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    Wolfgang Hohlbein



    Der Hexer von Salem - 01: Als der Meister starb



    EAN: 9783962823160

    ISBN: 9783962823160

    Veröffentlichungsdatum 29.03.2019

    Genres: Grusel & Mystery

    Verlag / Label: Lindenblatt Records

    Medium: CD-Audio

    Anzahl Medien: 2

    Spieldauer / Umfang: ca. 85 Minuten



    Über den Autor:

    Wolfgang Hohlbein, am 15. August 1953 in Weimar geboren, lebt mit seiner Frau Heike und seinen sechs Kindern, umgeben von einer Schar Katzen, Hunde und anderer Haustiere, in der Nähe von Neuss. Mitte der fünfziger Jahre kam Hohlbeins Familie in den Westen und schlug ihr Domizil in Krefeld auf. In Krefeld absolvierte Wolfgang Hohlbein seine Schule und später eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Zeitweise hielt er sich durch Nebenjobs, wie etwa als Nachtwächter, über Wasser.Wolfgang Hohlbein ist ein Erzähler, es reizt ihn nicht nur die Lust am Fabulieren, sondern auch das freie Spiel mit ungewöhnlichen Ideen und fantastischen Einfällen.

    Er ist ein Workaholic, der in der Zeit von Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden arbeitet. Sieben Tage in der Woche legt er selbst in seinen seltenen Urlauben kaum den Stift aus der Hand. "So ist das eben, wenn man das große Glück hat, aus seinem Hobby einen Beruf machen zu können", bemerkt er selbst dazu.

    Laut einer Aufstellung in Focus (Nr. 40, November 2006) liegt die Gesamtauflage von Wolfgang Hohlbein bei 35 Millionen Exemplaren. Er ist damit "einer der erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart". Der Wegbereiter neuer deutscher Phantastik und Fantasy wurde bislang in 34 Sprachen übersetzt. Er hat bereits 160 Romane verfasst, den überwiegenden Teil alleine, etliche Kinder- und Jugendbücher gemeinsam mit seiner Frau Heike und einige wenige Erwachsenenromane mit Co-Autoren.

    Zahlreiche Preise und Auszeichnungen hat Wolfgang Hohlbein erhalten. Vom "Preis der Leseratten" 1983 bis zum "Bester Autor National" Deutscher Phantastik-Preis 2004, dem "Sondermann-Preis" auf der Buchmesse 2005 und dem "Nyctalus" im November 2005.


    Inhaltsangabe:

    Im Jahr 1883 begleitet der junge Robert Craven den geheimnisvollen Mr. Montague auf einer Schiffspassage von New York nach London. Doch dann gerät der Viermaster vor der schottischen Küste in eine Flaute. Im aufkommenden Nebel breitet sich eine beklemmende Stille aus. Bedrohliche Schatten scheinen darin zu wohnen. Und da ist auch noch etwas anderes … Ein uraltes und abgrundtief böses Wesen hat genau auf diesen Augenblick gewartet.

    H. P. Lovecraft, der Meister des Unheimlichen, schuf mit seinem Cthulhu-Mythos eine Welt voller Tentakel bewehrter Schrecken, düsterer Gottheiten und Büchern, in denen der Wahnsinn lauert. Der mehrfach preisgekrönte Autor Wolfgang Hohlbein griff sich die Essenz dieser virtuosen Erzählungen, verwob sie mit anderen klassischen Motiven der phantastischen Literatur und goss sie dann in eine packende Rahmenhandlung, voller Magie, Spannung und Sehnsucht.


    Meine Kritik:

    Jahrelang habe ich der Veröffentlichung entgegengefiebert, jetzt ist es endlich soweit: Die neue Hörspiel-Serie zu Wolfgang Hohlbeins „Hexer von Salem“-Reihe ist bei Lindenblatt Records gestartet. Originalgetreu und mit viel Liebe zum Detail erzählt das erste Hörspiel, wie der junge Robert Craven im Jahr 1883 vom mysteriösen Mr. Montague zu einer Schiffsreise von Amerika nach England eingeladen wird. Während der Überfahrt häufen sich plötzlich die merkwürdigen Ereignisse, bis das Segelschiff Lady of the Mist vor der Küste passend zum Namen in einen dichten Nebel gerät. Aber es handelt sich um keinen normalen Nebel, sondern einen, aus dem Kreaturen kommen, die Jagd auf Mr. Montague machen ...

    Gleich von der ersten Minute an überzeugt die 85 Minuten lange Hörfassung mit Spannung und tollen Sprechern. Besonders Patrick Borlé macht seine Arbeit als Robert Craven sehr gut, sodass man sich jetzt schon auf die nächsten Episoden mit ihm freut. Schön waren auch die prominenten Gastsprecher wie Tommi Piper, Marco Göllner und der leider zwischenzeitlich verstorbene Manfred Erdmann, die mit ihren tiefen und rauen Stimmen sehr zur unheimlichen Atmosphäre der Aufnahmen beitrugen. Ebenfalls sehr passend waren der beklemmende Soundtrack von Dominik Morgenroth und das tolle CD-Cover von Mark Freier.

    Zu bemängeln an der Aufnahme habe ich lediglich, dass man als Hörer, der die Serie nicht kennt, lange Zeit nicht weiß, dass die Ereignisse in Jerusalems Lot zu einer anderen Zeit spielen als die auf der Lady of the Mist. Erst kurz vor Schluss ergibt sich hier der Zusammenhang. Aber selbst das ist ein Jammern auf hohem Niveau

    Fazit: Tolles Hörspiel mit atmosphärischer Hintergrundmusik und spannender Auftakt der hoffentlich noch viele Episoden umfassenden Hexer-Hörspielserie. Und wer weiß, vielleicht lässt sich Wolfgang Hohlbein ja sogar zu ein paar weiteren Geschichten überreden ...

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    • Broschiert: 419 Seiten
    • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (12. März 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3518463500
    • ISBN-13: 978-3518463505
    • Originaltitel: California Fire & Life


    Über den Autor:

    Don Winslow wurde 1953 in der Nacht zu Halloween in New York geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in South Kingstown, Rhode Island, einer Kleinstadt am Atlantik. Sein Vater, der ihm Geschichten von seiner Zeit bei der Marine erzählte, beflügelte seine Fantasie und erweckte in ihm den Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden.

    Schon früh kam Winslow mit den Themen und Figuren in Berührung, die später eine so prominente Rolle in seinen Büchern spielen sollten. Einige Mafiagrößen des Patriarca-Syndikats lebten in seiner Nachbarschaft, und seine eigene Großmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, den mutmaßlichen Drahtzieher des Kennedy-Attentats, der den späteren Autor mehrere Male zu sich einlud.

    Nach seinem Schulabschluss kehrte Don Winslow in seine Geburtsstadt New York zurück. Bevor er mit dem Schreiben begann, verdiente er sein Geld unter anderem als Kinobetreiber, als Fremdenführer auf afrikanischen Safaris und chinesischen Teerouten, als Unternehmensberater und immer wieder als Privatdetektiv.

    Auch als Schriftsteller ist Don Winslow unermüdlich. Jeden Morgen um fünf setzt er sich an den Schreibtisch. Mittags läuft er sieben Meilen, in Gedanken immer noch bei seinen Figuren, um dann am Nachmittag weiterzuarbeiten. Dabei schreibt er mindestens an zwei Büchern gleichzeitig. Schreibblockaden kennt er nicht, im Gegenteil: Winslow sagt von sich, dass er bislang nur fünf Tage durchgehalten habe, ohne zu schreiben. Es ist eine Sucht, die bis heute ein Werk hervorgebracht hat, dessen Qualität, Vielseitigkeit und Spannung Don Winslow zu einem der ganz Großen des zeitgenössischen Krimis machen.

    Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für Tage der Toten. Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Großen amerikanischen Krimi-Autoren.




    Inhaltsangabe:

    Zu viel Wodka und eine brennende Zigarette – ein klarer Fall, scheint es. Doch Jack Wade, der Star der Abteilung für Brandstiftung des Orange County Sheriff Department, glaubt nicht an einen Unfall, als er in den Trümmern einer abgebrannten Villa auf die Leiche einer jungen Frau stößt. Sein Job ist es, die Sprache des Feuers zu entziffern. Und bald wird die Sache so heiß, dass er Gefahr läuft, sich die Finger zu verbrennen …
    Abtrünnige KGB-Agenten und russische Kriminelle, vietnamesische Gangs und abgelegte Liebschaften – Jack Wade verstrickt sich in einem Dickicht aus Verschwörung, Korruption und Betrug, so sehr, dass er am Ende beschließt, Feuer mit Feuer zu bekämpfen.



    Meine Kritik:

    Brandspezialist Jack Wade untersucht für eine kalifornische Versicherung einen Hausbrand, bei dem eine Frau ums Leben kam. Doch obwohl er ziemlich schnell den Verdacht hegt, der Ehemann könnte dahinterstecken, führen sämtliche Ermittlungen in Sackgassen. Weil er trotzdem nicht locker lässt, spitzen sich die Ereignisse immer weiter zu, bis sie vollends aus dem Ruder laufen.

    Vom Thema her ist es ist ein ungewöhnlicher Krimi, den uns Don Winslow in „Die Sprache des Feuers“ erzählt. Niemals hätte ich gedacht, dass die Geschichte eines Brandermittlers so verzwickt, düster und hardboiled sein könnte. Aber da es ein Winslow-Roman ist, geht es entsprechend dreckig und korrupt zu. Trotz der stellenweise recht derben Sprache sitzt jedes Wort perfekt. Gewohnt hochwertige Hardboiled-Krimi-Kost von einem, der sein Handwerk versteht.

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    • Taschenbuch: 544 Seiten
    • Verlag: Droemer TB (1. August 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3426305313
    • ISBN-13: 978-3426305317
    • Originaltitel: The Force



    Über den Autor:

    Don Winslow wurde 1953 in der Nacht zu Halloween in New York geboren. Seine Mutter, eine Bibliothekarin, und sein Vater, ehemaliger Offizier bei der Navy, bestärkten ihn schon früh in dem Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden, vor allem die Geschichten, die sein Vater von der Marine zu erzählen hatte, beflügelten die Fantasie des Autors.

    Das Sujet des Drogenhandels und der Mafia, das in vielen von Don Winslows Romanen eine Rolle spielt, lässt sich ebenso mit seinen Kindheitserfahrungen erklären: Seine Großmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, der den späteren Autor mehrere Male in sein Haus einlud.

    Jeden Morgen um fünf setzt er sich an den Schreibtisch. Mittags läuft er sieben Meilen, in Gedanken immer noch bei seinen Figuren, um dann am Nachmittag weiterzuarbeiten. Winslow sagt von sich, dass er bislang nur fünf Tage durchgehalten habe, ohne zu schreiben. Es ist eine Sucht, die bis heute ein Werk hervorgebracht hat, dessen Qualität, Vielseitigkeit und Spannung Don Winslow zu einem der ganz Großen der zeitgenössischen Spannungsliteratur machen.

    Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für "Tage der Toten". Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Großen amerikanischen Krimi-Autoren.

    Don Winslow lebt mit seiner Frau und deren Sohn in Kalifornien.



    Inhaltsangabe:

    Das neue, große Kriminal-Epos des amerikanischen Bestseller-Autors Don Winslow.
    In den Straßenschluchten von New York lässt der internationale Star-Autor Don Winslow ein alptraumhaft realistisches Szenario von Drogen, Menschenhandel, Mord entstehen. Er zeichnet die todbringende Allianz von staatlichen Stellen und organisiertem Verbrechen: Sie sehen sich als Elitetruppe der Polizei, eine verschworene Einheit, ausgestattet mit weitreichenden technischen und rechtlichen Möglichkeiten. Gemeinsam sollen sie für Ruhe und Ordnung in ihrem Revier sorgen, dem nördlichen Manhattan. Und genau das tun sie. Hier gelten ihre Spielregeln, hier geschieht nichts ohne ihr Wissen. Doch die Truppe ist extremem Stress ebenso ausgesetzt wie extremen Risiken ... und extremen Verlockungen ...


    Externe Meinungen:


    Don Winslows neues Meisterwerk – erschütternd, brutal und unnachgiebig.


    "Don Winslows "Corruption" ist faszinierend, eine echter Wurf. Stellen Sie sich "Der Pate" vor, aber mit Cops. So gut ist es." – Stephen King

    "Mit eindringlicher Menschlichkeit in den tragischen Details und mit einer epischen Monumentalität, die geradezu an Shakespeare erinnert – vermutlich der beste Cop-Roman aller Zeiten." – Lee Child

    "In diesem epischen Roman voll niederschmetternder moralischer Komplexität blickt Don Winslow durch die Augen eines höchst erfahrenen und korrupten Polizisten tief in die Seele des modernen Amerika. Leser von modernen Meistern wie Don DeLillo, Richard Price und Geroge Pelecanons werden reichlich belohnt werden." – Publishers Weekly

    "Don Winslow hat das kreiert, was wahrscheinlich zum Inbegriff des Polizei-Romans werden wird." – Booklist



    Meine Kritik:

    Die ganze Welt ist korrupt und wir begleiten ein erfolgreiches Spezialkommando in Manhattan North bei seiner ebenfalls nicht korruptionsfreien Arbeit gegen Waffen, Drogen und Gangs. Ihr Anführer ist Denny Malone, der heimliche Chef in Manhattan. Jeder kennt ihn, jeder respektiert ihn – ganz egal ob Ganove, Politiker oder Kollege. Was er sagt, wird gemacht. Doch auch Malone ist nicht unantastbar. Als das FBI auf den Plan tritt, geht er mit ihnen einen verhängnisvollen Deal ein und erklärt sich sogar bereit, seine Freunde und Geschäftspartner zu bespitzeln.

    „Corruption“ (oder der bessere englische Titel: „The Force“) ist dreckig, brutal, skrupellos. Hier nimmt keiner ein Blatt vor den Mund. Und wie immer bei Don Winslow gibt es hier knackige Dialoge, bei denen jedes Wort sitzt. Ebenfalls wie immer bei ihm gibt die Geschichte von Anfang an Vollgas und hält diese Geschwindigkeit bis zum Ende ist. Da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Da verzeiht man gerne, dass er uns die übliche Geschichte vom Dirty Cop erzählt, der es mit dem Gesetz nicht so genau nimmt und dem genau das irgendwann auf die Füße fällt. Die Handlung ist authentisch und zeigt deutlich, dass den Cops (dort) praktisch kaum eine andere Wahl bleibt, als hier und da Zugeständnisse zu machen. Das Problem ist nur, da irgendwo eine Grenze zu ziehen.


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    • Broschiert: 304 Seiten
    • Verlag: Loewe (11. Februar 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3785588410
    • ISBN-13: 978-3785588413
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre



    Über den Autor:

    Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bis Anfang 2014 bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Im Alter von fast vierzig Jahren begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, die er in Internetforen veröffentlichte, bevor er sich an einen Roman heranwagte. 2007 erschien Arno Strobels erster Roman „MAGUS – Die Bruderschaft“, 2010 gelang ihm mit seinem Psychothriller „Der Trakt“ der Durchbruch. Seither zählt er zu den erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren, alle seine Romane sind Bestseller. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.



    Inhaltsangabe:

    Das ist doch alles nur ein verrücktes Spiel, denkt Nick, als ihm der mysteriöse Herr Schmitt eröffnet, dass er von heute an eine versteckte Schule des BND besuchen soll. Ja klar, Geheimagent! Das hat sich sein Vater ausgedacht, um ihn zu überraschen. Denn Nicks Vater bereist als Diplomat alle Länder der Erde und hat nur selten Zeit für ihn.
    Aber cool ist die Schule schon: Nahkampfunterricht mit echten Gegnern. Lektionen in Tarnen und Täuschen, Sportstunden wie bei den Navy SEALs. Doch dann erfährt Nick, dass sein Vater verschwunden ist. Die Gefahr für ihn selbst ist viel zu groß, als dass er in sein altes Leben zurückkönnte. Und diese Schule ist alles andere als eine lustige Geburtstagsüberraschung. Jahre später bei seiner Zwischenprüfung erhält Nick einen Hinweis auf seinen Vater – und der führt ihn mitten in ein dramatisches Highspeed-Abenteuer nach London.
    Bestsellerautor Arno Strobel zeigt sich hier mit einem turboschnellen, actionreichen Abenteuer von einer ganz neuen Seite. Ideales Lesefutter für Jungen und Mädchen.



    Meine Kritik:

    Teenager Nick verfolgt einen Straßendieb. Was er nicht weiß: Es ist ein Test für eine geheime Agentenschule irgendwo in Deutschland. Nick besteht den Test und wird drei Jahre lang zum Junior-James-Bond ausgebildet. Vor der Abschlussprüfung geht allerdings alles schief und Nick folgt einer geheimen Spur, die ihn bis nach London führt. Hier versucht er, mehr über das mysteriöse Verschwinden seines Vaters herauszufinden und wer ihn hereinzulegen versucht.

    Die Ausgangsbasis des Romans fand ich sehr interessant. Leider aber wird Nicks Ausbildung ziemlich schnell abgehandelt und es geht vorrangig um seine Recherchen nach der missglückten Prüfung. Besonders intelligent stellt sich der 16-Jährige dabei allerdings nicht an. Das, was er als große Enthüllungen herausfindet, sind alles Sachen, die man als Leser lange vor ihm ahnt. Weil es die typischen Bausteine einer Agentengeschichte sind. Außerdem hatte ich gedacht, dass Nick ein paar zum Thema passende flapsige Sprüche vom Stapel lassen würde, wie sie der gute 007 immer parat hat. In der Hinsicht hätte Arno Strobel seinem Nachwuchs-Helden unbedingt etwas mehr mitgeben müssen. Ein paar weitere Charaktereigenschaften hätten Nick ebenfalls gut getan. So erschien er mir in „Highspeed London“ leider etwas farblos und zu sehr auf schnelle Actionszenen ausgelegt.

    Schade fand ich auch das offene Ende der Geschichte. Aber da für den Herbst bereits der zweite Band angekündigt ist, muss man zumindest auf die Fortsetzung nicht besonders lange warten.

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    • Taschenbuch: 496 Seiten
    • Verlag: Knaur TB; Auflage: Dt. Erstausg. (2. November 2011)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3426507900
    • ISBN-13: 978-3426507902

    Über den Autor:

    Michael Connelly, geboren 1956 in Philadelphia, studierte zunächst Journalismus und Kreatives Schreiben in Florida. Anschließend (ab 1980) arbeitete er für verschiedene Zeitungen in Fort Lauderdale und Daytona Beach, wo er sich auf Polizeireportagen spezialisierte. Nachdem 1986 eine seiner Reportagen für den Pulitzer Preis nominiert worden war, wechselte er als Polizeireporter zur "Los Angeles Times". Für sein Thrillerdebüt, "Schwarzes Echo", den ersten Band der Harry-Bosch-Serie, erhielt er 1992 auf Anhieb den Edgar Award, den renommiertesten amerikanischen Krimipreis. Zahlreiche Bestseller folgten, die ihn zu einem der erfolgreichsten Thrillerautoren der USA machten. Heute lebt er mit seiner Familie wieder in Florida.


    Inhaltsangabe:

    Mickey Haller, von Haus aus eigentlich Strafverteidiger, bekommt die einmalige Chance, in einem aufsehenerregenden Prozess die Anklage zu vertreten. Vor 24 Jahren ist Jason Jessup für die Entführung und den Mord an einer Zwölfjährigen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Weil eine DNA-Analyse ihn jetzt entlastet, muss der Fall neu aufgerollt werden. Mickey hält Jason für schuldig – aber er muss Beweise liefern. Unterstützt von seinem Halbbruder, dem LAPD-Veteranen Harry Bosch, übernimmt Mickey den schwierigen Fall. Ohne es zu wollen, bringt er damit seine eigene und auch Harrys Tochter in tödliche Gefahr …


    Meine Kritik:

    „Die Spur der toten Mädchen“ ist ein in mehrfacherer Hinsicht ungewöhnlicher Krimi. Nicht nur, dass hier zwei von Connellys Haupt-Roman-Charakteren Hand in Hand arbeiten, es ist auch ein äußerst verzwickter Fall, der teilweise im Gerichtssaal und teilweise auf der Straße spielt. Es beginnt damit, dass Strafverteidiger Mickey Haller die einmalige Chance erhält, in einem heiklen Prozess die Anklage zu vertreten. Dabei geht es allerdings um keine aktuellen, sondern 24 Jahre zurückliegende Mordermittlungen, die noch einmal neu aufgerollt werden müssen. Da Haller bei den Behörden fast keinem Vertraut, bittet er seine Ex-Frau Maggie McPherson und seinen Halbbruder Detective Harry Bosch um Mithilfe. Beide unterstützen ihn gerne, auch wenn keiner von den dreien ahnt, worauf sie sich da einlassen.

    Die Handlung der Geschichte spielt etwa ein Jahr nach "Neun Drachen" und genau wie im Vorgängerband sind auch David Chu (mittlerweile Harrys Partner) und Rachel Walling mit dabei, beide allerdings nur kurz. Der Fall selbst spielt die meiste Zeit im Gerichtssaal und hier gibt es stellenweise auch etwas zu viel theoretisches Jura-Prozedere, das nicht allzu spannend ist, aber hier einfach dazugehört. Parallel zu Mickeys Verhandlung versucht Harry mehr über die Taten des Beschuldigten und die Hintergründe herauszufinden. Dabei gibt es einige falsche Fährten, bis sich die Ereignisse im letzten Drittel auf einmal rasant überschlagen. Das relativ offene Ende fand ich daher auch etwas unbefriedigend. Mehrere relevante Fragen wurden hier einfach nicht beantwortet. Aber vielleicht werden diese Sachen ja im vierten Haller-Buch „Der fünfte Zeuge“ oder im sechzehnten Bosch-Roman „Der Widersacher“ noch einmal aufgegriffen.

    Etwas irritierend fand ich den deutschen Titel. Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt, um welche „toten Mädchen“ es sich handelt. In der gesamten Geschichte geht es nämlich nur um eine einzige Tote. Der englische Originaltitel „The Reversal“ erscheint mir daher deutlich passender.

    Zwei Jahre nach „Kalter Tod“ ist Detective Ignacio 'Iggy' Ferras noch immer Harrys Partner. Ihr neuster Fall führt sie nach Chinatown, wo der Inhaber eines Getränkeladens erschossen wurde. Während der Ermittlungen legt sich Harry nicht nur mit den chinesischen Triaden an, sondern wird auch mit seinen eigenen Vorurteilen konfrontiert. Als er glaubt, endlich eine brauchbare Spur gefunden zu haben, gibt es auf einmal eine dramatische Wendung: Seine bei ihrer Mutter lebende Tochter Maddy wird in Hongkong entführt und Harry zögert keine Sekunde, hinterherzureisen, um sie zu finden. Auch wenn das tiefgreifende Veränderungen für seinen Beruf und sein Leben bedeuten könnte.

    Harrys 15. Fall ist von Anfang an spannend, enthält jede Menge überraschende Wendungen und kommt zudem in Sachen Dramatik nicht zu kurz. Wieder einmal Michael Connelly in Bestform. Dass dann noch dazu Harrys Halbbruder Michael Haller kurz mitmischt und sogar Jack McEvoy erwähnt wird, waren weitere großartige i-Tüpfelchen. Da gebe ich gerne neun von zehn Punkten.

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    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag (1. September 2008)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453433424
    • ISBN-13: 978-3453433427
    • Originaltitel: The Overlook


    Über den Autor:

    Michael Connelly lebt und arbeitet in Florida. Bereits für seinen Debütroman "Schwarzes Echo" wurde er mit dem renommierten "Edgar Award" ausgezeichnet. Zahlreiche Preise und Ehrungen folgten. Neben den Romanen um Detective Harry Bosch wurde er vor allem durch seine Bestseller "Der Poet", "Das zweite Herz" (verfilmt von und mit Clint Eastwood), "Schwarze Engel", "Dunkler als die Nacht" und "Die Rückkehr des Poeten" bekannt.




    Inhaltsangabe:

    In Hollywood wird eine Leiche mit zwei Kugeln im Hinterkopf gefunden. Es handelt sich um Stanley Kent, einen Sicherheitsbeauftragten für verschiedene Krankenhäuser in L.A.. Detective Harry Bosch entdeckt wenig später im Haus des Ermordeten dessen Frau Alicia, nackt und gefesselt. Die ersten Ermittlungen ergeben, dass Kent auch für die Überwachung von radioaktivem Material in den Kliniken zuständig war. Und in einem Krankenhaus fehlt aus einem Safe der gesamte Cäsium-Vorrat…


    Meine Kritik:

    Ein Jahr nach den Ereignissen von „Echo Park“ wird am Mulholland-Aussichtseck eine exekutierte Leiche gefunden. Es ist die eines Krankenhaussicherheitschefs, der für die Überwachung von radioaktivem Material zuständig war. Als dann noch der gesamte Cäsium-Vorrat des Krankenhauses fehlt, schrillen nicht nur bei der Mordkommission, sondern auch dem FBI sämtliche Alarmglocken. Dass es trotz anfänglicher gegenteiliger Beteuerungen zu etlichem Zuständigkeitsgerangel kommt, liegt auf der Hand.

    Aber eben weil das der typische Zwist ist, wirkt der 13. Bosch-Fall nicht ganz so spannend. Die meiste Zeit ist es mehr oder minder eine typische Terroristenjagd, wie ich sie schon etliche Male in ähnlicher Form gesehen und gelesen habe. Da war das Auftauchen von FBI-Agentin Rachel Walling (und für einen kurzen Moment auch Jerry Edgar) ein angenehmer Lichtblick – obgleich es diesmal zwischen Bosch und Walling nicht ganz so harmonisch abläuft. Als neuen Partner hat Harry inzwischen Detective Ignacio 'Iggy' Ferras zugewiesen bekommen, doch auch hier läuft nicht alles blendend.

    Die überraschende Wendung am Ende vom „Kalten Tod“ empfand ich als sehr angenehm und ich bin gespannt, wie es mit Walling und Iggy im nächsten Teil weitergeht. Das heißt sofern Iggy nicht seine Drohung wahr macht und sich einen neuen Partner zuweisen lässt.


    Ich würde auch 8 von 10 Punkten geben.

    Detective Harry Bosch lässt einfach nicht locker. Selbst ein 13 Jahre zurückliegender Mordfall lässt ihm keine Ruhe. Regelmäßig leiht er sich die alten Akten aus und sucht nach neuen Verbindungen, die er damals übersehen hatte. Das hat er zwar nicht, dennoch kommt durch das Geständnis eines Serienmörders wieder Bewegung in den damaligen Fall. Die alten Ermittlungen könnten damit abgeschlossen sein, aber Bosch glaubt dem Killer nicht und stellt seine eigenen Nachforschungen an.

    Der zwölfte Harry-Bosch-Band „Echo Park“ ist ein typische Bosch-Krimi mit verzwickter Handlung und etlichen überraschenden Wendungen, wodurch bis kurz vor Schluss keiner absehen kann, worauf es hinauslaufen wird. Eben genau das, wofür Michael Connelly bekannt und beliebt ist. Gerne lässt er in seinen Romanen auch Figuren aus anderen Reihen und von früher auftauchen. So gibt es diesmal ein Wiedersehen mit FBI-Agentin Rachel Walling und sogar Jerry Edgars Cousin hat einen kleinen Gastauftritt.

    Ex-FBI-Agent Terry McCaleb bekommt Besuch von einer alten Kollegin, die ihn bittet, einen Blick auf einen rätselhaften Fall zu werfen. Das tut Terry und stößt dabei sogar auf ein Detail, das die bisherigen Ermittler übersehen hatten. Dummerweise weist die neue Spur zu weiteren Spuren, die allesamt mit Detective Harry Bosch zu tun haben. Schleicht er vielleicht als Racheengel umher und kümmert sich um all jene Verbrecher, bei denen er für keine Verhaftung sorgen konnte?

    Eigentlich zählt Connelly in „Dunkler als die Nacht“ gleich zwei Geschichten. Zum einen Terrys Fall, zum anderen den Fall, für den Harry Bosch gerade vor Gericht aussagen muss. Obwohl ich manche Aspekte dieser zweigeteilten Handlung bereits aus der TV-Serie „Bosch“ kannte“, war es dennoch eine sehr spannende und verzwickte Geschichte. Noch dazu war es wie ein Gipfeltreffen von Connellys Helden: Detective Harry Bosch, Ex-FBI-Agent Terry McCaleb (aus „Das zweite Herz“) und mit einer kleinen Rolle auch Journalist Jack McEvoy (aus „Der Poet“). Fehlt nur noch Michael Haller, aber der tauchte ja erst ein paar Jahre nach dem Band auf der Bildfläche auf.

    Die auf 376 Minuten gekürzte Hörbuchfassung liest Engelbert von Nordhausen (Synchronsprecher von Samuel L. Jackson), der genau den richtigen, meist besonnenen Tonfall trifft.

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    • Broschiert: 544 Seiten
    • Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (1. Februar 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3959672411
    • ISBN-13: 978-3959672412
    • Originaltitel: The Whispering Room


    Über den Autor:

    Dean Koontz glaubte an sich, auch als er noch kein erfolgreicher Schriftsteller war. Aber nicht nur er, auch seine Frau Gerda war von seinem Können überzeugt. Daher bot sie ihm an, für fünf Jahre allein den Unterhalt zu verdienen. Binnen dieser Zeit sollte er mit dem Schreiben ausreichende Einnahmen erzielen können – oder aber seinen Kindheitstraum an den Nagel hängen, so die Vereinbarung. Koontz musste diese Frist aber gar nicht ausschöpfen, der Erfolg kam schneller, und bis heute hat er insgesamt sagenhafte 400 Millionen Exemplare seiner Romane verkauft. Geboren wurde Koontz 1945 in Pennsylvania. Er arbeitete zunächst als Englischlehrer und schrieb nur am Wochenende und in den Abendstunden – bis das Angebot seiner Frau kam. Heute leben die beiden in Kalifornien.


    Inhaltsangabe:

    Die allseits beliebte Lehrerin Cora Gundersun beendet ihr Leben und das vieler Unschuldiger in einem riesigen Feuerball. Als später nach Hinweisen für ihre Tat gesucht wird, findet man ein Tagebuch, das nur den Schluss zulässt, dass die Täterin geisteskrank war.
    Jane Hawk weiß es besser – hat sich ihr Mann doch ebenfalls aus heiterem Himmel das Leben genommen. Auf ihrer Suche nach Antworten hat sie eine Verschwörung bis in höchste Regierungskreise entdeckt – und jagt nun deren Hintermänner. Mittlerweile ist die FBI-Agentin die meistgesuchte Person der USA. Doch ihre mächtigen Gegner haben nicht damit gerechnet, dass Jane bereit ist, alles zu riskieren, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.


    »So gut Suizid war, dieses Buch ist noch besser.« Booklist

    »Ein vielschichtiger Thriller, bei dem die Charaktere den Ton angeben und der fast unmöglich wegzulegen ist.« Bookreporter


    Meine Kritik:

    Die abtrünnige FBI-Agentin Jane Hawk ist nach dem Tod ihres Mannes noch immer auf der Suche nach den Verantwortlichen. Eine Spur führt sie zu einer abgelegenen Kleinstadt, in der sämtliche Einwohner manipuliert werden. Zusammen mit dem Sheriff Luther, der in den Ort gereist ist, um Nachforschungen über den merkwürdigen Selbstmord der allseits beliebte Lehrerin Cora Gundersun anzustellen, versucht sie, die Kinder aus der Kleinstadt zu retten.

    Wie schon im Vorgängerband „Suizid“ wird auch im gewohnt actionreichen zweiten Teil der bislang fünf Bände umfassende Jane-Hawk-Saga alles schnell abgehandelt und kratzt daher nur an der Oberfläche. Obendrein weiß die toughe Ex-Agentin praktisch alles, ist stets hoch motiviert und nahezu unverwundbar. Obwohl sie sich zwar auch mal den einen oder anderen Streifschuss zuzieht, gibt es eigentlich nichts, was sie aufhalten kann. Ihre Geschichten wären eine prima Vorlage für einen neuen Rachefilm, der von Luc Besson produziert wird.

    Frisch aus der Haft entlassen erhält der ehemalige norwegische Polizist Thorkild Aske den Auftrag, den als vermisst geltenden Sohn Rasmus eines befreundeten Ehepaars zu suchen. Dafür reist Thorkild zu der Leuchtturmwärterinsel, auf der Rasmus gearbeitet hatte. Seine Ermittlungen laufen schleppend, bis einiges Tages eine Leiche an den Strand gespült wird. Allerdings ist es nicht Rasmus, sondern eine unbekannte junge Frau..

    Der Plot klang interessant, die Umsetzung hätte allerdings etwas besser sein können. Auch nach der Hälfte lässt die Spannung noch immer auf sich warten. Heine Bakkeid lässt sich beim Erzählen viiiel Zeit. Dass es innerhalb der Handlung einige zeitliche Sprünge vor und zurück sowie einige drogenumnebelte Traumvisionen gibt, trägt ebenfalls nicht unbedingt zum Nervenkitzel bei.

    Als der Alkoholiker Danny Boy beim Sheriffbüro auftaucht und von einem beobachteten Mord erzählt, ahnt Sheriff Hackberry Holland noch nicht, dass einige anstrengende und sehr blutige Tage vor ihm liegen werden. Mehrere skrupellose russische Gangster sind auf der Suche nach einem flüchtigen Mann mit Militärplänen und zögern nicht, für ihre Ziele über Leichen zu gehen. Als wäre das nicht übel genug, gerät der Flüchtige ausgerechnet an den tot geglaubten religiösen Massenmörder Jack Collins. Gemeinsam pilgern die beiden durch Texas und Mexiko und hinterlassen ebenfalls eine blutige Spur.

    Der dritte Hackberry-Holland-Band setzt nicht lang nach dem Ende von Band Zwei („Regengötter“) ein und ist sowohl vom Stil als auch dem Aufbau her diesem recht ähnlich: Jede Menge brutale Ganoven, ein verzwickter Fall und ein störrischer alter Sheriff, den so schnell nichts aus der Fassung bringt.

    Obwohl sie vom Schreibstil ähnlich sind, mag ich Burkes zweiten Helden Dave Robicheaux irgendwie mehr. Die Geschichten über ihn sind zwar ebenfalls düster und brutal, dennoch von der Story her eine Spur linearer. Auch bei „Glut und Asche“ gab es mir ein bisschen zu viel hin und her innerhalb der einzelnen Parteien und Handlungsstränge.

    Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch wird Bernhard Schade in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und erklärt sich bereit, an einem Experiment des Psychotherapeuten Dr. Heiner Zens über eine angebliche neue Zivilisationskrankheit teilzunehmen. Zusammen mit anderen Leid geplagten Patienten startet der Doktor daraufhin ein waghalsiges Experiment, das sogar die Entführung eines erfolgreichen Top-Managers mit einschließt.

    Die Geschichte besaß eine ebenso interessante wie witzige Ausgangsbasis. Die Sorgen und Probleme vieler der an der Studie teilnehmenden Leidensgenossen konnte ich gut nachvollziehen. Vor allem die vom Braunschweiger Busfahrer Ünal Yilmaz, dem die zunehmende Rücksichtslosigkeit innerhalb der Bevölkerung zusetzte. Es war auch eine gute Idee, das schwierige Thema mit zahlreichen Gags und knalligen Dialogen aufzuheitern. Dennoch gibt es vor allem im Mittelteil auch einige Längen. Abgesehen davon erschien mir die Handlung (zum Beispiel das mit der Fernseh-Show) stellenweise zu abgedreht. Alles in allem ist „Drachensaat“ eine sozialkritische Satire auf den deutschen Lebensstil und die Medienlandschaft, die einen auch im Nachhinein zum Nachdenken anregen kann (und sollte).

    Vom Roman existiert eine inszenierte Hörspielfassung im Umfang von 3 CDs, in der neben Autor Jan Weiler auch Annette Frier, Matthias Haase und viele andere Sprecher beteiligt sind und die ich als Alternative zum Lesen des Buches empfehlen kann.

    Und überhaupt - Castle Rock. Ich liebe Castle Rock als Setting. Nachhausekommen trifft es da ganz gut


    Ich freue mich schon über die bloße Erwähnung des Namens in einer King-Geschichte. Ebenso wie Derry. Wenn dann sogar noch eine ganze neue Geschichte dort spielt, bin ich schon von Beginn an euphorisch.

    Als Comic-Fan war ich gespannt, was die Fantasy-Autorin Sarah J. Maas aus dem Catwoman-Mythos gemacht hat. Der Anfang hätte problemlos Teil der TV-Serie „Gotham“ sein können: Die 17-jährige Selina Kyle geht tagsüber zur Schule und prügelt sich nachts für den Gangsterboss Falcone. Letzteres macht sie natürlich nicht zum Spaß, sondern um Geld für die Medikamente ihrer todkranken jüngeren Schwester Maggie zusammenzukriegen. Allerdings ist Selina bei ihrer Nachtarbeit so gut, dass eine geheimnisvolle Liga auf sie aufmerksam wird. Als das Jugendamt die Kinder zu unterschiedlichen Pflegefamilien bringen will, nimmt die Liga Selina unter ihre Fittiche und bildet sie zwei Jahre lang weit entfernt zur Superverbrecherin aus. Zurück in Gotham City schließt sich Selina mit den fiesen Mädels Poison Ivy und Harlequin zusammen und startet eine beispiellose Raubserie. Was auch einem gewissen Batwing nicht verborgen bleibt, der während Batmans Abwesenheit in der Stadt für Recht und Ordnung sorgt. Selbstredend, dass hier ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, das sich im Laufe der Geschichte immer weiter zuspitzt. Aber eben weil das wohl praktisch jeder erwartet, bietet die Handlung in den ersten zwei Dritteln wenig Überraschungen. Dazu fand ich einige Dinge der Übersetzung ziemlich nervig. Wenn zum Beispiel junge Leute gemeinsam abhängen und sich bereits drei oder vier Mal getroffen haben, duzen sie sich in der Regel. Zwar gibt es mit Luke Fox (Batwing) auch einen männlichen Gegenspieler, dennoch ist der Roman vorwiegend ein Frauenbuch. Von einer Frau über eine Frau für eine Frau. Weshalb natürlich auch einige Herzschmerzszenen nicht fehlen dürfen. Wenn man(n) damit leben kann, wird man auf den 360 Seiten gut unterhalten.