Beiträge von fictionmaster

    Hercule Poirot befindet sich im Orientexpress auf dem Weg von Istanbul nach London. Doch seine Reise wird jäh unterbrochen, als der amerikanische Passagier Samuel Edward Ratchett mit zwölf Messerstichen ermordet wird und der Luxuszug kurz darauf im Schnee stecken bleibt. Weil er ohnehin nicht weiterreisen kann, beginnt der Meisterdetektiv innerhalb des Zuges zu ermitteln. Er ist sich sicher, dass nur einer der anderen Passagiere der Mörder sein kann, doch sämtliche Mitreisende haben ein scheinbar perfektes Alibi.

    „Mord im Orientexpress“ zählt zweifelsohne zu den berühmtesten Hercule-Poirot-Romanen und wurde bereits mehrfach verfilmt. Auch knapp hundert Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung hat die Geschichte noch immer nichts von ihrem Charme verloren. Man begleitet den Detektiv gerne bei seinen Nachforschungen, obwohl man gleichzeitig sichergehen kann, längst nicht alle verräterischen Indizien zu bemerken.

    Eigentlich befindet sich Hercule Poirot ja laut eigenem Befinden bereits im Ruhestand. Aber dann treffen er und sein Assistent Hastings auf die junge Nick Buckley, die im Haus an der Düne lebt und bereits Opfer dreier Mordanschläge wurde. Wenig später ereignet sich ein vierter, den die junge Frau nur knapp überlebt. Der Meisterdetektiv zögert nicht lang und beginnt zu ermitteln. Doch auch er kann nicht verhindern, dass sich die Ereignisse weiter zuspitzen und es tatsächlich schon bald eine erste Leiche gibt.

    Der sechste Poirot-Roman trägt eine interessante neue Prämisse. Diesmal gibt es anfangs keine Tote, sondern nur mehrere Mordversuche. Dadurch ergibt sich eine ganz andere Dynamik und Dringlichkeit. Gleichzeitig gibt es wie üblich immer wieder amüsante Dialoge zwischen Hastings und Poirot, sodass auch die humorvolle Seite nicht zu kurz kommt.

    Um der Langeweile im Dorf Sittaford zu entfliehen, lässt sich der im Ruhestand befindliche Captain Trevelyan zu einer Séance überreden. Er hält alles für einen harmlosen Spaß, bis auf dem Tisch auf einmal das Wort Mord erscheint.

    Wenig später ist der Captain plötzlich tot – erschlagen von einem Sandsack. An einen Fluch aus dem Jenseits will die Polizei nicht glauben und verhaftet Trevelyans Neffen James Pearson, der mit großen Geldschulden zu kämpfen und sich mit seinem Onkel kurz vorher gestritten hatte. James‘ Verlobte Emily Trefusis ist von dessen Unschuld überzeugt. Zusammen mit Inspektor Narracot beginnt die Amateurdetektivin zu ermitteln und findet sich schon bald mit einem ganzen Dorf voller Verdächtiger konfrontiert. Genau hier liegt allerdings der Knackpunkt. Emily und der Inspektor befragen unzählige Personen und decken haufenweise Verwicklungen auf. Da nicht durcheinander zu kommen, ist nicht leicht.

    Die ungekürzte Hörbuchfassung dauert knapp acht Stunden und wird von Hans Eckardt gelesen. Er macht seine Arbeit zwar eigentlich gut, schafft es jedoch nicht, den vielen Personen ihre eigene Stimme zu geben. Dadurch klingt alles ziemlich gleich und man verliert irgendwann den Überblick.

    Nachtrag: Die Hörbuchfassung wird von Hans Eckardt gelesen. Er macht seine Arbeit zwar eigentlich ganz gut, schafft es jedoch nicht, den vielen Personen ihre eigene Stimme zu geben. Dadurch klingt alles ziemlich gleich und man verliert irgendwann den Überblick. Ich bin jetzt irgendwo im letzten Drittel und habe keinen Plan mehr, wer wer ist.

    Also nächstes Mal nehme ich wieder das Buch zum Lesen - mit dem Hörbuch ist das echt nicht einfach. Kommt es mir nur so vor oder tauchen ständig noch mehr Leute in der Geschichte auf?


    Das Gefühl hatte ich auch :)


    Ich habe ebenfalls noch keinen Plan, was der ganze Fall mit Australien oder mit dem ausgebrochenen Sträfling zu tun haben könnte. Bisher ist das alles noch ziemlich verwirrend.

    Inzwischen habe ich auch mit Sittaford gestartet, allerdings ebenfalls mit der Hörbuchfassung. Die Séance am Anfang fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Mit so etwas hatte ich da nicht gerechnet. :-)


    Interessant fand ich den Tod durch Sandsack. Noch habe ich keine Ahnung, wer der Täter sein könnte. Bin gespannt, was noch auf mich zukommt ...

    Die junge Anne Beddingfeld beobachtet, wie ein Mann im Bahnhof Hyde Park Corner auf die Gleise fällt und von der U-Bahn erfasst wird. Obwohl das Unglück offiziell als Unfall abgetan wird, beginnt Anne eigene Nachforschungen anzustellen. Ein Hinweis führt sie an Bord eines Schiffes, das unterwegs nach Südafrika ist. Hier trifft sie auf den rätselhaften Colonel Race und kommt mit seiner Hilfe einem internationalen Diamantenschmuggel auf die Spur.

    Wie üblich bei Agatha Christie gibt es auch beim „Mann im braunen Anzug“ jede Menge Verdächtige und Indizien und stellenweise fühlte ich mich sogar an Hercule Poirots Ermittlungen erinnert, auch wenn diese Geschichte nicht ganz so verzwickt ist und auch nicht auf ganz so unerwartete Art gelöst wird. Eine angenehm leichte Unterhaltung für zwischendurch ist es dennoch.

    • Herausgeber ‏ : ‎ Atlantik; 1. Edition (18. Juli 2017)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3455651356
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3455651355
    • Originaltitel ‏ : ‎ The secret adversary


    ASIN/ISBN: 3455651356



    Über die Autorin:

    Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren.



    Inhaltsangabe:

    »Zwei junge Abenteurer suchen Beschäftigung. Bereit zu allem, gleich wo. Gute Bezahlung Voraussetzung. Unvernünftige Angebote werden berücksichtigt.«

    Mit dieser Anzeige suchen der vorsichtige Tommy und die unerschrockene Tuppence Arbeit, und sie müssen nicht lange auf ihren ersten Fall warten: Beim Untergang des Luxusschiffes S.S. Lusitania sind hochsensible Regierungspapiere verloren gegangen. Gleichzeitig müssen sie auch die mysteriöse Jane Finn suchen. Mehrmals gerät das ungleiche Paar in Gefahr und stößt auf eine abgründige Verschwörung ...



    Meine Kritik:

    Im Jahr 1919 werden die beiden jungen Hobbydetektive Tommy Beresford und Prudence „Tuppence“ Cowley mit der Suche nach einer vermissten Frau namens Jane Finn beauftragt, die seit einem Schiffsunglück unauffindbar ist. Die Suche führt sie nicht nur von England nach Frankeich, sondern verwickelt sie in allerlei Geheimdienstaktivitäten. Doch auch ihre Widersacher bleiben nicht untätig, insbesondere der geheimnisvolle Mr. Brown stört mehrfach ihre Bemühungen. Zuerst verschwindet Tommy, später dann Tuppence. Dazu wechseln ständig die Handlungsorte und agierenden Personen. Dadurch wirkt die Handlung etwas wirr und gleichzeitig naiv. Für meinen Geschmack war es ein bisschen zu viel Hin und Her. Außerdem gab es, anders als bei den bisherigen Agatha-Christie-Geschichten, diesmal kein verzwicktes Rätsel aufzudecken. Daher hat mir dieser Agentenroman nicht ganz so zugesagt.

    Sonderlich begeistert ist Pfarrer Leonard Clement nicht, als Colonel Protheroe mal wieder die Buchführung überprüfen will. Noch weniger angetan ist er, als der unbeliebte Mann ausgerechnet am Kirchenschreibtisch ermordet wird. Gemeinsam mit dem Polizeichef des Bezirks sucht Pfarrer Clement nach dem Schuldigen. Das Problem daran: Jede Menge Vermutungen und Beschuldigungen machen im Dorf die Runde. Der Reihe nach behaupten mehrere Leute, den Mord begangen zu haben. Schon bald blickt die Polizei nicht mehr durch. Zum Glück gibt wohnt im Ort eine gewisse Miss Jane Marple, die über scheinbar alles im Ort bestens Bescheid weiß, weil sie alles sieht und hört. Deshalb stellt die alte Jungfer auch die richtigen Fragen, bis sie vor allen anderen weiß, wer für die Tat verantwortlich ist.

    Obwohl mir nicht ganz klar war, wieso ausgerechnet der Pfarrer der Ortes überall mit hinging und die Einwohner zu dem Fall befragte, war es interessant, die Ereignisse in dem kleinen Dorf aus der Sicht des Kirchenmannes berichtet zu bekommen. Miss Marple spielt in diesem Roman noch eine recht untergeordnete Rolle. Ich schätze, das wird sich bei ihren nächsten Auftritten wohl ändern.

    Während der Fahrt Calais-Paris-Nizza wird im Luxuszug "Der blaue Express" Ruth Kettering, die Tochter des amerikanischen Millionärs Rufus van Aldin, ermordet und ihr Rubinschmuck gestohlen. Der Verdacht fällt auf ihre Zofe und auf einen heimlichen Geliebten von Ruth, der ein berüchtigter Juwelendieb zu sein scheint. Zufällig ist Hercule Poirot an Bord des Zuges und beginnt zusammen mit der Hobby-Detektivin Katherine Grey zu ermitteln. Schon bald können sie die Unschuld der beiden Verdächtigen beweisen und sind dem wahren Täter auf der Spur.

    Leider braucht die Geschichte nicht nur eine ganze Weile, um in Fahrt zu kommen (und noch länger, dass Hercule Poirot endlich auftaucht und ermittelt), sondern bleibt auch bis zum Schluss recht weitläufig und dadurch nicht besonders spannend. Poirot selbst scheint nur eine Nebenrolle einzunehmen. Interessant fand ich lediglich, dass in der Geschichte Poirots Diener George sowie das fiktive Dorf St. Mary Mead vorgestellt werden, die laut Internet in späteren Christie-Geschichten noch relevant sein werden.

    Der vermögende Landadelige Roger Ackroyd wird ermordet und viele Einwohner des kleinen englischen Dorfs King’s Abbott sind verdächtig. Hercule Poirot wird hinzugezogen und beginnt zu ermitteln. Auf seine übliche Manier lässt er alle Leute über seine Schlussfolgerungen im Dunkeln tappen, lässt sie ihn belächeln und ist ihnen doch stets einen Schritt voraus. Wie von Agatha Christie gewohnt, gibt es zahlreiche verzwickte Indizien und die Lösung fällt mal wieder vollkommen anders aus als wie erwartet.

    Nachdem Poirots bisheriger Chronist Hastings in Argentinien weilt, wird die Geschichte diesmal aus der Sicht des Dorfarztes Dr. James Sheppard erzählt. Er stellt die agierenden Figuren vor und berichtet von der Ankunft des Meisterdetektivs. Dadurch spielt Poirot im ersten Drittel des Krimis bloß eine Nebenrolle und viele Details der Handlung erfahren wir zusammen mit dem Doktor. Gerade deswegen ist Poirots Aufklärung der ganzen Zusammenhänge am Ende auch gleich noch überraschender. Nicht umsonst gilt „Alibi“ als eine der, wenn nicht gar die berühmteste Hercule-Poirot-Geschichte überhaupt.

    Ein Brief mit einem Hilferuf führt Hercule Poirot und seinen Freund Arthur Hastings nach Frankreich. Doch sie kommen zu spät und ihr Briefabsender liegt bereits tot in einer Grube auf dem Golfplatz. Danach ist es für den Meisterdetektiv und seinen Assistent natürlich Ehrensache, sich in die Ermittlungen einzumischen. Ihnen gegenüber steht die französische Polizei, die die privaten Nachforschungen nur duldet, weil sie anderen Spuren nachgeht. Und so kommen Poirot und die Behörden immer wieder zu höchst unterschiedlichen Ermittlungsansätzen und -ergebnissen. Zusätzlich verworren wird die Lage dadurch, dass sich Hastings in eine der Verdächtigen mit dem geheimnisvollen Namen Cinderella verliebt.

    Der zweite Poirot-Fall stellt eine deutliche Steigerung zum Debüt dar: Er ist verzwickter und vielschichtiger, außerdem passiert erheblich mehr. Überdies gibt es einige witzige Dialoge zwischen dem verwirrten Hastings und dem vollkommen von sich eingebildeten Poirot. Das Ende und die mehrteilige Auflösung mit den vielen überraschenden Wendungen wirken allerdings etwas konstruiert. Vermutlich gehört das dazu, wenn man unbedingt einen überraschenden Schluss bieten möchte.

    Nachdem die reiche Mrs. Emily Inglethorp in ihrem eigenen Schlafzimmer auf dem Landgut Styles tot aufgefunden wird, steht für alle der Mörder schnell fest. Einzig der vom pensionierten Lieutenant Arthur Hastings herbeigerufene belgische Detektiv Hercule Poirot hat Bedenken. Er beginnt zu ermitteln und weiß schließlich auch Bescheid. Doch weil ihm das letzte Glied in der Kette fehlt, kann er seinen Verdacht nicht beweisen. Erst als der Mordprozess vor Gericht verhandelt wird, spielt er seine Trümpfe aus.

    Der erste Teil von Agatha Christies Romandebüt plätschert vorwiegend vor sich hin. Hastings und Poirot befragen verschiedene Personen und sondieren die Lage. Ähnlich wie bei Sherlock Holmes kommt der Assistent immer wieder mit vorschnellen Vermutungen daher und wird vom Meisterdetektiv entsprechend korrigiert. Als Poirot nach der Hälfte der Geschichte behauptet, zu wissen, wer der Mörder sei, nimmt die Spannung zu, weil nun mehr denn je jeder gesammelte Hinweis eine Rolle spielen könnte. Dadurch rätselt man als Leser zwangsweise noch mehr mit – und hat dennoch keine Chance, hinter das verworrene Verschwörungsgeflecht zu kommen.

    Nach dem Tod seiner Mutter kommt der zehnjährige Juri Schiwago zu seinem Onkel Nikolai Wedenjapin und reift bei ihm zum Mann heran. Er absolviert ein Medizinstudium und heiratet seine Jugendliebe Tonja. Parallel dazu lernen wir die hübsche Larissa Antipowa, genannt Lara, kennen und erfahren, wie sie als Erzieherin in einem Privataushalt anfängt und sich später zu einem Studium an der Universität entschließt. Bei einem tragischen Unfall lernen Juri und Lara sich kennen, verlieren sich aber wieder aus den Augen. Erst viele Jahre später, im großen vaterländischen Krieg, treffen sie einander wieder. Juri ist inzwischen ein angesehener Arzt, der von einer Gewehrkugel verletzt wurde. Lara hat sich als Krankenschwester freiwillig an die Front gemeldet und pflegt ihn im Lazarett gesund. Viel Zeit zum Durchatmen bekommen niemand, denn danach breitet sich die Februarrevolution von Moskau stetig weiter aus. Das ganze Land befindet sich im Umbruch und Dr. Schiwago wird von seiner Familie getrennt und zur Zwangsarbeit verurteilt. Als er nach vielen Jahren freikommt, trifft er Lara wieder und verliebt sich in sie. Anstatt zu seiner Familie zurückzukehren, bleibt er bei Lara, obwohl sie beide wissen, dass ihr Glück nicht von langer Dauer ist. Schließlich zwingen die Umstände sie zur erneuten Trennung und Juri versucht sein Leben allein unter Kontrolle zu bekommen. Doch nicht einmal seine Arbeit als Arzt sagt ihm mehr zu.

    Boris Pasternaks berühmter Roman erzählt die Lebens- und Leidensgeschichte des Doktor Schiwago, festgemacht an vielen wichtigen Punkten der russischen Geschichte. Neben Hauptpersonen Juri und Lara tauchen mehrere hundert Personen auf – manche nur kurz, andere länger. Dadurch zeigt sich sowohl sein epochaler Umfang als auch seine größte Schwäche. Die Geschichte ist viel zu weitläufig erzählt. Vor allem ab dem Beginn der Februarrevolution ufert die Handlung immer weiter aus. Zig Kapitel haben nichts mit Juri oder Lara zu tun und man merkt deutlich, dass der Autor hier etwas den Fokus verloren hatte. Statt fortlaufender Handlung überwiegen ellenlange Dialoge und Monologe, damit scheinbar jede Person ihre Weltansicht detailliert erläutern kann. Leider setzt sich das bis zum Ende fort. Selbst nach Doktor Schiwagos unspektakulärem Tod ist die Geschichte nicht vorüber, sondern noch mehr Gespräche und Erkenntnisse müssen ausgetauscht werden. Hätte man da einiges gekürzt, es hätte dem Roman vermutlich nicht geschadet. Zumal die Geschichte durch (viel zu) vielen Ansichten eher sachlich erscheint und dadurch Gefühle und Leidenschaft meist ins Hintertreffen geraten. Man leidet daher auch nicht mit den Figuren, sondern weiß vorwiegend über die äußeren Umstände Bescheid.

    Nach dem gelungenen Fallabschluss im ersten Band hat Kommissar Nick L. Beck sein Leben wieder im Griff. Selbst den Tod seiner ehemaligen Partnerin Becky durch den Elbripper, der ihn ursprünglich so sehr aus der Bahn geworfen hat, scheint halbwegs überwunden. Doch dann werden in Hamburg erneut junge Frauen ermordet – auf die gleiche Weise wie früher durch den berüchtigten Serienmörder. Als Nick gebeten wird, an den Ermittlungen mitzuarbeiten, zögert er nicht. Allerdings dauert es nicht lang und er findet signifikante Unterschiede zu der ersten Mordserie. Offenbar ist hier ein Nachahmer unterwegs. Allerdings rufen dessen Taten auch den Original-Ripper auf den Plan. Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse.

    Im zweiten Band der Reihe kommt keine Langeweile auf. Gleich von Anfang gibt Autor Tom Voss Vollgas, führt die agierenden Figuren ein und prescht mit der Handlung voran. Bis zur Hälfte des 364 Seiten starken Romans mutet es wie ein typischer Serienmörderroman an, danach wird es ein actionreiches Psychospiel, bei dem erst ganz am Schluss sämtliche Fäden zusammenlaufen. Einige offene Punkte aus Band 1 werden aufgegriffen, dafür bleiben am Schluss wieder einige Fragen offen, die eventuell im dritten Teil (erscheint im Herbst 2022) geklärt werden. So hat man gleich noch einen Grund mehr, am Ball zu bleiben.

    Mit „Eiszeit für Beck“ wurde ich sehr gut unterhalten und hatte den Krimi innerhalb weniger Tage durch. Ich freue mich schon auf den dritten Band.