem Renterbus, der im verschneiten South Dakota im Straßengraben landet und deshalb nicht weiterfahren kann. Das trifft sich allerdings recht gut, da der Ex-Militärpolizist dadurch der hiesigen Polizei aushelfen kann. Die hat nämlich Probleme mit einer Bikergang. Außerdem muss sie eine ältere Frau beschützen, die Zeugin eines Drogendeals wurde und seither auf der Abschussliste der Mafia steht. Logisch, dass Reacher da gerne mitmischen will.

    Die Handlung des 14. Romans hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Der Strang über die zu beschützende Zeugin konnte ich noch gut nachvollziehen. Dazu ging es allerdings um eine Kinder-Waisenhaus-Anlage der U.S. Army, eine mit Crystal Meth dealende Motorradgang, einen im Knast eingesperrten Biker und einen Mafiosi, der von Mexiko aus die Strippen zog. Durch all diese zahlreichen Komponenten war diese Geschichte stellenweise nicht richtig greifbar. Amüsant fand ich allerdings die vielen Telefonate, die Reacher mit Susan Turner, seiner geheimnisvollen Nachfolgerin bei der 110. MP-Einheit, geführt hat. Ich freue mich schon darauf, sie in noch drei weiteren Bänden wiederzutreffen.

    ASIN/ISBN: 3442378079

    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (18. November 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442378079
    • ISBN-13: 978-3442378074
    • Originaltitel: Gone Tomorrow (13 Reacher)



    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    New York City, zwei Uhr nachts. Jack Reacher sitzt in der U-Bahn. Neben ihm befinden sich noch fünf weitere Personen im Abteil. Vier davon sind harmlos. Die fünfte erregt Reachers Aufmerksamkeit. Minutenlang beobachtet er sie genau – und ist sich sicher, eine Selbstmordattentäterin vor sich zu haben. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes, und ausgerechnet Reacher selbst gerät ins Kreuzfeuer …



    Meine Kritik:

    Jack Reacher hat es mal wieder nach New York City verschlagen. Nach einem Konzertbesuch sitzt er um zwei Uhr nachts in der U-Bahn. Ihm fällt eine Frau auf, die er für eine Selbstmordattentäterin hält. Bevor er sie aufhalten kann, bringt sich die Frau selbst um. Und diese Tat sorgt für haufenweise Ärger, dem sich auch der Ex-Militärpolizist nicht entziehen kann. Reacher kann natürlich nicht anders, als selbst zu ermitteln. Dabei gerät er buchstäblich zwischen alle Fronten und ruft selbst rätselhafte Geheimdienste mit auf den Plan. „Underground“ ist ein angenehm verzwickter Fall, bei dem unser Held lange Zeit nicht weiß, was gespielt wird. Es gibt etliche gelungene Wendungen und auch die meisten von Reachers Ermittlungen waren logisch nachvollziehbar. Das Ende gefällt natürlich mal wieder recht breitbeinig und actionreich aus. Doch das kennen wir ja bereits von zahlreichen Vorgängerbänden. Obwohl die Handlung zum Schluss hin etwas abflaute, fand ich die Geschichte insgesamt recht gelungen und freue mich schon auf den nächsten Band.


    BTW: Im Gegensatz zu vielen Vorgängerbänden fand ich bei der Geschichte auch den Titel recht passend.

    In der Vorlage von David Morrell (also für Teil 1) allerdings sieht das, soweit ich mich dunkel erinnere, anders aus ...


    Ich habe Vorlage vor 25 Jahren oder so mal gelesen. Das einzige, woran ich mich davon noch erinnere ist, dass Rambo da nackig aus dem Polizeirevier flüchtet. Das war im Film anders ... - was aber natürlich nicht die einzige Abweichung war ... ;)

    ASIN/ISBN: 3442371635


    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (21. Januar 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 9783442371631
    • ISBN-13: 978-3442371631
    • ASIN: 3442371635
    • Originaltitel: Nothing to Lose (12 Reacher)


    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Der coolste Ermittler der Thrillerliteratur trifft auf einen Gegner, der eigene Gesetze schreibt!

    Zwei Nachbardörfer in Colorado. Hope und Despair. Hoffnung und Verzweiflung. Dazwischen nichts weiter als meilenweit Niemandsland. Jack Reacher, per Anhalter unterwegs, strandet ausgerechnet in Despair. Er will nur einen Kaffee trinken und dann weiterziehen, doch vier düstere Gestalten wollen ihn wegen Landstreicherei von der Gemarkung verweisen. Reacher geht die Freiheit zwar über alles, aber einen Platzverweis lässt er sich nicht bieten. Und sein untrüglicher Instinkt sagt ihm, dass in dieser tristen Gegend irgendetwas faul ist …



    Meine Kritik:

    In seinem zwölften Roman streichert Jack Reacher mal wieder durchs Land. In der Kleinstadt Despair in Colorado wird er dabei nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Im hiesigen Restaurant will man ihm nicht mal einen Kaffee servieren und hetzt ihm stattdessen vier Schläger auf den Hals. Mit denen macht Reacher natürlich kurzen Prozess. Schade nur, dass es sich dabei um Hilfssheriffs handelt und er deshalb für einige Stunden hinter Gitter landet. Dann verweist ihn ein Richter des Ortes.

    Doch so leicht gibt Reacher nicht auf. Vom Nachbarort Hope aus stellt er Nachforschungen an, was genau die Einwohner von Despair zu verbergen haben. Natürlich sticht er dabei mal wieder in ein fatales Wespennest und deckt eine brandgefährliche Situation auf, diesmal sogar eine von terroristischem Ausmaß.

    Die Geschichte von „Outlaw“ ist ein typischer abwechslungsreicher Reacher-Plot und erinnert (zumindest am Anfang) an den ersten Rambo-Teil. Ganz so blutig wie in „First Blood“ geht es im Verlauf der Geschichte allerdings nicht zur Sache. Stattdessen gibt es ein paar typische breitbeinige Reacher-Momente, inklusive Schlägereien und dem langsamen Annähern an eine allein stehende Frau. Bei der es sich in dem Fall um die Sheriff-Frau Vaughan handelt. Einige Zeit tänzeln die Beiden um sich herum. Spätestens als Vaughan irgendwann unter ihrem T-Shirt keinen BH trägt, steht fest, dass hier wieder eine Bettgeschichte folgen wird. Ohne BH ist quasi Lee Childs Codewort dafür derartige Sachen.

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    • Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag (9. September 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453272374
    • ISBN-13: 978-3453272378
    • Originaltitel: The Institute



    Über den Autor:

    Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.



    Inhaltsangabe:
    In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.

    Meine Kritik:

    Der zwölfjährige Luke Ellis ist hochintelligent und freut sich darauf, bald an zwei Unis gleichzeitig studieren zu dürfen. Allerdings verfügt er auch über schwach ausgeprägte telekinetische Fähigkeiten. Und die werden ihm zum Verhängnis. Luke wird entführt und zu einem geheimnisvollen Institut in Maine gebracht, wo weitere Kinder mit übernatürlichen Fähigkeiten gefangen gehalten werden, um dort mit ihnen zu experimentieren. Und das nicht gerade zimperlich. Nach einer Weile freundet sich Luke mit den anderen Insassen an und suche heimlich nach einem Ausweg aus dieser Misere. Er ahnt allerdings nicht, was für fatale Folgen das nach sich zieht.

    Genau wie die vorherigen Romane beginnt „Das Institut“ ruhig, aber keinesfalls langweilig. Die Geschichte nimmt sich einfach ihre Zeit, die Charaktere vorzustellen und macht sie einem so gleich noch sympathischer. Der Hauptteil des Buches spielt im Institut und hier leidet und fiebert der Leser mit Luke mit. Im letzten Drittel (als es um einen gewissen Rückschlag geht) geht die Spannung aufgrund der vielen Perspektiven zwar etwas zurück, doch zu dem Zeitpunkt will man ohnehin längst genau wissen, wie es weiter und schließlich ausgeht. Ich für meinen Teil habe das Lesen sehr genossen und mich auf jedes weitere Kapitel von Luke und Tim gefreut.

    Die geheimnisvolle Organisation, die Kinder entführt und für geheime Experimente missbraucht, erinnert (vermutlich gewollt) sehr an die „Firma“ aus Kings „Feuerkind“. Ob es sich um dasselbe Unternehmen handelt, bleibt ungewiss. Charlie und die Ereignisse aus dem 1981er Roman werden zu keiner Zeit erwähnt. Auch sonst hält sich der Autor diesmal sehr mit Anspielungen zurück. Es gibt lediglich kleine Erwähnungen von Jerusalems Lot und Zoney's GoMart. Obwohl zum Ende hin alles geklärt ist, möchte ich nicht ausschließen, dass wir Luke oder andere Figuren aus dem Roman anderswo noch mal wiedertreffen.

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    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag: Droemer HC; Auflage: 2 (23. Oktober 2019)
    • ISBN-10: 3426281546
    • ISBN-13: 978-3426281543

    Über den Autor:

    Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt "Die Therapie" (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Seine Bücher wurden bereits 10 Millionen Mal verkauft, in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.



    Inhaltsangabe:

    Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr.
    Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben - und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.



    Meine Kritik:

    Milan Berg ist Analphabet und kann deshalb nicht lesen, was das weinende Mädchen auf das Schild geschrieben hat, das sie im Vorbeifahren gegen die Autoscheibe presst. Dennoch fährt Milan hinterher und lässt sich damit auf eine ebenso rasante wie absurde Odyssee ein, die weitaus mehr mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun hat, als Milan anfangs für möglich hält.

    In „Das Geschenk“ zieht Sebastian Fitzek sämtliche Register. Praktisch jeder in der Geschichte spielt ein falsches Spiel und verfolgt ganz andere Ziele, als er vorgibt. Es gibt haufenweise mehr oder minder überraschende Wendungen, die die Handlung ständig in andere Richtungen peitschen. Zum Ende hin geschieht das nahezu in jedem neuen Kapitel. Stellenweise erschien mir die Story vom Autor absichtlich kompliziert aufgebaut, damit er in der Geschichte möglichst viele Haken schlagen konnte. Das ist bisweilen anstrengend und verlangt dem Leser einiges ab. Wer dieses (obgleich nicht ganz so heftige) Stilmittel von frühernen Fitzek-Büchern kennt, dürfte sich bei „Das Geschenk“ allerdings sehr gut aufgehoben fühlen.