Beiträge von Klusi

    Es ist zwar schon lange her, aber ich weiß noch sehr genau, wie froh ich war, mich vor der Geburt meiner Tochter ausführlich informiert zu haben, besonders über das Stillen. Die Organisation "La Leche Liga" gab es glücklicherweise damals schon, und ich habe darüber und aus einigen Büchern viel Wissenswertes erfahren, das mir wirklich weitergeholfen hat, denn zur damaligen Zeit hat es den Ärzten und Schwestern in der Klinik anscheinend nicht gepasst, wenn eine Mutter ihr Kind stillen wollte. Das sah dann so aus, dass das Kind klammheimlich zur Untersuchung beim Kinderarzt geholt wurde, während man selbst bei der Rückbildungsgymnastik war. Glücklicherweise war mir bewusst, dass Babys beim Stillen in den ersten Tagen nicht zu- sondern etwas abnehmen, und so konnte ich richtig reagieren, als ich von der Gymnastik zurück kam und mir der Arzt eine Lernschwester mit einem Milchfläschchen vorbei geschickt hat, mit dem Hinweis, ich wolle doch mein Kind wohl nicht verhungern lassen. Hätte ich mich nicht vorher umfassend beraten lassen, wäre ich durch diese Ansage vermutlich verunsichert gewesen und hätte das Stillen aufgegeben, ohne es überhaupt versucht zu haben.

    Ich mache aktuell beim Veganuary mit und bin erstaunt wie gut es mir damit geht. Ich erwäge tatsächlich damit weiter zu machen. Viel Tierprodukte habe ich eh nicht gegessen.
    Allerdings möchte ich es nicht hardcore durchziehen :S

    Das habe ich, bevor ich von der Veganuary-Challenge wusste, für mich beschlossen, den Januar vegan anzugehen. Ich mache es in Kombination mit Intervallfasten (18/6), und ich fühle mich wohl dabei. Aber ich mache das alles auch nicht hardcore, sondern gehe es gelassen an.

    Es gibt eine Tatsache, die diesen Roman schon außergewöhnlich macht: Das Ende ist bereits von der ersten Seite an bekannt, denn es geht um die sieben letzten Tage vor dem Attentat in Sarajevo, wo der österreich-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie auf tragische Weise ums Leben kamen.

    Vermutlich war dieses Ereignis der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und quasi den ersten Weltkrieg einläutete. So weit haben wir vermutlich alle bereits im Geschichtsunterricht in der Schule vom Attentat und seinen weitreichenden Folgen gehört. Ich muss gestehen, dass bei mir damals, bis auf die Eckdaten, nicht allzu viel davon hängen geblieben ist, bestand doch der Geschichtsunterricht nur aus sachlich abgespulten Fakten und auswendig gelernten Jahreszahlen. Was der Autor in seinem Nachwort schreibt, kann ich nur bestätigen. Erst ein guter Roman kann einem die Ereignisse so nahe bringen, dass man sie wirklich versteht und auch die Beweggründe und Gefühle der beteiligten Menschen nachvollziehen kann, und genau das ist Ulf Schiewe in seinem Roman hervorragend gelungen!

    Die sieben Kapitel zwischen Prolog und Epilog entsprechen den sieben Tagen bis zum Attentat, beginnend mit Montag, dem 22. Juni 1914 und endend mit dem Tag, an dem das Attentat stattfand. Einführend gibt es bei jedem Kapitel diverse Zeitungsabschnitte zum Zeitgeschehen, die den Roman so besonders authentisch wirken lassen und dem Leser dabei helfen, die politische Lage zu erkennen und einzuordnen. In kurzen Unter-Abschnitten, die jeweils mit Ortsangabe und Uhrzeit versehen sind, erfährt man die fortlaufenden Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln.

    Da sind zum einen die Attentäter, junge Männer, die sich aus falsch verstandenem Patriotismus, Freiheitsliebe und einer gewissen Hoffnungslosigkeit, was ihre Zukunft angeht, zu einer Wahnsinnstat hinreißen lassen, gesteuert durch den serbischen Geheimbund „Schwarze Hand“. Besonders Gavrilo Princip, den Todesschützen, lernen wir intensiv kennen. Der Autor hat ihn sehr lebendig dargestellt und lässt uns in seine Gefühle und Gedanken blicken. Diese sind zwar fiktiv, kommen aber vermutlich der Wahrheit sehr nahe, denn Ulf Schiewe hat außerordentlich gründlich recherchiert und bewegt sich mit der gesamten Handlung sehr nahe an den historischen Fakten. Auch wenn ich letztendlich nicht wirklich verstehen kann, wieso ein Mensch sich und anderen so etwas antut, so habe ich hier wenigstens eine Ahnung zum Hergang und zu den Hintergründen erhalten.

    Ein anderer Blickwinkel der Geschichte ist der von Franz Ferdinand, dem ungarisch-österreichischen Thronfolger und seiner Frau Sophie. Franz Ferdinand war anscheinend nicht sonderlich beliebt, hatte er doch ein aufbrausendes Wesen und eine sehr schroffe Art seinen Mitmenschen gegenüber. Mit Sophie jedoch verband ihn ein inniges Verhältnis, denn die beiden hatten aus Liebe geheiratet, allen Anfeindungen und Demütigungen zum Trotz, denn für die Habsburger Monarchie war diese Ehe nicht standesgemäß. Diese andere Seite des Thronfolgers kommt im Buch gut zum Ausdruck, und Sophie fand ich anhand der Beschreibung sehr liebenswert.

    Ein weiterer Erzählstrang zeigt die Geschichte aus der Sicht des Majors Rudolf A. Markovic, der dem österreichisch-ungarischen Geheimdienst in Sarajevo angehört. Markovic und sein Stellvertreter, Hauptmann Heribert Simon, haben von einer Verschwörung der Schwarzen Hand erfahren und versuchen alles in ihrer Macht stehende, das Attentat zu verhindern. Diese Seite des Romans ist rein fiktiv, erhöht aber die Spannung und macht die Handlung erst so richtig lebendig. Die unrühmliche Rolle des Feldzeugmeisters und Landeschefs von Bosnien-Herzegowina, Oskar Potiorek, wiederum ist historisch belegt, und ich war entsetzt über die lasche Art der damaligen Sicherheitsvorkehrungen.

    Eine ebenfalls fiktive aber sehr sympathische Protagonistin im Roman ist die Bordellbesitzerin Svetlana Maric, die vor allem für Markovic eine wichtige Rolle spielt.

    Im chronologisch korrekten Zeitablauf erlebt man hautnah mit, wie sich die Dinge immer weiter zuspitzen, und obwohl man weiß, dass es unausweichlich ist, beginnt man zwischendurch zu hoffen, der Thronfolger und seine Frau könnten dem Attentat entgehen.

    Für mich ist dies ein vielschichtiger, brillant geschriebener, herausragender Roman, der mir wieder ein wichtiges Ereignis europäischer Geschichte unvergesslich nahe gebracht hat.


    Die schöne Ausstattung des Buches möchte ich nicht unerwähnt lassen. Auf den inneren Buchklappen ist ein Stadtplan von Sarajevo zu finden, auf dem die wichtigsten Stationen des Romans eingezeichnet sind. Das Glossar und vor allem ein übersichtliches Personenverzeichnis am Ende des Buches waren sehr hilfreich, denn mit den vor allem bei den serbischen Namen, die häufig auf „ović„ enden, kam ich anfangs etwas ins Schleudern und war dankbar für diese Gedächtnisstütze.


    Von mir bekommt dieser Roman 10 v. 10 Punkten.

    Auf Amazon poste ich regelmäßig; das macht also keine Probleme. Es dauert nur meist 48 Stunden von der Eingabe der Rezension bis zur Freigabe durch Amazon, aber diesmal hatte ich Glück, denn die Rezension ist sogar mal sofort durchgegangen.:)

    Nun bin ich auch durch, hat sich bei mir durch diverse private Umstände etwas verzögert, so dass ich hier als Schlusslicht in der Zielgeraden einlaufe ;)

    Wenn ich bedenke, dass der Ausgang (zumindest was die historischen Tatsachen betrifft) schon vorab bekannt war, muss ich sagen, das mir die Geschichte dann doch emotional ganz schön nahe gegangen ist. Gerade weil man Sophie und ihren Franz hier intensiver kennengelernt hat. Da schreiben sie noch ein Telegramm nach Hause und freuen sich auf ihre Kinder, und kurz vor Schluss lassen sie dann doch noch ihr Leben in Sarajevo, das war schon tragisch. Wenn man dann so hautnah mitbekommt, was da alles schief gelaufen ist und wie lasch der Sicherheitsaspekt von manchen behandelt wurde, kann man sich nur wundern. Potiorek scheint sein Gewissen ja nicht gedrückt zu haben, denn der war ja anschließend noch obenauf und hat alle Verantwortung und Schuld von sich abgewälzt. Im Buch will er dem fiktiven Marcovic die Schuld in die Schuhe schieben, aber er scheint das ja auch damals im wahren Leben gut hingekriegt zu haben, sich aus der Affäre zu ziehen.

    Schön, dass es wenigstens im fiktiven Teil ein Happy End gibt. Markovic und Svjetlana haben wirklich ein wenig Glück verdient.

    Danke lieber Ulf für deine geduldige Begleitung der Leserunde. Meine Rezension folgt in Kürze, ich kann aber jetzt schon sagen, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat!

    Den Jungs wird jetzt quasi auf der Zielgeraden doch noch ganz schön mulmig, ist ja auch nur zu verständlich und ohne die tödliche Krankheit würde keiner von ihnen so weit gehen.


    Ob Markovich wirklich mit Svetlana auswanderte, wohin auch immer? Gönnen würde ich es den Beiden.

    Es geht den Jungs so einiges durch den Kopf. Es ist ja wirklich so, dass sie noch so jung sind, dass sie eigentlich noch gar nicht richtig gelebt haben und nun schon dem Tod ins Auge sehen. In ihrer Situation haben sie ja quasi nur die Wahl zwischen einem schnellen Tod (nach dem Attentat) oder einem langsamen Dahinsiechen (durch ihre Krankheit).


    Danilo wollte einen Rückzieher machen und das ganze abblasen, weil er die Stimmungsschwankungen seiner drei Verbündeten miterlebt. Gerade hat sich Nedekjko wieder in der Gewalt, rastet Trifko aus. Das ist aber auch eine angespannte Situation. Nun wurde Danilo die ganze Verantwortung aufgebürdet, und er kommt anscheinend nicht mehr aus dieser Nummer heraus.


    Franz Ferdinands Gespräch mit Conrad zeigt, dass er eigentlich sehr besonnen ist, was das Thema Krieg angeht, so wie er sich hier gegen die Kriegstreiber äußert.


    Svjetlana und auch Markovic sind zwei sehr sympathische Charaktere, und auch ich würde ihnen ein gemeinsames Glück wünschen. Ich bin gespannt, wie sich ihre Geschichte im letzten Abschnitt noch entwickelt.

    So geht es mir auch mit den eBook-Kochbüchern, überhaupt mit Nachschlagewerken. Für einen ersten Eindruck ist das eBook gut, aber gerade Kochbücher, die ich für gut befinde, müssen dann doch irgendwann noch als gedrucktes Exemplar bei mir einziehen.

    Umgekehrt ist es aber auch erschreckend, wie wenig Professionalität so ein Attentat aber auch nur braucht. Allerdings haben wir die Vorbereitungen in Belgrad nur im Prolog mitbekommen.

    Das ist wirklich erschreckend. Es gibt in dem ganzen Unternehmen so viele vage Punkte, so viel was schief gehen kann. Die Jungs kommen mir wie Marionetten in dem ganzen Plan vor, denn ich denke, sie wurden schon sehr manipuliert und rennen nun quasi blind und ferngesteuert in ihr Unglück. Dass Nedeljko sich, trotz seiner Panikattacke, die er auf dem Schiff hatte, nun doch der Gruppe wieder anschließt - einerseits war es klar, da er ja real dabei war, aber es wundert mich doch ein wenig. :/ Ulf, gehört die Szene auf dem Schiff zum fiktiven Teil oder ist so etwas in der Art wirklich passiert, dass die Jungs unterwegs entdeckt und verfolgt wurden?


    Schmunzeln musste ich, wie Sophie ihren Franz Ferdinand doch um den Finger wickeln kann. Im einen Moment blafft er noch die dienstbaren Menschen im Hotel an, weil er müde ist und ihn alles nervt, aber Sophie gegenüber benimmt er sich lammfromm. :grin

    Als recht sympathisch könnte ich höchstens Gavrilo bezeichnen. Das liegt aber wohl daran, dass man von ihm ein paar Gedanken und Innensicht präsentiert bekommt. So eine Erzählperspektive kann schon tückisch sein.

    So ähnlich geht es mir auch, von allen ist mir Gavrilo sympathisch, eben weil man an seinen Gedanken teilhaben kann. Letztendlich tun mir die drei Jungs leid, sind ja eigentlich noch grün hinter den Ohren und rennen hier in ihr Verderben (wobei sie andere mitnehmen). Und immer wieder kommt zum Ausdruck, dass die drei, obwohl ihnen bewusst ist, dass sie wegen ihrer Krankheit sowieso nicht mehr allzu lange leben werden, Angst um ihr Leben haben. Sonst, wenn es irgendwo in den Nachrichten um Attentäter geht, ist das recht anonym und unpersönlich, und man sieht nur einen abgrundtief bösen Menschen, einen Verbrecher, ohne zu wissen, was in diesem Menschen vorgeht, Hier etwas mehr über die Täter zu erfahren und sie quasi menschlich näher kennenzulernen, ist eine interessante Erfahrung.

    Bitte entschuldigt, dass ich mich erst heute einbringe, aber die Feiertage waren so dick gepackt mit diversen Einladungen und auch ungeplanten Ereignissen, dass ich kaum zum Lesen gekommen bin. So konnte ich den ersten Teil erst gestern Abend abschließen.

    Die Situation in diesem Roman ist außergewöhnlich, weil man bereits weiß, wie es ausgeht, zumindest was die wichtigsten Ereignisse angeht. Gut gefallen mir die Szenenwechsel, so dass man die verschiedenen Blickwinkel abwechselnd verfolgen kann. Auch die Zeitungsabschnitte zwischendurch sind interessant und machen das ganze authentisch.

    Ich gestehe, dass ich über die damaligen Ereignisse bisher nur eine vage Vorstellung hatte. Von Franz Ferdinand, Sophie und den Kindern habe ich erst einmal nach Fotos gegoogelt, um die richtigen Gesichter in meine Vorstellung zu bringen. Sophie ist mir sehr sympathisch, und sie ist wirklich hübsch. Interessant finde ich ihre Verwandtschaft mit Bertha von Suttner, das war mir nicht bekannt. Bei dem Gespräch im Zug spürt man, dass Sophie sich sehr wohl ihre eigenen Gedanken zu allem macht, was ihren Mann verwundert. Er scheint seine Frau zwar aufrichtig zu lieben, aber trotzdem weiß er vieles nicht, was sie berührt.

    Als Franz Ferdinand vor der Abreise seinen Freund Janaczek bittet, sich um die Kinder und um Sophie zu kümmern, falls ihm etwas zustoßen sollte, hat er wohl so etwas wie eine Vorahnung.

    Mein Eindruck:

    Seine Robin-Hood-Reihe habe ich regelrecht „inhaliert“, und so war ich sehr gespannt auf Mac P. Lornes neuesten Roman. Dieser unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht sehr von seinen Vorgängern. Da sind zum einen Zeit und Orte der Handlung. Diesmal entführt uns der Autor in den Süden des heutigen Europas, ins 8. Jahrhundert. Das ist eine Zeit, über die ich bisher noch nicht sonderlich viel wusste. Genauer gesagt erstreckt sich die Handlung über einen Zeitraum von 18 Jahren, nämlich von 717 bis 735.

    Eine Besonderheit dieses Romans ist, dass es eigentlich keine fiktiven Charaktere gibt, zumindest was die wichtigen Personen angeht. Lediglich kleinere Nebenrollen, die historisch nicht verbürgt sind und keinen Einfluss auf die geschichtliche Handlung haben, wurden mit fiktiven Charakteren besetzt.

    Wie der Autor im Nachwort schreibt, sind die Überlieferungen aus dieser Zeit nicht immer zuverlässig, und vieles kann man heute nur erahnen. Aber aus den vorhandenen Informationen hat Mac P. Lorne hier ein sehr authentisches Zeitbild geschaffen. Eudo von Aquitanien war mir bis vor kurzem überhaupt kein Begriff. Umso interessanter finde ich, mehr über die damalige Zeit und ihre Ereignisse, über die herrschenden Machtverhältnisse und die Menschen zu erfahren. Eudo musste nicht nur gegen die Mauren kämpfen, die an der südlichen Grenze seines Reichs näher rückten, sondern auch an der Nordgrenze von Aquitanien kommt es immer wieder zu Unfrieden und Streitereien, sind sich doch die beiden Hausmeier von Austrasien und Neustrien oft uneins. Die politischen Verhältnisse zum damaligen Zeitpunkt sind kompliziert. Der Roman ist in großen Teilen geprägt von zähen Verhandlungen, Strategien und Kämpfen. Mac P. Lorne ist es gelungen, dies verständlich und lebendig zu schildern. Er stellt die Sachverhalte detailliert aber schnörkellos dar und arbeitet das Wesentliche so geschickt heraus, dass es auch einem Laien leicht fällt, die Zusammenhänge zu erkennen. Er hält sich mit seiner Erzählung sehr nahe an der historischen Wahrheit und setzt seine künstlerische Freiheit hauptsächlich dort ein, wo die wahre Geschichte im Dunkel liegt. Auch gelingt es ihm mit diesem Roman, fast vergessenen historischen Persönlichkeiten ein Schicksal zu geben, ja Leben einzuhauchen.

    Dieses Buch ist sachlicher und weniger emotional als seine Vorgänger, dabei aber nicht weniger gut und auf jeden Fall sehr interessant.


    Ich vergebe neun von zehn Eulenpunkten.

    Ich war gerade in unserem Unverpacktladen und habe geschaut, ob es dergleichen dort gibt - leider nicht. Dann habe ich dort gefragt, ob es Küchenhandtücher aus Biobaumwolle gibt. Davon hatten sie dort noch nichts gehört, aber sagten, sie würden es als Anregung weitergeben.

    Ich hatte nämlich die Idee, heuer meine Weihnachtsgeschenke in hübsch bunten Küchentüchern verpackt zu verschenken. Mal sehen, was Amazon da anbietet - oder habt Ihr da eine Quelle? :umschau

    Eine schöne Idee, die ich auch schon mal umgesetzt habe. Ich habe bisher Erfahrungen mit Manufactum, Grüne Erde und Maas Natur, alles zuverlässige Versender mit ausgezeichneter Bio-Ware.

    Dieser letzte Abschnitt war schon heftig. Lampegias Schicksal ist mir doch sehr an die Nieren gegangen. Ihr Auftritt war sehr mutig, und sie musste ihn so bitter büßen. Was aus ihrer kleinen Tochter geworden ist, da kommt dann die Phantasie ins Spiel. :/

    Interessant fand ich das doch ziemlich heftige Wortgefecht zwischen Eudo und Karl vor der Schlacht. Eudo hat seinen Willen durchgesetzt, und Abd ar-Rahman hat die Revanche für seine Taten bekommen. Das fand ich nur gerecht, und Karl hat es letztendlich doch gebilligt, dass Eudo sich durchgesetzt hat. Den Leichnam des ehemaligen Wüstenräubers und Statthalters den Schweinen vorzuwerfen, war ein recht gewitzter Schachzug von Eudo, gerade wenn man weiß, wie das Ansehen der Schweine bei den Muslimen ist.

    Mac , vielen Dank für deine geduldige Begleitung der Leserunde, die sich insgesamt doch ziemlich in die Länge gezogen hat, aber der dicht gepackte historische Stoff, den du uns da lieferst, muss erst einmal verdaut werden und braucht einfach seine Zeit, um alles voll und ganz zu erfassen.

    Ich werde die Story erst einmal etwas setzen lassen und dann meine Rezension dazu einreichen.:wave

    Ich bin angemeldet, wähle aber eher sparsam aus und fordere nur an, was mich wirklich sehr interessiert. Die Adventskalender-Bücher zählen ja in den Prozentsatz der Feedback-Rate rein, und den möchte ich nicht übermäßig strapazieren, denn womöglich kommt außerhalb des Adventskalenders ein Buch, das mich brennend interessiert und ich bekomme dann eine Absage, das möchte ich nicht riskieren.

    Puh, was ein Abschnitt.

    Ganz besonders heftig fand ich, dass es ausgrechnet ein Bischof war, der Munuza an Abd ar Rahman verraten hat und gott gefällig soll es auch noch sein ... Immer das selbe und immer schrecklich, was die Mächtigen so unter dem Deckmäntelchen der Religion getrieben habe und immer noch treiben.

    Das fand ich auch ziemlich heftig. Diese Bigotterie, was da alles "im Namen Gottes" veranstaltet wurde, kann ich einfach nicht verstehen, weder bei den Christen noch bei anderen Religionen.

    Mac, das gefällt mir besonders an all deinen Helden, dass sie sehr aufgeschlossen und tolerant sind und die Welt realistisch sehen und dass sie den christlichen hohen Herren die Stirn bieten und Klartext reden.


    Munuza dagegegen fand ich sehr symphatisch, auch wenn er wohl einfach zu gut für seine Zeit war. Ein friedliches Miteinander ist wohl einfach von beiden Seiten eher nicht gewollt worden.

    Lampegias Schicksal ist natürlich furchtbar, das ihrer Tochter aber noch viel mehr. Die Kleine hat ja überhaupt keine Chance auch nur annähernd glücklich zu werden, wenn sie jetzt verschleppt wird.

    Ja, Munuza war mir auch sehr sympathisch und ein Mann mit Weitblick. Unter seiner Herrschaft ging es allen gut, Muslimen wie Christen. Aber wo etwas gut und zur Zufriedenheit funktioniert, gibt es halt auch immer Machthungrige, die denken, sie würden es besser machen, in diesem Fall Nambad. Dass er beim Angriff auf Munuza und seine Familie sein Leben lässt, habe ich nicht gerade als dramatisch empfunden. Zwar ist das nicht unbedingt christlich gedacht, aber von christlicher Nächstenliebe war der Bischof selbst ja auch sehr weit entfernt.


    Für Lampegia und ihre kleine Tochter wäre es wohl besser gewesen, Munuza hätte seine Familie mit in den Tod genommen. Auf eine Auslösung durch Eudo hoffe ich momentan weniger. Aber ich lasse mich natürlich gerne positiv überraschen.

    In diesem Abschnitt wurde es teilweise "privater", und wir haben Lampegia etwas besser kennengelernt.

    Hunold und Munuza finde ich beide sehr symphatisch. Und Munuza ist wirklich putzig, wenn er sich so über Lampegias Benehmen wundert. Da wird er noch einiges zu lernen haben.

    Ich hoffe nur für die beiden, dass es gut geht. Munuza hat ja die allerbesten Absichten, aber andererseits ist ihm Lampegias Auftreten nicht so ganz geheuer, weil er das von Frauen seines Volks ganz anders kennt. Die großen Unterschiede können längerfristig doch zu Problemen führen. Als Munzua bei Eudo zu Gast war, merkte er, dass die Männer Lampegias Stellung und Handlungsweise gewohnt sind. Wenn sie aber zu ihm und in sein Umfeld zieht, könnte es passieren, dass er sich so manches in der Öffentlichkeit nicht bieten lässt, um sein Gesicht zu wahren. Ich bin gespannt....


    Hunold taucht wieder auf und mit ihm Munuza, der ein eigenes Berberreich anstrebt. Er und Eudo sind beide Anhänger eines friedlichen Zusammenlebens der verschiedenen Volksgruppen. Das macht sie sympathisch.


    Eudo strebt eine Einigung mit den Franken an und kommt zu einem vorzeigbaren Ergebnis. Eudo muss die Königsfunktion fallen lassen, kann aber die Unabhängigkeit Aquitaniens zumindest von den Franken sichern. Manchmal fürchte ich, dass sein Verhandlungsgeschick eher kurzfristig gedacht ist. Ich hatte das Gefühl, dass er Karl über den Tisch gezogen hat und dass es Karl und ihm auch bewusst war.

    Mit Eudo und Munuza haben sich zwei gute Männer gefunden, die viele Gemeinsamkeiten haben, obwohl sie aus so unterschiedlichen Kulturkreisen stammen.


    Ich hatte auch das Gefühl, dass sich Karl letztendlich über den Tisch gezogen gefühlt hat, obwohl Eudo ja Recht hat, mit so ziemlich allem was er sagt.

    Ich befürchte Mal Eudo ist keiner, den man einen verlässlichen Verbündeten nennt. Eigentlich will er nur seine Ruhe und versucht zu taktieren, wer ihm mehr bringt. Ich denke, wenn er mehr Vorteile bei Karl sehen würde, würde er auch den unterstützen. Aber halt nur solange, wie es ihm auch nützlich ist.

    Versteht mich da nicht falsch, ich halte ihn für einen guten Landesherrn und auch klugen Taktiker. Aber über die Grenzen Aquitaniens hinaus geht er nicht wirklich.

    So recht verlässlich kommt mir bisher niemand vor, egal für welche Seite sich Eudo entschieden hätte. Er wirkt auf mich vorsichtig, und seine eigenen Leute liegen ihm mehr am Herzen als alle anderen. Für mich ist das gut nachvollziehbar, denn so richtig sieht er wohl in keinem Bündnis einen wirklichen Sinn. Vermutlich ist das so eine Situation, in der man es machen kann wie man will, es wäre immer falsch. Dass Eudo schaut, wo für ihn die Vorteile liegen, kreide ich ihm nicht als Unzuverlässigkeit an, sondern ist verständlich und macht ja anscheinend jeder so, egal wen man anschaut, Karl oder Raganfrid, und letztendlich scheint Chilperich auch nicht der zu sein, den man vermutet.