Beiträge von fictionmaster

    Nach einigen persönlichen Rückschlägen hat Fallanalytiker Max Bischoff seinen Job bei der Polizei an den Nagel gehängt und lehrt als Dozent an der Düsseldorfer Uni. Als ihn eine ehemalige Kollegin bittet, den Suizid ihres 22-jährigen Neffen zu untersuchen, stimmt Max zu. Angeblich hatte sich der Neffe selbst getötet, nachdem er als Hauptverdächtiger in einem Mordfall geführt wurde. Doch auch nach dem Tod des Neffen gibt es Morde nach einem ähnlichen Muster. Steckt eventuell ein Serientäter dahinter? Von diesem Gedanken verfolgt, beginnt Max weiter zu ermitteln und gerät dadurch selbst ins Visier des Mörders.
    „Die Macht des Täters“ ist ein spannender und atmosphärisch dichter Thriller, der zu keiner Zeit langweilig wird. Man grübelt, rätselt und fiebert mit Max und ist ständig gespannt, wie die Story weiter- und ausgeht. Es ist sicherlich von Vorteil, wenn man mindestens den ersten Max-Bischoff-Band (oder besser auch noch die Im-Kopf-des-Mörders-Trilogie) kennt, da es zahlreiche Verweise auf Max‘ Vergangenheit gibt. Aber auch ohne dieses Vorwissen funktioniert die Geschichte und man kann dem „Mörderfinder“ problemlos folgen. Von mir aus darf es gerne noch weitere Thriller mit und über Max Bischoff geben.

    Der Donnerstagsmordclub darf wieder ermitteln. Diesmal geht es um gestohlene Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund und zwei Tote, die damit im Zusammenhang stehen. Also beginnen Elizabeth, Bogdan und ihre Rentner-Freunde zu ermitteln. Obwohl sie auf ihre Beziehungen bei der Polizei und dem MI5 zurückgreifen können, spitzen sich die Ereignisse zum Ende hin dramatisch zu. Selbst die New Yorker Mafia ist involviert.

    Die Handlung des zweiten Romans der Mordclub-Serie setzt weniger auf Spannung, sondern vorwiegend auf die skurrilen Charaktere der Rentner-Gang. Umso bedauerlicher ist es, dass die einzelnen Figuren nicht (mehr) genau vorgestellt werden. Wer den ersten Band der Reihe nicht kennt, braucht einige Zeit, um mit den Protagonisten und ihren Eigenheiten klarzukommen und um sämtliche Verbindungen zum ersten Band zu erklären. Hinzu kommt eine gewisse Trägheit im Mittelteil, bei der sich der Autor offenbar selbst nicht ganz sicher war, wie er die Handlung bis zum Ende strecken kann. Mehrmals hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte eigentlich kurz vor dem Abschluss stehen müsste, aber es ging immer noch weiter und weiter. Möglicherweise wäre mein Eindruck nach dem Lesen des ersten Bandes eine andere gewesen. Ohne dieses Wissen blieb es leider ein eher durchschnittliches Vergnügen. Vielleicht bin ich auch mit falschen Erwartungen an den Roman herangegangen. Ich ging von einem charmanten Whodunnit-Krimi im Stil der alten Agatha-Christie-Bücher aus, bei denen man selbst miträtseln kann, doch hier konnte „Der Mann, der zweimal starb“ leider nicht mithalten. Ich fand die Geschichte nicht halb so charmant wie die mit Hercules Poirot.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Lübbe; 1. Aufl. 2022 Edition (25. Februar 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 384 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3404184726
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3404184729
    • Lesealter ‏ : ‎ 16 Jahre und älter


    ASIN/ISBN: 978-3404184729


    Über den Autor:

    Mario Giordano, geboren 1963 in München, schreibt Romane (u.a. Apocalypsis-Trilogie), Jugendbücher und Drehbücher (u.a. Tatort, Schimanski, Polizeiruf 110, Das Experiment). Tante Poldi und der Gesang der Sirenen ist der fünfte Roman um die charismatische und einzigartige Ermittlerin aus Bayern. Giordano lebt in Berlin.



    Inhaltsangabe:

    Jaleckmiamarsch: Die Poldi heiratet Montana. So jedenfalls der Plan. Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf vollen Touren, die Nerven liegen blank. Und natürlich kommt auch wieder was dazwischen. Ein unbeliebter Unternehmer verschwindet, und auf der Isola Bella vor Taormina wird die Leiche einer jungen Norwegerin angespült. Für die Poldi steht fest: Es war Mord, und beide Fälle hängen zusammen. Und bei einer Leiche bleibt es diesmal nicht ...



    Meine Kritik:

    Die Poldi hat vor, ihren Verlobten Montana zu heiraten. Mitten in den Vorbereitungen dazu geht auf einmal alles drunter und drüber. Ein unbeliebter Geschäftsmann verschwindet, eine Slowakin namens Lenka, die mit ihm im Kontakt steht, wird tot aufgefunden. Außerdem ist da noch Poldis auf Rache sinnende Zwillingsschwester Maria. Logisch, dass Donna Poldina und ihr Neffe da wieder alle Hände voll zu tun haben. Längere Zeit tappen sie jedoch komplett im Dunkeln und auch die Handlung dümpelt im Mittelteil etwas vor sich hin. Dank der skurrilen Charaktere bleibt man allerdings auch beim fünften Krimi-Abenteuer gerne am Ball. Um die Zusammenhänge zu verstehen, ist es sinnvoll, vor dem „Gesang der Sirenen“ erst die vorherigen vier Bände zu lesen.

    Tante Poldi erhält in ihrem Domizil in Sizilien Besuch aus dem Vatikan. Ein Priester und ein kirchlicher Ermittler spielen ihr eine Aufnahme vor, indem eine Frau während eines Exorzismus auf einmal mit Poldis Stimme flucht. Nur wenige Stunden nach dem Exorzismus ist eine der beteiligten Nonnen tot. Selbstredend, dass da die Poldi nicht locker lassen kann, auch wenn sie das mal wieder in Teufelsküche bringt. Wie üblich ist ihr Neffe aus Deutschland als Chronist der Ereignisse ebenfalls vor Ort. Und auch allerlei andere bekannte Figuren aus den Vorgängerbänden sind wieder mit von der Partie. Der vierte Kriminalfall entpuppt sich dabei deutlich komplexer als anfangs angenommen. Fazit: Schöner neuer Band, der Lust auf noch mehr Poldi macht.

    In seinem 13. Fall bekommt es Hercule Poirot mit einem besonders kniffligen Rätsel zu tun. Der unheimliche Mr. Shaitana wurde während eines Kartenspiels in einem großen Salon ermordet und keiner der vielen Anwesenden hat etwas davon bemerkt. Zum Glück genügen dem belgischen Meisterdetektive kleinste Details, um den Fall in mühsamer Feinarbeit zu rekonstruieren. Interessant sind Poirots Nachforschungen zweifellos, ebenso, dass er von alten Bekannten wie Ariadne Oliver, Colonel Race und Superintendent Battle unterstützt wird. Dennoch ist es nicht die ganze Zeit über spannend, die vielen Befragungen zu verfolgen. Erst zum Ende hin, als es zahlreiche Wendungen gibt, nimmt die Handlung wieder Fahrt auf.

    Tante Poldi bekommt auf Sizilien Besuch von John – ihrem afrikanischen Ehemann, von dem bislang niemand wusste. Allerdings tauch John nicht grundlos auf. Sein Bruder James wird vermisst und mit ihm ein Koffer mit äußerst wertvollem Inhalt. Das weckt natürlich Poldis kriminalistisches Gespür. Als sie James allerdings findet, ist dieser bereits tot und der Koffer verschwunden. Da kann die Frührentnerin natürlich nicht anders, als weiter zu ermitteln. Und weil sie selbst seit Jahren keinen Führerschein mehr besitzt, ist auch ihr Neffe aus Deutschland wieder mit von der Partie. Auf der Suche nach dem verschwundenen Koffer treffen sie nicht nur wieder auf die sizilianische Mafia, sondern auch eine skandinavische Metalband, ein geheimes Social-Media-Event und allerlei andere skurrile Gestalten. Viel zu ermitteln gibt es bei Poldis drittem Fall allerdings nicht. Es ist eher eine Schnitzeljagd quer durch Sizilien, die von einem verrückten Erlebnis zum nächsten führt.

    Nachdem der Hund ihrer Freundin getötet wurde, beginnt die sechzigjährige Tante Poldi wieder in Italien zu ermitteln. Eine Spur für sie zu einem attraktiven Winzer und nach einer durchzechten Nacht weiß sie nicht mehr so recht, was passiert ist. Dafür wird zwischen den Reben die Leiche einer Wahrsagerin gefunden und die Poldi muss sich ins Zeug legen, um nicht selbst zur Verdächtigen zu werden. Unterstützt wird sie dabei von ihrem 34-jährigen deutschen Neffen, dem Ich-Erzähler der Geschichte. Ihm klagt sie ihr Leid vor und lässt ihn auch immer wieder gerne auflaufen. Dennoch halten die zwei zusammen und schaffen es sogar, sich mit der Mafia anzulegen.

    Die Ermittlungsarbeit der Poldi läuft wie schon im Vorgängerband ebenso chaotisch wie amüsant ab. Dafür sorgen nicht nur die schrägen Hauptpersonen, sondern auch die nicht minder verrückten Nebenfiguren. „Die Früchte des Herrn“ ist zwar nicht ganz so witzig wie der erste Teil um den sizilianischen Löwen, aber noch immer ein ziemlich gelungener Spaß für Zwischendurch.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Lübbe; 1. Aufl. 2022 Edition (29. April 2022)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 416 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 340418811X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3404188116
    • Lesealter ‏ : ‎ 16 Jahre und älter


    ASIN/ISBN: 340418811X



    Über den Autor:

    Bernd Stelter, Jahrgang 1961, ist einer der bekanntesten deutschen Kabarettisten. Zehn Jahre lang war er Teil der 7 Köpfe auf RTL, ebenso lang moderierte er die beliebte WDR-Spielshow NRW-Duell. Außerdem tourt er mit seinen Kabarettprogrammen durch Deutschland und moderiert diverse Fernsehsendungen. Bernd Stelter lebt in der Nähe von Köln, ist aber so oft wie möglich in Holland und liebt Camping.



    Inhaltsangabe:

    Inspecteur Piet van Houvenkamp genießt die Ruhe beim Angeln, den einen oder anderen Hornhecht hat er schon erwischt. Aber der Angler neben ihm scheint noch mehr Glück zu haben. Er hat einen dicken Brocken am Haken! Leider stellt sich schnell heraus, dass es sich nicht um einen Fisch handelt, sondern um eine Leiche. Es ist Jacobus Schouten, ein Muschelfischer, ertrunken, in einen Jutesack eingenäht. Das sieht nicht nach Selbstmord aus. Nein, das ist ganz klar Mord! Verdächtige gibt es sofort eine ganze Menge ... Und leider auch Unterstützung, die Piet lieber gestern als heute los wäre: Denn auch die deutschen Camper von "De Grevelinge" ermitteln wieder tüchtig mit!



    Meine Kritik:

    Diesmal sind Bernd und seine vier Urlaubs-Freunde bereits in den Osterferien zurück auf dem holländischen Campingplatz De Grevelinge. Viel Zeit zum Entspannen bleibt allerdings auch diesmal nicht, denn in der naheliegenden Kleinstadt wird der Muschelfischer Jacobus Schouten tot im Hafenbecken gefunden. Während Inspecteur Piet van Houvenkamp und Assistentin Annemieke den Fall zwangsweise übernehmen müssen, geben sich die Camper als deutschen Privatdetektive aus und stellen ihre eigenen Nachforschungen an. Dafür unternehmen sie eine Bootsfahrt zu verschiedenen Muschelgebieten der Region, gehen tauchen und kontaktieren den berühmten englischen Foodblogger Chester Bloomberg. Es dauert nicht lang und Piet trifft auf die fünf Hobbydetektive. Obwohl er ihnen unmissverständlich jede weitere Ermittlungen untersagt, machen Bernd und seine Freunde trotzdem weiter – auch als sie das immer tiefer in das Mieses Spiel um schwarze Muscheln hineinzog.

    Im vierten Camping-Roman und gleichzeitig dritten Houvenkamp-Krimi stimmen alle Zutaten. Es gibt eine gute Prise leichten Humor, eine verzwickte Krimihandlung mit zahlreichen Wendungen sowie zwei parallel zueinander laufende Geschichtenstränge, die sich immer wieder kreuzen und Auswirkungen auf den jeweils anderen Part hat. Bei diesem Band hat Bernd Stelter alles richtig gemacht. Vollste Weiterempfehlung. Es lohnt sich allerdings, vor diesem Band erst die vier anderen Bücher gelesen zu haben.

    Aktuell habe ich die "Schnallenschuhe" nicht als Roman vorliegen. Sollte sich das bis April ändern, bin ich gerne dabei. Ansonsten macht diese Runde ohne mich ...


    • Herausgeber ‏ : ‎ Lübbe; 2. Aufl. 2019 Edition (31. Januar 2019)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 416 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3404177916
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3404177912
    • Lesealter ‏ : ‎ 16 Jahre und älter
    • Originaltitel ‏ : ‎ Der Killer kommt auf leisen Klompen


    ASIN/ISBN: 3404177916


    Über den Autor:

    Bernd Stelter, Jahrgang 1961, ist einer der bekanntesten deutschen Kabarettisten. Zehn Jahre lang war er Teil der 7 Köpfe auf RTL, ebenso lang moderierte er die beliebte WDR-Spielshow NRW-Duell. Außerdem tourt er mit seinen Kabarettprogrammen durch Deutschland und moderiert verschiedene Fernsehsendungen. Bernd Stelter lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in der Nähe von Köln, ist aber so oft wie möglich in Holland.



    Inhaltsangabe:

    Hollands größter Agatha-Christie-Fan, Inspecteur Piet van Houvenkamp, ist einem Verbrechen auf der Spur: In Middelburg wird in einem Hausboot eine Frau aufgefunden. Sie lächelt, sie ist wunderschön, sie ist nackt. Und sie ist tot. Bei seinen Ermittlungen gerät der Inspecteur in Kreise, von deren Existenz er bislang nichts ahnte. Und schon bald liegen seine Nerven blank - denn natürlich lassen es sich auch die Camper von "De Grevelinge" wieder nicht nehmen, bei der Spurensuche mitzumischen ...



    Meine Kritik:

    Nachdem die Kinder inzwischen eigentlich zu alt für Familienurlaube sind, freut sich Ich-Erzähler Bernd auf die freie Zeit allein mit seiner Frau Anne. Aber die Teenagerkinder wollen trotzdem mit. Und einen neuen Mordfall gibt es in der Nähe des Campingplatzes ebenfalls. Von dem kriegen Bernd und seine Kumpels zunächst allerdings gar nichts mit, weil sie sich mit ganzen anderen Problemen herumschlagen müssen: Ihre Frauen sind einer Yoga-Tussi namens Fleur verfallen und wollen früh, mittags und abends was für die physische und psychische Gesundheit tun. Die verzweifelten Männer verschwören sich zu einer Anti-Fleur-Liga und beratschlagen, was sie tun könnten, um die blöde Yoga-Tussi loszuwerden.

    Derweil ermittelt Inspecteur Piet van Houvenkamp in einem verzwickten Mordfall. Auf einem Hausboot wurde eine Frau ermordet. Tatwaffe war offenbar ein Nervengift. Während er mit seiner Assistentin Annemieke verschiedene Spuren verfolgt, trifft er gelegentlich natürlich auf die deutschen Camper. Dies jedoch sind die einzigen Berührungspunkte zwischen Piets und Bernds ansonsten sehr verschiedenen Geschichten. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und schafft dies letztendlich auch.

    Die Geschichte an sich ist gut erzählt, immer wieder mit einer Prise leichtem Humor und etlichen Kehrtwendungen innerhalb der Mordfalluntersuchung. In der Hinsicht bin ich von Bernd Stelter durchaus positiv überrascht. Wie schon der Vorgängerband ist der Roman eine nette Unterhaltung für zwischendurch (bloß der Titel ist irreführend und nichtssagend).

    Der Ich-Erzähler Bernd ist zurück auf dem Platz Camping de Grevelinge. Inzwischen sind die Kinder (fast) im Teenageralter und die lustigen Camping-Anekdoten halten sich in Grenzen. Dafür erschüttert ein Mord die Campinggemeinde. Ausgerechnet den beliebten Kantinenwirt hat es erwischt. Während sich die Urlauber gegenseitig zu verdächtigen, sieht der große Hercule-Poirot-Fan Inspecteur Piet van Houvenkamp seine Chance gekommen: einmal einen verzwickten Fall wie in Agatha Christies „Tod auf dem Nil“ aufzuklären. Zusammen mit seiner Assistentin stürzt sich Piet in die Ermittlungen.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus Bernds und Piets Perspektive. Statt einer Aneinanderreihung von harmlosen Urlaubserlebnissen gibt es diesmal tatsächlich eine Handlung. Selbstverständlich kommen Urlaub und Humor trotzdem nicht zu kurz. Aber zusammen mit der Krimi-Handlung bieten sie eine interessante Mischung, die mich stellenweise an den „Mord mit Seeblick“ von Silke Porath und Sören Prescher erinnerte.

    Während eines Dänemark-Urlaubs stellt Ich-Erzähler Bernd fest, dass er keine Lust mehr auf Ferienhäuser hat und mietet für sich und seine Familien für den nächsten Sommerurlaub einen Wohnwagen. Damit geht es ab auf einen holländischen Campingplatz, wo die Vier mehrere andere Deutsche kennenlernen und das Campingleben mehr oder minder genießen können. Selbstverständlich geht so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann, und in verschiedenen, lose zusammenhängenden Anekdoten berichtet Bernd Stelter davon. Am Ende ist die Welt wieder in Ordnung und als Fazit steht fest: Dass dies für die Familie bestimmt nicht der letzte Campingurlaub gewesen sein wird.

    „Nie wieder Ferienhaus“ ist eine Sammlung leichter und seichter Anekdoten rund um das Thema Sommerurlaub auf dem Campingplatz. Viel hinterfragen oder nachdenken braucht man dabei nicht. Es ist eher eine nette Unterhaltung für zwischendurch, im Idealfall während des Urlaubs auf einem Campingplatz.

    Die gekürzte Hörbuchfassung geht 124 Minuten und wird vom Autor selbst vorgetragen. Er macht seine Arbeit relativ gut, nur ein bisschen zu schnell hat er für meinen Geschmack stellenweise gelesen.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Harper Perennial; 1. Edition (1. Oktober 2013)
    • Sprache ‏ : ‎ Englisch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 496 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 0061992119
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-0061992117


    ASIN/ISBN: 0061992119



    Über den Autor:

    Sean Howe ist ein amerikanischer Journalist und Schriftsteller. Er ist ehemaliger Redakteur bei Entertainment Weekly und The Criterion Collection. 2012 veröffentlichte er das Buch "Marvel Comics: The Untold Story.



    Inhaltsangabe:

    The defining, behind-the-scenes chronicle of one of the most extraordinary, beloved, and dominant pop cultural entities in America’s history -- Marvel Comics – and the outsized personalities who made Marvel including Martin Goodman, Stan Lee, and Jack Kirby.

    “Sean Howe’s history of Marvel makes a compulsively readable, riotous and heartbreaking version of my favorite story, that of how a bunch of weirdoes changed the world…That it’s all true is just frosting on the cake.” —Jonathan Lethem

    For the first time, Marvel Comics tells the stories of the men who made Marvel: Martin Goodman, the self-made publisher who forayed into comics after a get-rich-quick tip in 1939, Stan Lee, the energetic editor who would shepherd the company through thick and thin for decades and Jack Kirby, the WWII veteran who would co-create Captain America in 1940 and, twenty years later, developed with Lee the bulk of the company’s marquee characters in a three-year frenzy. Incorporating more than one hundred original interviews with those who worked behind the scenes at Marvel over a seventy-year-span, Marvel Comics packs anecdotes and analysis into a gripping narrative of how a small group of people on the cusp of failure created one of the most enduring pop cultural forces in contemporary America.



    Meine Kritik:

    Als langjähriger Marvel-Fan fand ich, dass es an der Zeit wäre, sich ein wenig mit den Hintergründen zu befassen. Sean Howes Kompendium ist dafür genau das Richtige. Es beginnt mit den ersten Veröffentlichungen in den 1930 Jahren noch unter dem Namen Timely Comics, setzt sich zur Glanzzeit in den Sechziger Jahren fort, als Stan Lee zusammen mit anderen Künstlern so namhafte Superhelden wie Spider-Man oder Iron Man erfand. In den Siebzigern erlebte Marvel dann die ersten Krisen und Rechtsstreits. Stan The Man war zu diesem Zeitpunkt zwar noch beim Verlag angestellt, jedoch längst nicht mehr ins tägliche Geschäft eingebunden. Während er an der Westküste und auf anderen Kontinenten an der Vermarktung und der Lizensierung von TV-Adaptationen arbeitete, wehte in New York, dem Marvel-Hauptsitz, ein komplett anderer Wind. Dass Sean Howe für seine „Untold Story“ äußerst gründlichen recherchiert hat, spürt man auf jeder Seite. Wie zu lesen ist, hat er mehr als hundert Interviews mit früheren Mitarbeitern und Autoren (wie Frank Miller oder Todd McFarlane) geführt sowie zahlloser Dokumente durchforstet. Dadurch wirkt das Buch generell ziemlich faktenorientiert, mit vielen Namen und Zahlen. Stellenweise war es fast ein bisschen zu viel des Guten, vor allem in den Kapiteln über die wirtschaftlich komplizierten Jahre in den Achtziger und Neunziger Jahre, als viel spekuliert und ausprobiert wurde und letztendlich alles in einen Bankrott des Verlags endete. Die Comicfiguren und Geschichten wurden da fast zur Nebensache. Das Hauptaugenmerk des Buch liegt klar auf den Sechziger bis Neunziger Jahren. Auf die vielen erfolgreichen Verfilmungen im neuen Jahrtausend wird daher nur wenig angegangen. Vielleicht ist das in einer (möglichen) Neuauflage des bereits 2012 erschienen Buches anders. Nichtdestotrotz kann ich dieses Sachbuch nur jedem sehr ans Herz legen, der auf über 400 Seiten einen kompakten Überblick mit vielen Hintergrundinformationen über die Blütezeit der Comics erhalten möchte.

    Krankenschwester Amy Leatheran erhält das Angebot, den schwedisch-amerikanischen Archäologe Dr. Eric Leidner und seine Frau Louise zu einer Ausgrabungsstädte im Irak zu begleiten. Dort erfährt Amy, dass Louise befürchtet, ermordet zu werden. Wenig später geschieht genau das. Die Polizei bittet den gerade in Syrien befindlichen Hercule Poirot um Mithilfe, der sofort anreist und die Behörden bei den Ermittlungen unterstützt. Er bittet Amy, ihn als seine Assistentin zu unterstützen und ihre Augen und Ohren offenzuhalten. Doch auch das verhindert nicht, dass Bald darauf Dr. Leidners langjährige Sekretärin ums Leben kommt und Amy selbst unter Verdacht gerät. Zum Glück kann der Meisterdetektiv bald die wahren Zusammenhänge aufdecken - die für meinen Geschmack etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen waren, aber das ist wohl Ansichtssache.

    In seinem zwölften Roman spielt Hercule Poirot eher eine Nebenrolle. Die Geschichte wird aus Amys Sicht erzählt und es dauert recht lang, bis der Detektiv überhaupt auftaucht. Auch sonst war nicht so viel von Poirots pfiffiger Detektivarbeit mitzubekommen, weil ebenso die späteren Ereignisse von und mit Amy geschildert werden.

    In seinem elften Roman bekommt es Hercule Poirot mit einem Serienmörder zu tun, dem so genannten ABC-Mörder der sich am ABC-Fahrplan orientiert und Leute wegen des Anfangsbuchstabens ihres Nachnamens jagt. Als der Meisterdetektiv ihm nicht gleich auf die Schlinge kommt, verhöhnt, ihn der Killer sogar. Hercule Poirot lässt sich davon natürlich nicht aus der Ruhe bringen. Gemeinsam mit seinem Assistenten Hastings und Inspector Japp geht er methodisch vor, bis ihn die Indizien schlussendlich wie üblich in die richtige Richtung führen.

    Es dürfte keine großen Schande sein, wenn man bei Agatha Christie ebenfalls immer erst am Schluss weiß, wer der Mörder ist. Neben den von Rote Katze erwähnen Stereotypen sind es meist sehr kleine Details, die einen verräterischen Hinweis hinterlassen könnten. Manche davon gehen sogar in der Übersetzung unter oder man denkt, dass sich nur jemand komisch ausgedrückt hat. Ich habe damit kein Problem. Und ich bin selbst Krimi-Autor ...

    Hercule Poirot befindet sich gerade auf dem Rückflug von Paris nach London, als an Bord eine reiche Französin scheinbar durch einen vergifteten Blasrohrpfeil ermordet wird. Parallel zur offiziellen Polizeiermittlung durch seinen alten Bekannten Inspektor Japp stellt der Meisterdetektiv natürlich sogleich seine eigenen Ermittlungen in Frankreich und England an.

    Der zehnte Poirot-Band „Tod in den Wolken“ ist ein routinierter Krimi ohne besondere Auffälligkeiten. Einziger Unterschied zu sonst: Diesmal wusste ich dank einer von Poirots Bemerkungen zum ersten Mal vor der großen Auflösung, wer der Mörder sein würde.