Beiträge von fictionmaster

    • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag (26. April 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 416 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453273168
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453273160
    • Originaltitel ‏ : ‎ The Judge's List


    ASIN/ISBN: ‎ 3453273168



    Über den Autor:

    John Grisham ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Seine Romane sind ausnahmslos Bestseller. Zudem hat er ein Sachbuch, einen Erzählband und Jugendbücher veröffentlicht. Seine Werke werden in fünfundvierzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.



    Inhaltsangabe:

    Lacy Stoltz hat als Anwältin bei der Gerichtsaufsichtsbehörde in Florida schon viele Fälle von Korruption erlebt. Seit sie einer Richterin, die Millionen abkassiert hat, das Handwerk legte, ist sie sogar zu gewisser Berühmtheit gelangt. Doch nun wird sie mit einem Fall konfrontiert, der jenseits des Vorstellbaren liegt: Denn der Richter, gegen den sie ermittelt, nimmt anscheinend keine Bestechungsgelder von Leuten. Er nimmt ihnen das Leben.



    Meine Kritik:

    Obwohl Lacy Stoltz mit ihren Ermittlungen gegen ein übermächtiges Geldwäsche-Casino (in Grishams Roman „Bestechung“) einen großen Erfolg einfahren konnte, fristet sie ihn ein unspektakuläres Dasein bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida. Das ändert sich, als sich eine junge Frau namens Jeri Crosby bei ihr meldet und behauptet, Hinweise dafür zu haben, dass es sich bei einem angesehenen Richter um einen Serienkiller handelt, der seit über zwanzig Jahren unbemerkt mordet. Nicht einmal die Polizei hat eine Verbindung zwischen den Verbrechen hergestellt. Trotz anfänglicher Skepsis beginnt Lacy zu ermitteln, doch Jeri bleibt ebenfalls nicht untätig. Beide suchen nach Beweisen, die die Schuld des Richters einwandfrei belegen. Was bei einem Perfektionisten wie ihm gar nicht so leicht ist. Um von diesen Bemühungen zu berichten, lässt sich Grisham viel Zeit. Um dennoch mehr Spannung aufzubauen, gibt es gelegentliche Kapitel aus der Sicht des Killers und wir erfahren mehr über seine Beweggründe. Erst zum Ende hin spitzen sich die Ereignisse dann kurzzeitig zu. Dennoch bleibt die Story alles in allem etwas farblos.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag (9. November 2021)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 400 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453273753
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453273757
    • Originaltitel ‏ : ‎ Sooley


    ASIN/ISBN: 3453273753



    Über den Autor:

    John Grisham ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Seine Romane sind ausnahmslos Bestseller. Zudem hat er ein Sachbuch, einen Erzählband und Jugendbücher veröffentlicht. Seine Werke werden in fünfundvierzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.



    Inhaltsangabe:

    Das 17jährige Basketballtalent Samuel Sooleyman stammt aus dem Südsudan, einem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land. Eines Tages erhält er die Chance seines Lebens: Mit einem nationalen Jugendteam darf er in die USA reisen und an einem Showturnier teilnehmen. Talentscouts werden auf ihn aufmerksam, doch dann erhält er schreckliche Nachrichten von daheim. Sein Dorf wurde überfallen, seine Familie ist auf der Flucht. Nur wenn er den Erfolg in Amerika erzwingt, kann er sie retten.



    Meine Kritik:

    Der 17-jährige Samuel Sooleyman lebt im kriegsgebeutelten Südsudan. Sein einziger Zeitvertreib und gleichzeitig seine größte Hoffnung ist der Basketball. Bei einem Auswahlspiel schafft er es ins nationale Jugendteam und darf in die USA reisen. Schnell werden Talentscouts auf ihn aufmerksam und sorgen dafür, dass er in die Basketballliga eines Colleges aufgenommen wird. Dort avanciert er durch stetiges Üben rasch zum Star des Teams. Sorgen bereiten ihm allerdings die Nachrichten aus seiner alten Heimat. Rebellen haben sein Dorf überfallen und die Überlebenden seiner Familie befinden sich auf der Flucht. So ist Sooley ständig hin und her gerissen zwischen seinem zunehmendem Erfolg und der Angst um seine weit entfernt befindliche Familie.

    Obwohl ich im Allgemeinen kein großer Sportfan, geschweige denn ein großer Basketball-Fan bin, bin ich auch Grishams neuer Sportgeschichte gerne verfolgt. Mit einer sympathischen Hauptfigur wie Samuel wird auch die typische Underdog-Story sehr interessiert. Zudem lernt man lernt die traumatische Lebensgeschichte der Südsudanesen kennen und kann schmunzeln, wenn sich Sooley über die Gepflogenheiten der westlichen Welt wundert. Zu bemängeln habe ich eigentlich bloß, dass nachdem der Held einmal zu seiner Form gefunden hat, der Rest seiner Karriere bis kurz vor Schluss relativ geradlinig und ohne große Überraschungen verläuft. Erst am Ende gab es dann eine Wendung, die ich so nicht kommen gesehen hatte und von der ich alles andere als begeistert bin. Nichtsdestotrotz ist Grisham mit „Das Talent“ erneut ein lesenswerter Roman gelungen.

    Großbritannien ist das erste Land der Erde, in der komplett autonome Autos unterwegs sind. Laut Regierung sind die Fahrzeuge gegen Hackerangriffe immun. Dennoch gelingt es einem Cyber-Terroristen, acht selbstfahrenden Autos unter seine Kontrolle zu bringen und die Passagiere im Wageninneren einzusperren. Es gibt keine Forderungen, sondern nur die Drohung, dass die Fahrzeuge in zwei Stunden alle miteinander kollidieren werden. Eine Person will der Terrorist überleben lassen – und das weltweite Online-Publikum soll entscheiden, wer dafür infrage kommt.

    Obwohl diese Ausgangsbasis sehr interessant klingt, sind die Möglichkeiten des Romans ziemlich limitiert. Zumal zu keiner Zeit auf die Bemühungen der Polizei eingegangen wird, den Hacker ausfindig zu machen. Um die Geschichte dennoch interessant und spannend zu halten, gibt es im Verlauf der Handlung immer wieder neue Enthüllungen über die Passagiere, die alles in einem anderen Licht erscheinen lassen. Dadurch bleibt man am Ball; überlegt, für wen man sich entscheiden könnte, und kommt generell ins Grübeln, was die Zukunftstechnologien und ihren Einsatz betrifft. Zum Ende hin überwiegen natürlich die Spannungselemente und es wird ein wenig abstrus. Doch auch das passt recht gut zur Story.

    • ASIN ‏ : ‎ 386532603X
    • Herausgeber ‏ : ‎ Pendragon (1. Mai 2018)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 514 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 9783865326034
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3865326034
    • Originaltitel ‏ : ‎ BURNING ANGELS


    ASIN/ISBN: 386532603X


    Über den Autor:

    James Lee Burke, 1936 in Louisiana geboren, wurde bereits Ende der Sechzigerjahre von der Literaturkritik als neue Stimme aus dem Süden gefeiert. Nach drei erfolgreichen Romanen wandte er sich Mitte der Achtzigerjahre dem Kriminalroman zu, in dem er die unvergleichliche Atmosphäre von New Orleans mit packenden Storys verband. Burke wurde als einer von wenigen Autoren zweimal mit dem Edgar-Allan-Poe-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet. 2015 erhielt er für Regengötter den Deutschen Krimi Preis. Er lebt in Missoula, Montana.



    Inhaltsangabe:

    Seit über hundert Jahren lebt die schwarze Farmerfamilie Fontenot auf einer Plantage in der Nähe von New Orleans. Doch jetzt will man sie von dem gepachteten Stück Land vertreiben. Detective Dave Robicheaux kümmert sich darum und stößt auf die zwielichtigen Machenschaften des Giacano-Clans. Schnell verstrickt er sich selbst in das wirre Geflecht der undurchsichtigen Verbindungen. Erste Anhaltspunkte findet er in einem Notizbuch, das ihm Sonny Boy Marsallus, ein Dealer und Spieler zwischen den Fronten, auf der Flucht vor dem Clan anvertraut. Bald fließt das erste Blut ….



    Meine Kritik:

    Detective Dave Robicheaux wird diesmal gleich in mehrere verworrene Ereignisse verstrickt: Jemand will die schwarze Farmerfamilie Fontenot von deren Plantage vertreiben. Ein zwielichtiger New Yorker Mafia-Boss treibt sein Unwesen. Dann ist da auch noch ein Gutsbesitzer, der nicht Dreck am Stecken, sondern seit Jahren auch eine heimliche Affäre mit einer jungen afroamerikanischen Frau hat. Und einige ehemalige Bundespolizisten mischen ebenfalls mit. Dadurch ist Robicheaux ständig auf Achse, ohne dass man als Leser so recht weiß, wohin die Reise überhaupt geht. Selbst als die ersten Leichen folgen, hat keiner eine Ahnung, wie diese überhaupt ins Bild passt. Leider hält dieser Zustand bis zum Ende an. Dadurch war ich vom achten Robicheaux-Band nicht ganz so angetan, wie von seinen Vorgängern. Ich hoffe, dass es bei der „Nacht über dem Bayou“ etwas geordneter zugeht.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Droemer HC; 1. Edition (30. März 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 336 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426282739
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426282731


    ASIN/ISBN: 3426282739


    Über die Autoren:

    Sebastian Fitzek ist Deutschlands erfolgreichster Autor. Seine Bücher sind Vorlage für internationale Verfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt in Berlin und wurde mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet.

    Micky Beisenherz lebt in Hamburg und Bochum und schreibt u. a. für den Stern und die Süddeutsche Zeitung. Er hostet den Podcast Apokalypse und Filterkaffee, moderiert auf n-tv und im WDR und arbeitet als Autor für Fernsehformate wie Late Night Berlin.



    Inhaltsangabe:

    ACHTUNG: Dieses Buch kann neben einer extrem spannenden Handlung auch Spuren von Humor enthalten. Der neue Bestseller für alle, die Sebastian Fitzek gern auf neuen Wegen begleiten!

    Carl Vorlau, mysteriöser Patient einer psychiatrischen Privatklinik, behauptet, vor Monaten die siebenjährige Pia entführt und an einen geheimen Ort verschleppt zu haben. Über seine Tat will Vorlau nur mit einem einzigen Menschen reden - dem ebenso humorvollen wie unkonventionell arbeitenden Literaturagenten David Dolla, dem Vorlau ein diabolisches Angebot macht: Der Agent soll ihm einen Verlagsvorschuss von einer Million Euro verschaffen, für einen Thriller mit dem Titel „Ich töte was, was du nicht siehst“. Ein Geständnis in Form eines True-Crime-Romans über das Schicksal der kleinen Pia!

    Als Belohnung verspricht Vorlau, Dolla zu einem Helden zu machen, der das Mädchen in letzter Sekunde vor dem sicheren Tod rettet. Sollte Dolla den Auftrag jedoch ablehnen, will Vorlau nicht nur Pia sterben lassen, sondern auch das Leben des Agenten für immer zerstören …

    Klingt nach einem typischen Psychothriller?

    Stimmt. Aber auch wieder nicht. Denn die Hauptfiguren von „Schreib oder stirb“ sind noch außergewöhnlicher als das neue Autorenduo selbst: Sebastian Fitzek & Micky Beisenherz.

    „Wir wollten etwas schreiben, was es so noch nie gab: eine Geschichte, über die man auf der einen Seite herzhaft lachen kann - und beim Umblättern bleibt einem genau dieses Lachen vor Spannung im Halse stecken!“


    Meine Kritik:

    Wenn sich Thriller-Autor Sebastian Fitzek und Komiker Micky Beisenherz zusammentun, kann eigentlich nur etwas sehr Verrücktes dabei herauskommen. Schon allein die Ausgangsbasis der Geschichte klingt alles andere als alltäglich: der erfolgreiche Literaturagent David Dolla (da ist der Name Programm!) wird in eine psychiatrische Privatklinik gerufen, wo ihm ein Kindesentführer ein gruseliges Angebot macht: Nur wenn er ihm dabei hilft, für die Entführungsgeschichte einen hochdotierten Buchdeal zu ergattern, wird er ihm – und nur ihm – verraten, wo er das vermisste Kind versteckt hat. Zwangsweise lässt sich Dolla auf den Pakt ein. Doch noch während er mehr über die Hintergründe in Erfahrung bringen will, wird seine schwangere Verlobte angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Und das ist erst der Anfang einer nervenaufreibenden Odyssee, bei der die Zeit drängt.

    Der Anfang der Geschichte ist durchaus interessant. Man fühlt sich genauso von der Situation überwältigt wie es der Literaturagent ist. Dann allerdings wird die Handlung leider – wie so oft bei Fitzek – etwas hanebüchen. Es folgen die typischen Fitzek-Elemente, wie dass etliche Personen mal wieder absolut nicht das sind, was sie vorgeben, viele kurze Kapitel mit überraschenden Cliffhanger-Abschlüssen, und nervenzerfetzende Spannung. Neu sind allerdings die vielen witzigen Kommentaren und Umschreibungen dazu, die vermutlich größtenteils auf Beisenherz‘ Konto gehen dürften und die mich durchaus einige Male zum Schmunzeln brachten. Schön fand ich auch eine gewisse Selbstironie, die die zwei dabei an den Tag legten. Deshalb fand ich die Kombination letzten Endes auch recht gelungen. Wer einen verrückten Psycho-Trip erleben möchte und dabei den stellenweise beißenden Humor nicht störend findet, dürfte mit „Schreib oder stirb“ durchaus seine Freude haben.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Luzifer Verlag (30. September 2018)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 350 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3958353495
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3958353497
    • Originaltitel ‏ : ‎ The Hitman Diaries


    ASIN/ISBN: 3958353495



    Über den Autor:

    Danny King wurde 1969 in Slough, Berkshire, geboren und lebt heute mit seiner Frau und vier Kindern in Chichester, West Sussex. 2001 erschien sein erster Roman The Burglar Diaries, dem bis heute zwölf weitere folgten. Danny King schreibt auch für Film, Fernsehen und Bühne. The Burglar Diaries wurde von der BBC als sechsteilige Fernsehserie Thieves Like Us ausgestrahlt, sein vierter Roman The Pornographer Diaries 2007 als Theaterstück beim Edinburgh Fringe Festival aufgeführt. Zusammen mit Dexter Fletcher schrieb er das Drehbuch zum Film Wild Bill, das 2013 für den BAFTA nominiert wurde. Die Dreharbeiten zu dem britischen Vampirfilm Eat Locals nach dem Drehbuch von Danny King wurden im Herbst 2016 abgeschlossen.



    Inhaltsangabe:

    Ian Bridges liebt seinen Job. Er ist wahnsinnig gut darin, kann sich seine Zeit selbst einteilen und verdient gutes Geld. Aber er ist kein glücklicher Mann, denn dafür fehlt ihm noch die eine große Liebe, die ganz spezielle Frau an seiner Seite, mit der er seinen Erfolg teilen kann. Dumm nur, dass die meisten Frauen, deren Bekanntschaft er macht, dies nur selten überleben. Denn Ian Bridges ist ein Auftragskiller. Aber das hält ihn nicht davon ab, weiter nach seiner Traumfrau zu suchen – und wenn er dafür vorher jede andere Frau Großbritanniens umbringen muss … "The Hitman Diaries ist überaus lustig und so mitreißend, dass man es nicht mehr aus der Hand legen will - eine grundlegende Qualität erfolgreicher Kriminalgeschichten, Ein schmutziges, großes Vergnügen." [The Times]



    Meine Kritik:

    Ian Bridges ist ein talentierter britischer Auftragskiller. Doch sein Job füllt ihn nicht aus und er sehnt sich nach der Frau fürs Leben. In seinen Hitman Diaries erzählt er daher abwechselnd von seiner brutalen Tätigkeit und den Bemühungen, trotz seiner misanthropischen Art eine zu ihm passende Frau zu finden. Dies alles geschieht in lose zusammenhängenden Anekdoten unverblümt und mit sehr viel schwarzem Humor á là Quentin Tarantino. Sonderlich tiefschürfend ist die Lektüre zwar nicht, dafür aber umso unterhaltsamer.



    • ASIN ‏ : ‎ B07YZCWYFZ
    • Herausgeber ‏ : ‎ beBEYOND (31. Oktober 2019)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Dateigröße ‏ : ‎ 27138 KB
    • Text-to-Speech (Vorlesemodus) ‏ : ‎ Aktiviert
    • Screenreader ‏ : ‎ Unterstützt
    • Verbesserter Schriftsatz ‏ : ‎ Aktiviert
    • X-Ray ‏ : ‎ Nicht aktiviert
    • Word Wise ‏ : ‎ Nicht aktiviert
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 1203 Seiten


    ASIN/ISBN: B07YZCWYFZ



    Über den Autor:

    Christian Gailus studierte Germanistik in Hamburg und Drehbuch in Köln. Er arbeitete in einer Werbeagentur und verfasst Kriminalromane, Thriller, Kinderbücher und Hörspiele. Unter dem Pseudonym T. SPEXX schreibt er für ARENA die Serie "Secrets of Amarak", als MAX HELD die Serie "Wild Claws".



    Inhaltsangabe:

    Ray Berkeley führt ein zufriedenes Leben. Er ist ein angesehener Psychologe und lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in einem großen Haus im Grünen. Doch vom einen auf den anderen Tag gerät Ray in einen Sog aus brutalen Morden, schockierenden Geständnissen und mysteriösen Ereignissen. Rätselhafte Spuren führen zu dem Schriftsteller H. P. Lovecraft - und Ray erkennt, dass die Welt weit furchterregender ist, als der berühmte Horror-Autor sie in seinen Geschichten jemals hätte schildern können ...
    Dieses Sammelband enthält alle 8 Folgen der Horror-Serie! Das sind mehr als 900 Seiten Spannung und Horror in bester H.P.-Lovecraft-Manier.
    Für Fans von Stranger Things, American Horror Story, Spuk in Hill House, Stephen King und natürlich H.P. Lovecraft.



    Meine Kritik:

    Das Leben des angesehenen Psychologen Ray Berkeley gerät auf einmal völlig außer Kontrolle. Im Job geht alles schief, die Probleme mit seiner Familie häufen sich. Dazu scheint er das einzige Bindeglied in mehreren Mordermittlungen zu sein. In seiner Verzweiflung beginnt Ray, eigene Nachforschungen anzustellen und stößt dabei auf einen mysteriösen Siegelring, der angeblich dem legendären Horror-Schriftsteller H.P. Lovecraft gehörte. Wenig später tauchen unbekannte Briefe des Autors auf und ein Mann behauptet, ein Nachfahre von Lovecraft zu sein. Dazu kommen weltweit immer mehr Menschen unter mysteriösen Umständen zu Schaden, viele sogar ums Leben. Es scheint, als würde die Welt, wie wir sie kannten, tatsächlich auf ihr Ende zusteuern.

    Christian Gailus‘ achtteilige Horrorserie beginnt spannend und vielversprechend, doch aufgrund des Seriencharakters ufert die Handlung nach einer Weile zunehmend aus. Unzählige Charaktere werden eingeführt, manche davon bloß für wenige Kapitel. Außerdem gibt es jede Menge kurze Handlungsstränge, die die Geschichte weiter ausdehnen. Da ist es schwierig, die ganze Zeit über mit derselben Begeisterung am Ball zu bleiben. Für Lovecraft-Fans dürfe der Sammelband dennoch ein Highlight darstellen, da es sich intensiv mit dem Leben des Schriftstellers und seinem Werk beschäftigt. Selbstredend, dass es dabei zahlreiche Anspielungen und Querverweise auf die kultigen Gruselstorys gibt.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Luzifer Verlag; 1. Edition (31. Mai 2020)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Broschiert ‏ : ‎ 380 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3958355110
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3958355118


    ASIN/ISBN: 3958355110


    Über den Autor:

    Danny King is an award-winning British novelist and screenwriter.

    Born in Slough, the United Kingdom in 1969 he has worked as a hod carrier, a supermarket shelf stacker, a painter & decorator, a postman and a magazine editor and today uses this rich smorgasbord of experiences to dodge all of the aforementioned. He has written over a dozen books as well as screenplays for both the big and small screens.

    His first book, The Burglar Diaries, won the 2002 Amazon.co.uk Writers' Bursary Award and was the basis of his BBC sitcom, Thieves Like Us (2007). And his first feature film, Wild Bill, won both the 2012 Writers' Guild of Great Britain Award and a BAFTA nomination for Outstanding Debut. His second feature film, Eat Locals, was released in 2017 and is available on download or DVD/Blu-ray.

    He lives in Chichester, West Sussex with wife, Jeannie and four children and divides his time between writing and wondering what to write about. For further details go to dannykingbooks.com.


    Inhaltsangabe:

    John Coal war der typische Sonderling im Ort – ein alter, schrulliger Eigenbrötler, aber ansonsten harmlos. Zumindest war es das, was die Nachbarn von ihm dachten. Bis eines Nachts ein Junge sein dreißig Jahre lang sorgfältig gehütetes Geheimnis enthüllte … Nun ist er auf der Flucht. Die Polizei, die Armee und sogar die Zoos machen Jagd auf ihn. Aber John ist ein alter Hase, wenn es darum geht, den Menschen zu entkommen, und so begibt er sich zusammen mit seiner Vampir-Ziehtochter Rachel in die Wildnis der schottischen Highlands. Hier, so hoffen sie, können sie einen neuen Anfang wagen. Aber John kann seiner Vergangenheit genauso wenig entkommen wie seinem Fluch. Das Böse wird immer das Böse finden, und die Bedrohung für John und Rachel hat gerade erst begonnen … Auch in der zweiten Geschichtensammlung erwarten Sie wieder Horrorstorys über Werwölfe, Vampire, Ghule, Geister, die Toten und die Untoten – erlebt und erzählt von John Coal, dem seltsamen Mann aus dem HAUS DER MONSTER.



    Meine Kritik:

    Nach dem dramatischen Ende vom ersten Band befindet sich John Coal mit seiner Vampir-Ziehtochter Rachel auf der Flucht. Sie verstecken sich in der Abgeschiedenheit der schottischen Highlands und hoffen, dort von den Behörden nicht aufgespürt zu werden. Was gar nicht so einfach ist, denn schon ihr Unterschlupf erweist sich als verfluchter Ort. Nachdem das überstanden ist, erinnert sich John Coal an ein Zombie-Abenteuer im Russland der 1980er Jahre. Anschließend darf Rachel eine Anekdote aus dem viktorianischen London berichten. Zum Schluss folgt dann noch eine klassische Geistergeschichte im alten Schottland. Zusammengehalten werden all diese Gruselstorys von Johns und Rachels Bemühungen, nicht entdeckt zu werden. Auch ohne Vorwissen kann man recht schnell in die Handlung eintauchen und folgt ihr bereitwillig. Die Geschichten über Russland und England sind meiner Meinung nach etwas zu lang geraten. Außerdem zeichnet sich relativ früh ab, worauf es hinausläuft. Dafür erscheint mir die schottische Geistergeschichte ein bisschen zu kurz. Das Ende des Buches ist genau, wie im ersten Band etwas offen – was auf einen dritten Teil hoffen lässt, der von mir aus gerne kommen darf.

    Der alte John Coal ist der Sonderling in einer englischen Kleinstadt. Als wieder einmal einige Jugendliche als Mutprobe in sein Haus einbrechen, nimmt er sich vor, sie gehörig zu erschrecken. Dafür erzählt er ihnen vier längere Anekdoten aus seinem schaurigen Leben: Wie er als 18-Jähriger herausfindet, dass er aus einer Generation aus Serienmördern entstammt und sein Vater will, dass John sein blutiges Erbe antritt. Wie er in den sechziger Jahren die Weltmeere bereiste und sich unterwegs mit einem Werwolf anlegte. Wie er in den Siebzigern in eine englische Geisterstadt geriet und in den Achtzigern ein Vampirmädchen kennenlernte.

    John berichtet all die haarsträubenden Abenteuer aus der Ich-Perspektive und immer wieder mit vielen schwarzhumorigen Bemerkungen. Man lauscht den Forrest-Gump-ähnlichen Erlebnissen gerne und ist stets gespannt, wie es weitergeht. Hier hat der Brite Danny King ganze Arbeit geleistet.

    Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau Rosemary auf ihrer eigenen Geburtstagsfeier ist George Barton am Boden zerstört. Zunächst sieht alles nach Suizid aus, doch dann tauchen Briefe auf, in denen jemand behauptet, dass es ein Mord gewesen sein könnte. In seiner Not vertraut sich George einem alten Bekannten an – Colonel Race. Dieser schlägt vor, am Jahrestag ihres Todes genau die gleichen Leute wie bei Rosemarys Geburtstagsfeier in genau das gleiche Restaurant einzuladen, um so die damalige Situation nachzustellen. So gelingt es nach einigen Rückschlägen schließlich auch, herauszufinden, was vor einem Jahr tatsächlich geschah.

    Die Handlung klingt interessant, allerdings geht es in der ersten Hälfte des Roman fast ausschließlich darum, wie der junge Witwer sein Leben wieder auf die Reihe bekommt. Erst nachdem tatsächlich die Feier ansteht, wird es interessant(er). Wie schon bei seinen vorherigen Aufritten spielt Colonel Race auch in seinem vierten (und letzten) Fall die meiste Zeit eine untergeordnete Rolle. Neben ihm stellen auch die Polizei und einer von Rosemarys Angehörigen eigenen Nachforschungen an.

    Beim Entrümpeln stößt die ehemalige Geheimagentin Tuppence Beresford auf ein Buch mit einer geheimen Botschaft darin. Offenbar hat vor Jahren jemand einen Mord aufgedeckt. Als sie die Verfasserin der geheimen Botschaft endlich finden, ist diese längst tot. Doch davon lassen sich Tommy und Tuppence natürlich nicht aufhalten und rollen den uralten Todesfall noch einmal auf. Sehr zum Ärger des tatsächlichen Mörders. So dauert es nicht lang und das Ermittlerehepaar gerät nicht nur in Gefahr sondern bekommt es sogar noch einmal mit dem Geheimdienst zu tun.

    Der fünfte und letzte Band um Tommy und Tuppence ist genauso schrullig-charmant wie ihre vorherigen Abenteuer. Trotz der Mordfälle geht es relativ friedlich und beschaulich zu. Für Fans von T&T und Miss Marple ist der Rentnerkrimi sicherlich ein Highlight. Alle anderen werden ihn wohl lediglich „ganz nett“ finden.

    Anders als Miss Marple und Hercule Poirot sind Agatha Christies “andere” Helden Tommy und Tuppence seit ihrem ersten Abenteuer „Ein gefährlicher Gegner“ (1922) in Echtzeit gealtert. Damals waren sie junge Leute um die Zwanzig, inzwischen sind sie im Rentenalter. Noch älter ist Tommy Beresfords Tante Ada, die ihre letzten Tage in einem Altenheim verbringt. Nach deren Tod erbt Tommy unter anderem ein altes Landschaftsgemälde. Tuppence erkennt darauf ein Haus wieder und sucht das englische Hinterland danach ab. Dabei stößt sie auf eine Jahre zurückliegende Mordserie an Kindern und beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei bringt sie sich selbst in Gefahr und wird schließlich sogar vermisst. Tommy zögert nicht lang und begibt sich auf die Suche nach ihr. Das ist manchmal spannend, meistens jedoch eher gemächlich. Gerade bei einem solchen Mordfall hätte ich mir einige packender Kapitel gewünscht.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Kampa Verlag; 1. Edition (25. Februar 2021)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 448 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3311125363
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3311125365
    • Originaltitel ‏ : ‎ Dark Sacred Night


    ASIN/ISBN: 3311125363


    Über den Autor:

    MICHAEL CONNELLY, ist mit über 75 Millionen verkauften Büchern in 40 Sprachen einer der US-amerikanischen Krimi-Superstars. 1956 geboren, wuchs er in Florida auf, wo er als Journalist arbeitete, bis ihn die Los Angeles Times als Gerichtsreporter in die Stadt holte, in der sein literarisches Idol Raymond Chandler seine Romane spielen ließ, was Connelly ihm gleichtun sollte. Für seinen ersten Roman Schwarzes Echo (1992), als Kampa Pocket erhältlich, wurde Connelly mit dem Edgar Award, dem renommiertesten amerikanischen Krimipreis, ausgezeichnet. Das zweite Herz und Der Mandant wurden mit Clint Eastwood und Matthew McConaughey in den Hauptrollen verfilmt. Seit 2014 produziert Amazon die Serie Bosch, die auf den Fällen seines Ermittlers Hieronymus »Harry» Bosch basiert. Boschs Credo »Jeder zählt, oder niemand zählt« würde auch Renée Ballard, Connellys neue Heldin, unterschreiben.



    Inhaltsangabe:

    Seit drei Jahren arbeitet Renée Ballard nun schon in der Late Show, der berühmt-berüchtigten Nachtschicht des LAPD. Als sie in den frühen Morgenstunden von einem Routineeinsatz in das verlassene Detective Bureau der Hollywood Division zurückkehrt, um ihren Bericht zu schreiben, erwischt Ballard einen grauhaarigen Unbekannten mit Schnurrbart, der sich an den Aktenschränken zu schaffen macht. Der Mann ist kein Geringerer als Harry Bosch. Der pensionierte Detective hat versucht, die Akte der fünfzehnjährigen Prostituierten Daisy Clayton mitgehen zu lassen, deren Leiche vor neun Jahren in einem Müllcontainer gefunden wurde. Kurzerhand schmeißt Ballard den Ex-Ermittler raus – um wenig später zu erkennen, dass der erschütternde Fall einen zweiten Blick lohnt. Ballard und Bosch wird klar, dass sie gemeinsam viel erreichen können: Sie geht mit Biss an die Sache ran und kann die Ressourcen der Polizei nutzen, er hat reichlich Erfahrung und nichts zu verlieren. Als ebenso ungewöhnliches wie perfektes Ermittlerduo machen sich die beiden Einzelgänger zusammen an die Arbeit.



    Meine Kritik:

    Während einer ihrer Nachtschichten beim LAPD stößt die junge Polizeikommissarin Renée Ballard auf dem Polizeirevier auf einen älteren Mann, der offenbar heimlich die Aktenschränke durchforstet. Renee stellt ihn zur Rede und findet heraus, dass es sich dabei um keinen geringeren als den pensionierten Detective Harry Bosch handelt, der in einem alten Mordfall ermittelt. Nach anfänglicher Skepsis beschließen beide Polizisten, gemeinsam an dem Fall zu arbeiten, um so aufzuklären, wieso die junge Daisy Clayton getötet wurde. Neben diesem Hauptfall müssen beide Kommissare natürlich noch ihrer regulären Arbeit nachgehen. Renee hat ihre allabendlichen Außeneinsätze, über die sie allerlei kuriose Dinge erlebt, und Harry steckt mitten in der Aufarbeitung eines alten Bandenmordes. So haben beide jede Menge zu tun und als Leser bekommt man eine Menge Abwechslung geboten. Diese Vielfalt an Ermittlungen tun der Geschichte gut und lassen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Allerdings muss man gleichzeitig gut aufpassen, um bei den vielen Namen und Verwicklungen nicht durcheinander zu kommen. Wie üblich bei Connelly ist die Handlung recht straff und schnörkellos erzählt. Schön fand ich zudem, dass Renee nach ihrem Solo-Abenteuer (in ihrem Debüt „Late Show“) nun zusammen mit dem Harry Bosch ermitteln darf. Nach zwanzig vorherigen Fällen (sowie einer bereits abgeschlossenen plus einer in Produktion befindlichen TV-Serie) kommt Harry langsam in die Jahre. Da schadet es nicht, ihm eine deutlich jüngere und scheinbar genauso gute Kommissarin an die Seite zu stellen. Wie ich bei Wikipedia gelesen habe, werden die zwei auch zukünftig gemeinsam Fälle bearbeiten. Mir soll das nur Recht sein. Die beiden sind ein tolles Team.

    Mit Lovecraft hatte ich das eigentlich nicht in Verbindung gebracht, mich hat das eher an Voodoorituale mit Hühnern erinnert. :gruebel

    Ja, stimmt die auch. An Lovecraft musste ich denken, als es anfangs um dunkle Hexenkulte ging und dabei einige okkulte Werke erwähnt werden, auf die sich HPL auch immer gerne bezog.

    Nach dem Tod eines katholischen Priesters beginnt der Historiker Mark Easterbrook zu ermitteln. Eine Spur führt ihn in ein kleines nordenglisches Dorf und zu okkulten Sitzungen. Bei einem Dorffest trifft er dann die berühmte Schriftstellerin Ariadne Oliver, die Christie-Fans bereits aus anderen Romanen kennen. Sie erwähnt ein altes Gasthaus namens Fahles Pferd, in dem nicht alles mit rechten Dingen zugehen soll. Und wirklich: Offenbar hat dort eine Verbrecher-Organisation ihren Sitz, die Menschen tötet und es nach einer natürlichen Todesursache aussehen lässt. Zusammen mit seiner Freundin Ginger versucht Mark, die Machenschaften der Organisation aufzudecken - auch wenn das die beiden selbst in große Gefahr bringt.

    Der 52. Kriminalroman von Agatha Christie ist eine interessante Mischung aus den Situationskomödien der Sechziger Jahre, im Mittelteil einem Hauch unheimlicher Hexenmystik im Stil von H.P. Lovecraft sowie natürlich einer verzwickten Krimihandlung.

    Herausgeber : ‎ FISCHER Scherz (1. Januar 1994)

    ISBN-10 ‏ : ‎ 3502551685

    ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3502551683

    ASIN/ISBN: 3502551685


    Über die Autorin:

    Als »Queen of Crime« wird Agatha Christie, 1890 bis 1976, allein schon wegen ihres gigantischen Publikumserfolges bezeichnet: Die geschätzte Gesamtauflage ihres Werkes beläuft sich auf über zwei Milliarden. Neben Theaterstücken und »gewöhnlichen Romanen«, die unter dem Pseudonym Mary Westmacott erschienen, hat Christie im Laufe eines halben Jahrhunderts etwa achtzig Kriminalromane und dreißig Bände mit Kurzgeschichten publiziert. In den 50er Jahren begann sie, ihre Krimistorys für das Theater zu adaptieren. Ihr bekanntestes Kriminaldrama »The Mousetrap« wird noch heute, nach über 60-jähriger Laufzeit, im St. Martin's Theatre im Londoner West End gespielt. 1971 wurde Agatha Christie eine der höchsten Auszeichnungen Großbritanniens verliehen – der Titel »Dame Commander of the British Empire«.


    Inhaltsangabe:

    Als Michael Rogers auf das Anwesen "Gipsy"s Acre" stößt, fühlt er sich sofort von dem Ort angezogen. Er erfährt von Einheimischen, dass ein Fluch auf dem Anwesen liegt. Er würde es aber dennoch gerne kaufen, leider hat er nicht die finanziellen Möglichkeiten. Bei einer Auktion auf dem Anwesen lernt er die reiche Waise Ellie Guteman kennen, sie verlieben sich und heiraten kurz darauf. Kurz nachdem sie in ihr Traumhaus auf dem Anwesen gezogen sind, müssen sie feststellen, dass die Zigeunerin, die sie gewarnt hat in das verfluchte Haus zu ziehen nicht so ganz unrecht hatte ...


    Meine Kritik:

    Frisch vermählt ziehen Michael Rogers und seine Gattin Ellie auf das englische Anwesen Gipsy‘s Acre und hoffen dort auf ein glückliches Leben. Doch immer wieder lauert ihnen eine alte Roma-Frau auf und warnt sie vor dem alten Fluch, der auf dem Grundstück liegen soll. Zunächst halten sie s für einen schlechten Scherz, doch als sich die Unfälle und Unglücke in ihrer Nähe mehren, kommen sie schließlich ins Zweifeln. Allerdings ist es da bereits zu spät … „Mord nach Maß“ ist ein spannender Krimi mit Thriller-Elementen á là Hitchcock. Diesmal geht es um keine verzwickte Mördersuche, sondern um Michael Rogers aus der Ich-Perspektive geschilderten Bericht, was für unschöne Dinge sich alles auf dem Gipsy‘s Acre ereignen. Wie üblich bei Agatha Christie, birgt das Ende mal wieder einige Überraschungen, weil nichts so ist, wie es scheint. Alles in einem war es eine ebenso spannende wie nicht typische Christie-Geschichte.

    Hilary Craven ist des Lebens überdrüssig und plant, es mit einer Überdosis Schlaftabletten zu beenden. Da tritt ein Mann vom Geheimdienst an sie heran und schickt sie auf eine Art Selbstmordmission. Mehrere Wissenschaftler sind verschwunden oder unter mysteriösen Umständen gestorben. Hilary sieht der Frau eines vermissten Wissenschaftlers ähnlich und soll ihren Platz einnehmen. Bald darauf wird sie zu einem geheimen Gefangenenlager in der afrikanischen Wüste gebracht, wo sie auf die verschwundenen Fachleute trifft, die hier gezwungen werden, ihre Arbeit für die Regierung fortzusetzen. Schon nach wenigen Tagen beginnt Hilary, ihre Flucht zu planen.

    Wie ich bei Wikipedia gelesen habe, reflektiert der Roman die Ereignisse rund um den Spionagefall von Bruno Pontecorvo und Klaus Fuchs aus den 1950er Jahren, zwei Physikern, die in die Sowjetunion übergelaufen sind. Mich erinnerte die moderat spannende Geschichte etwas an den Hitchcock-Film „Der zerrissene Vorhang“ mit Paul Newman in der Hauptrolle. Der Roman war zwar eine angenehme Abwechslung zu den sonstigen Christie-Geschichten, stellt allerdings kein Highlight in ihrer Bibliografie dar.

    Während einer Zugfahrt lernt der pensionierte Polizist Luke Fitzwilliam die reizende alte Miss Pinkerton kennen. Sie erzählt ihm von einer merkwürdigen Mordserie im Örtchen Wychwood und fürchtet um das Leben des Dorfarztes. Zunächst glaubt ihr Luke nicht, doch dann erfährt er, dass sowohl der Arzt als auch Miss Pinkerton gestorben sind. Also reist er nach Wychwood und gibt vor, dort für ein Buch zu recherchieren. In Wahrheit befragt er die Einwohner in typischer Poirot-Manier, was es mit den Todesfällen auf sich hat. So lernt er nicht nur eine Menge skurrile Gestalten kennen, sondern kommt auch der Wahrheit auf die Spur.

    „Das Sterben in Wychwood“ ist ein komplett für sich stehender Roman mit einem völlig neuen Ermittler, der in diesem Band nicht nur seinen ersten, sondern ebenso seinen letzten Auftritt hat. Es war angenehm, in diesem Christie-Krimi mal nicht auf Hercule Poirot oder Miss Marple zu stoßen, wobei die Vorgehensweise von Lukes Nachforschungen durchaus an die beiden erinnert. Das Ende war etwas überraschend. Mit dieser Auflösung hatte ich (mal wieder) nicht gerechnet.

    Hercule Poirot macht mal wieder Urlaub. Diesmal im südenglischen Badeort Devon. Es ist Sommer und der Meisterdetektiv verbringt viel Zeit mit Relaxen am Strand. Das ändert sich, als die berühmte Schauspielerin Arlena Marshall an der Küste erwürgt wird. Poirot vermutet den Täter unter einem der Gäste und beginnt auf seine gewohnt subtile Art, die einzelnen Verdächtigen zu verhören. Ihn dabei zu begleiten und selbst mitzurätseln, hat mir gefallen, obgleich ich wie üblich mal wieder keine Ahnung hatte, wer sich am Ende als Mörder entpuppen würde. Eine angenehme Cosy-Crime-Unterhaltung war es trotzdem. Oder gerade deswegen.