Beiträge von fictionmaster

    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag (11. November 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453605276
    • ISBN-13: 978-3453605275


    ASIN/ISBN: 3453605276


    Über den Autor:

    Otto Waalkes, geb. 1948 in Emden, Ostfriesland, lebt in Hamburg und ist einer der erfolgreichsten Komiker Deutschlands. Bereits während seines Studiums an der Hochschule für Bildende Künste trat er in kleinen Clubs auf. 1972 produzierte er seine erste LP, es folgten unzählige Goldene Schallplatten, TV-Shows, Bücher in Millionenauflage, Filme mit Rekordbesucherzahlen. Dafür gab‘s zahlreiche Auszeichnungen. Fehlt nur noch ein Literaturpreis.



    Inhaltsangabe:

    Darauf haben Generationen von Fans gerade noch gewartet: Otto erzählt aus den ersten 70 Jahren seines Lebens – einem märchenhaften Aufstieg vom Deichkind zum Alleinunterhalter der Nation. Seine Sketche und Figuren haben unser kollektives Gedächtnis und unseren Witzwortschatz bereichert: Harry Hirsch (übergibt sich ins Funkhaus), Robin Hood (der Stecher der Entnervten), Susi Sorglos (föhnt ihr goldenes Haar), Louis Flambée (kocht Pommes de Bordell), Peter, Paul and Mary (are planning a bank robbery) und der „Schniedelwutz“ (hat's bis in den Duden gebracht).
    Aber: Wer waren eigentlich Ottos Vorbilder? Wo kommt er her? Was treibt ihn an? Wie entsteht seine eigene Art von Komik? Und wozu überhaupt? Gibt es ein Geheimnis?
    Jetzt erzählt Otto freiwillig von Höhe- und Tiefpunkten, von den glücklichsten und den glanzvollsten Momenten, ohne die peinlichsten und traurigsten auszulassen. Nicht zu vergessen einige noch unveröffentlichte Fotos und selbstgemalte Bilder.



    Meine Kritik:

    So wie auch Thomas Gottschalk, dürfte es in meiner Generation niemanden kennen, der Otto Waalkes nicht kennt und mit seinen Witzen, Shows und Filmen großgeworden ist. Wenn der große alte Komiker uns dann den Gefallen tut, seine Memoiren zu verfassen, kann man schon mal einen Blick riskieren. Die Autobiographie ist genauso, wie der Komiker: Liebenswürdig, chaotisch, ehrlich und direkt. Otto erzählt von seiner Kindheit und Jugend, wie er mit seiner Beatband The Rustlers erste Erfolge einheimste und schon da merkte, dass ihm das Komische liegt. Wie er mit seinem Manager die erste Platte in Eigenregie produzierte, sie in genau einem Laden verkaufte und sie trotzdem ein Erfolg wurde. Wie es zu seinem ersten Film kam, wie schwer es war, das „Sieben Zwerge“-„Projekte umzusetzen und wie es ist, nach vielen Jahren immer noch und immer wieder auf der Bühne zu stehen. Nicht immer sind die Erinnerungen koordiniert, an etlichen Stellen im Buch springt er zu anderen Lebensereignissen und/oder verliert sich in Anekdoten. Was in dem Fall keinesfalls negativ gemeint ist. Es macht Spaß, seiner Geschichte und Witzen zu lauschen, sie mit den Shows und Filmen in Einklang zu bringen sowie mit den eigenen Erinnerungen an die damaligen Sachen vergleichen. An manchen Stellen schweifte mir Otto zu sehr vom Thema ab, an anderen Kapitel hätte ich mir ein paar mehr Infos gewünscht (zum Beispiel über seinen zweiten Film oder darüber, wie er genau an die Sprechrolle in den „Ice Age“-Filmen gekommen ist). Aber vielleicht hebt er sich das für eine zweite Autobiografie auf. Hat Dieter Bohlen ja genauso gemacht.

    Nachdem ich beinahe ausschließlich Gutes über Niklas Natt och Dags Debütroman „1793“ gehört hatte, war ich sehr neugierig, ob dieser Krimi tatsächlich so großartig sein würde, wie viele sagten. Autor Arne Dahl schrieb dazu ja sogar, dass es „ein wilder und ungewöhnlicher Mix ist, der das ganze Krimigenre revolutioniert“.

    Dem würde ich so nicht zustimmen. Ich fand die Geschichte auch gar nicht mal sooo spannend. Klar ist es eine interessante Ausgangsbasis, wenn da im Stockholm des Jahre 1793 eine Leiche gefunden wird, der sämtliche Gliedmaßen amputiert wurden. Aber schon bei der Ermittlungsarbeit von Veteran Jean Michael Cardell und seinem todkranken Partner Cecil Winge zeigten sich einige Schwächen. Noch dazu war deren Part auf einmal abrupt vorbei und die Handlung wurde für einen längeren Zeitraum aus einer anderen Perspektive weitererzählt. Und dieser Wechsel war bei weitem nicht der einzige. Dadurch holt die Geschichte im Laufe der Zeit immer weiter aus, wird zu weitläufig und aus zu vielen Sichtweisen fortgesetzt. Das fand ich auf Dauer etwas ermüdend. Es war schwer, da mit irgendeiner Figur mitzufiebern.

    Was Niklas Natt och Dag allerdings sehr gut gelungen ist, ist die Milieustudie über die damalige Zeit. Man spürt das Rohe und Schmutzige deutlich. Mehr als einmal dachte ich mir, dass ich froh bin, nicht 1793 gelebt zu haben, in einer Zeit, in der ein Menschenleben nicht wirklich viel wert war.


    • Gebundene Ausgabe: 864 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (27. Dezember 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3764506989
    • ISBN-13: 978-3764506988
    • Originaltitel: Lethal White (Cormoran Strike 4)


    ASIN/ISBN: 3764506989


    Über den Autor:

    Robert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Reihe und des Romans Ein plötzlicher Todesfall.


    Inhaltsangabe:

    Ein verstörter junger Mann bittet den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe bei der Aufklärung eines Verbrechens, das er – so glaubt er – als Kind mit angesehen hat. Strike ist beunruhigt: Billy hat offensichtlich psychische Probleme und kann sich nur an wenig im Detail erinnern, doch er wirkt aufrichtig. Bevor Strike ihn allerdings ausführlich befragen kann, ergreift der Mann panisch die Flucht. Um Billys Geschichte auf den Grund zu gehen, folgen Strike und Robin Ellacott – einst seine Assistentin, jetzt seine Geschäftspartnerin – einer verschlungenen Spur, die sie durch die zwielichtigen Ecken Londons, in die oberen Kreise des Parlaments und zu einem prachtvollen, doch düsteren Herrenhaus auf dem Land führt. Zugleich verläuft auch Strikes eigenes Leben alles andere als gradlinig: Er hat es als Ermittler zu Berühmtheit gebracht und kann sich nicht länger unauffällig hinter den Kulissen bewegen. Noch dazu ist das Verhältnis zu seiner früheren Assistentin schwieriger denn je – zwar ist Robin für ihn geschäftlich mittlerweile unersetzlich, ihre private Beziehung ist jedoch viel komplizierter …


    Meine Kritik:

    Ich liebe die verzwickten Kriminalfälle von Privatdetektiv Cormoran Strike und seiner Partnerin Robin Ellacott. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf den vierten Galbraith-Band „Weißer Tod“. Deshalb empfand ich es auch ziemlich mühsam, dass der neue Fall im ersten Drittel des Buches keine wirklich große Rolle spielt. Stattdessen geht es vorwiegend um Robins Ehe mit Matthew, die eigentlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Ein bisschen Soap und Privatleben der Charaktere sind ja okay, aber dafür, dass „Weißer Tod“ als Krimi beworben wird, war es dann doch ein bisschen viel Nebensächliches. Dass Strike von einem Minister des Parlaments für eine geheime Ermittlung engagiert wird und Robin daraufhin undercover in dessen Büro ermittelt, geht da fast unter. Prinzipiell finde ich es ja schön, wenn Kriminalgeschichten realistisch geschildert werden – und das war der „Weiße Tod“ durchaus – dennoch wäre ein bisschen mehr Spannung auch bei der Detektivarbeit nicht verkehrt gewesen. Erst nach zweihundertfünfzig (!) Seiten zieht die Spannung allmählich (!) an. Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel die Krimis von Raymond Chandler auf Seite 250 schon kurz vor ihrer Auflösung stehen, ist das dann doch eine sehr zu lange Einleitung. Zum Glück wird es danach zunehmend verzwickter und rätselhafter. Inklusive eines mysteriösen Selbstmords, der zunächst gar nicht ins Bild passt.

    Trotz der etwas schleppenden Handlung würde ich mich über ein Wiedersehen mit Cormoran und Robin sehr freuen. Dann auch gerne wieder mit einem packenderen Fall wie dem „Ruf des Kuckucks“.

    • Broschiert: 512 Seiten
    • Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (17. Dezember 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3959673728
    • ISBN-13: 978-3959673723


    ASIN/ISBN: 3959673728


    Über den Autor:

    Dean Koontz glaubte an sich, auch als er noch kein erfolgreicher Schriftsteller war. Aber nicht nur er, auch seine Frau Gerda war von seinem Können überzeugt. Daher bot sie ihm an, für fünf Jahre allein den Unterhalt zu verdienen. Binnen dieser Zeit sollte er mit dem Schreiben ausreichende Einnahmen erzielen können – oder aber seinen Kindheitstraum an den Nagel hängen, so die Vereinbarung. Koontz musste diese Frist aber gar nicht ausschöpfen, der Erfolg kam schneller, und bis heute hat er insgesamt sagenhafte 400 Millionen Exemplare seiner Romane verkauft. Geboren wurde Koontz 1945 in Pennsylvania. Er arbeitete zunächst als Englischlehrer und schrieb nur am Wochenende und in den Abendstunden – bis das Angebot seiner Frau kam. Heute leben die beiden in Kalifornien.



    Inhaltsangabe:

    Als Ex-FBI-Agentin Jane Hawk im Tod ihres Mannes ermittelte, stieß sie auf eine Verschwörung von höchstem Ausmaß: Eine elitäre Gruppe, die Arkadier, haben sich vorgenommen, die USA nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Dazu nutzen sie Nano-Kontrollmechanismen, die ihrem Opfer den freien Willen rauben. Die sogenannten »Angepassten« führen aus, was ihnen gesagt wird - und wenn es der eigene Selbstmord ist. Immer mehr Arkadier fürchten die Enttarnung durch Jane. Je höher sie in deren Ränge vorstößt, desto gefährlicher wird es für sie - und ihren fünfjährigen Sohn Travis.



    Meine Kritik:

    Auch im dritten Band der Saga versucht die in Ungnade gefallene Ex-FBI-Agentin Jane Hawk, den Tod ihres Mannes zu rächen und die damit einhergehende Verschwörung nicht bloß aufzudecken, sondern ebenso aufzuhalten. Dabei schreckt sie vor Einbrüchen und brutalen Verhören von potentiellen Verdächtigen nicht zurückt. So tastet sie sich allmählich näher an ihre Feinde heran.

    Die logischerweise ebenfalls nicht untätig herumsitzen und sogar eine Hetzjagd auf Janes fünfjährigen Sohn Travis starten. In der zweiten Hälfte des Buches erfahren wir mehr darüber und erhalten sogar etliche Abschnitte aus der Sicht der Verfolger und von Travis selbst. Dabei nahm die Handlung zwar etwas mehr Fahrt auf, dennoch war und blieb (auch) der dritte Band von Jane Hawks Rachefeldzug relativ unbeeindruckend. Vielleicht lag es an der relativ emotionslosen Beschreibung oder dem recht pauschalen Abhandeln. Mich jedenfalls ließ die Geschichte ziemlich kalt. Stellenweise habe ich mich trotz der vielen Action regelrecht gelangweilt und gefragt, wieso ich mir diesen Roman überhaupt weiter antue. Wäre er nicht von Dean Koontz, von dem ich in der Vergangenheit viele gute Bücher gelesen habe, hätte ich wahrscheinlich längst das Handtuch geworfen.

    King wird meiner Meinung nach nie mehr zu "Es" und Co zurückfinden. Es ist seine persönliche Entwicklung, dass er nun "andere" Romane schreibt. "Es" ist schon so lange her. Ich persönlich bin nicht traurig über diese Weiterentwicklung, für mich sind Kings Bücher immer noch Meisterwerke, anders als früher, ruhiger, aber keineswegs langweilig. Er ist und bleibt ein grandioser Geschichtenerzähler.

    Ich bin auf dieses Buch sehr gespannt und werde berichten.


    Sehe ich haargenauso. Ich mag den älteren King und ebenso seine literarische Weiterentwicklung. Viel Spaß mit dem "Institut", Faraday. Bin schon auf deine Einschätzung gespannt.

    So wie praktisch jeder aus meiner Generation bin ich mit Thomas Gottschalk groß geworden. Ich habe ihn bei „Wetten, dass?“ und in den „Supernasen“-Filmen gesehen, ich habe seine Haribo-Werbungen geschaut und sogar einige seiner Disney- und Late-Nite-Talk-Sendungen gesehen. Thomas Gottschalk als Mensch war mir dagegen immer zweitrangig. Mich interessierte sein Privatleben nicht so sehr und bin deshalb auch nicht traurig, dass er in seiner Biografie nicht groß darauf eingeht. Manche Dinge müssen einfach privat bleiben. Stattdessen habe ich einiges über Gottschalks Werdegang erfahren und wie es ihm nach dem Ausstieg bei „Wetten, dass?“ erging. Etwas schade fand ich, dass die Supernasen-Teile und all seine anderen Filme nur in einem einzigen Kapitel kurz erwähnt werden. Hier hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren. So bleibt es allen in allem eine nette und leichte Autobiographie, die Thomas Gottschalk genau wie während seiner über dreißigjährigen Karriere präsentiert: Leichtfüßig, humorvoll und immer mit einem charmant-flapsigen Spruch auf den Lippen.

    Etwas müde von der Welt und ihrem Leben in München lässt sich Tante Poldi von ihrem Neffen nach Sizilien fahren. Hier hatte sie eigentlich vor, sich mit ihren 60 Jahren gepflegt zu Tode zu saufen, aber der Mord an einem Bekannten kommt der schrulligen Frau dazwischen. Als dann noch der attraktive Commissario Montana auftaucht, schwört sie sogar dem Alkohol ab und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

    Die von Mario Giordano gezeichneten Charaktere sind durch die Bank durch originell und sympathisch. Gleich von Anfang an ist man in der anekdoten- und abwechslungsreichen leichten Krimi-Kost drin. Selbst die stellenweise schwülstig-poetischen Beschreibungen passen perfekt. Viel nachdenken muss man bei Tante Poldis erstem Fall zwar nicht, dafür wird man aber gut unterhalten.


    ASIN/ISBN: 3764506520



    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    »Dieser Story-Band zeigt, was Fans an Lee Child so schätzen: Er ist ein geborener Erzähler und ein scharfsinniger Beobachter.« Publishers Weekly
    Jack Reacher ist der wahrscheinliche härteste Actionheld der Thrillerliteratur, und das bereits seit 20 Jahren. Am liebsten ist er allein. Er macht sich nicht viel aus der Gesellschaft anderer Menschen. Aber wenn er Ungerechtigkeit bemerkt, dann kann er gar nicht anders als einzugreifen. In zwölf Storys ermöglicht SPIEGEL-Bestsellerautor Lee Child seinen Fans einen tieferen Einblick in einen der faszinierendsten und erfolgreichsten Serienhelden des modernen Thrillers. Ob in New York, dem ländlichen Maine oder in Japan, ob im Alter von 17 oder 57 Jahren: Jack Reacher begeistert Leser und Kritiker – und das seit zwanzig Jahren!


    Dieses Buch enthält folgende Storys:
    Zu viel Zeit
    Der zweite Sohn
    Hitzewelle
    Tief drinnen
    Kleinkriege
    James Penneys neue Identität
    Das Verhör
    Dies ist keine Übung
    Vielleicht haben sie eine Tradition
    Ein Kerl kommt in eine Bar
    Kein Raum in der Herberge
    Der einsame Diner


    Meine Kritik:

    Jeder Autor weiß, dass nicht jede Geschichte genug Stoff für einen Roman enthält. Wenn man sie deshalb nicht verwerfen möchte, bleibt einem nur die Möglichkeit, ihn für eine Kurzgeschichte zu verwenden. So dürfte auch Lee Child bei „Der Einzelgänger“ vorgegangen sein. Zwölf kleinere Kriminalfälle; der Großteil davon (aber nicht alle!) mit Reacher in der Hauptrolle. In zwei Fällen spielt er sogar bloß eine Nebenrolle. Das entpuppt sich als erfrischende Abwechslung, ebenso dass die Geschichten zu verschiedenen Zeiten spielen. In „Der zweite Sohn“ zum Beispiel erleben wir Jack Reacher als Kind in Japan. In „Hitzewelle“ ist er 1977 als Teenager auf den Straßen New Yorks unterwegs und legt sich nicht nur mit einem Mafiosi an, sondern macht sogar Bekanntschaft mit dem Son of Sam. In „Dies ist keine Übung“ verschlägt es ihn an die kanadische Grenze – mit einem sehr interessanten Geschichtenende. Sehr gelungen fand ich auch „James Penneys neue Identität“. Dies ist eine jener Geschichten, in denen Reacher nur am Rande auftaucht. Der Rest ist eine skurrile Krimianekdote im Stil von „Fargo“. Nicht jede Kurzgeschichte überzeugt zu hundert Prozent, die meisten allerdings bieten gute Unterhaltung. Ich für meinen Teil habe mich nicht gelangweilt, im Gegenteil sogar.

    • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
    • Verlag: HarperCollins; Auflage: Auflage 2019 (9. Juli 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3959673744
    • ISBN-13: 978-3959673747


    ASIN/ISBN: 3959673744


    Über die Autorin:

    Sie scheint Spitzenplätze in den Bestsellerlisten abonniert zu haben – mit bereits 70 Millionen verkauften Büchern in 30 Sprachen. Wie schafft Karin Slaughter (geboren 1971) diesen Erfolg? Sie schreibt Thriller, die von Anfang an nervenaufreibend spannend sind, voller Überraschungen und trotzdem überzeugend. Sie lässt dabei kein Tabuthema aus und lotet gesellschaftliche, charakterliche und psychische Abgründe aus. Ein weites Feld tut sich auf für die Gerichtsmedizinerin Sara Linton in „Belladonna“, „Zerstört“ und anderen Thrillern der „Grant-County“-Reihe. Daneben stammen viele Einzelgeschichten und die „Atlanta“-Reihe mit dem Ermittler Will Trent aus Slaughters Feder. Für den Leser bietet sich eine Riesenauswahl, um sich ununterbrochen unter Spannung zu halten.


    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Die neue Kurzgeschichte von Karin Slaughter und Lee Child! Doppeltes Drama – doppelte Action.

    Will Trent ermittelt undercover auf Fort Knox, der Militärbasis der US-Army. Der Auftrag: einen Mord aufklären, der vor 22 Jahren passiert ist. Der Name des mutmaßlichen Mörders: Jack Reacher.

    Jack Reacher verfolgt auf Fort Knox seine ganz eigene Mission. Er will einen gefährlichen Verbrecherring zu Fall bringen, der bis ins Herz des amerikanischen Golddepots vorgedrungen ist. Doch jetzt kommt ihm Will Trent in die Quere. Wovon sie beide nichts ahnen: Sie sind Opfer einer gewaltigen Verschwörung, die sie nur mit vereinten Kräften zerschlagen können. Wenn es den beiden Einzelgängern gelingt, sich zu verbünden


    Meine Kritik:

    Laut dem Vorwort haben Karin Slaughter und Lee Child mehrere Jahre an dem gemeinsamen Kurzroman gearbeitet. Man könnte also etwas Großes erwarten. Und wird mit dieser Einstellung prompt enttäuscht. Im Grunde ist „Goldwäsche“ eine x-beliebige Undercover-Story. Slaughters Ermittler Will Trent wird mit falscher Identität in Fort Knox eingeschleust, um einen alten Mord aufzuklären. Childs Jack Reacher ist ebenfalls vor Ort, allerdings soll er im Auftrag des Militärs in einem Betrugsfall ermitteln. Natürlich dauert es nicht lang, bis die beiden aufeinander treffen. Leider ist es die übliche Vorgehensweise, wenn zwei Ermittler unabhängig voneinander ermitteln: Zuerst gegeneinander, anschließend im Team. Aus dem Grund will auch zu keiner Zeit wirkliche Spannung aufkommen.

    Interessanter als die Auflösung sind da eher die Randfakten: Zum Beispiel, dass Reacher als Mann Mitte fünfzig beschrieben wird. So explizit tut das Lee Child in seinen Reacher-Romanen eigentlich nicht. Außerdem werden

    Frances Neagley und Reachers Bruder John erwähnt, die man aus anderen von Childs Romanen kennt. Zu John erfahren wir sogar ein, zwei unerwartete neue Aspekte. Doch auch die können letzten Endes nicht über das Mittelmaß als Gesamteindruck hinwegtrösten.


    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (11. November 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3764507160
    • ISBN-13: 978-3764507169
    • Originaltitel: Night School (21 Reacher)


    ASIN/ISBN: 3764507160


    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Eine Terrorzelle plant einen Anschlag in Hamburg, und die U.S. Army schickt ihren besten Mann, um sie aufzuhalten: Jack Reacher
    Im Jahr 1996 belauscht ein Undercover-Agent der CIA ein Gespräch zwischen islamistischen Terroristen in Hamburg. »Der Amerikaner will hundert Millionen Dollar.« Doch er kann nicht herausfinden, wer diese Summe verlangt und wofür. Fest steht nur, dass es um einen Terroranschlag in ungeahntem Ausmaß geht. Die CIA stellt eine Spezialeinheit auf, um in Deutschland zu ermitteln. Dafür zieht sie mit Jack Reacher auch den besten Militärpolizisten hinzu, den die U.S. Army zu bieten hat. Und Reacher zögert keine Sekunde, die beste Ermittlerin, die er kennt, als Unterstützung hinzuzuziehen: Sergeant Frances Neagley.



    Meine Kritik:

    Es geht mal wieder in die Vergangenheit. 1996 reist Militärpolizist Jack Reacher mit seiner Kollegin Frances Neagley nach Deutschland, um in Hamburg eine Schläferzelle zu überwachen. Hier bereitet offenbar jemand Geschäfte über hundert Millionen Dollar mit einem amerikanischen Ex-Soldaten vor. Logisch, dass bei einer solchen Summe gleich mehrere US-Sicherheitsorganisationen nervös werden. Deshalb geht Reacher bei seiner Suche nach dem Unbekannten auch nicht besonders zimperlich vor.

    Da die Geschichte in Deutschland spielt, konnte es sich Lee Child natürlich nicht verkneifen, auch die Nazi-Keule einzubauen. Und ebenso selbstverständlich ist es, dass diese Leute von ihm kräftig eins auf den kahlrasierten Schädel kriegen.

    Davon abgesehen plätschert die Handlung vor allem in der zweiten Hälfte eher vor sich hin. So bleibt der 21. Band eher Durchschnitt. Die Highlight besteht daraus, dass unser Held mal wieder mit Frances Neagley unterwegs ist und auch Leon Garber einen Gastauftritt hat. Beide Figuren kennen wir bereits aus etlichen früheren Reacher-Romanen.

    ASIN/ISBN: 1950565823


    • Taschenbuch: 370 Seiten
    • Verlag: Gordian Knot Books (20. September 2019)
    • Sprache: Englisch
    • ISBN-10: 1950565823
    • ISBN-13: 978-1950565825


    Über den Autor:

    Francis Paul Wilson ist preisgekrönter Autor mehrerer Bestseller. Er ist praktizierender Arzt und lebt in New Jersey, USA. Sein erster Roman erschien 1976. Wilsons bekannteste Romanfigur ist der Anti-Held Repairman-Jack (dt. Handyman Jack). Stephen King hat sich selbst zum Präsidenten des Handyman-Jack-Fanclubs ernannt.



    Inhaltsangabe:

    Jack is back.

    Wilson never said he was through with Repairman Jack. He said he was through turning in a new novel every year. He also said when a story came along that was right for Jack, he’d write it.

    The Last Christmas is that story.

    It’s late December between Ground Zero and Fatal Error, a winter of discontent for Jack who’s perhaps spending too much time hanging at Julio’s. An old contact, Edward Burkes, convinces him to take on a missing-person fix. As usual, nothing is as it seems, and the missing person isn’t exactly a person. In fact, it’s like nothing anyone has ever seen.

    And in the middle of all this, the mysterious Madame de Medici hires him to safeguard a valuable object. Simple, right?

    Not even close.

    Yep, Jack is back and, as usual, weird trouble is on his heels.



    Meine Kritik:

    Kurz vor Weihnachten kriegt Jack gleich zwei Aufträge auf den Tisch: Sein Kumpel Burkes vermittelt ihn an zwei angebliche Zoologen, die auf der Suche nach einem entflohenen Forschungstier sind. Und eine geheimnisvolle Dame namens Madame de Medici beauftragt ihn, für sie ein mysteriöses Objekt aufzubewahren. Beide Fälle haben zwar nichts miteinander zu tun, bedeuten aber trotzdem eine Menge Ärger und Unannehmlichkeiten, weil keiner der Auftraggeber Jack wirklich die komplette Wahrheit gesagt hat. Aber der Repairman wäre nicht der Repairman, wenn er nicht trotzdem was ahnen und entsprechende Gegenmaßnahmen unternehmen würde.

    Der 16. Band der Repairman-Jack-Reihe erzählt eine Geschichte, die zwischen den Bänden „Ground Zero“ and “Fatal Error“ spielt. Nahezu alle bekannten Figuren treten auf, selbst Glaeken hat seine Momente. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den einzelnen agierenden Figuren hin und her, bis sich am Ende Verbindungen und Überschneidungen ergeben. Es gibt jede Menge Action und auch den einen oder anderen flotten Spruch. Von ein paar Überraschungen ganz zu schweigen. Spannend war der Band allemal, aber dadurch dass es ja noch danach spielende Geschichten gibt, ließ sich zumindest erahnen, dass Jack letztendlich ziemlich glimpflich davonkommen würde. Dafür gab es ein, zwei neue Aspekte, die zukünftige Ereignisse beleuchten. Alles in allem war es ein schönes Wiedersehen mit Jack. Von mir aus dürfen gerne noch viele weitere Bände folgen.

    ASIN/ISBN: 3764506377


    • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (24. Juni 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3764506377
    • ISBN-13: 978-3764506377
    • Originaltitel: Make Me (20 Reacher)



    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Eine Kleinstadt im Nirgendwo. Ein unvorstellbares Verbrechen. Nur Jack Reacher nimmt den Kampf auf.
    Jack Reacher folgt einem plötzlichen Impuls, als er in der Kleinstadt Mother's Rest irgendwo im Mittleren Westen aus dem Zug steigt. Die Privatermittlerin Michelle Chang wartete dort vergeblich auf ihren Partner und kommt mit Reacher ins Gespräch. Allein durch die wenigen beiläufig geäußerten Worte gerät dieser ins Visier einer skrupellosen Bande, die bereits Changs Partner auf dem Gewissen hat. Doch die Verbrecher unterschätzen, worauf sie sich einlassen, als sie auch Reacher ermorden wollen – denn niemand ist härter als Jack Reacher!



    Meine Kritik:

    Als Jack Reacher in der Kleinstadt Mother's Rest aus dem Zug steigt, ahnt er noch nicht, dass er hier in seinen nächsten Fall verwickelt wird. Die ehemalige FBI-Agentin Michelle Chang sucht nach einem Detektivkollegen, der seit einigen Tagen spurlos verschwunden zu sein scheint. Zwar finden die beiden in Mother's Rest keinen Hinweis auf seinen Verbleib, aber so merkwürdig, wie sich die Einwohner verhalten, haben sie bestimmt etwas zu verbergen. Doch zunächst führen die gemeinsamen Recherchen Reacher und Chang erst Los Angeles und Chicago.

    Der zwanzigste Band der Reihe ist eine etwas anstrengende Schnitzeljagd durch die USA. Lange Zeit hatte ich keine Ahnung, worum es letztendlich überhaupt gehen würde. Positiv möchte ich allerdings hervorheben, dass sich Autor Lee Child durchaus bemüht, die Serie abwechslungsreich und spannend zu halten. Dennoch zeigen sich auch im zwanzigsten Band einige Ermüdungserscheinungen - was vermutlich in der Natur der Sache liegt. Zum Ende hin gab es dann zwar doch noch ein paar Überraschungen, das Finale hingegen stellte mal wieder eine typische Reacher-Auflösung dar. Offen bleiben zum Schluss leider einige medizinische Fragen, die ich gerne noch geklärt bekommen hätte.

    ASIN/ISBN: 3734105730


    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (15. Juli 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3734105730
    • ISBN-13: 978-3734105739
    • Originaltitel: Personal (19 Reacher)



    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    »Der bislang beste Jack-Reacher-Roman.« Stephen King
    John Kott ist einer der besten Scharfschützen, die die U.S. Army jemals hervorgebracht hat. Doch er ist auch ein skrupelloser Mörder, der den französischen Präsidenten erschießen wollte. Das Attentat schlug fehl, aber in Kürze wird der Killer eine neue Gelegenheit haben: den G8-Gipfel in London. Es gibt nur einen Mann, der ihn aufhalten kann. Nur einen, der Kott ebenbürtig ist. Jener Mann, der Kott schon einmal ins Gefängnis brachte: Jack Reacher!



    Meine Kritik:

    Viele Reacher-Abenteuer beginnen so, dass unser Held zufällig in eine brenzlige Situation gerät und hilfebedürftigen Betroffenen zur Seite steht. Diesmal wird er von der Army engagiert, um einen meisterhaften Scharfschützen aufzuspüren, den er vor 15 Jahren hinter Gitter brachte, und der jetzt im Verdacht steht, ein Attentat auf den französischen Präsidenten verübt zu haben. Zusammen mit einer jungen CIA-Agentin reist Reacher dafür zuerst nach Paris und nach einem Ermittlungsabstecher in den USA weiter nach England. In London legt er sich dafür mit der hiesigen Mafia an und geht nicht gerade zimperlich vor, um den gesuchten Attentäter aufzuspüren.

    In seinem 19. Roman erzählt Reacher mal wieder aus der Ich-Perspektive. Die Handlung nimmt zügig Fahrt auf und bietet immer wieder Richtungswechsel. Abgesehen von ein, zwei kritischen Momenten hatte ich dennoch die ganze Zeit über das Gefühl, dass Reacher die Lage komplett unter Kontrolle hatte. Selbst in brenzligen Situationen ging er gewohnt breitbeinig und direkt vor. Da wurde nix dem Zufall überlassen. Aber eben weil es die gewohnte Vorgehensweise war, hielten sich die Überraschungen in Grenzen. Es war einfach ein Reacher, genauso wie ich ihn kenne.

    ASIN/ISBN: 3746632102


    • Taschenbuch: 1024 Seiten
    • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2. (18. April 2016)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 9783746632100
    • ISBN-13: 978-3746632100
    • ASIN: 3746632102
    • Originaltitel: Natchez Burning



    Über den Autor:

    Greg Iles wurde 1960 in Stuttgart geboren. Sein Vater leitete die medizinische Abteilung der US-Botschaft. Mit vier Jahren zog die Familie nach Natchez, Mississippi. Mit der »Frankly Scarlet Band«, bei der er Sänger und Gitarrist war, tourte er ein paar Jahre durch die USA. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in 25 Ländern. Greg Iles lebt heute mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Natchez, Mississippi. Fünf Jahre hat er kein Buch herausgebracht, da er einen schweren Unfall hatte, nun liegen im Aufbau Taschenbuch seine Thriller „Natchez Burning“, „Die Toten von Natchez vor“ und "Die Sünden von Natchez" vor.


    Inhaltsangabe:

    Penn Cage, Bürgermeister von Natchez, Mississippi, hat eigentlich vor, endlich zu heiraten. Da kommt ein Konflikt wieder ans Tageslicht, der seine Stadt seit Jahrzehnten in Atem hält. In den sechziger Jahren hat eine Geheimorganisation von weißen, scheinbar ehrbaren Bürgern Schwarze ermordet oder aus der Stadt vertrieben. Nun ist mit Viola Turner, eine farbige Krankenschwester, die damals floh, zurückgekehrt – und stirbt wenig später. Die Polizei verhaftet ausgerechnet Penns Vater – er soll sie ermordet haben. Zusammen mit einem Journalisten macht Penn sich auf, das Rätsel dieses Mordes und vieler anderer zu lösen.



    Meine Kritik:

    Bürgermeister Penn Cage hat ein Problem: Sein als Arzt praktizierende Vater Tom wird verdächtigt, bei einer langjährigen Patientin Sterbehilfe geleistet zu haben. Bei dem Versuch, ihm zu helfen, wird Penn allerdings mit zahlreichen Problemen konfrontiert: Nicht nur, dass ein Vater die Aussage verweigert, der Todesfall scheint mit mehreren ungeklärten Vermisstenfällen und Ermordungen aus den 1960er Jahren zusammenzuhängen. Je mehr darüber herauszufinden versucht, desto größer wird die Gefahr für sich und seine Familie, auch alte Rassenkonflikte erwachen wieder zum Leben.

    „Natchez Burning“ stellt zwar den ersten Band der Natchez-Trilogie dar, ist aber gleichzeitig nach „Adrenalin“ bereits der vierte Band um den ehemaligen Schriftsteller Penn Cage. Faszinierend an „Natchez Burning“ ist, dass die Handlung trotz der gewaltigen Geschichtenlänge von 1000 Seiten innerhalb weniger Tage und weniger Orte spielt. Manchmal war ich etwas unschlüssig, ob das nicht auch ein Manko sein könnte, aber da die Handlung aus mehreren Perspektiven erzählt wird und eigentlich ständig was Neues passiert, ging Greg Iles‘ Rechnung auf jeden Fall auf. Trotz der 1000 Seiten Länge ist die Geschichte danach jedoch keinesfalls abgeschlossen, sondern wird hoffentlich im nächsten Band „Die Toten von Natchez“ nahtlos fortgesetzt werden. Ich bin bereits sehr gespannt darauf, wie es weitergeht.

    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (15. Mai 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 9783734104572
    • ISBN-13: 978-3734104572
    • ASIN: 3734104572
    • Originaltitel: Never go Back (18 Reacher)

    ASIN/ISBN: 3734104572



    Über den Autor;

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Unversöhnlich, unerbittlich, unschlagbar: Jack Reacher, der eigenwilligste Ermittler der amerikanischen Thrillerliteratur
    Jack Reacher betritt den Stützpunkt seiner ehemaligen Einheit bei der Militärpolizei und ahnt nicht, was ihm bevorsteht. Er ist nach Virginia gereist, um seine Nachfolgerin Major Susan Turner kennenzulernen. Doch wenig später wird klar, was für ein großer Fehler es war, einen Militärstützpunkt zu betreten. Denn wie jeder ehemalige Soldat der USA ist Reacher Reservist. Prompt erhält er seinen Einberufungsbefehl und wird außerdem des Mordes angeklagt und verhaftet. Reacher gelingt die Flucht aus dem Gefängnis, doch seine wichtigste Frage bleibt zunächst ungeklärt: Wer versucht ihn auf diese Weise kaltzustellen?



    Meine Kritik:

    Jack Reacher hat es endlich nach Virginia geschafft. Als er jedoch bei seiner ehemalige Einheit bei der Militärpolizei eintrifft, erfährt er, dass seine Nachfolgerin Major Susan Turner verhaftet wurde und auch auf ihn schon mehrere Anklagen warten. Unter anderem eine wegen Mordes. Logisch, dass Reacher das nicht auf sich beruhen lassen kann. Kurzerhand befreit er Susan Turner aus der Haft und flüchtet mit ihr nach Washington und später sogar nach Los Angeles, um herauszufinden, was hinter der ganzen Sache versteckt. Schon bald realisieren sie, dass es hier um Verbindungen in die höchsten militärischen Stabsstellen geht.

    Der achtzehnte Reacher-Band bietet eine gewohnte Ermittlungsarbeit mit Actionszenen, unerwarteten Wendungen und all den anderen Sachen, die wir aus den vorherigen Abenteuern kennen. Leon Garber und weitere ehemalige Kollegen werden erwähnt, und auch eine kleine Liaison mit Susan Turner darf in der Geschichte nicht fehlen. Alles in allem ein solider Reacher-Thriller. Nicht der beste, aber auch alles andere als ein schlechtes Werk.

    Nach den Ereignissen vom fünfzehnten Band „Wespennest“ ist Jack Reacher noch immer als Anhalter in Nebraska unterwegs. Von allen Autofahrern in der Gegend nimmt ihn dann allerdings ein Mann mit, der zusammen mit einem Komplizen eine Frau entführt hat. Während der kommenden Stunden dämmert Reacher allmählich, dass hier etwas im Busch ist. Bevor er allerdings etwas unternehmen kann, lassen ihn die Entführer bei einem abgelegenen Motel zurück. Zusammen mit der FBI-Agentin Julia Sorenson nimmt er wenig später die Verfolgung auf und muss feststellen, dass kaum etwas so ist, wie es anfangs den Anschein hatte.

    Der siebzehnte Band „Der Anhalter“ ist ein interessantes Verwirrspiel mit zahlreichen Wendungen. Der Anfang (die lange Fahrt im Auto) zieht sich etwas, nach Reachers Absetzen am Motel zieht die Handlung deutlich an und kann einige Zeit die Spannung halten. Leider kommt es zum Ende wieder zum Reacher-typischen Alleingang, bei dem es keine Gefangenen oder Verwundeten gibt. Da hatte ich mir ein bisschen mehr erwartet.

    ASIN/ISBN: 3734106079


    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (18. Juni 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 9783734106071
    • ISBN-13: 978-3734106071
    • ASIN: 3734106079
    • Originaltitel: The Affair (16 Jack Reacher)



    Über den Autor:

    Lee Child verdankt seine außerordentliche Karriere als Krimiautor einer eher unangenehmen Lebenssituation: 1995 wurde ihm wegen einer Umstrukturierung sein Job beim Fernsehen gekündigt. Der Produzent so beliebter Krimiserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Für alle Fälle Fitz“) machte aus der Not eine Tugend und versuchte sich als Schriftsteller. Was selbst wie ein Roman klingt, entspricht in diesem Fall der Wahrheit: Bereits mit seinem ersten Thriller um den Ermittler Jack Reacher landete Child einen internationaler Bestseller. Er war zugleich Auftakt der heute mehrfach preisgekrönten „Jack-Reacher“-Serie. Child, der 1954 in Coventry in England geboren wurde, ist heute in den USA und Südfrankreich zu Hause.



    Inhaltsangabe:

    Ein knallharter Soldat, ein illegaler Befehl, eine folgenschwere Entscheidung.
    Der Einsatzbefehl für den Militärpolizisten Jack Reacher ist eindeutig: Er soll verdeckt den Mord an einer jungen Frau aufklären – und anschließend, falls nötig, seine Ergebnisse vertuschen. Denn der Hauptverdächtige ist ein hoch dekorierter Offizier und – schlimmer noch – der Sohn eines Senators. Reacher soll niemandem zu nahe treten und verhindern, dass die Presse den Fall aufbauscht. Doch was er entdeckt, lässt ihn an der Rechtmäßigkeit seines Auftrags zweifeln – und macht aus Reacher einen Mann, den man fürchten muss.



    Meine Kritik:

    Nach dem eher schwachen „Wespennest“ schickt uns Lee Child für den 16. Roman ins Reachers Vergangenheit. Genauer gesagt zum März 1997 und Reachers letzten Tagen bei der Militärpolizei. Er wird losgeschickt, um den Mord an einer jungen Frau in einer verschlafenen Kleinstadt in Mississippi zu untersuchen. Der Clou daran: Reacher soll es undercover und parallel zur offiziellen Ermittlung der U.S. Army tun. Natürlich dauert es nicht lang, bis sich der MP mitten im Geschehen befindet. Unterstützt wird er dabei vom weiblichen Sheriff Elizabeth Deveraux. Da sie ledig ist, dauert es logischerweise nicht lang, bis die beiden eine Affäre beginnen. Nichts anderes hatte ich von Reacher erwartet. Schön fand ich, dass der Superermittler ebenfalls bis kurz vor Schluss im Dunkeln tappt und den Ereignissen lange Zeit hinterherjagt. So bleibt es eine spannende und abwechslungsreiche Unterhaltung. Positiv war zudem, mehr über Reachers Endzeit beim Militär erfahren und dass es Kurzauftritte von Leon Garber, Stan Lowrey, Karla Dixon sowie Frances Neagley gab, die man bereits aus früheren Bänden geht. Negativ sind mir lediglich die Fälle von Selbstjustiz aufgestoßen. Aber auch diesen „(un)moralischen Kompass“ bin ich von Reacher mittlerweile gewöhnt.

    Nach den Ereignissen vom Vorgängerband „61 Stunden“ ist Jack Reacher noch immer im Norden unterwegs. In einer Kleinstadt in Nebraska kriegt er mit, dass ein Mann seine Ehefrau verprügelt hat und stellt den Typen entsprechend zur Rede. Natürlich ist der Kerl nicht irgendwer, sondern Mitglied einer berühmt-berüchtigten Spediteursfamilie, die die Farmer der umliegenden Gegend erpresst und terrorisiert. Als Ein-Mann-Version des A-Teams kann Reacher dann auch nicht anders, als den Leid geplagten Einwohnern beizustehen, und geht dabei wie üblich nicht gerade zimperlich vor.

    „Wespennest“ ist ein Roman nach typischem Reacher-Muster. Wer die früheren Bände kennt, wird hier leider nicht viel Neues erfahren. Ungewöhnlich am 15. Reacher-Roman war lediglich, dass die Handlung diesmal gleich nach dem Vorgängerband einsetzt. Das gab es bisher nicht.

    Mal schauen, ob der Ex-Militärpolizist im darauffolgenden Buch seine Ermüdungserscheinungen ablehnt oder ob er sein Pulver langsam aber sicher verschossen hat.

    Jack Reacher ist mal wieder zur falschen Zeit am falschen Ort: Diesmal in einem Renterbus, der im verschneiten South Dakota im Straßengraben landet und deshalb nicht weiterfahren kann. Das trifft sich allerdings recht gut, da der Ex-Militärpolizist dadurch der hiesigen Polizei aushelfen kann. Die hat nämlich Probleme mit einer Bikergang. Außerdem muss sie eine ältere Frau beschützen, die Zeugin eines Drogendeals wurde und seither auf der Abschussliste der Mafia steht. Logisch, dass Reacher da gerne mitmischen will.

    Die Handlung des 14. Romans hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Der Strang über die zu beschützende Zeugin konnte ich noch gut nachvollziehen. Dazu ging es allerdings um eine Kinder-Waisenhaus-Anlage der U.S. Army, eine mit Crystal Meth dealende Motorradgang, einen im Knast eingesperrten Biker und einen Mafiosi, der von Mexiko aus die Strippen zog. Durch all diese zahlreichen Komponenten war diese Geschichte stellenweise nicht richtig greifbar. Amüsant fand ich allerdings die vielen Telefonate, die Reacher mit Susan Turner, seiner geheimnisvollen Nachfolgerin bei der 110. MP-Einheit, geführt hat. Ich freue mich schon darauf, sie in noch drei weiteren Bänden wiederzutreffen.