Beiträge von Klusi

    Mein Eindruck: Stimmiger Abschluss zu einer großartigen Reihe!


    Dies ist der fünfte und letzte Band aus der Robin-Hood-Saga. Er spielt in den Jahren 1226 bis 1247. Außerdem gibt es einen Epilog, der noch zehn Jahre später handelt.
    Wir begleiten Robin und seine Frau Marian während ihrer letzten zwanzig Jahre. Der Anfang dieses Buches schließt ziemlich zeitnah an das Ende von Band 4 an. Die Handlung ist, bis auf ein paar Turbulenzen gleich zu Beginn, insgesamt ruhiger als in den vorherigen Bänden, was nachvollziehbar ist, denn Robin ist nicht mehr der Jüngste. Seinen Wagemut hat er mit den Jahren abgelegt. Er wirft sich nicht mehr ins Kampfgetümmel und klettert keine Mauern mehr hoch, aber er ist eine lebende Legende und wird immer noch hoch geachtet. Vor allem sein Ziehsohn Fulke sucht gerne seinen Rat, und so kommt es, dass Robin auch in diesem Roman wieder einige Dispute auszutragen bzw. zu schlichten hat, wenn auch nicht mehr mit Waffengewalt, sondern mit vernünftigen Argumenten. Das Kämpfen überlässt er den Jüngeren.
    Sein Weg führt ihn nach Deutschland und später sogar ins Heilige Land, wo er Fulke und Prinz Richard Plantagenet, dem Bruder des Königs von England, beratend zur Seite steht. Währenddessen muss Marian ihren eigenen Kampf ausfechten, und sie tut es im Stillen und mit mutigem Herzen, wie man sie all die Jahre kennengelernt hat. Was die historischen Feinheiten betrifft, hat sich der Autor mit seinen Protagonisten auch diesmal wieder sehr nah an der Realität bewegt, was ich sehr zu schätzen weiß, denn durch seine Romane habe ich enorm viel Neues über die damalige Zeit erfahren und gelernt.


    Für mich war dieser letzte Band etwas Besonderes, und ich habe ihn sehr bewusst gelesen, denn nun hieß es, Abschied nehmen von den wunderbaren Charakteren, die Mac P. Lorne so fein ausgearbeitet hat und die ich im Lauf der fünf dicken Romane lieb gewonnen habe. Obwohl Robin inzwischen ein Alter erreicht hat, wo er sich nach Ruhe sehnt, ist dieser Abschlussband alles andere als uninteressant oder langweilig. Es gibt noch so viel mit Robin zusammen zu erleben, und auch wenn es einige traurige Szenen in der Handlung gibt, so hat das alles seine Richtigkeit. Es ist ein bewegender Moment, wenn Robin seinen letzten Pfeil verschießt, und alles in allem ist dies ein würdiger Abschluss einer wundervollen Reihe, die ich sicher nach einer gewissen Zeit wieder zur Hand nehmen und erneut lesen werde, denn es war momentan ein Abschied, aber eben nicht für immer. In Mac P. Lornes Büchern kann man sich verlieren, und beim erneuten Lesen wird man wieder ganz neue Gesichtspunkte entdecken. Ich freue mich jetzt schon darauf und auf alles, was der Autor in Zukunft noch veröffentlichen wird. Mein Fazit: Fünf Bände einer Reihe, und alle haben es in meine Lese-Highlights geschafft, das ist wirklich ein tolles Ergebnis, und Mac P. Lorne hat sich damit einen Spitzen-Platz in der Reihe meiner Lieblings-Autoren redlich verdient.


    Ich vergebe volle 10 Eulenpunkte

    Für diese Szene habe ich mir das Buch extra noch einmal aus dem Lektorat kommen lassen. Ersetze den Sheriff durch den Bürgermeister meiner Heimatgemeinde - und du hast 1:1 die Übertragung in die Gegenwart. Der Mann wird unter der Hand nur "der rote König" wegen seinem Namen und der Parteizugehörigkeit genannt und hat zumindest in unserem Falle eine Rechnung über das 30igfache unserer jährlichen Wasserrechnung zur "Verbesserung der Wasserversorgung" geschickt. So berechnet, wie im Buch beschrieben, völlig willkürlich - und kommt tatsächlich damit durch! keiner im Gemeinderat hat sich gewährt und erst später mitbekommen, was da passiert ist, als das Gante rechtskräftig war. Hoffentlich bekommt er bei der nächsten Wahl einen gewaltigen Tritt in seinen fetten Arsch und wenn nicht, brauche ich dringend Robins Geist.

    So, das musste mal raus. :lache (obwohl mir gar nicht nach Lachen zu mute ist).

    solche Sheriffs, Bürgermeister, Vorstände, rote Könige oder wie man sie auch immer nennen will, gibt es leider im richtigen Leben überall. Eigentlich müsste man meinen, heutzutage kommen sie mit ihren Machenschaften nicht mehr durch, aber dem ist nicht so.

    Im Fall wie im Roman ist diesmal sogar Robin machtlos. Naja, er hat das Haus wenigstens einem guten Zweck zugeführt.

    Mir hat das letzte Kapitel Tränen in die Augen getrieben, aber so konnten Marian und Robert in angemessener Weise aus dem Leben scheiden. Interessant die Aussage Robins, dass eigentlich Marian die bestimmende Figur in ihrer Ehe war. Die Episode in Nottingham um die zu hohen Steuern muss deprimierend auf Robin gewirkt haben, denn er hat sich ja immer dafür eingesetzt, dass sich die Leute wehren. Der Epilog hat mir gut gefallen. Die Vorstellung, dass Fulke im deutschen Reich geherrscht hat, hat etwas. Die Regentschaft des neglischen Königshauses war mir neu.

    Gut gefallen haben mir die aussagekräftigen Anmerkungen des Autors, die Zeittafel und das Glossar. Es gab doch einige Begriffe, die ich dort nachgeschlagen habe. Insgesamt wirkte dieser Band ruhiger als die Vorgänger, aber die Protagonisten sind ja auch in die Jahre gekommen. Ich glaube aber auch, dass die Geschichte Robin Hoods nun auserzählt ist und bin gespannt, welchen Themen sich der Autor nun widmet. Ich warte mit Spannung und Vorfreude.

    So ging es mir auch, es waren wirklich einige bewegende Szenen dabei. Marian war bis zuletzt stark und selbstbestimmt, und was sie von Fulke verlangt hat, war nicht leicht, aber letztendlich richtig. So konnte Robin seine letzten Jahre in der Landschaft seines Herzens verbringen, und auch wenn es Ärger mit dem Sheriff gab, so waren es letztendlich doch noch ein paar gute Jahre.

    Der Epilog hat mir auch gefallen; er hat etwas Tröstliches, wie Fulke Zwiesprache mit Robin hält. Blanche ist inzwischen auch gestorben, wie man noch erfährt. Dieses Buch führt einem immer wieder die Endlichkeit vor Augen, war aber ja vorher klar, dass das so sein wird.

    Mac P. Lorne , auch ich bedanke mich an dieser Stelle für deine geduldige Begleitung durch alle fünf "Löwen-Leserunden". Es hat mir viel Freude gemacht, und die Bücher erhalten einen Ehrenplatz in meinem Regal und warten dort auf ein Re-Read (zuerst aber wartet schon mein Mann, dass ich ihm das Buch endlich zum Lesen gebe, denn er ist schon ganz ungeduldig, weil er die Löwen-Reihe auch liebt :grin). In den nächsten Tagen werde ich mich dann in Ruhe an die Rezension setzen :writeund freue mich schon auf Neues von dir.

    Einerseits war es schön, dass Richard und Isabella sich noch einmal treffen konnten, aber die Begegnung war überschattet. Isabellas Bemerkung, ihr würde es eigentlich an nichts fehlen, außer an ihrer Freiheit, die sie immer so geliebt hat, da musste ich schon schlucken.

    Richard ist es sicher schwer gefallen, seine Schwester dort zurück zu lassen. Bezüglich Eheversprechen scheint sie mehr Ehre im Leib gehabt zu haben als ihr werter Gatte. Natürlich kann man die Situation damals nicht mit heutiger Zeit vergleichen, aber es gab ja auch damals viele Fälle, wo Frauen und Männer mehr oder weniger gleichberechtigt waren und sich gegenseitig Achtung entgegenbrachten. Achtung oder gar Respekt gegenüber seiner Frau war bei Friedrich wohl gar nicht vorhanden. Auch dass er nach Isabellas Tod es so lange nicht für nötig erachtete, ihre Brüder zu informieren, war schon ein Unding.


    Während des Kreuzzugs konnte Fulke auf die Erfahrung seiner Väter zurückgreifen, was er auch gerne getan hat und was sich als hilfreich erwiesen hat. Dass Robin sich die Reise auf seine alten Tage noch angetan hat, war schon erstaunlich, und dass er auf der Rückreise kaum noch zu halten war und schnell nach Hause wollte, konnte ich schmunzelnd gut nachvollziehen.


    Mit dem letzten Abschnitt geht es mir so wie dir, Johanna! Ich scheue mich davor, ihn in Angriff zu nehmen, weil ich schon erahne, was mich u.a. erwartet.

    Ich sehe schon, ich hinke ziemlich hinterher, aber das liegt zum einen auch daran, dass ich bewusst langsam lese, um noch möglichst lange etwas von dem Roman zu haben, da dieser ja quasi das Finale beinhaltet. Irgendwie graut es mir schon davor, mich von Robin und seinen Getreuen zu verabschieden. :|

    Isabella und Heinrich haben mir hier sehr leid getan. Die beiden hätten ein gutes Paar abgegeben, aber hätte Isabella Heinrichs Werben erhört, hätte das wohl bedeutet, dass sie allein dagestanden hätte und ihr Ehemann im Kerker "verrottet" wäre oder womöglich wäre sie ja auch gleich Witwe geworden. Wenn Friedrich schon so einen Hass gegen seinen eigenen Sohn entwickelt, nur weil ihm Gerüchte zu Ohren gekommen sind, dann hätte er sich mit den Tatsachen sicher noch weniger abgefunden.

    Eigentlich müsste es Henry doch bewusst gewesen sein, wohin er seine Schwester schickt, denn wenn ich das richtig verstanden habe, war doch bekannt, dass Friedrich sich einen ganzen Harem hält.

    Ausprobiert noch nicht, aber schon diverse zufrieden Erfahrungsberichte verschiedener Zero Waste Blogger gelesen.


    So habe ich vor kurzem gelesen, dass jemand Geschirr ohne Spüli von Hand spült, nur mit heißem Wasser. Kam mir im ersten Moment schräg vor bis mir dann einfiel, dass ich das mit unseren "guten" Weingläsern auch so mache, weil das die Verkäuferin damals so empfohlen hat. Damals war Zero Waste und Co noch überhaupt kein Thema, sie meinte nur, dass würde das Glas schonen.

    Mit Teegeschirr und Gläsern mache ich das auch häufig so, nur sobald Fettiges ins Spiel kommt, hat man nur mit Wasser schlechte Karten.

    Was ich bisher nicht schaffe, obwohl ich möchte, ist, mich wieder auf vegetarische bis vegane Ernährung umzustellen. Da ich einen hochempfindlichen Magen habe, der auf Pfeffer auch in nur kleine Mengen heftig reagiert, erst recht auf Chili und andere scharfe Gewürze, fallen für mich 95% der Veggie-Aufstriche schon mal flach.

    Veganer Käse schmeckt "uuuaarrgg", Tfu und andere Sojaprodukte schmecken mir nicht, auch dann nicht, wenn andere davon schwärmen...

    Also bleib ich auf Biokäse und genau einem vegane Aufstrich hängen, der nicht scharf und auch nicht essigsauer ist. Das ist soo langweilig (Geld für teure Biokäsesorten hab ich auch nicht). Da kann ich dann oft nicht widerstehen und hol mir ein paar Scheiben Schinken auf dem Markt (artgerechte Haltung) oder ein bisschen Salami im Bioladen (natürlich in Plastik verpackt!).

    Und Bio-Würstchen... iwie find ich Linsensuppe oder Kartoffelmöhrensuppe ohne Würstchen doch ziemlich langweilig, egal wie super gewürzt...

    Ich bin kein Vegetarier und schon gar kein Veganer, habe aber tierische Produkte schon ziemlich weit in meinem Speiseplan reduziert. Meine Tochter lebt sein ihrem 14. Lebensjahr vegetarisch, und als sie noch bei uns wohnte, habe ich größtenteils vegetarisch gekocht. Vor drei Jahren hat mir meine Ärztin gesagt, dass ich eine Kuhmilchunverträglichkeit habe, und dann begann für mich eine ziemlich langwierige Suche, denn da geht es mir wie vielen von euch, es schmeckt nicht jeder Milchersatz, und einen Käse-Ersatz zu finden, ist noch schwieriger. Inzwischen habe ich zwei Pflanzendrinks gefunden, die sich richtig gut aufschäumen lassen und auch im Kaffee sehr gut schmecken. Ich fahre alle paar Wochen zum einzigen Biomarkt in der Umgebung, wo ich diesen Milchersatz bekomme und decke mich großzügig ein. Für Käse habe ich noch keinen wirklichen Ersatz gefunden, da schaue ich halt wenigstens darauf, dass kein tierisches Lab (aus Kälbermägen) verwendet wurde, aber glücklicherweise findet man immer mehr Käsesorten mit Lab-Ersatz.

    Zum Thema Würstchen muss ich sagen, dass ich vor einiger Zeit die Rügenwalder Würstchen für mich entdeckt habe. Es gibt normal große Würstchen, Mini-Würstchen und Mini-Salami. Ich liebe die und gönne mir ab und zu mal eine Packung, und vor allem bei den Mini-Wiener Würstchen schmeckt man kaum, dass sie vegetarisch sind. Die sind auch in der Linsensuppe toll :thumbup:

    Du sprichst mir aus der Seele, das waren schon heftige Zeiten damals. Um Richard Marshall hat es mir auch leid getan.

    Edmund Rich ist mir sehr sympathisch, vor allem auch weil er Robins Vorwürfe nicht persönlich nimmt. Die beiden streiten sich heftig, aber hinterher vertragen sie sich, und Rich blickt tiefer, was Robins Einstellung angeht. Er scheint mir ein Kirchenmann, der nachdenkt und durchaus auch mal hinterfragt. Er hält sich nicht für den Mittelpunkt des Universums, und er hat auch Humor. Wie er in Fulkes Gegenwart geflucht hat, das war ja vom Allerfeinsten! :rofl

    Henry verlässt sich mehr und mehr auf die falschen Leute. Ich bin gespannt, wie lange Rich's Fürsprache und Henrys Einsicht anhält. :gruebel Und Robin bleibt wohl nichts erspart, nun soll er nach Deutschland. Ich bin schon gespannt, wie das weitergeht.

    Kannst Du vielleicht ein paar grundlegende Tipps geben? Ich habe keine Ahnung, wie ich es angehen soll.

    Gerne stehe ich mit Tipps zur Verfügung, aber das ist in wenigen Sätzen kaum möglich. Zuerst vielleicht mal die Sicherheitsvorkehrungen: Bei der Seifenherstellung IMMER!! eine Schutzbrille und Gummihandschuhe tragen, die möglichst lang sind, denn durch Spritzer der Lauge oder auch von der frisch gerührten Seife kann man sich ganz übel verätzen. Alle Gerätschaften (Töpfe, Löffel, Messbecher, Förmchen etc.), die man zur Seifenherstellung verwendet, wirklich NUR dafür benutzen, nicht mehr für Lebensmittel.

    Ich arbeite in der Küche und decke die Arbeitsfläche großzügig mit Zeitungspapier ab. Alles Essbare unbedingt aus der Arbeitszone entfernen.

    Möchte man nach Rezepten arbeiten, kann ich das Naturseifen-Buch von Claudia Kasper sehr empfehlen, da sind auch jede Menge Tipps und Seifenvarianten drin vorgestellt. Sie ist auch die Betreiberin der o.g. Naturseifen-Seite, und bei ihren Rezepten kann man sich auch darauf verlassen, dass die Zusammensetzung stimmt. In ihrer aktualisierten, erweiterten Ausgabe hat sie auch palmölfreie Varianten für die meisten ihrer Rezepte.

    Es gibt natürlich auch andere Bücher, und da kommt es dann drauf an, in welche Richtung man gehen möchte, denn viele setzen einen Schwerpunkt auf Design oder spezielle Duft-Zusätze.

    Ich muss gestehen, dass ich keine einzige meiner Seifen nach festem Rezept gemacht habe, denn Palmöl habe ich immer versucht, zu ersetzen. Man braucht auch kein aufwändiges Rezept, sondern kann für den Anfang auch mal die Pflanzenöle und -fette verwenden, die man im Haus hat. Ich habe beispielsweise auch schon mal eine reine Olivenseife gesiedet, die ist allerdings am Anfang sehr weich und muss lange ablagern, bis man sie verwenden kann, ohne dass sie einem "zermatscht". Eine härtere Seife erzielt man durch Zugabe von Kokosöl. Welche Öle man verwendet, davon hängt auch die Stärke der Schaumentwicklung ab. Olivenseife schäumt fast nicht, während z.B. Kokosöl für stärkere Schaumentwicklung sorgt, wie sie beispielsweise bei Rasierseife erwünscht ist.

    Noch ein paar Worte zur Überfettung: die kann man mit Hilfe des Seifenrechners ganz individuell selbst bestimmen, indem man das Verhältnis zwischen Lauge und Ölen verändert. Stärker überfettete Seifen sind halt sehr pflegend für die Haut. Wenn du spezielle Fragen hast, gebe ich dir gerne weitere Tipps.

    Ich würde das auch gerne mal ausprobieren. Wir sollten uns mal nach einem Kurs dazu umschauen Booklooker .

    Solltet ihr keinen Kurs finden, kann ich euch die Seite Naturseife.com sehr empfehlen. Dort gibt es nicht nur den von mir verlinkten Seifenrechner, sondern auch umfassende Informationen zur Seifen-Herstellung, zu allen Zutaten und eigentlich alles, was man rundherum berücksichtigen muss. Auch Rezepte gibt es dort sehr viele, auch für einfache "Küchenseifen". Die Rezepte sind zwar zum Teil mit Palmöl, weil das zu der Zeit, als sie entstanden, noch nicht als problematisch thematisiert wurde, aber Palmöl kann man ja austauschen.

    Leider ist das Forum, das es auf der Website mal gab, nicht mehr aktiv, denn dort hat man quasi jede Frage rund ums Thema beantwortet bekommen, aber alle sonstigen Infos sind glücklicherweise noch zugänglich.

    Hat jemand von euch eigentlich schon mal Seife selber gesiedet? Ich traue mich da irgendwie nicht so dran.

    Ja, ich habe eine Zeitlang jede Menge Seife gesiedet, hatte sogar einen eigenen Seifen- und Rühr-Blog. Momentan pausiere ich, weil ich noch ganz viele Reste habe, die ich erst so nach und nach aufbrauchen muss. Man sollte halt einige Sicherheitsmaßnahmen beherzigen und entweder ein vertrauenswürdiges Rezept nutzen oder die Menge über den Seifenrechner bestimmen, damit das Ergebnis nicht zu scharf wird.

    Zum Online-Handel mein Erlebnis von vorletzter Woche: Ich schrieb hier schon, dass ich Kernseife sieden möchte. Dazu brauche ich Natriumhydroxid. Das ist frei verkäuflich, aber Feuer legen kann man damit auch. Vermutlich auch andere schlimme Dinge, aber das interessiert mich nicht weiter. Jedenfalls stand im Rezept, dass man das auch in Apotheken bekommt. In einer der größeren Apotheken vor Ort hat man mich aber völlig fassungslos gefragt, was ich DAMIT vorhabe - ich habe mich direkt als potentielle Bombenlegerin gefühlt. :yikes

    Am Ende bekam ich die Antwort, es sei nicht über (diese) Apotheke zu beziehen - und wurde freundlich an den Online-Handel verwiesen.:bonk

    in Apotheken habe ich das auch nie gekriegt, weil es halt doch sehr ätzend ist und man sich ganz schön verletzen kann, wenn man die Sicherheitsmaßnahmen nicht einhält. Ich habe mein NaOH immer bei einem Onlinehandel für Seifensieder-Bedarf oder über Ebay bestellt. In USA habe ich schon bei Seifensiedern gesehen, dass sie WC-Reiniger benutzen, das scheint dort reines NaOH zu sein.

    Genauso sieht es mit Weingeist aus, wenn man mehr als 250 ml benötigt. Da schauen sie in der Apotheke immer als wäre man ein Verdächtiger. :lache

    Mir ging es ebenso, dass John umgekommen ist, hat mir richtig leid getan. Auch ich habe ein paar Tränchen vergossen, aber letztendlich waren Johns letzte Worte so wahr und irgendwie auch tröstlich, denn für ihn hätte es sicher nichts Schlimmeres gegeben, als irgendwann hilflos und krank dahin zu siechen.

    Was ich beim vorherigen Abschnitt noch gehofft hatte, nämlich dass Chester irgendwann auch sein Fett wegkriegt, ist nun sehr schnell eingetreten. Letztendlich ist er an seiner eigenen Macht- und Raffgier krepiert, denn er konnte ja anscheinend nicht genug bekommen.

    Blanche ist nicht umsonst mit dem Sohn des Löwen verheiratet, denn auch sie hat das Herz einer Löwin, gerade wenn es um ihre Familie geht.

    Henry ist ja ein recht wankelmütiger Kerl, der sich nur allzu leicht beeinflussen lässt. Auch mich wundert es, dass er letztendlich so lange König war. Sich mit Robin anzulegen, war ja nicht auf seinem Mist gewachsen, sondern auch weil er auf die falschen Ratgeber gehört hat. Aber Robin findet auch hier wieder einmal die richtigen (zurückhaltenden :grin) Worte, so dass Fulke direkt Angst und Bange wird. Das konnte ich mal wieder bildlich vor mir sehen, war sehr amüsant zu lesen. :fingerhoch

    Danke für den Link, schaue ich mir gerade an, ist eine interessante Doku.

    Wie Robin quasi im allerletzten Moment auf der Bildfläche erscheint, das war mal wieder ein grandioser Auftritt. Klar, Robin ist und bleibt halt der sagenhafte Held, den es im wahren Leben nicht gibt, aber bei solchen Szenen geht mir immer das Herz auf, da kann ich machen was ich will. ;):grin

    Das Abenteuer vor Huntington hat ja nochmal ein glückliches Ende genommen, auch wenn sich Chester wieder mal geschickt aus der Affäre ziehen konnte.


    Bei Henry merkt man halt, wie jung er noch ist. Bis jetzt ist er wohl immer etwas von oben herab behandelt worden. Scheinbar haben seine Berater es nicht geschafft, in ihm den zukünftigen Mann zu sehen und behandeln ihn wie ein Kind dem man nichts erklären muss. Das ihn das fuchsig macht und er dann auf Leute hört, die sich vermeintlich um ihn sorgen, kann man verstehen..... Dass die auch nur ihr eigenes wohl im Sinn haben, verbergen sie ja auch geschickt.


    Ich finde es aber ziemlich unfair Fulke gegenüber, ihn so in der Luft hängen zu lassen. Und vor allem, dass der Angriff auf die Burg für die Angreifer keinerlei Konsequenzen hat, ist auch ziemlich daneben....

    Die Rechtslage war demnach damals ziemlich zweifelhaft, und wenn man das so betrachtet, hingen ganze Existenzen von der Willkür eines Einzelnen ab.

    Das mit Henry sehe ich auch so. Er fühlt sich von seinen Beratern nicht ernst genommen und hängt sich an die Speichellecker, die ihm schön tun. In seiner jugendlichen Unerfahrenheit kann er vermutlich noch nicht abschätzen, ob es jemand wirklich gut und ernst mit ihm meint oder nur auf eigene Interessen schaut.


    Chester ist viel zu leicht aus der Sache heraus gekommen. Was er Fulkes Frau und Kindern angedroht hat, ist ja alles andere als ehrenhaft. Ich hoffe, er kriegt auch irgendwann sein Fett weg.

    Ich kann die Bewohner von Loxley total verstehen! Es hat mich gewundert, das sie sich doch haben überreden lassen, mit Robin mitzuziehen und evtl. ihr Leben lassen, zumal viele ihn nur noch aus Erzählungen kennen und er ja nun auch in der Gascogne lebt.

    Mich hat es auch gewundert, das noch niemand vorher versucht hat, sich in Huntington einzunisten..

    Geht mir ebenso, ich kann mich gut in die Leute hinein versetzen, und Robin hat es ja dann auch gemerkt, dass er da wohl zu viel von den Menschen erwartet hat, die ihn nur vom Hörensagen kennen.

    Letztendlich haben sich die Leute von Loxley ja doch überzeugen lassen, und ich hoffe, dass es Robin mit ihrer Hilfe gelingt, Huntington vor Chesters Übergriffen zu bewahren.

    Meine Meinung:

    Zwischen dem Ende des vorherigen Bandes und dem Beginn dieses Romans liegen nur wenige Monate. Robin und sein alter Freund Charles D‘Artagnan waren unterwegs, guten Wein für das bevorstehende Weihnachtsfest zu besorgen. Auf dem Heimweg treffen sie auf die erschütternden Überreste eines brutalen Massakers, das sich in dem kleinen Ort Tonneins an der Garonne abgespielt hat. Simon de Montfort zieht mit seinem Heer mordend und raubend durch die Lande, um die Katharer und ihre Sympathisanten auszurotten. Er ist überzeugt, im Interesse des Papstes und somit auch im Namen Gottes zu handeln. Robin ist erschüttert und zögert nicht, sich für die Verfolgten einzusetzen, denn sollte es Montfort gelingen, den Süden Frankreichs zu erobern, ist nicht nur das Erbe von Eleonore von Aquitanien in Gefahr, sondern auch Robins und Marians neue Heimat, ihr geliebtes Chateau de Lisse. Das schlimmste an der ganzen Sache sind jedoch die vielen unschuldigen Opfer, denn Montfort und seine Schergen gehen mit roher Gewalt gegen die Menschen vor, nur weil diese in Glaubensdingen nicht hundertprozentig mit der katholischen Kirche übereinstimmen. Selbst vor Frauen und Kindern machen sie nicht Halt.

    Auch in diesem vierten Band hält sich Mac P. Lorne nicht mit langen Vorreden auf, sondern katapultiert die Leser wieder postwendend mitten ins Geschehen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren begleiten wir Robin und seine Freunde bei ihrem Kampf um die Freiheit. Ruhe ist den Protagonisten auch in diesem Roman nicht vergönnt. Ein umfangreicher Abschnitt des Buches ist der Belagerung von Toulouse gewidmet. Interessant und sehr gelungen ist, wie der Autor seine fiktiven Helden wieder ins historische Geschehen einbringt und agieren lässt, denn bei allen Belagerungen und Kämpfen ist Robin immer mitten drin, und natürlich sind auch seine Frau Marian, sein Ziehsohn Fulke und seine guten Freunde wieder mit von der Partie.

    Die katholische Kirche zur damaligen Zeit kommt nicht gut weg in diesem Roman, zu viele Intrigen und Machtkämpfe gab es da. Gerade die Szenen, die im Buch besonders unglaubwürdig erscheinen, beruhen auf realen historischen Begebenheiten, und ich bin immer wieder fassungslos, was im Namen Gottes so alles verbrochen wurde, meist auch noch in dem Glauben, das Richtige zu tun.

    Robin ist mittlerweile nicht mehr der Jüngste und auch um einiges ruhiger und besonnener geworden, aber wenn das Unrecht zu groß wird, kann er sich einfach nicht zurückhalten und gerät auch diesmal wieder mehrfach in brenzlige Situationen.


    „Das Banner des Löwen“ steht seinen Vorgängern in nichts nach, wenn es um mitreißende Unterhaltung geht. Dabei hält sich der Autor stets sehr nah an der Realität, und seine Erläuterungen zeichnen sich durch hohe historische Genauigkeit aus. Zwei Karten und ein Personenregister am Beginn des Buches helfen dabei, die Übersicht zu behalten, und anhand der Zeittafel im Anhang findet man die historischen Daten in einer übersichtlichen Tabelle.

    Einen weiteren Band haben wir noch vor uns, und ich bin schon sehr gespannt darauf. Ob Robin dann endlich seinen Lebensabend genießen kann? Ich bezweifle es ja, denn das sähe ihm so gar nicht ähnlich.


    9 von 10 Punkten