Beiträge von fictionmaster

    Nach einem Autounfall ist Antiquitätenhändler Hatch Harrison achtzig Minuten klinisch tot. Als die Ärzte ihn im Krankenhaus reanimieren, geht es ihm gut und es scheint keinerlei gesundheitliche Nachwirkungen zu geben. Nach einer Weile stellt Hatch allerdings fest, dass er von nun an telepathisch mit einem wahnsinnigen Teenager verbunden ist, der sich selbst Vassago nennt. Das Problem daran ist nur, dass die Verbindung in beide Richtungen funktioniert. Nachdem Vassago Einblicke in das Leben von Hatch, seiner Frau Lindsay und der Adoptivtochter Regina erhalten hat, beschließt er, dass sie seine nächsten Opfer werden. Was folgt, ist ein genretypische Katz-und-Maus-Spiel ohne große Überraschungen. Überhaupt fand ich den Roman relativ spannungsarm und aus zu vielen Perspektiven erzählt. Die des OP-Arztes hätte Koontz sich komplett sparen können. Die des Bösewichts Vassago eigentlich ebenso. Ebenfalls etwas anstrengend fand ich die vielen gestelzten Umschreibungen wie „Sie hätte schreien mögen“ und dergleichen. Klar ist die Geschichte bereits dreißig Jahre alt, aber so hat man sich auch in den Neunzigern nicht ausgedrückt.

    Sehr gelungen fand ich die Szenen rund um die Adoption und Reginas erste Tage bei der neuen Familie.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Droemer HC; 5. Edition (20. März 2019)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 256 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426277824
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426277829


    ASIN/ISBN: 3426277824



    Über den Autor:

    Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor. Seit seinem Debüt „Die Therapie" (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in sechsunddreißig Ländern und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet und 2018 mit der 11. Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau geehrt. Er lebt in Berlin.



    Inhaltsangabe:

    Worauf kommt es im Leben wirklich an? Wie findet man sein Glück? Was lernt man aus Niederlagen? Und wie geht man mit seinen Mitmenschen um? In spannenden persönlichen Episoden erzählt Sebastian Fitzek, was für ihn im Leben wichtig ist und wie ein glücklicher Lebensweg gelingen kann. Inspiriert wurde er zu diesem Hörbuch durch seine Rolle als Vater – und die Frage, was er seinen Kindern für das Leben mitgeben würde, wenn ihm nicht mehr viel Zeit bliebe. So ist "Fische, die auf Bäume klettern" auf den ersten Blick ein sehr persönliches Vermächtnis eines Vaters an seine noch jungen Kinder, zugleich aber auch ein Hörbuch für alle, die Halt suchen und sich der Werte, die ihnen wichtig sind, vergewissern möchten. Wer, wenn nicht Sebastian Fitzek selbst, könnte dieses sehr persönliche Hörbuch am besten lesen.



    Meine Kritik:

    Als Eltern fragt man sich oft, welche Dinge man seinen Kindern unbedingt raten und mit auf den Weg geben möchte. Viele machen das mündlich über viele Jahre hinweg, aber es geht natürlich genauso schriftlich in zusammengefasster Buchform. Autor Sebastian Fitzek hat sich für letzteres entschieden und erzählt seinem Nachwuchs, worauf es ankommt und worauf sie achten sollen. Manches davon sind Weisheiten, die er an allgemeinen Beispielen erklärt. Anderes sind Anekdoten aus Fitzeks eigener Biografie und was er auf seiner bisherigen Lebensreise mitbekommen oder falschgemacht hat. Wir erfahren von seinem Bekanntenkreis, wie sich seine Schulzeit gestaltete und er beim Kauf eines Altbauhauses so ziemlich alles falschgemacht hat, was er falschmachen konnte. Aufgelockert werden selbst die ernstesten Themen durch lockere Bemerkungen und kleine Witze am Rande. Durch ebendiese Dinge wird das Sachbuch lesenswert und hebt sich angenehm von all den staubtrockenen andere Lebensratgebern ab.

    BTW: Wer sich für die knapp sieben Stunden lange Hörbuchfassung entscheidet, kann sich das Ganze sogar vom Autor selbst vorlesen lassen. Sebastian Fitzek macht seine Sache sehr gut und bringt einem die Dinge dadurch noch eine Spur näher.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Droemer HC; 2. Edition (27. Oktober 2021)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 400 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426281562
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426281567


    ASIN/ISBN: 3426281562



    Über den Autor:

    Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor. Seit seinem Debüt „Die Therapie" (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in sechsunddreißig Ländern und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet und 2018 mit der 11. Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau geehrt. Er lebt in Berlin.



    Inhaltsangabe:

    Musik ist ihr Leben. 15 Songs entscheiden, wie lange es noch dauert. Vor einem Monat verschwand die 15-jährige Feline Jagow spurlos auf dem Weg zur Schule. Von ihrer Mutter beauftragt, stößt Privatermittler Alexander Zorbach auf einen Musikdienst im Internet, über den Feline immer ihre Lieblingssongs hörte. Das Erstaunliche: Vor wenigen Tagen wurde die Playlist verändert. Steckt in der Auswahl der Songs ein Hinweis auf Felines Entführer und den Ort, wohin sie verschleppt wurde? Fieberhaft versucht Zorbach das Rätsel der Playlist zu entschlüsseln. Doch je näher er der Lösung kommt, desto unwahrscheinlicher wird es, dass er die Suche nach Feline überleben wird …



    Meine Kritik:

    Nachdem die 15-jährige Feline Jagow auf dem Schulweg spurlos verschwindet, beauftragt ihre Mutter den Privatdetektiv Alexander Zorbach damit, Felines Vater zu überprüfen, der etwas über das Verschwinden seiner Tochter wissen könnte. Bei seinen Ermittlungen bekommt es Alex nicht nur mit seinen alten Bekannten Alina Gregoriev und Philip Stoja zu tun, er stößt auch auf Felines Music-Player, in dessen Playlist genau 15 Songs enthalten sind. Schon bald beschleicht Alex das Gefühl, dass das Mädchen die Lieder nicht zufällig ausgesucht hat, sondern sie einen Hinweis auf ihren Verbleib liefern könnten. Daraufhin begibt sich er sich auf ihre Spur und landet nach „Der Augensammler“ und „Der Augenjäger“ ein drittes Mal in einem schrecklichen Albtraum.

    Psycho-Thriller hat Sebastian Fitzek schon sehr viele geschrieben. Die meisten beginnen mit einem interessanten Thema, werden dann aber über absurde Wendungen und unnötig brutalen Extremsituationen zu einem auf-Teufel-komm-raus verblüffenden Ende geführt, der zum Schluss noch mal die komplette Handlung umwirft. Anfangs dachte ich, „Playlist“ würde genauso ausfallen. Zugegeben, es gibt tatsächlich wieder etliche überraschende Wendung, die die Geschichte urplötzlich in völlig andere Richtungen lenken. Aber diesmal waren sie gut (bzw. besser) durchdacht. Zwischendrin wurden zwar eine Handvoll Klischees bedient, doch das gehört vermutlich einfach dazu. Die Handlung blieb die ganze Zeit über kontinuierlich spannend und vor allem logisch nachvollziehbar. Das Ende barg auch diesmal eine alles über den Haufen werfende Auflösung, die in dem Fall jedoch tatsächlich Sinn ergab und dem ganzen ein rundes Ende verschaffte. Zumindest für Fitzek-Verhältnisse. Vielleicht mag es (ebenso) am musikalischen Thema gelegen haben, aber dieser neue Fitzek-Thriller „Playlist“ hat mir seit langem wieder einmal sehr gut gefallen, weshalb ich ihn bedenkenlos weiterempfehlen kann. Allerdings sollte man vorher (mindestens) seine beiden „Augen“-Bücher kennen, um mit den Charakteren und deren Beweggründen vertraut zu sein. „Playlist“ spielt nämlich zwei Jahre nach dem letzten „Augen“-Buch und die Geschichte der Protagonisten weiter.

    • Produktabmessungen ‏ : ‎ 13.6 x 1.8 x 13.6 cm; 132 Gramm
    • Hersteller ‏ : ‎ Europa/Sony Music Family Entertainment (Sony Music)
    • Herstellerreferenz ‏ : ‎ 57915586
    • Label ‏ : ‎ Europa/Sony Music Family Entertainment (Sony Music)
    • ASIN ‏ : ‎ B07YTCDY36
    • Herkunftsland ‏ : ‎ Deutschland
    • Anzahl Disks ‏ : ‎ 4


    ASIN/ISBN: B07YTCDY36



    Über die Autorin:

    Mary Virginia Carey wurde 1925 in England geboren. Noch im selben Jahr wanderte ihre Familie in die USA aus. Ihr Vater, John Cornelius, arbeitete als Ingenieur, ihre Mutter war Mary Alice Carey. Carey besuchte das College of Mount St. Vincent in Riverdale (New York), wo sie 1946 ihren Abschluss machte. Im Jahr 1948 begann Carey als Publizistin zu arbeiten. Im Jahr 1955 erlangte sie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und wurde Angestellte bei den Walt Disney Productions in Burbank (Kalifornien). Dort arbeitete sie vierzehn Jahre lang als Autorin. Zwischen 1969 und ihrem Tod 1994 war Mary Carey freischaffende Schriftstellerin. Carey war Mitglied in der Schriftstellervereinigung PEN und setzte sich in Verbindung damit gegen Völker- und Rassenhass, sowie für gegenseitige Achtung und die Freiheit der Meinungsäußerung ein.


    Inhaltsangabe:

    In Mr. Prentices Wohnung geschehen rätselhafte Dinge. Lichtblitze spuken bei Nacht. Jemand hat die wertvolle gläserne Skulptur des Karpatenhundes verschwinden lassen, und wer versucht allen Mietern den Aufenthalt im Apartmenthaus unmöglich zu machen? Die wenigen Spuren weisen die drei ??? in verschiedene Richtungen. Ein harte Nuss für unsere Freunde.


    Sprecher*innen & Mitwirkende: Gelesen von Andreas Fröhlich - und Axel Lutter als Albert Hitfield.

    Die drei ??? Klassiker - gelesen von Family & Friends. Klassiker der Buchreihe werden ungekürzt gelesen von Sprecher*innen und Schauspieler*innen, die mit der Welt der drei ??? verbunden sind. Die Reihe orientiert sich nicht an der Chronologie der Buchklassiker, sondern folgt dem Prinzip „Lieblings-Story“.


    Meine Kritik:

    „Der Karpatenhund“ zählte bereits zu Hörspielzeiten zu meinen Lieblingsfolgen der drei Fragezeichen. Es war auch eines meiner ersten Abenteuer mit den Juniordetektiven und schon damit konnten sie mich schwer beeindrucken. Die unheimlich Atmosphäre wurde in der ungekürzten Hörbuchfassung von Andreas Fröhlich, der Stimme von Fragezeichen Bob Andrews, meisterhaft transportiert. Hinzu kommen all die wundervollen Verwicklungen, mit denen es die drei jugendlichen Ermittler in der Wohnanlage zu tun bekommen. Jeder der vielen Mieter hat ein Geheimnis, das aufgedeckt werden muss, um das Rätsel um den verschwundenen Karpatenhund am Ende aufzuklären. Genau wie bei Robert Arthurs „Super-Papagei“, durchschaut man auch bei M.V. Careys Story lange Zeit nicht die kompletten Verwicklungen. Immer, wenn man denkt, die Ermittler befänden sich auf der Zielgeraden, passierte wieder etwas Neues, das alles in ein anderes Licht rückte. Schön war zudem, nach all den Jahren mit der gekürzten Hörspielfassung nun die komplette Geschichtenhandlung anhören zu können

    • Produktabmessungen ‏ : ‎ 13.3 x 1.8 x 13.6 cm; 136 Gramm
    • Hersteller ‏ : ‎ Europa/Sony Music Family Entertainment (Sony Music)
    • Modellnummer ‏ : ‎ 38005726
    • Label ‏ : ‎ Europa/Sony Music Family Entertainment (Sony Music)
    • ASIN ‏ : ‎ B07YTDFFP3


    ASIN/ISBN: B07YTDFFP3


    Über den Autor:

    Robert Arthur (* 10. November 1909 in Fort Mills auf der Insel Corregidor, Philippinen; † 2. Mai 1969 in Philadelphia, Pennsylvani) war ein US-amerikanischer Autor und Journalist. Bekannt wurde er vor allem als Schöpfer der Jugend-Detektivserie The Three Investigators, im deutschsprachigen Raum besser bekannt als Die drei ???.


    Inhaltsangabe:

    Die drei jungen Detektive sollen einen entflogenen Papagei suchen das hört sich nicht gerade nach einem aufregenden Fall an. Aber plötzlich scheinen sich auch noch andere Leute für den Papagei zu interessieren. Doch nicht etwa, weil er lateinische Sprüche zum Besten gibt? Die drei ??? müssen sich ganz schön ihre Köpfe zerbrechen.

    Die drei ??? - Hörbuchreihe
    Die drei ??? Klassiker - gelesen von Family & Friends. Klassiker der Buchreihe werden ungekürzt gelesen von Sprecher*innen und Schauspieler*innen, die mit der Welt der drei ??? verbunden sind. Die Reihe orientiert sich nicht an der Chronologie der Buchklassiker, sondern folgt dem Prinzip „ Lieblings-Story“.



    Meine Kritik:

    Die Geschichte vom Super-Papagei ist ein Klassiker aus dem Fragezeichen-Universum, weshalb es nur logisch ist, dass der Sprecher des ersten Detektivs diesen großartigen Fall als Hörbuch vorträgt. Die Handlung von den Papageien, die von ihrem früherem Besitzer geheime Botschaften beigebracht bekommen haben, ist clever konstruiert, mit zahlreichen Wendungen und kniffligen Rätseln. Immer wenn man denkt, man hat die Handlung durchschaut, passiert etwas Überraschendes, das alles bisherige wieder infrage stellt. Kurz: Bei diesem Fall stimmt einfach alles. Das trifft ebenso auf die großartige Lesung von Oliver Rohrbeck zu. Hier gibt es in keiner Hinsicht irgendwas zu meckern.

    • Herausgeber ‏ : ‎ tacheles!/ROOF Music; 2. Auflage, Gekürzte (11. Februar 2021)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3864846811
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3864846816


    ASIN/ISBN: 3864846811



    Über den Autor:

    Frank Goosen lebt seit seiner Geburt im Jahr 1966 in Bochum. Noch nicht mal fürs Studium der Geschichte, Germanistik und Politik zog es ihn fort. Ab 1992 tobte sich der Kabarettist mit dem Kneipen-Literaturkabarett "Tresenlesen" aus, das sich erst 2000 nach fast eintausend Auftritten trennte. 2001 erschien sein erstes Buch "Liegen lernen", gefolgt von weiteren Romanen und zahlreichen Kurzgeschichten. Seinem Fußballfaible huldigt er in dem Buch "Weil Samstag ist" und in einer "Kicker"-Kolumne. Goosen wohnt mit seiner Frau und seinen Söhnen in seiner Heimatstadt.



    Inhaltsangabe:

    Mixtapes statt Kohle: Die Achtziger im Ruhrgebiet - Als die Achtziger ausbrechen, ist Frank Goosen dreizehn, und als sie enden, vierundzwanzig: Dazwischen werden Zechen und Hochöfen stillgelegt, Schimanski erobert die Fernsehbildschirme und Starlight Express die Rollschuhbahnen. Beste Voraussetzungen also, um erwachsen zu werden! In seinen neuen Stories und Glossen nimmt Frank Goosen uns mit in diese legendäre Zeit des kulturellen Wandels und in seine eigene Jugend: Mit fulminantem Witz und viel Selbstironie erklärt er, wieso die Achtziger für ihn vor allem nach Videotheken rochen und wie Billy Crystal ihm einmal eine Beziehung ruinierte. Eine so persönliche wie vergnügliche Zeitreise – für die, die dabei waren und für alle anderen.



    Meine Kritik:

    Frank Goosen ist nicht nur ein erfolgreicher Kabarettist, sondern ebenso ein Kind der Achtziger. Was liegt da nahe, als ein Buch über die damalige Glanzzeit zu verfassen? Herausgekommen ist dabei eine Sammlung amüsanter aber meist zusammenhangsloser Anekdoten über die Achtziger mit viel Namedropping und praktisch all den typischen Elementen, die man in 80er-Erzählungen erwartet: Erste Liebe, Mixtapes, "Wetten, dass?" und natürlich den Mauerfall. Kurz geht es um "Zurück in die Zukunft" (inklusive eines massiven Kardinalsfehlers!), ein Konzert von Trio und immer wieder mal ein bisschen um Bruce Springsteen.

    Laut Beschreibung des Verlags handelt es sich um „eine so persönliche wie vergnügliche Zeitreise - für die, die dabei waren und für alle anderen“. Das kann man genauso stehen lassen.

    Die gekürzte Autorenlesung geht 246 Minuten und wird recht stimmig von Frank Goosen persönlich vorgetragen.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Insel Verlag; Originalausgabe Edition (12. September 2021)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 345 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3458681566
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3458681564


    ASIN/ISBN: 3458681566



    Über die Autorin:

    Tatjana Kruse ist leidenschaftliche Krimödien-Autorin. Sie lebt und arbeitet in Schwäbisch Hall, der Stadt zur Bausparkasse, und wurde für ihre Krimis bereits mit dem Marlowe der Raymond-Chandler-Gesellschaft, dem Fancy Media- und mit dem Nordfälle-Preis ausgezeichnet.


    Inhaltsangabe:

    Überall in Deutschland tauchen Leichen auf, die nicht einfach nur tot sind, sondern in Plastik eingeschweißt, nach dem Tod neu frisiert oder in Einzelteilen als Pakete verschickt wurden. Das alles erinnert an die perfiden Morde berüchtigter Serienkiller, die nie gefasst wurden, inzwischen allerdings Greise sind und wohl kaum noch mal zugeschlagen haben. Als dann zusätzlich Drogen ins Spiel kommen und ein Bandenkrieg droht, verlangt die Staatsanwaltschaft von der SoKo Resultate. Die Leiter der SoKo, drei Männer und eine Frau, nicht gerade die hellsten, folgen der Spur der Morde von Berlin bis in die Alpen. Wohin auch immer das Team kommt, gibt es »Schwund«, sowohl an Zeugen als auch an Verdächtigen. Und an Leuten, die mit allem gar nichts zu tun haben. In einer abgelegenen Berghütte kommt es zum filmreifen Showdown. Bei dem sich herausstellt: Es war alles ganz, ganz anders!

    Hart, fesselnd, schnörkellos, rasant, mit rabenschwarzem Humor – die neue Thrillerkomödie von Tatjana Kruse


    Meine Kritik:

    In einem verlassenen Fabrikgebäude in Berlin wird eine verstümmelte tätowierte Leiche gefunden. Noch während die Mordkommission ermittelt, gibt es weitere Todesfälle nach ähnlichem Muster. In Halle an der Saale, in Moritzburg und mehreren anderen Orten über ganz Deutschland verteilt. Die rasch dafür eingerichtete SoKo hetzt von einem Leichenfundort zum nächsten und kommt kaum mit dem Ermitteln hinterher. Zwischendurch werden sie unter anderem noch in einen Brandanschlag und eine Geiselnahme verwickelt. Es passiert viel in Tatjana Kruses „Schwund“ – der Bodycount, den die Autorin am Anfang jedes neuen Kapitels mitteilt, steigt rasant an – und wenn es doch mal unblutig bleibt, wird auch das entsprechend kommentiert. Überhaupt sollte man den „Schwund“ nicht allzu ernst nehmen. Schon auf dem Buchdeckel steht, dass es sich um einen „Thriller, aber in heiter“ handelt. Da wundert es nicht, dass sich die Ermittler flapsige Antworten zuwerfen und sich einen Spaß daraus machen, über ihren Vorgesetzten herzuziehen. Wie in einem B-Movie gibt es viele witzige Dialoge und skurrile Szenen. Für meinen Geschmack war die Geschichte allerdings etwas zu rasant erzählt. Stellenweise war es lediglich eine kleine Randbemerkung, die zur nächsten Spur an einem ganz anderen Ort führte. Hier hätte ich ein paar mehr tieferschürfende Ermittlungen toll gefunden. Gut fand ich, dass Tatjana Kruse in zahlreichen Passagen mit unerwarteten Wendungen überraschen konnte. Als amüsanter Spaß zwischendurch ist der „Schwund“ daher sehr gut geeignet.

    Als im März 2021 ein französisches Passagierflugzeug über den Wolken in ein Unwetter gerät, denkt sich zunächst niemand etwas dabei, weil alles gut ausgeht. Drei Monate später allerdings taucht plötzlich haargenau dasselbe Flugzeug mit genau denselben Passagieren noch einmal auf. Die Behörden sind ratlos und auch die Wissenschaftler sind sich uneinig, was passiert ist. Derweil müssen die 243 Passagiere damit klarkommen, dass es sie von nun an doppelt gibt.

    Das klingt nicht nur nach einem interessanten Szenario, sondern ist auch eines. Die Geschichte wirft mehrere interessante Fragen über das Bewusstsein und das Leben auf. Damit war es das meiner Meinung nach mit dem Lob und sehr viel mehr Tadel folgt. Die Geschichte dreht sich um zig unterschiedliche Charaktere und ihre Schicksale, die alle nichts miteinander verbindet, außer einer gemeinsamen Reise in einem Flugzeug, der keiner von ihnen eine größere Bedeutung zumisst. Im Roman wird eine Person nach der nächsten separat vorgestellt (ohne dass es wirklich einen Hauptprotagonisten gibt) und erst nach fast der Hälfte der Geschichte geschieht endlich das tatsächliche verbindende Ereignis. Wer denkt, dass es danach spannender und interessanter wird, irrt. Die meiste Zeit tritt die Handlung auf der Stelle, dreht sich immer um dieselben Sachen, springt hin und her, vor und zu. Es ist zwar amüsant, einen Besuch in Stephen Colberts Late Show mitzuerleben, oder wie ein Berufskiller mit der Doppelgänger-Situation umgeht, davon abgesehen, passiert jedoch wenig Überraschendes. Selbst die religiösen Ausschreitungen hatte ich genauso erwartet. Ebenso unbefriedigend ist das Ende. Aber das passt ja zu den wissenschaftlichen Erklärungsversuchen in der Romanmitte, die ebenfalls nicht mehr als Andeutungen und Überlegungsansätze sind (und vom US-Präsidenten nicht mal ganz begriffen werden). Bis zum Schluss weiß niemand genau, was das Ereignis ausgelöst hat oder welcher tieferer Sinn dahintersteckt.

    Daher kann ich den ganzen Trubel um das Buch nicht wirklich verstehen. Meines Erachtens nach wäre hier deutlich mehr drin gewesen.

    Sehr positiv aufgefallen ist mir allerdings Camill Jammal, die der gut 10 Stunden lange ungekürzte Hörbuchfassung sehr gekonnt vorträgt.

    Als im März 2021 ein französisches Passagierflugzeug über den Wolken in ein Unwetter gerät, denkt sich zunächst niemand etwas dabei, weil alles gut ausgeht. Drei Monate später allerdings taucht plötzlich haargenau dasselbe Flugzeug mit genau denselben Passagieren noch einmal auf. Die Behörden sind ratlos und auch die Wissenschaftler sind sich uneinig, was passiert ist. Derweil müssen die 243 Passagiere damit klarkommen, dass es sie von nun an doppelt gibt.

    Das klingt nicht nur nach einem interessanten Szenario, sondern ist auch eines. Die Geschichte wirft mehrere interessante Fragen über das Bewusstsein und das Leben auf. Damit war es das meiner Meinung nach mit dem Lob und sehr viel mehr Tadel folgt. Die Geschichte dreht sich um zig unterschiedliche Charaktere und ihre Schicksale, die alle nichts miteinander verbindet, außer einer gemeinsamen Reise in einem Flugzeug, der keiner von ihnen eine größere Bedeutung zumisst. Im Roman wird eine Person nach der nächsten separat vorgestellt (ohne dass es wirklich einen Hauptprotagonisten gibt) und erst nach fast der Hälfte der Geschichte geschieht endlich das tatsächliche verbindende Ereignis. Wer denkt, dass es danach spannender und interessanter wird, irrt. Die meiste Zeit tritt die Handlung auf der Stelle, dreht sich immer um dieselben Sachen, springt hin und her, vor und zu. Es ist zwar amüsant, einen Besuch in Stephen Colberts Late Show mitzuerleben, oder wie ein Berufskiller mit der Doppelgänger-Situation umgeht, davon abgesehen, passiert jedoch wenig Überraschendes. Selbst die religiösen Ausschreitungen hatte ich genauso erwartet. Ebenso unbefriedigend ist das Ende. Aber das passt ja zu den wissenschaftlichen Erklärungsversuchen in der Romanmitte, die ebenfalls nicht mehr als Andeutungen und Überlegungsansätze sind (und vom US-Präsidenten nicht mal ganz begriffen werden). Bis zum Schluss weiß niemand genau, was das Ereignis ausgelöst hat oder welcher tieferer Sinn dahintersteckt.

    Daher kann ich den ganzen Trubel um das Buch nicht wirklich verstehen. Meines Erachtens nach wäre hier deutlich mehr drin gewesen.

    Tom Hazard leidet an einer seltenen Zellkrankheit, die ihn nur äußerst langsam altern lässt. Inzwischen ist er 439 Jahre hat und die meiste Zeit des Lebens überdrüssig. Er hat einfach zu viel erlebt und gesehen und glaubt nicht wirklich mehr daran, etwas Neues kennenzulernen. Verfolgt von seinen Erinnerungen und noch immer seiner ersten Liebe nachtrauernd, nimmt er in London den Posten als Geschichtslehrer an. Dort trifft er auf Camille und zum ersten Mal seit vierhundert Jahren scheint er sich tatsächlich wieder zu verlieben. Doch darf er das überhaupt zulassen? Normalerweise lebt er nach einem strengen Kodex, der Liebe nicht vorsieht und ihm alle acht Jahre eine neue Identität verschafft. Und so ist Tom vollkommen hin und her gerissen zwischen Vergangenheit und Zukunft und muss sich der Frage stellen, was im Leben das Leben ausmacht.
    Nachdem ich Matt Haigs „Die Mitternachtsbibliothek“ nur durchschnittlich fand, hatte ich keine großen Erwartungen an den Roman. Doch schon bald dämmerte mir, es hier mit einem unerwarteten Juwel von einer Geschichte, einer mitreißender Story voller Tragik, Mitgefühl und interessanter Anekdoten zu tun zu haben. Tom erzählt von William Shakespeare, Josephine Baker und allerlei anderen Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Und das ist längst nicht alles. Es ist ein Weilchen her, dass mich eine Geschichte dermaßen mitgerissen und mitfiebern lassen hat. Von mir aus hätte „Wie man die Zeit anhält“ gerne noch sehr viel länger sein können.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag (11. Januar 2021)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 480 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453273052
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453273054
    • Originaltitel ‏ : ‎ Line of Sight


    ASIN/ISBN: 3453273052


    Über den Autor:

    Tom Clancy, der Meister des Technothrillers, stand seit seinem Erstling Jagd auf Roter Oktober mit all seinen Romanen an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Er starb im Oktober 2013.

    Mike Maden ist Koautor und Experte für internationale Friedens- und Konfliktforschung sowie für Technologie im internationalen Zeitalter, worüber er seine Doktorarbeit schrieb.



    Inhaltsangabe:

    In Sarajevo trifft Jack Ryan jr. Aida wieder – das Mädchen, dessen Augenlicht Ryans Mutter vor fünfundzwanzig Jahren im Krieg gerettet hat. In ihrer Heimat braut sich erneut ein Krieg zusammen, und Jack will Aida beistehen. Dabei muss er sich nicht nur mit der serbischen Mafia herumschlagen, sondern auch mit Attentätern des geheimnisvollen Eisernen Syndikats.

    Etwas sagt ihm, dass er es hier mit mehr zu tun hat als mit lokalen Reibereien: Im schlimmsten Fall können die Konflikte im Balkan zu einem neuen Weltkrieg führen. Also trotzt er der Anweisung, sich zurückzuziehen, stellt sich dem Feind allein – und bringt dadurch Aida in Gefahr.



    Meine Kritik:

    Auf Wunsch seiner Mutter unternimmt Jack Ryan jr. bei einer Europa-Reise einen Abstecher nach Sarajevo, um dort nach einer Frau zu suchen, der seine Mutter vor 25 Jahren das Augenlicht rettete. Mehr als den Namen Aida Curic kennt er nicht und entsprechend schwierig gestaltet sich die Suche. Zur selben Zeit planen Terroristen einen Anschlag in Ex-Jugoslawien und Jack kommt ihnen dabei – natürlich – in die Quere. Und das zunächst sogar, ohne dass es ihm bewusst wird. Das Schöne daran ist, dass man als Leser längere Zeit genauso wie Jack Ryan Jr. im Dunkeln tappt. Für meinen Geschmack gab es dabei zwar stellenweise bemerkenswert viele Zufälle, aber die Geschichte baut ihre Spannung kontinuierlich auf und ist dabei ziemlich abwechslungsreich. Daher hat mir Mike Madens Roman recht gut gefallen. Vor allem weil es kein reines Jack-Solo-Abenteuer war, sondern sowohl Senior als auch die Campus-Kollegen kleinere, aber entscheidende Rollen spielten.

    • Produktabmessungen ‏ : ‎ 12.6 x 14.2 x 1.6 cm; 120 Gramm
    • Hersteller ‏ : ‎ Folgenreich (Universal Music)
    • Herstellerreferenz ‏ : ‎ 22122793
    • Label ‏ : ‎ Folgenreich (Universal Music)
    • ASIN ‏ : ‎ B00IPNVS0U
    • Herkunftsland ‏ : ‎ Deutschland
    • Anzahl Disks ‏ : ‎ 2


    ASIN/ISBN: B00IPNVS0U


    Über den Herausgeber:

    Ivar Leon Menger wurde im hessischen Darmstadt geboren. Dort besuchte er die Grundschule und im Anschluss daran das Gymnasium Georg-Büchner-Schule. Nach seinem Abitur (1993) studierte er Grafikdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK Fakultät) im Bereich Gestaltung in Hildesheim (Niedersachsen). Während seines Studiums entdeckte er seine Passion für das Medium Film.

    Nach Abschluss des Studiums als Diplom-Designer im Jahre 1997 arbeitete er von 1997 bis 2002 in der internationalen Werbeagentur Ted Bates in Frankfurt am Main als Werbetexter. Während dieser Zeit begann er das Drehbuch zu seinem Kurzfilm Geteiltes Leid,[1] nach einer Idee von Thomas Kaestle, zu schreiben und im Anschluss daran, diesen zu produzieren. Der zwölfminütige Thriller mit Hauptdarsteller Florian Lukas und Sven Wisser schaffte es als Bonusfilm auf die DVD-Version des Science-Fiction-Thrillers The Cell[2] (mit Jennifer Lopez, Regie Tarsem Singh). Geteiltes Leid wurde im Rahmenprogramm der Berlinale 2002 mit dem erstmals im gleichen Jahr vergebenen Lost High-Tapes Award als „Bester Kurzfilm Deutschlands“ ausgezeichnet.[3]

    Menger beendete das Arbeitsverhältnis bei seinem bisherigen Arbeitgeber und arbeitete danach ab 2002 in einer Videothek (Video Profis – existiert wie die meisten Videotheken inzwischen nicht mehr) als Videothekar in Darmstadt. Gleichzeitig schrieb und drehte er seinen zweiten Kurzfilm. Den Thriller mit dem Titel Tramper[4] (mit den Darstellern Justus von Dohnányi und Fabian Busch).[5] Dieser wurde 2004 mit dem ProSieben Newcomer-Regie-Award des privaten TV-Senders ProSieben ausgezeichnet. Ermutigt durch die Erfolge der beiden Kurzfilme entschloss sich Ivar Leon Menger Drehbücher für zwei Langfilme mit den Titeln Der Prinzessin und Plan B zu schreiben. Diese wurden nicht verfilmt, erschienen jedoch später als Hörspiele.

    Im Jahr 2007 übernahm Ivar Leon Menger von seinem Vater Bernd Menger dessen Werbeagentur Creativ Concept Menger (heute Menger.Design) in Darmstadt. 2009 gründete er mit der Psychothriller GmbH[6] seinen eigenen Hörbuch-Verlag. Dieser produzierte bis 2012 Hörbücher und danach ab 2013 E-Books und Print-Ausgaben. Hier erschien im Jahr 2013 Mengers Darkside-Park-Fortsetzung Porterville. Diese wurde ein halbes Jahr später von Universal Studios und deren deutschen Hörspiel/Hörbuch-Studio „Folgenreich“ als Hörbuch-Reihe vertont.[7]

    Ivar Leon Menger lebt heute (2019) gemeinsam mit seiner Familie in der Nähe von Darmstadt.



    Inhaltsangabe:

    PORTERVILLE ist keine normale Serie, wie man sie kennt. Denn sie funktioniert wie eine Art Puzzle: So ist jede neue Folge wie ein neues Puzzle-Teil. Das bedeutet, die Geschichten beginnen nicht unbedingt da, wo man bei der letzten Folge aufgehört hat. Doch mit jeder neuen Folge erhält man tiefere Einblicke in die Stadt und ihre Bewohner, bis sich das rätselhafte Gesamtbild immer mehr zusammensetzt und am Ende die Frage geklärt wird: "Was ist das dunkle Geheimnis der Stadt Porterville?"

    "Die Stadtmauer. Für einen kurzen Moment glaube ich, noch ein bleiches Schimmern neben den geborstenen Brettern zu sehen, doch dann ist es weg. Niemand folgt uns. Wir sind allein. Und wir sind Draußen!"


    Die finale 3. Staffel enthält die Folgen 13 bis 18 der Mystery-Serie:
    Folge 13: DIE AUSGESTOSSENEN von Simon X. Rost, gelesen von Timmo Niesner
    Folge 14: DIE AKTE RICHTHOFEN von Hendrik Buchna, gelesen von Tobias Kluckert
    Folge 15: IM GARTEN DER SCHLANGEN von Raimon Weber, gelesen von Marius Clarén
    Folge 16: ZEICHEN DES ZERFALLS von John Beckmann, gelesen von Gerrit Schmidt-Foß
    Folge 17: DER TURM von Anette Strohmeyer, gelesen von Oliver Rohrbeck
    Folge 18: VERSUCHUNG von Raimon Weber, gelesen von Manja Doering und Peter Flechtner

    Ungekürzte Lesungen. Gesamtspieldauer Staffel 2 (2x MP3-CD): ca. 500 min./ 8h 20min. Empfohlen ab 16 Jahren



    Meine Kritik:

    In der dritten und letzten Staffel von „Porterville“ werden sämtliche Register gezogen. Es gibt deutlich mehr Action als in den vorherigen beiden Staffeln, eine regelrechte Endzeitstimmung und auch der Erzählstil ist interessanter. Überdies werden zahlreiche offene Fragen über die geheimnisvolle Stadt aufgeklärt. Leider allerdings nicht alle. Vor allem haben die einzelnen Folgen meist nicht direkt miteinander zu tun, sodass am Ende der meisten Geschichten Punkte offenbleiben, die im nächsten Teil nicht zwangsweise wieder aufgegriffen werden. Dies ist etwas unbefriedigend und lässt zudem notgedrungener Weise Raum für Spekulationen. Selbst am Schluss, in der letzten Folge VERSUCHUNG, werden nicht alle Fäden zusammengeführt.

    Die Sprecherriege allerdings ist auch diesmal top. Die Kurzgeschichten werden unter anderem von Timmo Niesner, Tobias Kluckert, Manja Doering und Peter Flechtner gelesen, allesamt markante Stimmen aus dem Synchronsprecherbereich. Die ungekürzten Lesungen haben eine Gesamtspieldauer von ca. 8h 20min.


    • Produktabmessungen ‏ : ‎ 14.3 x 12.8 x 1.6 cm; 120 Gramm
    • Hersteller ‏ : ‎ Folgenreich (Universal Music)
    • Herstellerreferenz ‏ : ‎ 40441520
    • Label ‏ : ‎ Folgenreich (Universal Music)
    • ASIN ‏ : ‎ B00IB32IGM
    • Herkunftsland ‏ : ‎ Deutschland
    • Anzahl Disks ‏ : ‎ 2


    ASIN/ISBN: B00IB32IGM


    Über den Herausgeber:

    Ivar Leon Menger wurde im hessischen Darmstadt geboren. Dort besuchte er die Grundschule und im Anschluss daran das Gymnasium Georg-Büchner-Schule. Nach seinem Abitur (1993) studierte er Grafikdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK Fakultät) im Bereich Gestaltung in Hildesheim (Niedersachsen). Während seines Studiums entdeckte er seine Passion für das Medium Film.

    Nach Abschluss des Studiums als Diplom-Designer im Jahre 1997 arbeitete er von 1997 bis 2002 in der internationalen Werbeagentur Ted Bates in Frankfurt am Main als Werbetexter. Während dieser Zeit begann er das Drehbuch zu seinem Kurzfilm Geteiltes Leid,[1] nach einer Idee von Thomas Kaestle, zu schreiben und im Anschluss daran, diesen zu produzieren. Der zwölfminütige Thriller mit Hauptdarsteller Florian Lukas und Sven Wisser schaffte es als Bonusfilm auf die DVD-Version des Science-Fiction-Thrillers The Cell[2] (mit Jennifer Lopez, Regie Tarsem Singh). Geteiltes Leid wurde im Rahmenprogramm der Berlinale 2002 mit dem erstmals im gleichen Jahr vergebenen Lost High-Tapes Award als „Bester Kurzfilm Deutschlands“ ausgezeichnet.[3]

    Menger beendete das Arbeitsverhältnis bei seinem bisherigen Arbeitgeber und arbeitete danach ab 2002 in einer Videothek (Video Profis – existiert wie die meisten Videotheken inzwischen nicht mehr) als Videothekar in Darmstadt. Gleichzeitig schrieb und drehte er seinen zweiten Kurzfilm. Den Thriller mit dem Titel Tramper[4] (mit den Darstellern Justus von Dohnányi und Fabian Busch).[5] Dieser wurde 2004 mit dem ProSieben Newcomer-Regie-Award des privaten TV-Senders ProSieben ausgezeichnet. Ermutigt durch die Erfolge der beiden Kurzfilme entschloss sich Ivar Leon Menger Drehbücher für zwei Langfilme mit den Titeln Der Prinzessin und Plan B zu schreiben. Diese wurden nicht verfilmt, erschienen jedoch später als Hörspiele.

    Im Jahr 2007 übernahm Ivar Leon Menger von seinem Vater Bernd Menger dessen Werbeagentur Creativ Concept Menger (heute Menger.Design) in Darmstadt. 2009 gründete er mit der Psychothriller GmbH[6] seinen eigenen Hörbuch-Verlag. Dieser produzierte bis 2012 Hörbücher und danach ab 2013 E-Books und Print-Ausgaben. Hier erschien im Jahr 2013 Mengers Darkside-Park-Fortsetzung Porterville. Diese wurde ein halbes Jahr später von Universal Studios und deren deutschen Hörspiel/Hörbuch-Studio „Folgenreich“ als Hörbuch-Reihe vertont.[7]

    Ivar Leon Menger lebt heute (2019) gemeinsam mit seiner Familie in der Nähe von Darmstadt.


    Inhaltsangabe;

    PORTERVILLE ist keine normale Serie, wie man sie kennt. Denn sie funktioniert wie eine Art Puzzle: So ist jede neue Folge wie ein neues Puzzle-Teil. Das bedeutet, die Geschichten beginnen nicht unbedingt da, wo man bei der letzten Folge aufgehört hat. Doch mit jeder neuen Folge erhält man tiefere Einblicke in die Stadt und ihre Bewohner, bis sich das rätselhafte Gesamtbild immer mehr zusammensetzt und am Ende die Frage geklärt wird: "Was ist das dunkle Geheimnis der Stadt Porterville?"


    Transfer beendet, verkündet die Computerstimme aus den beiden Lautsprechern, und mit einem hellen Piepton schaltet sich der Außenmonitor wieder ein. Doch da draußen ist … nichts.

    Nichts außer dichten, weißen Schwaden. Keine Welt. Kein Sein. Nur Nebel.


    Staffel 2 enthält die Folgen 07 bis 12 der Mystery-Serie:

    Folge 07: GÖTTERDÄMMERUNG von Hendrik Buchna, gelesen von Jürgen Thormann

    Folge 08: DIE CHRONISTIN DES BÖSEN von Anette Strohmeyer, gelesen von Martina Treger

    Folge 09: 14 SEKUNDEN von Simon X. Rost, gelesen von Gordon Piedesack

    Folge 10: PROJEKT ZERO-ZERO von John Beckmann, gelesen von Charles Rettinghaus

    Folge 11: DER HUDSON-CODE von Raimon Weber, gelesen von Norbert Langer

    Folge 12: DAS DRAUSSEN von Raimon Weber, gelesen von Udo Schenk


    Ungekürzte Lesungen. Gesamtspieldauer Staffel 2 (2x MP3-CD): ca. 645 min./ 10h 45min. Empfohlen ab 16 Jahren



    Meine Kritik:

    In der zweiten Staffel von Ivar Leon Mengers „Porterville“ werden einige Geheimnisse um die Stadt gelüftet und wir erfahren unter anderem, was es mit den dubiosen Experimenten aus dem ersten Teilauf sich hat. Trotzdem bleibt weiterhin vieles nebulös und eine Menge weitere Fragen werden aufgeworfen. Das ist okay und liegt in der Natur einer solchen Trilogie. Weniger gelungen fand ich allerdings, dass ein Großteil der sechs Geschichten auch diesmal viel zu weitläufig erzählt wird. Anstatt auf den Punkt zu kommen, setzen die Storys immer deutlich früher an und schildern viel unnötiges Beiwerk. Das ist leider meist nicht so spannend oder interessant wie erhofft. Auch diesmal waren es wieder zwei, drei Geschichten, die mich wirklich überzeugt haben, während ich beim Rest aufgrund der Synchronsprecher dabei geblieben bin. Diese waren diesmal wirklich durchgängig top: Jürgen Thormann (Michael Caine), Martina Treger (Carrie-Ann Moss) und Charles Rettinghaus (Robert Downey Jr.), um nur drei zu nennen. Ich bin gespannt, wie die Serie in der dritten Staffel abgeschlossen werden wird.

    • Produktabmessungen ‏ : ‎ 12.6 x 14.2 x 1.6 cm; 120 Gramm
    • Hersteller ‏ : ‎ Folgenreich (Universal Music)
    • Herstellerreferenz ‏ : ‎ 39753413
    • Label ‏ : ‎ Folgenreich (Universal Music)
    • ASIN ‏ : ‎ B00GA8CW3O
    • Herkunftsland ‏ : ‎ Deutschland
    • Anzahl Disks ‏ : ‎ 2


    ASIN/ISBN: B00GA8CW3O


    Über den Herausgeber:

    Ivar Leon Menger wurde im hessischen Darmstadt geboren. Dort besuchte er die Grundschule und im Anschluss daran das Gymnasium Georg-Büchner-Schule. Nach seinem Abitur (1993) studierte er Grafikdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK Fakultät) im Bereich Gestaltung in Hildesheim (Niedersachsen). Während seines Studiums entdeckte er seine Passion für das Medium Film.

    Nach Abschluss des Studiums als Diplom-Designer im Jahre 1997 arbeitete er von 1997 bis 2002 in der internationalen Werbeagentur Ted Bates in Frankfurt am Main als Werbetexter. Während dieser Zeit begann er das Drehbuch zu seinem Kurzfilm Geteiltes Leid,[1] nach einer Idee von Thomas Kaestle, zu schreiben und im Anschluss daran, diesen zu produzieren. Der zwölfminütige Thriller mit Hauptdarsteller Florian Lukas und Sven Wisser schaffte es als Bonusfilm auf die DVD-Version des Science-Fiction-Thrillers The Cell[2] (mit Jennifer Lopez, Regie Tarsem Singh). Geteiltes Leid wurde im Rahmenprogramm der Berlinale 2002 mit dem erstmals im gleichen Jahr vergebenen Lost High-Tapes Award als „Bester Kurzfilm Deutschlands“ ausgezeichnet.[3]

    Menger beendete das Arbeitsverhältnis bei seinem bisherigen Arbeitgeber und arbeitete danach ab 2002 in einer Videothek (Video Profis – existiert wie die meisten Videotheken inzwischen nicht mehr) als Videothekar in Darmstadt. Gleichzeitig schrieb und drehte er seinen zweiten Kurzfilm. Den Thriller mit dem Titel Tramper[4] (mit den Darstellern Justus von Dohnányi und Fabian Busch).[5] Dieser wurde 2004 mit dem ProSieben Newcomer-Regie-Award des privaten TV-Senders ProSieben ausgezeichnet. Ermutigt durch die Erfolge der beiden Kurzfilme entschloss sich Ivar Leon Menger Drehbücher für zwei Langfilme mit den Titeln Der Prinzessin und Plan B zu schreiben. Diese wurden nicht verfilmt, erschienen jedoch später als Hörspiele.

    Im Jahr 2007 übernahm Ivar Leon Menger von seinem Vater Bernd Menger dessen Werbeagentur Creativ Concept Menger (heute Menger.Design) in Darmstadt. 2009 gründete er mit der Psychothriller GmbH[6] seinen eigenen Hörbuch-Verlag. Dieser produzierte bis 2012 Hörbücher und danach ab 2013 E-Books und Print-Ausgaben. Hier erschien im Jahr 2013 Mengers Darkside-Park-Fortsetzung Porterville. Diese wurde ein halbes Jahr später von Universal Studios und deren deutschen Hörspiel/Hörbuch-Studio „Folgenreich“ als Hörbuch-Reihe vertont.[7]

    Ivar Leon Menger lebt heute (2019) gemeinsam mit seiner Familie in der Nähe von Darmstadt.



    Inhaltsangabe:

    PORTERVILLE ist keine normale Serie, wie man sie kennt. Denn sie funktioniert wie eine Art Puzzle: So ist jede neue Folge wie ein neues Puzzle-Teil. Das bedeutet, die Geschichten beginnen nicht unbedingt da, wo man bei der letzten Folge aufgehört hat. Doch mit jeder neuen Folge erhält man tiefere Einblicke in die Stadt und ihre Bewohner, bis sich das rätselhafte Gesamtbild immer mehr zusammensetzt und am Ende die Frage geklärt wird: "Was ist das dunkle Geheimnis der Stadt Porterville?"

    Die junge Emily Prey lebt in Porterville. Die Stadt ist umzingelt vom sogenannten "Draußen". Es heißt, dass dort der Schmerz von allen Seiten angreift. Doch zusammen mit ihrem Freund will sie die ganze Wahrheit erfahren und begibt sich mit ihm auf eine gefährliche Reise ...

    Staffel 1 enthält die ersten sechs Folgen der Mystery-Serie:
    Folge 01: VON DRAUSSEN von Raimon Weber, gelesen von Leyla Rohrbeck
    Folge 02: DIE VERLORENE KOLONIE Anette Strohmeyer, gelesen von Simon Jäger
    Folge 03: NACH DEM STURM von Simon X. Rost, gelesen von Benjamin Völz
    Folge 04: TRÄUME DER TERMITEN von John Beckmann, gelesen von Charles Rettinghaus
    Folge 05: DIE AKTE TORI von Raimon Weber, gelesen von Luise Helm
    Folge 06: VOR DEN TOREN von Simon X. Rost, gelesen von Benjamin Völz

    Ungekürzte Lesungen
    Gesamtspieldauer Staffel 1 (2x MP3-CD): ca. 645 min./ 10h 45min.
    Empfohlen ab 16 Jahren



    Meine Kritik:

    Porterville ist eine Stadt im amerikanischen Maryland, die scheinbar komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist. Wir wissen nicht genau, wann die Geschichte spielt oder was zu diesem autonomen Zustand geführt hat. Angeblich gab es einen fürchterlichen Krieg, bei dem Porterville als letzte Bastion der Menschheit verblieben ist. In sechs Geschichten versuchen verschiedene Autoren wie Simon X. Rost, Raimon Weber oder Anette Strohmeyer, hinter die Geheimnisse der Stadt zu blicken. Der Clou daran ist, dass nicht jeder der längeren Kurzgeschichten zwangsweise in Porterville oder in der Gegenwart spielt. Dazu liefern die Erzählungen immer nur kleine Ausschnitte aus dem großen Ganzen. Erschwert wird es dadurch, dass viele Storys ein offenes Ende haben und vermutlich in Staffel Zwei und Drei fortgesetzt werden.

    Deswegen und weil die Geschichten von ganz unterschiedlicher Qualität sind, wirkt das Ganze etwas unbefriedigend. Gerademal zwei Folgen fand ich wirklich gut, beim Rest habe ich mehr oder minder nur wegen ihrer großartigen Sprecher durchgehalten. Und hier liegt eindeutig der Clou der Sache. Allein durch Hochprominenz wie Benjamin Völz (Synchronstimme von Keanu Reeves), Charles Rettinghaus (Synchronstimme von Robert Downey Jr.) oder Simon Jäger (Synchronstimme von Matt Damon) bleibt man am Ball und möchte wissen, wie es weitergeht.

    Übrigens ist Porterville KEINE Hörspiel-Serie oder ein Hörbuch. Die einzelnen Storys werden von jeweils einem Sprecher im Ganzen vorgelesen. Die erste Staffel hat eine Laufzeit von ca. 645 min./ 10h 45min.


    • Herausgeber ‏ : ‎ Festa Verlag (24. November 2020)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 652 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3865528767
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3865528766


    ASIN/ISBN: 3865528767


    Über den Autor:

    Joe Hill wurde 1972 in Neuengland geboren und lebt mit seiner Frau und seinen drei Söhnen in New Hampshire. Er hat mehrere mit Literaturpreisen ausgezeichnete Bestseller geschrieben, die auch verfilmt wurden, etwa HORNS (mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle) und die Comic-Serie LOCKE & KEY.


    Inhaltsangabe:

    Vier literarische Juwelen, die unseren ständigen Krieg zwischen Gut und Böse ins Extreme treiben.

    SCHNAPPSCHUSS ist die verstörende Geschichte eines Jungen, der von einem brutalen Schläger bedroht wird. Dieser besitzt eine Sofortbildkamera, die Erinnerungen löscht, Schnappschuss für Schnappschuss …

    In GELADEN stoppt der Sicherheitsbeamte eines Einkaufszentrums mutig eine Amokläuferin und wird zum Helden der modernen Waffenrechtsbewegung. Doch als eine Reporterin die wahren Hintergründe der Geschichte aufdeckt, dreht der Beamte durch …

    HOCH OBEN: Ein junger Mann fliegt für seinen ersten Fallschirmsprung hoch in den Himmel … und landet auf einer festen Wolke, die von einem eigenen Verstand belebt zu sein scheint und Gedanken lesen kann.

    REGEN: An einem scheinbar gewöhnlichen Tag in Colorado öffnen sich die Wolken und es regnet Kristallsplitter, die jede Person zerfetzen, die ohne Deckung ist. Dieses Phänomen droht sich wie eine Apokalypse auf der ganzen Welt auszubreiten.

    Kirkus Reviews: »Falls du noch kein Fan von Joe Hill bist, wird dich dieses Buch dazu machen.«

    Lauren Beukes: »Joe Hill war schon immer gut, aber mit diesem Buch hat er etwas Brillantes geschaffen, anspruchsvoll und originell. Er ist ein Meister des Erzählens, der mit Feuer in den Adern schreibt.«

    SciFiNow: »Sehr gut gezeichnete Figuren, einige heftige Schockmomente und ein großartiger Sinn für Humor.«

    Mail on Sunday: »Er greift die Ängste von uns allen auf, dass die Welt untergeht.«

    Joe Hill: »Novellen sind Killer, keine Füller, sie kommen auf den Punkt, wo Romane ausschweifend werden. Sie haben die Ökonomie von Kurzgeschichten, sind aber aufgrund ihrer Länge in der Lage, eine Charakterisierung zu erreichen, die wir üblicherweise bei Romanen erwarten.«



    Meine Kritik:

    Nachdem ich von Joe Hill bereits alle Romane kenne (besonders „Blind“ und „Teufelszeug“ möchte ich dabei hervorheben), war ich gespannt, ob er in Sachen Novellen genauso überzeugen kann. Gleich die erste Geschichte „Schnappschuss“ fängt ziemlich gut an und erzählt die Geschichte eines Teenagers, der in den Achtzigern an einen Mann gerät, der mit seiner Polaroid-Kamera Erinnerungen der fotografierten Personen löschen kann. Leider ging Hill hier zum Ende hin etwas die Puste aus. Die zweite Novelle heißt „Geladen“ und dreht sich um einen Sicherheitsmann, der in einer Mall einen vermeintlichen Amoklauf verhindert, indem er die Killerin und aus Versehen mehrere Passanten erschießt. Danach versucht er, das Missgeschick zu vertuschen und gerät immer weiter unter Druck. „Hoch oben“ ist die bizarrste der vier Storys: Ein Mann landet nach einem Fallschirmsprung auf einer undurchlässigen Wolke und verbringt dort einige Zeit. Am faszinierendsten fand ich, dass man ein solches Thema dank zahlreicher Rückblicke auf über hundert Seiten ausbreiten kann. Mit der letzten Novelle „Regen“ habe ich mich am schwersten getan. Obwohl das Grundszenario von dem spontanen kristallharten Regen, der zahlreiche Menschen tötet, ziemlich interessant ist, tat ich mir mit der Erzählweise recht schwer. Außerdem ging es hier vorrangig um persönliche Erlebnisse der Protagonistin und weniger das Endzeitszenario an sich.

    Letzten Endes hatte ich von den vier Novellen wohl etwas zu viel erwartet. Dabei haben sie eigentlich nur zwei Dinge gemeinsam: sie stammen alle vom gleichen Autor und haben alle etwas komische Enden. Für Joe-Hill-Fans ist „Strange Weather“ sicherlich ein Muss, alle anderen können einen Blick darauf riskieren, müssen es aber nicht.

    • Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft (17. September 2021)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Broschiert ‏ : ‎ 304 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423262737
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423262736


    ASIN/ISBN: 3423262737



    Über die Autorin:

    Rita Falk wurde 1964 in Oberammergau geboren. Ihrer bayrischen Heimat ist sie bis heute treu geblieben. Mit ihren Provinzkrimis um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer und ihren Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger›‹ hat sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser geschrieben – weit über die Grenzen Bayerns hinaus.



    Inhaltsangabe:

    »Was gibt’s zum Essen?«

    »Nix. Die Oma kocht nicht mehr.«

    Zefix! Was ist denn in die Eberhofer-Weiber gefahren? Die Oma beschließt nach gefühlten 2000 Kuchen und noch mehr Schweinsbraten, Semmelknödeln und Kraut, sich der häuslichen Pflichten zu entledigen − und fortan zu chillen. Ausgerechnet an Weihnachten! Und seit die Susi ihre Karriere als stellvertretende Bürgermeistern verfolgt, fühlt sich der Sex mit ihr im schicken Neubau für den Franz an, als hätten sie ihn gratis zu den Esszimmermöbeln dazu bekommen. Zu allem Übel wird dann auch noch der Steckenbiller Lenz vermisst. Der Franz soll gefälligst eine Vermisstenanzeige aufgeben, die Mooshammer Liesl befürchtet das Schlimmste. Nur: Eine Leiche ist weit und breit nicht in Sicht. Damit steht der Eberhofer vor einer schier unlösbaren Aufgabe.



    Meine Kritik:

    Der elfte Fall für Franz Eberholfer beginnt nicht nur etwas ungewöhnlich, sondern ist lange Zeit gar kein Fall. Das erste Drittel des Romans geht es fast ausschließlich um das private Treiben in Niederkaltenkirchen. Die Oma beschließt, in den Ruhestand zu gehen und sich nicht mehr um den Haushalt zu kümmern. Beinahe zeitgleich verletzt sich der Bürgermeister im österreichischen Skiurlaub und Susi, die Lebensgefährtin vom Franz, nimmt das Gemeinderuder fest in die Hand. Ganz am Rande erfährt man, dass der alte Biobauer Steckenbiller vermisst wird. Daran ändert sich auch längere Zeit nichts. Erst als nach zig Wochen ein Goldzahn gefunden wird, beginnt der Franz mit Hilfe seines Freundes Rudi langsam zu ermitteln – wobei die Betonung eindeutig auf dem Wort langsam liegen muss.

    So amüsant das kleinbürgerliche Treiben auch ist, lange Zeit spielt der Kriminalfall bloß eine untergeordnete Rolle – was in einem Provinzkrimi eher schlecht als recht ist. Daher ist das „Rehragout-Rendezvous“ leider bloß durchschnittlich und ohne große Überraschungen.

    Kaum zu glauben, dass es zu dem Buch noch keinen Thread gibt - aber die Suche hat trotz mehrere Anläufe keinen Treffer ausgespuckt.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne; 1. Edition (1. Juni 1994)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 478 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 345307565X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453075658


    ASIN/ISBN: 345307565X



    Über den Autor:

    John Grisham ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Seine Romane sind ausnahmslos Bestseller. Zudem hat er ein Sachbuch, einen Erzählband und Jugendbücher veröffentlicht. Seine Werke werden in fünfundvierzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.



    Inhaltsangabe:

    In einer Oktobernacht werden zwei Richter des obersten Bundesgerichts der USA ermordet. Die Jurastudentin Darby Shaw legt eine Akte über den schlimmsten politischen Skandal seit Watergate an - ein tödliches Dokument für alle, die sie kennen. Eine erbarmungslose Jagd beginnt.



    Meine Kritik:

    Nachdem innerhalb einer Nacht zwei Bundesrichter ermordet wurden, beginnt die junge Jurastudentin Darby Shaw über die Hintergründe zu recherchieren. Ihre Ergebnisse fasst sie in einer Akte zusammen und präsentiert sie ihrem Liebhaber, dem Juraprofessor Thomas Callahan. Dieser gibt das Dossier einem Freund in Washington und schon bald machen die Recherchen in den höheren Kreisen die Runde. Leider geraten sie dabei in die falschen Hände. Es dauert nicht lang und auf Darby und Thomas wird ein Sprengstoffanschlag verübt. Darby überlebt und taucht unter. Zusammen mit dem Journalisten Gray Grantham versucht sie, die Wahrheit aufzudecken. Doch das ist schwieriger als gedacht, da ihr der Killer dich auf den Fersen ist und nicht zögert, jeden umzubringen, der Darby helfen könnte.

    Auch nach fast dreißig Jahren hat Grishams Roman „Die Akte“ nichts von seiner Faszination verloren. Obwohl mancher Kniff und manche Vorgehensweise nicht mehr ganz zeitgemäß wirken, bleibt die Geschichte doch interessant und die meiste Zeit über ziemlich spannend. Über vereinzelte Längen habe ich gerne hinweggesehen. Zumal es sich ja sowieso um ein Grisham-Frühwerk handelt.